Wolfgang Leikermoser | Radiolegende - Wie viel Leiki steckt wirklich in „Guten Morgen Bayern“?
Shownotes
Wenn andere noch überlegen, ob sie den Wecker zum dritten Mal auf Schlummern stellen, ist Wolfgang „Leiki“ Leikermoser längst auf Sendung. Seit 1988 gehört seine Stimme zu „Antenne Bayern“. Fast vier Jahrzehnte Radio bedeuten tausende Sendungen, unzählige Interviews, spontane Einfälle und vermutlich eine Menge sehr frühen Kaffee. Im Gespräch mit André Puchta geht es deshalb um eine naheliegende Frage: Wie schafft man fast 40 Jahre Morningshow, ohne zum Morgenmuffel zu werden?
Dabei war Radio zunächst gar kein jahrzehntelang ausgearbeiteter Karriereplan. Leikermoser beschreibt seinen Einstieg selbst als Zufall: 1986 sei er zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen und habe bei Nürnberg-Radio Gong angefangen. Als er später nach Deutschland kam, hatte er nach eigener Erinnerung 130 Mark und eine Campingliege dabei – vor allem aber den Wunsch, genau das Radio zu machen, das ihm selbst gefiel. Zwei Jahre später wechselte er zu „Antenne Bayern“. Aus dem jungen Österreicher wurde „Leiki“, aus einem Job eine Lebensaufgabe und aus der Stimme am Mikrofon für viele Hörerinnen und Hörer ein fester Bestandteil des Morgens.
Leikermoser ist bekannt dafür, Radio nicht nur aus dem Studio heraus zu machen. Für Aktionen seines Senders fuhr er mit dem Tretboot von Bamberg nach Passau, hielt bei extremer Kälte am Funtensee aus und stellte sich immer wieder Herausforderungen, die mit einem gemütlichen Moderatorenstuhl wenig zu tun haben. 2026 kam ein weiteres Abenteuer hinzu: Im Allgäu übernachtete er in rund 1.200 Metern Höhe auf einem Portaledge direkt an einer Felswand. Hinter solchen Aktionen steckt ein Grundverständnis von Radio, das sich durch seine Karriere zieht: Geschichten funktionieren besonders gut, wenn man sie nicht nur erzählt, sondern selbst erlebt. Im Podcast geht es deshalb um verrückte Ideen, die Grenze zwischen Mut und Leichtsinn – und um die Frage, bei welcher Aktion selbst Leiki heute sagen würde: Das mache ich kein zweites Mal.
2017 wurde Wolfgang Leikermoser mit dem Deutschen Radiopreis als bester Moderator ausgezeichnet. Ein Höhepunkt seiner Karriere fiel dabei mit einem der traurigsten Momente seines Lebens zusammen: Sein Vater war nur wenige Tage zuvor gestorben. Bei der Preisverleihung sprach Leikermoser darüber und widmete ihm einen besonders persönlichen Teil seiner Dankesrede. Der Moment zeigte eine andere Seite des Mannes, dessen Beruf normalerweise darin besteht, Menschen morgens mit Energie in den Tag zu schicken. Wie geht man live auf Sendung, wenn einem privat überhaupt nicht nach guter Laune ist? Wo endet die öffentliche Rolle und wo beginnt der Mensch dahinter? Und muss ein Morgenmoderator eigentlich immer gut gelaunt sein – oder entsteht Nähe zum Publikum gerade dann, wenn auch andere Gefühle Platz haben?
Gerade die Nähe zu den Hörern gehört für Leiki zu den Dingen, die sich nicht automatisieren lassen. Radio ist für ihn kein anonymer Lautsprecher, sondern ein Gespräch mit Menschen, die gerade im Auto sitzen, frühstücken, zur Arbeit fahren oder vielleicht allein zu Hause sind. Eine gute Moderation muss deshalb spontan wirken, ohne beliebig zu sein, persönlich, ohne sich aufzudrängen, und unterhaltsam, ohne jede Sekunde zur Pointe machen zu wollen. Dass das funktioniert, bewies nicht zuletzt der Deutsche Radiopreis: Die Jury würdigte damals seine über Jahre konstant hohe Qualität.
Doch kann man Radiomoderation eigentlich lernen? Was macht eine unverwechselbare Stimme aus? Und woran merkt Leikermoser nach wenigen Sekunden, ob ein Gespräch im Radio trägt oder gerade dringend eine Rettung braucht? Eine Folge über fast vier Jahrzehnte Radiogeschichte, große Momente, frühe Wecker und verrückte Aktionen, Medienwandel und die besondere Nähe zwischen einer Stimme und ihrem Publikum – und über einen Moderator, der bis heute davon lebt, dass man im Radio eben nie ganz genau weiß, was als Nächstes passiert.
Wie schafft man fast 40 Jahre Morningshow, ohne zum Morgenmuffel zu werden?
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00:00:01: Hinter jedem Beruf steckt ein Mensch, hinter jedem Menschen
00:00:05: steckt
00:00:06: eine Geschichte.
00:00:08: Herzlich willkommen zu Schüchtern bis Nöchtern.
00:00:12: Der Podcast mit
00:00:13: André
00:00:14: Puchter
00:00:16: fast live aus Berlin und jetzt geht's los!
00:00:23: Da gibt es diese Stimmen.
00:00:24: die gehören irgendwann nicht mehr nur zu einem Radiosender sondern zu einem bestimmten Teil unseres Tages.
00:00:31: Man hört sie beim ersten Kaffee, im Badezimmer, im Auto auf dem Weg zur Arbeit und manchmal begleitet ein eine solche Stimme länger als manche Freundschaft.
00:00:42: Bei Wolfgang Laiki Leikermosa ist das ziemlich wörtlich zu nehmen!
00:00:48: Als Kind sang er als Chorkapelknabel im Salzburger Dom – mit vierzehn wurde er der jüngste Diskotanzmeister Österreichs.
00:00:58: Ninzehundertsechzeig landete er nach eigener Aussage eher zufällig beim Radio, zunächst bei Radio Gong.
00:01:07: Und als Antenne Bayern, Ninzehnhundertachtzig auf Sendung ging war Wolfgang Leica Moser dabei.
00:01:14: Seitdem gehört er zur Morgensendung Guten Morgen Bayern und damit zu einer der meistgehörten Morgenschuß im deutschen Privatradio.
00:01:23: Und langweilig wurde es seitdem auch nicht.
00:01:26: Laiki ist mit dem Tretboot durch Bayern gefahren, hat am See eisige Nächte verbracht Fenster am Olympiaturm geputzt einen Cannabis selbstversuch im Radio gemacht und erst vor wenigen Tagen in einer Steilwand in den Allgäuer Alpen übernachtet.
00:01:42: Auf seiner offiziellen Profiseite bei Antenne Bayern steht bei den Dingen die er in seinem Leben noch unbedingt tun möchte allerdings dreimal dasselbe Wort Ausschlafen.
00:01:53: Mich interessiert deshalb heute, wie bleibt man nach nahezu vier Jahrzehnten morgens neugierig auf Menschen?
00:02:00: Wie viel von Laiky ist Wolfgang Leica-Mosa.
00:02:03: Was hat sich in unserem Umgang miteinander verändert und wann darf dieser Mann endlich mal ausschlafen?
00:02:09: Herzlich willkommen bei Schüchtern bis Nüchteren!
00:02:13: Schönen guten Morgen und danke, dass ich hier sein darf.
00:02:17: Es ist ja mal ein roter Teppich gewesen gerade, merci!
00:02:20: Ja
00:02:20: lieber Wolfgang Ehre wem Ehre gebührt.
00:02:22: und erstmal das Wichtigste zu Beginn nachträglich alles erdenklich Gute zu deinem Geburtstag.
00:02:27: Oh mein Gott, das ist nur eine Zahl von der Firma Schnurz-Piep.
00:02:31: Egal also ich bin da mittlerweile schmerzbefreit aber trotzdem danke für die Blumen!
00:02:35: Na darüber werden wir gleich noch ein bisschen sprechen.
00:02:37: Ich habe mir ein kurzes Gedicht für dich überlegt und wenn du damit einverstanden bist dann würde ich das gerne mal kurz vortragen.
00:02:43: Ich duck mich.
00:02:44: ja.
00:02:45: Okay wer morgen schon ganz Bayern weckt hat manches Lebensjahr versteckt doch vorgestern kam es trotzdem raus.
00:02:52: auch Laiky wird mehr älter.
00:02:54: Applaus.
00:02:55: Seit Jahren sitzt er früh bereit mit Witzmusik und Heiterkeit.
00:02:59: Er kennt den Stau, er kennt den Hit und nimmt ganz Bayern einfach mit!
00:03:04: Wo andere morgen müde sind ist Laiki wach – fast wie ein Kind.
00:03:09: Nur Kerzen zählen das.
00:03:10: es klar wird schwieriger von Jahr zu Jahr.
00:03:13: Drum Laiki bleibt gesund und halter.
00:03:15: mach einfach so wie bisher weiter und fragt man dich nach deinem Alter heute.
00:03:19: sag einfach UKW das kennt auch keine Zeit.
00:03:24: Sie hörten einen Beitrag vom Johann Wolfgang von Puchter.
00:03:28: Großartig!
00:03:30: Also, da hingeschraubt das ist ja...
00:03:32: Vier Sekunden vierzig?
00:03:34: Das macht man so nebenher.
00:03:38: Lieber Wolfgang schön dass du mein Gast bist und Hand aufs Herz wird man als Morgenmoderator eigentlich älter oder nur früher müde?
00:03:46: Gute Frage, man muss von Haus aus naturprall sein.
00:03:51: Anders ist das nicht zu überleben und anders kann ich mir auch gar nicht erklären.
00:03:55: also ich bin der letzte Dinosaurier in der Art.
00:03:59: Na da bin ich mir nicht ganz sicher.
00:04:00: gibt es denn ein Geburtstagsalter ab dem man im Radio nur noch von langjähriger Erfahrung
00:04:05: spricht?
00:04:06: Ne Alter is relativ.
00:04:10: Die einen klingen schon mit Anfang dreißig, als stehen sie kurz vor der Rente.
00:04:15: Und anderen wiederum halten sich ewig fresh.
00:04:18: auch mit Mitte-Siebzig.
00:04:20: Klingen die noch wie mit zwanzigjähriger?
00:04:22: Das kann man nie so genau vorher sagen!
00:04:25: Das ist wohl wahr.
00:04:25: ich hatte mich im Vorfeld dieser Folge so ein bisschen vorbereitet und natürlich auch mal geschaut, wen gab es denn da so im Radiobereich?
00:04:32: Und der vom Guinness Buch der Rekorde geführte Rekord für den ältesten lebenden Radio-Talkshow Moderator lag.
00:04:40: Er lebt leider inzwischen nicht mehr bei Walter Bingham aus Israel.
00:04:44: Der war im Mai.
00:04:45: In zwei tausend achtzehn exakt vierneinzig Jahre alt und modellierte immer noch So.
00:04:50: da hast du also noch lockere dreiund dreißig jahre vor dir
00:04:53: Oh Gott, und ich hätte mich schon so auf die Rente gefreut.
00:04:55: Aber dann machen wir eben weiter!
00:04:59: Also hast du den mehr Geburtstagswünsche bekommen oder mehr Hinweise auf Staus?
00:05:03: Doch nein, also ganz viele, die ich ja zu dem lauften nächsten Tage abarbeite wie sich das gehört und ich freue mich wirklich sehr drüber.
00:05:11: Danke!
00:05:12: Ja,
00:05:13: also lieber Leike jetzt am Wochenende startete das Münchner Oktoberfest.
00:05:18: Bist du denn der Typ erste Maß um zwölf oder ich komme erst, wenn die Touristen wieder weg sind?
00:05:24: Jetzt verrate ich dir mal ein ganz großes Geheimnis.
00:05:27: Ich habe siebenundzwanzig Jahre auf der Schmanthaler Höhe gewohnt also eine Minute ums Eck von der Theresienwiese, also den Oktoberfest.
00:05:37: Mir ist seitdem nichts Menschliches mehr fremd was ich da erlebt habe das würde allein ein paar Bücher füllen.
00:05:44: Also es gab ja früher diesen legendären sogenannten Hill of Shame in Kotzbügel und ich hab damals einen Kollegen von RTL Zweimer gesagt dass ihr braucht dann nur eine Kamera in dem Baum hängen und ihr hätte das tollste Nachtprogramm.
00:05:59: Das ist unfassbar was einem da alles widerfährt.
00:06:03: Ja, die Mars kostet inzwischen bis zu fünfzehn Euro neunzig.
00:06:07: Ab
00:06:07: welchem Bierpreis sagst du selbst als Bayer jetzt reicht's?
00:06:11: Selbst wenn die Mars fünfundzwanzig Euro kosten würde!
00:06:14: Die Menschen kommen so oder so.
00:06:16: das ist so ein Anziehungsmagnet.
00:06:18: also die Preisspirale wird weitergehen und auch jedes Jahr aufs Neue.
00:06:23: aber die Leute zahlen alles.
00:06:26: Heidi Klum hat gerade mit ihrem eigenen Heidi-Fest im Hofbräuhaus vorgelegt.
00:06:31: Ich hab mir das mal wieder angetan jetzt diese Woche, ist das noch beidische Lebensart oder schon Hollywood mit Brezeln?
00:06:37: Ja gut auch da gehen die Meinungen auseinander.
00:06:42: Den Urbayer graust der also rennt schreiend davon wenn er sowas sieht und die anderen sagen sich ja Mai sie hat halt nix gelernt.
00:06:51: irgendwie muss er halt auch Geld verdienen.
00:06:54: Ja, die Wiesen ist schon spezieller Ort und jetzt ist es ja auch so dass Influencer auf der Wiese inzwischen für kommerzielle Aufnahmen eine Genehmigung benötigen.
00:07:02: Livestreams sind untersagt usw.
00:07:03: Und sofort findest du das gut?
00:07:06: endlich wieder mehr Feiern stattfilmen oder wie stieß
00:07:08: das?
00:07:09: Das wäre schön, aber da geht es ja hauptsächlich darum dass das Oktoberfest als Werbeplattform benutzt wird.
00:07:15: Ich finde es gut, dass die Stadt gesagt hat ah so geht's nicht.
00:07:19: warum?
00:07:20: weil viele Influencer des Oktoberfests als Werbesplattformen benutzt haben.
00:07:25: und da muss man ehrlich sagen hey gleich ist recht für alle geht nicht.
00:07:31: das ist schon okay wie die Münchner das machen.
00:07:35: Was ist denn für dich eigentlich typisch Bayern, dass außerhalb Bayerns völlig missverstanden wird?
00:07:42: Leben und leben lassen.
00:07:43: Ist einer der schönsten Leitsprüche und Mantras die man haben kann.
00:07:47: Und dieser Spruch ist in Bayern geboren!
00:07:51: Leider kommt mir vor im Moment ein bisschen auf den Rückzug.
00:07:56: Toleranz ist immer ganz groß geschrieben.
00:07:59: Allein schon aus der Historie heraus Und ich finde, das könnten sich mehrere Bundesländer auf die Fahne schreiben.
00:08:09: Wenn du Deutschland im Moment so zuhörst haben wir wirklich so schlechte Laune?
00:08:14: oder reden wir uns unser Land vielleicht manchmal auch schlechter als es möglich ist?
00:08:20: Im Moment und der Moment dauert jetzt schon ein paar Jahre leider... ...ist es eine reine Erregungsgeneration, die da am Ruder ist.
00:08:31: So kommt mir das vor!
00:08:32: Und das Glas ist bei den meisten, wenn man so Bild-Zeitungen liest oder auch sich die Nachrichten reinzieht am Abend immer halb leer anstatt halb voll.
00:08:41: Das mag vielleicht auch der Mentalität vieler geschuldet sein aber auf der anderen Seite man lebt nur einmal und es ist von jedem die eigene Entscheidung zu sagen nein ich pack's positiv an Ich will was reißen und ich will alles besser machen.
00:08:59: Und ich möchte auch, dass es meinem Nachbarn gut geht.
00:09:01: Denn nur wenn's dem gutgeht kann ich auch in Frieden
00:09:04: leben.".
00:09:05: Ja das wäre schön, wenn alle Menschen in Deutschland so denken!
00:09:08: Ich finde schon, dass wir ein bisschen verlernt haben miteinander wirklich auf Augenhöhe zu sprechen, auch meine andere Meinung zuzulassen und vor allem der Moa so'n bisschen flöten gegangen.
00:09:18: Humor ist sowieso ein ganz weites Feld.
00:09:21: Jeder lacht über was anderes, jedem gefällt etwas anderes.
00:09:25: Du machst einen Witz da eine weint der andere schreit und der andere findet es lustig und pflegt sich auf die Schenke.
00:09:32: das ist genauso wie bei einem Gericht oder bei einem Musiktitel jeder hat seinen eigenen Geschmack aber bitte soll keiner darauf kommen dass jeder den anderen bestimmt und vorschreibt was gut oder schlecht ist.
00:09:47: Kannst du denn anhand von höherer Reaktionen tatsächlich merken, dass sich die Stimmung in Deutschland in den vergangenen zehn oder zwanzig Jahren verändert hat?
00:09:55: Sind wir da dünnräutiger geworden?
00:09:58: Ja.
00:10:00: Auf jeden Fall!
00:10:01: Das liegt vor allem und dann muss man sich auch selber an die Nase greifen – an den Medien.
00:10:07: Es gab früher das Internet nicht, es gab nicht TikTok.
00:10:10: Wir hatten nicht pausenlos was Handy in der Hand und konnten zu allem und jedem seinen Senf dazugeben.
00:10:17: Das hatte vor aber auch ganz viele Nachteile.
00:10:21: Und dieses Dünnhäutig werden ich jetzt mal so definieren... Jeder hat eine Meinung ja?
00:10:28: Zu allem!
00:10:29: Aber die wenigsten reflektieren und die allerwenigsten fragen sich auch mal Warum hat mein Gegenüber vielleicht eine andere Meinung?
00:10:38: Und warum wählt er vielleicht ne ganz andere Partei als ich?
00:10:41: oder warum gefällt dem irgendwas ganz, ganz anderes womit ich nichts anfangen kann.
00:10:48: Dieses Selbstreflektieren das ist völlig in Vergessenheit gerade und das muss gelernt werden.
00:10:55: Ja früher hat jemand beim Radiosender angerufen sich aufgeregt und danach war es irgendwie wieder vorbei.
00:11:00: Und heute kann derselbe Mensch innerhalb von zwei Minuten sein Ärger bei Facebook, bei TikTok auf Twitter.
00:11:05: Also X vor tausenden Menschen abladen.
00:11:08: Da hat doch Social Media vielleicht auch unsere Empörung beschleunigt?
00:11:13: Das ist die.
00:11:14: Ich kotze mich mal aus Generation.
00:11:17: Ja Da gebe ich dir völlig recht.
00:11:20: Das ist nicht mein Film, das ist nicht meine Kultur.
00:11:23: so bin ich nicht erzogen worden und ich muss ehrlich sagen man muss ja auch nicht überall mitmachen.
00:11:27: Ich lächle dann und gehe weiter
00:11:31: Als du in der Anzene Bayern zu beijern gekommen bist das war noch eine andere Zeit da gab es noch nicht diese Social Media Kanäle.
00:11:38: Wie erreichte dich denn damals ein höherer Feedback?
00:11:41: Bekam an jeden Morgen mit dem Briefträger die Post übermittelt.
00:11:45: wie kann ich mir das vorstellen?
00:11:46: Also mit Brieftauben, ja Flaschenpost auch.
00:11:50: Nein schmalen!
00:11:52: Es gab natürlich Hörerpost.
00:11:55: also den Hörerservice gab es schon immer und wenn dann mal so eine wirklich ausformulierte Kritik bei uns reinkam, dann wurde mir die auch gleich unter die Nase gerieben.
00:12:08: Also damit musste man leben aber auf der anderen Seite... Worüber ich mich nicht aufreget, das interessiert mich auch nicht.
00:12:15: Ich habe damals schon gelernt – each promotion is promotion!
00:12:20: Und wie gesagt eine lacht über den Spruch und der andere regt sich auf.
00:12:25: Auf jeden Fall wurde ich gehört und das war schon mal der richtige Weg.
00:12:30: Bist du eigentlich tatsächlich ein Morgenmensch oder einfach nur verdammt gut darin einen zu spielen?
00:12:36: Ich habe meine Mutter mal gefragt, wann ich eigentlich geboren worden bin und die hat gesagt irgendwie so gegen vier Uhr zwanzig.
00:12:41: Und das deckt sich eigentlich fast mit meiner Aufstehzeit.
00:12:45: Ich wach seit fünfunddreißig Jahren um drei Uhr dreißig auf.
00:12:49: Um vier Uhr zehn bin ich im Studio vor allen anderen denn ich verlang nichts von anderem was ich nicht selber bereit bin zu geben und als Leistung vorzulegen.
00:13:01: Das am Morgen aufstehen ist nicht das Problem dass in Sommer früh einschlafen müssen, während die anderen vielleicht noch irgendwo draußen im Garten sitzen oder feiern bei Sonnenschein.
00:13:12: Das ist das Schwierige.
00:13:14: und im Winter der viermonatigen Lichtmangel.
00:13:17: Der macht einem auch dann irgendwann im Laufe des Lebensmittel zu schaffen aber es alles händelbar.
00:13:24: Ja ja das kann ich mir gut vorstellen!
00:13:25: Und dann sitzen die Anderen abends vor dem Fernseher und schauen zum Beispiel den Mask-Singer.
00:13:31: läuft er auch wieder?
00:13:33: Wenn du dort unter einer Maske auftreten müsstest, lieber Wolfgang.
00:13:36: Als welches Tier oder Wesen würde man Laiki denn verkleiden?
00:13:39: Deiner Meinung nach.
00:13:42: Worauf sie nie kommen würden wäre wenn ich in einem Faultier-Kostüm stöcken würde.
00:13:50: Ja das geht schon mal in die richtige Richtung.
00:13:53: Ne eben nicht!
00:13:54: Ja nicht!
00:13:54: Nein nein... Wer hat das mal gesagt?
00:13:58: Du bist eigentlich wie so ein So ein Hütehund aus Australien, der so pausenlos um die Schafherde wetzt und da könnte noch ein Wolf kommen.
00:14:07: Da muss ich noch über den Zaun springen!
00:14:08: Also ich versuche immer so die Gruppe zusammenzuhalten.
00:14:12: Ja
00:14:12: also was sich im Vorfeld dieser Folge gemacht habe?
00:14:14: Ich habe fünf Freundinnen und Freunde die noch in Bayern leben gefragt.
00:14:19: Ihnen genau diese Frage gestellt und ihnen gesagt Mensch mit welcher Figur, mit welchem Kostüm würdet ihr den Wolfgang Leikermose in Verbindung bringen?
00:14:27: Und die Antwort möchte ich dir kurz... mal mitgeben.
00:14:30: Vielleicht ist da was für dich dabei?
00:14:32: Also Vorschlag Nummer eins, ja halte dich fest!
00:14:35: Vorschlag Nr.
00:14:35: Eins war ein Radio-Wecker mit Beinen laut zuverlässig morgen sofort da.
00:14:43: dann nächste Antwort einen Koffeinkänguruf.
00:14:50: sehr schön okay
00:14:52: ständig auf Sendung und immer leicht überdreht.
00:14:54: Dann gab es als Vorschlag den Wiesn Gockel Laut Bayerisch schon überzeugt, dass der Tag ohne ihn nicht anfängt.
00:15:04: Aha!
00:15:06: Kann ich auch mitleben ja?
00:15:07: Gut
00:15:08: dann hätten wir noch im Angebot einen Staumelder.
00:15:12: Also erkennt Probleme schon bevor andere überhaupt losfahren und mein Favorit ein Morgenmuffel einhornen.
00:15:24: Sehr schön Ja das Morgenmuffle einhauen.
00:15:32: Ich hatte natürlich auch noch überlegt, was ich noch ganz gut finde.
00:15:35: Das wäre dann entweder ein Kaffee-Oktobus mit acht Armen damit gleichzeitig dann auch Mikrofon-, Regler-, Handy und Kaffeetase bedient werden können oder ein UKW-Dinosaurier.
00:15:46: Ja, hoffentlich nicht endgültig vom Aussterben bedroht.
00:15:49: Aber ohne Koffein geht da gar nix.
00:15:54: Auf deiner offiziellen Antenne Bayern-Seite steht bei den drei Dingen die du unbedingt noch machen willst – Ausschlafen!
00:16:03: Wie lange müsste man dich denn schlafen lassen damit du nach fast vierzig Jahren sagst jetzt reicht's?
00:16:08: Das wüsste ich selber... Gerne, denn wenn ich mal länger als drei vier Tage frei haben sollte.
00:16:16: Ich stehe automatisch ohne Handywecker um drei Uhr dreißig auf.
00:16:21: das ist so drin bei mir.
00:16:23: Ich glaube ich bräuchte ein paar Monate bis sich das wieder ein pendelt.
00:16:27: aber ist wie gesagt jetzt erstmal einen Wunsch?
00:16:32: Das steht ja noch nicht an.
00:16:33: Noch haben wir hoffentlich viele Jahre auch vor uns!
00:16:37: Du warst mit vierzehn Jahren der jüngste Disco-Tanzmeister Österreichs,
00:16:41: das
00:16:41: ist ja eine Information über die wir unmöglich heute einfach hinweggehen können.
00:16:46: Was genau musste man tun um neunzehundertneunundsebzig Disco Tanzmeister zu werden?
00:16:51: und kannst du es noch?
00:16:53: Die Geschichte ist ganz schnell erzählt.
00:16:55: ich war dreizehn.
00:16:58: Damals gab es sogenannte fünf Urtees in der Kongresshalle in Salzburg.
00:17:04: Und Schulfreundinnen von mir damals, die hat gemeint da gehen wir mal hin und auf einmal ploppte da so ein komischer Diskutanz-Wettbewerb auf.
00:17:14: Dann hat sie gemeint das traust du dich doch nie damit zu machen.
00:17:17: wie gesagt Wetten und bin auf die Bühne und habe da alleine irgendwas gemacht.
00:17:24: ich war wie gesagt knapp vierzehn und dann gewinne ich das Ding auch noch.
00:17:29: Und dann sagt einer aus der Jury, na herst hey Kleiner du hast ja talent, magst zu Ende als Scheidung nach Wien!
00:17:39: Naja zwei Wochen später sitze ich im Zug nach Wynne.
00:17:42: meine Eltern haben davon gar nichts gewusst fand mich in der damals angesagtesten Disco heute Club wieder hab da auch irgendwas runtergezappelt.
00:17:52: dann meinte einer sag mal wie heut bist denn du eigentlich?
00:17:57: Und dann habe ich gesagt, äh, vierzehn?
00:18:01: Na das geht nicht.
00:18:02: Das ist erst auf sechzehn und damit nahm die John Schaubolter Karriere für Arme ein abruptes Ende.
00:18:08: Das war die ganze Geschichte aber ich bin immerhin der österreichische Meister geworden, inoffiziell!
00:18:15: So...und ich glaube dass was danach passiert in deinem Lebenslauf war ja auch nicht so schlecht.
00:18:20: Ich verrate dir jetzt mal ein Geheimnis, dass weder Wikipedia weiß noch viele andere.
00:18:25: Mit zwölf habe ich angefangen mein erstes eigenes Geld zu verdienen, nämlich in der Statisterie bei den Salzburger Festspielen.
00:18:32: Und das gipfelte in der Elisabeth-Bühne mit sechzehn die Elisabetbühne.
00:18:36: Das war ein Kellertheater aus dem teilweise ganz gute Schauspieler hervorgegangen sind und unter anderem auch Harald Krasnitzer, der Tatortkommissar oder ehemaliger Bergdoktor, mit dem stand ich mit sehzehn auf der Bühne im kleinen Kellertheatr in Salzburg Und eigentlich wäre das beinahe so meine Karriere geworden.
00:18:57: Ich hab dann für ein Film gedubelt und war auch mal kurz Standmann, dann habe ich mir aber gedacht, hm?
00:19:05: So als Hobby ist es ganz nett, aber irgendwie habe ich dafür ein bisschen zu viel Personality.
00:19:10: Das habe ich schon gemerkt!
00:19:12: Gute Schauspieler haben keine Personality.
00:19:15: die sind wie eine weiße Leinwand, auf die man alles zeichnen kann und ich hatte damals schon glaube ich zu viele Farben drauf.
00:19:25: Ja du gibst ja auch als ersten Berufswunsch auf der Antenne Seite Urlauber an.
00:19:30: wenn wir streng sind muss man ja sagen mit der Morningshow hast Du beruflich wirklich bemerkenswert weit daneben gegriffen oder?
00:19:38: Ja total daneben.
00:19:39: das mit dem Urlaube Das haben mich immer die Erwachsenen gefragt, als ich so acht, neun war.
00:19:44: Was willst du mal werden?
00:19:46: Eine der düfsten Fragen, die man im Kind stellen kann!
00:19:48: Ich hab dann immer wieder aus der Pistole geschossen und gesagt, cool aber...
00:19:54: Du schreibst außerdem bei wichtigen Besuch würdest du die Silberfischchen unter deinem Bett verstecken.
00:19:59: Muss ich daraus schließen dass der Leica Mosa privat weniger glamourös lebt als Bayerns Frühstückstische vermuten lassen?
00:20:06: Das mit den Silber Fischern hat sich mittlerweile zum Glück erledigt.
00:20:09: das war diese Wohnung in München vor langer Zeit, als ich noch knapp bei Kasse war.
00:20:19: Mittlerweile wohne ich so, dass ich zumindest sauber und ohne Ungeziefer ein- und ausschlafen
00:20:26: kann.".
00:20:27: Das berückt uns alle Mensch!
00:20:29: Da hat sich ja dann doch etwas zum Guten getan... Und du machst keinen Spinat und keine übereifrigen TÜV-Beamten?
00:20:36: Das mit dem Spinat, das war ein Kindheitstrauma.
00:20:38: Meine Mutter hat mich mal gefühlt eine halbe Stunde vor Leberkäse mit Spinats sitzen lassen und gesagt, du stehst erst dann auf und gehst raus wenn du das hier aufgegessen hast.
00:20:48: Ganz brutal!
00:20:49: Und dass mit den übereifrige TÜv Beamten... tja mein größter Wunsch war immer ein eigenes Motorrad mit Achtzehn.
00:20:58: Das habe ich mir vom Mund abgespart.
00:21:00: Ich hab geschaut, ich hab alles getan und hab's dann auch geschafft, mir aus abruhralten Motorrädern einen eigenen Chopper zusammenzuschrauben und zu schweißen – das auch im Geheimen.
00:21:13: mein Vater dürfte davon nichts wissen!
00:21:16: Und als ich dann beim TÜV mit dem Teil vorfuhr, da haben die Hände über den Kopf zusammengeschlagen Du kriegst nie das Kennzeichen und ich habe es dann doch irgendwann geschafft, dass das Ding zugelassen wurde.
00:21:31: Happy End!
00:21:32: Ja also so ein bisschen Easy Rider steckt da auch dringend ja.
00:21:39: Du bist in Viehhausen bei Salzburg aufgewachsen?
00:21:42: Was war das für ein Zuhause aus dem dieser junge Wolfgang Leica Mosaik haben?
00:21:49: Der weltberühmte Welt... Kuhort, sage ich immer.
00:21:52: Weltkuhort Fiehausen vor den Thoren Salzburgs bestand damals aus fünf Bauernhöfen, vielen Feldern viel Grün, Äckern und Wiesen und sonst nichts.
00:22:07: Und das war mit die eigentlich glücklichste Kindheit, die man haben kann.
00:22:12: Denn ich war der Erste im Frühling da draußen beim Spielen unterletzte im Herbst, der dann Barfuß wieder reinkam.
00:22:20: Jeder kannte jeden, das Dorf hat die Kinder erzogen und das war wirklich ein Paradies.
00:22:28: Ich muss ehrlich sagen man buchs geerdet auf, man wusste woher die Milch kommt.
00:22:36: jeder kannte die Kartoffeln vom Nachbarn.
00:22:40: Keine Tür war damals zugesperrt.
00:22:42: Das kann man heutzutage keinem erzählen.
00:22:46: Man ging einfach ins Nachbarhaus, das war immer offen.
00:22:49: Man wusste was die Mama vom Schulfreund im Kühlschrank hatte.
00:22:54: Das war schon toll!
00:22:56: Und du warst Chor-Kapellknabe im Salzburger Dom?
00:23:00: Du warst also schon als kleines Kind Teil von etwas bei dem ja Stimme, Rhythmus und Publikum auch eine Rolle spielen.
00:23:06: Hat das mehr mit deinem späteren Beruf zu tun, als dir das auch damals klarer?
00:23:11: Das war eigentlich eine spontan Idee von mir.
00:23:13: Mit zehn Jahren.
00:23:15: Das war der damals neu gegründete Salzburger Domka-Bellknaben-Kor und da standen wir dann wirklich auf der Kanzel.
00:23:23: Gloria in Excelsis Deokürie Eleison also das ganze Kirchenreportat rauf und runter bis dann zum Glück ja Der Stimmbuch kam und damit war auch diese Karriere ganz je beendet.
00:23:37: Und dafür begann dann wenig später eine andere?
00:23:40: Wie streng war dieses Leben als Korknabe denn eigentlich?
00:23:44: Da nicht so streng, das war von der Kirche losgelöst und da ging es wirklich nur um die Musik.
00:23:54: Und wenn wir so ein bisschen über den Humor auch sprechen, gab es bei dir zu Hause schon früh auch diese humorvollen Zeiten?
00:24:01: oder ist das etwas dass du dir später dann auch als Überlebensstrategie angeeignet hast?
00:24:06: Die Mischung macht's.
00:24:08: Meine Mutter war eine total lustige Person gewesen also wirklich schalke Nacken und die hatte den Witz und vor allem auch den Wortwitz gepachtet.
00:24:21: Das lag so in der mütterlichen Familienlinie, Überlebensstrategie ist ein gutes Stichwort.
00:24:29: Ich war nie besonders gut in der Schule Und ich habe es versucht immer mit Charme und Witz wieder wettzumachen.
00:24:37: Gerade im Mathe ist mir aber nicht so ganz geglückt.
00:24:40: Das zähle ich irgendwo her.
00:24:43: Ja das war der Entgegner bis heute.
00:24:47: Dein Vater ist noch mit über Achtzig, mit dir schwarze Skipisten gefahren.
00:24:53: Was für ein Mann war er denn?
00:24:54: Oh jetzt wird's mal ganz kurz ernst!
00:24:56: Mein Vater ist als einer von drei Brüdern, als Bauer das Sohn groß geworden.
00:25:01: die haben sich als Kinder noch vorgewärmte Ziele mit ins Bett genommen damit sie es im Winter halbwegs warm haben.
00:25:08: Er gehörte zum sogenannten letzten Aufgebot der Nazis diese Zwangsrekrutierung von sechzehnjährigen.
00:25:16: Er wurde auf ein Kriegsschiff versetzt, erste Feinfahrt wurde versenkt.
00:25:20: Seine Kumpel und Freunde ländiglich im brennenden Öl zur Grunde gehen kam dann in russische Gefangenschaft und hat so einen Heimweh bekommen dass er noch in der Nacht ausgebüxt ist.
00:25:33: und irgendwie hatte es geschafft zu Fuß aus Norddeutschland wieder zurück nach Salzburg.
00:25:39: was er erlebt hat kann man sich gar nicht vorstellen.
00:25:43: Schreckliches Kapitel.
00:25:44: Er war der Einzige, der drei Brüder überlebt hat und kam in dieses bäuerlich geprägte Salzburg.
00:25:51: Hat aber damals schon gesagt als siebzehn- achtzehnjähriger ich werde kein Bauer weil ich will mich nicht vom Wetter abhängig machen ein weiser Spruch.
00:25:59: und dann hatte was Großartiges geleistet er nämlich eine sehr seriöse Immobilienfirma mit aufgebaut die Ich weiterführe.
00:26:10: Ich frage das lieber Wolfgang, da wenn man dir zuhört bei Antenne Bayern und mit dir groß geworden ist aufgewachsen.
00:26:18: Du bist für viele Menschen in Bayern und auch um Bayern herum natürlich jemand der nicht nur moderiert sondern du bist ein Wegbegleiter für viele menschen seit vielen jahren Jahrzehnten.
00:26:28: Und man leidet auch mit dir wenn es dir mal nicht so gut geht und auch diese Zeiten gab es ja.
00:26:32: jeder hat ja mal hoch unter den tiefen und Es passiert ja auch mal etwas was vielleicht nicht so schön im leben ist.
00:26:37: Daher sei mir diese Frage erlaubt gewesen, da du ja auch manchmal und eher schon etwas Privater des Sachen auch erzählst.
00:26:47: Habe ich überhaupt kein Problem damit?
00:26:49: Denn nur so merken die Menschen auch...da sitzt wirklich ein Mensch und keine KI!
00:26:56: Und das ist das große Plus, dass Radio vor allen anderen Medien hat.
00:27:00: Sobald ich den Regler hochziehe ist alles live, ist alles echt.
00:27:05: Jeder Versprecher, jeder Lacher, jede Träne.
00:27:08: und ich muss ehrlich sagen... Und gerade jetzt in dieser Zeit wo man pausenlos mit lügen-und fake konfrontiert wird, ist Radio einer der letzten Bastionen wo wirklich echte Menschen für Menschen senden und da sind.
00:27:26: Ja Ja, über künstliche Intelligenz werden wir gleich auch noch ganz kurz sprechen.
00:27:30: Ich möchte kurz auf den deutschen Radiopreis zu sprechen kommen.
00:27:35: Du seist mit einhundertdreißig Mark einer Camping-Liege und dem Wunsch nach Deutschland gekommen, genau das Radio zu machen, dass du immer machen wolltest.
00:27:44: War das Mut oder die wunderbare Naivität eines jungen Mannes der noch gar nicht wusste was?
00:27:49: Alle schiefgehen kann!
00:27:52: Also meine Schulkarriere fadete damals aus also die verschwand so im Nirgendwo Und ein guter Freund von uns, übrigens derjenige, der auch für Udo Jürgens viele Lieder geschrieben hat, hat mir damals geraten.
00:28:06: Das war so ein Freund des Hauses... Du!
00:28:08: Da haben so neue private Radiostationen in Deutschland aufgemacht.
00:28:12: Das wäre doch was für dich?
00:28:14: Ich hatte keine Ahnung, was da gerade passiert in Süddeutschland.
00:28:19: Hatte eine Adresse bekommen.
00:28:21: Dann bin ich nach München gefahren mit dem Motorrad.
00:28:24: Es war ein Samstagvormittag Und hab einfach mal gefragt, kann ich bei euch mitarbeiten?
00:28:28: Obwohl ich euch ja doch gar nicht hören konnte.
00:28:31: Der Sender war damals acht Monate und eher.
00:28:34: Haben die gesagt gehen wir hoch in ersten Stock machen Demo.
00:28:37: Kassette in die Hand, Plattenspieler links, Plattspieler rechts.
00:28:41: Dann habe ich aber gleich gesagt ihr müsst mir sofort sagen ob ich Chancen habe oder nicht weil Uhr morgen fahre ich für drei Wochen nach Griechenland.
00:28:47: Da haben sie gesagt eine große Klappe hast du ja!
00:28:50: Wir rufen dich an der Klassiker.
00:28:53: Don't call us we call you.
00:28:55: Ja, ich fahre wirklich mit dem Motorrad nach Griechenland.
00:29:00: Ruf irgendwann meine Mutter an und sagte und hat sich irgendwer gemeldet?
00:29:04: dann meinte sie ja irgendeiner von Radio Bim Bam Bam Sag ich komm!
00:29:08: Ja genau komm.
00:29:09: ob du nicht Lust hast die zweite Station in Nürnberg mit aufzubauen?
00:29:14: Ich aufs Motorrad Nach Nürnenberg gefahren und seitdem bin ich in Deutschland.
00:29:18: Das ist die Geschichte.
00:29:19: so war das Goldgräberstimmung.
00:29:22: Da kamen Leute zusammen, die mit Radio vorher so gar nichts am Hut hatten und wir waren alles autodidakten.
00:29:29: Wir mussten uns selber alles beibringen – das war das große Glück!
00:29:33: Was für eine wilde Geschichte?
00:29:34: Und was war an Wolfgang Leica Moser dann, Radio tauglich?
00:29:40: Was wäre heute wahrscheinlich ein sofortiger Königungsgrund?
00:29:44: Die
00:29:44: Frisur?!
00:29:47: Ich sag nur Dauerwelle….
00:29:48: George Michael... auch ganz vieles.
00:29:53: Da stand plötzlich der damalige Unterhaltsungschef des Bayerischen Rundfunks vor mir und meinte, also Sie sind der Leica Mose.
00:30:00: Habe ich gesagt ja.
00:30:03: Also das was sie da gestern in ihrer Sendung gebracht haben, dass wir bei uns eine fristlose Kündigung.
00:30:08: Das wissen sie schon aber ich feier sie.
00:30:11: Was habe ich denn dann gesagt?
00:30:13: Naja dieser Spruch da über die Männer und damals war es auch im Wurg Grandgruppen-Witze zu machen, zum Beispiel über Männer.
00:30:22: Und ich habe lediglich ein Titel anmoderiert mit dem Satz und jetzt für alle zu kurzgekommenen Männer, Trini Lopez if I had a hammer!
00:30:31: Ja so war das damals heute undeckbar.
00:30:35: Heute
00:30:35: undeckba.
00:30:36: ja da hat sich einiges getan.
00:30:37: gibt es denn eigentlich noch Aufnahmen deiner ersten Moderationen die du heute noch dir als Erinnerungen anhören kann?
00:30:44: Nichts
00:30:44: Gar nichts, es gibt nichts.
00:30:47: Also ich habe mal geschaut, nada leider ist vielleicht auch besser so.
00:30:52: Nehmen wir mal an du würdest heute nochmal im Radiogeschäft beginnen hättest du es schwerer in dieses Geschäft hineinzukommen oder wäre das aus anderen Gründen leichter inzwischen?
00:31:01: Die Quereinsteiger sind meistens die, die sich dieser Branche am weitesten bringen.
00:31:06: Es sind selten die von irgendwelchen Medienschulen kommen und eigentlich Fast nie, die irgendeine journalistische große Grundbildung schon mal genossen haben.
00:31:18: Denn was ist Radio?
00:31:21: Im Idealfall ist Radiounterhaltung Information und das unter einen Hut zu bringen.
00:31:30: da braucht es mittlerweile ganz anderes Skills Die und diesen Vorwurf mache ich auch vielen Medienschulen nicht gelehrt werden.
00:31:40: Ich habe zum Beispiel vor ... über... ...fünfundzwanzig Jahren auf den Medientagen in Süddeutschland mal eine wahnsinnige Kritik abbekommen, weil ich auf einem Podium gesagt habe, Beitragsradio ist tot.
00:31:55: Dieses stupide Abdrücken irgendwelcher vorgefertigten redaktionellen Beiträge ja?
00:32:01: Der Moderator liest eine Anmoderation drückt auf das Knöpfchen und hat mit dem was dann Und er geht nichts mehr zu tun.
00:32:09: Da war ich damals schon ein ganz großer Feind, die haben mich gekillt!
00:32:14: Das kann man so nicht sagen.
00:32:16: und da braucht es journalistische Vorbildungen.
00:32:18: und habe gesagt euch werden die Leute nicht mehr zuhören?
00:32:22: Ich hatte Recht.
00:32:24: Ja vor fünfzehnzig Jahren gab es noch kein WhatsApp, kein Instagram, kein Livestream.
00:32:29: Es gab andere technischen Möglichkeiten.
00:32:31: War Radio deshalb mächtiger oder für dich auch einfach geheimnisvoller?
00:32:37: Radio damals war wie Buchlesen.
00:32:40: Gibt fünf Menschen in den neunziger Jahren ein Buch?
00:32:45: Du kriegst fünf verschiedene Geschichten, wenn sie dir erzählen, wie Sie das Buch empfunden haben.
00:32:51: Wir waren nicht bebildert damals.
00:32:53: Das ist mittlerweile anders.
00:32:55: Mittlerweile ist Radio gleichzusetzen mit TikTok und mit Fernsehen.
00:33:01: Es muss alles bebildert sein, es muss zu allem ein Beweisvideo geben.
00:33:05: Das war damals nicht der Fall und die Magic war größer.
00:33:10: Ja, eindeutig!
00:33:11: Wann hast du denn zum ersten Mal im Alltag gemerkt?
00:33:14: Die Menschen kennen meine Stimme.
00:33:19: Da gab es doch bestimmt diesen Bäckermoment oder im Supermarkt
00:33:22: an der Kasse... Ach ja, das ging relativ schnell aber ich freue mich drüber Und so wie ich auf die Menschen zugehe, gehen sie lustigerweise auch auf mich an der Kaufhauskasse zu oder im Freibad egal wo ich bin.
00:33:40: Also ich habe noch nie irgendwie was Blödes erfahren.
00:33:44: das freut einen schon.
00:33:46: Das glaube ich auch denn man kann ja auch nichts gegen Wolfgang Leica Mosa haben.
00:33:49: du bist ja jemanden der unfassbar hohe Sympathiewerte besitzt und ich kann mir aber auch vorstellen dass es diese Momente gibt In dem du irgendwo privat etwas sagst, vielleicht im Freibad zu einem Freund und ein Fremder dreht sich um und sagt Moment mal.
00:34:03: Sie sind doch der Leikamusa?
00:34:04: Ja ja gestern wieder passiert.
00:34:07: Doch beim Wirt.
00:34:08: Mein kleines Mädchen hat mal zu mir gesagt Du bist der Leike, gell!
00:34:15: Du bist an jeder Marc.
00:34:19: Auch süß.
00:34:20: Also
00:34:22: die meisten Menschen wechseln ja im Laufe ihres Lebens mehrfach den Arbeitgeber.
00:34:25: Jetzt bist du seit, ich darf jetzt nichts Falsches, ich glaube es ist thirty-eight Jahre.
00:34:29: müssten das sein?
00:34:29: Seit thirty eight Jahren beim selben Sender?
00:34:31: Ja,
00:34:32: seit August nineteenhundert achtundachtzig.
00:34:35: Genau!
00:34:36: Dann haben wir die Thirty-eight voll.
00:34:38: Ist das denn immer noch eine große Liebe inzwischen auch vielleicht so ein bisschen Gewohnheit oder hatte ich einfach niemand rechtzeitig rausgelassen?
00:34:45: Ja, man hat mich angekettet.
00:34:47: Ich darf auch nur pro Tag ungefähr zehn Minuten in den Innenhof um Tagesricht zu sehen dann werde ich wieder eingesperrt.
00:34:54: Nein!
00:34:55: Never change a winning team.
00:34:57: das ist wirklich das größte Glück dass wir haben kann.
00:35:00: Ich habe jeden tag mit so vielen großartigen Menschen zu tun und ich hab ein Team um mich herum.
00:35:09: Das kann man sich nicht schnitzen.
00:35:11: Solange das der Fall ist, solange werde ich diesem Sender treu bleiben.
00:35:17: Ich bin unheimlich loyal!
00:35:19: Da bin ich wirklich wie ein treuer Hund und ich habe mir damals gesagt in guten wie schlechten Zeiten und wenn man solche Verträge unterschreibt dann geht man auch eine gewisse Bringschuld mit ein.
00:35:30: ja also ich weiß wie wertvoll heutzutage ein guter sicherer Arbeitsplatz ist Und ich bin unheimlich stolz auf das Erreichte dieses Senders und es ist umso schöner sagen zu können, ich bin auch ein kleiner Teil davon.
00:35:50: Ja nicht nur ein kleiner Teil denn du hast es ja geschafft dass man dich in vier Jahrzehnten einerseits nicht loswerden wollte weder die Zuschauer noch der Sender.
00:35:59: und anscheinend hast Du Dich ja auch.
00:36:01: Ja,
00:36:02: es gab mal den Spruch ja.
00:36:03: Den Leikermoser, den tragen wir irgendwann in der Horizontalen aus dem Studio.
00:36:09: Bitte aber erst in drei und dreißig Jahren!
00:36:13: Und du hast das anscheinend ja auch nie irgendwie zu langeweile gebracht?
00:36:17: Das gab es bei dir anscheinen nicht.
00:36:19: Langeweile... das ist ein Wort, das kommt in meinem Vokabular definitiv nicht vor.
00:36:25: Keine Sekunde lange weiter.
00:36:27: Überhaupt nicht!
00:36:28: Also für mich hat ein Tag viel zu wenig Stunden und leider muss ich ab und zu ja doch auch mal schlafen, aber ja... Ich bin da wirklich wie so'n Perpeto-Mobile.
00:36:39: Gibt es morgens nach all den Jahren noch echtes Lampenfieber bei dir?
00:36:43: jetzt vielleicht?
00:36:43: Nicht vor der Sendung, aber vor einem besonderen Gespräch oder einer schwierigen Nachrichtin?
00:36:50: Lampenfieber ist etwas unheimlich wertvoll ist und solange man sich das erhalten kann, bitte tut es.
00:37:00: Egal ob verliebt sein, egal ob die Bewältigung einer großen Aufgabe bevorsteht, Lampenfieber pusht dich da bist du nicht auf hundert kmh oder bis auf hundertzwanzig kmh und das geht einher mit Konzentrationen.
00:37:20: ein gewisses Lampenfieber bewahren, um volle Leistung bringen zu können.
00:37:25: Es ist jetzt nicht dieses aufgeregt sein nur weil ich jetzt an Erdbeeren oder irgendwie einen Interview führe aber man fokussiert sich ganz anders wenn man ein bisschen aufgereght is'.
00:37:38: Ja das stimmt!
00:37:40: Das hatte ich auch oft bei Gästen schon gehört die ich hier im Podcast begrüßen durfte dass es dann gefährlich wird wenn man nicht mehr aufgereckt.
00:37:50: Ja, sobald einer denkt, hab ich doch schon hundertmal gemacht.
00:37:53: Ich bin doch ein Routinier und mir kann doch keiner mehr zack in der Sekunde hast du verloren!
00:37:59: Das ist wie bei einem Marathonläufer es sind nicht die ersten vierzig Kilometer die entscheiden Es sind die letzten zweieinhalb Und da musste noch mal Reserven haben und Vollstoff geben können.
00:38:13: So nun erleben wir ja auch in Zeiten von Krieg Terroranschlägen, Pandemie-Wirtschaftskrisen und politischen Umbrüchen die du ja auch im Radio als Moderator mit begleitest.
00:38:25: Und deine Aufgabe ist es seit Jahrzehnten Menschen möglichst gut in den Tag zu bringen was man soll mit einem guten Gefühl ja auch starten.
00:38:32: Was passiert aber bei dir an einem Morgen an dem es dir selbst nicht so gut geht?
00:38:39: Wie schaffst Du es dann Bayern immer noch so motiviert in den tag zu bringen?
00:38:47: Da muss man professionell sein.
00:38:49: Also die persönlichen Befindlichkeiten bleiben vor der Studiotür, das ist ein absolutes Credo Auch wenn es mir schlecht geht auch wenn ich neununddreißig Fieber habe.
00:39:00: Ich stehe am Mischpult, ich bin in der Sekunde der Kapitän von dem ganzen Schiff und ich entscheide im Personalunion was unergeht und vor allem wie es auf Sendung geht.
00:39:15: Man muss genau erkennen, ab wann man auch mal die Klappe hält.
00:39:21: Das macht einen guten Moderator aus und es gab schon viele Szenen da sind wir ja auch die Tränen gekommen zum Beispiel beim Fall der Berliner Mauer wenn ich live kommentiert habe.
00:39:34: Ich stand da ich hab auf dem Monitor gesehen was da gerade in Berlin abgeht Und mir kamen die Tränen.
00:39:40: dazu muss man sagen Die Familie meiner Mutter die stammt aus Leipzig.
00:39:45: Ich bin groß geworden mit diesem geteilten Deutschland.
00:39:48: Ich habe selber als Kind noch Kerrpakete in den Osten geschickt, mit Zahnpasta und Nähzeug weil es gab da drüben ja nichts!
00:39:57: Und als das stattfand, war für mich wirklich das erste ganz große Ereignis wo ich dann nur noch gesagt hab, liebe Hörer, dass was jetzt passiert ist historisch.
00:40:11: Das ist so unglaublich Entschuldigt, aber mir kommen gerade die Tränen.
00:40:16: Ich habe das auch so gesagt und da bricht es dann aus einem raus und ich halte auch nicht zurück in der
00:40:24: Minute.".
00:40:25: Ja, und das macht dich ja auch umso authentischer!
00:40:27: Und wenn wir jetzt nochmal auf das Jahr zehntinzehnt blicken... Da bekamst du den deutschen Radiopreis als bester Moderator und da gab es diese Zeit, dass es dir mal nicht so gut ging denn wenige Tage zuvor war dein Vater gestorben und Du hast ihn auf der Bühne gedankt.
00:40:43: Wie viel Privates darf oder sollte denn ein Radiomautor seinen Hörern zeigen?
00:40:49: und wo beginnt für dich, für Wolfgang Leica Moser einen Bereich der vielleicht doch niemanden etwas angeht?
00:40:57: Kurz vor seinem Tod hat mein Vater mich noch in einer Wachensekunde hatte Alzheimer gefragt.
00:41:03: Und mögen sich die Leute noch... Die Frage wird mir ewig in Erinnerung bleiben!
00:41:09: Die geht so unter die Haut also... Die ist heftig.
00:41:15: In der Sekunde, als ich den Preis bekam, bin ich auf die Bühne... Ich hab überhaupt nichts groß vorbereitet gehabt und in der Sekunden schoss mir mein Vater ein.
00:41:27: Und das spudelte aus mir heraus.
00:41:30: Das war weder geplant noch sonst irgendwie ja vorbereitet.
00:41:36: Das musste raus in der sekunde!
00:41:38: Ich mach da auch keine Held raus.
00:41:41: Was kann ein Moderator seinen Hörern, seinem Publikum zumuten.
00:41:45: Das ist eine sehr gute Frage.
00:41:48: Heutzutage ist es anders als noch vor zwanzig, fünfundzwanzig Jahren.
00:41:52: Damals war das ein absolutes Tabuto.
00:41:54: Erzählst auf keinen Fall irgendwas Privates!
00:41:57: Heute ist das gefordert.
00:41:59: die Menschen wollen wissen mit wem sie's da zu tun haben.
00:42:02: Jahrzehnte lang jeden Tag Waren Menschen mit mir auf?
00:42:05: Natürlich interessiert man sich auch für sein Privatleben.
00:42:08: Und natürlich will man wissen, was bewegt denen?
00:42:10: und wenn ich Kopfhörer habe, sage ich Leute, heute müsst ihr ein bisschen mehr reden!
00:42:14: Ich hab so Schädelweh... Es gibt genug Themen die jeden interessieren.
00:42:21: Warum soll man die nicht
00:42:22: erzählen?!
00:42:23: Das ist ein Medium von Menschen für Menschen.
00:42:26: Ja das meinte ich vorhin denn du wachst ja seit Jahrzehnten mit Menschen auf, die du größtenteils nie persönlich getroffen hast.
00:42:32: Oder sie dich und kannst zwischen einem Moderator und seinen Hörern trotzdem so etwas wie eine echte Beziehung entstehen.
00:42:39: Ich sage mal ja, denn wenn man dir schon seit zwanzig, fünfundzwanzig dreißig Jahren zuhört dann bist du für viele ein guter Freund obwohl man sich vielleicht nie gesehen hat.
00:42:47: Ja Authentizität ist das Zauberwort.
00:42:51: alle wollen überall und immer Authentzität.
00:42:54: dazu muss man sagen die wenigsten können damit umgehen aber...
00:42:59: Und die Wenigsten können es aussprechen
00:43:01: Ja, ich hab's vorproduziert.
00:43:03: Nein Spaß gesagt!
00:43:05: Das ist wirklich sei real habe ich gelernt und Menschen spüren das.
00:43:11: wenn du täglich vier Stunden non-air bist über achtunddreißig Jahre ohne einen Fehltag dann merken die Leute im Bauch und im Herzen Ist der echt oder nicht?
00:43:24: Ich habe schon so viele kommen und gehen gesehen in dem Medium.
00:43:27: Ganz viele Moderatoren, die nahe unheimlich tolle Stimme hatten und sich auf dieser tollen Stimme ausgeruht haben und gedacht haben das würde reichen.
00:43:37: Ah am Arsch die Räuber!
00:43:39: Nee, die Leute wollen einen echten Menschen da sitzen haben, der auch mal... Stimbo hat oder von mir aus eine heißere Stimme, oder von mehr aus ne Nacht durchgezecht hat und am nächsten Morgen dementsprechend klingt.
00:43:54: Also bei mir ist das nicht der Fall.
00:43:55: ich trink eigentlich so gut wie nie Alkohol.
00:43:57: aber wirklich dass echt sein dieser Authentizität ist es um und auf und sobald sich jemand verstellt vor der Kamera oder am Mikrofon hast du verloren.
00:44:10: So und dann hören die Menschen dich, wie ich vermutlich seit ihrer Kindheit viele von uns.
00:44:15: Jetzt wohne ich seit vierzehn Jahren in Berlin.
00:44:17: bei mir ist es so wenn ich morgens im Bad stehe Alexa anmache dann läuft bei mir Antenne.
00:44:21: Bayern.
00:44:22: also du hast auch Hörer in berlin.
00:44:24: ja definitiv definitiv und ich fühle mich immer gut abgeholt.
00:44:27: Ich höre da auch mal Berliner Radiosender aber bayern ist doch meine Heimat.
00:44:31: so.
00:44:31: und dann gibt's aber viele menschen Menschen die dich schon lange hören Und sie sitzen inzwischen mit ihren eigenen Kindern beim Frühstück.
00:44:37: Ist der Gedanke für dich schön oder machte einem auch ein kleines bisschen Angst, weil er dir auch gnadenlos zeigt wie viel Zeit schon vergangen ist?
00:44:46: Ehrlich ich habe mich darüber noch nie Gedanken gemacht.
00:44:50: Aber jetzt wo du sagst denke ich mir mal ganz kurz OHA!
00:44:55: Schon wieder fast vier Jahrzehnte vorbei also weiter geht's.
00:45:00: Was bedeutet die Reichweite nach so vielen Jahren überhaupt noch?
00:45:05: Wir sind ein privatwirtschaftliches Unternehmen.
00:45:08: Die Quote bestimmt unsere Existenz, wir bekommen keine GEZ-Gebühren.
00:45:13: Uns gibt es nur weil uns so viele Menschen hören denn wenn das nicht der Fall wäre würden nicht so viele Firmen bei uns werben.
00:45:24: und nur durch die Werbung gibt es diese Antenne Bayern Group
00:45:28: Ja, und die Radiopeist Shuri lobte dich damals unter anderem dafür nie anbiedern oder unverschämt zu sein.
00:45:35: Das ist offenbar auch sehr wichtig in diesem Business.
00:45:39: Kann man den Schlagfertigkeit eigentlich lernen?
00:45:41: Oder muss man vor allem wissen wann man besser mal die Klappe hält?
00:45:46: Ich habe es vorhin schon einmal gesagt Die besten Moderatoren zeichnen sich In dem Moment aus indem sie genau wissen.
00:45:52: jetzt halte ich die Knappe.
00:45:54: Ich bin groß geworden Mit einer im Nachhinein ziemlich heftigen Erziehung.
00:46:01: Also Tante Venezianerin, Urgroßmutter Contesto Bresac Vater Salzburger Bauer meine Mutter Solotänzerin aus Leipzig Meine Urgroßenmutter die Contest hat mir mit vier Jahren schon Handkuss beigebracht und wie man sich bei Tisch benimmt.
00:46:20: Ich habe gelernt als fünfjähriger den Frauen die Tür aufzuhalten und das ist alles geblieben.
00:46:27: Das war schon die ganz große Etikette, der ganz große Kniege.
00:46:33: Ja und dieser alte Schule hat ja wahrscheinlich auch geholfen im Umgang mit anderen Prominenten denn die kam hier und kommen sehr oft bei euch ins Studio.
00:46:41: Welcher Prominente hatte ich in den fast vierzig Jahren Radio am positivsten überrascht?
00:46:47: Das waren immer die von denen man sich am wenigsten erwartet hätte.
00:46:52: das waren immer Die Ganz Großen, Die Echten, die niemandem was Beweisen besten und die waren alle sehr handsam, sehr gut zu händeln.
00:47:02: Das Lustige war ich kann mich noch erinnern als es hieß.
00:47:05: Ah, exklusiv Interview mit Herbert Grönemeyer zum Beispiel!
00:47:09: Oh der ist schwierig den machst du am Besten Mikey.
00:47:12: Ja okay, Grönemeier kam ein sensationelles mehr stündiges Interview geführt bis der Manager von ihm reinkam und gemeint hätte Herbi, das Flugzeug wartet.
00:47:26: Wir müssen zum
00:47:27: Flughafen.".
00:47:28: Und dann sagt der, du, das ist so nett hier mit dem Likey heißt du?
00:47:34: Ich komm wieder!
00:47:36: Oder Reinold Messner verschrien als einer der schwierigsten Interviewpartner.
00:47:42: Der hat mir, leider habe ich es nicht mehr aufband.
00:47:44: Der hat mich tatsächlich im Interview damals erzählt auf die Frage... Also Herr Messner Sie wissen schon seit sie mit dem Yeti jetzt hier ums Ecke gekommen sind und sagen viele also der hat sie nicht mehr alle.
00:47:55: das sagt der Rheinberg wirklich zu mir.
00:47:58: Also er leikt aber.
00:48:00: Ich hab sämtliche acht Tausende ohne Sauerstoff bestehen und da kann schon mal die eine oder andere Gehirnzelle absterben.
00:48:08: Aber das ist Ehrlichkeit.
00:48:09: So wie es Reinhold Messner gewesen oder Falco, der wird jetzt noch so verklärt.
00:48:16: Der saß bei mir auf der Blauen Couch bei Antenne Bayern wirklich wie ein kleines Häufchen Elend mit seiner Rabenbrille auf und ich habe Auftritte von ihm erlebt die waren nicht so berühmt und er wusste auch dass ich ein paar Sachen über ihn weiß die man jetzt besser nicht erzählt.
00:48:37: braucht es unbedingt, Pokes um so erfolgreich zu werden wie du.
00:48:42: Hat er gesagt wer sich an die Achtziger erinnern kann der hat sie nicht erlebt.
00:48:50: Aber das bedeutet ja für dich, dass deine Achtziger offenbar nicht so gut waren wenn du noch sehr starke Erinnerungen an diese Zeit hast?
00:48:56: Ich habe nie Rauschgift genommen oder andere Suchtmittelchen.
00:49:00: Also der Kälch ist zum Glück an mir vorübergegangen.
00:49:04: Dieses Gerücht wollen wir gar nicht erst aufkommen lassen.
00:49:06: Das vermutet auch niemand bei dir lieber Wolfgang.
00:49:08: Ich hatte kürzlich Holm Dressler bei mir zu Gast und wir sprachen über die alten Zeiten mit Thomas Gottschalkenko und er erzählte mir von einer Begegnung Mit Klaus Kinzki im Studio, legendär ist ja auch bei YouTube zu sehen nach wie vor der ja auch als ganz schwieriger Interviewpartner galt.
00:49:27: Ich persönlich bin ihm nie begegnet.
00:49:28: Hattest du irgendwann mal Berührungspunkte mit Klaus-Kinzki?
00:49:31: Nein!
00:49:32: Ich kann mich an seine Auftritte erinnern.
00:49:35: Der hat es ja auch darauf angelegt.
00:49:36: Er wollte ja Partu das Enfantariebel sein.
00:49:40: Das war ja auch seine Masche.
00:49:42: Sein einziger... Freund, den er glaube ich wirklich hatte war Joachim Fuchsberger.
00:49:48: Der hat ihn damals zur Seite genommen mal in dem Rheuss-Darrant also sich wieder so blöd aufgeführt und gemeint hat.
00:49:55: Also Klaus jetzt hört endlich mal auf zu Schauspielern!
00:49:59: Du bist so ein Arschloch!
00:50:01: Hey das brauchst du nicht!
00:50:05: Das war seine Masche.
00:50:06: Ja?
00:50:07: Das ist interessant.
00:50:08: Das heißt er hatte tatsächlich noch eine andere Seite.
00:50:11: Der konnte auch anders.
00:50:15: Oh, Moment!
00:50:16: Eine Geschichte fällt mir ein.
00:50:18: Die ist wirklich legendär.
00:50:21: Alle Welt kann sich noch an Mariah Carey erinnern die große Diva aus den Neunzigern.
00:50:27: Mariah Carey hat uns bei Antenne Bayern das einzige exklusive Radio in ganz Deutschland gegeben.
00:50:34: Und es begab sich, dass zwei Tage vorher die Security vorbeikam um das Studio zu checken.
00:50:41: Stand ich mit so einem Riesen-Riegel von Bodyguard?
00:50:46: Dann schaut er sich das an und okay der Studio ist im zweiten Stock.
00:50:50: ja wie kommt Frau Carey da hoch sage ich hier im Aufzug.
00:50:55: Das ist ein Lastenaufzug!
00:50:57: Ja, und?
00:50:58: Da steigt sie nicht ein.
00:51:00: Wie?
00:51:01: Das ist unter ihrem Niveau.
00:51:04: Daneben geht auch die Treppe hoch.
00:51:06: Dann baut er mich an... Ich hab gedacht der springt mir an die Gurgel und sagt Miss Carrie doesn't take steps!
00:51:16: Alles
00:51:16: klar?!
00:51:17: Daraufhin haben wir den Lastenaufzug dekoriert mit Blumen und Teppich und Spiegeln und dann ist er da eingestiegen.
00:51:25: Nein!
00:51:26: Faszinieren und du hast viel erlebt.
00:51:28: Du bist mit dem Tretboot von Bamberg Richtung Passau gefahren, du warst bei Eis und Schnee am See, du hast Fenster am Olympiaturm geputzt noch diverse andere Dinge getan Bei denen ja normale Menschen sagen würden warum?
00:51:40: Und ich möchte dich fragen lieber Laiki Warum?
00:51:43: Darum weil Ich mir nie vorwerfen Möchte hätte ich doch Man muss alles mal ausprobiert haben um zu wissen Brauche ich kein zweites Mal.
00:51:57: Das läuft unter der Rubrik Action Radio und ich bin einer, ja ... Der Bauer auf dem Schachtbrett immer vorne dran, immer kommt Gibi ihm und ich mach das und Ja!
00:52:11: Das ist so ein innerer Drang.
00:52:13: Das hält ja auch jung und du hast erst im August dieses Jahres ... an einer Face Wand in den Allgäuer Alpen übernachtet.
00:52:19: Mit sechzig Jahren, mit jungen Sechzig!
00:52:22: Da gibt es überhaupt nix zu tun, entschuldige das kann man auch nicht mehr als siebzig...
00:52:27: Das will ich, darauf will ich gar nicht hinaus.
00:52:29: aber gibt es denn in deinem Sender eigentlich niemanden der dich irgendwann liebevoll daran erinnert dass man radiotheoretisch auch einfach im Studio machen könnte?
00:52:37: Ja, das mach' ich ja tagtäglich Aber ab und zu bin ich ja auf frische Luft.
00:52:40: Schau?
00:52:41: Das muss mal auch so entschuligen Der Bub muss ja auch mal raus
00:52:47: So, und gibt es eine Grenze bei der du heute sagst?
00:52:50: Das hätte der Likey mit Fünfunddreißig gemacht.
00:52:52: Aber der likey etwas älter ist nicht vollkommen lebensmüde.
00:52:57: Wo geht's denn dabei hier los?
00:52:59: Also ich spreche nie in der dritten Person über mich.
00:53:01: Der Likey macht das Punkt aus Ende also Attacke da kenne ich kein zurück bei nichts.
00:53:08: Sehr gut!
00:53:09: Du bist mit Radio placken und drei Fernsehprogrammen aufgewachsen Und Heute wächst ein zwölfjähriger mit TikTok auf.
00:53:16: Beneidest du diese Generation um ihre Möglichkeiten oder bist du froh, dass deine Pubertät nicht dokumentiert wurde?
00:53:24: Mittlerweile sind die Kinder over-entertained und das ist ganz, ganz schlimm.
00:53:29: Die wenigsten können überhaupt noch sich mit sich selber beschäftigen.
00:53:34: Die brauchen eigentlich alle immer einen sogenannten Vortänzer oder einen Klassenkassbar.
00:53:41: Ganz wenige Kinder haben die Ruhe dass sie sich alleine unterhalten können.
00:53:48: Das ist ein wahnsinniges Problem!
00:53:51: Meine Schwester war Grundschullehrerin und die hat das tagtäglich mitbekommen, seit es das Internet gibt, seites das Handy gibt.
00:54:02: Ist die PISA-Studie auch dementsprechend?
00:54:06: Ich weiß nicht wo das noch hinführen soll... ich war jemand der Man würde heute sagen schon immer eine Rampen sauber.
00:54:16: Ich habe immer die Bühne gesucht, weil ich mich da oben wohlgefühlt habe.
00:54:20: Ich war derjenige, der auf dem Kindergeburtstag einen Kochlöffel genommen hat und das war quasi mein erstes Mikrofon, in das ich gesprochen hab.
00:54:29: Das ist ne Veranlagung ja.
00:54:30: also ich wäre heute glaube ich auch eher ein Kind dass selber was reißt als pausenlos am Handy zu hängen und bei TikTok um zu switchen.
00:54:45: Naja, früher musste eine Falschmeldung erst mal an einer Redaktion vorbeikommen.
00:54:49: heute kann jeder mit einem Smartphone dann Millionen Menschen erreichen.
00:54:53: wird so ein seriöser Radiosender wie Antenne Bayern dadurch wieder wichtiger gerade weil nicht jeder Senden darf was er gerade glaubt?
00:55:00: Hm ja wichtiger denn je Seit Corona findet ein wahnsinniger Wertewandel in den Medien statt.
00:55:10: die Öffentlich-Rechtlichen haben Ihre Reputation vergeigt, muss ich ehrlich sagen.
00:55:16: Ist auch der Tatsache geschuldet dass sie jahrzehntelang von oben herab gesendet haben mit erhobenen Zeigefinger und das will keiner.
00:55:24: Keiner will an seine Schulzeit erinnert werden ja.
00:55:28: Man muss Radio man muss Fernsehen aus dem Volk für das Volk machen.
00:55:34: Ja?
00:55:35: Man muss somit den Menschen sprechen wie Menschen sprechen.
00:55:40: Das geht auch an die Politik.
00:55:43: Langsam sikert das durch in Berlin, in den Ministerien nur es fehlt das Bodenpersonal dafür.
00:55:51: Ja das sind bewegende Zeiten und ich glaube wir werden ja noch einiges erleben in den kommenden Jahren an Veränderungen nicht nur im Hinblick auf künstliche Intelligenz.
00:55:59: Wenn heute Antenne Bayern oder jemand anderes zu dir sagen würde, jetzt ist mal gut lieber Wolfgang.
00:56:04: Lieber Leiki, tritt doch mal ein bisschen kürzer und genieße deine Zeit!
00:56:08: Wir kaufen dir deine Stimme ab und ab sofort, ab Montag geht eine künstliche Intelligenz auf Sendung.
00:56:13: Würden sich deine Kolleginnen und Kollegen darüber freuen?
00:56:15: Und die Hörer?
00:56:16: Was glaubst
00:56:16: du?
00:56:17: Dann frag mal lieber meine Kolleginnen.
00:56:19: und zweieinhalb Jahren waren wir bei der Antenne die ersten, die mit KI im Radio experimentiert haben.
00:56:35: Dann habe ich drei Stunden lang nur Texte eingesprochen und diese Texte wurden nach England geschickt und dort wurde versucht eine KI damit zu füttern, die einen künstlichen Leikermose herstellt.
00:56:48: Nach zwei Wochen haben die Engländer dann bei uns angerufen und gemeint Wir haben das schon mit anderen Moderatoren gemacht, da hat es geklappt.
00:56:56: Aber mit diesem Likey klappt das nicht!
00:57:00: Die Melodie die Modulation und die Spontanität kriegt die KI noch nicht hin.
00:57:08: vielleicht irgendwann mal aber selbst dann würden höre ist merken dass sie's nicht mit dem echten zu tun haben.
00:57:15: Mein Gott, wie froh sind wir darüber?
00:57:17: Dass das nicht geklappt hat.
00:57:18: Gar nicht auszudenken!
00:57:20: Aber was ich mich ja schon die ganze Zeit frage kommt Liken eigentlich von Leikermosa.
00:57:26: Warst du schon Social Media bevor es Social Media überhaupt gab?
00:57:29: Warst Du vielleicht so der Beginn des Ganzen?
00:57:31: Ja ist glaube mal den Aufkleber I like liking.
00:57:35: Ich habe mir einmal ein paar Gedanken gemacht was man dann auch spielen könnte.
00:57:37: Es gibt ja oder es gäbe das Wort leikern.
00:57:40: also jemanden spontan gute Laune machen oder entleikern würde ja auch gehen morgens vor dem ersten Kaffee.
00:57:45: Und ich fände ganz lustig auch Leica-Bility, also die Fähigkeit schon um sechs Uhr morgens sympathisch zu wirken.
00:57:51: Oh jetzt kann man ganz billigen werden.
00:57:53: So
00:57:54: und natürlich noch Achtung, Wortwitz Nummer vier, Leica Fluenza.
00:57:58: Ja auch schön.
00:58:00: Ein
00:58:00: Influencer mit Radioerfahrungen
00:58:02: oder der?
00:58:03: Das klingt nach Virus!
00:58:06: Es gibt aber auch die Möglichkeit den aktuellen Unterhaltungspegel zum Messen.
00:58:09: das werde dann der sogenannte Leica Meter.
00:58:11: Auch schön, okay?
00:58:13: Also ein Fleißbildchen bekommst du dafür.
00:58:16: Danke!
00:58:16: Naja... Ein bisschen mühe gebe ich mir ja auch.
00:58:18: So wir sind fast schon am Ende der heutigen Folge.
00:58:20: zwei Fragen habe ich aber noch an dich lieber Wolfgang.
00:58:24: Früher musste man etwas können um ins Radio oder Fernsehen zu kommen und heute kann ja auch die Persönlichkeit selbst das Produkt sein.
00:58:32: Ich will das jetzt gar nicht infrage stellen denn auch Laiki ist ja irgendwie ein Produkt allerdings ein sehr angenehmes positiv gestimmt ist.
00:58:41: Bist du denn manchmal neidisch darauf, wie einfach Prominenz geworden ist oder bist du eher froh, dass du noch einen Beruf lernen musstest und dich mit der nächsten Generation jetzt nicht beschäftigen musst?
00:58:52: Vorsicht!
00:58:53: Ihr habt tolle Leute bei euch an Bord.
00:58:54: Basti und Kuo keine Frage, no?
00:58:56: Ja.
00:58:57: Prominence is Fluch und Segen.
00:59:01: Es war nie mein Ziel, Prominent zu sein überhaupt nicht gar nicht.
00:59:05: ich bin viel zu uneitel drum habe Nach zwei Jahren Lokalfernsehen, damit ihr aufgehört.
00:59:14: Ich bin lieber ein bisschen unbekannter weil ich dadurch mehr Preis geben kann.
00:59:23: Dadurch kann nicht mehr ich sein wenn ich mir vorstelle ich müsste mich jeden Tag schminken dann irgendwelche zwanzig Sekündigen zero acht fünfzehn TikTok Videos kreieren also Nach einer Woche müssten sie mich einliefern.
00:59:38: Das ist nicht mein Level, das bin ich dich!
00:59:42: Ja... Meine letzte Frage heute teile ich in zwei Hälften.
00:59:48: Da mir gerade aufgefallen ist, ich habe doch noch zwei einzelne Fragen an dich.
00:59:52: Ich hatte ja schon viele spannende Gäste in meinem Podcast vom ehemaligen Mönch im Benediktiner-Closter über eine Tatortreinigerin bis hin zu einem Senzenmann, einem Friedhofsmanager.
01:00:02: mit wem würdest du gerne mal für einen Tag tauschen?
01:00:07: gibt es einen beruf der dich noch total interessiert mit dem tot?
01:00:10: tatsächlich ich weiß nicht ob du da zurückkommst
01:00:12: gerade gesagt du hast mit dem senzen mann
01:00:15: ja tatsächlich ja.
01:00:17: also es gibt den den beruf des sensenmanns der den menschen das dängeln lehrt.
01:00:23: wer ja ich kann auch sense habe ich gelernt.
01:00:25: tatsächlich Ja sicher, ich bin landwirtschaftlich groß geworden.
01:00:30: Mensch!
01:00:30: Da zeige ich euch mal vor.
01:00:31: Mit Motorstil
01:00:31: in der Hand und mit Sense kein Problem.
01:00:34: Gut also dann halten wir vor fest.
01:00:36: Wolfgang Leica Moser und der Senzenmann das ist ein gutes Du.
01:00:40: Also wenn man einmal einen Tag tot sein könnte... Das wäre schon interessant.
01:00:47: überlegt mal du bist derjenige der die Menschen ins wohin auch immer begleitet?
01:00:53: Mann das is ja Das ist ja sehr großartig.
01:00:57: Mega!
01:00:59: Diese Antwort überrascht mich tatsächlich, ich dachte eher so, deildo-designerin Tato Dreineger in München Benediktina... Ach das ist
01:01:04: doch viel zu banal.
01:01:06: entschuldiger, das macht man nebenbei als Zweitjob aber überleg mal wenn man dir anbieten würde du kannst einen Tag Tod spielen?
01:01:18: Zu wem würdest du zuerst gehen?
01:01:20: wie würdest Du es ihr oder ihm sagen?
01:01:25: Zumindest nicht nach Ismaning, zumindest nicht zu Antenne Bayern.
01:01:29: Ich bitte drum!
01:01:31: So letzte Frage wenn es dann doch nichts mit diesem Tausch wird?
01:01:34: Mit dem Tod bleibt dir noch immer der Posten des bayerischen Ministerpräsidenten lieber liken denn
01:01:40: die Beliebtheit
01:01:40: hättest du
01:01:41: ja...
01:01:43: Die Beliebtheit hättetst du ja definitiv im Freistaat.
01:01:46: was würdest Du denn in den ersten vierundzwanzig Stunden als alle erstes angehen
01:01:50: Als Bayerischer Ministerpräsidium?
01:01:51: Ja Puh ich würde versuchen allen Kindern den Zugang zu den besten Lehrern, den besten Schulen und den besten Universitäten zu ermöglichen.
01:02:04: Vielleicht macht sie nächste Generation dann besser!
01:02:09: Ein sehr schönes Schlusswort.
01:02:11: Ich glaube das können wir uns alle anschließen.
01:02:14: Lieber Laiki lieber Wolfgang herzlichen Dank für diese tolle Stunde mit dir.
01:02:18: es hat großen Spaß gemacht und... Was schon
01:02:20: wieder eine Stunde vorbei hat.
01:02:22: Fast ne
01:02:22: Stunde haben wir hier schon wieder rumgekratzt und hoffentlich auch die gegenüber ein bisschen unterhalten.
01:02:26: aber Was wir gelernt haben, man sollte Wolfgang Leiger muss er tatsächlich vielleicht noch seinen größten noch offenen Lebenstraum erfüllen.
01:02:33: Nämlich ausschlafen in drei und dreißig Jahren, wenn du dann für eine Stunde mal den Tod spielen darfst und ich hoffentlich noch lange genießen dürfen.
01:02:44: Genau, aber dann bitte mit Rückfahrticket.
01:02:49: Das können wir dir alles gut.
01:02:51: weiterhin bleibt gesund!
01:02:52: Danke vor allem für alle, die bis hierher durchgehalten haben.
01:02:56: Ciao Servus Ade!
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