Ulla Kock am Brink | Moderatorin - Wie viel Nervenkitzel steckte in der 100.000-Mark-Show?

Shownotes

Ulla Kock am Brink gehört zu den prägenden Gesichtern des deutschen Fernsehens. Millionen Zuschauer begleiteten sie durch große Live-Shows – allen voran die legendäre 100.000-Mark-Show, die in den 1990er-Jahren ganze Familien vor dem Bildschirm vereinte. Doch hinter der souveränen Moderatorin steckt weit mehr als Fernsehgeschichte. Im Gespräch mit André Puchta spricht Ulla Kock am Brink über ihre Zeit im Rampenlicht, über die besondere Magie der Samstagabendshows und über Begegnungen mit Persönlichkeiten, die das deutsche Fernsehen geprägt haben. Es geht um Erfolg und Erwartungsdruck, um Sichtbarkeit und Selbstbestimmung – und um den Moment, in dem man merkt, dass sich das eigene Leben und die eigene Rolle verändern.

Im Podcast „Schüchtern bis nüchtern“ begrüßt André Puchta spannende Charaktere mit außergewöhnlichen Berufen, Lebensentwürfen oder Leidenschaften. Eine Bühne für Biografien, die man nicht erfinden könnte. Hier trifft Kuhfriseur auf Detektiv, Domina auf Pfarrerin, Dildo-Designerin auf Tatortreinigerin, Human Puppy auf Ordensfrau und Hebamme auf Tantra-Trainer. Ein Podcast über das Ungewöhnliche – und das, was uns verbindet.

Transkript anzeigen

00:00:04: Herzlich willkommen bei Schüchtern bis Nüchdern.

00:00:08: Dem Publicity-Podcast mit André Puchter und chilligen Gästen, fast live aus Berlin!

00:00:23: Manche Gegenüber sind mehr als Fernsehgesichter.

00:00:27: Sie begleiten Lebensphasen?

00:00:28: Sie stehen für Verlässlichkeit Für große Samstagabende Und für einen Medienmoment der viele geprägt hat.

00:00:36: Mein heutiger Gast ist eine beeindruckende Frau.

00:00:40: Sie wurde früh fürs Fernsehen entdeckt, sie moderierte große Shows, bewegte sich souverän zwischen Unterhaltung Verantwortung und Haltung.

00:00:48: Und... ...sie hat den Wandel der Medienlandschaft aus nächster Nähe erlebt!

00:00:54: Doch jenseits von Quoten- und Bühnenlicht ging es für sie auch um Entscheidungen, um Neuanfänge und um die Frage wie man sich selbst treu bleibt wenn viele zuschauen.

00:01:03: Herzlich willkommen bei Schüchtern bis Nüchtern, Ulla Kockham Brink.

00:01:07: Das war aber eine schöne Anmoderation.

00:01:09: André, hast du gut gemacht?

00:01:11: Ich bin übrigens Nüchtern!

00:01:12: Aber mit dem Schüchter habe ich es nicht so.

00:01:14: Ja das mit den Schüchlern werden wir auch sehr schnell ablegen.

00:01:16: bei mir und nüchdern können wir gerne beide bleiben.

00:01:18: Es darf aber auch gern mal getrunken werden.

00:01:20: da hab' ich auch nichts zu erwähnen.

00:01:21: Lass mal, ist mir zu

00:01:23: früh.

00:01:23: Ja liebe Ola schön dass Du heute mein Gast bist.

00:01:26: Wenn dein Berufsleben ein Fernsehformat wäre wären wir gerade noch live oder irgendwie im Rückblick oder in einer ganz neuen Staffel.

00:01:35: also Ehrlich gesagt, lieber im Rückblick.

00:01:38: Weil ich reichlich Fernsehen gemacht habe, das auch Brennet gern gemacht habe mit großer Leidenschaft in meinem Beruf tätig war und ich werde in diesem Jahr fünfundsechzig.

00:01:49: Ich gehe da ja auch so ganz offen mit rum und irgendwann ist es auch gut.

00:01:54: Also...

00:01:55: Na mit fünfundsechszig geht's ja erst los?

00:01:58: Ja!

00:01:59: Ich hab ja kein Problem mit meinem Alter werden weil ich nicht so gesund bin.

00:02:03: also dass Und ich habe auch grundsätzlich kein Problem mit dem älter werden im Gesicht, weil ich finde das ja so ein Gesicht Leben hat haben sollte vor allem in den heutigen Zeiten und auch Leben erzählt.

00:02:21: Das finde ich eigentlich wertvoller als Botox Behandlung oder sowas.

00:02:26: Ja, über Botox kann man vieles erzählen.

00:02:29: Ich habe demnächst auch einen Schönheitsschirurgen bei mir zu Gast.

00:02:32: der wird mich dann auch noch mal ein bisschen aufklären.

00:02:33: ich kann das aber aus eigener Erfahrung sagen wenn ich mittlerweile bei meinem Zahnarzt sitze zur Kontrolle da wird mir seit meinem vierzigsten Geburtstag...ich bin jetzt dreiundvierzig geworden seit drei Jahren immer mal ja auch botox angeboten.

00:02:44: es gibt dann die sogenannten botox days und da fühlt man sich dann auch schon ein bisschen seltsam auf dem stuhl?

00:02:49: Äh ja ähm ich finde dass er grundsätzlich total legitim sich Beim Schönheitschirurgen nicht nur zu informieren, sondern auch behandeln zu lassen.

00:02:59: Wenn man es denn für sich selbst tut und nicht aufgrund von irgendwie äußerlichem Druck oder dass man denkt, man ist nicht mehr Instagrammable genug oder... Oder man muss irgendwie sich fett absaugen lassen weil der Ehemann das irgendwie nicht mehr so toll findet wenn man ein bisschen Love-Händler hat.

00:03:18: Also wenn das von außen kommt finde ich's doof, wenns von innen kommt und sagt Ich möchte aber gerne ein bisschen frischer aussehen total legitim

00:03:26: Gut, das ist schon mal ein Statement.

00:03:27: Ich glaube mit fünfundsechzig sieht man noch frisch aus und fünfundsechsig ist ja das neue Fünfundfünfzig.

00:03:32: von daher oder Fünfundvierzig.

00:03:35: Ja gut also die Best-Ager sind ja die Berufserfahren wie man das so sagt.

00:03:39: Wir wollen aber ein bisschen zurückblicken Ulla denn du warst dem Journalismus ja schon sehr früh auch sehr nahe.

00:03:45: Du bist trotzdem erst einmal in einen anderen Weg gegangen, denn du hast ganz in den ganz frühen Jahren für die Lokalausgabe der westdeutschen allgemeinen Zeitung geschrieben.

00:03:54: Nämlich Artikel über Volleyball.

00:03:55: war das schon immer ein Sport, der dich interessiert hat?

00:03:58: Ich habe selber ganz intensiv Volleybal gespielt.

00:04:00: ich war sogar in der westfälischen Jugendauswahlmannschaft.

00:04:04: da mussten wir immer in Witten zum Training anmarschieren und mit fünfzehn hab' ich aber die Finger davon gelassen.

00:04:10: Erstens ich bin nur eins-ein-siebzig groß!

00:04:12: Der Vorteil war...ich war schnell auf dem Boden.

00:04:15: Also ich war sehr schnell.

00:04:18: Aber dann, weiß ich nicht, kam auch so ein bisschen das Interesse für Jungs ins Spiel und dauernd so hart trainieren – das war mir zu viel!

00:04:26: Also bin ich beim Bottrop-Wolleyball Sportverein geblieben und da haben wir ja so auf Landesliganiveau gespielt.

00:04:34: Du bist in Bottrop aufgewachsen, du hast dort einen Abitur gemacht und zum Journalismus bist du glaube ich noch nicht direkt gekommen?

00:04:42: Du hast dann erstmal mit einem Lehramtsstudium begonnen.

00:04:45: Ja, ich habe mich nicht getraut.

00:04:46: Ich hatte einfach mir einen Test besorgt.

00:04:48: Damals gab es ja noch kein Internet.

00:04:50: Das war alles mit Aufwand verbunden.

00:04:52: Einen alten Test zur Aufnahmeprüfung in der Henring-Lannen-Schule besorgt und dort konnte ich so eine Frage wie zum Beispiel wer war der baden-württembergische Ministerpräsident im Jahr nineteenhundertsechzig?

00:05:08: Wusste ich nicht!

00:05:09: Und da hab' ich mir gedacht das schaffst du nicht.

00:05:14: Man muss sich ja vorstellen, ich komme aus Bottrop.

00:05:17: Das ist relativ... das war eine Großstadt aber das ist schon so ein sehr geschützter Raum in Anführungsstrichen und für die große Welt war ich noch nicht so richtig bereit.

00:05:28: Ich war auch nicht selbstbewusst genug glaube ich zu dem Zeitpunkt Und habe deshalb einfach das studiert In der Mangelung anderer Ideen was ich in der Schule gut konnte.

00:05:41: Ja du hast Sozialwissenschaften studiert Germanistik Spanisch, so viel ich weiß auch.

00:05:46: Du bist später dann in die Sonderpädagogik gewechselt.

00:05:49: Was hast du denn aus dieser Studienzeit mitgenommen das dich bis heute prägt?

00:05:54: Also die Liebe zu Büchern ist geblieben.

00:05:56: Ich habe wahnsinnig viel gelesen und lese auch immer noch sehr viel.

00:06:01: Ich habe mitgenommen dass das Fach Sonderpedagogik speziell In meinem Beruf als Moderatorin Redaktionsleiterin Und auch Firmenchefin Sehr hilfreich ist weil es doch den Blick auf die Menschen schärft mit ihren Schwächen und zwar auf eine akzeptierende Art und Weise schärft.

00:06:19: Und das war schon hilfreich, also auch im Umgang mit etwas schwierigeren Charakteren oder unterschiedlichsten Typen hilft es einfach.

00:06:28: Ich habe ja ungefähr in meiner Firma knapp zehntausend Menschen gecastet und da hilft es sehr einen guten Blick für Menschen zu haben und empathisch zu

00:06:41: sein.".

00:06:42: Ja, die Empathie fehlt natürlich vielen auch im Medienbusiness.

00:06:45: Das ist immer gut wenn man Leute hat, die ja auch so ein bisschen mit Menschen gut umgehen können.

00:06:49: das konntest du immer?

00:06:50: Du hast später dann irgendwann auch beim WDR gejobbt.

00:06:53: nebenher wie bist du denn zum Journalismus gekommen?

00:06:58: Ich hatte einen Studentenjob als Probekandidatin.

00:07:01: da habe ich für Jürgen von der Lippis Shows die Spiele getestet.

00:07:05: im Studio Die mussten ja die Abläufe checken ob das Timing stimmt und so weiter.

00:07:12: Und da bin ich wohl Jürgen von der Lippe aufgefallen, weil ich gerade bei den wortlastigen Spielen immer sehr pfiffig war.

00:07:20: Und auch sonst relativ schlagfertig agiert habe und hat mich dann gefragt ob ich nicht bei ihm Rechercheurin werden will?

00:07:28: Dann hab' ich gesagt, ich weiß zwar nicht was ich machen soll aber ich mach's!

00:07:32: Und dann wurde ich so zu einem kleinen Trüffelschweinchen, weil wir die Aufgabe hatten.

00:07:38: Verrückte... außergewöhnliche Menschen zu finden.

00:07:42: Und das war ja ohne Internet damals gar nicht so einfach, ich habe bestimmt siebzig Zeitungen die Woche gelesen also von Sankt Paulies heißer Mädchen Draht bis bunte Revue alles was der Blätterwald her gab lag bei mir auf dem Tisch in der Hoffnung irgendwie Menschen zufinden, die etwas Außergewöhnliches tun denken oder machen.

00:08:03: und das war mein Job.

00:08:04: dann bin ich zu den Menschen hingefahren hab ein Video erstellt mit Riesigen Videokamera, die wohbt bestimmt zwanzig Kilo und einem riesigen Stativ.

00:08:14: Und dann war ich im Prinzip Handlungsreisende in Sachen Fernsehen.

00:08:18: Was glaubst du denn?

00:08:19: haben sie in dir erkannt dass du selbst damals vielleicht noch nicht so klar gesehen hast?

00:08:23: Du hast ja nicht nur mit Jürgen von der Lippe zusammengearbeitet, du bist später auch auf Rudi Carell schon dem Mohl getroffen.

00:08:29: Das hing damit zusammen.

00:08:31: Ich selber habe mich gar nicht vor der Kamera gesehen, muss ich ehrlich sagen das war auch viel zu weit von mir entfernt weil ich dachte immer man muss mindestens dreißig Jahre über Deutschlands Bühnen gejagt sein um die Chance zu bekommen im deutschen Fernsehen der heiligen Kuh aufzutreten.

00:08:46: und ich hatte mir ein Castingsystem überlegt.

00:08:53: Parallel zum WDR habe ich auch bei RTL gearbeitet, hab aufgehört zu studieren im achten Semester und hab gedacht so das ist jetzt hier dein Leben.

00:09:03: Und ich habe auch ganz gut verdient es gehört ja auch ganz wohl dazu und hab mir dann ein Castingsystem überlegt weil die Art und Weise wie bei RTl die ja noch in den Anfängen waren gestaltet worden sind wir nicht so zugesagt haben.

00:09:21: zum Thema Empathie.

00:09:23: Und dann habe ich einfach gefragt, sagen wir mal wie viele Leute müsst ihr euch angucken?

00:09:28: Das war die Show kein Tag wie kein anderer.

00:09:33: Wie viel Leute müsst Ihr euch ang gucken um einen guten Kandidaten zu bekommen?

00:09:36: Dann hat der Redaktionsleiter mir gesagt ja so sechs Leute müssen wir schon gucken also ein Verhältnis eins zu sechs.

00:09:43: und dann hab' ich gesagt mit meinem System müssen wir uns nur noch drei Leute angucken um einen Guten zu finden.

00:09:49: Dann sagt er ja dann schreibt das mal auf wie du dir das vorstellt.

00:09:52: Dann habe ich ein Konzept geschrieben.

00:09:54: Ich habe für unsere potenziellen Kandidaten einen sehr ausführlichen, sehr psychologisch, finde ich durchdachten Fragebogen geschickt.

00:10:04: Ich hab sie alles im Vorfeld Wochen vor dem Casting.

00:10:08: Ich haben da um ein Foto gebeten und ich wollte gern dass die Leute sich ein bisschen Mühe geben auch ehrlich Antworten in den Frageboden.

00:10:16: Da waren dann so Fragen dabei Was sind Ihre größten Ängste?

00:10:20: Was in Ihrem Leben hat Ihnen am meisten Freude bereitet?

00:10:26: Wovon träumen Sie in Ihren Leben noch solche Geschichten, habe ich da irgendwie gemacht.

00:10:30: Damit man auch für das Interview angenehm für den Moderator interessante Fragen stellen kann und nicht so dieses Ableiern von Facts sondern eher so Haltung, Gedanken... Und Ich habe totale Transparenz eingeführt!

00:10:45: Das bedeutete erstens Die alle Kandidaten haben eine Sendung zu sehen bekommen.

00:10:51: Also die haben wir da abgespielt, dann kein Kandidat wartet länger als fünfzehn Minuten.

00:10:56: es gibt zu essen und trinken jeder kandidat wird mit Vor- und Nachnamen angesprochen bei jedem Kandidatin gibt es eine andere Eingangsfrage und jeder Kandidate bekommt ein Kompliment egal was das ist oder sind.

00:11:10: aber schöne Schuhe haben sie neue Ohrringe?

00:11:12: waren Sie beim Friseur?

00:11:13: heute sieht die Haare sitzen so schön Da kann man sich ja etwas einfallen lassen.

00:11:18: Und das hatte dann so einen großen Erfolg, dass sich plötzlich die Casting Queen wurde und John de Mool sein erstes Büro in Kölner öffnete.

00:11:26: Und Mangels Infrastruktur mich anrief um zu fragen ob ich nicht sechshundert Kandidaten in drei Monaten besorgen könnte für eine Show.

00:11:33: dafür musste ich laut Milchmädchenrechnung tausend achtundat Menschen aus unterschiedlichen Entfernung zum Studio gestaffelt casten.

00:11:44: Da habe ich mir, ich hab voll in die Faust gebissen.

00:11:46: Hab gesagt ne es ist kein Problem!

00:11:49: Ich hatte da gerne, ich war ja nur one woman shop.

00:11:52: Und dann habe ich meine Freundin Annette Pisacane angerufen von der ich wusste dass sie in ihrem Job in einer Filmproduktion nicht so glücklich war und hab gesagt Annette wir machen eine Firma.

00:12:02: Dann hat sie gesagt das machen wir Wir sind losgegangen haben fünfzehn Euro beim Gewerbeamt bezahlt zwei Flaschen billigen Sekt gekauft und den erstmal vernichtet.

00:12:14: Und so startete dann eigentlich eine sehr, sehr schöne Erfolgsgeschichte.

00:12:18: Wir waren innerhalb von einem Jahr auf dreißig bis vierzig Leute angewachsen und haben alles gecastet was nicht bei Dreihofenbaum war.

00:12:26: also das war schon ne schöne Zeit und ist lange her.

00:12:30: aber toll war es und im Zuge dessen musste ich Warming-Ups machen.

00:12:35: damals gab es den Berufsstand des Warming Appers noch nicht.

00:12:38: Das habe ich einfach so spontan gemacht Und da war John de Moul, da war Rudi Carell.

00:12:42: Das war für irgendeine Show die wir gekastet hatten und die sind dann so auf mich aufmerksam gebronnen.

00:12:49: Also dann warst du eine der Vorgängerinnen des sehr geschätzten Christian Oberfuchs-Huber, der auch schon bei mir im Podcast war.

00:12:55: Ja, den kenne ich doch auch sehr gut!

00:12:56: Na klar das dachte ich mir, wer kennt Christian nicht?

00:12:58: Der ist ja in allen großen Sendungen auch ein Dauergast... Die Fuchs- Huberin!

00:13:03: Ja die Oberfuchshuberin wie wir sie nennen oder die nennen.

00:13:07: Ja der Christian ist ein super Typ und aber das war er.

00:13:10: Er hat

00:13:11: geheiratet und uns

00:13:12: beweiligt

00:13:12: mit einem Mann und hat mir ganz begeistert von der Hochzeit erzählt.

00:13:16: es muss wohl sehr schön gewesen sein

00:13:18: Ja, das habe ich auch gehört.

00:13:20: Also er war bei mir vor einiger Zeit zu Gast und ist wirklich eine sehr, sehr klasse gegenüber der auch schon sehr viele gute Geschichten zu erzählen hat weil ja auch mal Kandidat bei der Preise ist heiß, bei Harry Weinfort, der demnächst bei mir zu Gast sein wird.

00:13:31: also die Welt ist klein Aber die Zeiten damals waren ja noch andere, ARD und ZDF.

00:13:37: Die standen für Verlässlichkeit und für Rituale Und die privaten Sender du hast es ja schon erwähnt mit RTL war noch ganz neu.

00:13:43: Sie standen dann auch so ein bisschen für Tempo Emotionalität Für neue Erzählform und die hast Du ja ihnen auch verliehen nämlich mit einem Format.

00:13:51: das muss anfang der neunziger Jahre gewesen sein.

00:13:54: zwei-neinzig drei-neunzig verzeihen hier

00:13:57: bei RTL.

00:13:57: Ja tabu bruch pur Tabu tabu tabuu alles musste gebrochen werden.

00:14:03: RTL wollte unbedingt Aufmerksamkeit erregen, um gegen die öffentlich-rechtlichen bestehen zu können und haben es – ich sage das mal – eine Geschmackspolizeistand nicht gerade vor der Tür.

00:14:15: Aber John de Mol hatte mich gefragt, Ulla kannst du dich vielleicht auch selbst mal kasten?

00:14:19: Ich halte dich für viel zu tuff, für diese Sendung.

00:14:22: verzeihe mir aber ich möchte mal sehen wie du das

00:14:27: machst.".

00:14:28: So und das habe ich dann erledigt.

00:14:31: Ich habe immer noch Angst, dass du zu taft bist.

00:14:33: Aber ich glaube, dass Du die richtige wärst und in der ersten Sendung ist es tatsächlich passiert.

00:14:39: Ich glaub' ich war drei Oktaven höher in meiner Stimme vor lauter Aufregungen.

00:14:45: Ja man muss mal so eine Treppe runter kommen, ne?

00:14:47: Unfallfrei!

00:14:49: Und dann hatte ich meine erste Kandidatin, die erzählte mir ihre Geschichte und ich musste sofort weinen... ...und ich sah hin John Demmol wie er so einen Bäckerschaffel machte.

00:15:00: Die ist weich genug.

00:15:01: Und das war natürlich ein Tabu-Bruch par excellence, weil im Fernsehen durfte wenn überhaupt nur aus Freude geweint werden aber nicht aus Bedauern oder Reue.

00:15:13: und dass in der Presse bekam ich schreckliche, schreckliche, schrägliche Kritiken die Heulsuche der Nationen und die Leute irgendwie ziehen ihre Hosen aus und was auch immer.

00:15:27: Aber das Publikum war begeistert also die Leute, ich wurde echt zu so einer Kummerkastentante.

00:15:33: Also auch beim Griechen um die Ecke, ne?

00:15:36: So... Ich hab Sorge mit meiner Tochter, kannst du mir helfen?

00:15:39: und so ganz süßt!

00:15:41: Und da kommt wieder die heimliche Sonderpädagogin in mir raus.

00:15:45: Ich sah darin auch gar nichts Schlimmes.

00:15:49: Ich bin katholisch erzogen.

00:15:50: Da gehört Reue irgendwie wirklich zur DNA ja.

00:15:57: Insofern nach zwölf Folgen hatte ich dann die Faxendicke.

00:16:00: Dann wollte ich nicht mehr so doof in der Presse beschrieben werden und hab zufälligerweise dann die Hunderttausend Marks schon

00:16:07: entdeckt.

00:16:07: Über die wir gleich noch länger sprechen werden, denn mit der bin ich natürlich... naja natürlich ist das nicht aber mit der Bin Ich aufgewachsen also somit auch mit Ula Kokkan Brink, die aber noch jugendliche fünfundvierzig aussieht.

00:16:21: Verzei mir, wir müssen noch mal über dieses Format sprechen.

00:16:23: Denn die Moderatorin sucht ihr im Auftrag von verwandten Menschen, die jahrelang nicht gesehen wurden und weil du das erwähnt hast mit den Tränen... Das muss man ja heutzutage erst einmal jemandem erzählen, dass man sich dafür rechtfertigen muss, tränen zu lassen im Fernsehen für eine sehr emotionale Geschichte.

00:16:39: Dafür muss man sich doch nicht schieben!

00:16:41: Heute ist vor allem Schreien angesagt?

00:16:43: Nicht so diese ganzen Reality-Formate, denke ich.

00:16:48: Ohne Beschimpfung, Beleidigung, Demütigung und Schreien geht heute nichts

00:16:52: mehr.".

00:16:53: Ja das mag wohl sein!

00:16:54: Und ein großer Fan der Sendung war nämlich der sehr geschätzte Kollege Oliver Kalkofe.

00:17:02: Der hatte die Sendungen auch gleich nach der ersten Folge in seiner Sendung.

00:17:08: Wie fühlte man sich denn da als Gastgeberin im Moderator?

00:17:13: Also ich hab mit Olli, wir sind Freunde.

00:17:16: Und natürlich habe ich mir das angeguckt und musste furchtbar lachen weil der Olli einfach so klasse ist.

00:17:22: Der bringt die Sachen so schön auf den Punkt.

00:17:25: Ich finde über sich selbst zu lachen ist eines der besten Mittel für Resilienz.

00:17:36: Das hat mir nichts ausgemacht.

00:17:38: er hat mich dann auch interviewt Und hat dann auch so gesagt, ja die Frau knapp im Schritt ist am Telefon und ich musste so lachen.

00:17:45: Ich habe gesagt, der Herr Kackhoden ist auch vorhanden.

00:17:49: Seitdem sind wir kumpels!

00:17:51: Und er sagt einfach was er an mir mag... ...ich wusste das Kompliment jetzt einfach mal zitieren.... ...ist dass ich mich nicht so wichtig nehme.

00:18:01: Weil es war früher ja wenn du Fernsehmoderatorin oder Moderator warst dann warst du wichtig.

00:18:09: Und ich habe immer gesagt, Nö!

00:18:11: Ich bin wichtig und das Format ist

00:18:12: wichtig.".

00:18:14: Das ist sehr hilfreich im Umgang auch mit dem ganzen Theater.

00:18:19: Ja dieses Theater, dass es eine Welt für sich... Du hast später ein Format moderiert, das mußt neunzehntunderts sechsundneunzig, siebenundneinzig ungefähr gewesen sein bei der die Kandidaten aus einer Badewanne möglichst genau zehntausend Marker rausholen mussten.

00:18:33: Wie oft hast du das denn zu Hause geübt?

00:18:35: Gar nicht Ich übe doch nicht Geld zählen zu Hause in der Badewanne.

00:18:41: Ich bin ja nicht mehr im Klammerbeutel gepült.

00:18:43: Nein, nein, nein!

00:18:44: Also ich habe die Spiele bei der Hunderttausend-Marktow unheimlich gerne den heißen Draht gespielt.

00:18:50: Alle anderen Spiele durfte ich nicht spielen aus versicherungstechnischen Gründen.

00:18:56: Ja, ich schwäche über die Glücksritter – das war eine RTL Show, bei der auch die Glucksritter, also die Kandidaten, das waren glaube ich drei gegeneinandergespielt haben um am Ende einen Wunsch erfüllt zu bekommen und der beste Schätzer durfte dann in der Las Vegas-Runde an zweihundert einarmigen Banditen sein Stadtkapital erhöhen.

00:19:14: Das hört sich sehr aufwendig auch heran!

00:19:17: Ich weiß das nicht mehr, ehrlich gesagt.

00:19:19: Okay also ich habe das auch nur natürlich so ein bisschen mitverfolgt und es gibt ja einige Videos die man sich heute noch ansiegen kann.

00:19:26: Ich will nur damit sagen... Die Shows zu dieser Zeit in den neunziger Jahren waren ja vom Aufwand her ein Vielfaches wenn man sich die heutigen Formate anschaut.

00:19:35: Ja, das stimmt.

00:19:36: Heute wird sehr viel redaktioneller gedacht.

00:19:38: also wenn ich mir zum Beispiel die von mir sehr geschätzte werstil mir die Show anschaue.

00:19:44: Das ist wirklich ein schönes Format gefällt mir total gut.

00:19:48: dann merkt man dass vor allem eben diese Quiz-Elemente und die Wortgeschichten und bisschen Erfindungsreichtum im Vordergrund stehen und keine Action Weil die Action-Spiele waren buddy and brainmäßig, das war auch die Zeit damals.

00:20:03: Wir dürfen nicht vergessen, neunundachtzig Mauerfall und danach hieß es dann wenn du dich anstrengst wird was aus dir.

00:20:10: Das war ja das Credo und blühende Landschaften schaffen und der ganze Unsinn.

00:20:14: Und das war aber der Zeitgeist so leiste etwas, dann dürste was!

00:20:18: So ganz altmodisch eigentlich... Bei der Hunderttausend Markshow war diese schöne Kombination aus Body and Brain irgendwie ganz gut gelungen, auch dramaturgisch gut aufbereitet und sehr liebevoll produziert.

00:20:30: Ja, liebevoll produziert waren viele deiner Shows.

00:20:33: Den ganzen Deutschland hatte ich zu dieser Zeit ja kennengelernt, lieben gelernt und du hast eine Sendung moderiert die mich so ein bisschen verfolgt.

00:20:41: und ich spreche noch nicht von der Einhunderttause Markshow nämlich von einer Samstagabendshow.

00:20:45: und ich muss dazu kurz ausholen.

00:20:47: das Thema Lotto und Glück verfolgt auch mich in meinem Podcast, den ich hatte.

00:20:51: Franziska Reichenbacher war kürzlich bei mir zu Gast die Lotto-Film der ARD.

00:20:56: Dann hatte ich Lutz Trabalski Bei mir.

00:20:58: ist er erst der Großgewinnberater von Lotto Berlin, der eben diese Lotto Gewinner bei sich im Büro in Berlin begrüßt und sie so ein bisschen berät.

00:21:06: Ja genau!

00:21:07: Diese Chicos aus dem Ruhrgebiet Und auch die etwas bodenständigerin Berliner.

00:21:13: Und dann hatte ich vor einigen Tagen Holm Dressler bei mir, von dem ich dich auch ganz lieb grüßen soll.

00:21:18: Danke, da freue ich mich aber.

00:21:20: Ja?

00:21:21: Mit dem dich ja auch eine gemeinsame Geschichte indirekt verbindet über diese Entstehung der Shows und der Samstagabendspielshow Die Lotto-Show Ende der neunziger Jahre.

00:21:31: Jetzt muss ich mal ganz kurz fragen Ich bin ja an der Quelle Botrop Botrop Kircheln.

00:21:35: Ist diese Lotto Show eigentlich damals in NRW produziert worden?

00:21:39: Die ist im Warner Brothers Movie Park, so hieß der damals.

00:21:43: Tatsächlich dort produziert worden.

00:21:44: wir saßen unsere Büros waren Blechcontainer und was ich nie vergessen werde wir konnten nur flüstern weil das war so hellhörig da.

00:21:54: also wenn mal irgendwie eine kritische Situation war dann aber es war sehr schön.

00:22:03: Also weil ich war wieder mit dem WDR-Team zusammen, die ich ja aus früheren Zeiten anerkannte und das war ganz interessant.

00:22:10: Der Produktionsleiter der Bernd Tillmann kam zu mir so ein ganz gemütlicher Typ roter Pulli, so ein bisschen Beuchlein und wackelte hin und her und hatte mich seit sechs, acht Jahren nicht mehr gesehen und er kannte mich ja nur als Rechercheurin.

00:22:28: vom WDR kam er und sagte, Ola lass uns mal einen Kaffee trinken.

00:22:31: Dann bin ich mit ihm einen Koffe trinken gegangen, aber ich sag Bernd, ich erzähle dir jetzt einen schönen schweinischen Witz!

00:22:37: Und dann brüllte er in die Runde, Olla hat sich nicht verändert ist alles gut!

00:22:42: Die hatten alle Schiss, dass ich irgendwie abgehoben bin oder sowas.

00:22:46: Ja kann ja passieren.

00:22:48: Aber wenn man das gesunde Selbstbewusstsein hat oder die gesunde Selbstvernehmung, also das ist ja nicht passiert offenbar?

00:22:53: Wenn du dann auch schon so offen darüber schwichst... Also Der heutige Moviepark Germany, auch da haben wir wieder eine gemeinsame Verbindung.

00:23:00: Denn im Movie Park Germany in Bodropkirch-Hellen habe ich erst sechs Jahre lang eine Handtaschen-Weitwurffeldmeisterschaft organisiert mit dem Kollegen Manuel Prosotowicz von MoviePark der wahrscheinlich auch ein Begriff sein wird.

00:23:13: Nee!

00:23:13: Er sagt mir im Moment leider nichts das ist aber vielleicht auf der Zeit geschuldet.

00:23:18: wie groß durften die Handtashen denn sein?

00:23:21: Da hatten wir Handthaschen.

00:23:22: für die Frauen waren glaube Ein Kilo und für die Männer zwei Kilo, die waren mit Sand befüllt.

00:23:27: Es gab tatsächlich verschiedene Wurftechniken... ...und die Weltmeistertechnik war der kurz angebundene Kurbelwurf!

00:23:36: Allein dazu Wort verdienten, Oskar?

00:23:39: Und diese Weltmeisterschaft habe ich von zwölf bis zweitausendsechzehn im Moviepark gemacht.. ..und da kam immer wieder auch mal das Thema auf Mensch.

00:23:45: Hier gab es doch mal die Lotto-Show mit Ula Kokam Drink.

00:23:48: Das hat sich dann heute für mich mal geklärt.

00:23:50: Das war ja dann auch für dich ein Katzensprung nach Hause

00:23:52: oder?!

00:23:53: Ja, ich habe sogar versucht bei meiner Mutter zu schlafen.

00:23:57: Aber das hat nicht funktioniert weil sie so aufgeregt war und dauernd mit roten Flecken durch die Hausschlicht... Weil sie mich um Gottes Wille nicht stören wollte und das war dann anstrengend für mich.

00:24:10: Also wenn Mütter immer mit einer Leidensmine durch die Gegend rennen, weil Sie glauben dass sie stören.

00:24:18: Ich bin dann doch ins Hotel!

00:24:20: Ja, ja.

00:24:21: So und jetzt müssen wir über diese eine meiner Lieblingssendungen im deutschen Fernsehen sprechen auf die du wahrscheinlich jeden Tag fünfmal angesprochen wirst.

00:24:28: ganz Deutschland noch immer nach vielen Jahren die einhunderttausend Markshow.

00:24:33: Welche Erinnerungen hast Du denn an dieser Zeit?

00:24:37: Das waren meine absoluten Lehrjahre.

00:24:41: also ich habe dort unfassbar viel gelernt.

00:24:44: Die Ausgangssituation war für mich Denkbar schwierig.

00:24:48: Ich war eine deutsche Moderatorin in Holland, in Höversum.

00:24:52: Hundertdreißig Teammitglieder alles holländisch und das Erste was ich gemacht habe war die Sprache zu lernen.

00:24:59: Und da ich hab erst mal einen hollandischen Kurs gemacht weil ich mitreden wollte im wahrsten Sinne des Wortes.

00:25:08: Die zweite Geschichte war dass wirklich Anfängerin war und die hundertausend Markshow ist Kopfballett pur, weil ich keinen Telepompter benutzt habe.

00:25:17: Ich bin zu stolz.

00:25:18: dafür musste ich mir halt den ganzen Kram merken.

00:25:22: das heißt Auftritt dreißig Sekunden in Kamera zwei halbe Drehung nach rechts in Kamera zwölf Und dazu den Text.

00:25:32: gar nicht so einfach

00:25:34: Nee bis sich so ein natürliches Verhältnis zu dem Kameras hatte und auch zu den Wegen und Abläufen.

00:25:42: Das hat echt gedauert, ich musste wahnsinnig viel pauken um da bestehen zu können aber mit der Zeit wurde das gut.

00:25:50: Wir haben den Piloten getreten Und dann also Mit dem piloten sollte entschieden werden ob die Sendung produziert wird oder nicht und es sollte ja eigentlich auch ein Mann moderieren.

00:26:03: Ich weiß sogar wer Aber das sage ich jetzt hier nicht.

00:26:06: Und ich wusste, dass RTL gerne einen exklusiven Vertrag mit mir abschließen wollte.

00:26:12: Ich wusste auch, dass John de Mulle das eigentlich gerne wollte.

00:26:15: und dann bin ich zu John und hab gesagt wenn du mir diese Show besorgst, dann unterschreibe ich bei dir!

00:26:22: So habe ich die gekriegt.

00:26:25: In diesem Studio-Zweiundzwanzig des Media Parks in Hilversum mussten dann in jeder Sendung vier Paare gegeneinander antreten Sehr berühmten Hindernis, Parkour der auch schon sehr aufwendig aussah und da fieberte man wirklich mit den Kandidaten mit.

00:26:41: Wer war denn eigentlich aufgeregter?

00:26:43: Die Kandidate im Studio oder die Moderatorin hinter dem Kulissen?

00:26:46: Also zeitweise war die Moderatoren aufgereger als die Kandidaden weil sie ein höchstmaß an Konzentrationen aufbieten mussten.

00:26:53: und wenn man so konzentriert ackern muss, dann vergisst man irgendwann die Aufregung.

00:26:59: Und bei mir hat sich das gelegt so ich würde sagen mit dem ganz hohen Puls ab Show fünf würde ich sagen also da wurde es ein bisschen aber der Auftritt also durch den Tresor herauszukommen das war für mich immer Alarmstufe rot.

00:27:19: Weil auch diese energie vom publikum das ist schon was schönes ja muss ich sagen, dass trägt einen schon ganz ordentlich.

00:27:27: Und ich habe sehr sehr sehr nah am wasser gebaut und ich musste mal aufpassen die anfangen zu holen.

00:27:33: Das war ein bisschen tricky aber abstatt fünf ging's dann

00:27:39: okay.

00:27:39: da ging es dir.

00:27:40: wie vielen zuschauern.

00:27:41: da gab es dieses eine spiel der musste einer der partner auf einer art gapel stapler stehen der andere den der andere steuerte den Draht mit einem Ring durchfahren.

00:27:50: Wir sprechen also von diesem zweiten Finalspiel der heiße Draht und ich erinnere mich an meine Eltern, die mit mir zu Hause vor dem Fernseher saßen und kurz vor dem Herzinfarkt standen.

00:28:01: Gab es da auch mal Leserbriefe von Zuschauern?

00:28:03: Die sich beschwert haben dass das einfach zu aufgeregt für sie war oder zu aufregend.

00:28:10: Meines Wissen nach hat sich kein Zuschauer darüber beschwert.

00:28:13: also worüber sich mal ein Produzent bei mir beschwert hat Der hat gesagt, es ist so eine Schweinerei.

00:28:21: Es ist nicht auszuhalten!

00:28:23: Du treibst die Spannung so hoch beim Autofiel?

00:28:26: Du machst dann immer so Pausen.

00:28:28: das bringt mich um!

00:28:33: Nein, aber es war nicht böse gemeint.

00:28:35: also okay.

00:28:36: Ja du hast die Sendung ja von Oktober three-neunzig bis April nineteenhundert achtund neunzig modelliert und Gab es einen Wechsel in der Moderation?

00:28:46: Es gab dann im Jahr zwei Tausend acht nochmal eine Neuauflage mit Inkarbause und dann noch mal im September, zwanzig unter dem Titel die einhunderttausend Markshow glaube ich war's wieder.

00:28:58: Da hast du die Moderation da nochmal übernommen.

00:28:59: Ich erzähle oder frage das weiß ich ja die Zeiten ändern.

00:29:03: Und natürlich...ich nehme mal an für dich war damals Die Relevanz wichtiger als die Reichweite Das ist heute ja so'n bisschen anders.

00:29:12: Also man hatte natürlich gute Quoten.

00:29:14: aber Was war denn für dich zu dieser Zeit immer das Wichtigste?

00:29:18: Das Wichtigeste war, dass ich die Show gut präsentiere.

00:29:22: Weil ich repräsentiere die Arbeit des Teams!

00:29:25: Das sind hundertdreißig Leute, die hart arbeiten... ...die ganz exakt darauf achten müssen, dass alle Abläufe stimmen und dass die Spiele funktionieren.

00:29:34: Und wenn ich dann eine schlechte Figur mache, dann schätze ich deren Arbeit nicht.

00:29:40: Also das ist so meine Arbeitseinstellung grundsätzlich dass ich sage, es geht hier nicht um mich.

00:29:44: Es geht um die Leistung des gesamten Teams und ich repräsentiere deren Arbeit – nicht mehr aber auch nicht weniger.

00:29:52: Und deshalb gebe ich mir mal größte Mühe egal was ich mache, auch wenn ich auf dem Dorf irgendwas moderiere.

00:29:57: Ich gebe mir immer Mühe und ich bereite mich auch immer vor weil sonst kannst du den Beruf ja knicken!

00:30:04: Dann kannst du ja irgendetwas anderes machen.

00:30:07: Aber da muss man so ein bisschen Verantwortung zeigen finde

00:30:11: Ja, das Fernsehen damals war ja ein gemeinsames Erlebnis.

00:30:13: Da saßen Familien zusammen vor einem Gerät.

00:30:16: Es gab kein Streaming, keinen später Schauen.

00:30:18: also entweder man saß eben vor der Kiste abends um viertel nach acht oder man hatte Pech.

00:30:23: vielleicht gab es noch eine Wiederholung.

00:30:25: da gab's auch kaum Ablenkung auf dem Handy.

00:30:27: Gabs denn für dich einen Moment in dem dir bewusst wurde wie viel Projektionsfläche Fernsehen bietet?

00:30:36: Boot würde ich sagen!

00:30:37: Also die Zeiten sind vorbei.

00:30:40: Als Projektionsfläche taugen Frauen ganz besonders gut.

00:30:44: Das habe ich mehrfach erleben dürfen in meinem Leben, also... Ich bin sehr froh, dass ich in diesen Social- oder Ass-Social-Mediazeiten nicht mehr so präsent bin im Fernsehen.

00:30:59: Ich finde es schon sehr anstrengend was die Leute sich erdreisten wenn sie anonym sein dürfen und bei mir war das noch so, daß ich Briefe bekommen hab Aber keine Hassbriefe, also gar nicht.

00:31:11: Ganz viele Fan-Briefen und natürlich projizieren die Menschen vielen hinein oder interpretieren auch viel hinein aber das ist deren gutes Recht.

00:31:21: in dem Moment wo ich mein Gesicht vor die Kamera halte muss sich damit rechnen dass irgendjemand meine Nase nicht passt oder... Und da stecke ich locker weg!

00:31:30: Also das ist easy.

00:31:32: was nicht easy ist, ist Häme Bösartigkeit oder Bösartigkeit heißt es.

00:31:41: Oder ebenso Unfachliches, wenn ich zum Beispiel fünfmal Versprecher habe in einer halben Stunde dann werde ich zurecht kritisiert.

00:31:50: Wenn ich aber keinen Verspreche habe, aber der Zuschauer sagt die Hose hat aufgetragen das ging werfig über die Schulter.

00:32:01: ja also Das ist völlig, völlig absurd teilweise.

00:32:06: Und heute ist es glaube ich richtig schlimm für die Seele derjenigen, die sich noch trauen, ihre Gesichtskamera zu halten.

00:32:14: Na ja, die Moderatorinnen damals bekamen Fanpost auf Papier.

00:32:18: Ja natürlich!

00:32:19: Da gab es dann teilweise Säckeweise Briefe handgeschrieben vielleicht mit der Schreibtmaschine.

00:32:24: da gab's auch vielleicht mal ein Parfüm oder einen Glitzer im Brief.

00:32:27: Das hat sich heute komplett geändert.

00:32:29: Was hat denn die Popularität mit dir gemacht und was hast du ihr bewusst nicht erlaubt?

00:32:32: Also du hast schon auch dieser Hasskommentare erwähnt, die ja heute irgendwie gang und gäbe sind, da die Anonymität zugenommen hat.

00:32:38: das war damals jetzt nicht so der Fall

00:32:40: Nein gar nicht.

00:32:41: aber Die Popularität hat mir eines gelehrt.

00:32:49: Und zwar, ich gebe keinem einzigen Menschen die Macht darüber zu bestimmen welches Leben ich führe wie ich das Leben führe und wie Ich mich fühle.

00:33:03: Das weiß ich von mir weil ich das von mir weisen muss sonst gehst du kaputt in den Job.

00:33:08: Ja

00:33:09: Du hast einen immensen Stressfaktor wenn du produzierst.

00:33:13: Und um das alles aushalten zu müssen, muss ich mich auch von meiner Position als Moderatorin oder Projektionsfläche distanzieren.

00:33:24: Ich definiere mich nicht über den Job!

00:33:25: Ich definier' mich über die Privatperson Ola Kockerbrink und über mein Umfeld, über meine Familie.

00:33:32: Das ist das was das wahre Leben ausmacht und das was ich in den paar Stunden im Studio leiste.

00:33:41: Das ist mein Beruf, aber der definiert doch nicht meinen Wesen.

00:33:46: Nein, definitiv nicht!

00:33:47: Aber die Kritik... die ich erreichte zu dieser Zeit.

00:33:51: Die kam ja so ein bisschen zeitverzüge und über die Presse, Überbriefe.

00:33:55: Da gab es wahrscheinlich mehr Ruhe aber auch weniger Möglichkeit zur direkten Einordnung.

00:34:00: Man wurde erschlagen von dieser Mediengewalt.

00:34:04: wenn sich erst mal einen Journalist auf den Moderator eingeschossen hatte dann bei den wenigen Sendern oder wenigen Formaten die im Mittelpunkt standen hatte man's wahrscheinlich nicht so leicht.

00:34:15: Das meine ich auch damit dass der Stress Faktor, ein ganz extremer war und ich habe aber einen Weg gefunden mich davor zu schützen.

00:34:24: Weil sonst... Ich bin da auch zu sensibel für.

00:34:28: Ich muss mich schützend vor diesen Bösartigkeiten und Angriffen und natürlich analysiere ich auch dabei.

00:34:38: Hat er vielleicht recht oder sie?

00:34:41: Aber ich bin klug genug um zu wissen was zutreffend ist und was nicht passt Und das ist sehr hilfreich in meinem Leben gewesen.

00:34:51: Du hast ja das klassische Fernsehen geprägt und den Wandel miterlebt, was ist denn deiner Meinung nach verloren gegangen?

00:34:57: Was vielleicht auch gewonnen worden?

00:35:00: Ich glaube Originalität ist ein bisschen verloren gegangen.

00:35:04: die Leute trauen sich auch nicht mehr so einfach freie Schnauze zu sprechen weil sie bei jedem anti-woken vermeintlich Anti woken Worten Shitstorm kassieren.

00:35:18: Und obwohl wir alle wissen, dass eine sehr gut strukturierte aber dennoch vorhandene Minderheit die Cancel Culture vorantreibt sind dennoch alle davon beeinflusst und das finde ich sehr schade.

00:35:35: Weil Originalität hat oft was mit Humor zu tun, mit Überschreitungen, mit Überspitzung.

00:35:44: auch Nicht jeder, der einen Witz macht, macht sich strafbar.

00:35:51: Ja?

00:35:51: Das ist ja mittlerweile so...

00:35:55: Ich glaube wir haben das ein bisschen verlernt auch miteinander in den Dialog zu gehen auch mal andere Meinungen zuzulassen ohne das Gefühl zu bekommen dass man den gegenüber persönliche angeht.

00:36:05: Denn darum geht es nicht in einer Diskussion auch wenn man unterschiedliche Meinungen hat.

00:36:10: Aber dieses permanente beleidigt sein oder sich fühlen wie immer Das ist, finde ich eine sehr gefährliche Entwicklung.

00:36:19: Weil es gar nicht mehr darauf ankommt dass sich in Kontakt trete mit Andersdenkenden sondern es geht darum das ich ihn klein halte und klein mache Und mich so über diese Person erheben kann.

00:36:32: Und das auch noch in diesen ganzen kleinen Echo-Kammern wo's eigentlich nur um Selbstbespiegelung geht und nicht mehr um Lernen oder Toleranz.

00:36:43: Also ist es das Intoleranteste, was ich hier in meinem ganzen Leben erlebt habe sind diese Diskussionen um Wokeness.

00:36:56: Hör dir die aufmerksam zu!

00:36:58: Ja...

00:37:00: Ich krieg jetzt einen Shitstorm ne?

00:37:02: Nein, das is ja das Schöne an meinem Podcast oder ich lade ja ausschließlich Menschen eigentlich sehr schätze und mag und bei mir kann jeder erstmal natürlich frei auch seine Meinung äußern und das ist ja völlig okay.

00:37:12: also... Ich

00:37:13: bin tatsächlich der Mann und ich will das noch ein bisschen... Erweitern.

00:37:16: Da gibt es auch keinen Schützdom und ich hatte kürzlich Jürgen Miski bei mir zu Gast, und mit Jürgens habe ich auch darüber gesprochen.

00:37:25: Ich finde im persönlichen Umgang einfach ein bisschen lockerer werden.

00:37:28: Vielleicht haben wir das Lachen verlernt, dass man nicht alles sofort ernst einordnen sollte sondern auch mal überlegt, Mensch!

00:37:36: Das war jetzt wirklich auf einer anderen Ebene humorvoll gemeint

00:37:39: Ja, genau.

00:37:40: Also man ist das so unverzeihlich geworden alles!

00:37:43: Aber ich will den Begriff noch ein bisschen erweitern... Ich finde dass jeder der die Sternchen oder Klicklaute- oder Schauspielerinnen sagt ja bitte überhaupt kein Problem.

00:37:57: aber ich möchte dazu nicht bezwungen werden mit der Pseudomoralkeule weil ich lass mir meine Sprache doch nicht diktieren.

00:38:09: Das ist wirklich eine Art und Weise, wie so eine Sprachpolizei hier durchradelt.

00:38:17: Das ist nicht mein Ding!

00:38:21: Ich finde ne bestimmte Haltung zum Minderhalten... das ist selbstverständlich.

00:38:25: ich habe ne Transfrau in meiner Familie.

00:38:27: Herzlich wurde die aufgenommen aber ohne jeden Vorbehalt ja?

00:38:33: Ich hab ganz viele homosexuelle Freunde Oder schwulefreund.

00:38:36: Ich weiß gar nicht, ob man heute noch Homo-Sexu isst.

00:38:40: Das ist völlig okay, glaube ich.

00:38:41: Ist mir auch völlig hupe!

00:38:43: Ja?

00:38:43: Weil das sind Lebende und Judes.

00:38:45: Aber meine Haltung ist in Ordnung.

00:38:47: Das muss sich aber nicht in diesen

00:38:50: Sprachwerk

00:38:52: demonstrativ verfestigen weil meine Freunde mein Umfeld, meine Familie weiss wie ich denke und dass ich total woke denke, aber nicht woke spreche.

00:39:03: Und ich glaube, wer dich kennt, ob jetzt aus dem Fernsehen oder auch im persönlichen Umgang.

00:39:08: Der weiß auch das du eine sehr weltoffene Gegenüber bist und da gibt es ja überhaupt... Das ist ne völlig legitime Meinung.

00:39:14: Das ist völlig okay!

00:39:16: Von daher soll ja nicht der Mittelpunkt unseres heutigen Podcasts sein.

00:39:20: Aber schön dass wir auch darüber mal gesprochen haben.

00:39:23: Gab's denn Entscheidungen in deinem Leben liebe Ula?

00:39:25: Die sich in diesem Moment dann riskant für dich angefühlt haben aber am Rückblick richtig waren?

00:39:33: Ja, die Entscheidung, die Hunderttausend Markshows zu machen war riskant.

00:39:37: Aber richtig!

00:39:39: Die Entscheidung, das tägliche Live-Show bei ProSieben, die Ola Kokam Ring Show zu machen, war definitiv falsch aber fühlte sich richtig an und das ist ja auch schon mal was.

00:39:51: also ich bin ja der Auffassung wenn mich für irgendwas begeistert jetzt im beruflichen Feld dann mache ich das gerne und nehme eine Niederlage dankend in Kauf weil ich immerhin mit Leidenschaft dran gegangen bin und daran geglaubt habe, wenn es nicht funktioniert.

00:40:06: Das kann am Sendeplatz liegen oder an der Ausrichtung und Redaktion und an mir, weil das nicht zu mehr passt oder die Leute mich in dieser Rolle nicht gesehen haben.

00:40:15: Verstehe ich!

00:40:17: Habe ich überhaupt kein Problem mit?

00:40:18: Und ich finde Niederlagen so wichtig fürs Leben damit ich hinterher sitzen kann und sagen okay wo man hat's gelegen abcde gut machst du nicht nochmal.

00:40:30: Ich glaube, das sind wir wieder beim Thema.

00:40:31: Früher war es ja so Frauen die in der Öffentlichkeit standen.

00:40:34: Die waren zwar irgendwann noch präsenter aber wurden stärker bewertet, stärker kommentiert und auch stärker auf Äußerlichkeiten reduziert ist

00:40:41: doch immer noch so.

00:40:42: Ja da hat sich wahrscheinlich nicht so viel geändert Gar nicht, gar nicht.

00:40:45: Das

00:40:49: dauert

00:40:49: noch ein paar

00:40:50: Hundert Jahre, glaube

00:40:51: ich!

00:40:51: Oh ja, na ist gut das werden wir dann nochmal besprechen.

00:40:53: in einhundert Jahren aber gab es die Situation in denen du stärker sein musstest als männliche Kollegen und dass auch im Nachhinein immer noch so wahr nimmst.

00:41:00: nach all den Jahren?

00:41:02: Ja eher im redaktionellen Bereich muss sich das feststellen, dass der eine oder andere männliche Kollege nicht damit einverstanden war, dass ich so durchsetzungsfreudig bin.

00:41:16: Ich argumentiere gut Ich spreche auch nicht so mäuschenhaft, sondern ich sage schon klar was Kante ist und das kann man ja auch freundlich machen wie ich das immer tue.

00:41:27: Aber das hat den nicht so geschmeckt weil die gerne auch ihre eigene Karriere vorantreiben wollten und dachten wenn jetzt eine Frau hier so mitmischt in der Art und Weise wie ich es eben tue Und Ideen auf dem Tisch legt und ich habe weniger Ideen dann muss sich sie irgendwie anders an Die Hammelbeine kriegen wie man bei uns im Grohgebiet

00:41:46: sagt.

00:41:49: Ich hatte kürzlich, als ich mit Heum Dressler gesprochen habe.

00:41:53: Der ist ja auch eine Anekdotenkiste und der liebe Heum hat mir eine schöne Geschichte erzählt hier mit dem lieben Klaus Kinski, der in den Neunzenhundertfünfundachtzig bei Thomas Gottschalk.

00:42:01: Und ich glaube was war das?

00:42:03: Na sowas zu Gast war, der ja auch ein spezielles Verhältnis hatte zu Frauen und da war er der Sexismus an der Tagesordnung.

00:42:13: Also Klaus Kinzki war der zu Fleisch gebauten Sexismus.

00:42:16: also Aber ich meine, der war auch glaube ich hart drauf.

00:42:20: Was irgendwelche Substanzen angingen.

00:42:22: Also da bin ich mir ziemlich sicher.

00:42:24: Ja normal war es nicht.

00:42:26: Ich könnte mal denken... So wie komme ich jetzt von Klaus Kinski noch zur Zukunft?

00:42:30: Denn lieber Ula du lebst ja nach zwanzig Jahren in Berlin mittlerweile nach meinen Informationen mit deinem Ehemann auf Süd.

00:42:38: Das ist also die Großstadt gegen Insel und Tempo gegen Weite getauscht.

00:42:43: Was gibt dir den Sylt heute, was so eine Bundeshauptstadt wie Berlin dir irgendwann nicht mehr gegeben hat?

00:42:49: Die Insel Sylt gibt mir Übersicht, Ordnung, Klarheit und sowas wie Weltfrieden.

00:42:59: Nein, ich habe ja Berlin ... Ich hab wahnsinnig gerne in Berlin gelebt.

00:43:07: Ich war ja auch sechzehn Jahre in Köln also eine andere Großstadt hatte das Gefühl, dass ich einen Ort finden muss, den ich ja schon über zwanzig Jahre lieben gelernt hatte.

00:43:22: An dem ich einfach ein bisschen friedlicher leben kann, ein bisschen einfacher.

00:43:26: also Bürokratie ist kein Ding.

00:43:30: Man kriegt sofort einen Termin oder es gibt hier noch so Mittagszeiten die Wäscherei hat mittags zu.

00:43:38: Ich liebe das hat so etwas von einer bisschen alter Ordnung, ein bisschen heile Welt von früher.

00:43:46: und trotzdem habe ich hier aber ein sehr großstädtisches Ambiente was die Menschen angeht oder was die Gastronomie angeht.

00:43:52: Und was machst du heute?

00:43:53: Was macht den Ola Kokkanbrink jetzt wenn sie ein bisschen mehr Zeit hat als vielleicht vor um zehn, fünfzehn, zwanzig Jahren?

00:43:59: Ja, ich hab'n paar Serien geschrieben, aber nicht weggeschickt.

00:44:02: Das Übliche bei mir... Ich hab mich nicht so richtig getraut Und ich werde noch einen blutigen Thriller schreiben, das habe ich mir vorgenommen.

00:44:12: Ansonsten bin ich sportlich hier sehr viel unterwegs und koche leidenschaftlich gerne.

00:44:16: Also es ist echt eine Leidenschaft von mir!

00:44:22: Ich gehe ab und zu mal in die Sendung wenn ich Lust hab.

00:44:24: also so was wie... Wer weiß denn sowas?

00:44:27: So Quizz-Sangern.

00:44:28: Das mache ich gerne oder bei Quizchampion war ich Das macht mir Spaß, das macht mir Freude und ansonsten spiele ich Golf.

00:44:36: Ja!

00:44:36: Ich weiß aber ich spiel es trotzdem und mache das auch ziemlich sportlich.

00:44:42: also nicht so bling-bling sondern eher haut drauf und Schluss.

00:44:48: Also das macht macht mir Spass.

00:44:49: auch der soziale Umgang mit den Mitgliedern da macht mich freudig hat viele Freunde und wir retten immer die Welt im Hinterzimmer.

00:44:57: Na das ist ja auch wichtig?

00:45:00: Man muss es im Kleinen verändern, sage ich immer.

00:45:02: Wir diskutieren

00:45:03: wirklich viel über die Dinge des Lebens und das macht viel Freude.

00:45:07: Wir haben Austausch.

00:45:08: Das ist gut!

00:45:09: Also jetzt sind wir schon fast am Ende der heutigen Folge.

00:45:12: aber gibt es etwas dass du deinem jüngeren Ich heute noch gerne mitgeben möchtest?

00:45:19: Sei selbstbewusster, trau dich... Dinge zu sagen, auch wenn du mal einen doofen Blick kassierst.

00:45:26: Ich bin sehr harmoniebedürftig gewesen.

00:45:28: hat sich mittlerweile auch schon viel getan in der Richtung?

00:45:32: ich war viel zu harmonie bedürftig.

00:45:37: Wenn eine Beziehung nicht funktioniert beende sie gefälligst und zwar dann wenn es noch nicht so ganz spät ist

00:45:43: Und

00:45:48: Verlier nie die Lust am neuen.

00:45:53: Das finde ich wichtig.

00:45:57: Also wir haben heute gelernt Erfolg ist nicht nur das, was sichtbar ist sondern manchmal ist es eben auch die Fähigkeit loszulassen und sei es auch mal eine Beziehung neu zu wählen und den eigenen Weg leiser weiterzugehen.

00:46:07: Deswegen liebe Ola ich habe mich sehr gefreut dass du bei mir heute zu Gast warst.

00:46:11: Das machst du ja auch nicht mehr jeden Tag und ich weiß ein Podcast ist noch ein ganz anderes Format als vielleicht früher diese klassischen Interviews die man da zu genüge gegeben hat.

00:46:20: deswegen herrlich Dank für deine Offenheit.

00:46:22: auch so gerne, weil das eher auch so Gedankenaustausch ist und nicht so dieses Abfragen oder manchmal drohende Abfragungen.

00:46:34: Deshalb mache ich das ganz gerne!

00:46:36: Ja deswegen herzlichen Dank für den Blick.

00:46:38: Und zu dem gemeinsamen Blick heute so ein bisschen auf die Medienwelt, auf deine Vergangenheit.

00:46:41: Auf deinen Lebenslauf.

00:46:42: Auf dein Werdegang wollte ich schon fast sagen du hast viel gemacht.

00:46:44: Was ich

00:46:44: uns wirklich noch mache aktiv ist wir machen hier mit meinem Freund Jan Schafel vom Beach House das ist ja in einem Strandrestaurant.

00:46:52: Machen wir den Beach House Talk.

00:46:53: Das ist ein Videopodcast also ein Vodcast und das kann man auf Sylt-Eins TV gucken und natürlich auch Spotify als Podcast und auf YouTube dann wieder als VodCast.

00:47:06: Mensch, da schauen wir gleich mal alle rein.

00:47:08: Das ist doch... Also dir wird nicht langweilig!

00:47:09: Ich merke schon und alle die uns heute zuhören wenn ihr was mitnehmt aus der heutigen Folge dann vielleicht diesen Gedanken Nicht jede Veränderung ist ein Abschied manches sind Ein Ankommen oder angekommendes.

00:47:21: Ulla Kokkanbrick definitiv.

00:47:23: deswegen alles erdenklich gute.

00:47:24: weiterhin für dich vor allem Gesundheit Und dass du uns noch lange erhalten bleibst.

00:47:28: liebe Ola

00:47:29: das war schüchtern bis nüchtern der publicity podcast von andre puchter.

00:47:35: Alle Infos zu dieser Folge auf www.schüchternbismüchdern.de.

00:47:40: Vielen Dank fürs Zuhören

00:47:42: und

00:47:42: bis zum nächsten Mal!

00:47:45: Schlager Radio Podcast.

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