Sabine Bundschu | Die Stimme hinter den Ansagen – Wie spricht man eigentlich eine ganze Stadt?
Shownotes
Viele Menschen kennen ihre Stimme – auch wenn sie ihr Gesicht nie gesehen haben. Sabine Bundschu ist Schauspielerin, Sängerin und eine der bekanntesten Sprecherinnen Deutschlands. Millionen hören sie täglich, wenn sie in U-Bahnen, Bussen oder Navigationssystemen den nächsten Halt ankündigt. Doch hinter dieser Stimme steckt eine vielseitige Künstlerin: Sabine Bundschu studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz, stand auf Theaterbühnen, arbeitete als Sängerin und Musikerin und tritt bis heute als Dozentin, Rhythmuspädagogin und Sprecherin international auf. Mit André Puchta spricht Sabine Bundschu über die Macht der Stimme, ihren ungewöhnlichen Lebensweg und darüber, wie Klang, Sprache und Rhythmus Menschen verbinden können.
Im Podcast „Schüchtern bis nüchtern“ begrüßt André Puchta spannende Charaktere mit außergewöhnlichen Berufen, Lebensentwürfen oder Leidenschaften. Eine Bühne für Biografien, die man nicht erfinden könnte. Hier trifft Kuhfriseur auf Detektiv, Domina auf Pfarrerin, Dildo-Designerin auf Tatortreinigerin, Human Puppy auf Ordensfrau und Hebamme auf Tantra-Trainer. Ein Podcast über das Ungewöhnliche – und das, was uns verbindet.
Transkript anzeigen
00:00:04: Herzlich willkommen bei Schüchtern bis Nüchdern.
00:00:08: Dem Publicity-Podcast mit André Puchter und chilligen Gästen, fast live aus Berlin!
00:00:23: Manche Stimmen begleiten uns ohne dass wir genau wissen wem sie gehören.
00:00:27: Sie sind einfach da im Alltag auf dem Weg zur Arbeit zwischen Terminen Gesprächen und Gedanken.
00:00:33: Mein heutiger Gast hat genauso eine Stimme Eine Stimme die täglich von Millionen Menschen gehört wird, in Münchens U-Bahnen, Bussen und Straßenbahnen.
00:00:43: Sie sagt uns wo wir sind, wohin wir fahren – und manchmal auch wo wir aussteigen sollten!
00:00:49: Doch hinter dieser Stimme steckt weit mehr.
00:00:52: Sabine Bündschust Schaarspielerin Sängerin Sprecherin Und Künstlerin Eine beeindruckende Frau die mit Klang Rhythmus und Sprache arbeitet und die zeigt wie viel Persönlichkeit in einer Stimme liegen kann.
00:01:06: Heute sprechen wir über ihren Weg zur Stimme des Münchner Nahverkehrs, über Bühne und Mikrofonen, über Musik, über Krisen.
00:01:13: Und darüber warum eine Stimme manchmal mehr erzählen kann als Tausend Bilder!
00:01:18: Herzlich willkommen bei Schüchtern bis Nüchdern Sabine Wunschum.
00:01:22: Hallo ich bin sehr entzückt dass sich da sein kann.
00:01:26: Ja liebe Sabine ich freue mich auch das du mein Gast bist und wenn deine Stimme eines Tages streiken würde würde dann in München plötzlich Ja, ein gewisser Stillstand herrschen weil niemand mehr weiß wo er aussteigen muss.
00:01:40: Also wenn es bei den Münchner Verkehrsbetrieben wäre das betrifft in München zum Beispiel U-Bahn Straßenbahn und Bus dann wäre wahrscheinlich ziemlich kaos angesagt.
00:01:51: Dann müssten alle mit der S-Bahnen fahren.
00:01:53: die gehört nämlich zum Bundesbahn zur Deutschen Bahn Und da spricht jemand anders.
00:02:00: Na das kommt ja nicht so selten vor dass mal was ausfällt in Münchern.
00:02:04: Zur Zeit war wieder zwei Tage hintereinander jetzt Streik.
00:02:08: Schauen wir mal, wie es weitergeht!
00:02:09: Ja ja ich hatte vor einiger Zeit den sehr geschätzten Kollegen Ingo Ruff bei mir zu Gast einen Sprecherkollegen von dir.
00:02:16: eigentlich müsste die euch erkennen
00:02:18: Ich kenne ihn vom Namen.
00:02:19: also wenn man macht dann ganz viele Sachen auch dass man sich gar nicht wirklich persönlich kennen lernt.
00:02:25: Also ich höre dann oft, wenn das irgendein Spot ist wo jemand mein Ehemann spielt.
00:02:30: Das höre ich dann erst, wenn ich im Auto fahre und denke ach schau an der Andi is mein Eheman oder wer auch immer weiß sich dann oft vorher gar nicht weil die Sachen ja zum Teil eben einzeln aufgenommen werden weil jeder zu Hause ist und kaum mehr jemand ins Studio geht.
00:02:46: Ja also halten wir fest Sabine Bunchu kennt ihren eigenen Ehemmann nicht
00:02:50: Genau.
00:02:52: Also Ingo Ruff, die Stimme der Deutschen Bahn.
00:02:53: Er war bei mir zu Gast und ich war wirklich beeindruckt.
00:02:57: also das was ihr den ganzen Tag leistet
00:03:00: wie viel
00:03:00: Mühe auch hinter jeder Aufzeichnung steckt dass zu sprechen wir gleich du bist neunzehn unterneunfünfzig Das darf ich erwähnen das ist auch bekannt in Frankfurter Mein geboren in einem Vorort von München aufgewachsen.
00:03:10: dein Vater war Facharzt für Neurologie und Psychiatrie deine Mutter Däumetscherin für spanisch Und Du bist auf ein Gymnasium gegangen?
00:03:18: Du hast deinen Abitur gemacht aber Dann ging es, glaube ich erst mal so ein bisschen los mit dem Schauspiel.
00:03:24: Also ich bin beim Schausspiel eigentlich über die Schule gelandet.
00:03:27: Ich glaube, ich habe die Schule überhaupt nur überstanden bis zum Abitur, weil wir ab der achten Klasse in diesem Gymnasium eine Schauspilgruppe haben.
00:03:37: In meiner Abiturgklasse haben acht Leute an Schaus Spielschulen gelandete – in einer Klasse!
00:03:45: Das ist wirklich sehr, sehr ungewöhnlich und ich hab auch zu den meisten noch Kontakt.
00:03:49: Die meisten sind auch noch tätig und das war einfach so.
00:03:54: meine Rettung in der Schule.
00:03:55: Wir hatten, wir sind auf Festivals gewesen und waren eingeladen und haben also wirklich eine ganz, ganz tolle Unterstützung gehabt dort an der Schule weil selbstverständlich damals ... wir waren die letzte Klasse ohne Kollegstufe.
00:04:10: Das heißt es gab noch keine Sache sowas wie dramatisches Gestalten.
00:04:14: Wir haben das ganz alleine gemacht, auch ganz ohne Lehrer hatten aber einen Deutschlehrer den Dr.
00:04:20: Schandal, der uns wirklich ganz viel ermöglicht hat.
00:04:26: Ja, er ermöglichte er viel und vor allem dir den Wechsel von Frankfurt am Main über den Vorort von München dann nach Graz.
00:04:34: da hast du Schauspiel studiert und zunächst Theater gespielt war damals für dich schon klar dass deine Stimme einmal dein Markenzeichen wird.
00:04:43: Also es war nicht so ganz überraschend, weil ich ja während der auch während der Schulzeit schon immer... Ich habe das immer parallel gemacht.
00:04:50: Also eine Seite meines Herzes gehört der Bühne mit dem Theater und die andere aber der Musik.
00:04:57: also es war auch ne Zeit am Theater dann auch in Tübingen, wo ich dann später war.
00:05:02: Also da war ganz viel gemacht mit Musik und neue Auflagen.
00:05:08: von der Drei-Groschen-Opa zum Beispiel haben wir in Tübingen eine Weltuhraufführung gehabt.
00:05:15: das war die Opa vom Großen Hohengelechter Das hat eine Umschrift gegeben dann vom Dario Froh dem berühmten italienischen Schauspieler und Autor Und der hat daraus die OPA vom großen Hohengelächter gemacht Und da habe ich mitgespielt auch und das war irgendwie ganz, ganz toll.
00:05:33: Und unsere musikalische Leiterin dort, Susanne Hinkebein hier ist die... Die hat eine von vorne ja finde ich auch!
00:05:41: Von vorne bis hinten eine neue Musik gemacht.
00:05:44: also nicht die von Herrn Weil benutzt sondern ganz eigen.
00:05:48: Dario Fohe hat den Text geschrieben und unsere musikalische Leiterin die neue Musik.
00:05:55: Deswegen war es immer parallel bei mir so auf der.
00:05:58: Man könnte jetzt auch sagen, Bühne ist Bühnen egal.
00:06:02: Auf den Bühn hast du dich ja wohlgefühlt?
00:06:04: Du hast am Landesteatertyping gearbeitet und dann gab es deine erste Band.
00:06:10: Ja die gab's eigentlich schon vorher in der Schulzeit.
00:06:14: Das war so eine Folkband, die hieß Huy Acoustic Band und später Flying Spoon Acoustique Band Und das war meine erste Liebe.
00:06:23: dieser mehrstimmige Gesang hat sich bis heute gehalten muss ich sagen.
00:06:28: Harmonie singen, das war einfach so mein Ding und ich wusste damals gar nicht dass es nicht jeder kann.
00:06:34: Also so zweite dritte Stimmen!
00:06:36: Ich habe das immer so insgesamt gehört und das hat mir dann später auch gutes Geld eingebracht in den diversen Studios in Mürsel.
00:06:45: Ja ja denn es trat an einen Mann in deinem Leben der viele von uns seit vielen Jahrzehnten begleitet.
00:06:50: Sein Name ist Reif Siegel.
00:06:53: Ja, das war auch sehr witzig.
00:06:55: Das war so in der letzten Zeit am Theater im Tübingen.
00:06:59: da haben wir dann einen Auftritt gehabt dem Grand Prix und das war dann so dass ich gemerkt habe ja der Ralph hat dann sehr viele Lieder für uns geschrieben die uns nicht so gefallen haben.
00:07:12: Wir haben viele Leder geschrieben die ihm nicht so gefallen haben Und dann hat man sich nach diesen Grand Prix irgendwann getrennt In aller Freundschaft.
00:07:20: es war sehr angenehm Und ich bereue das aber nie.
00:07:24: Ich habe dann deswegen tatsächlich, also weil es einfach nicht zusammen funktioniert hat, hab' ich dann am Theater meinen Vertrag den ich schon unterschrieben hatte auch
00:07:33: gekündigt.".
00:07:35: Also du hast deinen Engagement am Tübinger Landestheater damals aufgegeben und wir müssen aber auf jeden Fall nochmal über diesen Auftritt sprechen im März, in der du an dem Vorentscheid für den heutigen Eurovision Song Contest teilgenommen mit der Band.
00:07:49: Und ihr habt den dritten Platz erreicht!
00:07:50: Das ist ja gar nicht so schlecht...
00:07:52: Ja, also ich habe dann gemerkt für mich war es gut dass das nicht der erste war.
00:07:57: Es ist ein bisschen komische Situation weil ich ja noch am Theater war und das auch noch nicht so ganz klar war, dass sich das alles dann wirklich ganz gegen die Musik tauschen werde.
00:08:06: aber das war eine gute Erfahrung und die haben wir zusammen mit Ralf damals noch auf der Bühne.
00:08:14: Und irgendeine Menschen den er in der Fußgängerzone aufgelesen hat Weiß nicht, ob du das mal gesehen hast.
00:08:22: Diese Jungs die oben so ein Becken haben auf dem Kopf dann irgendwie so eine Trommel auf dem Rücken und es war dann sein Tingeltangelmann weil der Titel war was der Ralph extra für uns geschrieben hatte damals.
00:08:36: Ja, der Tingeltangel Mann genau, in fournachtzig.
00:08:38: aber der Ralph Siegel hat für dich viele Auftritte auch vermittelt mit Sängern wie Roland Kaiser, Chinkes Kahn, Peggy March
00:08:47: Also ganz, ganz viele Sachen waren dort.
00:08:49: Das war eigentlich dann so... Ja es war auch interessant als Erfahrung.
00:08:55: das ist wahrscheinlich heutzutage nicht mehr so.
00:08:57: aber damals war das wirklich so dass ich gedacht habe das is ja unglaublich.
00:09:01: also ich verdiene hier an einem Nachmittag mit etwas von dem mir gar nicht klar war dass sich das besonders gut kann eben dann ne Terz drüber singen da eine Quint drüber Ein Chor alleine singen sozusagen.
00:09:16: Das war mir damals nicht bewusst, dass das so ein Alleinstellungsmerkmal ist und der hat mich dann sehr viel gebucht und auch meine Chorsängerin von dem Harmonie vor wie wir uns damals genannt haben.
00:09:29: Wir waren zu viert eben Und wir beide sind da wirklich groß eingestiegen in der Studiogeschäft und das hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht.
00:09:37: auch
00:09:38: Ja das merkt man wenn man sich ja über dein Leben so'n bisschen informiert.
00:09:44: Ja,
00:09:55: also ich kann für mich einfach nur sagen... Ich bin immer so ein bisschen ratlos.
00:10:01: Kannst aber als eine Art von Kultveranstaltung was es ja geworden ist im Lauf der Jahrzehnte?
00:10:08: Kann nichts schon verstehen!
00:10:10: Also das verstehe ich schon, dass so viele Leute da einfach irgendwie so ein Fable haben für diese bisschen exaltierten Sachen und Schlager.
00:10:18: Und auch Kostüme!
00:10:21: Weil das sonst ja gar nicht mehr richtig viel eigentlich performt wird.
00:10:27: Es ist schon was sehr Spezielles.
00:10:30: Aber ich reiß mich jetzt nicht mehr drum mitzumachen.
00:10:33: sagen wir es mal so...
00:10:34: Na du hast ja genügend zu tun.
00:10:35: und wenn wir jetzt noch mal zurückblicken auf nineteenhundert, sechsohnachtzig, siebenundachtzig da kam dann schon der nächste Mann in dein Leben.
00:10:41: Der Name Klaus-Peter Schweitzer.
00:10:44: Ja!
00:10:44: Was hast Du denn mit ihm gemacht?
00:10:46: Oder er mit dir?
00:10:46: Also wir hatten ein Trio war das war ein Schlagzeuger, der Hannes ist leider gar nicht mehr lebt.
00:10:53: es leben sehr... Sehr, sehr viele Kollegen von mir.
00:10:56: Nicht mehr also mit denen ich viel Musik gemacht habe auch im Studio unter anderem eben auch der Hannes, der Schlagzeuger von dem Klaus-Peter Schweizer Band und wir haben ein Demo aufgenommen.
00:11:09: das hat damals einen ganz toller Manager Jürgen Thurnau von Mambo Music, der auch Münchner Freiheit und Spider Murphy Gang und alle möglichen Leute gemacht hat.
00:11:21: Der hat das gehört Zu mir?
00:11:25: Zu mir jetzt alle drei hier.
00:11:27: Und also da verspreche ich euch, dass sich da nächste Woche für euch mindestens drei Plattenfirmen zur Auswahl habe und genau so was.
00:11:37: Wahnsinn!
00:11:38: Dann kam der Herbst-Mann-Siebund-Achzig.
00:11:40: Da feierte die Band mit dem Song Dreizehn Tage einen großen Erfolg.
00:11:45: Der hat sich dann irgendwie dreizehn Wochen auch in den deutschen Singlescharts aufgehalten.
00:11:50: Ja, das war auch eine sehr interessante Geschichte.
00:11:54: Weil der Klaus-Peter Schweizer eigentlich jemand war, der also sehr düster immer aufgetreten ist und hat so Sachen über seine Drogensucht geschrieben.
00:12:05: Frankfurter Schnee war auch ein ganz berühmter Song!
00:12:08: Gegenüber Kokain natürlich und dann auch so ein bisschen Songs, die sich mit dem Suizid erhalten, was er manchmal hatte beschäftigt hat.
00:12:20: Und dann ist ausgerechnet der Riesen-Hit dieses total untypische für ihn.
00:12:25: Dieses Happy Go Lucky, dreizehntage und echte denke ich nur noch handig.
00:12:31: Also was so ganz untypical war damit ist er dann berühmt geworden und das war immer sehr verwirrend zum Teil wenn die Leute da waren und Foxtrot tanzen wollten zu diesem Lied.
00:12:44: und dann kamen eben die anderen Geschichten wie Also eigentlich ist ja hier Frankfurter Schnee und das Fenster sagt springen.
00:12:50: Und diese etwas düsteren Geschichten eher, und das war gar nicht mal so einfach, das unter einen Hut zu kriegen.
00:12:58: Ist manchmal seltsam wenn man ausgerechnet mit was bekannt wird, wo man nicht so ganz vielleicht... Das, was einem am Herzen liegt, ist vielleicht dann was ganz anderes.
00:13:10: aber das kann man eben nicht kontrollieren.
00:13:13: Ja, das ist ja vielleicht auch gut so.
00:13:14: Denn du hast dich später dann vom Schlager ein bisschen abgewandt und ... Dann ging es in eine andere Richtung.
00:13:20: Stichwort Late Night Show!
00:13:22: Genau, das war eine Band die ich auch schon ganz, ganz lange hatte zusammen mit eben auch... Der Hannes war da auch dabei der Schlagzeuger und mein damaliger Freund, der Klaus lebt auch nicht mehr So eine wirklich so ein Schwabinger-Kulturgut, kann man sagen.
00:13:41: Es gab das Schwabingapodium.
00:13:43: Da war jeden Tag... Also es kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.
00:13:47: Jeden Tag Livemusik und wir haben glaube ich, ich weiß nicht sicher zehn Jahre, fünfzehn Jahre jedes Wochenende gespielt dort und da sind Leute gekommen.
00:13:58: Das war wirklich unglaublich!
00:14:00: Das war so'n Anlaufpunkt Und da kam dann die Band von Small Faces und dann kam die Band vom Tom Jones, weil sie gespielt haben im Gasteig.
00:14:12: Die sind dann alle irgendwann im Schwabing-Apotium eingelaufen und zum Teil auch mitgesungen und mitgespielt.
00:14:19: Das war einfach eine ganz tolle Zeit, die heute so ein bisschen vorbei ist!
00:14:24: Und da hatten wir einen weiblichen Fan, der gesagt hat ich glaube.
00:14:30: Ich muss mal den Holmdressler zu euch mitbringen zu den Trouble Boys and the Sirens.
00:14:35: Das war der damalige Manager vom Tommy von Thomas Gottschalk.
00:14:39: und dann haben wir gedacht ja klar.
00:14:42: und dann stand er.
00:14:42: aber am nächsten Samstag stand er da im Showbubbinger Podium und hat gesagt ich glaube ihr seid ganz genau das was der Tommy sucht für seine Live-Show.
00:14:53: Und das muss man sich jetzt vorstellen, dass es damals was total... Das war die alleraller erste Talkshow im Fernsehen in diesem Format.
00:15:02: Er wollte das nämlich machen wie der David Letterman in Amerika.
00:15:05: Der hatte seine Paul Schäfer Band und der Tommy wollte das auch, dass so eine Band ist, die immer da ist, mit der auch kommuniziert wird Moderator und Band.
00:15:16: Und dass die Leute, die da sind als musikalische Gäste wie beim Letterman auch teilweise dann live spielen.
00:15:23: Das war auch so und das hat eigentlich sehr viel Spaß gemacht.
00:15:28: aber irgendwann nach ein paar Jahren weiß man dann also eine Fernsehband nicht mehr kann ich überhaupt noch einen Song von Anfang bis Ende spielen weil da kommt Roger Moore dann ist dann winkt der Tommy das ab und es ist eben zu Ende Und das sind lauter so kleine Stückchen.
00:15:48: und hauptsächlich hat man eigentlich gewartet, wie es halt so ist beim Fernsehen.
00:15:52: Ja?
00:15:52: Das dürfte dann Anfang der neunziger Jahre gewesen sein als sich der liebe Thomas Gottschalk für kurze Zeit mal vom ZDF verabschiedet hat und zur RTL gewechselt ist.
00:16:00: Ganz genau!
00:16:02: Das war die DeCise, einfach Gottshalk damals, war einmal in der Woche... ...die Anfangssache den ersten Jahren.
00:16:08: Dann hieß es jetzt macht der Tommy was anderes und braucht keine Band mehr, das war sehr bitter für uns Weil als Musiker so, als selbstständige Künstlerin hat man ja nicht so wahnsinnig viel was regelmäßig ist und nichts zu sagen eigentlich gar nix.
00:16:25: Und das war so.
00:16:26: jeden Mittwochabend war dort eben diese Liveaufzeichnung.
00:16:31: also es war eine Aufzeichnung Es wurde etwas verschoben nach hinten verschoben dann erst gesendet aber es waren natürlich live aufgenommen und Das war auch für mich.
00:16:40: erstmal Als Keyboarderin habe ich gedacht Ob ich das so kann, weil ich hab eigentlich nur ein Keyboard angefangen.
00:16:47: Weil ich nicht wusste was ich mit meinen Händen machen soll!
00:16:51: Aber ich habe dann gedacht wie immer in meinem Leben Pappalapab Das wird schon gehen irgendwie.
00:16:57: Na das definitiv.
00:16:58: und wenn ich dir jetzt erzähle dass der wunderbare Heumdressler letzte Woche bei mir zu Gast war... Ach nein!
00:17:04: Und wir eines sehr schöne Podcastfolge aufzeichnen konnten und er ist ja wirklich einen lebendiges Anekdotenbuch der Liebe Holm.
00:17:12: Also wirklich, also ich muss dir wirklich sagen... Ich bin ein paar Mal sprachlos geworden als er dann unter anderem erzählte, ich glaube es muss nixundhundertfünfundachtig gewesen sein.
00:17:21: Klaus Kinski war zu Gast bei Thomas Gottschalk und Nassobas und hat ja auch schon sehr viele Menschen getroffen und was er da erzählen könnte.
00:17:30: Ja!
00:17:30: Das war eine schöne Zeit.
00:17:32: der andere Zeit.
00:17:33: Wir
00:17:33: hatten auch damals zum Beispiel, also ich habe auch irgendwie einen sagvollen Anekdoten und wir wollten da zum Beispiel begleiten Rod Stewart.
00:17:42: Ja?
00:17:42: Rod Stewart hatte in seinem Vertrag das der Moderator sich nicht auf eine bestimmte Anzahl von Metern nähern kann, darf!
00:17:51: Und es hat er wohl gemacht, weil der Tomi ja ein sehr sehr, sagen wir mal lebendiger Typ ist und viel auch improvisiert hat immer.
00:17:59: und dann ist er gegangen Rod Stewart.
00:18:02: Das war eine Probe zuerst und dann ist ... Rod Stewart hat ausrichten lassen, er wäre in der Whiskey-Bar.
00:18:08: Ich weiß nicht mehr beim Schumanns oder Bayerischen Hof... Und er wird auch nicht wiederkommen!
00:18:14: Dann haben wir halt einem Sailing als Ersatz gespielt dann.
00:18:18: Es waren so eine der wenigen Gelegenheiten, wo wir mal einen ganzen Song spielen durften.
00:18:23: Also er kam man tatsächlich nicht mehr?
00:18:24: Nein, er kam nicht.
00:18:25: Er hatte es dann ausrichtenlassen von seinem Fahrer also dass er Whisky trinkt und dass er, wenn jemand so nah kommt, dann geht der.
00:18:34: Wahnsinn!
00:18:35: Was für eine Überheblichkeit!
00:18:37: Ja es war sehr... also ich hab's so festgestellt in dieser ganzen Gottschalk Show je berühmter die Leute waren desto cooler waren sie eigentlich.
00:18:46: Also so die ganz großen dann wie Paul McCartney oder die waren eigentlich alle toll.
00:18:52: Ja, ja.
00:18:52: Das hat mir Heumdressler auch bestätigt.
00:18:54: Die richtigen Namen waren am entspanntesten.
00:18:56: und gut jetzt mal viel bloß Kinski abgesehen der immer eine sehr eigenartige Art an sich hatte aber die meisten waren es ja umgänglich.
00:19:07: Ja also Kinski ist natürlich schon ne Ausnahme das war ja auch dafür bekannt und das ist ja auch das was die Leute glaube ich dann im Endeffekt auch wollten.
00:19:16: wenn der normales Interview gegeben hätte wäre er total langweilig gewesen.
00:19:21: Das hat man schon erwartet von ihm.
00:19:24: Ja, diese Zeiten sind ein bisschen vorbei.
00:19:25: aber liebe Sabine wir waren ja so ein bisschen stehen geblieben auch bei der Musik denn Musik schult ja Timing, Rhythmus, Emotion.
00:19:33: prägt dann Musik auch die Art wie man spricht?
00:19:37: Also ich glaube das auf jeden Fall oder umgekehrt.
00:19:42: die Sprache präght natürlich auch dann wie man singt.
00:19:46: Oder das Sprachgefühl für das rhythmische Gefühl oder das Melodiegefühl macht zum Beispiel, dass ich ganz gut Dialekte faken kann.
00:19:56: Weil es hat ja sehr viel mit Musik zu tun!
00:19:59: Also wenn wir alle auf einem Ton reden würden und ohne Pause und ohne Abwechslung wär's ziemlich langweilig...
00:20:07: Ja also auf diesem Niveau können wir dann gerne die nächsten dreißig Minuten sprechen.
00:20:10: Das macht einen noch ein bisschen mehr Spaß!
00:20:13: Also ich glaube das kann man gar nicht wirklich drinnen voneinander.
00:20:17: Für mich ist das Rhythmus, Sprache, Melodie.
00:20:21: Pausen ist eins egal ob beim Singen oder beim Sprechen.
00:20:25: Ja ja Du hast sehr viele Menschen getroffen in deinem Leben auch sehr viele Kreative gegenüber.
00:20:33: du standest mit bekannten Künstlern auf der Bühne gibt es da eine Begegnung die dir besonders in Erinnerungen geblieben ist jetzt mal unabhängig von Rod Stewart.
00:20:42: Also was Was schön war und was toll war, war die Tour mit dem Tony Carey.
00:20:50: Also der hatte einen Tonstudio, er war ja damals als Keyboarder, als Orgler sozusagen, als Hammond-Orgler bei Rainbow diesem Ableger von Deep Purple.
00:21:02: Weiß nicht ob du das noch kennst?
00:21:03: Die Purple kenne ich schon auch aber nicht persönlich!
00:21:05: Genau und Rainbow ist eben dieser Ablege von Richie Blackmore gewesen und da hat der Tony Careey ein unglaublicher Musikerorganist Hatte mal so ein Hit dann im Tatort, glaube ich.
00:21:18: I Feel Good hieß das und dann hieß es okay der geht jetzt auf Tour und da wurden eben wurde die Band zusammengesucht und da war ich auch dabei mit Keyboard und Stimme.
00:21:30: Das war toll!
00:21:31: Und woran nicht mich erinnern wäre mir ganz ganz ganz so ja irgendwie so einen Herzenskontakt war.
00:21:38: das war Kenny Rogers.
00:21:40: den habe ich kennengelernt.
00:21:41: bei einem Auftritt Da habe ich noch ein ganz tolles Buch, weil der nämlich leidenschaftlicher Fotograf war.
00:21:48: Hat er so seine Freunde die also sehr illustrer waren von Elisabeth Taylor bis... Also ein unglaubliches, ganz großes Foto-Buch mit den ganzen Berühmtheiten, die man so kennt.
00:22:01: Der ist ja auch schon bisschen älter.
00:22:03: Ich weiß gar nicht ob er noch lebt und das hat er mir dann geschenkt mit einer ganz rührenden Wittmung Und das hat mich sehr berührt damals.
00:22:11: Das kann ich mir gut vorstellen.
00:22:13: Es war eine andere Zeit, auch die Anfang der neunziger Jahre.
00:22:17: Da wurdest du dann irgendwann mal gefragt oder auch nicht?
00:22:20: Das kannst du uns gleich mal sehen wie es dazu kam ob du die Stimme der Münchner Verkehrsbetriebe werden möchtest.
00:22:26: Wie kam es dazu?
00:22:28: Das kamen da zu.
00:22:29: also durch die Singerei habe ich dann irgendwann einmal das war ja ein unglaubliches Feld.
00:22:36: damals so mit der Werbung habe ich irgendwann angefangen Werbespots in Studios, für die ich gesprochen habe?
00:22:43: auch zu singen.
00:22:45: In dem einen Studio, die kannten mich nur als Sängerin und haben dann gesagt du kannst es doch eigentlich auch sprechen!
00:22:52: Und das war so der Anfang von...dann habe ich also...swar damals exquisa hat diese ähm...exquisa keiner schmeckt mir so wie dieser und den hab' ich dann auch gesprochen weil der Toningenieur hat gesagt Du hast da so eine tolle Stimme.
00:23:09: wieso sollen wir da ne Sprecherin engagieren?
00:23:12: Sprich doch das auch.
00:23:14: Und dann habe ich das gesprochen und der Anfang hat ganz viel für den gemacht.
00:23:19: Dann wird man halt so ein bisschen rumgereicht, gerade auch mit Zeitgeist zu tun.
00:23:27: Also jetzt zurzeit sind tiefe Stimmen total out weil alles muss irgendwie unglaublich jung und dynamisch und jugendlich klingen.
00:23:37: im Tonalen heißt es übersetzt hoch nicht keine hohe Stimme gehabt.
00:23:44: Also, die hat sich jetzt nicht besonders geändert seitdem.
00:23:48: und dann habe ich eben ziemlich viel gesprochen und dann war ich unter anderem auf einem Band, auf einem damals noch Kassette glaube ich oder Tonband von einer Agentur und von einem Studio, die etwas weitergegeben haben.
00:24:05: Haben mich angerufen ist es okay wenn wir dich davor schlagen als Sprecherin für die Haltestellen?
00:24:11: Und dann dachte ich mir noch naja das klingt jetzt nicht so aufregend aber ok habe ich gesagt klar ist es ok aber hab mit nicht weiter was gerechnet weil das sind immer so viele Studios die angefragt werden und auf den Demo Bändern sind viele verschiedene Stimmen drauf Und dann haben die mich gewollt und das wäre mir vor vierunddreißig Jahren wirklich nicht eingefallen, dass es mich so lange begleitet.
00:24:38: Ja, das ging ja gut los!
00:24:39: Und jetzt seit nineteenhundertvierneunzig sagst du die Haltestellen in der U-Bahn Busch... Genau!
00:24:44: ...in der Tram für die MVG für die Münchener Verkehrsgesellschaft an?
00:24:48: Ich hatte das mal im Interview gelesen.
00:24:50: man bezeichnet dich als freundlich und mit leicht süddeutscher Färbung.
00:24:54: Das war so gewollt damals.
00:24:56: Ich bin ja, wie heißt das immer?
00:24:59: Schönes gab ja immer Streitereien mit.
00:25:01: ist jetzt ein Sprecher der öfters in einem gleichen Studiarbeit.
00:25:05: ist es selbstständig, ist es scheinselbständig weil man als Sprecherin ja weisungsgebunden ist.
00:25:12: also ich bin ein Dienstleister.
00:25:14: wenn die sagen bitte weg mit der süddeutschen Färbung dann muss ich eben schauen, dass das A nicht mehr so bayerisch klingt.
00:25:24: Und wenn Sie sagen, das ist ... wollen wir aber ganz gerne diesen kleinen süddeutschen Einschlag auch bei dem Englischen zum Beispiel?
00:25:31: Dann mache ich das!
00:25:32: Ja interessant, aber stimmt es, dass man dich auch in Hamburg hört?
00:25:37: Ich habe so viele Städte gemacht.
00:25:40: Hamburg war ein bisschen schwierig weil da kenne ich mich nicht aus und die haben so So, ich muss ja dann auch immer wissen wie wird es betont?
00:25:49: Ja.
00:25:50: Foolsbüttel oder Fools-Büttl ... Ich kenn's halt nicht!
00:25:56: Ich war schon oft in Hamburg, bin aber nie öffentliche Verkehrsmittel gefahren weil damals war mit Schweizer.
00:26:02: unsere Plattenfirma Warner Ware war eben Hamburg und da war ich relativ oft.
00:26:07: Und später hab' ich dann auch die Haltestellen gesprochen für Hamburg und für Rosenheim und für Memmingen.
00:26:14: Ich merke mir das nicht so wirklich, weil... Das ist so viel Zeug dann immer.
00:26:20: Also das sind ja Tausende von Haltestellen gewesen für München.
00:26:24: Ja man kann sich es auch ein bisschen leichter machen indem man einfach den Marienplatz nach Hamburg verpflanzt.
00:26:32: Kann man natürlich auch machen!
00:26:33: Hab ich nicht dran gedacht, gute Idee.
00:26:34: Hättest du das mal vorschlagen müssen damals?
00:26:36: Aber ich glaube dann wäre schnell vorbeigewesen mit der Karriere.
00:26:38: Das glaube ich auch, dass hätte wahrscheinlich nicht weitergeführt.
00:26:42: Jetzt hast du ja schon Exquisa erwähnt.
00:26:44: Du bist aber auch in anderen Werbungen aufgetreten für Burger King Siemens Toyota und was ich gelesen habe, du leist auch Navigationssystemen verschiedener Hersteller deine Stimme.
00:26:54: Ja, das ist aus meinem Zyklus.
00:26:57: Wie kann jemand der so wenig Orientierungssinn hat an so vielen Stellen Leuten sagen wo sie aussteigen müssen?
00:27:06: Wo Sie hinfahren müssen?
00:27:08: Also meine Hauptso sozusagen Klientel war ganz lange eine Firma die heißt New Lift.
00:27:14: also ich habe manchmal dann schon ein bisschen so einen Verfolgungswahn wenn ich erst mal beim Kaufhof im Aufzug fahre dass bin ich dann gehe ich irgendwie in mein Auto, das bin ich.
00:27:25: Dann fahre ich Straßenbahn, also es ist manchmal fast auch bisschen viel wenn da noch ein bisschen Werbung läuft im Auto was dann auch wieder ich bin... ...dann ist es mir manchmal denke ich mir ja jetzt sehr gut.
00:27:41: Aber es natürlich toll!
00:27:42: Exquisa?
00:27:44: Jetzt habe ich Hunger!
00:27:46: Ja man kommt an dir nicht vorbei.
00:27:47: Millionen Menschen hören deine Stimme jeden Tag aber kaum jemand kennt ja das Gesicht Dahinter, wie fühlt es sich denn an für dich so berühmt zu sein ohne erkannt zu werden?
00:27:57: Ich finde das sehr angenehm.
00:28:01: Also ich habe in dieser kurzen Wo wo wir da so rumgereicht wurden und unglaublich viele Fernsehsendungen gemacht haben Und dann von Hitparade und vier gegen Willi und also diese ganzen Sendungen die es damals gab alle sehr, sagen wir mal Fan-intensiv was mir damals überhaupt nicht klar war.
00:28:23: Und da stehen dann wirklich hunderte von Leuten und wollen Autogramme und so... Ich finde das sehr angenehm dass es in der U-Bahn nicht so ist.
00:28:33: Ich stelle mir das ja lustig vor!
00:28:35: Da stehst du dran am Sennlinger Tor, wartest auf die U-bahn und denkst dir mein Gott jetzt bin ich schon wieder da.
00:28:40: meine Stimme ist echt überall aber ich kann ganz normal durch die Stadt gehen.
00:28:43: Ja, ich finde das sehr angenehm.
00:28:45: Also, ich mag es!
00:28:48: Das darf man ja nicht unterschätzen.
00:28:49: also in München sind das laut BVG... Ich hoffe, ich zitiere das jetzt richtig...
00:29:05: Das ist schon lustig, ich hab da neulich für den BR so ein kleines Feature gemacht und die haben dann... Ich habe einen anderen Satz gesprochen.
00:29:14: Ich habe gesagt heute ist das Wetter schön!
00:29:17: Und dann haben tatsächlich zwei Leute mich erkannt als die Stimme der U-Bahn.
00:29:23: Ja?
00:29:25: Das fand ich irgendwie und wenn ich natürlich Haltestellen sage, dann ist es eh klar.
00:29:29: Ja, das glaube ich sofort.
00:29:31: Also wenn jemand nächster halt Karlsplatz Stachus hört, dann ist es eigentlich noch Arbeit oder inzwischen fast schon ein bisschen Stück Münchner Kultur.
00:29:41: Das ist ja komisch das von sich selbst zu sagen.
00:29:43: aber ich fand das so rührend wie viele Leute.
00:29:46: neulich gab's eben eine Ballung durch so'n mini kleines Instagram-Ding.
00:29:52: So'n Real was ein ganz netter Instagramer auf... Ein junger Kroate mich angerufen hat und hat gesagt, ich habe jetzt alle Kolleginnen irgendwie in Dubrovnik.
00:30:05: Und was weiß ich?
00:30:06: Wo hat das überall interviewt ob ich das denn machen würde?
00:30:10: so ein kurzes Interview und an einer Haltestelle und dann noch die Leute bis hier befragen.
00:30:15: Das hab' ich gemacht.
00:30:17: Also rührend haben dann Leute eben erzählt, also sie würden auf die Straße gehen wenn KI mich ersetzt und nein.
00:30:26: Und das gehört doch dazu und es ist aber natürlich klar dass KI mich ersetzen wird.
00:30:31: Ja dazu werden wir gleich noch sprechen.
00:30:33: Aber ich habe noch eine Frage liebe Sabine du bist ja Schauspielerin Du bist Sängerin Sprecherin.
00:30:38: Was ist denn für dich der größte Unterschied zwischen einer Bühne und einem Mikrofon?
00:30:45: Also Mikrofon ist ja für mich fast immer bei Beidem dabei, weil ich ja bei der Bühne dann so viel Musik gemacht habe auch über Mikrofone.
00:30:53: Aber dieses Live ist halt wirklich ganz, ganz anders!
00:30:59: Wenn Publikum da ist, wenn Leute da sind, wenn man das Gefühl hat, man sendet was aus und dann kommt etwas zurück... Das ist natürlich im Studio, in der Studiaufnahme die wir jetzt so machen.
00:31:12: Bei dir ist es auch wieder anders weil normalerweise nehme ich mich ja alleine auf also da ist ja niemand am anderen Ende und ich verschickt das dann Und manchmal ist dann jemand da auch ein Toningenieur oder jemand aus dem studio der eben dann live auch mich sozusagen anleitet und ganz viele Sachen mache ich alleine.
00:31:31: und dass alleine machen is schon sehr viel Pröder finde ich, als wenn man auf der Bühne steht.
00:31:39: Das ist halt sehr viel lebendiger!
00:31:41: Und heute bin ich für dich da?
00:31:43: Ja das ist schön weil es macht auch mehr Spaß als alleine.
00:31:47: Ich freue mich wie trainierst du denn deine Stimme?
00:31:51: Also...ich habe das eine Zeit lang natürlich sehr sehr viel gemacht.
00:31:57: Ich hab meinen Übungs-Set was sich mache meine Sprechübungen habe auch Übungen zum Singen, die unterscheiden sich dann manchmal nicht.
00:32:04: Manchmal wenn man weitergeht mit dem Singen natürlich schon und meistens mache ich übe ich indem ich spiele einfach also ich spiel meine Instrumente zuhause und bin also ein großer Fan vom Improvisieren auch und gebe auch improvisationskonzerte und da improvisiere ich dann dazu und das hält die Stimme dann meistens Wenn man genug spielt, dann muss man nicht mehr so viel üben.
00:32:32: Die Süddeutsche Zeitung hatte ich mal beschrieben in einem ausführlichen Porträt als verlässliche Begleiterin durch die Stadt.
00:32:38: Das trifft es ja eigentlich wirklich gut!
00:32:41: Gab es denn eine Ansage bei der du dich versprochen hast und die dann doch aufgenommen wurde?
00:32:46: Also ganz bestimmt.
00:32:47: aber ich sag's dir ehrlich... Bei den Tausenden von Ansagen, die ich über jetzt die drei Jahrzehnte gemacht habe müsste ich lügen, wenn ich sagen würde.
00:32:56: Ich wüsste das jetzt noch!
00:33:01: Du hast also dieser nächste Halt den wir ja alle kennen der jahrzehntelang diese Formel deiner Ansagen einleitete.
00:33:09: Da gab es das Jahr, da hat die MVG, also die Münchner Verkehrs, jetzt muss ich mal überlegen.
00:33:16: Mvg steht für... ...Münchner Verkehrsgesellschaft.
00:33:21: Die hat ja ihr System umgestellt.
00:33:23: Liesmann und Stadt der Einleitung erklangen nun ein Signalton gefolgt vom Stationsnamen.
00:33:28: Also deine Stimme ist aber dennoch geblieben?
00:33:31: Meine Stimme is nach wie vor geblieben.
00:33:35: Das ist interessant, das ist mir zum Beispiel gar nicht aufgefallen.
00:33:38: Ich fahre wirklich relativ viel U-Bahn weil man in München eigentlich überhaupt nicht mehr parken kann.
00:33:44: Deswegen... Mir ist es gar nicht ausgefallen dass das weg ist!
00:33:47: Ja ich hatte das bei der Vorbereitung dieser Folge heute gelesen.
00:33:51: Das bedeutet jetzt nicht, dass es stimmt und man kann ja auch mal auf Fake News reinfallen aber zumindest habe ich das im Internet oft gehört Aufgenommen.
00:33:59: Was ich auch gelesen habe, und das wird auch viele Menschen überraschen, denn deine Stimme hört man auch in Aufzügen zum Beispiel im Gärtnerplatz Theater?
00:34:06: Genau!
00:34:07: Im Gärtnarplatz Theater... Ich war eine Zeit lang bevor meine Mutter gestorben ist sehr viel in Kliniken unterwegs und war dann überrascht dass sich auch in Augsburg, im Diakow im Aufzug bin und ich arbeite als Dozentin in Augesburger der Uni.
00:34:22: da bin ich z.B.. Erinner ich die Studenten immer, denkt dran ihr müsst Rhythmus üben.
00:34:28: Denkt daran jedes Mal wenn ich sage erstes Obergeschoss aussteigen!
00:34:33: Weil da bin ich nämlich auch im Aufzug
00:34:35: Und du bist zu hören in Justizpalast.
00:34:38: Genau
00:34:39: So.
00:34:39: was hört man denn da so?
00:34:41: Ich
00:34:43: weiß es nicht.
00:34:45: Hallo entschuldigen Sie bitte sie haben heute verloren oder keine Ahnung.
00:34:48: sie werden heute mit einem großen Verlust aus diesem JustizPalast gehen.
00:34:53: Nein, das glaube ich eher nicht.
00:34:55: Aber es war immer so witzig mit dieser Firma, die das gemacht hat für die Aufzüge, weil ich habe das nie gewusst, für was das ist und die wussten's zum Teil auch nicht!
00:35:07: Wenn ich bei der Staatsbibliothek dann natürlich irgendwelche expliziten Inhalte, die da sind jetzt sage bei dem Stockwerk?
00:35:16: Dann ist das schon klar... Aber mir sind lustige Sachen schon passiert, dass ich mit meiner Schauspielschule Kollegin Karin Kinzer, die also viel auch im Fernsehen war eine Zeit lang.
00:35:27: Im Graz wo sie nämlich her ist und wo ich auf der Schauspielschule war an der Uni dann die Schlossbergbahn fahre und sie sagt Mensch findest nicht?
00:35:37: Die Stimme ist total ähnlich wie du!
00:35:40: Dann kann ich sagen es deswegen so ähnlich weil ich das war Und ähm... Also Keine Ahnung, wo das immer läuft.
00:35:48: Ich bin manchmal wirklich selbst überrascht und ja... Und war auch in Großhaar.
00:35:54: dann, wo ich als Patientin mal eine längere Zeit war, war ich auch sehr überrasch, dass selbst da im Aufzug bin ich.
00:36:02: Im Klinikum!
00:36:03: Also es ist jetzt nicht auszuschließen wenn man irgendwann mal einen Bordell aufsucht, dass man dort deine Stimme hören könnte?
00:36:10: Ich weiß es nicht, ich weiß nicht was die alles so treiben in New Lift.
00:36:14: Keine Ahnung!
00:36:15: Das lassen wir
00:36:17: mal so stehen würde ich auch sagen.
00:36:26: Naja ich bin ja Schauspielerin das ist natürlich so wie's gewünscht wird.
00:36:29: aber ich würde von der Klangfarbe her sagen eigentlich müsstest du das sagen?
00:36:38: Einmalig an Phänomenal Gut, einladend.
00:36:41: Toll!
00:36:42: Schon einladen oder?
00:36:43: Weil ich würde also auch bei den... Wenn man das vielleicht nicht denkt, bei den Haltestellen.
00:36:48: Also auch wenn ich nicht wusste dass das über zweiundreißig Jahre jetzt läuft habe ich mir wirklich vorgestellt wie klingt es freundlich aber nicht zu freundliche Dass es einmal auf den Geist geht nach zwei Jahren.
00:37:01: Wie klingt das angenehm Einladend informativ ohne dass es nervt wenn jemand ist Jedes Jahr und jeden Tag, zweimal am Tag zum Beispiel hört jemand ja in die Arbeit fährt.
00:37:15: Das war so meine Vorstellung und insofern ist es nicht so dass ich das dann darunter ratte sondern selbst das hat eine emotionale Komponente weil ich mir die Leute die da sitzen und das verstehen müssen auch vorstell beim sprechen.
00:37:32: Wir müssen heute, wenn wir über das Sprechen sprechen unbedingt auch noch über KI sprechen.
00:37:36: Über die künstliche Intelligenz.
00:37:38: Denn wir leben in einer Zeit in der ja KI Stimme nachahmen kann.
00:37:43: Wie siehst du diese Entwicklung?
00:37:45: Ich finde es das totale grauen und ich kann es nicht mehr hören.
00:37:51: Ich habe so eine App von der Zeit, wenn ich manchmal rurschelt in der Küche oder so, dann lasse ich mir das vorlesen und ich kann's nicht mehr hören weil das auch alles KI-Sins oder SZ die einem dann die Artikel vorlese.
00:38:06: Ich wills nicht hören!
00:38:10: Nicht emotional, es macht keinen Sinn zum Teil.
00:38:15: Weil die KI einfach dumm ist und keine Bögen sprechen kann.
00:38:19: Die wir uns als Sprecher ja überlegen vorher wie teilig zum Beispiel.
00:38:24: leider sind nicht alle Sachen gut geschrieben.
00:38:27: Man muss sich ja oft die Sachen dann so erobern bisschen mit verschiedenen Da mache ich den Bogen bis hier Und da.
00:38:33: eine kleine Zäsur das spreche ich vielleicht lieber Obwohl der Satz weiter geht trotzdem auf Punkt weil sonst Versteht's keiner mehr.
00:38:41: Das ist ja alles Vorarbeit, die man leistet, die die KI eben nicht macht und das hört man.
00:38:48: Ich finde es schrecklich!
00:38:51: Ganz schrecklig.
00:38:52: und auch von der Musik her habe ich natürlich gerade gelesen, dass eine Künstlerin auf Spotify gerade Nummer eins in den Hit-Listen ist – und die gibt´s gar nicht!
00:39:02: Alles KI, BildKI, MusikKI... Und ich merke es schon auch bei Nachrichten und so.
00:39:10: Bei den ganzen KIs, die eben Trump dann auch veralbern und so... Also man weiß einfach wirklich mit der Zeit ... Ich kann die Nachrichten gar nicht mehr richtig auf das Social Media lesen weil ich überhaupt nicht mehr weiß was stimmt eigentlich?
00:39:26: Und was ist KI?
00:39:28: Na ja, ich frage das!
00:39:29: Du wirst dir da schon denken worauf ich hinaus möchte.
00:39:33: Die MVG hat Anfang im Jahr zum Jahr-Zugsjahr Ja, so ein bisschen in Aussicht gestellt dass man den Zukunft auf synthetische Stimmen setzen möchte.
00:39:43: Klar das weiß ich weil ich bei meinem eigenen Casting war sozusagen.
00:39:50: Ich war beim Casting um mich selbst zu ersetzen.
00:39:52: So muss man sagen weil das ein neues Studio jetzt macht.
00:39:56: die suchen schon seit über zwei Jahren nach einer Stimme.
00:39:59: sie wollen es dann eben einheitlich machen Und haben mir, ich hab gefragt dann immer mal wieder nach so.
00:40:05: Weil ich auch sauer war dass sie mir das nicht persönlich gesagt haben... Also ich finde nach drei Jahrzehnten könnte man schon sagen also hör zu!
00:40:15: Das ist einfach so.
00:40:16: es gibt so viele Baustellen wir können nicht immer Sprecherinnen und Sprechern dann spontan engagieren.
00:40:24: Das geht alles über KI.
00:40:26: Und das is ja schon lange so.
00:40:28: Aber ich finde, man kann das dann einfach mal sagen und kann auch sagen dass es dann insgesamt der Plan ist es alles zu ersetzen weil man keine Sprecher mehr bezahlen muss.
00:40:39: Ja ja.
00:40:40: Das ist eben auch eine Form der Wertschätzung der Kommunikation nach all den Namen?
00:40:45: Genau genau!
00:40:47: Das war genau der Punkt weswegen ich auch wirklich gedacht habe Oh Mann, ehrlich!
00:40:53: Also drei Jahrzehnte.
00:40:56: Da kann man doch mal sagen... Ich habe dann auch gesagt, ehrlich gesagt finde ich ihr hättet mir mal wirklich so ein... Bin ja eh schon fast siebzig.
00:41:04: So lange werde ich an den Leben ja keine Hundert Jahre also...
00:41:07: Na das wirst du definitiv.
00:41:08: Das hoffen wir alle
00:41:09: Ja, aber dann schenkt mir doch irgendwie mal die goldene Karte.
00:41:13: Das kostet euch genau gar nichts als irgendeine Form von Verabschiedung.
00:41:19: oder sagen wir mal Menschenwürdiges auf Wiedersehen sagen?
00:41:24: Ja das kam ganz komisch an!
00:41:27: Ach Menno also wir hoffen alle dass du noch lange den Münchnerinnen und Münchtern erhalten bleibst.
00:41:32: ja liebe Sabine.
00:41:33: Also das wäre zumindest ein sehr schöner Wunsch auch für nach Einen Moment in deinem Leben, in dem du vielleicht auch mal für dich so ja Revue passieren lassen hast und gedacht hast Mensch jetzt muss ich mein Leben mal ein bisschen neu sortieren oder war das alles okay?
00:41:49: Absolut also Du hast es ja auch gelesen.
00:41:53: Wir haben ja kurz gesprochen vorher auch mit dem Schlaganfall und dass ich den unter Dass sich bei so einer komischen Psychiatrischen Geschichte gelandet bin wo einen Psychiater in der Schweiz der Samuel Wiedmann eben Unerlaubte Therapie mit unerlaubten Substanzen gemacht hat.
00:42:12: und vielleicht muss man das auch ausschneiden, wenn du nicht verklagt werden willst.
00:42:17: Aber ja weil ich bin jedes Mal verklagt worden bis jetzt und es hat mich viele Tausende an Euros mit Medienanwälchen gekostet.
00:42:25: Dann halten wir's heute mal ein bisschen allgemeiner aber zumindest ... Vielleicht kann ich das kurz übernehmen.
00:42:34: Also weil ich weiß Sabine, es ist ja ein sehr emotionales Thema auch und Ich will da gar nicht heute zu sehr drauf eingehen denn du bist heute als Sabine Bündschuh hier Weil Du Ein Fantastisches berufliches Leben auch dir aufgebaut hast.
00:42:46: Du bist eine tolle Frau aber du hast auch wirklich sehr viel Positives erreicht in deinem Leben.
00:42:52: Worauf ich aber hinaus möchte ist, dass du... Und das hatte ich gelesen.
00:42:55: Dass du rund fünfundfünfzig Stunden damals ohne ärztliche Hilfe geblieben bist?
00:42:59: Ja!
00:43:00: Das würde mich schon interessieren, denn es folgt mir dann auch die Aufnahme auf der Intensivstation.
00:43:05: Du hast viele Klinikaufenthalte über dich ergehen lassen müssen.
00:43:08: Wie hast du damals wieder zu neuer Energie gefunden?
00:43:12: Also ganz, ganz, grob gesagt würde ich sagen und das haben hier die Ärzte auch alle bestätigt damals Gerade wirklich die Sache.
00:43:22: Ich habe ja eine Hirnverletzung gehabt, also ich hab zwei Hirnblutungen gehabt, eine im Frontallappen.
00:43:29: Hab schon mal ein bisschen falsig Demenzkriege, weiß ich schon wie sich das anfühlt und eine zwischen den beiden Hirnhermisphären und ein reversibles zerebrales vasokonstriktionssyndrom wo ich immer dachte wenn ich das mal aussprechen kann dann geht es mir schon besser.
00:43:44: Das war sehr, sehr mühsam der Weg zurück.
00:43:48: Aber ich glaube das die Musik ganz, ganz viel geholfen hat und ganz im speziellen meine rhythmische Schulung weil Rhythmus eben wirklich neue Synapsen im Fern verbindet.
00:44:03: Ich habe mich danach sehr dafür, ich habe mich davor schon sehr dafür interessiert Weil ich ja diese Rhythmuspädagogik Ausbildung habe habe einen ganz, ganz tollen Artikel zusammen nach dem Schlaganfall.
00:44:15: Den hatte ich vorher schon mal kennengelernt mit dem Professor Doktor Dr.
00:44:19: Gerald Hüter den deutschen Hirnforscher geschrieben der eben mir das nochmal so erklärt hat.
00:44:25: wirklich was Musik und Rhythmus im Gehirn macht und es verbindet neue neuronale Netzwerke.
00:44:35: Und das meint die Ärzte damals auch dass diese viele Beschäftigung damit Und ich war auch gelemmt halbseitig und konnte aber meine Hände bewegen, zumindest die eine Hand ganz gut.
00:44:50: Und habe von dem damals in der Klinik ... Von den Musiktherapeuten, der dort war zuerst eine Absage bekommen ob ich mir Instrumente leihen kann und dann einen Anruf auf meinem Zimmer erhalten, der gesagt hat Mensch!
00:45:05: Du bist doch die Sabine Buncho, ich hab da mal einen Kurs bei dir gemacht.
00:45:08: Natürlich kannst du Instrumente haben!
00:45:11: Und in kürzester Zeit war eben bevor ich noch gehen konnte, war mein Zimmer also wie so ein Musikladen eigentlich und ich hatte so lauter verschiedene Trommeln und habe wirklich ganz systematisch diese polyrhythmischen Sachen, die ich eben gelernt hatte in langen Jahren versucht.
00:45:29: was ist denn überhaupt noch da davon?
00:45:32: Und das glaube ich war gut.
00:45:34: Also Flug und Segen der Bekanntheit.
00:45:37: Du hast dich ja ausbilden lassen zur Rhythmus, Pädagogin und absolviert es danach eine Ausbildung zur Potenzial orientierte Psychotherapie heißt das.
00:45:49: Was lernen denn Menschen dort über sich selbst in deinen Workshops und Sprechtrainings?
00:45:55: Man kann die Musik und gerade besonders den Rhythmuss irgendwie für sehr viele verschiedene Sachen Zum Beispiel, was ich kurz vorher schon erwähnt hatte als wir gesprochen haben bevor die Aufnahme losging.
00:46:07: Ich mache jetzt gerade Musik mit Demenzpatienten in einem Altersheim oder ich mach Musik mit behinderten Kindern Kinder mit Behinderungen und die eben schwierig sind, die eben geistig schwierig sind und auch körperlich Einschränkungen haben.
00:46:22: Und das macht sehr viel Spaß weil man mit der Musik manchmal Leute erreichen kann.
00:46:30: Gerade im therapeutischen Kontext gibt es eben, wenn das Erwachsene sind dann erzählt man sich halt immer die gleiche Geschichte.
00:46:38: Ich bin diejenige, die einen Schlaganfall hatte und sehr eingeschränkt bin seitdem oder ich erzähle mir das eben nicht und mache Musik.
00:46:47: und Musik kann man nur machen, wenn man ganz im Jetzt ist weil man macht es mit anderen meistens und muss hören oder man fällt aus dem Rhythmus raus oder kann mit anderen nicht zusammenspielen.
00:46:59: Und auch dieses Zusammenhang, es ist eine andere Form auf viel emotionaler Ebene als das Sprechen.
00:47:06: Ist das eine Form von Kommunikation natürlich?
00:47:09: Ja natürlich ersetzen Musik oder auch eine Stimme keine medizinische Therapie aber sie kann ja wohl auch beruhigen trösten oder vielleicht eine Atmosphäre schaffen in der Menschen sich wohler fühlen
00:47:21: und Es geht eben um dass das zusätzlich ist.
00:47:24: Das ersetzt das nicht.
00:47:26: Aber es kann da sagen, es gibt auch noch was anderes als das Kognitive.
00:47:30: Es gibt noch etwas wo man sagen kann jeder Mensch hat eigentlich intrinsisch sowas angelegt wie Musikgefühl oder Rhythmus.
00:47:41: Es kann nur sein, dass wie jedes Potenzial wenn man es nicht benutzt dann vergammelt es halt ein bisschen.
00:47:49: Und das ist so meine sehe ich als meine Aufgabe.
00:47:51: Ich mache den leer die Leute nichts Neues sondern also in diesem Therapiekontext.
00:47:58: Sondern es gibt auch eine Kommunikation Wenn du dich auf das verlässt was da in dir drin ist und auf dich hörst.
00:48:05: Das ist vielleicht eine ganz andere Welt, die sich auftut als kognitive Gesprächstherapie oder Verhaltenstherapie.
00:48:13: Beispielsweise nicht stattdessen aber zusätzlich.
00:48:17: Na das merkt man ja zum Beispiel auch bei Meditationen oder Hörbüchern oder auch Beansagen im öffentlichen Raum.
00:48:22: wenn sie freundlich und klar gesprochen sind dann fühlen sich Menschen oft orientierter und ruhiger.
00:48:29: Ja, also ich hab selber die Erfahrung gemacht wie das ist.
00:48:32: Wenn es nicht so ist dass die Stimme angenehm ist.
00:48:34: als Patientin damals und das war wieder eine absurde Geschichte Ich hatte kurz vor dem Schlaganfall habe ich eine CD aufgenommen Als Sprecherin für Wie ist das progressive Muskelentspannung?
00:48:49: Und das hat eine Krankenschwester dann mit den Insassen der Klinik gemacht in der ich als Erste war Und da habe ich gedacht, ich kriege sofort noch mal einen Schlaganfall wenn nicht so fort geht.
00:49:03: Das war eine Stimme die und jetzt entspannen wir uns alle?
00:49:07: Also es geht einfach nicht!
00:49:10: Die hätte mir gute Stimmen... Mein Beispiel ist immer wenn der Christian Brückner den ich mal kennen gelernt hab die Synchronstimme von Robert De Niro, die Deutsche Wenn er könnte mir ohne weiteres auch das Münchner Telefonbuch vorlesen, ist fändig toll.
00:49:28: Ja, das glaube ich sofort.
00:49:30: Das merke ich ja auch schon nach fünfzehn Minuten mit dir, dass man ja schon in so einem angenehmen trossartigen Zustand sich befindet.
00:49:38: Ich sehe es auch wirklich so, dass Stimmen können entspannen oder können einen auf die Palme bringen.
00:49:46: Und klar, man hat aus... Also ich habe eine Ausbildung natürlich aber ... Ich glaube, dass das auch immer so ein.
00:49:55: gerade bei Frauen haben Stimmen.
00:49:56: Auch immer so einen sociologischen Effekt.
00:49:59: also was ist gerade angesagt?
00:50:02: Wie sollen Frauen grade sein?
00:50:04: Männer betrifft es ja immer ein bisschen weniger.
00:50:06: mein Lieblingsbeispiel ist immer dieser großartige Film Rendezvous untermnieren Tisch.
00:50:13: Das ist ein Zusammenschnitt von Werbungen aus den fünftiger und sechziger Jahren Und da
00:50:19: sprechen
00:50:20: die Frauen Alles so!
00:50:22: Die Frau von heute hat zwei Fragen.
00:50:25: Was soll ich kochen und was soll ich anziehen?
00:50:29: Und das war ich halt noch nie, und das ändert sich... Das ist wirklich nicht nur die natürliche Lage, sondern es hat auch etwas damit zu tun wie gerade das soziale Umfeld ist, was man gelernt hat zu Hause, Sozialisiert wurde.
00:50:47: musste man sich durchsetzen gegen Geschwister?
00:50:49: oder war man das kleine Prinzesschen als Frau?
00:50:53: und bei Männern ist der Unterschied meistens nicht so groß.
00:50:56: Ja, ja das stimmt.
00:50:57: ich hatte letztens eine Podcast-Folge mit der wunderbaren Ula Kokam Brink Der einhundertausend Mark Show Lady Und da haben wir auch so'n bisschen über die neunziger und zweitausender Jahre gesprochen.
00:51:09: Moderatorinnen vor dreißig Jahren dann doch noch mal eine, für einer anderen Herausforderung standen.
00:51:14: Sie wurden eben oft auch auf das äußerliche reduziert was bei Männern aber weniger ein Thema war.
00:51:18: Ja also das kann man auch durchaus in die Gegenwart verlegen.
00:51:24: Das ist immer noch das Hauptthema bei Frauen und bei Männernen einfach nicht.
00:51:29: Ja
00:51:30: Hast du denn einen Problem wenn jemand zu dir sagt Mensch sie haben eine sexy Stimme?
00:51:33: Nein
00:51:35: gar nicht!
00:51:35: Das ist ein Kompliment
00:51:36: Finde ich gut.
00:51:37: Also ich hab ja auch öfters dann immer so Anfragen.
00:51:42: Ich habe sogar mal für so ein Erotik-Channel irgendwie was gesprochen, fand ich... Für mich ist das alles so, dass sowas...ich sehe es so sportlich!
00:51:49: Das ist eine Aufgabestellung!
00:51:52: Kann nicht das?
00:51:53: Kann ich das
00:51:53: nicht?!
00:51:55: Bestimmte Sachen würde ich eher nicht so gerne können.
00:51:58: Auch die lehne ich dann halt ab und manche Sachen finde ich ganz gut.
00:52:02: Tja da steckst du nicht drin!
00:52:04: Steckste nicht
00:52:05: drinnen!?
00:52:07: Ja liebe Sabine, wir sind fast schon am Ende der heutigen Folge.
00:52:09: Aber wenn du deine Stimme jemanden widmen könntest... Wem wäre das?
00:52:15: Meine Mama!
00:52:18: Das muss ich noch kurz als Abschluss.
00:52:20: Wenn meine Tochter und meine Mutter zu Hause bei meiner Mutter waren Und irgendwer von den Dreien ist halt ans Telefon gegangen Es war völlig willkürlich wer irgendwie dran war.
00:52:32: Es wurde immer verwestet Weil wir haben alle drei Generationen wirklich fast dieselbe Stimme.
00:52:41: Wow!
00:52:42: Deswegen verstehe ich immer nicht, was die Leute meinen.
00:52:45: Klingt doch mal wie eine Oma ja?
00:52:46: Ich könnte ja schon längst Oma sein.
00:52:48: Ich bin ja im Oma Alter aber... Wie soll man das dann sprächerisch umsetzen so ohne Zähne, Intensivstation letzten Tag oder?
00:53:02: ich finde es total seltsam Dass das irgendwie so immer gesagt wird und Leute sich dann das nicht vorstellen können, dass gerade heutzutage da muss man ja mit sechzig E aussehen wie dreißig.
00:53:15: Wenn du mit hundertmal aussiehst wie vierzig, dann sind wir auch alle sehr glücklich.
00:53:18: Ja, besonders ich!
00:53:21: Du vor allem weil wir wünschen uns auch eine Sabine Bunchu-Zweitausendfünfzig noch mit zehn.
00:53:27: Schaut ganz gut aus bis jetzt.
00:53:30: Gut da sind wir hiermit verabredet in fünfundzwanzig Jahren und wenn du immer noch nicht ersetzt...
00:53:35: Das nehme ich ernst!
00:53:37: Dann machen wir ne Flasche Sekt auf.
00:53:39: aber
00:53:40: unbedingt
00:53:41: Liebe Sabine, es hat großen Spaß gemacht.
00:53:42: Danke für dieses Gespräch über Stimme und Musiklebenswege und auch darüber wie Klang Menschen berühren kann!
00:53:49: Ich wünsch dir von Herzen wirklich alles erdenklich Gute weiterhin, bleibt gesund und erfreue uns mit einer schönen Stimme im Süden von Deutschland und von mir aus auch im Norden.
00:53:58: Alles Liebe!
00:54:00: Danke Adri, tschüss!
00:54:03: Das war Schüchtern bis Nöchtern der Publicity Podcast von Andre Puchter.
00:54:09: Alle Infos zu dieser Folge auf www.schüchternbismüchdern.de.
00:54:15: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!
00:54:19: Schlager Radio Podcast.
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