Martin Frank | Kabarettist – Grüße aus Allegro Süd: Was weiß eine Kuh über das gute Leben?
Shownotes
Auf der Bühne bringt Martin Frank ganze Säle zum Lachen. Zu Hause gehörten über viele Jahre Kühe, Hühner, Katzen, Stallarbeit und der ganz normale Wahnsinn eines niederbayerischen Bauernhofs zu seinem Leben. Nun ist eine Ära zu Ende: Sein Vater hat die Landwirtschaft aufgegeben, die letzte Kuh hat den Hof verlassen. Für Martin Frank ist das weit mehr als eine betriebliche Entscheidung. Es ist der Abschied von einer Lebenswelt, die seine Kindheit, seine Familie und letztlich auch seinen Humor geprägt hat. Genau davon erzählt er in seinem Buch „Die Letzte macht das Licht aus – Eine Hofgeschichte“.
Dabei sah sein eigener Lebensplan zunächst überhaupt nicht nach Kabarettkarriere aus. Martin Frank wurde 1992 in Hutthurm bei Passau geboren, wuchs mit seinem jüngeren Bruder auf dem Familienhof auf, absolvierte eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten und arbeitete zeitweise als Standesbeamter. Er spielte Kirchenorgel, nahm klassischen Gesangsunterricht und entschied sich schließlich doch für den Traum von der Bühne. An der Schauspielschule Zerboni in München absolvierte er eine dreijährige Ausbildung – und aus dem jungen Mann, der anderen Menschen offiziell das Ja-Wort abnahm, wurde einer, der heute Abend für Abend vor großem Publikum steht.
Im Gespräch mit André Puchta geht es deshalb um ungewöhnliche Lebensentscheidungen und um die Frage, wie sehr Herkunft einen Menschen prägt. Wie viel Bauernhof steckt heute noch in Martin Franks Humor? Was lernt man zwischen Stall und Küche über Arbeit, Familie und Zusammenhalt? Und wie fühlt es sich an, wenn ein Ort, der seit der Kindheit selbstverständlich von Landwirtschaft geprägt war, plötzlich stiller wird? In seinem Buch schreibt Frank mit Humor, aber auch mit viel persönlicher Nähe über das Ende des elterlichen Betriebs und über eine Entwicklung, die viele kleinere Höfe betrifft.
Dabei räumt er auch mit Vorstellungen über Landwirtschaft auf. Denn ein Bauernhof ist weder romantische Daueridylle noch nur Mistgabel, Traktor und glückliche Kühe auf grünen Wiesen. Landwirtschaft bedeutet Fachwissen, körperliche Arbeit, Bürokratie, wirtschaftlichen Druck und eine Verantwortung, die keinen Feierabend kennt. Frank kennt diese Realität aus erster Hand – und gleichzeitig die Perspektive eines Menschen, der längst zwischen Dorf, Fernsehstudio, Hotel und großen Bühnen pendelt. Genau dieser Spagat macht seinen Blick auf Stadt und Land so interessant.
Auch seine Karriere selbst bietet genügend Stoff für mehrere Kabarettprogramme. Schon als Jugendlicher schrieb Martin Frank eigene Texte und stand auf der Bühne. Es folgten zahlreiche Auszeichnungen, erfolgreiche Soloprogramme und Bücher. Er war Gastgeber der BR-Sendung „Frank am Freitag“, in der er prominente Gäste empfing und gesellschaftliche Themen mit Humor verband. Seit 2026 tourt er mit seinem fünften Soloprogramm „Grüße aus Allegro Süd“ durch den deutschsprachigen Raum. Dass ein ehemaliger Standesbeamter vom niederbayerischen Bauernhof einmal große Hallen füllen würde, dürfte dabei selbst für ihn nicht der offensichtlichste Karriereplan gewesen sein.
Im Podcast geht es aber auch um die Mechanik hinter dem Humor. Was ist noch private Familiengeschichte – und was darf zur Pointe werden? Wie reagieren Angehörige, wenn sie sich plötzlich in einem Bühnenprogramm wiederfinden? Wo endet Beobachtung und wo beginnt Übertreibung? Martin Frank hat früh erlebt, dass Publikum nicht automatisch zwischen Bühnenfigur und Privatperson unterscheidet. Gerade wenn die Geschichten vom eigenen Dorf, vom Vater oder vom Bauernhof handeln, kann eine Pointe schnell für bare Münze genommen werden.
Und dann ist da die Frage nach dem Abschied. Was passiert mit einem Hof, wenn die Tiere verschwunden sind? Bleibt er derselbe Ort? Verändert sich das Verhältnis zur eigenen Heimat? Und kann etwas weiterleben, obwohl die ursprüngliche Form endet? Martin Frank erzählt dabei nicht nur die Geschichte seiner Familie. Sein Buch wirft auch einen Blick auf das Verschwinden kleiner landwirtschaftlicher Betriebe und auf die Distanz, die zwischen den Menschen entstanden ist, die Lebensmittel produzieren, und denen, die sie im Supermarkt kaufen.
Eine Folge über Kühe und Kabarett, Herkunft und Veränderung, Standesamt und Schauspielschule, Stadt und Land – und über einen Mann, der gelernt hat, dass man seine Wurzeln nicht zurücklassen muss, nur weil der eigene Weg ganz woanders hinführt.
Was bleibt, wenn die letzte Kuh den Hof verlässt?
Transkript anzeigen
00:00:01: hinter jedem beruf steckt ein mensch hinter jedem menschen steckt eine geschichte.
00:00:08: herzlich willkommen zu
00:00:10: schüchtern
00:00:11: bis nüchter mit andre puchta fast live aus berlin.
00:00:18: und jetzt geht's los kustahl kirchenorgel standesamt schauspielschule und schließlich ausverkaufte zähle.
00:00:30: würde man diese stationen in einem lebenslauf lesen käme man vermutlich nicht sofort darauf dass sie zu ein und demselben Menschen gehören.
00:00:39: Martin Frank ist Comedian, Bestseller-Autor – und mit seinem fünften Soloprogramm Grüße aus Alekros Süd im gesamten deutschsprachigen Raum unterwegs.
00:00:50: In seinem aktuellen Buch Die Letzte macht das Licht aus eine Hofgeschichte erzählt er vom Ende des landwirtschaftlichen Betriebs seiner Familie und damit auch von einem Stück Heimat das verschwindet.
00:01:03: Heute möchte ich wissen, wie viel Bauernhof steckt noch in Martin Frank.
00:01:08: Warum muss Humor manchmal wie tun?
00:01:10: Was läuft zwischen Stadt und Landschief?
00:01:13: Und wie liebt es sich als Mann der laut eigener Website süß Speisen liebt und gleichzeitig allergisch auf Podcasts reagiert?
00:01:23: Herzlich willkommen bei Schüchtern bis Nüchdern!
00:01:27: Hallo Servus.
00:01:28: Also ich bin ja beides, ich bin ein Bayeris und sehr schüchtern auch, also privat zumindest.
00:01:34: Das werden wir heute noch herausfinden lieber Martin.
00:01:38: Wenn deine Kühe damals hätten sprechen können was hätten sie denn vermutlich über dich alles erzählt?
00:01:44: Die hat wahrscheinlich erzählt.
00:01:45: das ist ein Irrer der uns da immer irgendwelche Ahren versingen weil ich habe früher im Stahl immer gerne gesungen.
00:01:54: Ich glaube es hieß sogar mal dass Klassische Musik, die Milchleistung anregt.
00:01:58: Aber ich glaube es war da nur auf dem Mozart reduziert oder ich glaube auf eine bestimmte Tagzahl.
00:02:05: Ich weiß jetzt gar nicht mehr aber bei uns hat's leider nicht so geklappt.
00:02:08: Vielleicht lag das an mir, ich weiss es nicht.
00:02:12: Ja, ich glaub das würden die sagen einfach ein Irrer der immer irgendwelche klassischen Ariens sind.
00:02:19: Ja, ich hatte vor einiger Zeit einen Kufrisseur bei mir zu Gast.
00:02:22: Den Tobias Guggemoos der Style- und Shared Rinder für Tierschauern und den sogenannten Q-Walk.
00:02:28: Hattest du mit einem Kufrüsser schon mal Bündungspunkte in deinem Leben?
00:02:33: Ach krass!
00:02:34: Also das ist wirklich das erste Mal dass ich diesen Beruf höre.
00:02:36: Ich ergrufe mich sehr!
00:02:38: Ja so was gibt's tatsächlich?
00:02:40: Folge fortyfünf vom dreißigsten Oktober zwei tausend fünfundzwanzig.
00:02:45: Hör mal rein, kann man sich wirklich antun.
00:02:47: Das ist super unterhaltsam!
00:02:49: Ja... Also ich kenne nur einen Clownpfleger bisher, weil die Prädium-Maniküre so was haben sie ja schon auch, also sehr wichtig für die ganze Gesundheit.
00:02:59: Aber dass es auch ein Friseur gibt, aber ich glaube wenn man irgendwie auf eine Versteigerung geht und dann muss die natürlich hübsch sein.
00:03:05: Also eigentlich gibt's auf der Hand, aber das hat bis jetzt noch keine Berührungspunkte damit.
00:03:09: Na dann werden wir das nach diesem Podcast mal ändern.
00:03:12: Auf deiner Eigenen Webseite steht tatsächlich, dass du allergisch auf Labr-Podcasts reagierst.
00:03:17: Jetzt habe ich vorsichtshalber schon mal keine flachen Fragen bereitgelegt.
00:03:23: Ich gebe mir zumindest Mühe aber nach wie vielen Minuten merkst du dir normalerweise das ein Podcast oder vielleicht auch ein Interview nicht so gut läuft?
00:03:33: Also nicht so gut läuft, das spreche ich wahrscheinlich aus irgendeiner Pappel in der ich mich bewege wenn es dann immer die selben Fragen sind die man sich stellt und wo man denkt mein Gott das hat man doch bestimmt eh schon jeder hundertmal gestellt oder hundert mal gehört.
00:03:47: Aber ich muss da ein bisschen aufpassen weil es ist ja man ist ja wie gesagt in einer Papple unterwegs in so einem Ja Da wo man halt immer meint okay das kennt jeder aber Es hören alle nicht irgendwie Podcasts Comedians oder Kabarettisten.
00:04:04: Es gibt tausende Millionen von Podcasts unterschiedlichster Art und es hat mal so eine Schwämme gegeben von Podcast, von Comedianen und die waren halt oft zum Teil so nicht zahlend wo man dachte okay na also das ist jetzt nicht so meins.
00:04:20: Also ich hab zwar auch einen Podcast mit einer Kollegin, aber der ist wirklich nur beschränkt auf die Adventszeit.
00:04:25: Da gibt es auch noch vier Folgen.
00:04:27: da geht's um Weihnachten weil ich einfach Weihnachten und den Advent sehr liebe und damit mit diesem Podcast wollt man irgendwie unsere Followerinnen und Followern ein bisschen beschenken?
00:04:40: Ja.
00:04:40: Früher gab es ja noch die Weihnachtsfeiern, inzwischen sprechen viele schon von Winterfeiern und damit sie dann auch niemanden ausgrenzen?
00:04:47: Wie stehst du denn dazu?
00:04:48: Also passt du dann deiner Sprache eigentlich immer noch so ein bisschen auf?
00:04:51: Hat sich das verändert oder einfach raus damit?
00:04:55: Ich bin der Mensch, der immer noch sagt Weihnachtsferien oder Griskindl-Markt, ich bin jetzt keinem, der wie gesagt Wintermarkt... Ich glaube da bin ich vielleicht nicht so ganz sensibel.
00:05:07: also wo ich schon sensibel bin Das ist also, wenn man zum Beispiel... Wenn es um das N-Wort geht oder irgendwie was man sehen muss von mir aus.
00:05:17: Und nicht unbedingt sich gar eine Schnitzel sagen.
00:05:19: Ich verstehe mir nicht, warum manche Menschen dann so an solche Wörter hängen und ich habe zwar immer Probleme damit, wenn jetzt zu mir jemand, wenn es ein weiße privilegierter Mensch zu mir hergeht und sagt, das darfst du nicht mehr fragen, dass darfst er nicht mehr sagen.
00:05:32: Also ich bin wirklich der Letzte, der was dagegen sagt.
00:05:36: Wenn zum Beispiel zu mir jemand aus Afrika kommt und sagt du pass mal auf wenn du das Wort Negaku sagst von zu die Schaumküsse Das ist irgendwie verletzt mich oder mein Gott das Winter bei der Letzte der sagt nein das ist mir scheisse geil also weil ich stecke nicht in diesem Körper drin und ja gar keine Berechtigung das dann zu sagen.
00:05:57: Ich habe eher Probleme damit wenn irgendjemand zwar im Bayern sagt man ein weißes Gescheithaufall daherkommt um mich irgendwie belehren will.
00:06:04: Ja, also ich war kürzlich mit einem Freund in einem Restaurant im Berlin-Schöneberg und da gab es deutsche Küche.
00:06:10: Und da gab's dann auch früher dieses Zigeunerschnitzel was man ja nicht mehr sagen soll, das heißt dort mittlerweile Schnitzeln nach Art des fahrenden Volkes.
00:06:19: Jetzt frage ich mich immer, was macht denn da jetzt besser?
00:06:22: Da macht gar nichts besser sondern man zieht doch noch mehr ins Lächerliche eigentlich.
00:06:27: Aber da würde mich interessieren, ob diese Diskussionen eigentlich auch, wie ich schon gesagt habe von irgendwelchen Weißen kommen oder wirklich von der Sinti und Roma Gemeinschaft oder von der Gesellschaft.
00:06:37: Ob da wirklich auch jemand gesagt hat pass mal auf das Wort finde mir ein bisschen schwierig weil wie gesagt dann bin ich der Letzte der sagt nein ich nehme es trotzdem her ja und da weiß ich nicht genau wo diese Diskussion herkommt da fehlt man ein bissel den Hintergrund.
00:06:50: Ja, also wir wollen heute auch nicht über Schnitzel sprechen.
00:06:52: Es ist nur so ein Beispiel dafür.
00:06:54: es gibt ja auch noch das Schnitzeln nach Balkanart.
00:06:56: da geht's ja schon weiter.
00:06:57: man möchte ja wirklich niemanden irgendwie diskriminieren oder verletzen aber die Herkunft des erst mal Nichts Schlechtes.
00:07:02: Also wenn ich einen deutsch-Schnitzel bestelle fühle ich mich jetzt auch nicht unbedingt diskriminiert.
00:07:06: Ich bestelle immer das schnitzel Münchener Art da gehe ich auf Nummer sicher.
00:07:09: Ja, ich glaube bei den Diskussionen es geht auch darum wenn's irgendwie eine Minderheit ist die
00:07:15: Diskriminierung
00:07:15: erfährt und ich glaub wir Deutschen erfahren jetzt nicht so.
00:07:18: Die Diskriminierungen zumindest nicht so dass sonst das irgendwie großartig verletzend würde.
00:07:24: Ich glaube da kommt die ganze Diskussion her.
00:07:26: Absolut!
00:07:27: Lieber Martin du kommst Gebürtig aus Niederbayern aus dem Markt.
00:07:31: Ich hoffe ich spreche diesen Markt richtig aus Hutturm?
00:07:34: Hut Turm oder Huturm?
00:07:35: Genau richtig
00:07:36: Ja, eins von beiden.
00:07:38: Im Dilekt heißt es ja Hurding.
00:07:39: Also man...
00:07:40: Hurding!
00:07:42: Gut und in Hurding gibt's die Martinsbläser benannt nach der Pfarrkirche und da gibt es die Blaskapelle der freiwilligen Feuerwehr Hötzdorf.
00:07:51: Die ist eine der zwei letzten Feuerwehrkapellen in Niederbayern habe ich gelesen.
00:07:56: Wenn man selbstverständlich Ich bereite mich auch meine Gäste vor damit ich nicht so einen Laba-Podcast am Ende habe Wow Na ja, so heißt er heute mit einem guten Gefühl auch rausgehen.
00:08:07: Ja ich bin jetzt zumindest schon sehr beeindruckt.
00:08:10: Das halten wir dann auf diesem Niveau die nächsten Minuten.
00:08:13: Wenn man wie du musikalisch begabt ist... Wie schafft man es denn eigentlich bis zum klassischen Gesangsunterricht ohne vorher von einer Blaskapelle zwanzig rotiert zu werden in der Heimat?
00:08:24: Also ich muss sagen, ich hätte es ja schon mal in eine Blaskappele probiert.
00:08:28: Ich weiß nicht, wie alt ich dabei war.
00:08:32: zehn oder elf, zwölf so was.
00:08:35: Habe ich ja versucht Trompete zu lernen eben bei der Hitstörfe Bläse aber es hat nicht geklappt.
00:08:42: also das war einfach nicht so.
00:08:44: mein Instrument die war da zu wenig begabt war auch in dem Alter einfach zu faul zum üben und bin dann mit Pauken und Trompeten wieder aus dieser den geflogen.
00:08:55: Das ist ja auch nicht so einfach so.
00:08:57: ein Blasinstrument zu bedienen ist schwierig.
00:09:01: Man meint immer, man muss noch reinblasen.
00:09:02: Aber dabei musst du ja da lippenflachtend reinbleppen.
00:09:07: Und das ist schon auf Dauerkampf.
00:09:08: Das ist schon anstrengend sein!
00:09:10: Naja...das sag'n wir dann Prostituierten?
00:09:12: Ja und gut.
00:09:14: Also das is aber ein anderes Thema.
00:09:15: Darüber sprechen wir heute auch nicht.
00:09:17: Wir wollen heute mal über die großartige Biggie-Lächtermann sprechen, die kürzlich bei mir zu Gast war.
00:09:23: Vielleicht kennst Du die noch.
00:09:23: Vielleicht bist Du auch dafür zu jung.
00:09:25: Sag Dir noch die Fernsehsendung eins zwei oder drei was.
00:09:28: Ja natürlich
00:09:30: Ja, so.
00:09:31: und Biggie Lechtermann Kult-Moderatorin.
00:09:33: Und ich fragte sie ob Sie mit Aliens im Straßenverkehr besser klarkäme als mit einem durchschnittlichen Deutschen auf dem Gehweg?
00:09:40: Wie ist das denn bei dir?
00:09:43: Oh Gott!
00:09:43: Also diese Frage habe mir noch nie jemand gestellt.
00:09:46: okay also ich muss leider sagen Ich kann nicht so gut mit den anderen Verkehrsteilen nehmen.
00:09:53: Zurecht, weil ich bin leider Mensch.
00:09:55: Ich würde sagen, ich bin ein sehr beherrschender Mensch und kann mich selber kontrollieren außer im Straßenverkehr.
00:10:01: Da bin ich leider Mensch.
00:10:01: also im Straßen verkehrt da bin ich Null Komma Null.
00:10:04: politisch korrekt sondern ich bin wirklich jemand der dann natürlich ohne dass jemand hört aber im Auto ich bin wahnsinnig ausfalt glaube ich.
00:10:12: Wenn
00:10:12: man vorhin schlägt, denn ich brem jetzt nicht auf die Straße dahin auch Hundert, dann fahre ich halt meistens hundertzehn und nicht fünfundneunzig.
00:10:24: Und wenn da vor mir jemand fährt, der irgendwie neunzig fährt und nicht die hundert, da kann er ausrasten.
00:10:29: Das ist für mich ganz, ganz schlimm!
00:10:31: Wenn dann jemand irgendwie nicht blinkt oder vergisst zu blinken oder ewig zum Einpacken braucht... also bin das nicht etwas stolz drauf aber ich bin jemand ja dann hinten auch gerne mal die Hupe betätigt.
00:10:44: Und dann fliegst du im schönsten Niederbayerisch da herum?
00:10:47: Ja, und wie gesagt überhaupt nicht politisch korrekt.
00:10:50: Und das dürfte glaube niemand hören.
00:10:53: Naja die Frage ist ob man ab du in deiner Tätigkeit also sitzt du da als Martin oder als Martin Franke zum Auto.
00:10:59: muss man da politisch Korrekt sein wenn man alleine isst?
00:11:02: Nein ich glaub nicht!
00:11:02: Ich glaube dort darf man dann alles sagen.
00:11:05: Ja
00:11:06: genau also ich denke so ein bisschen flugen schadet uns nicht wobei schon das Gefühl habe dass wir Deutschen echt zum Mäckerfolg geworden sind.
00:11:13: ja den Eindruck habe ich auch vor allem Ich möchte sagen, und darum geht es auch in meinem aktuellen Programm.
00:11:19: Ja bei uns im Land ist nicht alles gut.
00:11:22: Man kann viel besser machen.
00:11:24: Es gibt immer noch richtige Gleichberechtigung aber es ist auch nicht alles schlecht.
00:11:28: Wir haben einen Eindruck wir entwickeln uns gerade in so eine katastrophensüchtige Gesellschaft und das ist wirklich was mir echt belastet dass man da, dass man sich momentan so ein Päsimismus verliert.
00:11:40: Ich habe den Eindruck, man verliert auch so eine Motivation was besser machen zu wollen.
00:11:45: Also dann heißt es immer ja, man muss etwas ändern und reformieren.
00:11:50: Natürlich kann man die Reformpakete, die es aktuell gibt noch einmal verbessern und manche Reformen sind ja gar keine Reformen.
00:11:55: aber ich hab schon mal einen Eindruck man müsste die Motivations im Volk finden irgendwie was bessermachen zu wollen also... Ich gehe natürlich nicht so weit wie der Friedrich Merz und behaupte irgendwie, dass wir Deutschen zu faul sind.
00:12:10: Also ich weiß nicht ob er das denn genauso gemeint hat als ich eher nicht.
00:12:15: Er hat sich einfach sehr unglücklich formuliert, das Ganze und dann wird es sofort ausgeschlachtet und jeder interpretierte so wie er das gerne hätte.
00:12:24: aber ja also ich bekomme schon auch mit in der Familie welche den großen deutschen Konzernen arbeiten und wenn man da mal mehr hört... Wie das gearbeitet wird, dann denke ich mir mal okay.
00:12:37: Dann wundert es mich oft nicht, wenn's der deutschen Auto-Wirtschafts-Automobilbranche zum Teil zu schlecht geht und... Ich feier ja momentan irgendwie die neue Bahnchefin, die mit ihren Vorgängern sehr hart ins Gericht geht.
00:12:51: Es ist ja eh meistens so, der Fisch stinkt ja oft vom Kopf her und er ist an der Ostplan.
00:12:55: doch die Grossmanager, die einiges verbocken aber da einiges an Millionenprovisionen einschieben
00:13:01: Na gut, Evelyn Palla.
00:13:02: Sie ist ja seit Oktober im Amt.
00:13:05: Die hat da schon einige sehr angeschoben.
00:13:06: Bereich Sicherheit hatte auch Kritiker Management geäußert und baut ja die Bahnen um.
00:13:11: aber das ist glaube ich ein langjähriger Prozess.
00:13:14: der wird uns noch in den nächsten zehn fünfzehn Jahren beschäftigen.
00:13:17: Ja, natürlich auf alle Fälle und deswegen find ich es ja immer schwierig wenn zum Beispiel eine neue Regierung kommt.
00:13:22: Also die Vorgänger-Regierung hat einiges gut gemacht und einiges auch nicht so gut gemacht Und du kannst da nicht von heute auf morgen das alles umstellen.
00:13:29: Das sind ja Prozesse, das ist ja zum Teil unglaublich komplex und man sieht sie halt immer nach den einfachen Lösungen.
00:13:35: also Wenn ihr jetzt an unsere Spielpreise denkt dann hätte ich auch gerne natürlich am liebsten gestern wie morgen eine Spielpreisbremse oder irgendwie einen Rabatt vor allem als Komite, als Kabarettist wo man äh wahnsinnig viel tanken muss.
00:13:49: Aber mir ist es natürlich bewusst, dass das nicht von heute auf morgen
00:13:52: geht.".
00:13:52: Ja da gibt es diesen schönen Witz über's Benzin, der sagt Der Autofahrer wie teuer ist ein Tropfen-Benzit bei ihnen.
00:13:57: und der Tankwart antwortet Ein Tropfen is gratis!
00:14:00: Und der Autofahrer antworted
00:14:02: Gut
00:14:03: bitte voll tröpfeln.
00:14:07: So auch diesem Niveau bewegen wir uns in Deutschland.
00:14:10: Verzeiht man eigentlich einen Comedian mehr?
00:14:12: In der Sprache als einem Politiker?
00:14:16: Glaub ich schon.
00:14:16: Ich glaube schon, weil ein Politiker ist er immer... Also ich glaub der ist ja von Haus aus schon negativ behaftet.
00:14:22: Weil man allen Politikern unterstellt dass sie sowieso korrupt sind wahrscheinlich nur für die eigene Tasche arbeiten und nix auf die Reihe bekommen und wahrscheinlich im Leben noch nie so richtig gearbeitet haben.
00:14:31: also die haben da schon mal einen sehr schlechten Staat oder ein schlechtes Standing in einer Gesellschaft und ja und oftmals vielleicht nicht so ganz greifbar sein.
00:14:41: und der Comedianer oder der Kabarettist ist ja im besten Fall schon jemand aus dem Volk.
00:14:47: Politik ist natürlich auch aus dem Volk, aber der Comedian lebt oder bewegt sich auch noch im Volk und beim normalen Menschen.
00:14:56: Also ich bin ein Mensch für ein ganz normales Leben.
00:14:59: Ich habe total einen normalen Alltag.
00:15:01: Ich hab niemanden, der mir einkaufen geht oder sonst was.
00:15:03: Ich muss da nicht mit einem Personenschutz raus oder setze mich in eine Limousine sondern ich fahre gerne öffentlich und deswegen verzeiht man den Comedien mehr weil er erstens glaube ich, sympathischer ist und emotionaler sich ausdrückt.
00:15:20: Eine Politiker muss halt dann doch immer sachlich bleiben und darauf achten, dass ihm nicht jedes Wort irgendwie im Mund umgedreht wird und Komedien kann er einfach Klartext drehen und ich glaub das ist dann doch als Mensch doch
00:15:31: empfänglicher.".
00:15:32: Das kann ja definitiv!
00:15:34: Und bei deiner Lebensgeschichte – und ich hatte mich im Vorfeld auch so ein bisschen eingelesen über den Beruf eines Standesbeamten Da muss ich doch schon mal nachfragen.
00:15:43: Du warst tatsächlich mal als Standesbeamter tätig und hast Menschen feiratet?
00:15:47: Ja, ich war damals glaube ich der jüngste Standesbärmte in Bayern.
00:15:51: Und gleich war es
00:15:54: sieben.
00:15:56: Mit diesem habe ich mein erstes Paar getraut
00:16:00: mit zwei Ringeln aus dem Plastikautomaten.
00:16:03: Genau!
00:16:04: Ich glaube, ich weiß nicht mehr, ob ich sitze oder achte.
00:16:07: Aber insgesamt auch nur sechs Paare getraut werden.
00:16:10: Da wo ich herkomme auf dem Land ist es ja so.
00:16:13: Normalerweise ist da der Bürgermeister.
00:16:15: Der erste Bürgemeister, der Standesbeamten, der das dann ausführt.
00:16:18: Nur wenn der Bürgemeister keine Zeit hat, dann kommt jemand ausm Rathaus und es ist in der Stadt natürlich anders.
00:16:23: Da gibt's die Standesbehörden, die täglich trauen aber auf dem land ist halt so dass das noch das gemeinte Oberhaupt macht.
00:16:29: Und von diesen sechs Paaren sind wie viele schon wieder geschieden?
00:16:32: Die Frage bekomme ich auch immer gestellt und die weiß aktuell nur von einem oder zwei.
00:16:37: Na, das ist ja die Quote einigermaßen okay für dich?
00:16:40: Ja Gott sei Dank!
00:16:41: Aber ich fand sie mir sehr absurd weil ich war damals blut jung und singel und habe mir gedacht ok jetzt erzähle ich dir was von einer großen Liebe.
00:16:47: Ich will mich schon fragen um wie ein katholischer Pfarrer der ja auch den er erzählen soll und nicht...
00:16:53: Ja gut bei dem bei der überschaubaren Anzahl an Paaren die du getraut hast lohnt sich meine kommende Frage nicht, ich wollte dich eigentlich fragen ob du beim Manzen schon während der Trauung gedacht hast das könnte sportlich werden aber das würde wahrscheinlich sehr schnell auf Rückschlüsse zulassen auf die Personen.
00:17:09: deswegen vermute ich mal dass wird bei dir nicht so der Fall gewesen sein.
00:17:13: Aber darf denn ein Standesbeamter eigentlich innerlich Zweifel an einer Ehe haben?
00:17:19: Ich weiß nicht, ob ich es dann laut aussprechen darf.
00:17:25: Keine Ahnung, das weiß ich nicht.
00:17:26: aber er muss halt ... Ja, er muss das schon durchziehen.
00:17:30: Aber was man auch schon achten muss ist, dass man muss ... Es muss ein klar und deutliches ja-ich will geben weil alles andere, alle so Phrasen und so Zeugs, das darf man wenn man's ganz, ganz streng nimmt.
00:17:42: also wenn jetzt noch so ist wie damals, darf man das nicht ernst nehmen.
00:17:44: Man müsste eigentlich nochmal von vorne anfangen.
00:17:47: War das eigentlich damals schon so, daß man im Standesamt seine Namen generell ändern konnte?
00:17:55: Nein, ich glaube damals nicht.
00:17:57: Also bin jetzt schon sehr, sehr lange weg.
00:17:59: Aber ich glaub damals war das noch nicht so der Fall.
00:18:01: Ja
00:18:02: also da hat sich ja auch einiges geändert.
00:18:04: aber das ist auch wieder ein anderes Thema.
00:18:06: Bauernhof Verwaltungsfachangestellter Standesbeamter Kirchenorganist Schauspielschule Kapitätist Wahnsinn!
00:18:13: Also welche dieser Station hätte denn dein fünfzehnjähriges Ich für am unwahrscheinlichsten gehalten?
00:18:22: Ich glaube, das stand das amt.
00:18:24: Oder das ist Rauthaus und weil es vom rein von der lokalen Begebenheit das naheliegendste war, denn es war ja fast neben meinem Haus, neben unserem Hof aber sich wollte hat mit fünfzehn alles andere als irgendwie in einem Rautaus lernen oder eine Verwaltung.
00:18:41: ich wollte irgendwie zum Radio irgendwas Kreatives machen und da war damals in der Fachoberschule und dann muss man ein halbes Jahr Praktikum machen Man darf Wünsche äußern, dann habe ich auch den Wunsch geäußert.
00:18:53: Ich würde gerne irgendwie zum Radio gehen und da was Privatives
00:18:56: machen.".
00:18:56: Und dann hieß es aber nein... Mein Lehrer hat damals gesagt, er hat die Marktgemeinde oder die Gemeindeverwaltung ... wie war das?
00:19:07: Die würden sich freuen oder haben schon zugesagt und du musst dahin und der Bürgermeister möchte, dass du kommst.
00:19:14: Dann habe ich gedacht, oh Gott!
00:19:15: Der Bürgemeister will das ja natürlich, komme ich dann aus?
00:19:18: Ja, in so einer kleinen Gemeinde ist ja auch ein Bürgermeister noch was wert.
00:19:21: Ja, auf alle Fälle!
00:19:23: Also das sind schon vor zwanzig Jahren... Das war da schon nochmal eine andere Nummer.
00:19:28: Absolut.
00:19:29: Da wirst du dich übrigens über meinen nächsten Podcast Gast vielleicht sehr freuen?
00:19:32: Das ist nämlich Wolfgang Leica-Mosa.
00:19:34: Ach der Laiki!
00:19:36: Der
00:19:36: Laiki, genau.
00:19:37: Dem begrüße ich morgen bei mir und ich glaube mit dem sind wir beide auch aufgewachsen.
00:19:42: Ja dann bitte sage ihm schöne Grüße.
00:19:43: Ich war bei ihm auch mal In der Sendung.
00:19:47: Ich habe einmal so Radio Comedy gemacht bei Antenne Bayern und da, das war glaube ich in seiner Sendung ja.
00:19:52: Ach schön!
00:19:53: Ja die Welt ist einfach ein Dorf Das ist so.
00:19:56: Du hast ja klassischen Gesangs unter dich genommen Und bezeichnest Dich selbst als an vielen Musikhochschulen abgelehnten Möchte-Gernsänger.
00:20:05: Jetzt muss ich dazu sagen, ich hatte das Vergnügen Dich in den Bühlmäusen im Berlin Live zu erleben und war echt beeindruckt wie gut du singen kannst.
00:20:13: Dankeschön, das freut mich zu hören Wirklich?
00:20:15: Also ich war ja auf der Schauspielschule und habe dann während der Schausebischuld schon gemerkt, okay.
00:20:20: Ich glaube Gesang ist jetzt nicht mein größtes Talent und ich hab einfach immer schon gerne gesungen.
00:20:26: Hab schon seit ihr kleiner Junge war immer musikalische Frühjahrzehung gehabt und war im ersten gemischt ein Chor, dann einen Knabenchor, in den Kirchenchor.
00:20:35: Dann habe ich privaten Gesamtsunterricht bei einer Opernsängerin genommen.
00:20:40: Also ich liebe die Klassik, ich liebe schöne Aarien zu singen und dann haben wir gedacht okay dann versuche ich das jetzt einfach mal.
00:20:48: Vielleicht kann er es mir durch ein Opensänger werden oder zumindest wollte ich mich damit so die Legitimation geben dass vielleicht auch mal eine CD aufnehmen kann oder dass sie einfach... Das ist mir eine Laube auf der Bühne zu singe.
00:21:00: aber dann hat es nicht geklappt.
00:21:02: also ich hab's eh nur an zwei Hochschulen versucht weil damals habe ich schon so Cabaret Comedy gemacht und musste einfach im süddeutschen Raum bleiben Und da gibt's ja dann einfach nur München und Salzburg.
00:21:12: Und München hat mich gleich rausgekriegt, aber in Salzburg kam ich zumindest bis ins Finale... ...und dann hab' ich meine Mozart-Ari gesungen an Mozartium,... ...und die war auf Italienisch und ich kann leider kein Italienische.
00:21:24: und dann habe es mir nur für diese eine Ari angeeignet.
00:21:27: und dann... ...habe ich unterm Singen schon gemerkt, oh Gott!
00:21:29: Oh Gott!
00:21:31: Ich weiß nicht wie die nächste Zeile geht!
00:21:34: Und dann habe ich einfach improvisiert und habe eine Mischung gesungen aus dem tiefsten Niederbayerisch, das ich konnte.
00:21:40: Und hab einfach gehofft dass dies als italienisch durchgeht weil wir auch sehr vokallastig sind.
00:21:45: aber es fiel natürlich auf!
00:21:46: Und da bist du natürlich sofort weg.
00:21:48: Wie bist du denn damals mit den Absagen umgegangen?
00:21:51: Also hatte dich das sehr beschäftigt?
00:21:53: Es war dann irgendwie schon so ein kleines Loch in der sich gefahren bin weil jetzt mich schon gewünscht irgendwie mit anderen Sängerinnen und Sängen einfach wieder so ein Studium zu absolvieren oder Ausbildung zu machen.
00:22:06: Und ja, es hat schon bisschen gedauert bis ich dann wieder aus meinem Loch im Pferd gestiegen bin und dann einfach weiter mit Comedy gemacht habe und haben gedacht okay auch bei meinen Programmen kann mir sowieso niemand verbieten dass sich singen und dann geht's halt da weiter.
00:22:23: Was ja oft hilft, wenn es eigentlich nicht so gut geht sind Süßspeisen aller Art.
00:22:27: Und ein Investigativjournalist den ich jetzt nicht nennen möchte hat mir gezwitschert dass du das ganz gerne magst.
00:22:33: deswegen auch von mir eine sehr investigative Frage Lieber Martin Kaiserschmarrn, Gärmknödel oder Apfelstrudel?
00:22:41: Am liebsten alles gemeinsam und mit Vanilleeis.
00:22:45: Also ich bin ein Mensch Ich rauch nicht, ich sauf nicht.
00:22:50: Aber wirklich diese süße Sachen ist mein größtes Laster.
00:22:53: Also ich bin irgendwie da egal was das ist ob es jetzt Dampfnudeln sind, Gärmknüttel wie du sagst Kaiserschmarrn oder Apfelstrudel.
00:22:59: Ich liebe alles was Süßes und Milchspeisen anbelangt.
00:23:03: also da bin ich vorne dabei.
00:23:05: So dann bist Du so schlank wie eine zusammengefaltete Kuh.
00:23:07: Wie geht denn das?
00:23:09: Ja du hast mich noch nicht nacht Nackt gesehen.
00:23:12: Das haben die wenigsten, die bei dir meiner Showbahn hoffentlich... Ich weiß ja nicht welche Pakete du so anbietest wenn man zu dir eine Show kommt.
00:23:18: Ja, das sind dann
00:23:19: auch die teuren paketische Paketen um mir zu sehen!
00:23:23: Ja, ich musste gerade schmunzeln.
00:23:25: Weil es gibt doch dieses Strip-Teas... Gott wie heißen die denn?
00:23:28: Da gibts in Berlin so eine Strip Tees Show und da kannst du normale Tickets kaufen.
00:23:32: dann gibt's noch die Möglichkeit glaube ich nach dem offiziellen Ende noch zu bleiben.
00:23:35: Das heißt aber ein paar hundert Euro mehr und ja das ist auch noch ein bisschen mehr möglich.
00:23:39: also man kann sich schon noch Einnahmequellen erschließen.
00:23:42: Ja wo sie ist dann donnerm möglich?
00:23:44: Ja das muss dumm sein.
00:23:45: Ich war da noch nie, aber vielleicht kannst Du Dich damals eine Recherche begeben und Dein Portfolio ausbauen.
00:23:51: was die Angebote angeht
00:23:52: Ja, ich weiß nicht, ob mein Publikum das verkraften würde.
00:23:55: Also weil...
00:23:56: Das kommt auf deinen Publikums an!
00:23:57: Also das Publikuum was ich gesehen habe die waren ja sehr durchmischt von jung bis älter war da alles dabei?
00:24:02: Es wird momentan Gott sei Dank auch ein bisschen jünger, weil ich bin heute ein Kind des öffentlich-rechtlichen Fernsehens Da komme ich her und da sind natürlich der Altersschnitt ein bisschen.
00:24:12: äh ja sind dort die Leute ein bisschen Älter Jetzt durch solche Minder bist du auch Gott sei Dank ein bisschen jünger, also was heißt Gott sei dank?
00:24:18: Ich freu mich um die Alten auch.
00:24:20: Also ich freue mich eigentlich wenn... ...jab oft viele Generationen im Publikum.
00:24:24: Ich hab meistens dann irgendwie so die Tochter, die da mit der Mutter und der Oma kommt.
00:24:28: Und dass sie dann eine richtige Generation in den Familien ausflugt ist immer sehr schön.
00:24:33: aber natürlich ist dann vielleicht die Großmutter nicht ganz so offen für ein Striptease Club in Berlin.
00:24:43: Also bei mir war es jetzt nicht so, dass ich die dritten Szene von links und rechts klappern hörte in den Wühlmäusen.
00:24:49: Das war wirklich eine angenehme Mischung.
00:24:52: also ich denke mal da bist du auf dem richtigen Wege ist ja auch wichtig das man ja nicht nur einer Altersgruppe anspricht.
00:24:57: Ja, also ich finde sowieso... Ich glaube vor kurzem haben wir die Hässer Blocke in einem Interview gesagt als Humor muss ja universell sein.
00:25:04: Also ich finde soll eigentlich alle irgendwie abholen und das versuche ich einfach.
00:25:09: Ja, da sprichst du ein wichtiges Thema an denn hinter dem Humor steckt bei dir ja eine Kindheit die sich von der vieler Menschen deiner Generation das muss ich so sagen.
00:25:19: Du bist vierunddreißig.
00:25:20: Das hast du glaube ich auch an dem Abend einige Male erwähnt.
00:25:23: jugendliche Vierund dreißig wie ich was sagen möchte dass ich von der Vieler Menschen Deiner Generation ziemlich unterscheidet Denn du bist nicht zwischen Smartphone Streaming und Lieferdienst groß geworden Sondern ja auch Zwischen Kühnen Feldern und Stallarbeit.
00:25:35: hatte ich das Geprägt im Sinne von Bodenständigkeit und du weißt, wo du herkommst?
00:25:41: Also ich glaube das hat mir auf alle Fälle geprägt.
00:25:43: Und vor allem es war eine Charakterschule und ich habe einfach gelernt jederzeit zu arbeiten egal ob jetzt Sonntag ist, egal ob schönes Wetter ist oder ob schlechtes Wette ist.
00:25:52: Egal ob ich irgendwie am Abend spät nach Hause gekommen bin.
00:25:55: Auf dem Bahnhof muss man dann einfach morgens früh aufstehen und sich um die Kühe kümmern, die Küche melken, die Kühl füttern.
00:26:02: Ich glaub dass hat mir vor allem so ne... Disziplin beigebracht, die mir ganz gut tut für den Job.
00:26:08: Weil der Job oder überhaupt dieses Künstlerleben das lädt ja schon oft dazu ein da sind wir ein bisschen progressiviert.
00:26:14: und also was es heißt dass ich gar nicht progressiviere also da bin ich schon auch Weltmeister drin.
00:26:18: aber ich kann mich so auch mal aufraffen und habe jetzt keinen Kein Zeitfenster am Tag, wo ich sage, okay.
00:26:26: Ich arbeite jetzt nur bis um vier oder bis um fünf und dann ist Schicht im Schachten.
00:26:29: Also ich kann auch sagen, okay, dann geht es bis zehn heute bis elf und je nachdem wie sie es ergibt.
00:26:36: Nehme natürlich zwischendurch schon die Freiheit und gehe halt einmal raus oder eben in den Stall.
00:26:42: Ja wenn ich dich mit zwölf Jahren morgens um sechs auf dem elterlichen Hof besucht hätte was hätt' ich gesehen?
00:26:48: Jemand der noch im Bett liegt und schnarcht oder bist du da auch schon unterwegs gewesen
00:26:52: Um welche Uhrzeit
00:26:53: Morgens um sechs.
00:26:56: Also morgens um sechs, da bin ich wahrscheinlich gerade im Aufstehprozess.
00:27:00: Für mich ist nämlich das Aufstehen schon so ein bisschen ein Prozess.
00:27:02: Ich bin leider ein Mensch der sehr oft auf die Schlummer-Taste drückt.
00:27:06: Soll man ja leider gar nicht machen?
00:27:07: Man hat ja Quitschfetel aus dem Bett springen.
00:27:09: also für mich ist es natürlich unvorstellbar wie man sowas überhaupt machen kann.
00:27:13: und ich bin halt ein Mensch, der sich morgens gerne selber leidst tut und gern ein bisschen rum stöhnt.
00:27:19: und bis ich dann noch mehr wach bin und irgendwie stehe... Das ist schon dauert schon!
00:27:23: Ja, so eine regelmäßige Nutzung der Schlummer-Taste ist ja auch laut Schlafmedizinern jetzt nicht unbedingt gesund.
00:27:29: Weil das den Schlaf ja auch fragmentiert und den Körper dann auch immer wieder ein Stress versetzt.
00:27:35: Das wegen am besten gar keinen Weckerstellen.
00:27:37: aber dass es morgens um sechs sind bisschen ungünstig.
00:27:39: Ja vor allem im Winter.
00:27:40: Im Sommer geht's ja übrigens nur draußen ab fünf schon hell wird.
00:27:44: Aber im Winter... Also da stehe ich mich am allerschwersten auf!
00:27:48: Tja also auf einem Bauernhof ist das zu Hause gleichzeitig Arbeitsplatz.
00:27:54: gab es denn bei euch überhaupt Feierabend oder war immer irgendwas zu tun?
00:27:59: Doch, es gab schon auch Feier Abend.
00:28:00: Also meistens ist ja Abend zum siebzehn Uhr, wo die Stallarbeit geht dann so zwei Stunden, zweieinhalb Stunden bis um halb acht und dann ist Feier abend.
00:28:10: also man... Es gibt natürlich dann schon Zeiten, also wenn man die Ernte einfahren muss, wenn man heul machen muss oder salieren muss, dann kann es sein dass du nach der Stallarbeit noch mal aufmaufen Auf dem Bulldog, auf einem Traktor steigen musst.
00:28:23: Aber sonst?
00:28:23: Oder vielleicht gibt es auch.
00:28:25: eine Kutik halbt mitten und nach.
00:28:26: Das kommt ja auch oft vor.
00:28:28: Da musst du da entweder mithelfen oder... zumindest runter schauen ob alles passt in den Stall.
00:28:35: So was kommt schon immer wieder mal vor.
00:28:37: aber es gibt auch Abende, da ist ruhig und da ist auch schön.
00:28:41: Was hat dir diese Kindheit beigebracht dass man einem Kind in der Stadt zum Beispiel jetzt in Berlin nur schwer vermitteln kann?
00:28:53: Also das Kuh-Scheiße nicht stinkt vielleicht?
00:29:00: Ich empfinde es immer nicht so, weil Kühe sind natürlich... also Kühe sein da keine Schweine.
00:29:04: Kühe fressen ja hauptsächlich Gras und Heu, vielleicht noch Silage oder Maissilage aber dem hauptächlichen Gras & Heu.
00:29:13: Und wenn man sie in Anführungsstriche einseitig ernährt dann stinkt das nicht so krass.
00:29:18: In der Haufen von einem hohen Steig, das alles ist auch rechte vom Mittag.
00:29:23: Dann stinkt es bestialisch und Schweine stinken ja auch sehr krass.
00:29:27: Aber ich finde Kuhscheiße an sich oder so ein Kofladen hat natürlich einen Geruch aber ich empfinde es nicht als Gestank.
00:29:34: Und ich glaube wenn ich das hier jemandem aus Berlin sagen würde oder in München, Hamburg, Köln keine Ahnung Die würden mir wahrscheinlich am Vogel zeigen.
00:29:40: aber Stelle dann die Gegenfrage.
00:29:44: also wenn ich manchmal In Berlin mit der U-Bahn-Fahr oder irgendwie in den U-bahn-Fahren.
00:29:49: Das ist für mich dann... das, das ist noch eine andere Nummer.
00:29:53: Also wir sind so menschliche Ausscheidungen und es sind schon alle krassere.
00:29:58: Wir kommen in der Hauptstadt nach vierzehn Jahren bin ich da auch ein bisschen abgehärtet.
00:30:02: aber so'n Kuhmist is ja für Pflanzen und den Boden auch gesund weil er ja auch als natürlicher Universaltdünger den Humusgehalt erhöht und wertvolle Nährstoffe liefert.
00:30:10: also das wissen ja auch immer viele Menschen nicht?
00:30:12: Das ist ja nicht schlechtes!
00:30:14: Ja, also das ist glaube ich auch wieder so ein Narrativ, dass ab und zu gesponnen wird.
00:30:18: Also wenn man den Bauer sieht mit der Digülle ausbringt, es ist natürlich... Gras soll ja auch wieder wachsen für den nächsten Schnitt.
00:30:26: Natürlich alles in einem Rahmen.
00:30:29: Die kannst jetzt nicht irgendwie da hundert Liter auf einen Quadratmeterschütten.
00:30:32: Das geht natürlich nicht aber es ist ja nicht davon.
00:30:35: Es wird ja gleichmäßig verteilt.
00:30:40: Ja und vor allem es gibt ja auch wahnsinnig viele Auflagen in der Landwirtschaft.
00:30:43: Du darfst nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt im Jahr zur Gülle ausfahren, dann ist wieder für ein halbes Jahr Ende und du darfst auch nicht während des Sohnes oder am Wochenende sowieso nicht und ich kenne sowieso... also wir waren sowieso eine Landwirtschaft die jetzt nicht am Wochenenden der Gülle gefahren hat.
00:30:59: Also das haben den Leuten auch nicht angetan.
00:31:03: Also du merkst schon die Themen sind bei mir sehr breit gefächert in meinem Podcast.
00:31:06: Jetzt sind wir schon bei der Scheiße angekommen, aber wir kommen noch mal ein bisschen zurück auf die Landwirtschaft!
00:31:12: Du hast nämlich einmal sehr selbstironisch beschrieben technisch jetzt nicht unbedingt für die Landwirtschaft geboren worden zu sein.
00:31:19: Wann wurde denn deinem Vater klar?
00:31:21: Der Martin, der wird den Hof wahrscheinlich eher nicht übernehmen.
00:31:24: Ich glaube das war ja schon mit drei Jahren klar.
00:31:28: Weil ich war jemand, der halt irgendwie mit einer... Es gibt so ein Bild, da renne ich mit einer Holzlatte herum und scheinbar habe ich sehr viel rumgeschrieben und einfach mit irgendwelchen Holz um mich geschlagen.
00:31:39: Aber ich hab nie sinnvolle Sachen gemacht im Holz oder mit dem Hammer oder mit einem Nagel.
00:31:43: also das war einfach nicht so... Man war nicht mein Talent und ich hab dann auch mal versucht, weil ich glaube zehn habe, ist eine Karte von mir gestorben und ich habe versucht, den einen schönes Kreuz zu basteln.
00:31:59: Großartig gescheitert.
00:32:00: Also das war dann kein Kreuz, wie man es kennt auf dem Griff.
00:32:03: Es war dann eher so ein halbes Andreas-Kreuz, was am Bahnübergang steht und dann war mir Auflandungshandel gewusst.
00:32:12: okay dieses Grave nicht mein Weg dafür gab's aber Gott sei Dank meinen kleinen Bruder.
00:32:15: der hatte dann alles technische Talentes ich nicht bekommen habe.
00:32:19: Ich war dann erso für die Tiere da war als ich war eher so der für die Hühner da war für die Kühe.
00:32:24: Das war dann meine Leidenschaft.
00:32:27: Ja, ich weiß noch als ich meinen ersten Teddy Hamster zu Grabe getragen habe mit knapp zwei Jahren.
00:32:32: Das war für mich ein riesiges Drama ja?
00:32:33: Da war ich elf und da ist die Welt zusammengebrochen.
00:32:40: Es gibt doch Feldhamster und ich glaube es gibt auch Teddyhamster.
00:32:42: Da fragst du jetzt den richtigen, hatte ja nur einmal in meinem Leben.
00:32:45: danach kam die Wellensittige.
00:32:46: meine Großeltern hatten mal ein Papagei.
00:32:48: also bin auch sehr in einer tierischen Familie aufgewachsen.
00:32:52: Ich bin noch so ein bisschen bei der Holzlatte hängen geblieben aber das vertiefen wir dann auch nochmal später.
00:32:56: War denn die Entscheidung gegen den Hof für dich jemals mit einem schlechten Gewissen verbunden?
00:33:01: Denn ich kann mir das vorstellen übernimmt ihr aber so einem Familienbetrieb jetzt nicht einfach irgendeinen Arbeitsplatz, sondern ja möglicherweise auch eine Geschichte von Generationen deiner Familie?
00:33:12: Naja es war bei uns rum.
00:33:13: Also unser Hof war ja sehr klein und mein Papa musste den Hof damals übernehmen.
00:33:18: da war er siebzehn weil sein Papa also mein Opa gestorben war und der hatte auch andere Pläne.
00:33:24: Der Hof hätte ja schon nach meinen Großeltern beendet werden sollen.
00:33:28: Also die wären in Rente gegangen, dann hätte man sich von den Können getrennt und hätte vielleicht noch ein bisschen die Wiesen- und Acker bestellt oder so.
00:33:38: Und das wurde dann halt alles anders weil eben mein Opa so früh gestorben ist und dann hat's mein Papa durchgezogen bis zu seiner Rente... ...und es war aber dann schon klar okay, nach uns ist es dann vorbei, weil man hätte mit dem Hof aussiedeln sollen.
00:33:54: Also mein Papa war jetzt keiner, der irgendwie ein großes Risiko eingehen wollte und er wollte natürlich auch nicht dass wir das gleiche Schicksal haben wie er.
00:34:02: Dass einer von unseren Hof nehmen muss.
00:34:04: deswegen hätte uns das wahrscheinlich irgendwie freigestellt.
00:34:07: okay sollen wir jetzt aussiedeln sollen wenn ich aussiedel noch mal kleiner Bruder war damals heute noch nicht so weit und ist schon gleich gar nicht.
00:34:14: Und deswegen also zwar schon irgendwie ein schlechtes Krissen weil unseren Hof gab es wirklich sehr viele Generationen und dass das jetzt mit meiner Generation Ende habe ich schon lange dran geknappert, aber ich versuch den Hof halt noch einigermaßen.
00:34:29: mit einem Hühnermobil haben wir momentan irgendwie Wisslamm leben zu halten.
00:34:33: Schön!
00:34:34: Also das heißt dein Vater hat die Landwirtschaft aufgegeben und die letzte Kuh hat auch den steil verlassen?
00:34:41: Genau, das war eben letztes Jahr im Juni was wirklich sehr emotional war weil ich hätte nie gedacht dass es so schlimm wird für uns Also mein kleiner Bruder und ich, wir haben uns an Papa gesagt okay wir wollen jetzt nicht mehr weil wir haben immer für die Landwirtschaft dann so zerrissen.
00:34:57: Jeder hat das einen Job jeder hatte seine Termine und dann sind wir oft irgendwo von keine Ahnung vom anderen Ende von Bayern nach Hause geraust werden.
00:35:05: Das heißt ja wir müssen es heu nach Hause bringen oder Silo nachhause fahren.
00:35:10: Das haben wir dann auch halt oft schnell gefahren und sind geblitzt worden oder irgendwie, weil man einfach nur noch im Kopf hat die Okay da kommt der Unwetter.
00:35:19: Wir müssen das nach Hause bringen bevor es irgendwie zu Regen anfängt.
00:35:23: Und irgendwann waren wir an so einem Punkt und haben gesagt okay wir wollen das jetzt nicht mehr.
00:35:26: und mein Papa glaub ich war ein halbes Jahr später gesagt okay wenn das Fahrsilo also das Silo da wo die Silasche drin gelagert wird leer ist, dann ist es vorbei.
00:35:37: Und wie aber der Satz wirklich aus dem Mund von unserem Papa kamen, war das irgendwie ganz schlimm.
00:35:42: Absurderweise wollten wir das alles konservieren und wollten nicht dass es aufhört.
00:35:45: Ich habe dann auch lange überlegt warum dieser Satz so schlimm für uns war weil der Hof immer da war.
00:35:52: Der Hof und die Kühe waren immer da egal was war, egal ob da sich damals unsere Eltern getrennt hatten, egal ob unsere Großeltern gestorben waren.
00:36:00: Egal ob dann später Corona war wo ich plötzlich beruflich von heute auf morgen vor dem Nichts stand.
00:36:06: der Hof und die Kühe waren immer da.
00:36:09: das war immer so eine Sicherheit so eine Struktur wo man sich immer festhalten konnte und dann ja war plötzlich zu den letzten Tage besiegelt.
00:36:18: also das war sehr schlimm.
00:36:21: Kann ich mich erinnern an den letzten Tag, als ich da mit meinem Papa gemeinsam auf der Hausbank saß und mein Bruder, der konnte an dem Tag nicht da sein.
00:36:28: Er hätte das nicht ertragen, wenn er die Kühe ausm Stall getrieben hätte.
00:36:32: Und ich hab gesagt ja, ich kann nicht meinen Papa alleine lassen, es geht ihm wenig.
00:36:36: Wir saßen wieder auf der Ausbank und haben auf diesen Viehwagen gewartet und dann Kuh für Kuh da auf diesem Wagen zu führen ... Das war... Also Also wir sind ja aus Niederbayern und Niederbein ist jetzt nicht gerade für seine große Emotionalität bekannt, aber so emotional auch in meinem Pampau eigentlich noch nie erlebt.
00:36:57: Der endet ja nicht nur ein Betrieb sondern der endeten Teil einer Familiengeschichte eine Lebensgeschichte.
00:37:02: das sind natürlich viele Erinnerungen damit verbunden fehlende Geräusche Verlust einer Tagestruktur vielleicht auch für einen Vater Das Ende einer Familientradition.
00:37:10: ganz klar Du hast dann ein Buch geschrieben.
00:37:15: Daraus ist ein Buch geworden, die Letzte macht das Licht aus eine Hofgeschichte und das erzählt auch von Vorurteilen gegenüber Bauern.
00:37:24: was verstehen den Menschen die nie auf einem Hof gelebt haben am häufigsten falsch über Landwirtschaft?
00:37:32: Ich weiß nicht ob man so viel falsch versteht.
00:37:34: ich glaube eher man.
00:37:35: es fehlt allgemeiner Verständnis weil man weiß gar nicht okay wie leben denn die Leute auf dem Bahnhof vor allem auf einem kleinen Familienbetrieb?
00:37:42: Es gibt Themen, wo die Leute sehr emotional sind.
00:37:45: Wo man streiken kann und ab und zu differenzieren kann ist zum Beispiel dieses Thema Kalb.
00:37:52: Also die Kälber werden auf die Welt kommen, dass man sie gleich von der Mutter wegnimmt.
00:37:57: Da gibt es ja mittlerweile auch Alternativen.
00:37:59: Es gibt Betriebe mit Mutterkuhhaltung also da bleibt das Kalb bei der Mutter aber das ist dann meistens kein ... bei der Nähe zu einem Milchviehbetrieb, wie ich das kenne.
00:38:11: Es gibt auch eine Amenhaltung aber dann kostet die Milch natürlich mehr im Geschäft.
00:38:15: also das ist wie bei allen Dingen wenn man mehr Tierwohl haben möchte da muss man auch den Preis dafür bezahlen weil es geht ja alles mit mit mehr Arbeitsaufwand einher mit du brauchst mehr Platz Du hast aber gleichzeitig auch weniger Milch und das muss er irgendwo muss das ja dann wieder... Der Hof muss er irgendwie wirtschaften.
00:38:35: Das ist so ein Wirtschaftsbetrieb Auch wenn man immer die Balance hält, dass man das Tier respektvoll behandelt.
00:38:42: Aber auf der anderen Seite will man ja auch davon leben.
00:38:47: Das ist so ein Thema.
00:38:49: und eben mit der Gülle, was ich vorher gesagt habe, dass zu einer bestimmten Jahreszeit es gar nicht ausbringen darf.
00:38:57: Und ich glaube viele Leute haben auch immer dieses Bild von der Subvention im Kopf, dass die Bauern diese Subventionen einschieben und sich da dann drauf ausruhen.
00:39:07: Aber das ist nicht so.
00:39:08: Subvention sind ja auf der Fläche.
00:39:12: wie viele Flächen bewirtschaftet der Betrieb?
00:39:15: Wir waren ein sehr kleiner Betrieb.
00:39:16: also bei uns waren die Subventione, die wir bekommen haben, die waren auf einem kleinen vierstelligen Betrag Und den haben wir meistens dann für den Diesel verbraucht.
00:39:27: Also es war jetzt nicht so, dass wir uns den Pool hätten bauen können von diesen großen Subventionen der EU.
00:39:32: also dem ist nicht so und ich glaube das sind vielleicht zu Verurteile nur was man gerne missversteht.
00:39:37: Ich hatte bei mir einen Landwirtschaftsmeister den Andreas Wolfrum auch aus Bayern zu Gast und da haben wir das eben auch festgestellt als Landwirte günstige Lebensmittel produzieren sollen.
00:39:46: Die Tiere möglichst, also bestmöglich halten natürlich das ist glaube ich der Anspruch aller Umwelt- und Klimaschützen möglichst wenig Düngen und gleichzeitig auch wirtschaftlich überleben.
00:39:57: Ich denke dass da unsere Gesellschaft inzwischen auch Dinge verlangt die sich teilweise gar nicht mehr gleichzeitig erfüllen lassen oder?
00:40:06: Ja und vor allem wenn ich dann oft so Menschen höre, die halt dann so mit so Begriffen um sich schmeißen wie du dummer Bauer.
00:40:12: Also da könnt ihr mir dann immer maßlos drüber aufregen weil das für mich entlauft sich da jemand seiner eigenen Dummheit, weil du kannst kein dummer bauer sein, wen du einen erfolgreichen Betrieb führen möchtest.
00:40:21: Weil du musst ein kleiner Biologe sein, du musst dich mit Tieren auskennen Du musst vorn, musst du birokratisch einiges bewältigen können.
00:40:32: Das sind viele viele Dinge, du kannst heute nicht mehr.
00:40:36: Natürlich irgendwo kommt dieses Klischee ja her.
00:40:39: Also natürlich, also ich glaube ja früher wenn jemand gar nichts konnte dann hat man irgendwie aus Knechte in der Lammwirtschaft gegeben.
00:40:46: es gab Zeiten da musst du vielleicht nicht so hell im Kopf sein aber meiner Meinung nach sind die Zeiten vorbei wenn du heute den modernen Detektion wirst.
00:40:54: Das ist so und wenn du Heute jemandem supermarkt über dem preis eines lieters Milchschimpfen hörst musst Du dich auch manchmal zusammenreißen?
00:41:02: Ja, als mir Gott sei da noch nicht passiert.
00:41:04: Ich glaube es war nur ein einziges Mal.
00:41:05: Da war ich wirklich auch beim Discounter und dann war da eine Frau... ähm, wer ist du mich nach?
00:41:15: Ich hörte dich super!
00:41:17: Ah ja, weil plötzlich mein Bildschirm schwanz.
00:41:19: Jetzt habe ich
00:41:19: gedacht.
00:41:20: Na siehst du mal alles gut wir hören dich perfekt.
00:41:23: Nein, das war bei dem Discounter Und dann hat halt eine Dame die billigste der billigen Milch gekauft.
00:41:29: kann man jetzt eigentlich machen und dann wird er fast in ein Streitgespräch, aber man muss da wirklich auch aufpassen weil es gibt ja wirklich viele Menschen.
00:41:39: Man ist oft ja in so einer privilegierten Babel wenn man keine großartigen finanziellen Probleme hat, aber das kann ja auch sein dass die es einfach nicht alleine in der Mutter war mit drei Kindern und die Kinder gerne morgens müssen essen Und die kann dann nicht eine Milch kaufen, die eins Fünfzig oder zwei Euro kostet.
00:41:57: Das kann sie sich einfach nicht leisten und das muss von dir gar nicht irgendwie ne böse Absicht sein.
00:42:02: aber es ist halt einfach finanziell nicht möglich und diese muss man da echt differenzieren.
00:42:05: wenn jemand schimpft und vielleicht... also man wird jetzt nicht mal ins Gespräch kommen können aber man muss da echt aufpassen.
00:42:14: Ja ich glaube da haben wir viel... verlernt auch in den letzten Jahren über so Themen, die vielleicht auch die Leute es ein bisschen entzweien offen zu sprechen.
00:42:22: Das erlebe ich in Fasider-Podcastfolge dass wir nicht mehr so viele unterschiedliche Meinungen zulassen das wir uns sehr schnell persönlich angegriffen fühlen, dass wir vielleicht auch ein bisschen den Humor verloren haben.
00:42:34: Ja und ich finde vor allem ... Empathie verlernt und wir haben auch verdient, uns zu interessieren.
00:42:40: Was steckt denn hinter der Person?
00:42:42: Was hat die für eine Geschichte?
00:42:43: Natürlich man hat nicht immer die Zeit, dass man sie mit jedem Menschen intensiv auseinandersetzt aber es gibt viele Menschen, die haben eine Geschichte und haben Gründe warum sie so handeln wie Sie handeln.
00:42:53: Ich hab da zum Beispiel wenn ich das kurz erzählen darf ... da habe ich mich mal gegen die AfD ausgesprochen, weil einfach dieses Programm mich in meiner Art wie ich lebe oder meine Überzeugung ist, mich einfach einschränkt und ihr bedenkt habt dass das alles so gut ist was die von sich geben.
00:43:12: Und dann kam sehr viele negative Nachrichten.
00:43:15: also ich hab damals gar nicht gewusst als ich so viele AfD-Anhänge unter meinen Followerinnen vollen habe Und manche haben mir dann auch persönlich geschrieben und dann habe ich wirklich zum Teil versucht, dass ich da mehr Gespräche bekomme.
00:43:26: Also mit vielen konnte ich nicht sprechen weil die haben dann einfach nicht mehr geantwortet.
00:43:30: aber manche ... haben mich dann wirklich gesagt das ich finde es unmöglich, dass sich das mache als Comedian.
00:43:35: Ich muss doch neutral bleiben, ich soll schauen, dass die Leute lachen und mir die nicht irgendwie positionieren.
00:43:41: Dann habe ich versucht ja was ist denn eigentlich ihr Problem?
00:43:43: Und dann haben wir die ganz lange Nachrichten geschickt wo sie sich momentan nicht gesehen fühlen oder wo ihre Ängste sind Und ich hab das dann ernst genommen und habe dann wirklich lange mit den Leuten hin- und hergeschrieben.
00:43:56: Dann hab' ich meine Position da gelegt und hab gesagt, passen Sie auf!
00:44:00: Ich lebe mit meinem Partner zusammen und will den vielleicht mal heiraten oder vielleicht will ich mal ein Kind?
00:44:06: Und was diese Partei will, ist glaube nicht das so wie ich lebe.
00:44:10: Oder ich muss einfach für meine Interessen oder für mein Leben, wie ich es liebe, einfach kämpfen.
00:44:15: und dann war auf der anderen Seite auch wieder Verständnis da und haben sich auch viele bedankt und haben gesagt okay das waren wir gar nicht bewusst dass dies in diesem Parteiprogramm steht oder dass man dies so interpretieren kann Einige Menschen noch erreichen.
00:44:29: Also ich finde es oft ein bisschen sehr abgehoben, wenn man alle unter einem Kamm schert und gar nicht versucht mit den Leuten zu sprechen.
00:44:35: Man braucht schon eine hohe Frustrations- Toleranz weil viele Leute die wollen keine Argumente hören und wollen nicht dass man mit ihnen spricht aber es gibt trotzdem noch welche die mit dem er reden kann und ich finde wenn wir auch nur zwei irgendwie Ändern kann, was heißt ändern?
00:44:52: Aber irgendwie die Augen ein bisschen öffnen kann oder dazu bringen kann dass sie etwas kritisch hinterfragen ist auch schon etwas gewonnen.
00:44:59: Ja dazugehört eben auch sich zu öffenen auch mal zuzuhören und sich wirklich für den gegenüber auch zu interessieren.
00:45:04: ich hatte bei mir im podcast ja auch schon ganz unterschiedliche gäste kürzlich auch frau gepetri bei mir eine der mitgründerinnen der afd Die sicher dann zwei tausend siebzehn auch distanziert hat und jetzt anderweitig politisch aktiv ist.
00:45:17: da fragt man sich am vorfeld dann schon Wie wird so ein Interview, wie wird so'n Gespräch?
00:45:21: Ich bin ja nun auch kein Journalist.
00:45:22: Sondern gehe als Bürger auch dann und es war gut!
00:45:26: Es waren gute Austausch, es waren offene Austausche und ich finde wir müssen da auch wieder aufeinander zugehen uns mal die Hand geben natürlich auch rote Linien ziehen aber sagen okay noch mehr hier nach links und rechts denken in Deutschland das funktioniert im Jahr einfach nicht mehr.
00:45:40: Ja und vor allem, ich versteh das oft nicht weil jetzt höre ich mich wahrscheinlich gleich an wie mein Opa oder wie mein Papa aber es hat doch früher als wenn jetzt ihn nur mehr am Bayern dringend.
00:45:49: Oder ein bayerisches Wirtshaus... Bei uns im bayerischen Wald, da saßen doch früher am Stammtisch auch Menschen der unterschiedlichsten politischen Gesinnung.
00:46:00: Da saßen SPD-Lehren jeden CSU-Lehrer natürlich und haben gesagt ja wo ist denn der Teppitz eigentlich da?
00:46:05: Man hat sich unterhalten und man hat sie irgendwie mehr mal weniger auf Augenhöhe getroffen und das ist heute gar nicht mehr möglich.
00:46:11: also wenn wir irgendwie nicht die Meinung vertritt, die jemand anderer vertritt dann ist man gleich in wie total unten durch und man will mit dem nichts mehr zu tun haben.
00:46:22: Das ist so, kann man nicht weiter.
00:46:24: So und jetzt kommst du lieber Martin auch noch mit Grüße aus Allegro Süd?
00:46:27: Und ganz Deutschland fragt sich ja wo ist denn das?
00:46:29: Wo ist denn der Allegro-Süd?
00:46:30: Ist es neben Bayern oder was ist das?
00:46:32: Also die Frage hat sich meine Begleitung bei den Lühmäusen auch gestellt und ich glaube in der halbe Saal.
00:46:37: Du hattest erwähnt, dass gab's schon einige Bussel, die den Ort die Stadt Allegro süd gesucht haben.
00:46:43: Ja weil ein Reisebruch hat sich bei mir gemeldet und sie hatten nach dem Nach der Veröffentlichung, auch vereinzelt Anfragen für Aligros Süd und niemand wusste genau wo das sein soll.
00:46:54: Dann haben die googlede und dann seien es rausgekommen dass das der Titel ist von den Comedians.
00:46:58: Und ja also Aligro Süd ist jetzt leider möchte ich fast sagen oder was leider ist aktuell nur in meinem Kopf weil Ich sehe mich manchmal, hat mich schon dabei wie mir manchmal das Leben ein bisschen zu anstrengend wird wenn man alles mitbekommt alle Krisen der Welt, alle... dann der Spritpreis dieses Streiterein oder die Wahlen.
00:47:21: Und ich wünsche mir manchmal, okay, wir jetzt gerne an einem Ort, wo es all diese Probleme nicht gibt und was harmonisch ist, wo ich mal wieder frei lachen kann... Genau!
00:47:32: Und empführe dann die Leute in meinen Kopf, in diesen fiktiven Ort und hoffe einfach, dass sie zwei Stunden den unbeschwerten Abend haben.
00:47:40: Ende aber schon mit der Frage ob wir diesen Orten wirklich brauchen weil glaube ich speziell wir Deutsche, wir lieben ja uns doch ein bisschen zu jammern ohne Probleme.
00:47:48: Äh, wäre es uns dann auch zu langweilig.
00:47:50: Da würden wir uns ja gar nicht mehr spüren glaube ich.
00:47:52: Das ist wohl wahr und damit tourst du seit Mai-Zwei-Tausend-Sächsen-Zwanzig mit deinem fünften Zodoprogramm durch ganz Deutschland.
00:47:59: Zirkus Krone Passau Wien Salzburg also viele Termine sind hier auch schon ausverkauft Und Allegro bedeutet musikalisch schnell und lebhaft.
00:48:07: das ist ja damit wahrscheinlich auch so ein bisschen gemeint.
00:48:09: oder ist unser Leben inzwischen zu sehr Allegro?
00:48:13: Genau.
00:48:14: Ich habe damals dann überlegt, was könnte ich denn machen?
00:48:16: Und ich bin einfach jemand, der die Klassik liebt und hat mir gedacht, okay, ich rede schnell!
00:48:21: Ich will, dass die Leute den beschwingtenlustigen Abend haben... ...und wenn man das eben in die musikalische Sprache übersetzt, kommt Allegro raus.
00:48:27: Natürlich ist unser Leben sehr, sehr Allegro glaube ich.
00:48:32: Vor allem durch Sozialmedien ist man ständig informiert und weiß, was los ist auf der Welt.
00:48:36: Also Moa Allegro geht ja fast gar nicht.
00:48:38: aber Allegro heißt schon auch noch Heiterbeschwind.
00:48:41: Das versuche ich an dem Abend zu machen, weil das Leben ist ja nicht zwangsläufig heute beschwingt.
00:48:47: Ja du schreibst sinngemäß über die großen Dampfplauderer, die sich mit Hastiraden in die ersten Reihen drängen?
00:48:53: Ist Lautstärke heute so eine Ersatzwährung für Bedeutung geworden?
00:48:56: Ich
00:48:57: glaube schon.
00:48:58: Lautstärken und vor allem Polarisierung und ich merke dasselbe im Programm, ich spiele manchmal auch damit also wenn ich da dann so Sachen raushaute sehr... polarisieren sind.
00:49:10: Dann gibt es vor einer gewissen Sorte Applaus und dann versuche ich das natürlich zu brechen, wenn man so schnell ist wie im Populismus drinnen.
00:49:18: Und ja, versuch vielleicht auch einen kleinen A-H-Effekt zu erhaschen.
00:49:24: Also glaubst du... Ich verstehe es ja manchmal auch.
00:49:27: Sein Leben jeder hat seine Baustellen zu Hause in der Familie oder man hat vielleicht was weiß.
00:49:32: jemand hat Stress mit Partner.
00:49:33: Man hat jemanden, den man zuhause pflegen muss oder ist man nicht gerade arbeitslos?
00:49:37: Man muss schauen wie man finanziell um die Runden kommt und glaube ich ist mir anfällig für einfache Lösungen und wenn man für das andere keinen einfach in dem Moment selber kein Kopf hat.
00:49:49: Hast du heute beim Schreiben manchmal schon den möglichen Social Media Store im Hinterkopf werde genau das vielleicht auch der Tod eines Künstlers.
00:50:00: Also ich glaube die Vergangenheit hat gezeigt, dass ein Schützdom nicht automatisch der Tod des Künstler ist, aber auf den Eindruck manche arbeiten richtig auf dem Schütztom hin für eine gewisse Art von PR also Gott sei Dank noch verschont geblieben.
00:50:19: Ich schreibe aber auch nicht auf den Schützdom hin, aber ich mache mir jetzt auch keine Gedanken.
00:50:23: Wenn es sich einen Text schreibt ob man das jetzt saubend darf oder nicht.
00:50:25: Ob ich dann ein Schütztom ernten könnte?
00:50:27: Das ist mein mich egal.
00:50:28: also... Da habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht!
00:50:32: Und wenn du momentan durch Deutschland tust und mit Menschen in ganz unterschiedlichen Regionen sprichst merkst du da auch einen Unterschied was das Publikum angeht.
00:50:40: Also ist das Berliner Publikums etwas zurückhaltender als das Münchner oder das Kölner.
00:50:45: Also das Berliner Publikum ist eigentlich immer sehr, sehr dankbar.
00:50:48: Die sind immer sehr lustig drauf.
00:50:49: Das muss ich echt sagen.
00:50:52: Ich merke manchmal in der Stadt dass bestimmte Themen besser ankommen als auf dem Land.
00:50:57: also wenn man irgendwie vielleicht mal ja was habe ich für ein Thema im Ding?
00:51:05: In Hamburg war es und ich hab so eine Nummer im Programm da geht's um Wetterkatastrophen oder beziehungsweise nicht nur Wetter katastrophens an sich sondern auch die Berichterstattung von vermeintlichen Wetterkatastrophen und da ging es um die Schneekatastrophe im Januar diesen Jahres in Hamburg.
00:51:20: Und das kann natürlich in Hamburg dann sehr gut an, wenn man bei uns in Bayern, wo jetzt Hamburg ja doch weit weg ist, sind natürlich die Reaktionen eher verhalten.
00:51:30: Ja,
00:51:33: das höre ich oft!
00:51:33: bei den Künstlern, die auch bei mir zu Gast sind im Podcast.
00:51:37: Das ist ja auch mal eine Tagesabhängigkeit und man kommt mit etwas Stress vielleicht in einer Vorstellung als Zuschauer und es nicht so gut drauf.
00:51:45: aber ich finde schon wenn dich der Künstler auf der Bühne innerhalb der ersten zwei Minuten abholt dann kannst du noch ein guter Abend werden.
00:51:52: das ist für dich wahrscheinlich auch am wichtigsten dieses Eis erstmal zu brechen wenn es losgeht
00:51:57: Ja, genau.
00:51:58: Und ich finde man merkt ja schon in den ersten, eigentlich schon in die ersten dreißig Sekunden okay wo entwickelt sich, was wird das heute für ein Abend?
00:52:05: Also meistens merkt es sogar schon wenn der Dschingel läuft und wenn dann die Leute irgendwie da schon anfangen zu klatschen, dann denken wir ok, es könnte heute ein guter Abend werden oder lustige Weise ist ja meistens dann schon fünf Minuten vor der Show oder zehn Minuten vor dem Show schon hinterm Vorhang.
00:52:22: Also, das ist jetzt ein bisschen so esoterischer Sprech oder so einen Schauspiel-Sprech.
00:52:26: Aber ich höre dann gerne bis so in die Atmosphäre des Raumes und wenn sich die Leute da schon laut und viel unterhalten, dann weiß ich okay, die Stimmung im Saal ist eigentlich ganz gut und es kann heute ein schöner Abend werden.
00:52:38: Wenn's die Leute nicht soviel unterhalten?
00:52:41: Dann wollen sie glaube ich... erobert werden, dann können sie ein bisschen liegen.
00:52:48: Dann sitzt du mit künstlichem Schnurrbart, Holzlatte und Perücke im Publikum vor der Beginn der Vorstellung und hörst schon so ein bisschen über was gesprochen wird?
00:52:56: Genau!
00:52:58: Wahnsinn!
00:52:59: Lieber Martin wir sind fast schon am Ende der heutigen Folge.
00:53:02: Was muss denn am Ende eines Tages passiert sein?
00:53:05: damit Du sagen kannst heute war ein guter Tag.
00:53:09: Ich glaube am Ende eines Tages muss einfach jemand gelacht haben.
00:53:13: Ob das jetzt meine Publikum ist oder irgendjemand in meiner Familie, also irgend eine muss gelacht werden.
00:53:18: dann habe ich glaube innerlich meinen Frieden oder mein Tagesziel erreicht.
00:53:23: Sehr schön!
00:53:24: Martin.
00:53:25: also es war ein großes Vergnügen mit dir was auch fast dürfen wir uns dann in den nächsten Wochen und Monaten noch freuen?
00:53:31: In den nächsten Wochen, Monaten.
00:53:33: Also ich schreibe momentan an einem... also ich versuch ein Drehbuch zu schreiben bzw eine Drehbuchtidee und wäre schön wenn ich das irgendwie in den nächsten Monaten oder vielleicht ein zwei Jahren verwirklichen könnte.
00:53:46: Wahnsinn!
00:53:46: Also da hast du ja echt keine Langeweile in deinen jungen Jahren.
00:53:49: Naja, will ich auch nicht.
00:53:50: Ich bin der Mensch immer was zu tun weil mir ist sehr schnell langweilig und es endet nie schön
00:53:56: Kenne ich irgendwo her.
00:53:58: Und vor allem bin ich erleichtert, dass wir dieses Gespräch hoffentlich beendet haben bevor deine Laber-Podcast-Allergie ausgebrochen ist.
00:54:04: Also glaube ich sind noch nicht ins Labern gekommen, also glaube ich noch hat vielleicht ein kleiner Mehrwert.
00:54:11: Dann empfehle ich Folge zwei in einigen Jahren wenn du herzlich willkommen bist auch zu einer Fortsetzung bei mir.
00:54:16: Lieber Martin danke dir für deine Zeit!
00:54:18: Ich wünsche dir von Herzen alles erdenklich gute weiterhin und bleibt gesund.
00:54:22: Sehr gerne ebenfalls.
00:54:23: Danke für die Einladung.
00:54:27: Bis nüchtern, der Podcast mit André Puchter Fast live
00:54:33: aus Berlin.
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