Andreas Neumann | Parodist - Wie viele Stimmen passen in einen Menschen?

Shownotes

Er braucht oft nur wenige Sekunden – und plötzlich scheint Heinz Erhardt im Raum zu stehen. Oder Heinz Rühmann. Theo Lingen. Hans Moser. Marcel Reich-Ranicki. Ekel Alfred. Andreas Neumann gehört zu den bekanntesten Parodisten Deutschlands und beherrscht Stimmen, Sprachmelodien, Gesten und Eigenheiten großer Persönlichkeiten so präzise, dass aus einer Imitation eine eigene kleine Figur entsteht.

Schon mit zwölf Jahren stand Neumann auf der Bühne. Es folgten Auftritte im Fernsehen, unter anderem bei „RTL Samstag Nacht“ und „Immer wieder sonntags“, Engagements im Friedrichstadt-Palast und zeitweise sogar ein Platz im Trio Klaus & Klaus. Besonders eng verbunden ist sein Name mit Heinz Erhardt, dessen Humor und unverwechselbare Art Neumann seit Jahrzehnten für neue Generationen lebendig hält.

Im Gespräch mit André Puchta erzählt Andreas Neumann, wie man eine fremde Stimme überhaupt findet, warum eine gute Parodie sehr viel mehr verlangt als bloßes Nachahmen und was passiert, wenn die Menschen irgendwann erwarten, dass man auch privat ständig jemand anderes ist.

Es geht um ein Leben auf der Bühne, um Vorbilder und Begegnungen, um Humor, der Generationen überdauert – aber auch um die Persönlichkeit hinter den vielen Persönlichkeiten. Denn wer sein Publikum seit Jahrzehnten damit begeistert, andere Menschen verblüffend echt werden zu lassen, landet irgendwann bei einer ganz eigenen Frage:

Wer bin ich eigentlich, wenn ich mal niemand anderen nachmache?

Neben der Bühne ist Andreas Neumann auch als Autor und Maler kreativ – und zeigt damit, dass sich hinter seinen vielen bekannten Stimmen vor allem eines verbirgt: eine sehr eigene.

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00:00:01: Eine Stimme kann Erinnerungen zurückholen.

00:00:27: Manchmal reichen wenige Silben, eine bestimmte Betonung oder eine scheinbar beiläufige Pause Und plötzlich steht ein Mensch wieder vor dem inneren Auge, der längst nicht mehr lebt.

00:00:40: Andreas Neumann beherrscht diese Kunst seit seiner Kindheit.

00:00:44: Bereits mit zwölf Jahren stand er als Parodist auf der Bühne.

00:00:49: Seitdem hat er Persönlichkeiten wie Heinz Erhardt, Heinz Rümann, Hans Moser, Theo Lingen, Jürgen von Manger, Marcel Reichner-Nitzki, Inge Meißel oder Ekel Alfred zu einem festen Bestandteil seines Repertoires gemacht.

00:01:06: Dabei kopiert er nicht einfach bekannte Stimmen, er schreibt neue Texte, beobachtet Gestik und Sprachmelodie – und er versucht den Charakter hinter der Stimme zu erfassen.

00:01:18: Besonders eng ist sein künstlerischer Weg mit Heinz Heins Ehhardt verbunden.

00:01:22: Dessen Tochter Gritt Berthold sagte über ihn «Beim höher Neumanns habe sie gemeint, ihr Vater lebe wieder».

00:01:30: Ein größeres Kompliment und vermutlich auch eine größere Verantwortung kann ein Parodist kaum erhalten.

00:01:38: Mich interessiert heute, wie man sich fremde Stimmen aneignet ohne die eigene zu verlieren.

00:01:43: Wann wird aus Nachahmung Kunst?

00:01:46: Darf eine Parodie liebevoll und kritisch zugleich sein?

00:01:50: Und wer ist Andreas Neumann wenn all die berühmten Stimmen einmal schweigen?

00:01:55: Herzlich willkommen bei Schüchtern bis Nüchdern!

00:01:58: Hallo ich freue mich dass ich dabei sein darf.

00:02:01: Lieber Andreas, willkommen in meinem Podcast.

00:02:03: Bei mir wird heute nicht geschwiegen denn wir haben viel zu erzählen und viel zu erfragen wenn du morgens verschlafen ins Badezimmer gehst und mit dir selbst sprichst mal rein theoretisch angenommen Welche Stimme kommt da eigentlich raus?

00:02:15: Deine eigene oder manchmal versehentlich Heinz-Erhardt?

00:02:19: Wir haben schon meine eigenen aber noch etwas müde klingt Aber ich sprech auch im Schlaf wahrscheinlich dennoch

00:02:24: Welche Person müsste denn nur drei Wörter sagen und Du würdest die Supporter kennen?

00:02:32: Ja, glaube ich fast alle zumindest mit denen ich mich befasst habe.

00:02:36: Ja da gibt es einige davon und darüber werden wir gleich sprechen.

00:02:40: Lass uns mal so ein bisschen auf dein Leben blicken!

00:02:44: Du hast ja sehr viel erlebt.

00:02:45: wenn man jetzt mal von anderen Kindern spricht andere Kinder armen vielleicht einmal einen Lehrer oder einen Fernsehmotorator nach.

00:02:52: du standest ja bereits mit zwölf Jahren als Parodist auf der Bühne dann hast du den gemerkt dass du nicht einfach nur lustig emitierst sondern tatsächlich eine Besondere Begabung besitzt.

00:03:03: Ich habe das nicht als besondere Begabe eigentlich empfunden, wenn ich was im Fernsehen sah, hab' das nachgemacht und ging das komischerweise!

00:03:11: Es war auch ganz leicht, ich musste nicht überlegen... Also es war bei mir der Willi von Abinemaya also die ursprüngliche Zeichentricksäe und Konkerttischbrechen mit dem Willi.

00:03:20: Das ging damals auch ganz schnell.

00:03:22: Ja, wer hat denn dein Talent als erster ernst genommen?

00:03:26: Eigentlich hat man mich bis heute nicht wirklich ernst genommen.

00:03:29: In der Schule, wenn man da Parodist sein möchte oder werden will, wir hatten Arbeitwirtschaft – da gab es das alles gar nicht!

00:03:35: Also ich wurde immer belächelt.

00:03:37: aber lächeln ist ja auch nicht das Schlechteste was einem begegnen kann.

00:03:41: Findest du denn dass wir das Lächeln im Alltag so ein bisschen verlernt haben in diesen bewegenden Zeiten?

00:03:46: Ja, mit dem Lächeln soll das anfangen und dann vielleicht auch mal ein freundliches Wort.

00:03:50: Selbst an der Kasse die Leute sagen ja nichts mehr und der Kassierer will auch nicht dass man mit ihm spricht weil er es nicht gewohnt ist und sagt noch Kassenbogen?

00:03:58: Das ist ja fürchterlich.

00:04:00: Gab es zu Hause bei dir jemanden der sagte lernen lieber mal was Vernünftiges?

00:04:06: Nein, das nicht.

00:04:07: Obwohl mein Vater ja auch Parodist war aber er hat es nicht gesagt.

00:04:11: und als ich meine Eltern kennengelernt habe so kurz nach der Geburt hatte mein Vater auch ein ganz anderen Beruf.

00:04:16: Ich hab's nur raus gekriegt.

00:04:18: Wollte ich mal in Schränken spioniert haben wenn die Eltern spazieren waren sonst hätte sie gar nicht herausbekommen.

00:04:23: Ah sehr spannend.

00:04:24: Kannst du dich denn noch an den Augenblick erinnern indem Du zum ersten Mal eine Stimme gefunden hast die plötzlich nicht mehr nach Andreas Neumann klang?

00:04:33: Also wenn sich klein war, klang es schon immer Andreas Neumann.

00:04:36: Meine Eltern haben gesagt ja die ersten zwei Sätze sind gut aber dann ist das wieder Andreas und die Kunst ist es dann, die man nach so vielen Jahren hoffentlich dann erlernt hat und kann dass es von Anfang bis zum Ende sich so anhört wie es sich anhören soll und man nicht hört, dass ich es bin.

00:04:52: Was hörst du denn in einer Stimme?

00:04:54: Dass wir anderen meistens überhören.

00:04:58: Ich hoffe einfach nur, weil ich richtig hinhöre.

00:05:00: Dann höre ich vielleicht ein Rollin des Erd oder einen Dialekt heraus.

00:05:04: Aber das ist es ja auch nicht!

00:05:06: Es muss ja auch der Tonfall stimmen, aber ich kann's auch nicht erklären.

00:05:09: Ich könnte keine Seminare geben und sagen, dreht Ornhaltsmann nach links?

00:05:14: Oder dann geht das vielleicht... Also ich würde es gerne, also ich will da gar nicht mich sperren,

00:05:20: Ja, das mit dem Dialekt.

00:05:21: Das höre ich natürlich auch öfters als gebürtiger Süddeutscher und ich kann mir aber vorstellen da geht es ja viel um Betonungen, um Lautstärkewechsel, Sprechtempo, Atemgeräusche so typische Formulierungen.

00:05:33: Hat dich das schon immer irgendwie interessiert?

00:05:36: Ja, bin gar nicht bewusst.

00:05:37: Ich habe das einfach so gemacht weil ich das interessant fand wenn ich jemand toll fand meistens hat man denn ja Fernsehen geguckt als der in den siebzehr jahrenbarsten Programme auch gar nicht so schlecht und dann hab' ich das versucht nachzumachen, nachzusprechen, nach zu spielen.

00:05:50: Ich konnte zum Beispiel die Aufsage von Karin Tize Ludwig Der Lottofe vom hessischen Rundfunk Konnte ich auswendig aufsagen In der dritten Klasse.

00:05:58: Das fand die damals alle ganz toll.

00:06:00: Also ihre Nachfolge nichts.

00:06:02: Ihre Nachfolgerin Franziska Reichenbacher war auch schon bei mir im Podcast und wir haben uns sehr ausführlich über die Lotto-Kugeln und die Entwicklungen der Lottozahlen unterhalten.

00:06:11: Und dann hatte ich Lutz Prabalski, den Großgewinnenberater von Lotto Berlin bei mir, der mir dann auch erzählt hat wie es so ist wenn dann so ein Hundertzwanzig Millionen Euro Checkpot Gewinner plötzlich zur Tür hereinkommt.

00:06:22: Hast du dich denn mal mit einem Lottogewinn beschäftigt?

00:06:24: Wie wäre das bei dir, wenn Andreas Neumann jetzt hundert Millionen gewinnen würde?

00:06:27: Welche Stimme würdest du als erstes ablegen?

00:06:30: Ich will gar nicht mehr sprechen, brauche den vielleicht nicht mehr.

00:06:34: Aber über Lottogewinne habe ich noch nicht nachgedacht, da ich ja auch nicht spiele ist die Wahrscheinlichkeit noch geringer.

00:06:39: aber ich fühle mich auch so ganz munter auch ohne Gewinn.

00:06:43: Ja, das liebe Geld ist ja nicht alles im Leben!

00:06:46: Du hast zunächst eine Ausbildung zum Schauwerbelgestalter absolviert wie ich bei der Vorbereitung dieser Folge gelesen habe und Da interessiert mich natürlich schon so ein bisschen, wie das damals war.

00:06:58: Das ist ja schon vernünftiger Beruf auch neben einem unvernünftigen Traum vielleicht für viele Außenstehende.

00:07:05: hat das denn auch so deine... Also diese Ausbildung hat die auch deinen Blick für Inszenierung geprägt?

00:07:11: Na das nicht, aber man konnte halt künstlerisch tätig sein und ich zeichne ja auch gerne nebenbei ein bisschen Papierkram.

00:07:18: Das hat der Dekorationsberuf ein bisschen abgedeckt und man musste ja irgendwas machen.

00:07:22: Ich konnte ja nicht sagen von jetzt auf gleich, ich werde Paradist und dann läuft das.

00:07:26: Ich habe eigentlich gerne einen Schaufenster gesessen, auch rausgeguckt die Leute studiert.

00:07:31: Also geschult war es der Blick, was ich anziehen kann.

00:07:34: Ich war bei einem Herren-Ausstatter und da musste sich eben Anzug, Krawatte binden, Schleife binden wie man aussieht und wie man auch gut aussieht auf der Bühne ohne dass die Leute merken das man vielleicht mit Hosenträgern arbeiten weil dann sitzt die Hose besser.

00:07:50: Die Leute sehen wir auch.

00:07:51: Und doch hat sicherlich durch den Dekorateur das geschult wie ich jetzt rumlaufe.

00:07:55: Ja ich frage das denn Parodie beginnt ja auch mit einer genauen Beobachtung.

00:07:59: Warst du denn als Kind eher derjenige, der im Mittelpunkt stehen wollte oder derjenig, der still am Rand saß und alle anderen studierte?

00:08:07: Noch nicht mal still am Rande.

00:08:08: Man hat mich nicht bemerkt ich war auch nie Klassenklauen.

00:08:12: in der Schule habe ich auch nie etwas gesagt.

00:08:16: Das letzte Mal wo ich wirklich was gesagt haben war bei der Abschlussfeier.

00:08:19: Da habe ich dann eine halbe Stunde parodiert und die Lehrer standen wirklich alle da mit offenen Mündern.

00:08:23: Und die Schüler auch, haben gesagt in den letzten fünf, sechs Jahren hast du nie so viel gesprochen wie in dieser halben Stunde.

00:08:29: Es ist ganz was anderes gewesen.

00:08:31: Habe ich mir nicht getraut, das zu sagen?

00:08:32: Also dann gehe ich mal davon aus dass du deine Schulzeit auch ohne Schulverweis überstanden hast.

00:08:38: Ja, das ist nicht passiert.

00:08:39: Ich bin weder aufgefallen noch unangenehm.

00:08:40: Also ich war einfach nur da und freundlich oder hab auch ungern nicht beteiligt.

00:08:44: Hatte immer Angst wenn es falsch ist... Und dann einmal weiß ich auch noch, wie heute habe ich mich denn gemeldet und der Lehrer hat einen Staatsakt rausgemacht.

00:08:51: Er meldet sich.

00:08:52: entweder er hat was zu sagen und ich musste leider Notgedrungen sagen Herr Lehrer darf ich bitte auf die Toilette!

00:08:59: Das war so fürchterlich aber naja...

00:09:02: Auch dafür muss Zeit sein im Leben.

00:09:05: Wann ist denn eine Stimme für dich wirklich fertig?

00:09:07: Wenn sie akustisch stimmt oder erst dann wenn auch Haltungen, Mimik und die Persönlichkeit zusammenkommen?

00:09:14: Da hab ich Glück, das geht alles gleichzeitig.

00:09:16: Ich muss mich auch nicht vor einen Spiegel stellen.

00:09:19: Mittlerweile fühle ich das.

00:09:21: Die Bewegung stimmt, die Stimme ist in Ordnung und dann bin ich das in dem Moment.

00:09:26: Die Figur, die ich da von vorne mal gesehen habe meist Kino oder Fernsehen also geht alles oder halt gar nicht.

00:09:32: Stimmst du mir denn zu wenn ich behaupte dass eine perfekte Stimme ohne Haltung leblos bleibt?

00:09:39: Jetzt überlege ich was mit Haltung?

00:09:41: Also eine Stimme ohne Kadesma, ohne Persönlichkeit?

00:09:45: Ohne das gewisse Etwas was sie besonders macht.

00:09:47: Was sie von anderen Menschen unterscheidet?

00:09:50: Ja letztens das Gewisse etwas.

00:09:51: also man kann Leute ja nicht... Also heute habe ich wirklich Schwierigkeiten und ich interessiere mich auch nicht so dafür wenn ich so heute Menschen höre die Schauspieler ist da ist eigentlich nicht so viel los was man nachmachen kann dass das reizt mich denn auch nicht und dann ist da glaube ich kaum was weiter.

00:10:07: Wie war das bei dir?

00:10:07: Du bist dann irgendwann größer geworden, erwachsen geworden und... Ein Nurgrößter.

00:10:13: Ja, Erwachsene hoffentlich auch ein bisschen zumindest.

00:10:16: Bist aber bestimmt ja mit Persönlichkeiten konfrontiert worden im Fernsehen oder auf Bühnen die du vielleicht irgendwie mal gesehen hast.

00:10:22: Wer hat dich denn als Jugendlicher oder junger Erwachsener total begeistert?

00:10:26: Also dich auch getroffen habe oder die ich nur gesehen habe?

00:10:28: Gerne beides!

00:10:30: Ich fand am tollsten für mich war eben Jürgen vom Manger in der Rolle des Adolf Techtmar.

00:10:36: Den fand ich klasse, mit elf Jahren schon.

00:10:38: Ich glaube das ist nicht ganz so häufig in dem Alter und das habe ich sehr gerne geguckt.

00:10:42: Das fing an mit Tick Meyers Reisen.

00:10:43: dann tickt man ja klärt auf und dann konnte ich die Stimme auch ganz plötzlich also... Man hat mir gesagt dass sich mit elf zwölf jahren Die Stimme ist ja nicht so wie die eines Erwachsenen aber man hätte es wohl nicht besser machen können.

00:10:54: So meinten zumindest einen Wohlwohl von meinen Eltern.

00:10:57: Und mit welcher Stimme ging es dann irgendwann los?

00:11:01: Ja, also in der Schule Aula habe ich angefangen.

00:11:03: Ich war dann wirklich so erschreckt heute rückblickend was ich mich damals alles getraut habe und was ich mir heute bestimmt nicht mehr trauen würde.

00:11:12: Ich hab die Lehrer gesagt, ich möchte die Aula haben, ich möcht drei sieben Minuten Programm machen.

00:11:16: das habe ich auch gemacht.

00:11:18: Und da hat der Lehrer gesagt dass er irgendwie durchwinken musste wenn ich in einer ersten großen Pause die Lehrer im Lehrerzimmer alle zum Lachen bringe kriege.

00:11:27: Ja, sie kamen alle zu spät.

00:11:28: Ich hab gern überzogen damals.

00:11:30: Aber es ging gut aus.

00:11:31: Das war mal sehr

00:11:33: kühl!

00:11:34: Die Augen

00:11:34: waren alles voll.

00:11:35: Eltern, Schüler, Kinder, halbe Stunde... Also das hieß dann damals Techtmar erklärt auf und da waren noch ein paar andere.

00:11:41: Eines Rühmann war schon dabei, Dieter Hallervorn als Didi.

00:11:44: Es hat mir damals gerne geguckt, Noss of Nonsen.

00:11:47: Großartig.

00:11:49: Wie nährst du dich einer neuen Figuren?

00:11:51: Zuerst über die Stimme oder über das Gesicht Einzigen charakteristischen Satz.

00:11:58: Sie muss mir einfach gefallen, das ist so wie wenn man sich verliebt.

00:12:01: da kann man auch nicht genau sagen es ist nur das Lächeln die Nase die Öhrchen oder was auch immer.

00:12:06: Wenn da etwas ist was ich interessant finde versuche ich's nachzumachen.

00:12:11: Dann nehmen wir mal die Stimme von Friedrich Merz.

00:12:14: Politiker interessieren mich gar nicht Also die fließt

00:12:17: du komplett aus?

00:12:18: Ja mag ich nicht.

00:12:19: Ich mag den Leuten die absichtlich komisch sind sagen wir mal einen größten Teil

00:12:25: Gibt es den Stimmen, die sofort funktionieren?

00:12:27: Ja und meist Leute, die ich gar nicht mag.

00:12:30: Also ich kann so zwei drei Leute parodieren also auch Bekannte, also die man auch der Zuschauer kennen würde.

00:12:35: aber da ich diese gar nichts schätze würde ich dir auch ungern parodiert.

00:12:39: nachher kommt das zu gut an dann muss ich die nur noch machen.

00:12:42: dass wäre gar nicht so schön.

00:12:44: Ein bisschen Spaß machen soll es ja auch für dich!

00:12:46: Ja wenn ich keinen Spaß dran habe, kann ich ja nicht denken, dass die anderen Leute sein Autos aber originell oder lustig.

00:12:53: Welche Person hatte ich denn besonders viel Arbeit gekostet?

00:12:57: Die, die ich nicht kann.

00:12:58: Also dich mache ich noch ganz leicht!

00:13:02: Und gut, dann fangen wir mal von der leichten Sorte an.

00:13:04: Wer war denn für dich so?

00:13:05: die einfache Variante?

00:13:07: Ja, eins rüber.

00:13:08: Ich ging ganz schnell.

00:13:09: Hatte acht Sieß im Geburtstag, habe ein paar Sätze nachgesprochen und war möglich.

00:13:15: Großartig... also ich merke schon das wird ein lustiges Gespräch.

00:13:18: was ist denn schwieriger jemanden zu nachzuahmen dass alle ihn erkennen oder ihn so zu treffen, dass sich die dargestellte Person, wenn sie noch lebt selbst darin wiedererkennt.

00:13:29: Da habe ich noch gar nicht darüber nachgedacht.

00:13:31: Natürlich ist es bei mir der Fall, dass das Publikum möglichst erkennen sollte.

00:13:36: aber ich mag dann auch nicht wenn das Publikum vielleicht unsicher ist zu sagen ach guten Tag her so und sie sind doch der und er.

00:13:43: Das Publikums muss schon aufpassen und mitbekommen was sich da machen.

00:13:46: Wenn Sie es mal nicht wissen dann sage ich mir die Stimme ist vielleicht auch lustig wenn man nicht weiß wer's isst.

00:13:51: Ich verlasse mich denn nicht nur auf das Erkennen sondern dass es sich lustig anhört oder die Pornste im Text drin vorkommen.

00:13:56: das kann ja dann auch noch funktionieren.

00:13:58: Ja, eine Parodie überzeichnet oft.

00:14:02: Gleichzeitig darf sie ja auch den Menschen nicht entstellen.

00:14:05: Wo verleucht für dich denn die Grenze zwischen liebevoller Zuspitzung und Blutstellung?

00:14:10: Bei mir liegt es glaube ich an meinem Charakter der sich durch meine Eltern gebildet hat.

00:14:15: also ich mag ist eben liebevoll und nicht bösartig.

00:14:18: das bin ich also höchstens wenn keiner zuguckt uns schon gar nicht auf der Bühne wieder strebt.

00:14:23: mehr die Charaktere großen ganzen sind's ja eigentlich alle eher liebenswerte menschen würde ich sagen

00:14:29: Ja.

00:14:29: Gab es denn Figuren oder Persönlichkeiten, die du bewusst nicht parodiert hast?

00:14:33: und jetzt mal die Politiker ausgenommen?

00:14:35: über die haben wir schon kurz gesprochen?

00:14:37: Das sage ich lieber nicht!

00:14:37: Es sind ein paar Künstler, die ich nicht so mag und die würde ich auch nicht parodiieren.

00:14:41: Ich möchte aber auch nichts sagen, da sind sie vielleicht... weil sie an sich Gott sei Dank das der uns nie nachmacht, genau.

00:14:46: Tja man weiß es nicht.

00:14:47: Wann als Fifty-Fifty.

00:14:52: Ich kann mir die Antwort schon fast vorstellen, aber ich stelle sie dennoch.

00:14:55: Muss man jemanden mögen um ihn gut parodieren zu können?

00:15:00: Es wäre ratsam!

00:15:01: Also es gibt natürlich diese Fälle, die ich jetzt nicht erwähne und man kann ja auch manchmal jemandem nicht ausstehen Und dann macht man denen so aus Jux vielleicht nach Aber das ist denn keine Kunst.

00:15:09: Das sollte man nicht auf der Bühne machen finden.

00:15:14: Hast du denn jemals eine Person parodiert, die selbst im Publikum saß?

00:15:21: Du hast gedacht, hoffentlich lacht sie an der richtigen Stelle.

00:15:25: Nein das ist mir leider nie passiert.

00:15:27: Da war niemand mehr von da oder an dem Moment vor Ort.

00:15:30: Leider!

00:15:32: Aber die Ehrheitsfamilie saß ja einmal komplett.

00:15:34: Die Familie ist groß, also die Kinder und Enkelkinder.

00:15:38: Am Anfang haben sie alle geweint und das war auch sehr anstrengend.

00:15:40: Und danach haben sie netterweise nicht mehr geweint oder sich gefreut.

00:15:43: Das war natürlich auch schon eine sehr nahe Begegnung.

00:15:46: Wenn ich mir vorstelle, da macht jemand meinen Vater nach, der ist denn nicht mehr hier... Also es ist irgendwie unheimlich aber auch unheimlig schön vielleicht!

00:15:54: Also dann müssen wir heute unbedingt über Heinz-Ehrhardt sprechen.

00:15:57: Diese eine Stimme begleitet deine Karriere schon ziemlich lange und auch ganz besonders.

00:16:02: Für viele Zuschauer bist du heute der Künstler, der Heinz Erhard zu nahe kommt wie kaum ein anderer.

00:16:08: Weißt du noch wann Heinz-Erhard zum ersten Mal in dein Leben trat?

00:16:12: Nicht persönlich sondern als Stimme mit Sprachung und Humor!

00:16:16: Ja ich denke auch Anfang der achtziger Jahre ist das ZDF doch sehr viel Filme mit Heinz erhard wiedergebracht hat.

00:16:22: die Autofahrer Drillinga an Bord... Wo ich finde, die machen auch richtig Spaß doch heute noch.

00:16:29: Ich hatte gelesen dass du,

00:16:37: Ja, das ist wichtig.

00:16:38: Das hat ein guter Bekannter von mir, der Filmkomponist Peter Thomas für mich zusammen gemeldet, dass das klappt und da waren auch alle da die Eharts natürlich oder auch der Manager von Heinz Erd, aber sie haben nicht gemerkt, dass es Ohrtöne vor mir war und sie dachten, das waren halt die Töne von Heinzer.

00:16:53: Ich bin also was alle gehofft haben oder einige dadurch überhaupt nicht bekannt und entdeckt worden.

00:16:57: Hat keiner gemerkt , dass ich war so eine wunderbare Recherche-Marchiv.

00:17:02: Aber das ist ja das schönste Kompliment, das man bekommen kann.

00:17:05: Ja, ich

00:17:05: fand das nach wie vor originell.

00:17:07: Dass man mich nicht entdeckt hat weil gedacht haben da ist gar nichts.

00:17:11: Wenn Heinz Erhard heute eine WhatsApp-Sprachnachricht verschicken würde... Wie würdest sie beginnen?

00:17:18: Hier spricht der App und ich schreibe auch als Deppne WhatsApp.

00:17:22: Ja absolutli!

00:17:26: Ok Das finde ich schon mal gut.

00:17:28: Also das macht ja auch Heinz-Erhard Zumors ein bisschen zeitlos Denn es sind ja die Wortspiele die ihn ausgemacht haben.

00:17:35: Oder steckt dahinter auch eine Haltung, die unser der Gegenwart vielleicht sogar fehlt?

00:17:40: Ja, eine Haltung ist bei Humor.

00:17:42: Man nimmt es beim Humor zu Ehrens.

00:17:43: das ist ja auch so ne Sache.

00:17:45: ich würde sagen bei Heinz Erd ist es mir am wichtigsten die Herzlichkeit.

00:17:50: daraus entsteht ja auch einer Haltung eine Ansicht wie man Humor macht was man eben lieber nicht macht.

00:17:55: und doch aber es ist einfach das große Herz was man merkt auf wenn man ihn parodiert.

00:18:00: die Geste da ist nichts nichts Böses Wenn man andere Karotere macht, die sind schon immer ein bisschen aggressiver mit ihren Handbewegungen.

00:18:08: Könnte Heinz eher denn heute auf TikTok funktionieren?

00:18:12: Ja ja!

00:18:14: Ich denke so und ich habe es gar nicht angenommen.

00:18:16: Ich mache jetzt einen Anlauern zu kleinen Filmen und dann gucken wir jetzt zu als ich jemals gedacht habe und freuen sich und haben Erinnerung.

00:18:23: und das finde ich wunderschön hätte ich nie für möglich gegangen.

00:18:26: Und ob wir machen TikTok früher macht man klopf-klopf kommt alles neu.

00:18:30: Ich hab's doch keine Ahnung davon, aber die Filme kann ich ja... Die macht man.

00:18:33: Ja, ich muss nur reden Gott sei Dank!

00:18:35: Das kann ich.

00:18:36: Ja das kannst du genauern.

00:18:37: Also ich frage das auch weil wir heute so ein bisschen diskutieren welche Witze man überhaupt noch machen darf wenn Humor auch sehr schnell verletzt oder viele das Gefühl haben dass sie sich irgendwie angegriffen fühlen und das Gefühl

00:18:49: ist manchmal was nicht stimmt um mit Loryo zu sprechen Denn stimmt mit dem Gefühl was nicht?

00:18:54: Also ich find's manchmal schlimm, wo man bei einer einfachen heiteren Pro-Armte und es sind manchmal Leute die sind unterdreißig.

00:19:01: Die überlegen und intrapinden... Das kann schon niemand das Wort aussprechen so doof finde ich das!

00:19:06: Also sie reden sich in was rein, was überhaupt gar nicht drin vorkommt, finde ich irgendwie sehr beängstige.

00:19:12: Sind wir denn humorloser geworden oder sind heute Menschen hörbar über die früher Witze gemacht worden ohne dass jemand sie gefragt hat?

00:19:20: Ich glaube nicht, der Humor ist eigentlich noch beliebter oder wichtiger heute als er vielleicht vor zehn, fünfzehn Jahren war.

00:19:27: Aber sie passen auch nicht auf!

00:19:29: Wenn man denn ne Pornke macht gucken Sie aus Handy Das machen sie auch im Theater und dann machen sie Theater weil es das Theater nicht verstanden haben.

00:19:35: Die Aufmerksamkeit fehlt.

00:19:37: Früher konnte man Geschichte erzählen wie Manger zwanzig Minuten ein Thema.

00:19:41: Da sind die raus oder spielen mit ihrem Telefon rum, die hören gar nicht so lange zu.

00:19:45: Man muss schon kürzer und schneller sein.

00:19:46: leider

00:19:47: Passiert dir das auch in deinen Vorstellungen, dass das Publikum ab und zu mal so ein bisschen auf das Handy schaut?

00:19:51: Wie reagierst du denn wenn du merkst da ist jemand nicht bei der Sache.

00:19:55: Ja früher war ich da auch böser.

00:19:56: dann habe ich immer Sachen gesagt die man vielleicht nichts sagen sollte.

00:19:59: heute sage ich immer ach's ich rede hier sonst unsinn und sie haben gerade eine ganz wichtige Nachricht.

00:20:04: entschulden Sie bitte, dass sich in ihr Telefonat reinrede.

00:20:06: Ich warte gerne bis sie fertig sind.

00:20:08: es könnte sehr wichtig sein.

00:20:11: Und mein Söder sorgt gar nicht zu!

00:20:12: Der Ande boxt den schon Du bist gemeint aber sie sind weg.

00:20:17: Ja, das passiert ja immer mal wieder.

00:20:19: Also wenn wir uns jetzt mal Heinz Ehrhardt vorstellen in den Jahr zum Beispiel im Jahr für ein Tiktok.

00:20:23: Glaubst du der würde nach drei Tagen gekänzelt werden da hier irgendwas veröffentlicht?

00:20:28: Dass jetzt nicht unbedingt die Nutzungsbedingungen entspricht?

00:20:31: Also gerade bei Heinz-Ehrhardd würde ich denken, dass würde nicht passieren bei ihm.

00:20:36: Dazu sind die Texte einfach zu schön und so herzlich.

00:20:40: Das heißt nicht, dass sie nicht überlegt sind und auch ein Tiefgang da drin ist.

00:20:44: aber ich glaube auch da war das Wichtigste die Leute fröhlich zustimmen.

00:20:48: immer schön

00:20:50: Wenn du alte Texte von ihm heute auf die Bühne bringst gibt es da Passagen bei denen du bewusst sagst das funktioniert gesellschaftlich heute jetzt nicht mehr so wirklich?

00:20:59: oder verändert man einen Klassiker einfach nicht.

00:21:02: Man sollte Klassiker nicht verändern.

00:21:04: und die letzten Gedichte, die ich auch von Heinz Erd am Original vorgetragen habe.

00:21:08: Ich habe sie schon seit zwanzig Jahren so vorgetragend.

00:21:11: Es gibt natürlich auch diese etwas traurige nachdenklichen Texte, die manchmal aber leider noch manchmal vermisst werden.

00:21:17: Die würde ich eben nicht bringen der Nachdenklichkeit und Traurigkeit wegen weil ich möchte dass die Leute bei mir doch mehr lachen.

00:21:24: das ist denn so meine Entscheidung.

00:21:25: Aber ich würde nichts sagen.

00:21:26: da gibt es Texte die man nicht aus welchen Grund noch immer vortragen kann oder sollte.

00:21:31: Ja Ist denn diese Begeisterung eigentlich Liebe zu Heinz Ehrhardt oder inzwischen auch Sehnsucht nach einer Zeit, die wir uns im Rückblick vielleicht ein bisschen gemütlicher vorstellen als sie tatsächlich war?

00:21:43: Ich lebe ja schon gern irgendwie in der Vergangenheit.

00:21:45: Was ich nicht ganz so schlimm finde wenn man noch weiß dass es morgen weitergeht.

00:21:49: aber ich finde das schön dass man sich dazu machen kann wie ich es möchte.

00:21:53: Die heile Welt die brauche ich auch Zuhause.

00:21:55: Bei mir zu Hause sind mehr Second-Hand-Artikel als neu und die halten auch länger.

00:21:59: Die Kaffee-Mülle, die ich habe, die Elektrische, die macht schon länger als ich lebe!

00:22:03: Die Letzte, die Ich neu gekauft habe, hat noch nicht mein halbes Jahr gelebt... Das ist ja schon traurig!

00:22:08: Also bei mir zuhause ist es eine sehr heile Welt und es ist sehr angenehm.

00:22:11: Ich muss mich da wohl fühlen also das ist schon schön.

00:22:15: Ich hatte vor einiger Zeit den wunderbaren Harry Weinford bei mir zu Gast, den viele noch von der Preise heiß kennen.

00:22:20: Und da habe ich mich mit Harry so ein bisschen unterhalten über die alte Zeit und die damaligen Aufzeichnungen der Sendung und wir sind irgendwann bei einem Schlitztoster, drei Schlitztoaster gelandet und haben dann auch festgestellt dass das eben alles ein bisschen länger gehalten hat.

00:22:34: früher?

00:22:36: Ja!

00:22:36: Eben!

00:22:37: Also da hat sich echt viel Spaß auf was die Qualität

00:22:40: angeht.

00:22:40: Das ist schon

00:22:41: mal gut Es war ein paar Mal über den Weg gelaufen.

00:22:43: Ich habe ihn als sehr angenehm Menschen in Erinnerung und hatte damals eine Talkshow mitgeleitet, am Zwischen einer mehr.

00:22:50: Und da ich ja so ein Paar Schauspieler ganz gut kannte weil ich ja Fan bin zum Beispiel von Monika Peitsch und hat er sich ein bisschen erkundigt und ich hab ihm ein paar Sachen gesagt die ihr vielleicht fragen sollt und bei solchen Gelegenheiten habe ich auch solche netten Menschen kennengelernt.

00:23:03: Harry wie Frau Peitsche natürlich!

00:23:04: Ja also Hadi Weinfott toller Typ.

00:23:08: Lieber Andreas, was vermisst du am Humor der Wirtschaftsbunderzeit?

00:23:14: Dass es den Leute nicht mehr gibt war ja uns über ganz andere Dinge wundern.

00:23:17: Aber die Leichtigkeit und auch die Einfachheit ist einfach so schön!

00:23:21: Und bei alten Filmen finde ich's herrlich.

00:23:23: Keiner hat eine Handy in der Hand, keiner telefoniert übermäßig viel und Computer gibts auch nicht.

00:23:28: Ja das ist wohl wahr...

00:23:30: Also wenn man dann noch einen guten Auto hat und der Film noch sonst schön geschrieben ist natürlich noch viel besser.

00:23:36: Jetzt müssen wir so ein bisschen über künstliche Intelligenz heute auch sprechen.

00:23:39: Das ist ja ein Thema, das viele beschäftigt und dein berufliches Kapitel ist im Grunde ja deine Stimme.

00:23:45: Es ist aber auch so dass heute eine künstliche Intelligenze einen KI nach wenigen Sekunden Sprachmaterial stimmen ziemlich überzeugend emittieren lässt.

00:23:54: Macht dir das beruflich auch so'n bisschen Angst?

00:23:57: Nein, das macht mir gar keine Angst als Parodist!

00:23:59: Ich muss ja auftreten und es würde ja auch nichts fürs Publikum geben wenn da jetzt nur ein Roboter spricht So mal ich hatte dann noch frei sprechen kann, meine Texte abändern.

00:24:08: Kein Ende Moment bevor ich sie gesprochen habe ja schon darüber nachgedacht.

00:24:11: Ich glaube da muss sich keine Angst haben.

00:24:13: aber künstliche Intelligenz?

00:24:14: Also ich kenn manche Serien oder auch beispielsweise der Pumuckel Der nur mit Kalknise spricht wie Herr Clarina.

00:24:20: Aber ist es eben doch nicht.

00:24:21: Clarinen konnte viel schöner kreischen als Pumukke Und so bei manchen Wellen eine Worte verschluckt.

00:24:26: also Es wird sicherlich da auch noch wesentlich besser werden, aber ich finde ein Mensch ist doch nicht zu ansetzen.

00:24:32: Auch wenn man mit der Intelligenz beim Menschen fehlt.

00:24:34: Aber die Sprache ist doch glaube ich ganz was anderes, wenn man es selber macht als wenn ein Computer berechnet wie man angeblich reagiert.

00:24:42: Jetzt nehmen wir mal an, es gelingt jemanden mit einer künstlichen Intelligenz eine neue Heinz-Ehrhardt Nummer zu produzieren.

00:24:49: Die klingt als hätte er sie selbst gesprochen.

00:24:51: ist das faszinierend?

00:24:53: oder für dich schon eine Situation in der man dann auch eine Grenze überschreitet gegenüber einem verstorbenen Künstler?

00:25:01: Das ist auch schwierig!

00:25:03: Man muss natürlich finde ich immer sollte Respekt haben ob der Künstlern lebt oder ob er schon nicht mehr lebt.

00:25:09: aber Ich rieche auch mal mal Angebote, wir haben ein tolles Gedicht für dich.

00:25:13: Die sind auch schon so fürchterlich und die künstlichen Intelligenz können das auch nicht

00:25:17: retten.".

00:25:19: Dann müssen wir unbedingt auch ein bisschen über's Alltagsgeschehen noch sprechen, denn einen Parodist beschäftigt sich ja extrem genau damit wie Menschen sprechen.

00:25:27: Wenn du Politiker, die du ja nicht sprechen möchtest heute hörst, sprechen dir eigentlich noch so dass normale Menschen sie verstehen?

00:25:34: Nein, also weder vom Inhalt noch von der Betonung.

00:25:37: Da ist keine Belohnung in Sicht würde ich sagen.

00:25:39: Sie haben auch alles... Das sind auch keine Typen!

00:25:40: Ich finde auch viele Schauspieler sind nicht so wie ich da denke.

00:25:45: das sollte man oder könnte man parodieren.

00:25:46: sie haben nichts Besonderes.

00:25:48: wenn ich jetzt an Lingen an Mosen an Rümmern denke die haben so viele Charakteristiker die sind einzigartig.

00:25:55: heute kann man zehn Leute besetzen und mal weiß es ist das jetzt der oder dass ist der andere?

00:25:59: Sie sehen ja irgendwie alle gleich aus kämmen tun sich auch nicht mehr.

00:26:04: Also es ist schon schwierig.

00:26:07: Ja, früher reichten Stimme, Gestik und ein paar charakteristische Sätze damit jeder wusste wer gemeint war.

00:26:13: Ja bei Rühmann braucht man nur so... Ja?

00:26:15: Bei Rühman brauchen wir noch bitte... Bitte ist Rühmann oder bei Teo-Ling.

00:26:18: Iiiiig!

00:26:19: Oder bei Teecht war ja nee.

00:26:21: Das ist schon ausreichend.

00:26:22: das ist eben die Kunst auch der Figuren von eins.

00:26:25: Die haben das ja nicht von Geburt an so gekonnt Und das ist die Arbeit, die dahinter steckt.

00:26:30: Das darf natürlich nicht auffallen, es soll ja ganz leicht sein aber das Leichte ist halt der Schwere.

00:26:35: Ja das hat sie auch ein sichartig gemacht.

00:26:38: werden Politiker heute eigentlich austauschbarer und damit schwieriger zu parodieren?

00:26:43: rein theoretisch

00:26:45: Das Austauschbare ist ja nicht das Schlimme, es sei denn man verliert halt die Stimme vor der Politiker nicht mehr bekannt ist.

00:26:50: Ich finde, dass geht heute sehr schnell!

00:26:52: Wenn man sich Mühe gibt mit Zeit einversucht, sich drauf zu sprechen dann ist er schon wieder wo auch immer aber nicht in einer Politik vielleicht.

00:26:59: Ja wenn du Deutschland im Jahr zwölf und zwanzig mit einer einzigen deiner Stimmen kommentieren müsstest wen würdest du wählen?

00:27:09: Theoling

00:27:11: Und warum?

00:27:12: Traurig traurig.

00:27:16: Das ST war dafür, aber natürlich ist die alles traurig zu bringen.

00:27:20: Ja ja wir erleben Kriege, wirtschaftliche Unsicherheit, politische Polarisierung und jeden Tag auch neu schlechte Nachrichten.

00:27:26: leider wird Humor denn in solchen Zeiten wichtiger?

00:27:30: Ich nehme mal an Jahr oder gibt es da auch Momente, in denen selbst ein Komiker oder einen Parodist Andreas Neumann sagen muss heute mache ich mal keinen Witz.

00:27:41: Ja, das geht ja nun auch nicht.

00:27:42: Die Leute, die dazu mir kommen im Zweifelsfall möchten sie einen Witz hören und ich muss auch sagen Ich gucke nicht so viel fern noch nicht so viele Nachrichten sehen oder hören wie man vielleicht sollte weil ich kann es ja auch nicht ändern.

00:27:55: Das macht nur betroffen Und ich finde auch dass Publikum hat das Recht wenn Sie zu mir kommen eben unterhalten zu werden und möglichst von Nichts zu vielen aber vielleicht von Sorgen abgelenkt zu werden.

00:28:05: so eine stunde zwar der stunden Da versuche ich auch gar nicht so sehr, die Welt an mich heranzulassen.

00:28:11: Was sonst könnte man wirklich nicht mehr komisch sein?

00:28:13: Ja also Humor kann ja Menschen auch wieder zusammenbringen, die politisch völlig unterschiedlicher Meinungs sind oder lachen inzwischen selbst unterschiedliche politische Lager über unterschiedliche Dinge.

00:28:24: deiner Meinung nach

00:28:25: Da bin ich leider auch der ganz falsche.

00:28:27: Alles, was ich mache ist im Grunde literarisches Kabarett und Politik.

00:28:31: da bin ich nicht der Richtige dazu etwas sagen kann weil ich es wirklich nicht weiß, weil das bisher nicht mein Thema ist.

00:28:38: Was macht Heinz?

00:28:38: Er hat Humor.

00:28:39: bis heute zeitlos sind es die Wortspiele.

00:28:41: also wir haben ja schon ein bisschen drüber gesprochen TikTok und so weiter.

00:28:45: Das würde er wahrscheinlich noch irgendwie überstehen.

00:28:48: Ich frage dass du dadurch ja schon Neue Texte auch schreibst, für eine Figur der ein Urheber seit neunzehundertundseinhalbzig nicht mehr lebt.

00:28:55: Wie schafft man etwas Neues ohne das Original zu verfälschen?

00:29:00: Ja... Das ist meine Empfindung und anscheinend kann es nicht falsch sein denn damals hat schon Frau Berthard immer zu mir gesagt erzählt doch nicht immer die Texte von Papi deine sind doch aus sehr schön!

00:29:12: Und das habe ich damals überhaupt nicht eingesehen.

00:29:14: Ich hab immer nur die Originaltexte gemacht und vor fünf sechs Jahren habe ich mich dann doch mal wieder an das Thema erinnert, hat mir so ein paar Gedichte rausgesucht und dachte dann, wir verprobieren es jetzt mal.

00:29:25: Also ich will jetzt nicht fabulieren aber von Hundert Texten habe ich fünfzehn für gut befunden die ich dann mal geschrieben habe.

00:29:32: also dass das stimmt.

00:29:33: tatsächlich sind noch mehr und die habe ich dann ausprobiert und seitdem sind sie so angekommen bei den Menschen.

00:29:40: das ist immer als das Dintor am großen eines Ehrenburgs da täuschen sich.

00:29:44: aber danke fürs Kompliment.

00:29:46: Ja, du hast Greg Bertolt schon erwähnt.

00:29:47: Die Tochter von Heinz Erd die sagte und das hatte ich auch beim Einstieg gern schon gesprochen nach einem Auftritt sie habe beim Zuhören gemeint ihr Vater lebe wieder.

00:29:56: was macht denn ein solcher Satz mit einem Künstler?

00:29:59: Stolz Gänsehaut oder auch etwas Druck?

00:30:03: eigentlich alles also stolz weiß ich nicht.

00:30:07: glücklich, würde ich sagen.

00:30:08: Glücklich verantwortungsbewusst damit umzugehen und sie hatte es zu mir auch mal im persönlichen Kreis gesagt und meinte danke dass Papi heute wieder da war und das finde ist ein Satz der auch schön aber gefährlich und eben diese Verantwortung innehielt.

00:30:23: Sie haben mich ja öfter mal besucht, die Familie hat mir ihn gefilmt und ich fand das jetzt albern.

00:30:28: Wir sitzen zusammen, ich wollte mit den Menschen reden und sie gucken sich den Film damit an.

00:30:32: dann habe ich zu der Eintracht gesagt, hör doch mal auf!

00:30:35: Dann hat sie mich weggestoßen und ich will Pappi gucken.

00:30:37: Und es war dann der zweite Moment wo ich dachte du musst aufpassen.

00:30:40: Ja

00:30:41: wenn Du Heinz Erd heute für einen Abend zurückholen könntest worüber würdest Du mit ihm sprechen?

00:30:48: Würdest Du Dich trauen ihnen vor ihm selbst zu parodieren?

00:30:53: Ich fürchte, ich würde mich trauen.

00:30:57: Es ist mir da, wenn ich das sagen darf, einmal gelungen tatsächlich Jürgen Vormanger als einer der Künstler die mir tatsächlich begegnet sind.

00:31:04: Da war ich was für ein Zufall drei Wochen auf Langeoog mit meinen Eltern und da hatte er einen Gast Spiel des schönsten Stücksges und da habe ich ihn denn gesehen und hab dann auf ihn gewartet und haben hierbei erst nicht getraut.

00:31:16: und dann bin Dann guckt er so zu mir runter und ich sage, ein Dicht war ja.

00:31:21: Ich hätte gern Autogramm von ihm.

00:31:23: Da sagt auch Junge, die du kannst hat besser als ich.

00:31:27: Die haste eine Kappe!

00:31:28: So haben wir den ganz kurz gesprochen.

00:31:30: das war ein sehr schöner Moment.

00:31:32: Und fast zwanzig Jahre später war ich dann wieder auf Langoog aber auf der Bühne wo er vor zwanziger Jahren stand.

00:31:39: und da habe ich die Geschichte zum ersten Mal erzählt und war danach in meinem Hotelzimmer Ein paar Tränen in den Augen und habe gesagt zu mir, ich wäre viel lieber einer ersten Reihe.

00:31:51: Und er wäre wieder auf der Bühne.

00:31:53: Das ist eigentlich der Bogen.

00:31:54: jetzt so Heinz Erd.

00:31:55: Ich würde ihn glaube ich gar nicht so viel fragen wollen.

00:31:57: Ich fände was schön!

00:31:57: Ich sehe es als Zuschauer da und könnte mit großen Augen den großen Künstler auf der bühne sehen.

00:32:03: Ja, so schließt sich der Kreis.

00:32:04: und Heinz Ehhard.

00:32:05: Ja er ist deine bekannteste Figur aber es gibt ja noch viel mehr.

00:32:09: Heinz Rühmann, Hans Moser, Theo Lingen, Marcel Reich Ranicki, Inge Meißel, Eke Alfred... Und wenn du dann auf deiner Bühne innerhalb weniger Minuten ein halbes Dutzend Persönlichkeiten zum Leben wieder erwächst.

00:32:22: Woher weißt denn dein Kopf eigentlich wer gerade sprechen darf?

00:32:26: Ich hab mal gesagt, das ist so wie Autofahr.

00:32:28: Mal links rum, mal geradeaus die Programme, dass ich gar nicht Auto fahre und habe auch keinen Hührerschein.

00:32:32: Also es geht ganz schnell!

00:32:34: Man hat mir auch gesagt man könnte denken, dass ja mehrere Leute gleichzeitig auf der Bühne sein, na ich genügt mir völlig.

00:32:40: Man muss einfach aufpassen.

00:32:41: also ich möchte ja begeistern mit einem schnellen Stimmenwechsel und da muss man sich konzentrieren.

00:32:46: aber was macht ja Spaß?

00:32:47: Das ist keine Anstrengung.

00:32:49: Ja bist du da auch schon mal durcheinander gekommen?

00:32:51: selten, also ganz selten.

00:32:53: Es gibt ja manchmal wenn man so Touren macht beim fünfundzwanzigsten Mal wollen sie einen durcheinander bringen mit Auflebern oder... Heute würde ich gerne mitlachen.

00:33:02: damals war ich dann sehr ehrgeizig es mir nie passiert und konnte mich nie aus der Fassung bringen.

00:33:07: Also im normalen Leben kann man das andauern aber nicht für dir verbünden stehen.

00:33:11: Gibt es eine Stimme aus seinem Portfolio in die du besonders leicht hineinschlüppst?

00:33:15: Oder vielleicht auch eine andere aus der du nur schwer wieder herauskommst nach so einer Bühnenschuhe?

00:33:20: Das geht ganz schnell.

00:33:21: Zu Hause bin ich aber nie Heinz-Ehrer, zuhause höchstens Tichtmeier war man ja wunderbar!

00:33:26: Wie über den Nachbarn wenn es im Garten wieder richte.

00:33:28: Grasalbe kuppert schon ein.

00:33:30: Ich war so viel Zeit haben als Redenzahn und dann kann man wunderbar einbauen.

00:33:35: An der Sarsin Heinz Rüberher klingt einfach schön gefällt mal.

00:33:40: Hast du schon einmal im falschen Moment mit der falschen Stimme geantwortet?

00:33:43: Nein

00:33:44: Auch das noch nicht.

00:33:45: Ich bekomme dich einfach nicht in diese Ecke!

00:33:47: Also, ich merke schon Andreas Neumann ist der absolute Vollprofi.

00:33:51: Welche Deiner Figuren Deiner Persönlichkeiten liegt denn deinem eigenen Charakter am nächsten?

00:33:57: Es ist doch schon eine erschreckende Mischung von fast allen.

00:34:00: Also ich denke schon, ich habe mich auch mit dem Biografien der Künstler befasst und manchmal ist es auch schlimm was die Leute einem so danach erzählen wollen.

00:34:07: Arthioling kommt aus Linken und all solche Sachen ja nicht stimmen aber es ist sehr viel Gemeinschaft mit den ganzen Charakteren so zwei drei vielleicht ausgenommen oder ein bisschen ausgeklammert Aber sind wir alle doch schon sehr nahe wenn man ja auch so macht das jetzt seit forty fünf Jahren in die Haut schlüpft oder hinein denkt und man ist sich da schon sehr nah, wo man sie gar nicht kennt oder nie getroffen hat.

00:34:32: Viele deiner Figuren stammen aus einer anderen Fernseh- und Unterhaltungsepoche.

00:34:38: Hast du das Gefühl lieber Andreas nicht nur stimmen sondern auch ein Stück Kulturgeschichte lebendig zu halten?

00:34:45: Es klingt mir schon wieder fast so elegant also auch die Ansprache... gehalten als bevor ich was sagen konnte, weil hätte schon Schluss machen können.

00:34:53: So nett hat das noch keiner über mich gesagt!

00:34:55: Das hat mir sehr gefallen.

00:34:57: Ich denke da gar nichts darüber nach ob ich da so ein Reiz erzeuge oder... Ich mache es aus dem Gefühl, weil ich meine, das gefällt mir und könnte anderen gefallen.

00:35:06: also ganz einfach nur ein bisschen Fröhlichkeit zu machen von Zahnschmerzen aber so immer vielleicht abzulenken.

00:35:12: Also ganz einfach, aber es scheint mehr drin zu sein.

00:35:15: Vielleicht ist es gut dass ich's nicht weiß dass da mehr drin ist und die Menschen mehr sehen, als ich denken würde.

00:35:20: Ja also das liegt auch daran, dass bei mir immer Arschlochfreizone ist.

00:35:24: Ich lade nur Menschen ein und freue mich über Persönlichkeiten, die auch wirklich cool sind Und dazu gehörst du definitiv.

00:35:31: Danke Das muss sich an der Stelle mal los werden.

00:35:34: Ich mag das sehr was Du machst.

00:35:36: Dennoch die Frage wie verhindert man denn?

00:35:38: Wie verhinderst du dass Nostalgie zur bloßen Verklärung geht.

00:35:42: Das kann ja durchaus auch mal passieren, darf man denn die Vergangenheit lieben und sie trotzdem kritisch betrachten?

00:35:50: Ja aber das ist auch schon wieder fast zu viel.

00:35:51: wenn ich da parodiere und einen schönen Abend mache ist die Frage muss ich da was Kritisches betrachten?

00:35:57: Ich würde seit Blau Eugen sagen ich mach es nicht Das Publikum macht es manchmal und ich bin ja auch danach noch ansprechbar.

00:36:05: Die Leute wollen ja sowieso nicht viele Autogramme, man ist ja kein Popstar aber ich werde dann doch einiges gefahren und manchmal bin ich überrascht mein Kind als was habt ihr denn daran jetzt wieder schlechtes gefunden?

00:36:15: Ich darf jetzt zum Glück auch sagen guten Abend meine Damen und Herren.

00:36:18: in der Tagesschau heißt es nur noch willkommen zur Tagessau!

00:36:21: Bin ja die gute alte Zeit.

00:36:22: und da hat mir die Leute noch angesprochen.

00:36:24: Früher habe ich gesagt das war schon dreißig Jahre her.

00:36:27: Guten Abend meine Dame und Herren.

00:36:28: alle die es noch werden wollen.

00:36:29: Das wird zum Beispiel heute schon wieder wahrscheinlich äußerst gefährlich.

00:36:33: Da muss man schon wissen, dass man es vielleicht nicht mehr sagt und ist auch nicht nötig.

00:36:37: Ja könnte durchaus passieren.

00:36:39: jetzt was mich auch total interessiert Es gab einen Auftritt in ich hoffe ich spreche das richtig aus Zwistringen Ja, Twistringen.

00:36:51: Da gab es einen Auftritt und da hatte ein Zuschauer während deiner Darbietung den Saal verlassen.

00:36:56: Nimm uns doch mal mit!

00:36:57: Was ist denn damals passiert?

00:37:00: Keine Ahnung.

00:37:01: Also ich weiß wirklich, dass ich mal in Twist dringend war.

00:37:04: Es ist schon öfter mal passiert und ganz gefährlich ist es... also ich weiß das wirklich nicht warum er gegangen ist und wahrscheinlich wird's ja an mir gelegen haben.

00:37:11: Aber ich habe mich nicht... also geprügelt hab' ich mich nicht!

00:37:14: Das wisst dich?

00:37:15: Also ich weiss nicht.

00:37:15: manchmal gehen sie auch alle oder einige und sagen das sind nicht meine Humor.

00:37:19: Ich sag ne, eins eher denn ich mag vorm Geht dahin.

00:37:22: Ist es nicht schön wenn Leute aufstehen und so demonstrativ den Raub verlassen?

00:37:26: Und im Kurgebiet ist es schön, die mussten denn um halb zehn, weil die Klinik irgendwie schließt.

00:37:32: Im letzten Teil sind fünfzehn ältere Leute aufgestanden haben.

00:37:35: Sie sind hohen und bleiben Zeit in Raumverlassung.

00:37:38: Keiner hat mir gesagt, dass das an den Schließzeiten einer Klinique liegt.

00:37:41: Das war auch sehr unangenehm.

00:37:43: Aber was macht das

00:37:43: mit dir auf der Bühne?

00:37:45: Also da stehst du auf der bühne.

00:37:46: Du gibst ein Hundertfünfzig Prozent.

00:37:47: Da stehen plötzlich zwanzig Menschen auf.

00:37:49: Vermutet man dann erst mal verstehen sie Spaß oder was denkt man denn in so einem Moment?

00:37:54: Ja, weißt du nicht.

00:37:55: Ich bin etwas irritiert aber es muss ja weitergehen.

00:37:57: So lange noch einer da so mir zuhört?

00:37:59: Dann ist das nicht ganz so schlimm!

00:38:01: Aber jetzt kommen wir auch Leute zu spät.

00:38:03: Hätte so ein schönen Abend in Hamburg in der Leihshalle, den ich auch nächstes Jahr wieder haben werde.

00:38:07: also zumindest bin ich dort und dann kam eine Familie für um zwanzig Minuten nachdem das Programm schon angefangen hat.

00:38:13: Da habe ich nur gesagt gehen Sie doch als die Pause oder sind sie wie Stadiessen?

00:38:18: Ja, also ich war gestern Abend in den Wühlmäusen im Berlin mal wieder zu Gast als Zuschauer natürlich und lief dir den wunderbaren Martin Frank auf der Bühne erleben.

00:38:27: Und da kam dann auch zwei Zuschauer zu spät und er hatte kurz überlegt ob es sie ins Bühnenprogramm einbindet und hat's doch gelassen dass sich um ältere Personen handelte.

00:38:36: Also die Gratwanderung ist schon immer so eine Herausforderung.

00:38:40: aber was ist denn für dich schwieriger einen stillen Saal zum ersten Lachen zu bringen oder ein ausgelassenes Publikum anschließend wieder zum Zuhören?

00:38:48: Also schwierig ist, wenn gar nichts ist.

00:38:50: Manchmal sind es ja vielleicht ergriffen und erfreut aber man merkt das den Menschen nicht an.

00:38:54: da muss man schon... muss ich ein bisschen mehr Schwung geben.

00:38:57: Und ich kann dir die Texte verruhieren, weil ich ja keine Regisseur habe und ich bin auch mein eigener Autor.

00:39:02: Ich kann ja dann Gott sei Dank machen was ich möchte!

00:39:03: Ich hab auch mal Angst wenn sie zu Beginn schon zum Munder sind, denn da schaffen die nicht zweimal vierzig Minuten.

00:39:09: Also ich denke an so viele schlimme Sachen und meistens geht's gut.

00:39:13: Das heißt man hat gar kein Tor lacht immer sich fährt dann gefragt wie ist der Arm sein?

00:39:16: Na ja es ist wie Weihnachten ein bisschen besinnlich.

00:39:19: Dann heißt er ja bei Neumann unzufrieden.

00:39:21: das ist aber meistens gut.

00:39:22: Ich weiß es gar nicht.

00:39:23: Ich find sehr kritisch und ich möchte mich nicht mit... sofort zufriedengeben.

00:39:26: Ich bin also meistens nicht zufrieden und dann mache ich es so lange weiter, bis ich hoffentlich irgendwann auch mal nicht zufrieden bin und immer noch weitermachen

00:39:32: kann.".

00:39:33: Also wie Weihnachten ein bisschen besinnlich, ein bisschen bissoffen!

00:39:36: bei vielen Deutschen.

00:39:37: Ja, aber das ist noch schlimmer!

00:39:39: Zu Weihnachten kann es gefährlich werden.

00:39:40: Hatt ich mal auch eine Gruppe von zwanzig jungen Damen die weder mich kannten würde ich mal behaupten und nicht eins eher hat.

00:39:47: Aber sie waren auch so angeheitert.

00:39:48: Ich glaube das Programm war gar nicht mehr das Entscheidende an dem Abend.

00:39:51: Das ist sehr anstrengend weil es auch die Gäste die dann auch Spaß haben wollen irritiert.

00:39:55: Also ne also das war ein Anstrengender Weihnachtsfreiheit der ich sonst nicht gekommen wäre wenn ich das gewusst hätte.

00:40:02: Tja Sie wollten eigentlich zu Olivia Jones.

00:40:04: uns sind falsch abgebogen.

00:40:05: Ja, mein Toupier war auch nicht vorhanden.

00:40:07: Also

00:40:09: dein Tourkalender ist ja auch in dem Jahr im Jahr oder im Jahr und sieben und zwanzig wieder mit zahlreichen Heinz-Ehr hat Dinnern, Bühnenabenden gefüllt.

00:40:16: das sind auf viele terminischen ausverkauft.

00:40:19: wo findet man dich denn in den nächsten Wochen und Monaten?

00:40:22: Ich würde sagen auch meine Internetseite, ich weiß die Termine war gar nicht alle auswählte.

00:40:26: Ich höchstens noch gerade wo es denn morgen hingeht und ich werde ja mal schönerweise abgeholt.

00:40:30: Das muss ich nur wissen wann ich abgehult werde und dann fährt man mich hin und wird parodiert.

00:40:36: Also einfach bei Neumannparodie.de da sind all die Terminen die Spiele aber jetzt leider nicht auswendig weiss.

00:40:41: Und wenn du nicht parodierst dann mahlst du oder schreibst.

00:40:44: das habe ich zumindest auf deiner Webseite gesehen.

00:40:46: da präsentierst du dich ja ausdrücklich nicht nur als Parodist sondern auch als Mahler und Autor.

00:40:51: Ja, ein Buch habe ich geschrieben.

00:40:53: Das wird es auch gewesen sein aus dem Anstrengung und eine Texte schreibe ich ja auch selbst.

00:40:57: aber das fällt mir halt ein meistens abends beim Fernsehen.

00:41:01: Wenn das Fernseh nicht gut ist, dann habe ich eine gute Idee für den Text.

00:41:04: Es wäre auch ganz hilfreich.

00:41:05: Und Zeichnen ist halt sehr schön.

00:41:08: das Gegensätzliche da muss sich nicht reden.

00:41:10: höhere Musik dabei meistens instrumental Martin Bötcher, Bert Kämpferd und das zeige ich nicht und das ist sehr angenehm.

00:41:18: Dann zeichnest du dann Malstuhl und beim Malen herrscht er erst mal stille.

00:41:22: Was kann dir ein Bild geben, das dir eine Bühne nicht geben kann?

00:41:27: Es ist auch wieder so eine wirklich herrliche Frage die ich schon wieder zu hoch empfinde was ich leider auch noch darüber noch nicht nachgedacht habe.

00:41:34: Ich kann einfach nur sagen es macht mir denn Freude in dem Moment und es ist schön Und wenn ich da meine Lieblingsmusik höre verschönt hast die Atmosphäre noch um einiges.

00:41:44: Das ist es eigentlich.

00:41:46: Ich werde jetzt mal in Zukunft drüber nachdenken, wenn du mich nochmal verarztet.

00:41:49: Vielleicht bin ich dann ein bisschen schlauer ein paar Jahre.

00:41:52: Ja lieber Andreas, bei mir bekommst du auch nicht die Nullachtfünfzen-Fragen?

00:41:55: Das macht ja sonst einen Podcast auch nicht aus!

00:41:58: Es gibt ganz schlimme Fragen.

00:42:01: Die weiß man da noch, die ganz schlimm, aber jetzt auch nie erzählen möchte, das ist manchmal ganz fürchterlich...

00:42:07: Ja.

00:42:08: Du hast eine Biografie über Siegfried Schürnberg geschrieben, den viele als Surgeon aus dem Edgar Wallace Film kennen.

00:42:14: Warum wolltest du ausgerechnet diesem Schauspieler ein eigenes Buch widmen?

00:42:19: Weil ich ihn verehrt hatte zunächst einmal und dann dachte ich guck mal ob es eine Adresse gibt, ob er noch da ist auf der Welt.

00:42:26: Also ich habe ja nicht gewusst, wie alt er damals war.

00:42:29: Aber er musste schon hoch betagt sein und habe mich jahrelang nicht getraut bis sich das doch blöd.

00:42:34: Vielleicht ist er noch da und freut sich wenn er... Ja also hab' ich dann geschrieben und dann haben wir telefoniert und ich darf sagen es hat mir seine Frau gesagt und auch der letzte Freund den er in Berlin hatte Ich kann man ja nur einmal, zweimal im Jahr zu ihm kommen durfte und da hat mir so viel erzählt.

00:42:52: Und ich dachte, da muss man doch was machen!

00:42:55: Als er verstarb, hat mir seine Frau die ganzen Fotos, Filmpfotos, private einige ... Die Karriere war ja angefangen in der Jahre neunzehntzehnzig schon Theater.

00:43:04: Da habe ich es nach Frau versprochen, ich mache ein Buch.

00:43:06: das hat sehr lange gedauert Aber es ist ganz schön geworden mit ein paar grammatikalischen Fehlern, die leider bei Büchern immer passieren.

00:43:14: Einer ist aber von mir.

00:43:15: Die Leute finden das ja auch.

00:43:16: Ich finde es immer schade.

00:43:17: Man sollte sich mal über das Buch freuen und nicht über den Fehler drinnenstecken.

00:43:21: Aber im Ganzgroßen und Ganzen bin ich sehr glücklich dass das geklappt hat.

00:43:24: Auch die schönen Fotos!

00:43:25: Und es war auch so einen Verlach.

00:43:26: Ich konnte gar nicht so viel entscheiden wie ich gerne entschieden hätte.

00:43:30: heute würde man das mit mir vielleicht nicht mehr machen können ab was wir besser auf mich auf.

00:43:34: Aber dafür ist es dann doch sehr sehr schön geworden.

00:43:36: Das war mir ganz wichtig, da man ihn nicht vergisst und ich konnte ihn auch parodieren.

00:43:40: Ich habe immer eine Szene von ihm vorgesprochen.

00:43:42: er hat nur ganz streng geguckt und seine Frau meinte denn bist ja du!

00:43:47: Das ist ja Wahnsinn.

00:43:49: also Du beschäftigst dich mit vielen Künstlern?

00:43:52: Du bist ein großartiger Parodist lieber Andreas Und wenn wir jetzt mal auf zwei tausend siebenundzwanzig blicken auf die nächste Zeit was haste dir den noch vorgenommen?

00:44:00: ...

00:44:02: munter, gesund und fröhlich zu bleiben.

00:44:04: Das ist manchmal gar nicht so einfach!

00:44:06: Das Publikum versucht an ja mal etwas unglücklicher darstehen zu lassen aber ich habe meist pro Woche drei bis vier Auftritte und das geht, es macht Spaß und ich merke es auch nach der kurzen Urlaubspause heißt denn immer... Es ist mit mir Zuhause nicht mehr auszuhalten also länger als wir Wochen zu Hause muss sehr unangenehm werden.

00:44:24: Also ich brauche dass.

00:44:25: Ich hab immer gesagt ich brauch ja gar nicht parodieren Obwohl ich dann wieder nicht drüber nachdenke, warum?

00:44:31: Aber ich mache es halt sehr gerne.

00:44:33: Ich bin gerne diese Figuren... Die Frau von Jürgen Vormanger hat auch mal gesagt über ihren Garten ist sehr gerne Tichtmaier gewesen und das ist für mich bei mir in jeder Hinsicht auch dazu zu gehen.

00:44:45: Also lieber Andreas wir sind schon fast am Ende der Folge angekommen.

00:44:48: Dein Bühnenmotto lautet zingemäß einer für alle auf einmal.

00:44:54: Wenn wir uns aber nur an Eine einzige Stimme erinnern dürften, jetzt mal die von Andreas Neumann ausgenommen.

00:44:59: An die werden wir uns auch in zweihundert Jahren wahrscheinlich noch erinneren – zumindest unsere Nachfragen!

00:45:03: Welches sollte denn am Ende deine eigene sein?

00:45:05: Also die eigene Fremde, vermutlich ist es mal so.

00:45:09: Oha!

00:45:10: Da müsste ich mich aber sehr anstrengen, weil ich mag sie ja doch alle sehr gerne und wenn Sie alle mal loslaufen würden stimmlich, Sie würden glaube ich alle beim Rennen ins Ziel gleichzeitig kommen.

00:45:20: Das kann ich dann natürlich auch nicht darstellen... Ja, ich laufe mit dem noch weiter davon.

00:45:25: Ich bin doch nicht ab und ziehe.

00:45:26: Ich weiß da nicht wer übrig bleibt.

00:45:31: Das stecken auch viele Erinnerungen und vor allem auch viele Überraschung in Indien für die nächste Zeit.

00:45:36: also lieber Andreas.

00:45:36: Ich habe mich sehr gefreut.

00:45:37: das war eine lebendige dreiviertel Stunde mit dir.

00:45:41: Ich wünsche dir von Herzen alles erdenklich guter weiterhin viel Erfolg und bereite vielen Menschen auch weiterhin viel Freude.

00:45:48: Danke schön für die sehr schönen angenehmen Fragen, die ich vorher auch nicht gelesen habe.

00:45:52: Und jetzt lese sie im Nachhinein mal so schöne Fragen krieg ich wahrscheinlich in den nächsten Jahrzehnten nicht mehr gestellt und wie gesagt das Intro war schon herzlich das beste Outro was ich hier bekommen habe.

00:46:02: vielen Dank!

00:46:03: Herzlichen

00:46:12: Dank.

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