Thomas Gehre | Präsident der Handwerkskammer Hannover - Haben wir das Anpacken verlernt?

Shownotes

1989 ist Thomas Gehre frisch verheiratet, seine Tochter gerade einmal drei Monate alt. Trotzdem trifft er eine Entscheidung, die sein gesamtes Leben verändern wird: Er verlässt die DDR – zunächst allein. Nicht, weil er weiß, was ihn erwartet. Sondern weil für ihn irgendwann feststeht, dass Nichtstun keine Alternative mehr ist.

Es geht um Freiheit, Menschenwürde und Selbstbestimmung – und um die Überzeugung, dass sich nichts verändert, wenn niemand bereit ist, selbst den ersten Schritt zu machen.

Heute ist Thomas Gehre Elektroinstallateurmeister, Unternehmer und Präsident der Handwerkskammer Hannover. In dieser Funktion vertritt er die Interessen von rund 19.000 Betrieben mit mehr als 110.000 Beschäftigten und Tausenden Auszubildenden. Verantwortung trägt er damit längst nicht mehr nur für das eigene Unternehmen. Seine heutige Funktion als Präsident der Handwerkskammer Hannover ist auch aktuell bestätigt.

Im Gespräch mit André Puchta geht es deshalb um weit mehr als um das Handwerk. Thomas Gehre spricht über Mut und Unsicherheit, Haltung und Führung, Freiheit und Eigenverantwortung – und darüber, was es bedeutet, Entscheidungen zu treffen, obwohl man deren Ausgang noch nicht kennen kann.

Welche Erfahrungen aus seinem früheren Leben prägen ihn bis heute? Wie viel Mut braucht Veränderung wirklich? Was bedeutet gute Führung für jemanden, der selbst erlebt hat, wie wertvoll persönliche Freiheit ist? Und warum gehört zur Verantwortung manchmal auch die Bereitschaft, unbequem zu sein?

Es ist ein Gespräch über einen Lebensweg zwischen zwei politischen Systemen, über Unternehmertum und gesellschaftliches Engagement – vor allem aber über eine Haltung, die Thomas Gehre bis heute begleitet:

Abwarten ist keine Strategie.

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00:00:01: Hinter jedem Beruf steckt ein Mensch, hinter jedem Menschen steckt eine Geschichte.

00:00:08: Herzlich willkommen zu

00:00:10: Schüchtern

00:00:11: bis Nöchtern!

00:00:23: Handwerk ist weit mehr als Schrauben, Kabel oder Werkzeuge.

00:00:27: Handwerk bedeutet Verantwortung Unternehmertum Haltung und oft auch Mut.

00:00:33: Mein heutiger Gast kennt all das aus eigener Erfahrung.

00:00:37: Thomas Gehre ist Elektroinstallationsmeister, Unternehmer und Präsident der Handwerkskammer Hannover.

00:00:44: Seine Geschichte beginnt in der DDR, führt über den mutigen Aufbruch kurz vor der Wende bis hin zum eigenen Unternehmen und in eines der wichtigsten Ehrenämter des deutschen Handwerkes.

00:00:56: heute spricht er für rund neunzehntausend Handwerksbetriebe mit mehr als einhundert Zehntausend Beschäftigten und achttausend Fünfhundert Auszubildenden.

00:01:06: Dabei geht es ihm nicht nur um Wirtschaft, sondern auch um Werte, Bildung, Verantwortung und um die Frage wie wir die Zukunft des Handwerkes gestalten?

00:01:16: Wir sprechen über seine Flucht aus der DDR, über Selbstständigkeit, Fachkräftemangel, Ehrenamt – und darüber warum Handwerk und Freiheit zu tun hat.

00:01:28: Herzlich willkommen bei Schüchtern bis Nüchdern, Thomas Gehre!

00:01:32: Vielen Dank, dass ich da sein darf.

00:01:34: Danke dafür Andri.

00:01:36: Ja lieber Thomas herzlich Willkommen in meinem Podcast.

00:01:38: Und wenn wir mal über das Handwerk sprechen und das tun wir heute sehr ausführlich was ist denn im Handwerk?

00:01:44: Gefährlicher?

00:01:45: ein Kunde der sagt Das habe Ich schon Mal Bei YouTube gesehen oder Einer Der Sagt Mein Schwager der kennt sich damit ganz gut Aus.

00:01:53: Beides ist nicht gefährlich, weil wir meist im Kunden durch unser Wissen dann zeigen können dass wir den genauen richtigen Weg zum Ziel kennen.

00:02:02: und das kriegt der Kunde da ziemlich schnell mit.

00:02:05: Und lässt dann auch ab von dann aussagen

00:02:08: Wie oft beginnet ihr der Satz?

00:02:10: Kannst du da nicht mal eben schnell?

00:02:12: und Ist man eben schnell eigentlich so für dich auch der natürliche Feind jedes Handwerkers?

00:02:19: Für mich ist kein fein Weil ich dem Kunden schnell klar mache, dass sie es nicht schnell machen oder richtig machen.

00:02:24: Und der am Ende ein erfolgendes Ergebnis hat.

00:02:27: Da kann ich eine leichte Flosstür reinbringen.

00:02:29: immer wenn es bei mir heißt was könnte noch so einen Preis machen?

00:02:34: Dann sage ich den Menschen meistens nein aber Sie kriegen dafür eine sehr gute Arbeit.

00:02:38: Ja das ist die richtige Einstellung!

00:02:39: Es kostet eben auch alles Geld.

00:02:42: Leistung muss etwas wert sein.

00:02:44: Genau und der Kunde bekommt wirklich am Ende perfekter.

00:02:47: Aber das ist mir persönlich sehr wichtig.

00:02:50: Ja, wenn du auf Deutschland-Zweitausendsechsundzwanzig schaust sind wir eigentlich schlechter geworden oder lieben wir uns nur permanent schlechter?

00:03:00: Oh das ist eine Frage die da habe ich einen ganz ganz eigenen Meinung zu.

00:03:05: Also wir in Deutschland sind so stark mit dem, den ich spreche weil wir bestimmt im Verlauf der Aufnahmesenden auch noch da auch hinkommen.

00:03:16: von den meisten höhere ich nein mir geht's gut aber Und dann hake ich oft ein, aber bitte was?

00:03:22: Es geht uns sehr gut und es wird in vielen, vielen Dingen leider auf einem Niveau gejamert.

00:03:28: Das ist vielleicht das falsche Wort!

00:03:30: Aber das Schöne ist dann ja auch durch meine Ehrenamt, dass sich mit vielen Menschen ins Gespräch kommen und dadurch ihnen zeigen kann wenn wir positiv nach vorne schauen und logisch dadurch gemeinsam die Dinge anpacken, die uns vielleicht müde machen, dann geht das immer weiter und so habe ich schon immer getickt.

00:03:47: Das war irgendwie jetzt auch der Grund, warum ich als DDR damals geflüchtet bin.

00:03:51: Ja darüber werden wir heute noch ausführlicher sprechen.

00:03:54: Was funktioniert denn in Deutschland aus deiner Sicht deutlich besser?

00:03:57: Als die öffentliche Debatte vermuten lässt

00:04:03: ist ja das ist Ich hätte es ganz gerne umgedreht.

00:04:07: wichtig ist dass Es in den Kommunen gut läuft und dass man das dem Moment wieder bewusst macht.

00:04:12: Wir haben jetzt Kommunalwahlen Und dann fangen Menschen sicher auch wieder mit denen zu wählenden, gerade in Sandgemeinden auseinanderzusetzen und merken die sind schon länger dabei.

00:04:23: Die bewegen was für unseren Landkreis unsere Sandgemeinde.

00:04:27: Es sind nicht so viele Sachen die schlecht laufen.

00:04:30: natürlich gibt es Dinge die einen manchmal verzweifeln lassen.

00:04:33: ein Beispiel ich habe hier um die Ecke ist eine Straßenlaterne ausgefallen.

00:04:38: das war fast zwei Jahre ja es hat anderthalb Jahre gedauert Obwohl ich eine Mail geschrieben habe, obwohl ich nachgehakt habe dass diese repariert worden ist.

00:04:45: Und das sind die Kleinigkeiten, die dann nach vorne gestellt werden.

00:04:48: Andererseits ist es gleicher wenn unsere Leute draußen ein ganzes Haus installieren alles perfekt gemacht.

00:04:54: Es gibt eine Schiefe Steckdose Die sieht der Kunde und darüber spricht er.

00:04:59: Also wir meckern zu viel und achten zu sehr auf die Dinge die vielleicht Als Kleinigkeit nicht ganz so okay sind.

00:05:05: aber die Das was gut läuft das gerät immer so ein bisschen in den Hintergrund.

00:05:10: Ja, das wird nicht.

00:05:11: Darüber wird nicht gesprochen.

00:05:12: erst wenn man anspricht dann sagt ja stimmt ja es ist oft so dass wir in Gesprächen Wenn man mir mit irgendwelchen Beispielen kommt dass ich ihn dann sage So ich sehe das aber so und so ne?

00:05:22: Ich lasse die die Meinung zu.

00:05:24: das ist ganz wichtig auch egal mit welter Partei.

00:05:27: irgendwie hat jemand nach draußen geht Höhlen zu.

00:05:32: sag ihm dann wie du siehst und oft bringt man denn den Menschen dazu dass er sagt stimmt isso

00:05:41: Wenn wir mal ein bisschen auf das Handwerk als Beruf schauen, heute ist der erstes September.

00:05:47: Heute meldet der Zentralverband des deutschen Handwerks die Ausbildungszeilen im Handwerk steigen und könnten das vierte Jahr auch in Folge zulegen.

00:05:56: Gleichzeitig bleiben aber jedes Jahr auch rund zwanzigtausend Ausbildungplätze umgesetzt.

00:06:01: Wie passt das denn zusammen?

00:06:03: Nachwuchsboom und nachwuchsmangel gleichzeitig.

00:06:06: Das hört sich schon ein bisschen verrückt an.

00:06:09: Ja, das ist der Zeitgeschuldet.

00:06:13: Wir im Handwerk gerade im Ehrenamt haben wirklich jahrelang dafür gearbeitet auch mit dem Nasen in Kontakt zu kommen dort Berufsorientierung anzuführen Jahrelange dafür geararbeitet in Veranstaltungen meinetwegen beim Vortrag beim Rotari Club zum Beispiel die Eltern aufzuschließen ihnen Handwerk vorzustellen wie Handwerk heutzutage wirklich lebt und Die Menschen draußen sehen aber auch dass es dem Handwerk und auch den Handwerkkern im Betrieb, auch den Betriebsinhaben gut bis sehr gut geht.

00:06:46: Und das fällt natürlich auf in der Zeit wo – das ist meine Erklärung ich habe selber Kinder die studiert haben, die mir jetzt gerade spiegeln, Papa!

00:06:54: Es ist nicht mehr so wie das vor fünf oder sechs Jahren war, dass wir alle gedacht haben wir kriegen ja einen Beruf.

00:06:59: Selbst meine Juristin hat heute ihren mündlichen Abschluss zur Volljuristin hinter sich gemacht hat mir das gesagt und da war ich erstaunt rüber, aber die fühlen das ja draußen.

00:07:10: Und deswegen dreht sich das Rad gerade.

00:07:12: Das gelt dann aus langen Leute geht ins Handwerk.

00:07:15: Dass es dort auch einen großen Teil gibt wo die Stellen nicht besetzt werden können oder auch Schüler die stellen nicht besetzen können.

00:07:23: Das hat auch viele Damen zu tun dass vielleicht dann das eine oder andere nicht zusammenpasst und da muss halt weiter gearbeitet werden.

00:07:30: und denn gibt's noch den Grund für das jetzt aus.

00:07:33: Im Handwerk werden heutzutage auch gute Ausbildungslohne gezahlt.

00:07:37: Und André ist es heute halt so, dass man nicht mehr sagt dann okay jetzt nehme ich jemanden den ich jetzt noch ein Jahr aufbauen muss damit ich ihn da hinbekomme das er seine ausbildungsfähige weit bekommt.

00:07:49: dafür ist das zu unwirtschaftlich.

00:07:52: Das hat sich halt etwas verendet dadurch.

00:07:54: Das war früher anders.

00:07:57: Ja, früher war einiges anders.

00:07:58: und erstmal Gratulation an die Tochter zur bestandenen Prüfung.

00:08:02: Und wir wünschen ihr natürlich dass sie dann auch sehr schnell in eine gute Anstellung kommt und ihren Wunsch beruf auch üben kann.

00:08:09: Hat sich schon!

00:08:09: Dann bin ich da schon mal beruhigt.

00:08:11: und zum anderen Thema.

00:08:13: Ich hatte vor einigen Jahren den Mario Langer bei mir zu Gast in meinem Podcast.

00:08:16: der ist bei der Berliner Polizei und auch so für die Nachwuchsgewinnung verantwortlich zuständig Und da haben wir uns schon vor einigen Jahren noch unterhalten, wie sich das alles verändert hat.

00:08:26: Früher war es so, da ist man auf Ausbildungsmessen gefahren und das macht man heute natürlich auch als Unternehmen als Behörde.

00:08:32: Aber inzwischen sucht man den Nachwuchs dann doch an anderen Orten zum Beispiel die Berliner Polizei auch in Fitnessstudios.

00:08:40: Hast du denn von... Du vertrittst ja mehr als neunzehntausend Mitgliedsbetrieben?

00:08:44: Betriebe, wie ist das denn bei euch?

00:08:47: Wenn du dich mit Mitgliedern unterhältst.

00:08:50: Wo wird in der Nachwuchs gesucht?

00:08:51: Ist man da noch eher auf Messen unterwegs oder sucht man ganz an ganz speziellen Orten?

00:08:57: Auf Messen ist man auf jeden Fall auch noch unterwegs aber man versucht eigentlich dort hinzugehen wo Sportvereine sind, wo Feuerwehr-Zeltlager sind.

00:09:05: Das ist eine ganz große Nummer geworden weil da ein sehr großes Sozial ist und dort stattet man das Ganze dass man die jungen Menschen auch damit lockt, verschiedene Brüfe kennenzulernen.

00:09:17: Dass sie dort was machen und das dann die Feuerwehrmannschaft am Ende ein Preis gewinnen kann.

00:09:24: Und die sind nicht klein in die Preise.

00:09:25: Das hat sich extrem bewährt!

00:09:29: Man schließt damit natürlich auch andere Betriebe auf zu sagen wir machen da mit.

00:09:33: Es ist bei uns im Handwerk auch im Ehrenamt ja so oder unter den normalen Betrieben so.

00:09:36: Man muss immer jemandem der Vormacht haben.

00:09:39: Und dann kommen andere Menschen, die mitmachen.

00:09:41: Weil sie sehen es funktioniert.

00:09:42: und so ist dieses Rad ins Rollen gekommen und so hoffe ich gehts weiter.

00:09:48: Ich habe in der Politik aber auch angebracht weil wir jetzt merken dass wir auf mehr Bewerber bekommen aus den abiturierenden Jahrgängen das schön ist.

00:09:58: Aber das heißt nicht, dass wir nicht weitermachen müssen.

00:10:02: Wir müssen da immer dran bleiben damit das Rad sich weiter dreht.

00:10:07: Was hörst du von Unternehmern derzeit häufiger?

00:10:09: Wir wollen wachsen oder wir wollen einfach nur in Ruhe arbeiten können.

00:10:16: In Ruhe Arbeiten?

00:10:17: Nein, die Unternehmen mit denen ich vorwiegend zu tun habe sind alle innovativ aufgestellt.

00:10:24: Die wollen wirklich mit dem Zahlen der Zeit gehen und das ist auch wichtig dass wir unser Handwerk so aufstellen, dass wir ja die Zukunft aktiv mitgestalten können um den Unternehmen.

00:10:35: Die sind so aufgestellt.

00:10:36: Und gerade auch wir in der Handfestkammer NOVA versuchen ja viel Projekt, die Beine zu stellen um die Unternehmen zusammenzubringen und Netzwerke aufzubauen, um über die Dinge zu sprechen.

00:10:48: Gerade Netzwerker sind das was es ausmacht ein Leben zu gestalten ob das im privaten Nest oder im beruflichen.

00:10:54: Das Vertrauen baut sich auf Netzwerken aus und auch die Erfahrungen die man bekommt, die einem dann vielleicht ein kleines Stück davon dahin bringt eine gute Entscheidung zu treffen.

00:11:05: Auf welche Art von Netzwerke greift ihr da zurück?

00:11:08: Wir haben, das nennt sich bei uns, inszeniert worden.

00:11:12: Das haben wir als Vorstand vor Jahren darum gebeten, dass wir viel Input für Handwärtsbetriebe haben möchten, dass sie sehen, dass eine Handwerkskammer da ist um ihn zu helfen und da gibt es halt Projekte die man anfängt anzufassen.

00:11:26: Das nennte ich bei uns Mehrwert.

00:11:27: Das Ganze hat so angefangen, dass haben ein Film gedreht, wie bei der Sendung mit dem Maus um ihn zu zeigen was wir gerne möchten.

00:11:37: Dass wir rausfinden möchten wo hängt es bei ihm?

00:11:42: Also nahe ist das die Gesundheitsvorsorge sind es die lange Arbeitszeiten funktioniert die Ausbildung halt nicht um herauszufinden was sie Betriebe beschäftigt und haben dann in Kooperationen mit Landkreis dieses Mehrwertfachkräftebündnis gebildet und gehen immer wieder mit neuen Themen die beworben werden und da kommen wirklich viele Betriebe, die sich das anhören.

00:12:05: Und das was ich erwachte, da entstehen Netzwerke.

00:12:09: Ja diese Netzwerken sind fundamental wichtig damit man auch ja die Vernetzung sicher stellt und dann natürlich auch den Mitgliedsunternehmen etwas bietet.

00:12:17: Das macht ihr und ihr beschäftigt euch mit Deutschland als sehr stark im Wirtschaftsland oder Land der Handwerker.

00:12:23: aber sind wir denn inzwischen auch eher die Weltmeister im Planen?

00:12:28: Oder haben wir das machen so ein bisschen verloren und verlernt.

00:12:34: Du meinst im Handwerk?

00:12:35: Im Handwerk, ja!

00:12:38: Oh das kann ich jetzt schwierig beantworten weil...

00:12:40: Also ich erwähne dass da ich natürlich auch im Vorfeld des Gesprächs mit einigen Menschen gesprochen habe die auch am Handwerk tätig sind und die sagen Mensch wir würden gerne mehr machen unsere Auftragspücher sind doch einigermaßen voll aber wir haben zunehmend Probleme ins Tun zu kommen da uns so viele Auflagen beschäftigen dass wir kaum mehr durchatmen können.

00:13:00: Kannst du das bestätigen oder ist es bei euch anders?

00:13:02: Jetzt verstehe ich was du meinst.

00:13:04: Du meinst, dass die Planen bei Projekten, die draußen in Gangschuhen waren zu aufwendig sind und zu demokratisch sind.

00:13:13: Das ist mit Sicherheit so, dass sich das so entwickelt hat.

00:13:16: Ich war heute gerade hier bei der Samtgemeinde.

00:13:20: Es gibt ein Schulleinbau Und die Elektroarbeiten sind ausgeschrieben, sagte mir.

00:13:24: Es hat aber eine bekommen weit weg von hier, der zwar der Einzelte abgegeben hat und das ist daraus entstanden.

00:13:30: nicht dass man die Arbeit nicht machen möchte sondern dass die die Vorgaben die ich beim im öffentlichen Bereich gerade auch bei Schulträgern so hoch sind dass Menschen wenn sie natürlich genug zu tun haben auch auf dem privaten Sektor da nicht aufspinnen dass sich das zurückentwickelt.

00:13:47: Aber das ist kein neues Phänomen.

00:13:48: Das war schon sagt ich mal auch.

00:13:51: Also zu dem Bördpunkt haben wir auch noch Schulen bedient, war das leider schon so.

00:13:56: Aber dass hat uns umgedreht werden.

00:13:57: Das muss sich ändern wieder.

00:13:59: Na gut dann tun wir das doch heute mal!

00:14:01: Was müsste denn die Politik tun damit Unternehmer nicht immer nur hören?

00:14:04: Wir bauen Bürokratie ab sondern irgendwann tatsächlich merken, dass Bürokrate auch abgebaut wurde.

00:14:10: Richtig... Da hole ich aber nicht nur die Politik, sondern auch das Handtrack selber mit rein.

00:14:15: Auch Verbände und Industrie mit rein Weil wenn ich mich mit der Politik unterhalte.

00:14:20: und bei uns ist es so, dass Olaf Lies hat auch Ingenieuswesen im Elektrobereich studiert.

00:14:25: Deswegen kann ich mich manchmal mit ihm da sehr gut unterhalten.

00:14:28: Wir sind auch Weltmeister in Normen Und irgendwann, wenn's um unsere eigene Sachen geht Dann sollen die Norm stattfinden.

00:14:34: Wenn's aber um andere Dinge geht Sollen sie nicht da sein Und da muss man auf ein Land kommen Da muss man halt auch ins Gespräch gehen Und jeder muss dazu was geben Das zu lassen.

00:14:46: Es ist leider ja auch so gewachsen, dass die Menschen, die jetzt in den Ämtern sitzen sich natürlich gerne absichern dieses Verantwortung übernehmen.

00:14:56: Das ist uns in vielen Dingen etwas verloren gegangen.

00:15:00: es gibt zu wenig Menschen die sagen und ich kann da jetzt zustehen und deswegen können wir das machen weil als Meister ist es ja gerade im Handwerk macht den Meister damit man bei gewissen Entscheidungen sagen kann ich kann dazustehen dann wird nicht schiefgehen.

00:15:17: Ja, wir sprechen heute über eines der wichtigsten Wirtschaftsfelder in Deutschland.

00:15:26: Das aber gesellschaftlicher oft unterschätzt wird und das bedeutet auch dass etwa jeder achte Erwerbstätige ja am Handwerk arbeitet.

00:15:34: Und so hatte ich das zumindest bei der Vorbereitung der Folge gelesen Wie oft reparierst du denn privat?

00:15:40: Ungefragt Dinge weil Du als Handwerker sofort den Fehler siehst!

00:15:52: Wenn man mir ein Problem gibt oder offiziell im Privatbereich ist, dann bin ich halt so.

00:15:57: Dann ratet mein Kopf und dann finde ich schnell Dinge wie ich das auch auf einfacher Art lösen kann.

00:16:03: Das hängt aber hundertprozentig mit dem zusammen, wie ich aufgewachsen bin weil man dort nicht in den Laden gehen konnte sich Dinge einfach zu kaufen sondern man hat schon selber als Kind sehr früh gelernt sein Fahrrad selbst zur Reparation oder zu gucken wo man andere Teile ausbauen kann, die man da reinsetzen kann.

00:16:19: Das hilft mir heute sehr gut weiter.

00:16:22: aber ich bin halt ein Mensch der auch immer sehr, sehr lösungsorientiert denkt.

00:16:28: und wenn meine Frau hier wäre würde sie sofort sagen so wie mein Mann sagt Ich habe einen Plan dann ist alle schon im Kopf umgesetzt wo ihr hin möchtet Und das ist bei gerade auch bei Projekten, bei Kunden mache ich das auch sehr gerne dieses dieses planen Dann den Plan vorzustellen, dann dem Preis zu präsentieren.

00:16:48: Und wenn ist das wie... Wie soll ich das sagen?

00:16:51: Ja, wie Pokern, ne?

00:16:52: Mal gucken wie es ausgeht und in meinem Leben ist das in den meisten Dingen ziemlich gut ausgegangen.

00:16:59: Wie oft verhandelst du noch nach, wenn du mit potenziellen Kunden im Gespräch bist?

00:17:03: Du hast das zum Einstieg in unsere Folge schon so ein bisschen erwähnt.

00:17:06: der Preis steht aber bewegt man sich da doch noch ein bisschen?

00:17:11: Andere, ich bauch's nicht!

00:17:12: Ja.

00:17:12: Ich habe da auch Glück, dass anscheinend die Preise und auch der Ruf... Mein Ruf der namende Firma so gut geworden ist, dass man sagt, wenn er das sagt dann ist das so in Ordnung.

00:17:22: Das habe ich ganz selten.

00:17:24: Eigentlich habe es gar nicht.

00:17:27: Die Frage ist eigentlich unfair muss ich sagen.

00:17:29: denn wenn man sich andere Berufszweige anschaut, ich gehe zum Frisör, da verhandle ich ja auch nicht über meine Frisur.

00:17:34: Da gibt es feste Preise, ich komme rein, ich weiß, da kostet ein kurzer Schnitt Keine Ahnung, zwanzig, fünfundzwanzig Euro.

00:17:40: Manchmal bekommt man den vielleicht auch für Zehner.

00:17:43: Aber da würde ich jetzt nicht auf die Idee kommen zu fragen ob ich dann noch drei Euro weniger zahlen muss im Handwerk.

00:17:47: Komischerweise passiert das schon?

00:17:51: Das gibt es schon!

00:17:54: Ganz kurz Friseur... Da ist es so bei meinem Friseuraland, den ich sehr schätze, gebe ich immer fünf Euro mehr weil der Meinung bin zu zeigen dass der Preis eigentlich zu wenig ist.

00:18:04: Der Film wird auch angesetzt und sie nimmt jetzt ca.

00:18:11: €, ich gebe immer gerne €, weil das passt so am besten.

00:18:16: Jetzt habe ich den Fahren verloren.

00:18:17: für eine Frage?

00:18:18: Ja

00:18:19: die Frage war ein bisschen Stichwort Nachverhandeln von Preisen dass es in anderen Berufszweigen nicht so häufig vorkommt aber zum Handwerk irgendwie dazugehört obwohl es eigentlich unfair ist denn die Leistung ist ja eine sehr gute eine sehr hochwertige.

00:18:34: Das ist richtig.

00:18:35: und auch dafür ist wieder Netzwerk wichtig, dass man die Geschichten, die ich hier gerade erzähle.

00:18:40: Dass man das auch vor anderen Handwerken erzählt und auch ohne zu prallen sondern ihnen nur zeigt warum man diese Stärke dem Kunden zeigt aber ihm klar macht Die Arbeit muss top sein!

00:18:52: Das ist A und O. Und dann entsteht der Move so, dass sie Menschen wissen, da gar nicht erst anfangen sollte nachzuhalten, nachzuverhandeln.

00:19:03: Aber wenn jemand versucht nachzufandeln, natürlich eine vernünftig keine arrogante Antwort sondern vernünftige Antwort und die Erklärung dafür das ist natürlich gegeben.

00:19:11: Und wir haben uns halt im Leben gerade auch in der Firma wirklich immer weiterentwickelt weil ich schon immer das Gespräch mit anderen Menschen gesucht habe ob jünger oder älter und auch am Anfang meiner Selbstständigkeit hab ich das getan und da gibt es schöne Erlebnisse.

00:19:28: Wir haben mich dazu gebracht, die richtigen Entscheidungen zu treffen und sich das auch zu trauen.

00:19:34: Und so hat sich unsere Website halt über die Jahre weiterentwickelt.

00:19:37: Die Website hat immer mehr entwickelt als Kunden, die da drauf gehen sehen was wir nicht tun.

00:19:43: Ist auch eine gute Gelegenheit über sich aufzuklären.

00:19:50: Ein Beispiel, was ich hatte am Anfang meiner Firma, das macht es zweit der dritte Jahr gewesen sein.

00:19:55: Da sind wir auf eine Industrie-Reise nach Frankreich gefahren und mit vielen Elektromeistern aus dem norddeutschen Raum, nicht hier aus meinem Umfeld.

00:20:03: Und wir fuhren in Frankfurt in den Kopfbahnhof rein.

00:20:05: und ich habe die Frage gestellt Leute!

00:20:07: Ich bin noch ziemlich neu dabei.

00:20:09: Ich habe gerade das Thema... ...ich kaufe einen Kabel, einen dicken Querschnitt für so mehr X ein im Buch.

00:20:16: Damals hat man noch kein Internet gehabt.

00:20:18: In meinem Buch steht, ich soll das für den und dem Preis verkaufen.

00:20:21: Wenn ich das für denen den Preis verkaufe bin ich viel zu teuer.

00:20:23: Das geht nicht.

00:20:25: Wie macht ihr das?

00:20:26: Es hat keinen Mensch geantwortet.

00:20:28: Erst als ich gesagt habe wie ich es getan habe... Und sie gesehen haben, okay der bewegt sich ungefähr in dem Fahrwasser wie wir das aufmachen.

00:20:35: Haben Sie sich geöffnet?

00:20:36: Aber sie haben sich dann während der Frage noch viel mehr geöffnete dass ja auch, dass wir uns über Stundenlöhne unterhalten haben über Wertigkeiten und das wieder was ich rausbringe Netzwerk trau dich über das zu sprechen Was du tust und dann kriegst Du das Feedback was dir wieder bei Entscheidung hilft.

00:20:51: Ja

00:20:52: Du hast von Ausbildung zum Elektroinstallateur absolviert, du bist in der DDR aufgewachsen.

00:21:02: Wie sehr prägt einen so ein System bis heute?

00:21:07: An dieser System hat mich extrem geprägt und da kommen wir noch hin dass ich geflüchtet bin.

00:21:14: Ich bin halt in einem Dorf bei Quedlenburg aufgewachsen Und meine Großeltern waren damals bevor ich geboren bin So wie heute Lohnunternehmer, die haben die ganzen Dröschmaschinen für dieses drei tausend Seelendorf gehabt und ja Haben dadurch auch ländereien gehabt.

00:21:32: Die ihnen alle weggenommen worden sind.

00:21:34: Und wenn meine oma dann meiner U-Pass schon mit ist neunzehntsiebzig schon gestorben und ich war das vier Jahre alt Wenn meine Oma da mit mir in der gummikare zum Garten gefahren ist mir erzählt hat guck mal dass hat uns gehört das haben sonst weggenommen Da haben sie den Tonhalt drauf gebaut und uns nie nachgefragt.

00:21:49: Das waren die ersten Trägerpunkte die Thomas Gehrer mitgenommen hat was ihn gestört hat, alles noch unbewusst.

00:21:55: Und dann kam halt die Schulzeit und in der Schulzeit war es halt so dass ich das kann ich heute gut spiegeln schon immer Dinge nicht einfach hingenommen habe.

00:22:08: Ich hab immer Dinge hinterfragt und hat das auch öffentlich kund getan.

00:22:12: Mir ist deswegen nie würde ich sagen nie was Schlechtes passiert.

00:22:16: Das habe ich den ersten Mal im Jugendlichen bemerken müssen dass ich mir da so ein paar Steine in den Weg gelegt habe.

00:22:23: Aber meine Kindheit war völlig in Ordnung, ich hab eine tolle Schulbildung bekommen.

00:22:26: War aber schon immer fleißig!

00:22:28: Ich hab ganz großem Wert draufgelegt auf... Es gab ja diese Kopfnoten.

00:22:32: Fleißt mit der Art Ordnung und Betrachtung.

00:22:36: Bei Thomas Gehring war es mal so, in den ersten drei Sachen hab' ich immer noch eins gehabt.

00:22:40: In dem Betragen bin ich nie über die drei raus gekommen.

00:22:43: Das stand sogar eher in vier.

00:22:44: Das zeigt halt auch sehr viel.

00:22:46: Und äh ... oft bei Menschen, die dann in der Schule waren.

00:22:55: Die dann Dinge erzählt haben eigentlich auch von Militär.

00:22:58: Es war ja da auch schon früh in den Klassen und fünfte, sechste, siebente Klasse wurde er schon geworben für... ...für die NVA drei Jahre zu gehen.

00:23:07: Habe ich halt Fragen gestellt, die die nicht hören wollten?

00:23:09: Und das habe mich halt später leider Gottes dazu gebracht dass sich obwohl ich einen Einzeldurchschnitt hatte in der Schule kein Abitur machen durfte.

00:23:18: der erste Knackpunkt, dass ich gemerkt habe was man mir hier verbaut dieses Selbstgestalten zu dürfen.

00:23:25: Da fing ich auch dann darüber nachzudenken und da hab' ich halt zugesehen einen tollen Beruf zu lernen.

00:23:31: Und Elektriker, gerade den Elektrikern, den ich gelernt habe Ich hab Elektroinstallateur gelernt Da gab es im Landkreis Quedlemurch nur drei Stellen als Ausbildung stellen Wenn du keinen Einserschnitt hattest und nicht um... normal muss das eine rote Vergangenheit haben.

00:23:48: Ich hatte zum Glück nicht, aber ich habe die Stelle bekommen und das war jetzt sehr schön.

00:23:53: Weil dieser Beruf mich sehr viel weitergewacht hat.

00:23:58: Du hast einmal gesagt eine Diktatur nehme einem die Luft zum Atmen?

00:24:04: Was meinst du damit genau?

00:24:10: Wenn man kein offenes Gespräch führen kann... wenn man Dinge nicht tun darf nur weil man sozialistisch nicht tragbar ist?

00:24:23: als ich halt kein Abitur machen durfte.

00:24:26: Elektriker gelernt habe, hatte ich immer noch das Ziel dieses Land einmal zu verlassen.

00:24:31: Das ist bei mir schon sehr früh gewachsen und hat sich immer ausgeprägt.

00:24:34: Ich wohnte ja nun mal sehr, sehr grenznah.

00:24:36: Und da kam der Gedanke, weißt du was?

00:24:38: Du bist ein guter Schüler!

00:24:40: Du bewirbst sie einfach mal bei der Deutschfracht.

00:24:42: Das war halt ein Handelsunternehmen in der DEA.

00:24:46: Da hab' ich nie eine Antwort

00:24:47: bekommen.".

00:24:48: Dann hatte ich die Idee... weil du hast gute Noten, sowas suchen die doch.

00:24:55: Da bin ich mit meiner Mutter hin, dann waren die Feuer und Flamme beim ersten Gespräch, beim zweiten Gespräch... da kriegte ich die Antwort.

00:25:04: Herr Geber das passt ja alles.

00:25:05: soweit aber wir haben ein Problem mit ihnen.

00:25:07: sie sind sozialistisch nicht tragbar.

00:25:10: Das konnte in dem Alter überhaupt nicht sagen greifen was sie jetzt meinen Und meine Mutter sagte danach halt zu mir.

00:25:18: Wir wussten dass du das nicht werd werden wirst Weil wir halt nicht so leben wie wie der Staat sich das halt wünscht.

00:25:25: Und da ist es natürlich mir sehr gewachsen, das Land verlassen zu wollen – ich wusste nur nicht, wie!

00:25:33: Man hatte ja keine Chance, diese normale Grenze zu kommen, aber das war bei mir sehr aufregend gewesen und der weitere Lebenslauf ist dann dahin gegangen.

00:25:42: Ich habe die NVA besucht, habe da auch lernen müssen, dass man mit Befehlen umgehen muss, das auch ertragen muss.

00:25:49: Das hab' ich noch getan, das hat mich weiter gemacht aber eben auch gemerkt, was ich nicht möchte.

00:25:54: Und als sich von der Armeester zurückkam, in die Siebenundachtzig, habe ich kurze Zeit später meine heutige Frau kennengelernt aus dem Südharz und meine Frau ist halt ganz anders aufgewachsen als ich in einer Arbeiterstadt.

00:26:10: Die ist richtig rot aufgewachst.

00:26:12: Nicht negativ zu sehen!

00:26:14: Sie hat halt das ins Fleisch reingekriegt weil ihre Eltern funktioniere waren dass man mit sechzelinen SED eintritt.

00:26:21: Dann hat sie aber leider mich kennengelernt und das ist nicht dazu gekommen, dass die in der SED eingetreten ist.

00:26:25: Aber ich durfte jetzt auf die anderen DDR kennenlernen wie auch in einem System wo dann die Diktatur greift... ...die Menschen trotzdem zufrieden leben, aber eingeschränkt sind!

00:26:38: Weil die haben mit den jungen Leuten, mit denen ich zusammengekommen bin, haben die sich immer gefragt ja warum siehst du das so und so?

00:26:45: Und ja, das war oft eine gute Schule.

00:26:48: Ja, das glaube ich dir für alle, die uns heute zuhören und nicht ganz einschätzen können wo sich Quedlinburg genau befindet.

00:26:56: Das ist eine Stadt, die liegt im nördlichen Harzvorland südwestlich der Landeshauptstadt von Magdeburg.

00:27:03: Also der Landeshauptstadt Magdeburger in Sachsen-Anhalt.

00:27:06: Eine wunderschöne Stadt!

00:27:09: Heute auf jeden Fall eine wundeschöne statt, die man unbedingt besuchen soll.

00:27:14: So, jetzt befinden wir uns im Jahr... Da hast du frisch verheiratet und mit einer kleinen Tochter.

00:27:21: Die ist da auch schon gab!

00:27:24: Wie groß war denn damals die Angst für dich?

00:27:42: Wenn ich dann die Geschichte der Zähle, warum ich das getan habe kann man es wieder nachverziehen.

00:27:49: Ihre Eltern waren Funktionäre und meine Frau hat gesagt sie möchte Nordhausen niemals verlassen.

00:27:54: Die Kirschungspitze von ihrem Nordhäusen braucht sie.

00:27:57: Das sieht sie heute völlig anders.

00:27:58: aber ich glaube der Hauptgrund war halt dass Sie um die Repression gegenüber ihren Eltern halt gebacken haben.

00:28:05: Und da war halt der Zeitpunkt.

00:28:07: das ist in der DDR so berodelte dass alle die bei der NVA waren zu dem Punkt Zeitpunkt einen Bereitstellungsbefehl bekam.

00:28:16: Das heißt, sie haben sich bereitzuhalten dafür dass wir sie zusammenziehen falls es hier eskaliert.

00:28:21: und ab dem Punkt als ich diesen Brief bekam fing das an mit mir zur Rattern noch zu sagen wenn du nicht zusiehst dieses Land jetzt zu verlassen schließen den Land zu und du wirst deinen deine Ziele nie umsetzen können.

00:28:33: Jetzt muss ich dazu noch sagen meine Schwester ist schon ein Jahr vorher über Ungarn geflüchtet und wohnte schon in Bayern im Königstein, weil du ja auch aus Bayern stammst in der Oberpfalz.

00:28:44: Und ich habe damals mit meinem Schwager telefoniert und hab den gefragt, Uwe wenn ich da jetzt rüber komme finde ich da Arbeit und gesagt komm rüber!

00:28:53: Du findest hier sofort Arbeit?

00:28:55: Und dann war es halt so dass ich mit meiner Frau ins Gespräch gegangen bin aber ins verdeckte Gespräche gegangen bin und auch in dem Betrieb wo ich war, wenn ich mit Menschen ins verdecktes Gespräch ging die erst danach feststellen konnte was hat der Gera eigentlich gemeint warum er sich mit uns auf dieser Unterhaltung hat.

00:29:13: Und ich kann da draußen, ich kann dir das nicht erzählen weil sie wird mich auffalten was ja auch ganz Verständliche.

00:29:18: und so bin ich dann halt an einem Montag Abend in der Nacht als ich das beschand habe, bin ich nachts um zwei, hab die Wohnung verlassen, hab' die Dinge beigehabt, ich hab' Auto dargelassen, ich hatte damals schon ein Auto, da kann man auch sehen dass ich anders getötet habe und bin dann zum Bahnhof gelaufen Und hat mir gesagt, als ich mit der Schwelle durch die Tür in Nordhausen rausgegangen bin.

00:29:43: Ab jetzt gibt es keinen Weg zurück!

00:29:44: Weil der Weg war ja sehr weit in Richtung Süden auf den ich mich gemacht habe und kreios war's dann... Ich hab über Jahre ein Film, wo es gab wie ich an dieser Grenze also ab Erfurt wusste nicht mehr wie ich eine Grenze im Vogelang um bin.

00:30:04: Das ist mir später wieder eingefallen nach dem ich Medikate eingeh angeschaut habe.

00:30:08: Weil ich bin irgendwann, ich hab jemanden getroffen im Zug der das gleiche vorhatte und mit denen sind wir irgendwann ausgestiegen und sind zu Fuß gelaufen eine ganze ganze lange Weile und sind dann über die deutsch-tschechische Grenze Und wurden dort sofort abgefangen aber nicht von irgendwelchen Militärleuten sondern von Menschen Die mit ihrem Auto und unser ganzes Geld abgenommen haben uns aber zur tschechisch bayerischen Grenzer in Richtung Schirnlinge fahren haben.

00:30:33: ja und es war ein wirklich dunkler November neblicher Abend und ich bin einfach nur gelaufen.

00:30:42: Das war ganz krass, und irgendwann fahre ich in Schirn den.

00:30:47: Und das kann man gar nicht so beschreiben, dass es... Ich war nur so dankbar wie nett mich diese Menschen empfangen haben!

00:30:56: Das war schon ein Traum.

00:30:57: Und am nächsten Morgen, ich habe dann eine Tonneinheit geschlafen, am nächsten morgen, ob wieder typisch ist?

00:31:03: nicht lange schlafen, rausgehen.

00:31:04: Wo bin ich hier gucken?

00:31:06: War ich in einem Baumarkt und ... Ich wusste nicht, dass es so viele Sorten Scheiter gibt!

00:31:11: Soviel hingen da gar nicht, aber für mich war das einfach Wahnsinn,

00:31:14: ne?!

00:31:15: Dass ich weiter ausruben kann im verschiedenen Farmen und solche Dinge.

00:31:18: Da war der erste Eindruck... Also ich bin ohne Tochter, ohne Frau gegangen.

00:31:23: Ich habe es in Kauf genommen sie nie wieder sind zu können um meinen Traum leben zu können.

00:31:29: Dann ist natürlich volles passiert.

00:31:31: du kannst natürlich sagen frag zwischen euch.

00:31:33: Aber falls so eine Kette ist, die eigentlich das Ding... Bitte?

00:31:37: Ich bin total gespannt.

00:31:37: Erzähl bitte!

00:31:39: Und dann war es ja so ... Das war ja Montag zu Dienstag und zwei Tage später ist die Mauer gefallen.

00:31:48: Ich saß in Königstein bei meiner Schwester um achtzehn Uhr habe die Tagesschau gesehen und hab dem Bericht gesehen dass die Mau wohl fehlt und habe mich zurückgelehnt.

00:32:02: Und jetzt kommt etwas wo vielleicht manche auch nicht mit umgehen können und hab würde ich gesagt, was wollen die denn hier?

00:32:10: Das soll nur klarstellen dass ich nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen weggegangen bin sondern weil die Einstellung mir von vielen Menschen nicht gefallen hat.

00:32:19: Ich konnte mit ihnen nichts bewegen, es war halt so dass ich in den Betrieb wo ich war, vor allem im Betrieb dann im Südharz der diese Betonteile für die großen Plattenbauten hergestellt hatte.

00:32:30: ein sehr großer Betrieb mit mit sixundratzig Boltenkran, die ich reparieren durfte.

00:32:35: aber wenn ich mit den jungen Menschen gesprochen habe wir müssen was tun damit sich in dem Land das ändert.

00:32:39: ihr müsst aufhören zu klauen das zeug mitzunehmen auch wenn's kein Baum abbringt.

00:32:45: du kannst mit diesen Menschen auf keinen Nenner Wenn du das beobachtet hast, sich ohne den Menschen zu nahezutreten.

00:32:50: Das war halt ein System wo sie aufgewachsen sind.

00:32:52: Sie mussten zusehen wie sie sich was besorgen.

00:32:55: Stell dir mal vor, du bist auf so einem Drückenkran, siehst wie für den Naffbarbetrieb Vierkantstahl bewahren.

00:33:01: Bahnbergons Reingefahren wurden in diesem Betrieb mit einmal statt ganz viele kleine Fahrzeuge Ameisen nannte man das in dem Betrieb wo ich war und fuhr dort hin und sagten diesen Vierkanstahl ein.

00:33:14: da weißt du, dass ein System sich nie erholen kann.

00:33:17: Das funktioniert

00:33:18: nicht.".

00:33:19: Und das war ihm das was mich unbewusst getrieben hat erfolgreich zu werden so wie es heute ist.

00:33:27: Also das war ja eine schier unfassbare Zeit.

00:33:30: viele Menschen wollten heraus Tausende Flonen über Ungarn oder die Prager Botschaft.

00:33:35: auf den Straßen gab es Demonstrationen.

00:33:37: Die Unsicherheit war riesig.

00:33:38: Du hast es erwähnt der Grenzübergang Schierding, meine Eltern lebenden Hof.

00:33:42: Ich bin Gebürtiger Franke.

00:33:44: ich kenne natürlich die Gegend sehr gut und Schierning wurde ja dann auch Anfang November neunzehnhundertneunundachtzig zu einem frühen Tor zur Freiheit wie es damals hieß.

00:33:53: über das Jahr dann auch zehntausende DDR-Bürger über die Czechoslovakie in die Bundesrepublik einreisten.

00:34:00: Dann warst du bei deiner Schwester in Königstein?

00:34:02: Ich glaube dass ist eine Oberabfallz!

00:34:03: Ich glaube im Landkreis Anberg-Pusulsbach muss das sein.

00:34:07: Hast Du das mitverfolgt?

00:34:09: Wie bist du denn mit deiner Familie in den Austausch gekommen?

00:34:12: Klar, man konnte sich wahrscheinlich anrufen oder stelle ich mir das auch schon zu leicht vor.

00:34:16: Mit dem Telefon.

00:34:17: Nein, das ging dann ja aufgrund weil diese Maule fallen ist.

00:34:20: mit einem ist etwas eingetreten wo noch gar keiner umgehen konnte.

00:34:24: Jetzt war nur eine sehr große Unsicherheit da.

00:34:27: erstens was wird meine Frau überhaupt sagen.

00:34:29: Darf

00:34:31: ich fragen... Ich muss dich das kurz fragen.

00:34:33: Deine Frau war denn deine Frau eingeweiht?

00:34:34: bei dem Plan?

00:34:35: Bei den Planungen dieser...

00:34:38: Das konnte ich

00:34:39: nicht.

00:34:39: Zum eigenen Schutz?

00:34:40: Das war das ja, was ich meinte.

00:34:41: Ich habe mit ihr gesprochen aber für Deck gesprochen.

00:34:43: in der Nacht oder am nächsten Morgen als sie rüberfasste und ich nicht mehr da war wusste sie genau was ich gemeint habe wie man nicht eingeweiht.

00:34:51: Wie schon sagte ich hab es in Kauf genommen sie nie wieder zu sehen Und dann haben wir eine Woche später telefoniert und hat sie gesagt Sie kommt hinterher und da war ich völlig baff muss ich wirklich sagen.

00:35:03: damals war es ja noch so dass man von Von Ost nach West-Ost, aber noch nicht wieder von West nach Ost.

00:35:10: Und dann haben wir ein Termin ausgemacht... ...dass sie kommt und ich sie abholen soll beim Schwager!

00:35:20: Wir haben den auf der Anruf gewartet und dann hat sie angerufen und sagt zu mir, okay, wir sind in einer Stunde da!

00:35:25: Dann sagt sie wie nie ist es halt in einer stunde da?

00:35:28: Ja wir sind hier unten in Bayern, wir fahren jetzt nach Hof und holen dich ab.

00:35:31: Ich bin im Hof, ich bin in Duderstadt.

00:35:35: Ja, super.

00:35:36: Das war ja etwas weiterer Weg.

00:35:38: Ihr Vater hat sie dahin gefahren und dann haben Sie jemand kennengelernt an Studenten aus Suderstadt.

00:35:46: Und da hat der Vater so einen Vertrauen gefunden dass er sagt okay ich hol mir die Rundmark Begrüßungsgeld ab.

00:35:52: Er war ein Oter bis zum Ende und hat seine Tochter da gelassen mit dem kleinen Kind und ist wieder nach Hause gefahren.

00:36:03: Du kannst dir vorstellen was der sich zuhause anhören konnte.

00:36:06: Ist meine Frau aber nichts passiert, sie sagt.

00:36:08: Aber für Sie war es auch ein tolles Erlebnis, mal so eine Studentenbude zu erleben wo untapeziert ist, wo ein Fahrrad drinnen steht und der hat sich so nett um sie gekümmert dass wir sie dann irgendwann nachts in zwei da haben.

00:36:19: sie abgehoben sind dann ja unter nach bayer gefahren und haben den Weg vollzogen der dann ja noch weiter ging.

00:36:29: auf wieder so ein erlebnis muss ich mit ihr nach weiden.

00:36:32: das kennst du jetzt hierum auch.

00:36:36: Das war das Aufnahmellager, wo man sich anmelden musste.

00:36:41: Und da sind wir in einem Herty ein und wenn du als Ostdeutscher einen Herty-Markt oder auch einen Kaufaufmarkt rein bist dann bist du von dir rüchen erschlagen worden.

00:36:50: Das war Wahnsinn!

00:36:52: Und Daniel heißt meine Frau wollte sich draußen ein beliebtes Brücken kaufen, der Sandwich.

00:36:59: Da ist auch nö, dass mir das Weske zu schade ist für... Das sind so Geschichten, die man heute noch zuvor holt.

00:37:06: Wir haben dann das Glück gehabt, dass ich mich sofort beworben habe und in einem Nachbarort in Neulau seiner Peeknetz bei einer kleineren Elektrofirma angefangen bin und dort auch war bis ich wieder zurück in den Norden gegangen bin Und auch dort viel erleben durfte, viel Erfahrung sammeln durfte.

00:37:24: und es kam dann aber irgendwann der Punkt, dass wir zurück in Den Norden wollten, wir würden nie wieder zurück ins Osten.

00:37:31: Ist heute auch immer noch so.

00:37:34: Und haben dann hier aus Zufall... Nein, falsch!

00:37:38: Die Schwiegereltern sind umgezogen weil sie kein Arbeit mehr hatten und sind hier in einem Ortsteil von Niemurg an der Weser gezogen und ich habe den Umzug gefahren, weil ich einen Lkw für die Scheinheit hatte oder immer noch Haare.

00:37:49: Und hab dann eben den Niemurger Raum hingelernt und gesagt Mensch, hier würde ich gerne wohnen.

00:37:54: Dann hat das ein paar Monate gedauert, dann sind wir ja im Mai zweiundneunzig hier nach Mabdur gezwungen und so nahm der Weg stand auf

00:38:02: Mensch, und dann hast du später deinen Meister gemacht?

00:38:04: Und dich selbstständig gemacht.

00:38:06: Wie viel Mut brauchte man denn damals dazu?

00:38:11: Ich habe dann ... ... zweiundneinzig hier bei einer Lektrofirma etwa zwei Sonnenleitzungsfirma in Niemurch an der Rese angefangen... ... und hab dort sehr schnell Führungsaufgaben bekommen,... dass ich komplette Bauten leiten durfte und bin da nicht mit Menschen zusammengekommen die mir halt gezeigt haben mit Geo Du kannst doch viel mehr!

00:38:27: Dann kam mir halt der Gedanke, du möchtest dein Meister machen Noch nicht mit dem Gedanken der Selbstständigkeit, sondern Meister machen.

00:38:33: Dann kannst du ja in der Firma als Meister fungieren.

00:38:36: und dann habe ich mich auch dazu entschieden wo meine Frau wieder fragte bitte von was wir uns das bezahlen?

00:38:41: Da hab' ich für mich kalkuliert was sie brauchen, forty-fünf tausend Mark damals es gab keine... In dem Sinne kein BAföG und habt den tollesten Kredit meines Lebens aufgenommen für neunundzwanzigtausend mark per neun Prozent bei der KW aber er war zwei Jahre Tegro bei.

00:38:56: Das war für mich wichtig Und den Rest muss ich ja irgendwie anders erwirtschaften.

00:39:01: Ich bin dann in die Meisterschule gegangen, einjährig auf dem Campus wo ich heute Präsident bin und habe eigentlich das Ziel gehabt zurück in die Firma zu gehen.

00:39:11: Dann hat aber der mein damaliger Chef schon als ich noch da war einen neuen Meister eingestellt.

00:39:16: Da hat meinen Unterwurssang gesagt, wenn er schon ein Meister ist, dann bist du da.

00:39:20: jetzt so viel!

00:39:21: Und dann gab es halt jemanden, denen ein Bauunternehmer Der mich während meiner Meisterschule gerade zum Ende hin immer mehr dazu getriggert hat, Thomas macht die selbstständig.

00:39:33: Von was soll ich das machen?

00:39:35: Ich habe gar kein Geld in das umsetzen zu können!

00:39:37: Aber trotzdem haben diese kleinen Aussagen dazu geführt dass ich dann irgendwann wieder nach Hause gekommen bin und gesagt hab, Dali... ...ich mache mich sofort selbstständigt nach der Meisterschuhe.

00:39:46: von

00:39:47: was?!

00:39:48: Joa, aber so Wettzuhaltung den Dingen.

00:39:51: Aufs ein Stück Mut, aber eben auch ein bisschen Enthusiasmus.

00:39:55: Und ja dieser Anfang ist schwer, aber nicht machbar.

00:40:00: Die schwierigsten Sachen sind eigentlich zur Bank zu gehen und denen zu erklären dass man ich glaube vierzigtausend Marken waren es damals.

00:40:06: Brau, zwanzigtausends fürs Auto, zehn tausend für Material und noch so andere Dinge.

00:40:11: Und musst du dann ein Markt-Eindringungskonzept erstellen?

00:40:14: Grau sein was ist denn das?

00:40:16: Da stehst du davon mit den Leuten und erzählst ihnen wie du es vorstellst was wir Kunden nur hast, was die Kunden dir zugesagt haben, dass du für sie arbeiten kannst.

00:40:25: Und Christian, die Antwort ergehre.

00:40:28: Das ist in Ordnung aber wir brauchen von ihr eine Bürgschaft.

00:40:31: Jetzt kommt schon wieder der nächste Lerneffekt.

00:40:33: dann bin ich zu dem Unternehmer gegangen, der mich ja dazu gebracht hat wie selbstständig machen zum wollen.

00:40:37: und da sagte er zu mir Thomas wenn nicht der zwanzigtausend Markt Bürgshaft geben soll zahlst du dir lieber bar auch wieder gelernt was Bürgschaft überhaupt bedeutet.

00:40:46: man muss das sehr verinnerlichen können.

00:40:48: man muss ja irgendwann als Unternehmer auch lernen dass die Bank ein Geschäftspartner ist kein Feind.

00:40:53: Und da bin ich zu einer anderen Bank gegangen mit meinem Ausbankier, der Volksbank.

00:40:57: Da kamen zwei junge Männer die saßen bei uns auf der Couch haben sich das angehört was ich vorhaber und haben mir geholfen das umzusetzen sind heute noch Freunde.

00:41:05: Schön!

00:41:06: Also was für eine Lebensgeschichte?

00:41:07: Ich kann da wirklich noch meinen Hut ziehen, vor allem auch die im Handwerk arbeiten.

00:41:10: Denn wir unterschätzen ja glaube ich oft in wie vielen Bereichen das der Fall ist.

00:41:14: also wenn wir jetzt mal Elektriker nehmen, die installieren Solaranlagen oder einen Heizungsbauer, Wärmepumpen, Dachdecker, die Gebäude modernisieren... Da gibt es sehr viele andere Gewerke und viele Handwerksbetriebe sind wie bei dir ja auch Familienunternehmen Und auch oft eng mit der Region verbunden.

00:41:31: Das ist bei dir hier auch der Fall Was ich bei dir sehr, sehr spannend fand.

00:41:34: Du hast dann deine Firma später?

00:41:36: Ich glaube das muss um zwei tausendachzehn gewesen sein in Richtung Smart Home und intelligente Gebäudetechnik auch weiterentwickelt.

00:41:43: Wie wichtig ist denn für dich Veränderungsbereitschaft im Handwerk?

00:41:48: Die ist für mich persönlich ganz wichtig immer mit auf den Augen und Ohren durch die Welt zu laufen und zu horchen Wo entstehen neue Märkte und wo sollte man in diese Märkte investieren?

00:41:57: Und ich habe das glaube schon zwei vierzehn bin ich angefangen dass ich meinen Sohn damals, wir haben angefangen uns mit Smartroben.

00:42:05: Also sprich KNX, wir machen das große Pferd und dann die Visualisierung oben draufgesetzt sich zu beschäftigen.

00:42:11: Und ich habe schon zu der Zeit viel im Maschinenbau auch Programmierungen, speicherbarer Programmierung nennt sich das SPS gemacht und das war der Grundstein, dass mir das auch lag und hab dann gesehen da musst du Geld investieren!

00:42:27: Das ist ein Markt Markt, wo du ganz andere Dinge bewegen kannst und das habe ich ausgebaut bis zum geht nicht mehr.

00:42:33: Dass heute der Ruf da ist.

00:42:34: Heute bin ich als Systemintegrator der Firma Gira gelistet hier im Norddeutscher Raum und bekomme wunderschöne Aufträge, wo ich mich mit dem Laptop sitzen kann und Stundenland programmieren kann oder parametrieren kann und die Wünsche der Menschen umsetzen kann.

00:42:53: wie gesagt muss funktionieren also nach vorne schauen zu gucken.

00:42:57: was gibt es momentan ist es gerade.

00:42:59: die menschen möchten ganz gerne autark zuhause so gut wie möglich auch tag leben und das je nicht heutzutage indem ich eine pfongenlager aufbauen indem mich ne wärmepumpe habe speicher wo er daraus wenn ich dann noch ein intelligentes haushalbe jede komponente ich darauf zugreifen kann und ich dann die linke miteinander verknüpfen kann.

00:43:18: denn kann ich autark hierin bringen?

00:43:20: man kann dann zum beispiel vorrang schaltung bauen Die und die Überproduktion verstromt als in verschiedenen Stufen soll das und dass passieren alles automatisch im Hintergrund.

00:43:31: Und das ist, ich sage mal, anhand der Eisenbahn.

00:43:33: Ich habe das zu bauen.

00:43:35: Lang noch mehr Geld über ihn.

00:43:37: Ja ja und du kämpfst auch stark für die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung.

00:43:43: Tust du das auch auf Grund deiner eigenen Vergangenheit?

00:43:47: Ja, hundertprozentig ist das so weil Ja, muss man mal auftassen, dass man da nicht was Faltes sagt.

00:43:56: Wenn jemand zu mir kommt und sagt er hat studiert, dann zöhre ich aus und frage ihn hast du auch fertig studiert?

00:44:04: Und ich habe es oft erleben müssen das demnicht so war.

00:44:07: Dass ist dieses Ich habe studiert ich studiere So ein Art Markenzeichen gewonnen Ist für Wertigkeit.

00:44:14: Die werde ich natürlich nehmen aber sich dann vielleicht höherzustellen als jemand der auf sein Studium im Handwerk gemacht hat.

00:44:23: Das darf es gar nicht geben, weil gerade wenn man sich gewisse Studiengänge an sieht.

00:44:30: Ja, sollte man die nicht vergleichen.

00:44:32: also aber ganz wichtig Ausbildung und akademische Ausbildung sind völlig gleichzusetzen.

00:44:39: aus meiner Sicht was in einigen Segmenten ist auch bis meinetwegen das Jurastudium ist als Volljubes und so weiter Das nehme ich mal noch hinten raus, das ist ja das E-Typ für den Oben drauf.

00:44:51: Ich kann als Meister auch noch mein Betriebswirt machen und noch andere Dinge auch oben draufsetzen.

00:44:56: aber die Gleichwertigkeit ist mir ganz wichtig und übrigens die Gleichfertigkeit von Mann und Frau ist mir auch ganz ganz wichtig.

00:45:03: Ja in Richtung Diversität es gibt kein Recht jemand anderen zu diskreditieren und das lebe ich auch sehr stark.

00:45:13: Das höre ich gerne und das ist schön dass ihr das auch nicht nur lebt sondern Vorbildzeit in diesem Bereich.

00:45:19: und wenn wir mal auf die erfolgreichen Unternehmerinnen und Unternehmer in Deutschland blicken, auch viele davon zumindest.

00:45:25: Die haben ja ursprünglich auch oft eine handwerkliche Ausbildung gemacht und Handwerk bedeutet nämlich nicht nur praktische Arbeit sondern eben auch oft Organisationen, Menschenführungen, geschäftliches Denken, Innovationsfähigkeit.

00:45:39: Wir haben schon ein bisschen über Fachkräftemangel gesprochen.

00:45:41: Du hast in einem Interview mal gewarnt, der Fachkräfte-Mangel wird uns überrollen?

00:45:46: Sind wir es schon überreut worden?

00:45:47: Kommt das noch schlimmer oder sind wir schon wieder auf dem Weg zur Besserung?

00:45:53: Das wäre jetzt von mir aus fatal zu sagen, dass wir auf den Weg zur Besterung sind.

00:45:56: Weil diese Fachkräftenmangel ja früher wurde immer das Handwerk als Fachkräptemangel.

00:46:01: Da habe ich dann immer gesagt, die Leute nicht nur das Handwerken, sondern eigentlich durch die Bank alle Fachkräfter machen und das sehen wir jetzt an allen Bereichen!

00:46:09: das wieder aufzuarbeiten, dass wir hinzubekommen.

00:46:13: Das ist noch ein langer Weg aber es ist kein nicht machbarer Weg.

00:46:17: Wir sind an dem Punkt angekommen wo wir wirklich in vielen Dingen keine Menschen mehr finden und das sehen wie auch wenn wir unterwegs sind, dass viele Menschen, nicht mal mit Migration sogar schon angeborene Menschen aus anderen Ländern fällt mir zum Beispiel im Wittner Bundesland wahrscheinlich stark auf die Leute zuzuholen mit ihm gut zusammenarbeiten können.

00:46:43: Dieser Weg wird sicher noch eine Weile anhalten, weil wir sonst den Luxus, den wir uns Deutsch sehr gerne leisten möchten, dem wir uns auch leisen dürfen in den Urlaub zu fahren oder einem Hotelgut oder einer Gaststätte gut bedient zu werden, sonst gar nicht mehr umsetzen können.

00:47:04: Weil es die Menschen gar nicht gibt, die diesen Job machen.

00:47:06: und ich hoffe halt dass Mal vom Handwerk abgesehen, dass die Menschen wieder lernen, dass jeder Beruf etwas wert ist.

00:47:14: Ob der Müllfahrer oder Zeitungsträger, egal was gemacht wird.

00:47:18: Jeder hat seine Wertigkeit und hat auch als Mensch betrachtet zu werden.

00:47:23: Soll nach Möglichkeit bitte auch das Geld verdienen?

00:47:25: Dass er davon leben kann.

00:47:27: Aber da muss man auch wieder in den Spiel reinbringen.

00:47:29: Dann müssen wir aber auch lernen, nicht alle Wünsche, die wir haben sofort immer umsetzen müssen.

00:47:34: Das ist ja das, was mit Jarl uns ... auch was ja gewachsen ist mit ihr.

00:47:40: Ist ja auch kein Vorhalten, es ist halt wirklich Stück für Stück gewachsen und wir Eltern haben unsere Kinder das ja aufbeigebacht dass es so gut wie alles geht aber dass man auch zurück schalten kann ein Stück und dann ist Leben leichter ist weil gerade Menschen aus anderen Nationen zeigen uns ja dass sie in einigen Dingen Anlass leben nicht so großem Wert darauf legen dass man fünf Hosen hat oder fünf Hemden sondern dass auch zwei reichen und dass eine Couch und einen Teppich reicht dann ist es auch leichter.

00:48:09: Das ist eine andere Form des Lebens, der Leichtigkeit wie du sie schon erwähnt hast.

00:48:14: man empfindet Herausforderungen noch anders Man geht anders mit ihnen um.

00:48:20: Ja Lieber Thomas gibt es einen Handwerksberuf bei dem Du selbst sagst Respekt aber das möchte ich keinen einzigen Tag machen.

00:48:31: Oh Kurz überlegen Es ist ganz kurios.

00:48:38: Ich würde jetzt nicht sagen, dass möchte ich keinen einzigen Tag machen.

00:48:41: Ich habe immer gesagt, ich werde niemals SHK

00:48:43: machen.".

00:48:44: Also Heizungssanitär klemmt da glaube ich, sagt man für das K. Nicht aus dem Grund, dass sich das nicht könnte!

00:48:54: Ich hab mir immer gesagt meine Oma war mein großes Vorbild, die hat immer gesagt Thomas denkt dran Schuster bleibt bei der Leisten Mach das, was du kannst und mach' das richtig gut.

00:49:04: Und dass man bei der Punktraum sagt ne, weil wenn auf mich zugekommen ist, auch doch Kunden, Mensch, kannst du nicht Haustechnik komplett anbieten?

00:49:10: Dann hab ich ihn immer gesagt nein da habe ich U-Firma mit eine Firma die ich dir empfehlen kann aber ich bleib beim Segment und mache das halt richtig gut.

00:49:20: Ich könnte jetzt nichts sagen den ich im Beruf, den ich gar nicht machen würde.

00:49:23: Nein!

00:49:24: Ich mache alles.

00:49:25: Ich fickte den Hof, ich mache den Müllmann Das ist mir ganz egal.

00:49:28: Ich arbeite wahrscheinlich gerne.

00:49:31: Das würde bei mir auch gar nicht anders gehen und das wird schon noch zum Punkt.

00:49:34: Ich bin sechzig Jahre alt, ich sage jetzt schon oft genug den Spruch wenn ich sehe was da draußen Innovatives passiert gerade in logischen Verknüpfung von vielen Dingen.

00:49:49: dann hätte ich ja nochmal zwanzig oder dreißig Jahre mehr mit dem Stand von heute.

00:49:52: natürlich weil da ist so viel Markt draußen Menschen auch glücklich zu machen aber ebenso auch Markt.

00:49:58: Deswegen mache ich es auch sehr gerne.

00:50:00: Also dazu fallen mir gleich fünfzehn Gedanken ein.

00:50:02: Also erstmal Thomas Gehrer der sechzigjährige, der sich anhört wie fünfundzwanzig.

00:50:06: Dann Thomas Gehre, sechszig das neue Fünfzig.

00:50:09: also wenn ich schon immer mitbekomme Best-Ager ab Fünfziger.

00:50:12: was ist denn von Sechzig?

00:50:13: Sechszig ist doch nichts mehr!

00:50:14: Das ist das neue fünftig.

00:50:15: Ich hatte bei mir...ich erzähle das jetzt in jeder gefühlten zweiten Folge kürzlich eine vierneinzigjährigen Synkronschauspielerin Luise Luno.

00:50:23: Ich hatte Anneliese Hackmann bei mir.

00:50:25: siehst neunzig Katzenexpertin in ganz Europa hat an Gesetzen mitgeschrieben, die haben eine Energie.

00:50:31: Das glaubt man nicht!

00:50:32: Der Kalender sind für die nächsten Jahre noch preil gefüllt.

00:50:35: also ich glaube auch ein Thomas Gehrle würde wahrscheinlich oder wird noch mit neunzig Jahren sich ehrenamtlich betätigen.

00:50:41: das tust du nämlich seit vielen jahren.

00:50:43: und da schließt sich meine nächste Frage an Kann denn unsere Gesellschaft heute überhaupt noch Ehrenamt?

00:50:48: Oder wird alles immer egoistischer?

00:50:53: Wir haben zum lück Noch Ehrenamten Aber wir müssen halt unbedingt daran arbeiten, die jungen Menschen aufzuschließen.

00:51:03: Die jungen Leute meinen ich dann zwischen zwanzig und vierzig wenn ich jetzt von meinem Handwerk halt spreche.

00:51:10: Ihn zu zeigen aber aufgrund meiner eigenen persönlichen Stärke.

00:51:14: Ihnen zu zeigen dass sich sie ernst nehmen und dass ich ihn auf Sachen zutraue und ihnen dann auch Dinge spiele.

00:51:23: Dass Sie sich das auch trauen sollen und Ihnen auch erzähle wenn ich davon aus der Bühne gehe dann ist das ja nicht einfach so, sondern auch ich bin da rein dem Wachstum.

00:51:31: Auch ich habe gelernt wie man eine Rede hält und was man macht wenn man mal in Schwitzen kommt.

00:51:37: Und dass würde ihnen halt genauso gehen.

00:51:39: also Vorbildfunktionen und sie motivieren und das ist das was ich zum Beispiel mache in meiner Funktion als Präsident des der Handwerkskammern Hannover.

00:51:48: Ich sehe zu sehr viel gerade bei den Innungen oder bei den Mitgliederversammlungen von einzelnen Berufsfeind zu sein, damit die mich kennenlernen.

00:52:01: Damit die merken Menschen mit denen kann man reden der ist von der Basis das nicht abgehoben und ich glaube ich gehe auch mal den Weg.

00:52:07: Ich mache das auch mal was ihr macht oder ich je nie vorbeversammlung euch in dem Vorstand oder auch eine Ähnung dieses auch wieder Mut machen und ihm zu zeigen dass es für Vorteile gibt und dann noch Beispiele zu geben was ich damals als Obermeister gemacht habe dass sich irgendwann eingeführt haben das dass wir uns einmal im Quartal bei irgendeiner Elektrofirma treffen.

00:52:27: Es wären aber alle Elektrofirmen angeschrieben, auch die, die nicht in Erinnerung sind.

00:52:31: Damit wir dadurch Menschen kriegen und sie sagen, er ist interessant!

00:52:33: Ich wollte auch schon mal ein bisschen Dream machen, die das und dass sind der alte Firma.

00:52:37: Und das ist bis heute erhalten geblieben, auch wenn ich nicht mehr der Urmeister bin... ...und so hat sich Sponsore-Elektroinnung wirklich nicht verjüngt.

00:52:44: Sie sind nicht weniger Mitglieder geworden.. ..und das ist ja schon mal einen riesen Fund in der heutigen Zeit.

00:52:48: Das ist ja eh in anderen Bereichen andersrum.

00:52:51: Wenn du dann als Mensch, das ist wichtig,... positiv rausgehen.

00:52:58: Dann kriegst du das hin, wenn du selber als Obermeister in einem Handwerksbereich negativ das alles immer siehst was soll der andere auf dem auf den Gegensatz machen?

00:53:09: Das ist erschielt dass sind positive dann rein zu drinnen.

00:53:12: Es liegt also wieder an uns Menschen und ich bin da guter Dinge.

00:53:16: Ich lebe es vor und hoffe es macht vielen nach und das ist natürlich auch das Netzwerk was man dann ganz Deutschland natürlich hat.

00:53:25: immer weiter wechseln seinem ehrenamt man kommt immer wieder noch mit neuen menschen zusammen und selbst auch in nicht blase ist das falsche wort in der community der dreinfünfzig kamen in deutschland.

00:53:38: Ist es sehr schön mit bayern zu haben zu kommen mit sachsen, mit mecklenburgern?

00:53:43: Und dadurch weil ich halt schon etwas erlebt habe und im oszen aufgewachsen bin in Bayern drei jährige lebt habe.

00:53:48: Habe ich einen bezug zu diesem menschen um.

00:53:49: mich interessieren immer die drittprogramme am fernsehen um zu sehen was bei denen gerade los.

00:53:54: Wie ticken die?

00:53:55: Was berührt sie?

00:53:57: und dann kommst du mit diesem Menschen in den Austausch.

00:54:00: Und da berichtet der aus dem Spree-Weithalt über seine Sachen, und du über deine Sachen.

00:54:07: Jetzt kommen zwei Dinge zusammen.

00:54:08: Jetzt sieht man warum verdienen die da weniger Geld.

00:54:12: Warum ist der Stundensatz kleiner?

00:54:13: Warum ist es bei uns so und so?

00:54:15: So spricht man drüber und so kann man Dinge verändern.

00:54:19: Das gibt ja persönlich auch wieder eine gewisse Stärke Wenn du auf solchen Veranstaltungen warst und wenn du dann zurück kommst, nimmst du diese Stärke auch mit um weiter das nach außen zu tragen.

00:54:33: Den anderen Ehrenamtlern oder auch nur den Umkreis für den zu tun hast und versuchst sich auszumotivieren.

00:54:39: aber das macht man alles unbewusst an.

00:54:40: Das machen wir nicht mehr mit Schaden.

00:54:42: dass ist man dann ja.

00:54:44: aber ich glaube Du musst wie normal leben Du musst sagen, wie du bist.

00:54:50: Du musst Mensch sein und dann kriegst du viele Dinge hin.

00:54:53: Ich hab's oft ... Du kennst ja ... Nino Lema Ziggler auch?

00:54:59: Wenn man da eine Rede geschrieben kriegt die sehr gut meistens auf ein zugeschnitten ist weil die Person immer stark eingezogen wird Und ich sag dann oft Okay, inhalt habe ich aber ich werde immer so bleiben wie ich bin also bin nicht mehr ich und das hat bisher immer gut funktioniert.

00:55:16: Ja

00:55:17: Authentizität Höchstegut jedes Menschen so zu sein, wie man wirklich auch ist und was uns Menschen auch vereint.

00:55:26: Wir zeigen Emotionen.

00:55:28: über das Thema müssen wir heute noch kurz sprechen.

00:55:29: Wir werden ein paar Minuten noch in die Verlängerung gehen lieber Thomas wenn das für dich okay ist denn ich finde die Folge heute ausgesprochen spannend.

00:55:36: Wir haben viele Fragen und eine die ich den unbedingt noch stellen möchte KI.

00:55:40: Was wird denn einen Elektriker oder Handwerker in zehn Jahren dann künstliche Intelligenz vielleicht anders machen?

00:55:46: Und was wird eine Maschine niemals ersetzen können?

00:55:51: Das ist sehr gut diese Frage.

00:55:54: Weil ich benutze heutzutage auch schon KI, eine bezahlte KI.

00:55:58: Ich investiere da im Jahr, glaube zu zweiundfünfzig Euro für und hab sie getestet gerade in den elektrischen Dingungen wenn ich Aussagen haben möchte.

00:56:07: Man musste staunen wie fundiert die KI's?

00:56:09: Würde ich mit Quellenangaben und so weiter und könnte auch feststellen das alles was mir gesagt worden ist in Ordnung ist.

00:56:14: Also kann ich diese KI anwenden um auch wieder daraus Lösungen für Kunden zu schaffen.

00:56:20: Also ich sehe sie auf gar keinen Fall als Feind.

00:56:23: Da kommt jetzt aber schon etwas anderes ins Spiel, was du vorhin am Anfang schon mal gefragt hast.

00:56:28: Da hatte ich letztens einen Kunden der zum Beispiel ein guter Freund oder Kundin ist sogar schon und sagt da, Thomas!

00:56:35: Ich kann jetzt mit der KI, kann nicht deine Programmierung für die Oberfläche, für mein iPad und so, alles selber machen.

00:56:42: Zeigt mir in den KI ganz genau wie es geht usw.

00:56:45: Aber sie hat mich auch gesagt, dann kann ich das Programmieren.

00:56:48: Die kann die KI niemals machen.

00:56:50: Also im Endeffekt die Grunddaten, die die intelligente Systeme brauchen das ist halt der Konnex-Standard.

00:56:57: Das geht halt nicht und deswegen mache ich mir da keine Sorge darum.

00:57:01: Man sollte KI niemals als Feind sehen.

00:57:03: man sollte sogar zusehen sie zu nutzen Und auch Ja damit sich manche Dinge leichter zu machen.

00:57:11: Ich glaube Da geht die...das Handwerk ist ja schon auf einem guten Weg sich damit auseinanderzusetzen.

00:57:18: Wir haben in der Handwerkskammer schon vor, das dürfte schon drei oder vier Jahre her sein, haben wir schon das Thema KI reingeholt um die Menschen aufzuschließen und man hat damals gesagt ja du arbeitest ja mit KI?

00:57:31: Das was du machst ist ja KI und ich sage nein!

00:57:33: Das sind Bits mit denen ich arbeite.

00:57:36: Das ist KI, das sind Schlussfolge aus Dingen die ich anstoße.

00:57:41: wenn das passiert soll das und dass passieren.

00:57:43: Das hat mit KI nichts zu tun.

00:57:45: Und aber deswegen hat man dann angefangen, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

00:57:49: Sogar sehr gut zu beschäftigend und eben auch diese schweren Engstzeit abzubauen.

00:57:54: Ich glaube wir sind da schon ziemlich weit mit der KI.

00:57:57: Das ist schon nicht mehr... Wenn

00:58:02: du für einen Tag Bundeskanzler wirst und genau drei Dinge ändern dürftest, fernab vom Handwerk.

00:58:08: Auch außerhalb!

00:58:08: Welche wären das?

00:58:12: Oh, da muss man ja aufpassen.

00:58:15: Wir sind ja unter uns.

00:58:17: Ja, genau.

00:58:18: Wir sind ja unter uns!

00:58:20: Was für wenn ich Bundeskanzler wäre?

00:58:22: Das kann nicht als Bundeskantler gar nicht.

00:58:24: aber das würde ich ändern.

00:58:26: Es würde bei mir nur noch eine Krankenkasse geben.

00:58:28: Da würde ich jetzt mit Sicherheit alle die Krankenkassen, die auch mit unserem Handwerk zu tun haben einen Rüffel bekommen.

00:58:35: Aber das ist für mich so ein Ding.

00:58:38: Darf ich da noch dazwischen gehen?

00:58:40: Du meinst dann alle gesetzlich oder alle über dich

00:58:42: wahrtversichert?!

00:58:44: Das wär mir egal... aber nicht diesen großen föderalen Aufwuchs-Ubenhalter hat, das ist so.

00:58:50: etwas wird nicht passt.

00:58:54: Ich würde als Bundeskanzler wirklich zusehen wollen die Reformen, die jetzt gerade versucht werden anzustoßen umzusetzen muss ich wirklich sagen da stehe ich voll dahinter weil wir müssen unbedingt diese Form hinbekommen und wir müssen es auch hin bekommen dass alle Abstriche machen.

00:59:13: Die, denen es nicht ganz so gut geht müssen sich darauf einlassen dass wir nur dann weiter nach vorne kommen.

00:59:23: Weil meine würdliche Einstellung unsere Lohnzusatzkosten sind zu hoch und die werden wir bald nicht mehr leisten können mit den wenigereren Fachkräften die da sind.

00:59:36: Das wäre die zweite Sache?

00:59:37: So das Dreigesagt ist ganz schön schwierig!

00:59:41: Dazu bin ich doch!

00:59:44: Ich würde das nicht was werden wollen.

00:59:48: Tja, kriege ich gerade nicht drauf.

00:59:50: Vielleicht können wir noch kurz über die Arbeitszeiten sprechen.

00:59:53: also oder ja, vierzig Stunden Woche reden wir zu viel über die Stunden in der Woche?

00:59:57: Oder sollte man vielleicht auch eher über... Also müssen wir alle vierzig Stunden arbeiten wenn man denn manche Sachen auch in achtunddreißig hinbekommt und vielleicht dennoch vierzig stunden bezahlt bekäme.

01:00:08: Das ist machbar!

01:00:10: Wenn was ich leisten kann, das ist auch ein Punkt den ich heutzutage immer.

01:00:14: Wenn es um Gründung geht, bitte ich Menschen nicht immer diese negativen Dinge zu erzählen.

01:00:19: Du musst die Stunden arbeiten!

01:00:21: Ich sage den jungen Menschen auch immer macht durchs Selbstständig Es gibt nichts Schöneres.

01:00:25: Ich kann euch das beweisen.

01:00:26: dass es so ist.

01:00:27: wie lange ihr arbeitet wird dir selbst bestimmen ob ihr acht schon arbeitet zehn schon arbeite oder vierzehn schon und wann ihr die Arbeit das könnt ihr doch selber bestimmen.

01:00:33: und das wäre halt gut wenn wir flexile Arbeitszeiten bekommen Dass wir nicht am acht stunden tach hängen.

01:00:40: wenn jemand sagt ich mache zwölf stunden weil ich dann durch freitag Den freitags einsparen kann ist das ja auch in ordnung.

01:00:46: als so mögen sehen Da müssen wir mit den sozial verbänden in einen guten aussage kommen.

01:00:51: Das ist etwas was sich auch für so gut zu leben.

01:00:54: Mit der arbeitnehmerseite In dem paritätisch besetzten Bereich des folgt anders und auf der vollversammlung der handelskärmer dass man mit denen Aussage kommt und nicht hin als fein zieht Weil dann kommst du auf auch Ergebnisse, weil man nur dann die auch zuhört aus der Arbeitnehmerschaft, die organisiert ist.

01:01:12: Das ist mit Sicherheit auch ein Punkt ja?

01:01:14: Darf man so sein!

01:01:15: Ich bin sehr zufrieden was deine Antworten angeht.

01:01:17: du wärst ein guter Bundespolitiker und Bundeskanzler lieber Thomas.

01:01:21: aber was du auch bist zum Ende unserer heutigen Folge Du bist leidenschaftlicher Bergsteiger.

01:01:26: Was lernt man denn am berg über das Leben?

01:01:31: So, du kommst aus Bayern.

01:01:32: Das Schlimme ist, als ich unter Bayern ledig war in Omen in den Alpen konnte ich damals nicht verstehen.

01:01:36: Ich bin im Jahr zweitausend und eins angefangen mit einem Jetzigen heute mal vor und jedes Jahr in die Alpen zu Fahrt zum Klettern.

01:01:42: Damals noch zum Wandern dann irgendwann kam das Klettern schon die Vater hin.

01:01:47: War schon immer so was befreiendes.

01:01:49: und wenn wir dann in München auf die R-Acht gebogen sind und dann den Chiengau runter, dann runter Richtung Kufstein, dann Traum... Und ein paar Jahre später habe ich dann angefangen.

01:02:00: Wir sind meist mit meinem Auto gefahren, klassisch Musik zu spielen.

01:02:03: In dem Moment, wenn wir in den Berglückbereich reingefahren sind.

01:02:07: Am Anfang hatten die die Augen verdreht und dann haben sie gesagt macht das bitte an, weil wir große Berge bestiegen haben.

01:02:11: Weil es so einen runterbringt.

01:02:13: Die Berge zeigen ja halt wie klein man in der Welt ist.

01:02:18: Und wenn ich die Natur mit Füßen trete, dann wirst du mir das zurückgeben.

01:02:23: Das hilft halt, wenn man dann zurückkommt... Weiß, heute weiß ich das eigentlich schon auch.

01:02:32: Das waren halt über die seit dem Jahr einen dieser Kenntnisse dass man weiß was im Leben wichtig ist und was nicht wichtig ist Was man halt lassen sollte.

01:02:41: wenn mir etwas nicht gut tut denn lasst davon die Finger Und das sind Erkenntnis sondern das Klettern ist halt ein sehr starkes erkenntnis.

01:02:50: dieses aufeinander verlassen müssen in einer seitschaft das ist schon immens und du lernt es auch mal bestättern mal kennen, dass man nicht die richtigen Personen dabei war.

01:03:01: Wir haben in der Truppe, wir sind jetzt insgesamt sechs, nicht alles.

01:03:04: Kletterer waren zwischendurch auch andere Menschen, die da ein oder anderen Mal mitgebracht hat, wo wir irgendwann gemerkt haben, die patten nicht ins Team und dann sind sie halt auf den nächsten Jahr nicht mehr wieder mitgefahren in diesem Team.

01:03:19: Und wenn... Es wird vielen Menschen ja so gehen, wenn man vor einem hohen Berg steht.

01:03:24: Das muss jetzt nicht der Großglockner sein oder der Venediger, sondern man kann ja auch manchmal andere Steigungen überwinden, wenn die halt sechs, sieben Hunderts oder acht, neun Meter sind.

01:03:34: Da stehst du unten und sagst, da gehst du hoch?

01:03:36: Geh einfach los!

01:03:38: Verstaun nach ein paar Schritten wie weit du schon gekommen bist und wie erfüllend das ist immer weiter zu gehen und oben anzukommen und dann logisch den Ausblick zu haben aber auch für dich wiederzusehen.

01:03:50: Du schaffst es immer wieder, deinen eigenen Schweiler und zu überwinden.

01:03:53: Und das ist im Leben ja auch wichtig wenn du für Aufgaben gestellt wirst wo dir selber sagt Das ist doch schwierig.

01:04:00: Ich gehste ganz anders in die Arbeitswelt raus und auch in die Ehrenamtwelt ne?

01:04:04: Du hast keine Scheu.

01:04:06: Passt aber auf dass es dir gut geht.

01:04:08: Das ist wichtig damit man auf Neunzig wird zum Beispiel und dann noch auf Fiesern.

01:04:16: Das hilft an den ganzen langen Grund.

01:04:21: Am zwanzigsten geht es los und das erste Mal in die Ordnungsgruppe, da war ich noch nicht.

01:04:25: Und da folgen mich richtig drauf!

01:04:28: Also du hast einmal gesagt Es ist nicht der Berg den wir bezwingen Wir bezwingten uns selbst.

01:04:33: Ich glaube Das ist ein schönes Schlusswort für unsere heutige Folge lieber Thomas Denn wir haben Einiges gelernt über das Handwerk Und dass es auch Weit mehr ist als ein Beruf.

01:04:42: Und wir haben über Verantwortung gesprochen Überhaltung und vor allem auch über die Bereitschaft Dinge selbst in die Hand zu nehmen Und über dein sehr sehr spannendes Leben und deinen Weg Ja, vom kleinen Jungen aus dem Dorf zum Präsidenten.

01:04:55: Das muss man auch erst mal schaffen.

01:04:56: Also ich danke dir sehr für dein jahrzehntelanges Engagement und das Handwerk!

01:05:00: Und freue mich wenn wir uns – und das tun wir tatsächlich auch – bald persönlich in Hannover sehen zu einer sehr spannenden Veranstaltung im Herbst, zu der wir an anderer Stelle noch informieren?

01:05:09: Und bis dahin dir von Herzen alles erdenklich Gute!

01:05:13: Vielen Dank Andring!

01:05:15: Schön dass ich da sein durfte, dass ich aus dem Leben so erzählen durfte wie ich bin und auf die Veranstaltung in Hannover bei uns einer Vollversammlung.

01:05:22: Freu ich mich sehr, weil ich da auch spezielle Leute schon mal ... In der Winterzeit angetriggert habe, dahin zu kommen.

01:05:30: Weil ich sie als ... Ich freu mich da sehr drauf!

01:05:32: Gerade jetzt wo ich sich kennengelernt habe... Und ich hab ja auch den Podcast mit ... Wie heißt sie?

01:05:39: Eben als AfD-Grundlerin.

01:05:41: Mit Dr.

01:05:41: Frauke Petri.

01:05:42: Ja genau.

01:05:43: Den hab' ich mir vollständig angehört von Peter Carsten auch aber den fand ich auch sehr interessant Weil ich das damals gar nicht wusste, dass sie aus Schwanz-Heider stand.

01:05:52: Ja.

01:05:53: Das ist vielleicht als letzter Schlusssatz noch – das ist eben auch vielleicht das Besondere eines Podcasts, dass man verschiedene Menschen mit ganz unterschiedlichen Meinungen einlädt und was viele Menschen ja auch nicht wissen.

01:06:05: wenn wir jetzt nochmal ganz kurz über Dr.

01:06:06: Frau Gepetri sprechen Sie hat zum Beispiel auch das Bundesverdienstkreuz bekommen.

01:06:09: Also das Leben ist nicht nur schwarz-weiß und klar war sie auch Mitbegründerin der AfD, aber ich finde wir haben darüber heute vielleicht jetzt nicht so ausführlich gesprochen.

01:06:18: So ein bisschen verlernt miteinander zu sprechen, auch mal andere Meinungen zuzulassen und uns nicht immer sofort persönlich anzugehen.

01:06:25: Und wenn wir das mit einem Podcast schaffen alle so ein bisschen zusammen zurück, dann haben wir viel erreicht!

01:06:30: Sehr gut, sehe ich genauso

01:06:39: Fastlife aus Berlin.

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