Felix Banaszak | Bundesvorsitzender - Gibt es Entscheidungen, die dich nachts wachhalten?
Shownotes
Er gehört zu den prägenden Stimmen einer neuen Generation in der deutschen Politik. Felix Banaszak, geboren im Ruhrgebiet, ist seit 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages und wurde 2024 gemeinsam mit Franziska Brantner zum Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen gewählt. Zuvor führte er mehrere Jahre den Landesverband der Grünen in Nordrhein-Westfalen und prägte dort entscheidende politische Weichenstellungen. Mit André Puchta spricht Felix Banaszak über politische Verantwortung in Zeiten großer Umbrüche, über Klimaschutz, gesellschaftlichen Wandel und darüber, wie Politik wieder Vertrauen gewinnen kann – besonders bei jungen Menschen. Eine Folge über Generationenwechsel, politische Gestaltung und den Anspruch, Zukunft aktiv zu verändern.
Im Podcast „Schüchtern bis nüchtern“ begrüßt André Puchta spannende Charaktere mit außergewöhnlichen Berufen, Lebensentwürfen oder Leidenschaften. Eine Bühne für Biografien, die man nicht erfinden könnte. Hier trifft Kuhfriseur auf Detektiv, Domina auf Pfarrerin, Dildo-Designerin auf Tatortreinigerin, Human Puppy auf Ordensfrau und Hebamme auf Tantra-Trainer. Ein Podcast über das Ungewöhnliche – und das, was uns verbindet.
Transkript anzeigen
00:00:04:
00:00:04: Herzlich willkommen
00:00:06: bei Schüchtern bis Nüchdern.
00:00:08: Dem Publicity-Podcast mit André Puchter und chilligen Gästen,
00:00:14: fast live
00:00:15: aus Berlin!
00:00:23: Politik lebt von Ideen aber vor allem von Menschen die bereit sind Verantwortung zu übernehmen.
00:00:30: Mein heutiger Gast gehört zur einer Generation von Politikerinnen und Politikern Die mitten in einer Zeit großer Umbrüche politische Gestaltung übernehmen Klimawandel, gesellschaftlicher Wandel, geopolitische Krisen und eine Demokratie die immer wieder neu erklärt und verteidigt werden muss.
00:00:48: Er kommt aus dem Ruhrgebiet, engagierte sich frühpolitisch und gehört heute zu den prägenden Köpfen seiner Partei.
00:00:56: Seit Jahrzehntausend vierundzwanzig führt er gemeinsam mit Franziska Brankner die Partei Bündnis Neunzig die Grünen und ist damit einer der jüngsten Parteivorsitzenden auf Bundesebene.
00:01:06: Herzlich Willkommen bei Schüchtern bis Nüchdern!
00:01:08: Felix Banaschak.
00:01:10: Ja, hallo, guten Tag!
00:01:12: Lieber Felix, schön dass du mein Gast bist.
00:01:15: Politik gilt ja als ernstes Geschäft.
00:01:18: Wann hast Du denn zuletzt über Dich selbst lachen müssen?
00:01:22: Heute mehrfach, heute mehrfach.
00:01:24: ich bin... Ich habe einen entscheidend ausgeprägt schlechten Humor aber ich hab Humor.
00:01:31: Ich glaube manchmal auch ganz gut Aber ich bin.. ich lache sehr viel Auch über mich selbst, auch und gerade über mich.
00:01:43: Man muss die Sache ernst nehmen, aber man sollte sich selbst nicht zu ernst nehmen.
00:01:46: Absolut!
00:01:48: Politik wirkt sehr ernst – das hatte ich schon erwähnt.
00:01:50: Aber im Alltag gibt es eben viele Situationen, die ein Jahr wieder auf den Boden holen.
00:01:54: Bodenständig geblieben bist du ja auch.
00:01:56: Ich kann mir vorstellen, dass Humor hilft, nicht in Bezug zur Realität zu verlieren.
00:01:59: Wie siehst Du das?
00:02:02: Naja, das eine ist Humor würde ich auch sagen egal wo ich unterwegs bin, wenn man den Leuten mit Versteiner im Gesicht begegnet dann öffnen sich auch nicht die Heizen.
00:02:12: aber wenn man zusammen auch mal einen Witz macht und einfach auch mal locker über die Dinge redet.
00:02:17: Dann kommt man auch anders ins Gespräch.
00:02:20: also deswegen Humor ist das eine und ich würde sagen dass andere es ein ernsthaftes... wie soll ich sagen?
00:02:26: Man muss die Menschen mögen!
00:02:29: Ich bin gerne unter Menschen, ich ziehe Energie eigentlich aus der Begegnung.
00:02:33: Wenn ich einen ganzen Tag hinter mir habe, wo ich am laufenden Band mit Leuten geredet habe, dann bin ich manchmal körperlich ein bisschen
00:02:39: K.O.,
00:02:40: aber ich gehe mit fünfzigtausend neuen Ideen in den nächsten Tagen und wenn ich wieder im Büro sitze ist der Akku noch aufgeladen.
00:02:47: Ja!
00:02:48: Ich hatte kürzlich Tim Klüssendorf bei mir zu Gast und er hat mir das ähnlich erklärt also bei ihm.
00:02:52: es ist anscheinend auch so...
00:02:54: Naja, ich würde sagen wenn man Menschen nicht mag oder auch nicht gerne mit ihnen zu tun hat und Zeit verbringt dann ist Politik vielleicht echt nicht der richtige Job.
00:03:02: Oder zumindest nicht als Abgeordneter, als Parteivorsitzender oder ähnliches.
00:03:08: Dann ist vielleicht Verwaltungstätigkeit, Wissenschaft was auch immer so das Bessere.
00:03:15: aber ja und ich nehme es auch so wahr es gibt viele die ähnlich ticken gibt aber auch andere
00:03:21: Ja definitiv Wenn jemand deine Arbeit in einem Satz erklären müsste, was würdest du dir wünschen das er oder sie sagt?
00:03:32: Ich würde mir wünscht dass er sagt.
00:03:34: Oder sie... Felix Banaschak ist einer der permanent unterwegs ist um mit den Leuten darüber zu sprechen wie es gut werden kann hier im Land Wie wir die Probleme gelöst bekommen, wie wir das Leben verbessern für uns, unsere Kinder und unsere Enkel der uns auf Augenhöhe begegnet.
00:03:55: Ich hatte im Vorfeld der heutigen Folge bei der Vorberatung einige Freundinnen und Freunde gefragt zu meinem Gast, also zu Felix Bannerschalk wie sie dich sehen und ich muss sagen die waren alle erstmal sehr positiv gestimmt was sich auch anderweitig erzählen würde wenn es nicht so wäre.
00:04:10: das Feedback was ich bekommen habe von den Freunden war dass Sie auch erwarten schon der neuen Generation Politiker dass sie wirklich diese Lebensrealität der Menschen ernst nehmen und gleichzeitig eine gewisse Zukunftsstimmung verbreiten, also dieses positive Denken nach vorne.
00:04:27: Ich glaube das ist vielen auch gerade die jüngeren Menschen total wichtig geworden?
00:04:31: Ja ich glaube auch!
00:04:32: Also wir leben ja in einer Zeit... Du hast es ja so ein bisschen in der Anmoderation gesagt, ist ja keine einfache Zeit.
00:04:38: Man steht nicht morgens auf und denkt man läuft ja alles super sondern eigentlich ist fast jeder mit irgendeinem Problem konfrontiert manchmal mit mehreren.
00:04:46: Wir haben riesigen Druck auf den Familien irgendwie über die Runden zu kommen.
00:04:52: Leute machen teilweise zwei mehr Jobs.
00:04:55: Die Mieten in den Großstädten steigen auf dem Land sind die Grundstückspreise und die Baukasten so in der Höhe geschält, dass viele sich fragen wie soll ich eigentlich in einem Erwerbsleben, das ich habe im einen Berufsleben, alles abbezahlen?
00:05:08: Und dann kommt am Sonntagabend noch die Nachricht einer WhatsApp-Gruppe von Akita.
00:05:13: Sorry morgen ist Notbetreuung Personalmangel.
00:05:16: Wer zuerst kommt mal zuerst.
00:05:19: Dann trifft diese Also dieser Alltag auf eine Welt, die komplett in Unordnung geraten ist.
00:05:26: Wo ein Donald Trump im weißen Haus sozusagen handschreichartig alle paar Wochen einen neuen Konflikt auf der Welt startet wo die Konkurrenten in Russland und China ja auch nicht schlafen und das ganze deutsche Wirtschaftsmodell vor die Wand gefahren.
00:05:44: Also, die Probleme sind ja wirklich da und ich sage das jetzt nicht um die Leute weiter in der Depression zu reden sondern weil ich finde dass muss man erst mal anerkennen.
00:05:51: also wenn man Menschen auch... Die Grünen sind eine Partei die für Veränderung steht aber wenn ich halt sagen sage komm.
00:05:59: wir machen uns gemeinsam auf den Weg dann muss klar sein der Weg beginnt erstmal da wo die Leute sind und nicht in einer fernen Utopie, die mit ihrem Leben nichts zu tun hat.
00:06:08: Und ich glaube wenn man das zur Grundlage seiner Politik macht also erst mal nüchtern angucken wo stehen wir?
00:06:15: Wo wollen wir hin und was ist nötig damit der Weg für alle funktioniert?
00:06:18: dann kann politik auch wieder neues vertrauen schaffen und das Vertrauen wieder zu gewinnen ist glaube ich eine der wichtigsten Aufgaben.
00:06:25: Definitiv!
00:06:25: Und heute schauen wir uns das ganze nüchtern an aber nicht schüchdern Und wir wollen so ein bisschen auch den Blick nach hinten wagen, denn du bist ja neunzehnhundertneunundachtzig geboren in Duisburg.
00:06:36: Also genau im Jahr des Mauerfalls.
00:06:38: Welche Rolle spielt diese Generationserfahrung für dich politisch?
00:06:42: Du hast natürlich jetzt keine Erinnerungen an das Jahr neunundachzig aber rückblickend betrachtet deine Generation ist dir in einem vereinten Europa aufgewachsen.
00:06:49: Ja, genau.
00:06:50: Ich bin im Herbst, neunundachtzig geboren im Wendejahr zwei Wochen vor Mauerfall.
00:06:55: also Zeitzeuge bin ich nicht.
00:06:57: Haltes Deutschland habe ich in dem Sinne aber zumindest ein formal geteiltes Deutschland mit Grenzen geteildes Deutschland hab' ich nicht erlebt.
00:07:04: Aber natürlich lebe ich jetzt in einem Deutschland wo diese Teilung immer noch spürbar ist und bemerkbar ist.
00:07:11: Ich Bin genau kind des Ruhrgebiets also tief im Westen geboren und aufgewachsen Strukturwandelregionen durchaus auch nicht frei von Problemen.
00:07:22: Hab dann einen großen Teil meines Erwachsenenlebens in Berlin gelebt und pendelt im Prinzip seit Jahren hin und her, aber bin auch in den letzten Monaten ja viel im Osten unterwegs.
00:07:34: Hat ein Büro in Brandenburg an der Havel aufgemacht.
00:07:37: da gibt es auf der einen Seite viele Gemeinsamkeiten mit dem Ruhrgebiet also Industrie, viel Wasser ehrliche offene Sprache.
00:07:48: Aber natürlich sind die Unterschiede weiter da.
00:07:51: und ich glaube diese Generation, das kriege ich mit.
00:07:53: Wir haben im Bundesvorstand habe ich einen Kollegen Heiko Knopf.
00:07:57: der ist ein paar Monate vor mir geboren in Jena im Plattenbau.
00:08:01: Und wenn wir so einfach unsere Erfahrungen austauschen, dann sieht man wo die Unterschieden manchmal sind, wo es Gemeinsamkeiten gibt.
00:08:08: Ich glaube das ist ein bisschen die Generation, die jetzt auch die Aufgabe hat aus der Verhärtung, Aus der Vergrößtung rauszukommen was hin zu kriegen.
00:08:16: Ja, ich bin Jahrgang.
00:08:17: Ich bin ja Jahre und habe in den letzten Jahren hier in Deutschland eingeschult worden.
00:08:22: Ich glaube wir denken ja auch anders.
00:08:23: Wir denken nicht mehr dieses Ost-West sondern wir sind ein vereintes Deutschland.
00:08:27: aber das braucht natürlich seine Zeit was uns aufverbindet.
00:08:30: Wir leben nicht nur beide im Berlin zumindest seitweise Sondern wir sind auch beide ehemalige Zivildienstleistende In der Alpenpflege.
00:08:38: Ach ja, in der Tat.
00:08:40: Ich habe in einer Altenpflege gearbeitet im Berlin-Wilmersdorf also direkt nach dem Abi.
00:08:45: Ich wollte es später in Berlin studieren und bin dann schon zum Zivildienst rübergezogen weil ich dachte du kannst das schon mal in eine neuen Stadt ankommen und hab da in so einer Wohngemeinschaft wie es dann hieß gearbeitet wo so was waren das?
00:09:00: zehn fünfzehn Seniorinnen, Senioren die allermeisten Demenzkrank Gelebt haben und hab mit denen dann.
00:09:11: Ja, ihren Alltag so verlebt gekocht geputzt eingekauft Brettspiele gespielt was man alles in so macht war eine sehr prägende Erfahrung.
00:09:23: ja das wollte ich nämlich gerade auch sagen so ging es mir auch als ich im achtzehn war Dann mich für den ziviliensten entschieden habe.
00:09:29: Ich bin damals erwachsen geworden Und vor allem merkst du ja auch wenn du die Gesichter schaust der gegenüber Gerade wenn es menschens sind die schon viel erlebt haben in ihrem Leben dass sie Ehrlich mit dir umgehen, also zumindest habe ich so das Gefühl gehabt dass sich wirklich auch gewertschätzt wurde.
00:09:45: Also ich hab die Zeit auch insgesamt als ganz bereichern für mich empfunden.
00:09:51: Ich meine klar war auch mit einigen...also es ist ja auch das erste mal im Leben gewesen, dass man wirklich so jeden Tag den gleichen Alltag hat.
00:09:58: bei mir ging's immer am acht Uhr los.
00:10:00: Das heißt weiß nicht um sieben Uhr aus dem Haus Ohne Gnade.
00:10:05: Da ist jetzt nicht wie in der Schule, wenn man sagt auch komm erste Stunde Mathe das klemmst du dir jetzt mal sondern ja da warten Leute auf dich und Man ist natürlich auch mit ganz viel Härte konfrontiert.
00:10:16: also ich mein habe ja gerade schon gesagt Leute waren zu großenteil demenziell erkrankt und Das sind doch nicht immer einfache Leben Und Auch für mich neue Erfahrungen gewesen Also zu einem Zivilisten alten schläge gehört hat auch mit den Leuten Im Toilettengang zu verrichten.
00:10:33: Aber wenn dann so nachweislich sechs, sieben Wochen einer der Patienten das erste Mal wieder was sagt und spricht und sagt immer du bist ein guter.
00:10:45: Also da zährt man wochenlang von also von so ner Erfahrung.
00:10:48: ja Das kann ich nur bestätigen das ist so.
00:10:51: Deine politische Laufbahn begann früh bei den Grünen.
00:10:55: Wann hast Du gemerkt dass Politik für Dich mehr ist als nur Interesse?
00:10:59: Also das könnte mein Beruf werden.
00:11:01: wann war das für dich klar?
00:11:03: Ach, eigentlich in dem Sinne gar nicht so früh.
00:11:08: Bei mir war es eine lange Zeit so, ich war schon immer politisch interessiert und habe ganz viel verfolgt.
00:11:14: Ich habe eine merkwürdig präzise Erinnerung an den Wahlabend, also ich bin neun Jahre alt.
00:11:24: Und ich hab noch im Kopf wie meine Familie sich gefreut hat weil Rot-Grün gewählt wurde.
00:11:29: Ich hab dann jetzt danach erstmal wieder so ein paar Erinnerungslücken und habe mich immer so ein bisschen dafür interessiert, war auch gerne im Politikunterricht.
00:11:38: Aber hatte ein bisschen das Gefühl bei Parteien dass es alles irgendwie verstaubt und träge und alles dauert lang und die diskutieren sich dazu Tode.
00:11:45: und ich hatte eher ein bisschen Lust auf Revolutionen.
00:11:49: Sass dann da mal irgendwann in der Duisburger Kneipe mit einem Freund von mir zusammen, der war bei den Duisburgern Grünen und ich hab ihr gesagt was willst du in einer Partei?
00:11:56: Die korrumpieren doch die Leute alle nur.
00:11:58: Und am Ende wirst du irgendwie... Also was man halt so für Negativbilder hat.
00:12:03: So und mittlerweile macht er Revolutionen Barcelona und ich bin Parteivorsitzender der Grünen.
00:12:08: also irgendwas ist erschiefgegangen.
00:12:11: und ich weiß noch ich habe im Jahr Da war ich in der Elftenklasse im Landtag gemacht, bei einer grünen Landtagsabgeordneten in Nüsseldorf.
00:12:20: Und das war auch eine ganz spannende Zeit.
00:12:22: und dann habe ich nach zwei Wochen diesen Praktikumsbericht geschrieben und Fazit war im Kern alles schön, alles gut, viel gelernt, nix für mich!
00:12:30: Und dann war, war es einfach, dass da war die erste Bundestagswahl, bei der ich selbst wählen durfte... habe mich ein bisschen mit den Parteien beschäftigt, war mir dann auch klar.
00:12:40: Ich werde die Grünen wählen und es gab aber so zwei drei Punkte, die ich nicht gut fand, die mich immer von den Grünen eigentlich abgehalten
00:12:47: haben.".
00:12:48: Und da war diese Situation.
00:12:50: auf der einen Seite denke ich, ich will sie doch wählen!
00:12:52: Ich will sie unterstützen!
00:12:53: Auf einer anderen Seite ärgere ich mich über Punkte und dann dachte ich einfach, ich gehe da mal rein, ich werd da mal Mitglied und vielleicht kann ja die Dinge ändern, die sich stören... Und so bin ich dann mal so reingeratschen und in einen Sog geraten, nach und nach mehr Verantwortung übernommen.
00:13:07: Plötzlich ist man dann Vorsitzender seiner Partei.
00:13:10: Ja, so schnell geht das!
00:13:10: Noch seit dem Jahr zwei Tausendneuen Mitglied von Wünntnis Neunzig die Grünen.
00:13:13: Du warst irgendwann auch für Dirk Bernd tätig im Berlin.
00:13:18: Er war damals grünes Mitglied im Berliner Abgeordnetenhaus.
00:13:21: Dann bist du noch einmal nach Duisburg zurückgegangen – nach dem Abschluss deines Studiums?
00:13:25: So ist es.
00:13:26: Also, ich habe während ich jetzt die Wilddienst und Studium gemacht hab in Berlin auf der einen Seite selbst mich ehrenamtlich vor allem bei der grünen Jugend also unsere Jugendorganisation damals engagiert ein bisschen so auch in der Partei.
00:13:41: aber ehrlicherweise, ne?
00:13:42: Ich war dann neunzehntzwanzig.
00:13:44: Ich fand's auch ganz schön unter Leuten in meinem Alter zu sein und dadurch auch Freunde kennenzulernen War ja auch neue Stadt für mich Und dann bin ich aber auch über ein Praktikum dann irgendwann in deinem Abgortenhaus genanntet bei Dick Berndt und hab da so als studentischer Mitarbeiter gearbeitet.
00:14:01: Als sich damit im Studium fertig war, habe ich mir die Frage gestellt was mache ich denn jetzt eigentlich?
00:14:05: Ich habe mich für ganz unterschiedliche Jobs beworben in der Partei, aber auch beim BUND oder beim NABU und keine Ahnung wo noch und unter anderem dann auch auf eine Stelle in Düsseldorf weil zwei Europa-Abgeordneten Regionalbüro hatten.
00:14:23: Und dann habe ich bei denen angefangen und bin nach Duisburg wieder zurückgezogen, so mit der Berliner Erfahrung im Rücken und auch mit vielen Freundschaften in Berlin oder Beziehungen in Berlin.
00:14:35: also ab dann bin ich gependelt im Prinzip und aus diesem Pendeln bin nicht mehr rausgekommen.
00:14:40: mein ganzes Leben spielt sich immer auf dieser ICE Strecke zwischen dem Wohngebiet und Berlin ab.
00:14:46: Da kann ich mittlerweile die Beuge erzählen.
00:14:48: Ja, das kann ich inzwischen auch.
00:14:50: Ich bin relativ viel unterwegs mit der Deutschen Bahn klimaneutral aber was kannt in Duisburg besser als Berlin?
00:14:58: Ohne ganze Menge!
00:14:59: Also sorry für die Berliner, aber ich will mal hier ein Loblied auf die Provinz singen Ich sage es mal ein bisschen selbstkritisch.
00:15:10: Ich bin irgendwann aus Duisburg weggezogen, also auch sehr bewusst.
00:15:13: Weil ich wollte mal raus in die große Welt, mal so zu Hause was ich als beengt empfunden habe hinter mir lassen und das Schöne in Berlin ist ja... Ähm, egal wie du bist.
00:15:24: Du findest immer genug Leute die eh nicht sind wie du selbst und dann machst du einfach da einen kleinen Kreis auf und das hat ja auch Vorteile ne?
00:15:31: Also ich will das gar nicht alles nur nur schlecht reden sondern... Das hat mir auch geholfen mich so kennenzulernen als der, der ich bin.
00:15:37: mit meinen ähm.. Mit meinem Blick auf die Welt, mit meiner Persönlichkeit war Berlin gut.
00:15:45: Und dann hatte ich aber auch irgendwann das Gefühl, jetzt will ich auch mal wieder irgendwo sein wo man gezwungenermaßen mit Leuten zu tun hat die anderen als wir selbst sind.
00:15:52: und das Schöne ist in Duisburg.
00:15:54: also das Ruhrgebiet ist eine extrem ehrliche Region.
00:15:58: da hält sich erstmal niemand für etwas besseres.
00:16:02: Da heißen die Leute Koslovsky und Banaschak und dem.
00:16:06: hier gibt es auch und Man begegnet sich erst einmal auf Augenhöhe.
00:16:14: Für mich ist zum Beispiel meine Stammkneipe in Duisburg so ein Inbegriff dafür.
00:16:20: Da kommen dann am Abend Leute rein, die studieren andere arbeiten im Stahlwert.
00:16:24: Die Dritten sind gerade von ihren Frauen zu Hause rausgeworfen worden und an dem Abend führt man irgendwie eine fröhliche Koexistenz und also man ist gleich obwohl man unterschiedlich ist.
00:16:39: Und das ist das, was Duisbruck, was das Ruhrgebiet ausmacht Und wovon ich, also was wahrscheinlich für viele Städte auch gilt.
00:16:47: aber na gut.
00:16:48: Ich mein ist halt meine Heimat und ich glaube so ein bisschen ich sage mal diese Bodenständigkeit die Entspanntheit dieses sich nicht als etwas Besseres fühlen das ist schon ganz schön und es gibt's in Berlin auch anders.
00:17:06: Es gibt auch solche Ecken in Berlin ist klar.
00:17:08: Aber gerade wenn man so viel im Regierungsviertel Schicken Abendveranstaltungen mit Häppchen und Prosecco ist dann, dann denke ich schon manchmal... ...mit einem Wohlingefühl ans Ruhrgebet.
00:17:24: Das darfst du auch!
00:17:25: Und ich kann das nur bestätigen.
00:17:26: die lustigsten Podcast-Folgen hatte ich immer mit Gästen aus NRW kürzlich mit Ula Kokkan Brink, die aus Botrop kommt oder Fabian Hamm Büchenköln und viele mehr.
00:17:37: Den hatte ich dann noch, ich muss mal kurz überlegen.
00:17:38: Jürgen Miski war auch ein Highlight der ja oft aus Köln kommt.
00:17:42: also diese reinländische Fronatur beziehungsweise NRW ist schon eine Besonderheit, muss ich schon sagen.
00:17:48: Na das Schöne an Duisburg ist ja dass vereint ja das Beste von allen Welten weil es ist Ruhrgebiet Also da kriegste die Meinung direkt im Gesicht und ehrliche Arbeit und eherliche Leute Und es ist auch Rheinland.
00:18:03: Das heißt Wir haben ja am Anfang über Humor gesprochen, also da tragen die Leute ihr Herz auf Verzungen und schunkeln miteinander.
00:18:14: Also nein es ist wirklich... Ich mag's sehr und ich leide manchmal darunter dass ich jetzt einfach viel weniger in Duisburg im Rogen bin.
00:18:25: Bin viel in Berlin, viel im Land unterwegs und freue mich immer wenn ich den Hauptbahnhof da erreiche!
00:18:34: Ja,
00:18:35: das glaube ich dir.
00:18:36: Du hast ja nicht BWL studiert sondern Sozial- und Kulturantropologie und Politikwissenschaft.
00:18:41: Das ist ja schon was Spezielles.
00:18:44: Wie hilft dir denn dieser Blick auf die Gesellschaft im politischen Alltag?
00:18:49: Ich wollte gerade sagen bin quasi ausgebildeter Taxifahrer Also Brotlose Kunst.
00:18:54: aber Nein, ich will es gar nicht lächerlich machen Im Gegenteil.
00:18:57: also ich habe in meinem Studium viel gelernt Vieles auch wo ich sagen würde da gucke jetzt heute auch anders drauf.
00:19:04: So ein bisschen ist mein ganzes Studium davon geprägt worden, geprägte Wesen zu verstehen.
00:19:10: Wie leben Menschen denn eigentlich zusammen?
00:19:12: Wie organisieren die sich nach welchen?
00:19:16: wie gerecht geht es eigentlich zu?
00:19:18: Wie prägt das eigene die eigene Identität des Aufwachsenen als solche Sachen?
00:19:25: eigentlich dass das Leben so?
00:19:28: also eigentlich geht's um Menschen Also irgendwie mit wissenschaftlich und so weiter aber Eigentlich ist es Menschenkunde.
00:19:37: Es
00:19:37: geht ja wahrscheinlich auch ein bisschen darum, Gesellschaften aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten?
00:19:42: Genau, genau!
00:19:43: Also nicht erstmal zu sagen wir wissen wie alles richtig ist und so muss es jetzt sein sondern mal zu gucken wo kommen denn Werte eigentlich her?
00:19:51: also oder wie kommen?
00:19:54: Wir sind... Ja, so Verhaltensweisen, so gesellschaftliche Normen und Codes.
00:20:01: Wie sind die eigentlich entstanden?
00:20:02: Wo kommt das her?
00:20:05: Also warum ist man in einer eigenen, eine einen Region mit Messer und Gabel und den anderen mit Stäbchen in der dritten noch mal anders?
00:20:14: Das ist ja nicht dass sie eines irgendwie besser können als die anderen sondern es ist halt irgendwo mal hergekommen.
00:20:19: Und die Frage also was mich damals vor allem interessiert hat wie schafft man's eigentlich Vielfältigen Gesellschaft gut miteinander zu leben.
00:20:28: Also, wie kriegt man Sinn auf der einen Seite sich?
00:20:30: Auf ein paar Werte und ein paar gemeinsame Regeln zu verständigen und auf der anderen Seite aber auch wertzuschätzen dass Leute nun mal unterschiedlich sind ja das sie Unterschiedliche Erfahrungen mitbringen dass Sie Und dass sie auch so wie sie sind erst einmal richtig sind?
00:20:49: Ja Ich habe relativ wenig in dem Studium gelernt, wo ich sagen könnte das sind die fünf Punkte, die ich jeden Tag im Beruf brauche.
00:21:01: Ein Politikwissenschaftsstudium bereitet einen überhaupt nicht auf ein Leben als Politiker vor.
00:21:06: Da kann man genauso gut Metzger-Busfahrer oder Anwalts sein aber... Es hat mich ein bisschen auch aufs Leben vorbereitet, man lernt Texte zu lesen, Texte schreiben und mit anderen zu diskutieren.
00:21:20: Und das ist natürlich schon ganz gut weil Politik heißt immer auch Diskussion-Debatte mit Leuten sich aus solchen Argumente abwägen.
00:21:29: Ja
00:21:30: also oft das Leben vorbereitet bist du ja spätestens seit zweitausendundzwanzig sind.
00:21:34: seitdem sitzt du im Deutschen Bundestag.
00:21:37: was war dein erster Gedanke als du zum ersten mal in Plenarsaal saßt?
00:21:41: Ja also das ist eigentlich, ich muss sagen bis heute gar nicht groß anders geworden als beim ersten Mal.
00:21:48: Ich bin jetzt seit vierenhalb Jahren im Bundestag und auf der einen Seite ist es jetzt Alltag!
00:21:54: Ich mache das jetzt im Prinzip jeden Tag, ich mach da meine Arbeit, ich weiß wie das geht, weiß wo alles ist.
00:22:00: und trotzdem ist dieses Gefühl in diesem Plenarsaal zu kommen den man vorher so aus dem Fernsehen kannte und wo man weiß, das ist auch ein riesiges Privileg immer noch ein verrücktes Gefühl.
00:22:11: Also wir sind da sixhundertdreißig Leute die im Prinzip stellvertretend für die dreiundachtzig viernachtzig Millionen, die in Deutschland Leben Entscheidungen treffen sollen.
00:22:21: Und dass es Verantwortung... Das ist schon irgendwie immer noch für mich eine verrückte Sache.
00:22:29: Ich habe gesagt, im Ruhrgebiet hält sich erst mal niemand für was Besseres und ich glaube das gilt so für meine Familie.
00:22:35: Meine Herkunft nochmal ganz besonders also in Wannerschlag gehört glaubt erstmal nicht, ihm gehört die Welt.
00:22:41: Das ist jetzt irgendwie so Geburtsrecht im Bundestag zu sitzen und irgendwann mal irgendwie wichtig-wichtig zu sein.
00:22:47: Sondern für mich ist es immer noch eine krasse Erfahrung, ein Privileg.
00:22:55: Gehör ja zu den Leuten, die zum Beispiel immer wenn sie im Bundestag reden wirklich auch mit Anzug und Krawatte da sind oder damit Rollkran-Pullover vielleicht im Winter.
00:23:07: Und jetzt bin ich bei den Grünen und da ist ja das Klischee der alte also Turnschuhe und Wollpully und so was.
00:23:15: aber für mich ist es ein bisschen auch so einen Zeichen des Respekts vor dem rohen Haus, vor der Aufgabe die ich da habe.
00:23:23: und dann kann man, also da bin ich dann ein bisschen konservativ.
00:23:26: Aber ich hab auch das Gefühl so, wenn ich da ans Redepult trete, dann kann ich da auch nicht wie Hans Wurst mit zerknitternden T-Shirt irgendwie auftauchen.
00:23:39: Das finde ich nicht angemessen und... So ist es das Gefühl, mit dem ich da in den Plenarsaal gehe.
00:23:44: Ja du schaust wahrscheinlich auch stärker auf das Ganze.
00:23:46: Es geht für dich ja mittlerweile nicht nur mehr um einzelne Themen sondern auch darum eine Politische Richtung zu definieren.
00:23:53: Seit zwanzig bis du ja gemeinsam mit Franziska Brandner, Bundesvorsitzender der Grünen.
00:23:59: Wie hat sich denn dein Blick auf die Politik verändert?
00:24:01: Wenn man plötzlich eine Partei führte, der lasse doch bestimmt auch ne Riesenverantwortung auf dir.
00:24:06: Man muss ja sagen ich bin jetzt da nicht an einem Tag eingetreten am zweiten Tag war ich der Parteivorsitzende sondern das war ja ein Weg dahin.
00:24:14: Ich war zwischenzeitlich mal Landesvorsitzer vier und halb Jahre in Nordrhein-Westfalen den Job übernommen, als wir gerade fast aus dem Landtag geflogen wären.
00:24:24: Und habe das Abend abgegeben mit achtzehn Prozent.
00:24:28: bei einer Landtagswahl und einem Koalitionsvertrag, den wir mit der CDU ausgehandelt und unterschrieben haben war schon ein paar Jahre im Bundestag als Abgeordneter viel gearbeitet in der Politik und auch außerhalb.
00:24:42: so.
00:24:43: jetzt ist es natürlich trotzdem seitdem also die die Zuspitzung, der Höhepunkt oder so.
00:24:52: Da kam jetzt alles zusammen und ich offen gesagt das erste Jahr war schon auch manchmal ziemlich hart Wie sagt man so schön?
00:25:02: Vergnügungssteuerpflichtig.
00:25:05: Ich bin ja ins Amt gewählt worden, weil meine beiden Vorgängerinnen und Vorgängern Rikardalang und Omit Nuri put zurückgetreten waren Weil sie bei der mehrere Landtagswahlen verloren gegangen sind.
00:25:14: wir sind aus Lantan rausgeflogen.
00:25:16: Es war von der größten Krise der Grünen seit einem Jahrzehnt die Rede.
00:25:19: Und dann kam der Warnerschlagwand hat gesagt dann probieren wir das mal Ampel aus zehn Tage vor meiner Wahl in den Bundesvorsitz vorgezogene Neuwahlen irgendwie diesen absurden Wahlkampf organisieren, über die Bühne bringen und dann das Enttäuschen der Ergebnisse am XXIII.
00:25:38: Februar im Zwanzig, elf Komma sechs Prozent raus aus der Regierung Neuaufstellung in der Opposition so.
00:25:43: Das waren ja die ersten Monate und da habe ich auch an vielen Stellen echt geschwitzt ne?
00:25:49: Und saß abends auch lange mal auf dem Sofa gegrübelt und überlegt, telefoniert und gelesen.
00:25:56: Und nachgedacht und mich gefragt so wie kommen wir aus der Situation wieder raus?
00:26:00: Wie kommen wir wieder nach oben?
00:26:03: Jetzt sind wir ein ganzes Stück nach vorne gekommen und nach oben gekommen haben ein paar Wahlen gewonnen wieder mit die da kommen rein umfragen gehen hoch aber der Job ist nicht zu Ende ganz im Gegenteil.
00:26:15: Viel Arbeit vor uns und jetzt so ein gutes Jahr oder anderthalb Jahre, nachdem ich gewählt wurde bei sich.
00:26:21: Also habe ich das Gefühl, jetzt weiß ich was ich wirklich tue geht damit einen großen Selbstvertrauen ran und gleichzeitig immer noch eine große Neugierde jeden Tag.
00:26:28: Ja man sieht es ja ganz gut in Baden-Württemberg oder auch der Oberbürgermeister bei München da ich glaube dass war für alle auch eine Überraschung sofort zu einem an dem wechsel gekommen ist und dann auch noch die grünen ja das in münchen wobei wirklich auch ja die grüne genau.
00:26:45: aber wie hast du das denn empfunden?
00:26:47: ist es denn eher?
00:26:48: also ich sehe dass immer so, dass es ja auch eine persönlichkeitswahl ist entscheidet man auch danach ob man jemanden sympathisch findet?
00:26:53: na klar und das ist auch also natürlich.
00:26:57: ne man braucht eine starke partei im rücken man braucht ein gutes programm.
00:27:02: man muss wissen Wofür man steht, wohin man will.
00:27:05: Was die Werte sind und was die Ideen sind wie auch das Leben der Leute verbessern kann.
00:27:10: aber am Ende werden in der Politik nicht Programme und Spiegelstriche und Konzeptpapiere gewählt sondern Menschen.
00:27:17: Das ist einfach so.
00:27:20: Wenn ich mir die beiden großen Wahlerfolge der letzten Wochen angucke dann ist da auf einer Seite Jim Esdemir in Baden-Württemberg und dann Dominik Krause in München, beide kenne ich gut.
00:27:31: Dominik ist so alt wie ich und ein Jahr jünger glaube ich sogar noch, ja, thirty fünf Jahre und dann Oberbürgermeister, also sowas hätte er früher nicht gegeben.
00:27:39: aber der hat es einfach geschafft das Vertrauen der Leute zu gewinnen mit einem ganz pragmatischen Aber gleichzeitig klaren Kompass.
00:27:50: Und Jim kenne auch schon seit vielen Jahren.
00:27:53: und da sind einfach die In der Situation, bei den Menschen den Eindruck erweckt haben die wissen was sie wollen aber die nehmen mich auch ernst und die nehmen sich auf Augenhöhe in ihr Gespräch auf.
00:28:07: Und so und ich finde das zeigt erstmal mit dem Grünen ist zu rechnen wir können Wahlen gewinnen wenn wir es klug anstellen und jetzt arbeiten wir daran.
00:28:15: dass wir im Herbst in die beiden Landtage in Sachsen-Anhalt und Lektorburg-Vorpommern wieder reinkommen ist jetzt kein Selbstläufer aber ich bin da sehr optimistisch.
00:28:23: ich glaube daran.
00:28:25: In Berlin ist auch mal wieder Wahl.
00:28:28: Da wird ja sehr viel häufiger gewählt,
00:28:31: seit
00:28:31: Jahren als anderswo und ich finde gut wenn Kai Wegner mehr Zeit zum Tennis spielen hat demnächst und nein Spaß beiseite Ja aber so jetzt.
00:28:41: jetzt arbeiten wir einfach weiter.
00:28:42: und Aber ja es geht um Personen auch nicht nur aber auch
00:28:48: Lieber Felix, darüber müssen wir heute auch noch sprechen.
00:28:50: Denn viele Menschen haben ja im Moment Angst vor Kriegen, vor wirtschaftlicher Unsicherheit, vor allem auch – man muss es leider sagen – bei uns in Deutschland vor der Klimakrise.
00:29:01: wie verhindert denn Politik?
00:29:02: Wie verhinderst du ganz persönlich dass diese Generationen vor allen vielleicht auch junge Menschen in Dauerangst aufwachsen?
00:29:10: Also ich nehme das erstmal genau so wahr und ich nehme mir das sehr ernst.
00:29:13: also wir haben ja als Abgeordnete regelmäßig Schule Gruppen, Schulklassen im Bundestag zu Besuch oder sind in den Schulklassens.
00:29:23: Und das ist schon echt hart manchmal zu hören was die Leute so umtreibt wenn sie jetzt sechzehn, siebzehn und achtzehn sind also extrem viel.
00:29:33: der Krieg irgendwo auf der Welt ja?
00:29:35: In Europa, in der Ukraine, im Nahen Osten... Was macht der Trump da gerade?
00:29:43: Aber auch die Auswirkungen, wie wir hier erleben.
00:29:45: Also wir geben viel mehr Geld als früher fürs Militär aus.
00:29:50: Das treibt Leute um.
00:29:52: Wir Stellen uns irgendwie darauf ein vielleicht tatsächlich also so schlimm das klingt ja aber in eine auseinandersetzung Potenziell zu kommen und im besten Fall nicht da reinzukommen weil wir gut genug ausgerüstet sind, dass andere sagen ne die greifen wir besser mal nicht an.
00:30:09: Dann wird über Wehrdienst diskutiert.
00:30:12: Wir haben jetzt vorhin schon über unsern Zivildienst jeweils gesprochen aber die Frage stellt sich ja auch Na also zivildienste Beyer Ersatzdienst um Wer-Dienst damals?
00:30:21: der ist dann irgendwann ausgesetzt worden.
00:30:23: Jetzt wird da wieder was eingeführt.
00:30:26: Wie läuft das eigentlich alles?
00:30:27: und Wenn du erlaubst würde ich einen Gedanken da reinbringen der mich umtreibt.
00:30:34: Ich hab das Gefühl, diese junge Generation über die ja auch viel schlecht gesprochen wird.
00:30:42: Ja also immer so die jungen Leute früher war alles besser aber sie sind schon mit einer ziemlich harten Welt konfrontiert.
00:30:50: Also die leben in diesen unsicheren Zeiten.
00:30:55: Die sehen die Generationen vor ihnen haben das mit dem Klima an die Wand gefahren.
00:31:04: Regierung jetzt macht neue Schulden, aber von den neuen Schulden werden nicht Investition in Schulen und die Bahn oder was auch immer bezahlt.
00:31:14: Sondern nichts gegen die Mütterrente.
00:31:16: Aber Zukunftsinvestition ist das jetzt in dem Sinne nicht.
00:31:21: Ob die Rente sicher ist, ist auch nicht so ganz klar.
00:31:23: Friedrich Merz, der Bundeskanzler redet vom Bankenverband davon, dass das demnächst nur noch Basissicherung sein soll, aber nicht mehr den Lebensstandard halten soll.
00:31:33: Und das einzige, was du vom Staat dann mitbekommst ist der Brief.
00:31:36: Wenn du ein Junge bist und achtzehn Bierst, herzlich willkommen in einem erwachsenen Alter wie wär's mit dem Dienst beim Bund?
00:31:44: Und das passt nicht!
00:31:45: Der Vertrag geht nicht auf, der Deal geht nicht aus.
00:31:48: Deswegen... Das ist jetzt so'n groß gegriffener Begriff.
00:31:52: aber ich glaube wir brauchen einen neuen Generationenvertrag oder vielleicht auch einen neuen Gesellschaftsvertrag.
00:31:57: also wer schuldet hier eigentlich wem was?
00:32:00: meinen Land für mich leisten, was muss der Staat mir an Sicherheit geben?
00:32:04: Was hat er für mich im Angebot und was ist dann umgekehrt halt auch mein Einsatz.
00:32:09: Wo stehe ich auch zur Verfügung, meinen Land in Zweifel zu verteidigen und zu unterstützen.
00:32:18: Ich glaube, danke dass ich so ein bisschen ausbekommen konnte aber ich glaube wenn man die Lebens... Denn Alltag von jungen Leuten, die Lebenswirklichkeit nicht verbessert.
00:32:27: Dafür sorgt das sie irgendwie gut über die Zeit kommen.
00:32:33: Ich meine wir machen ja uns die ganze Zeit... Wir machen uns lustig.
00:32:35: aber es wurde viel gelacht über so was wie Dönerpreisbremse.
00:32:40: Ja vielleicht nimmt man das auch mal ernst.
00:32:43: also als ich achtzehn war da hat ein Döna zwei Fünfzig gekostet.
00:32:46: Ich weiß gar nicht ob's noch irgendwo einen unter sieben Euro gibt.
00:32:51: Ich kann dir das ganz genau sagen, lieber Felix.
00:32:52: Ich habe gestern mal wieder ein Döner gegessen nach einigen Worten und naja gut ich hab einen Döna-Teller mir eingeschmeißt, wollte schon etwas sagen.
00:33:01: Sechzehn Euro aber der Döne lag bei ungefähr, ich glaube sieben.
00:33:04: Sieben Euro war der Dörner.
00:33:06: Ja, genau.
00:33:06: So habe ich es auch gerade im Kopf.
00:33:08: und ja, und ich meine, ich mache mal ein anderes Beispiel als ich damals dann da zu meinem Zivildienst nach Berlin gezwungen bin hatte ich ein tolles WG-Zimmer.
00:33:16: schöner Altbau hochdecken Balkon über zwanzig Quadratmeter führt zweihundert.
00:33:21: was war das?
00:33:21: Achtzig Euro.
00:33:23: so und wenn man jetzt in Berlin oder in München oder Köln oder Düsseldorf oder Hamburg einen WG Zimmer sucht Dann ist man bei sechshundert siebenhundert achthundert Euro.
00:33:31: Und wenn man gern Fenster hätte dann wird schnell viel ständig Und man kann sich das ganze Leben nicht mehr leisten und dann kommen die ganzen Sachen zusammen.
00:33:40: Also Long Story Short, ich glaube wir müssen Politik auch für junge Leute machen wenn wir wollen dass diese jungen Leute sich halt in diesem demokratischen System, in dieser Welt, in der Bundesrepublik heimisch an zu Hause fühlen und ansonsten geht es richtig schief so.
00:33:56: also das ist echt ein Auftrag.
00:33:58: Ja, ich glaube auch Politik darf eben nicht nur abstrakt sein.
00:34:01: Also die Menschen möchten gehört werden... Das haben wir vielleicht auch so ein bisschen verdernt uns gegenseitig zuzuhören, auch mal ausreden zu lassen.
00:34:07: Auch mal eine andere Meinung, sofern sie jetzt nicht zu sehr abschweift, auch akzeptieren.
00:34:14: und ich glaube viele junge Menschen haben das Gefühl dass Politik immer mehr für die Generation über fünfzig gemacht wird.
00:34:20: Was würdest du denn konkret ändern damit junge Menschen mehr Gewicht bekommen?
00:34:25: Na erstmal würde ich sagen muss man auch aufpassen, dass man jetzt nicht einen Riesengenerationkonflikt herbeiretet.
00:34:30: Also ja, auch ich, Felix Bannerschak, der ist ein dreißig Jahre alt und macht Politik für Leute über fünffünfzig.
00:34:37: Ich will das die, die jetzt ein hartes Leben schon hinter sich hatten und lange gearbeitet haben, auch eine vernünftige Rente haben.
00:34:43: Und ich finde, man muss auch immer aufpassen.
00:34:46: also, daß man junge Leute in den Blick nimmt heißt nicht ,dass man die Alten aus dem Blick verliert oder die Mittelalten oder den Rest der Gesellschaft sondern es heißt, die jungen leute in den blick nimmt.
00:34:56: und es gibt ein paar themen da würde ich schon sagen also jetzt bin ich bei den grünen ja deswegen verwundert das jetzt nicht aber die ich habe selbst eine kleine tochter dies ist dreieinhalb und ich hab mich mal sehr genau mit der welt beschäftigt in der niemals Leben wird, wenn die so alt ist wie ich.
00:35:21: Vielleicht selbst auch die Frage stellt ob sie Kinder haben möchte oder nicht und bis dahin werden einfach die ganzen Klimawandel-Effekte ziemlich durchgeschlagen haben.
00:35:30: Lieber
00:35:30: Felix du hast deine Tochter erwähnt.
00:35:32: dreieinhalb Jahre jung gibt es Entscheidungen die dich nachts wach halten?
00:35:36: Wann klingelt denn dein Bäcker normalerweise?
00:35:39: Mein Bäcker klingt eigentlich fast jeden Tag... spätestens um sechs Uhr, sechs Uhr fünfzehn so.
00:35:46: Weil das ist im Alltag die Zeit wenn ich morgens aufstehe Kaffee für alle mache und dann Kita-Dose mich selbst noch einigermaßen herrichte damit ich nicht aussehe wie der wandelnde Tod.
00:36:03: Manchmal ist es noch ein bisschen früher wenn ich irgendwie Dienstreisen habe und dann um fünf Uhr noch was entzug muss oder sowas.
00:36:08: aber so sechs Uhr Der normale zeit.
00:36:13: und wenn du einen taglang mal ein völlig anderes leben führen könntest welchen beruf würdest du gerne ausprobieren mezga?
00:36:24: Also ich muss sagen es gibt eine ganze menge berufe Die mich total reizen.
00:36:30: aber ob ich jetzt dazu besonders in der lage bin weiß ich nicht.
00:36:33: aber Ich also ganz offen.
00:36:36: Ich spiele immer mit dem gedanken, wenn ich irgendwann mal außer politik raus gehe Restaurant aufzumachen.
00:36:42: Also ich koche einfach selbst unheimlich gerne, das ist schon auch mehr als ein Hobby.
00:36:46: also das ist eine gewisse Leidenschaft.
00:36:48: und so die Vorstellungen immer mal mein eigenes Restaurant zu haben und die Leute zu bedienen mir schöne Gerichte auszudenken usw.. Das finde ich schon ganz interessant und das würde ich eigentlich gern mal für Ich sag mal für zwei Wochen testen, bevor ich dann die Entscheidung treffe.
00:37:11: Oder auch was eine Sache ist... Also mein Opa war auf der einen Seite auf einer Krokkerei aber er war davor und danach also sein eigentliche ausbildungsberuf war Schreiner.
00:37:22: Also hat ganz viel mit Holz gearbeitet und ich finde es so Holzverarbeitung, Holzhandwerk Das das reizt mich schon auch immer, aber
00:37:32: so
00:37:32: sonderlich begabte nicht da glaube ich.
00:37:33: Nicht
00:37:34: also wir sind gespannt was zwei tausend sieben und zwanzig Näsos so früh wird es nicht eintreten.
00:37:39: du wirst erst mal noch viele jahre hoffentlich im deutschen Bundestag sitzen.
00:37:42: schauen wir mal einen skandal und weg ist er.
00:37:44: na das kann schnell passieren das stimmt aber das wünschen wir den.
00:37:47: ja Ich werde nicht mein ganzes Leben in der Politik verbringen, aber im Moment macht es mir großen Spaß und ich habe etwas vor.
00:37:53: Und ein paar gute Ideen glaube auch... Also ein paar Jahre würde ich schon ganz gerne noch weit kommen.
00:37:57: Das wollen wir auch glaube ich dass du das noch machst?
00:37:59: Ich muss dich das zum Ende der heutigen Folge, ich hab' noch zwei Fragen und dann lasse ich dich auch gleich wieder in Ruhe für deine nächsten Termine!
00:38:07: Du setzt dich ja auch für LGBTQ-Plastrichter ein also Menschen die queer leben.
00:38:14: Wie wichtig ist dir politische Sichtbarkeit für gesellschaftliche Akzeptären?
00:38:18: Ich frage das, weil du ja auch mal bei einer Pride-Veranstaltung in Istanbul kurzzeitig festgenommen wurdest.
00:38:25: Ja, das ist so und ich würde sagen also für mich macht sich an der Frage wie die mit gesellschaftlichen Minderheiten umgehen, die erstmal nie beim was tun sondern erst einmal so sind wir sie sind auch ein bisschen fest Wie stabil ist eigentlich unsere Demokratie, wie gut arbeiten wir hier und wie gut leben wir jetzt zusammen?
00:38:45: Und ich lebe hier in Deutschland mit einem Land, wo viel auch schon erreicht und erkämpft ist.
00:38:57: Ich habe das so wahrgenommen, dass seit dem Jahr die Ehe für alle geöffnet ist – also auch für lesbische und schwule Paare.
00:39:06: da jetzt irgendwie kein heterosexuelles Paar drunter gelitten hat, sondern dass einfach mehr Leute ihren Wunsch nach dieser Beständigkeit, nach diesem Versprechen füreinander erfüllen konnten.
00:39:18: Und ich würde sagen es gehört einfach dazu... Dass man sich für diese Rechte einsetzt, weil sie immer mal wieder in Gefahr sind.
00:39:30: In unterschiedlicher Form.
00:39:32: und in der Türkei wo ich dann auf einer Demonstration führt die rechte von Despen-Mannschulen Mal verhaftet wurde ist es halt so.
00:39:40: Da redet niemand über Ehe für alle sondern da redet jemand.
00:39:43: also da redete man über Verfolgung Repression ein bisschen zu Ja, wirklich brutaler Gewalt auf der Straße teilweise auch von der Staatsmacht ausgehend.
00:39:54: Und ich war dann da mal vor einigen Jahren, das war das Jahr twohntosundsechzehn, zur Unterstützung davon Menschen in der Türkei die für ihre Rechte einfach demonstriert haben und dann bin ich davor den türkischen Polizisten mitgenommen und im Polizeibus auf die Wache gebracht worden und es war nochmal eine ganz spannende Begegnung mit dem Staat also mit dem türkischem.
00:40:19: Das ist ein Hinweis darauf, dass es an vielen Stellen auf der Welt immer noch ein ganz anderes Thema ist.
00:40:26: Wir sollten uns daran gewöhnen aber wir sollten nicht vergessen das das immer auch Erkämpfte Freiheiten sind die auch ganz schnell wieder weg sein können.
00:40:36: Ja wir leben in einer Zeit in der viele Gewissheiten ins Wanken geraten sind.
00:40:40: zum Schluss die allerletzte Frage an dich heute was hält dich fit wie gelingt es dir im Alltag noch abzuschalten?
00:40:47: Also ich bin gerade ziemlich gut drin im Training.
00:40:51: Ich lauf jetzt am zehnten Mai den nächsten Halbmarathon in Magdeburg, bin Ende März in Berlin gelaufen nachdem ich das ein paar Jahre nicht so richtig geschafft habe.
00:41:02: also ich laufe wirklich gerne, also manchmal nur fünf Kilometer am Morgen oder am Abend nach dem langen Tag, am Wochenende dann auch mal länger.
00:41:11: Ich finde beim Laufen ist das Schöne.
00:41:13: man braucht eigentlich nichts außer Tour also Laufschuhe und passende Kleidung und bei tollem Wetter ist es super, aber man kann auch bei Regen laufen.
00:41:24: Weil nass wird man sowieso ich zumindest und so.
00:41:28: Ich mache das gerne mal alleine mit Freunden.
00:41:31: Das ist für mich schon der wichtigste Ausgleich.
00:41:35: Und dann kommt noch das Kochen dazu... Das ist so ein bisschen das Gegendding.
00:41:39: Also all die Kalorien, die ich beim Laufen losgefroren bin kommen dann direkt wieder drauf.
00:41:45: aber so hält sich das alles die Waage.
00:41:48: und ja, das sind so die beiden Dinge, die mich da immer mal wieder raussohnen und runterholen.
00:41:55: Und Zeit mit der Familie natürlich
00:41:56: Ja Aber das ist doch eine gute Kombination.
00:41:59: also zum einen das Essen Da würdest du dich ja mit Peter Altmaier wahrscheinlich gut verstehen von der CDU Der auch begnadeter Koch ist Ja?
00:42:09: Ich muss sagen, es gibt einige die ich auch kenne.
00:42:12: Auch Jürgen Kretin ist jemand der gut und gerne kocht... Ja, ich bin Genussmensch!
00:42:23: Das darfst du auch sein.
00:42:23: Und das übrigens mit den fünf Kilometern schaffen manche nicht im Jahr.
00:42:26: also da muss man sich glaube ich gar nicht schlecht fühlen wenn man mal nur fünf Kilometer läuft.
00:42:31: Ja, das stimmt.
00:42:33: Das ist ja auch ich merke dass gerade es wird ja auch so ein Sport der von immer mehr Leuten gemacht wird.
00:42:39: und am Anfang fragt man sich bock Gott wie soll ich denn diese fünf Kilometer schaffen?
00:42:44: Und irgendwann fängt man einfach mal an oder hat man mal einen Kilometer und dann mal anderthalb und dann wird man ein bisschen schneller.
00:42:51: also falls hier Leute zuhören die sich fragen wo soll ich mein inneren Schweinehund überwinden?
00:42:56: Ich kann das nur empfehlen.
00:42:59: Das ist wie in der Politik, man setzt sich kleine Ziele und denkt aber das große weiter.
00:43:04: Ja so ist es genau.
00:43:06: Lieber Felix, jetzt geht's darum die Zielinie zu überschreiten und dann ist es beim Halbmarathon ein zwanzig Kilometer und bei einer Wahl eine bisschen zu Prozentmarke.
00:43:16: Aber ja, Ziele muss man sich setzen!
00:43:19: Die wünschen wir dir, dass du noch viele Ziele politisch wie privat auch im Leben haben wirst.
00:43:24: Lieber Felix das hat großen Spaß gemacht.
00:43:25: vielen Dank für deine Offenheit auf deine Perspektiven und so einen Einblick in deinen politischen Alltag.
00:43:31: Und wenn du in fünf Jahren noch in der Politik bist davon gehen wir mal aus dann freue ich mich wenn Du auch mal wieder bei mir vorbei kommst.
00:43:36: Alles liebe für dich!
00:43:37: Sehr sehr gerne!
00:43:38: Das war
00:43:41: Schüchtern bis Nöchtern Der Publicity Podcast von André Puchter.
00:43:46: Alle Infos zu dieser Folge auf
00:43:48: www.schüchternbismüchdern.de.
00:43:52: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!
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