Friedel Geratsch | Geier-Sturzflug-Gründer - Wie politisch war „Bruttosozialprodukt“ wirklich?
Shownotes
„Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt“ – eine Zeile, die fast jeder kennt. Mit „Bruttosozialprodukt“ landeten Geier Sturzflug Anfang der 80er einen der größten Hits der Neuen Deutschen Welle. Doch hinter dem vermeintlichen Gute-Laune-Song steckte Gesellschaftskritik – und hinter der Band steckt bis heute Friedel Geratsch. Mit André Puchta spricht der Sänger, Songwriter und Gründer von Geier Sturzflug über den plötzlichen Erfolg, wilde NDW-Jahre und die Frage, wie reich ein Nummer-eins-Hit eigentlich wirklich macht. Es geht um „Pure Lust am Leben“, „Besuchen Sie Europa (solange es noch steht)“, Ruhm und die Zeit danach, das Älterwerden, gesundheitliche Grenzen und darum, warum manche seiner über 40 Jahre alten Texte heute erstaunlich aktuell klingen.
Im Podcast „Schüchtern bis nüchtern“ begrüßt André Puchta spannende Charaktere mit außergewöhnlichen Berufen, Lebensentwürfen oder Leidenschaften. Eine Bühne für Biografien, die man nicht erfinden könnte. Hier trifft Kuhfriseur auf Detektiv, Domina auf Pfarrerin, Dildo-Designerin auf Tatortreinigerin, Human Puppy auf Ordensfrau und Hebamme auf Tantra-Trainer. Ein Podcast über das Ungewöhnliche – und das, was uns verbindet.
Transkript anzeigen
00:00:01: Hinter jedem Beruf steckt ein Mensch, hinter jedem Menschen
00:00:05: steckt
00:00:06: eine Geschichte.
00:00:08: Herzlich willkommen zu Schüchtern bis Nöchtern!
00:00:12: Der Podcast mit André Puchter fast live aus Berlin und jetzt geht's los.
00:00:23: Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt.
00:00:26: wir steigern das Brutto-Sozialprodukt Ein Satz bei dem vermutlich schon nach wenigen Worten eine ganze Generation die Melodie im Kopf hat.
00:00:35: Anfang der Achtzigerjahre wurde Brutto-Sozialprodukt zu einem der größten Hitz der neuen deutschen Welle.
00:00:41: Nummer eins in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
00:00:45: Geschrieben und gesungen hat ihn mein heutiger Gast Friedl Geradsch.
00:00:49: Dabei war der Song ursprünglich gar nicht als Hymne auf Arbeit und Wirtschaftswachstum gedacht.
00:00:55: ganz im Gegenteil.
00:00:56: Hinter dem fröhlichen Sound steckte Gesellschaftskritik, Ironie und die Frage ob immer mehr Leistung tatsächlich automatisch zu einem besseren Leben führt.
00:01:06: Mit Geier Sturzflug folgten Songs wie Besuchen Sie Europa?
00:01:10: So lange es noch steht, pure Lust am Leben oder Einsamkeit?
00:01:15: Friedrich Gerritsch erlebte die neue deutsche Welle Fernsehshows Hitbaraden und einen Erfolg von den Musikerträumen aber auch Die Zeit danach.
00:01:24: Heute baut er unter anderem Gitarren aus Zigarenkisten, macht weiterhin Musik und kann auf mehr als fünf Jahrzehnte zurückblicken in denen sich nicht nur die Musikindustrie ziemlich verändert hat.
00:01:37: Herzlich willkommen bei Schüchtern bis Nüchdern Friede Geratsch!
00:01:41: Ja hallo ich freue mich dass ich hier bin.
00:01:43: schönen guten Tag.
00:01:45: ja einen wunderschönen guten tag lieber Friedl.
00:01:47: schön dass du mein Gast bist.
00:01:49: wie oft hast du denn inzwischen bereut das du uns alle aufgefordert hast wieder in die Hände zu spucken?
00:01:55: Das habe ich bisher noch gar nicht bereut, weil es ist ein tolles Lied und ich bin dem Lied sehr dankbar dass es mir eingefallen ist.
00:02:03: Ja ich glaube das ist halb Deutschland denn alle kennen diesen Song.
00:02:07: Lieber Friedl, nimm deswegen schön dass du heute ein bisschen die Zeit findest über dein Leben und überall das zu sprechen was uns interessiert.
00:02:14: Denn wenn Du Heute auf Deutschlands schaust müssen wir das Bruttosozialprodukt noch steigern oder werde langsam mal feierabend?
00:02:23: Ja, das kommt darauf an wie man es sieht.
00:02:25: Also dieses ewige Wachstum geht ja nicht immer gut wie wir sehen.
00:02:30: also irgendwo sind die Grenzen erreicht.
00:02:32: ich las irgendwie dass schon ich weiß nicht im Juli oder so war ja schon alles verbraucht für dieses Jahr an nachwachsenen Ressourcen und von daher... Ich hätte bessere Ideen.
00:02:48: sagen wir mal so
00:02:49: Das ist gut.
00:02:50: Also mit deinen Ideen darfst du auch gerne immer nach außen gehen, wenn Du Ideen hast dann sagst sie mir gerne Wie ist denn dein Blick auf Deutschland im Jahr?
00:02:57: twenty-sixundzwanzig bist du eher so der Vollzeitoptimist?
00:03:00: oder sagst du Mensch Da müssten wir alle noch ein bisschen mehr ja die Ärmel hochkämpeln und vielleicht schauen dass es wieder nach vorne geht.
00:03:08: Sagen wir mal so das kommt darauf an wie mein Gegenüber ist.
00:03:11: Wenn du gut drauf bist Dann nehme ich den Gegenpart ein Und Versuch dich da ein bisschen runter zu bringen.
00:03:17: wenn du schlecht drauf bist dann bin ich auch wieder das Gegenteil davon und versuch dich besser draufzubringen, weil ich wage bin.
00:03:25: Ich bin immer für Ausgleich und nicht zu hoch und nicht so
00:03:29: tief.".
00:03:30: Ja!
00:03:31: Das ist eine gute Einstellung.
00:03:32: Glaubst du denn dass wir alles ein bisschen es vielleicht auch verlernt haben dieses ausgeglichene Wesen in uns zu tragen?
00:03:38: Also auch mal ein bisschen ja alle wieder so ein bisschen herunterzufahren und nicht alles auf die Goldbarge zu legen?
00:03:45: Ja, das glaube ich zum Beispiel.
00:03:47: Also wenn... Ich meine, ich habe ja auch schwere Zeiten erlebt vor der Erfolg kamen.
00:03:52: Ich bin mittag vierzehn aus der Schule gekommen und habe eine Lehre gemacht bzw.
00:03:56: hab sie abgebrochen, habe die zweite Lehre gemacht und irgendwann bin ich arbeitslos geworden.
00:04:03: Und dann nach einem Jahr arbeitslosen Geld habe ich nichts mehr gekriegt und habe Gelegenheitsjobs gemacht und habe irgendwann Ich habe jede Drecksarbeit gemacht im Grunde, um mit der Musik weiterzukommen.
00:04:20: Und irgendwann war es so eng, dass ich nicht mal das Geld hatte, um krankenversichert zu sein.
00:04:24: Also ich kenne schlechte Zeiten und gemessen daran geht's uns ja heute allen gut wenn man so rückblickt... ...Ich bin in den Neunzeitenfünfzig geboren wir sind mit vier Personen.
00:04:38: in einem Zimmer haben wir gelebt Und zur Toilette musste man in den Keller runter, durch einen Keller durchgehen.
00:04:45: Auf die andere Seite vom Keller wieder hoch übern Hof auf ein Plumpsklo gehen und wir hatten weder warm Wasser noch sonst irgendwas.
00:04:57: und auch später.
00:04:59: wie gesagt ich kennen einfache und harte Zeiten und so gesehen ist es wenn man sich heute umguckt wie gut es uns eigentlich geht, dann finde ich kann man auch mal ein bisschen zurückgehen und sagen nicht über alles jammern.
00:05:17: Das ist schön dass du das so siehst also... Ich begrüße dich heute in meiner Folge, einhundertzwanzig und hatte eben auch schon einige Gäste bei mir ganz unterschiedliche Menschen.
00:05:26: Und vor wenigen Tagen stand mir gegenüber Luise Luno die älteste Synchronenschauspieler in Deutschland.
00:05:32: Sie ist vier neunzig Jahre alt und sie hat den Krieg miterlebt.
00:05:35: Sie liebt in Totsdamen und hat auch ein bewegtes Leben mit vielen Kurven nach oben und unten.
00:05:39: Sie sagt eben oder sagt ihr mir das gleiche?
00:05:41: Ja also man muss glaube ich auch mal richtiger auf dem Boden landen damit man erkennt wie wertvoll das Leben ist und dass es eben nicht immer nur um das Geld geht, sondern vor allem um die Gesundheit.
00:05:51: Vor allem aber auch um die innere Zufriedenheit.
00:05:54: Das ist richtig!
00:05:55: Es ist ganz wichtig und deswegen mache ich heute noch Musik weil mich diese Leidenschaft mit Vierzehnten gepackt hat und Musik ist zwar heute nichts mehr wert im Grunde Aber Ich mache es für mich, weil ich die Kreativität im Fluss halten möchte Und weil's mich letztendlich von vielen negativen Dingen ablängt.
00:06:16: Und es ist einfach eine Freude das machen zu können.
00:06:21: Ja, umso schöner dass du heute mein Gast bist.
00:06:23: und die Frage lieber Friedl wie oft wirst Du denn überhaupt noch auf das Brutto-Sozialprodukt also den Song... Auf diesen einen Song angesprochen im Alltag?
00:06:33: Tja, das is ja meinen Alltag wenn ich hier sitze und ein Interview gebe.
00:06:38: Du hast mich da drauf angesprochen und im Grunde genommen ist es so dass das wichtigste Lied in meiner Karriere ist, also das bekannteste Lied.
00:06:47: Vielleicht nicht nur das eine sondern die pure Lust am Leben ist sicherlich genauso bekannt und man wird natürlich immer wieder auf die großen Hits angesprochen.
00:06:57: dabei habe ich viel viel schönere Lieder geschrieben und veröffentlicht aber es ist natürlich die großen hits die viele Leute kennen.
00:07:07: das sind die Themen über die man immer wieder reden muss.
00:07:12: Ich habe da überhaupt kein Problem mit, weil es ist ein tolles Lied Brutto-Soziatprodukt.
00:07:19: Und das ist ja letztendlich ... hab ich in diesem Lied etwas verarbeitet als ich mit Elektrogrushandeln gearbeitet hab.
00:07:27: Das ist alles nicht an den Haaren herbeigezogen sondern... Da sind ja Figuren drin.
00:07:33: die hab' ich so erlebt und ich hab' das natürlich alles bisschen Humor voll verpackt und ein bisschen komprimiert, aber diese Person hat es alle gegeben.
00:07:43: Ja ja das ist gut so.
00:07:45: wir werden auch gleich noch näher darauf eingehen.
00:07:47: ich möchte so ein bisschen zurückblicken auf deine Kindheit weil es immer sehr spannend ist wenn ich einen sehr sehr spannenden Gast doch bei mir habe zu erfahren wie es denn bei ihnen so losgegangen ist oder bei ihr.
00:07:58: was für eine junge war denn der junge friedlgeratsch?
00:08:02: Ja, was soll ich da sagen?
00:08:03: Also ich bin wie gesagt in einfachen Verhältnissen groß geworden.
00:08:07: Ich bin mit sechs Jahren in die Grundschule oder damals ist das Volksschule gekommen und habe die nach acht Jahren mit vierzehn Jahren verlassen Und hab eine Lehre angefangen.
00:08:20: Das ist ja auch das typische dass ich habe.
00:08:23: kurz vorher habe ich quasi die Musik der Beatles und die Musik des Zeit kennengelernt.
00:08:32: Ich weiß nicht, dreizehn und halb fragte mein Vater mich.
00:08:36: Junge jetzt ist es bald soweit was willst du denn mal werden?
00:08:38: Und ich sagte ich möchte Beatmusiker werden!
00:08:41: Und er hat mich nicht geschlagen.
00:08:43: aber so verbal patsch-patsch du lernst einen anständigen Beruf.
00:08:47: Und dann war irgendwann in der Zeitung eine Anzeige von Siemens und Halske Besichtigung einer Lehrwerkstadt für Fernmehrlementeure.
00:08:59: Und was will man mit dreizehnhalb irgendwie sagen?
00:09:02: also sind wir da hingegangen und dann hat er mich gleich zu einer Aufnahmeprüfung angemeldet.
00:09:07: Da habe ich den größten Fehler meines Lebens gemacht, ich hab bestanden.
00:09:12: Du hast bestanden?
00:09:13: Dann die Ausbildung auch
00:09:13: begonnen?
00:09:15: Ja.
00:09:15: Dann habe ich die Ausbildungen begonnen und nach zwei Jahren musste ein Erziehungsberechtigter kommen.
00:09:22: Und dann kam meine Mutter hin und haben sie ihr nahegelegt dass der Junge doch bitte einen anderen Beruf lernen soll.
00:09:29: Und dann habe ich diese Lehre abgebrochen, wie gesagt.
00:09:33: Ich hab zwei linke Hände und bin handwerklich völlig unbegabt.
00:09:39: Dann habe ich halt eine Lehre als Verkäufer angefangen die ich natürlich auch zu Ende gebracht habe.
00:09:43: das fühl mir alles leicht.
00:09:45: und dann habe im Elektrogrosshandel gearbeitet wo viel die Bauindustrie beliefert worden ist.
00:09:52: und dann bin ich irgendwann entlassen worden wegen Arbeitsmangel.
00:09:57: In Wirklichkeit war ich zu oft krank, weil ich immer im Durchzug stand und ich habe immer schon als Kind Probleme gehabt.
00:10:03: Ich bin im Ruhrgebiet groß geworden bei uns war ja Pseudokrupp echt Und ich hab immer Probleme mit den oberen Luftwegen gehabt und hab immer im durchzug gestanden und hatte irgendwie immer Kieferhöhlveralterung.
00:10:17: und dann bin ich einfach entlassen worden obwohl da noch sechs Rentner gut bezahlte Rentner aus dem Bergbau beschäftigt waren Aber egal.
00:10:26: Ich erst dachte, die Welt geht unter.
00:10:28: und als ich dann zu Hause war merkte ich das Leben geht weiter.
00:10:33: und dann habe ich angefangen auf die Musik zu konzentrieren und just in dem Augenblick wo ich kein arbeitslosen Geld mehr bekommen hab nach einem Jahr habe ich jemanden kennengelernt auch ein Musiker der in Bochum studiert hat und mit dem habe ich angefangen Straßenmusik zu machen.
00:10:52: Und irgendwann haben wir dann zusammen Lieder geschrieben, unter anderem das Brutto-Sozialprodukt.
00:10:58: Das ist ja schon in den Samplern von der Sämpfler, für die Tageszeitung erschienen ist und dann einen eigenen Album rausgebracht.
00:11:09: Nachdem er mit seinem Studium zu sehr eingespannt war, habe ich gleich ein Sturzflug gegründet Wo wir in jedem Drecksloch sozusagen gespielt haben, haben wir dann den Plattenvertrag mit der DMG-Ariola bekommen.
00:11:31: Alle anderen Plattenfirmen haben das Lied abgelehnt.
00:11:33: Das ist ja das Verrückte!
00:11:35: Hinterher will es immer keiner gewesen sein.
00:11:37: aber alle haben gesagt Brutto-Sozialprodukt kann man ja nicht singen.
00:11:42: und Peter kennt, der uns damals produziert hat Der glaubte an den Song und hat die Ariola überzeugt, das mit uns zu machen.
00:11:49: Und dann war das gleich Nummer einsit.
00:11:52: Wir hatten das Lied in Verlach gegeben.
00:11:55: Mambomusikverlach.
00:11:57: Das war der Verlag von Günther Siegel von der Spider Murphy Geng Jürgen Thürnau und Harald Steinhauer, der auch die ganzen Lieder für Juliane Werdingen und Nikki geschrieben hat.
00:12:08: Und das war der erste Titel, den sie ihren neuen Verlacht gekriegt haben.
00:12:12: Und gleichen ein Nummer einsitt in drei Ländern Hat den natürlich Tür und Tor geöffnet.
00:12:17: Ja, dann war es plötzlich passiert.
00:12:21: Mensch so schnell geht das!
00:12:22: Du hast ja Peter Kent kurz erwähnt.
00:12:24: ich hatte vor einiger Zeit den wunderbaren Bernie Paul bei mir der auch mit ihnen zusammengearbeitet hat.
00:12:30: und Bernie hat mir erzählt früher war das ja so wenn man mal einen Einfall hatte Menschen die Melodie klingt ganz gut Da konnte man ja nicht sein Handy zücken und sagen jetzt mal schnell aufnehmen.
00:12:39: Sondern er hat das dann immer gemacht, wenn ihr im Auto saß.
00:12:42: Er hatte glaube ich damals ein Auto-Telefon.
00:12:44: Dann hat er sich selber angerufen auf dem Festnetz und auch mal was auf den Anrufbeantworter gesungen.
00:12:48: Wie war es denn bei dir zu der Zeit?
00:12:49: Das kennst du oder?
00:12:51: Ja, das kenne ich.
00:12:52: aber später erst als ich in Anrufe beantworten hatte.
00:12:55: Da habe ich zum Beispiel mal... waren wir unterwegs als du haben wir später Auftritte gemacht Und da hatte ich diese Idee für die Liebe, das Leben für mehr Geld im Portemonnaie und hatte diese Melodie im Kopf.
00:13:09: Da sagte mein Kollege Carlo von Steinford, er ruft dich zu Hause an und singt auf einen Anrufbeantworter.
00:13:16: Das habe ich gemacht und zuhause habe ich es dann abgehört und dann auf einer Gitarre halt die Akkorde und alles soweit
00:13:24: vorbereitet.".
00:13:25: Großartig!
00:13:26: Das kann man sich heute gar nicht mehr so vorstellen?
00:13:29: Ja, und ansonsten früher habe ich zur Akustik-Gitarre oder zur Elektro-Gitare zu Hause gespielt.
00:13:37: Ich weiß noch wie ich pure Lust am Leben geschrieben hab.
00:13:41: Da waren wir auf Tour, das war ja, hab' ich ja schon, dreiundachtzig geschrieben... Und da waren wir Montag oder so Zuhause, habe ich die Gitarre genommen und da wollte ich mal sowas richtig Positives schreiben Die Zeile im Kopf, eins kann mir keiner nähen und das ist die Porelust am Leben.
00:13:59: Und da dachte ich es ist ein bisschen kurz für den Refrain.
00:14:02: also habe ich... hab' ich's einfach.
00:14:04: Eins kann mir keine, eins kan mir keiner, eins can mir keiner Nähen und dass is die Pohrolust am leben Ja!
00:14:10: Und dann ging's Dienstag schon weiter und dann saßen wir in Bandbus und Ich wollte den Text aufschreiben und mein... Unser Saxophonist der hatte das Magazin Der Spiegel gerade ausgelesen.
00:14:23: Ich sage, kannst du mir das geben?
00:14:24: Dann habe ich dann eine Seite rausgesucht wo Werbung war und ganz viel weiß.
00:14:30: ja und das war glaube ich in der IBM-Werbung und ich hab das Original noch hier liegen und da habe ich den Text auf dieses Werbeding wo soviel weiß war draufgeschrieben und als ich dann irgendwann wieder zu Hause war, habe die Melodie gemacht Und das Lied zum Beispiel sollte ja eigentlich eine B-Seite werden.
00:14:51: Das haben wir in der Nacht und Nebelaktion irgendwo, ich glaube in Ratingen im Studio aufgenommen... ...und als wir da morgens rauskamen mit der Aufnahme, dann habe ich gesagt wenn ich das nach München schick, dann sagen die, dass wird die A Seite und die eigentliche A Seite wird die b Seite.
00:15:08: Genauso ist es geworden!
00:15:10: Ihr habt das dann nach Münchengeschickt?
00:15:11: Wie lange hat das denn damals gedauert bis man da mal ein Feedback bekommen
00:15:14: hat?!
00:15:16: Das ging ziemlich schnell, weil das ging an unseren Produzenten.
00:15:20: Und ich glaube, dass hat eigentlich drei Tage oder so gedauert.
00:15:25: Ich bin vergleichen mit heute ist es natürlich schnell gewesen.
00:15:29: Heute kriegt man ja gar kein Feedback mehr.
00:15:32: Daher frage ich das auch.
00:15:34: Warst du den damals schon Typ Rampensau?
00:15:36: Oder eigentlich eher Schüchtern unterwegs?
00:15:43: Ja gut, da hast du mir schon meine nächste Frage vorweggenommen.
00:15:46: Ich bin trockener Alkoholiker.
00:15:48: ich habe zwanzig Jahre durchgetrunken und man wird es nicht glauben.
00:15:53: aber auch vielleicht sollte ich das gar nicht sagen Aber eigentlich hab' ich's in meiner Biografie ja auch geschrieben zum Beispiel bei der ZDF-Hitparade oder bei den Fernsehsendungen.
00:16:03: glaube ja nicht dass sich nur einmal nüchtern auf der Bühne gewesen wäre oder im Fernsehen.
00:16:08: Es war immer irgendwie vorher Ein bisschen Bier im Spiel.
00:16:16: Also erst mal vielen Dank, dass du da auch so offen mit mir darüber sprichst.
00:16:19: das Schöne an meinem Podcast ist ja ich bin ja kein Investigativjournalist der hier auf Schlagzeilen aus ist und möchte auch meine Gäste in keinster Weise dann irgendeine Richtung drängen.
00:16:28: deswegen es ist immer schön wenn man noch ein bisschen privater wird und danke dass du das auch an der Stelle erwähnst.
00:16:34: aber die Frage die ich dir eigentlich stellen möchte damals war wir haben schon kurz erwähnt es war eine andere Zeit Da gab es ja noch keine Social Media Aktivitäten.
00:16:42: Es gab noch kein TikTok, kein Instagram-Kampf, kein Facebook... Man wurde vielleicht auch bei den Konzerten jetzt nicht sofort gefilmt und wenn man war schief lief oder wenn man vielleicht auch mal nicht nüchtern auf der Bühne stand dann wurde das nicht sofort irgendwo ausgeschlachtet im Internet.
00:16:54: Erinnerst du dich denn noch an deinen ersten öffentlichen Auftritt?
00:16:59: Mein erster öffentlicher Auftritt!
00:17:00: Das ist in sechziger Jahren gewesen mit einer Band.
00:17:05: Ich habe angefangen mit vierzehn ein paar Akkorde zu lernen Und habe natürlich am liebsten vor Publikum geübt.
00:17:14: Das heißt, meine Mutter musste eine Menge aushalten und mein Vater hat irgendwann gesagt, Junge jetzt gib Ruhe!
00:17:22: Dann hab ich meine Gitarre genommen und hab mich draußen in der Nähe von der Schule auf ne Bank gesetzt.
00:17:28: Da kamen zwei Jungs vorbei und hörten sich das an und sagten, wir wollten grad ne Band gründen lassen nicht nur mitzumachen.
00:17:35: Und dann haben wir unsere erste Band gegründet und unseren ersten Auftritt.
00:17:39: Da hatten wir drei Lieder, und haben bei einer befreundeten Band sozusagen eine kleine Einlage gegeben.
00:17:46: Das war das erste Mal öffentlich auf der Bühne!
00:17:49: Das war Friedelstuhl-Dicke-Lippe glaube ich?
00:17:52: Nein nein nein, das war in den Sechziger Jahren... In den
00:17:56: Sechszigern?
00:17:58: ...in den Sehziger.
00:17:58: Eine Beatband und die nannte sich The Fame.
00:18:03: Okay
00:18:04: Ich konnte leider kein Englisch, also die Jungs, die anderen waren alle Oberschüler.
00:18:11: Was ich ja nicht war und die haben sich den Namen ausgesucht und haben mir irgendwie gesagt das zieht irgendwas mit Ruhm oder so.
00:18:19: Und ich dachte naja gut.
00:18:21: Irgendwann wird schon klappen!
00:18:24: Das hat er dann auch geklappt?
00:18:25: Also bevor Gaia Sturzflug zum großen Namen wurde gab es... damit liege ich aber schon richtig.
00:18:30: Es gab dann irgendwann Friedelstuhl, dicke Lippe
00:18:34: Ja dicke Lippe, ich hatte vorher noch mit Freunden Band mehr so ein Akustikband.
00:18:41: Die ist Fiedelfriedesfeierabendshow.
00:18:43: dann gab es den Vorläufer von Geier Sturzflug Schotterblau gebündelt und dann gab's Geier sturz fluch und wir haben uns neunzehntneunsebzig gegründet und dreiundachtzig kamen.
00:18:57: quasi der große Erfolg.
00:18:59: ja Meinen Geburtsjahr, Mensch.
00:19:01: Auch das noch an dieser Stelle erwähnt?
00:19:03: Man sieht also auch ich bin so ein bisschen mit dir aufgewachsen.
00:19:06: Ja
00:19:07: im Mutterleid wahrscheinlich schon!
00:19:10: Da habe ich das Wirtschaftswachstum schon miterlebt.
00:19:12: was hatte ich denn damals eigentlich an diesen Wirtschaftswachtstums und Leistungsgedenken, Leistungstenken so genervt?
00:19:21: Nix hat mich genervt in dem Sinne Ich wollte... ich hatte eine Leidenschaft für Musik entwickeln Da, wo ich gearbeitet hab.
00:19:30: Das war so... Viele Dinge die ich erlebt habe kommen in Liedern vor.
00:19:36: Im Grunde singen mich eigentlich immer nur über Dinge, die mich beschäftigen und die ich erlebte.
00:19:42: Es gibt auf dem zweiten Album von der Ariola das hieß ... wie ist es noch?
00:19:48: Dreimal täglich gibt es einen Titel, der heißt Groß und Klein.
00:19:51: Der fängt an kommt einer Haut dir eine rein er ist groß und du bist klein.
00:19:55: wer klein und du wärst groß hätte er das schlechte los.
00:19:59: Die Story löste ich so auf.
00:20:04: Der eine hat ist frustriert weil er Ärger im Beruf hat und der andere stellt sich raus.
00:20:10: der hat ne Firma Und bei uns in ner Firma der Chef der ist mindestens einmal am Tag durch das ganze Haus gelaufen rumgeschrien und alle zur Sau gemacht.
00:20:20: Und das habe ich halt eben auf eine andere Art verarbeitet, und das war natürlich nervend wenn man immer diesen Druck hat dass sich heute kein Chef mehr leisten können so wie der damit umgegangen ist.
00:20:38: Das war einfach alles nicht sehr angenehm.
00:20:42: Was glaubst du denn?
00:20:44: Ja, okay.
00:20:45: Aber was glaubst du denn wenn du ein Songs dieser Art heute im Jahr zwanzigundzwanzig noch mal schreiben veröffentlichen würdest singen würdest?
00:20:52: Ich kann mir vorstellen die Gesellschaft ist ja so'n bisschen... wie soll ich das sagen?
00:20:56: Ein bisschen eigenartiger geworden.
00:20:58: man unterstellt sich gegenseitig viel mehr Man nimmt das alles nicht mehr so locker.
00:21:02: Hättet ihr viel mehr Gegenwind?
00:21:05: Auf jeden Fall!
00:21:06: Also ich habe eine Menge Lieder in der Richtung geschrieben auch heute ... die ich gar nicht veröffentlichen werde, weil ich keine Lust darauf habe mir den Shitstorm einzuhandeln.
00:21:16: Ja und da ich weiß was ich... Ich hab letztes Jahr.
00:21:21: wie viel Abschiedsalm habe ich letztes jahr gemacht?
00:21:23: Ich glaub fünf.
00:21:26: Und das sind knapp hundert Lieder gewesen.
00:21:32: Und ich schlafe nur drei Stunden die Nacht in der Regel.
00:21:39: Liege ich schon so ab halb vier, lege ich wach im Bett und tipp unter der Bettecke um meine Frau nicht zu stören ins Handy neue Texte ein.
00:21:48: Und wenn ich dann mit einem Frühstück oder meinen Sachen, die ich so tun muss fertig bin, dann gehe ich in mein kleines Studio und nehme das was ich neu geschrieben habe, nehme ich dann auf Ja, und wenn dann irgendwelche Sachen dabei sind von denen ich meine dass die veröffentlicht werden können.
00:22:09: Dann bringe ich halt irgendwann wieder eine CD raus wie jetzt.
00:22:13: dieses Jahr ist einer erschienen die heißt come back die letzte runde.
00:22:17: viele leute denken ja irgendwie das wäre comeback die letzte Runde die letzte runde cd oder die letzte rund überhaupt.
00:22:24: musik zu machen ist natürlich blödsinn.
00:22:27: es is Wie man auf dem Cover sieht, da ist ein Geier der seinen Hund am Abend spazieren für.
00:22:33: Und mein Hund heißt Comeback und wenn ich abends die letzte Runde mit ihm gehe dann rufe ich mal come back, komm wir gehen in die letzte runde!
00:22:41: Das ist der Gag gewesen und das nächste Album kommt schon im März nächsten Jahres raus.
00:22:48: Das wird heißen Die Party geht weiter.
00:22:51: Mensch, das hoffen wir doch mal dass die Party noch ein bisschen weitergeht.
00:22:53: also Ich freue mich jetzt schon auf die neue Musik.
00:22:55: Wie war es denn damals, als der Song dann irgendwann mal Erstieger in den Charts?
00:22:59: und irgendwann ist dann etwas passiert womit vielleicht die ein oder andere auch schon gerechnet hat?
00:23:04: aber so Platz eins ist ja schon was Besonderes.
00:23:06: Was macht man denn an so einem Tag oder Abend?
00:23:08: Champagner auf oder erst einmal die Eltern anrufen?
00:23:12: Also erstmal Platz eins.
00:23:16: is'was besonderes.
00:23:17: das ist mir überhaupt nicht bewusst gewesen.
00:23:19: Das ist mir erst viel viel später bewusst geworden Und die Geschichte Wie ich davon erfahren habe, ist ganz einfach.
00:23:27: Wir hatten Auftritte Kaffee Wien.
00:23:32: Ich meine das wäre... Das ist eine Kneipe gewesen Eine ganz normale kleine Kneipe mit einer kleinen Bühne Wo vielleicht irgendwie Hundertfünfzig Leute reingepasst haben wenn ich mich recht erinner und wir waren... Ich meine es wär in Karlsruhe gewesen oder Kaiserslautern?
00:23:49: Das weiß ich nicht mehr.
00:23:50: Und da waren wir, haben wir unser Zeug aufgebaut.
00:23:53: Das haben wir alles noch selber aufgebaut mit Hilfe von einem Roddy.
00:23:58: und dann kam der Wirt an und sagte hier soll mal einer von euch ans Telefon kommen, euer Management ist dran.
00:24:05: Da bin ich ans Telefone gegangen und dann sagte er die neuen Schad sind raus am Montag seid ihr auch Platz eins.
00:24:13: und er sagte ja toll schön aber wir müssen gleich auch für Bühne.
00:24:20: Wir haben ja schon zweiundachtzig, haben wir hundert Auftritte in ganz Deutschland gehabt bevor der Erfolg kam.
00:24:27: Und als der Erfolg dann da war hatten wir schon für das Jahr dreiundachtzlich eine ganze Menge Verträge gemacht und haben die Veranstalter oder die Läden angerufen und haben überall gefragt, ob es möglich ist... ...die Veranstaltung in eine größere Räumlichkeit zu verlegen.
00:24:47: Weil da waren Sachen dabei.
00:24:49: T-Stube, Beckum.
00:24:52: Da passen vielleicht wenn's voll war, fünfzig Leute rein.
00:24:56: Und dann waren wir erfolgreich und haben gesagt habt ihr vielleicht irgendeine Tourenhalle?
00:25:02: Irgendeine alle, die ihr mieten könnt Und wir spielen, aber dann wäre es schön wenn ihr uns am Eintritt beteiligen könnt.
00:25:14: Weil ihr macht ein besseres Geschäft weil viele Leute kommen und wir wollen bisschen was davon abhaben.
00:25:21: Bis auf zwei Veranstalter haben sich alle darum bemüht, haben das durchgezogen und alle waren zufrieden damit.
00:25:29: Wir haben alles erfüllt... was wir vorher festgemacht haben, eben mit dieser kleinen Änderung.
00:25:37: Mit denen alle zufrieden waren bis auf einen.
00:25:40: und der hat in Presseverteiler eine Nachricht reingegeben kein Herz für alte Freunde.
00:25:49: und dann wurde irgendwie so bin ich sogar im Clayboy gelandet.
00:25:53: Das war auf erletzten Seite
00:25:56: angezogen
00:25:57: und angezogen aber dass die Meldung ging durch ganz Deutschland, durch die Presse.
00:26:04: Und das Verrückte ist es hat nicht einer bei uns mal nachgefragt ob was da eigentlich dran ist.
00:26:11: Das möchte ich an der Stelle heute mal nachholen.
00:26:13: Was ist denn da dran gewesen?
00:26:16: Wie kam's denn dazu?
00:26:17: Nein, Playboy hat auch diese Nachricht kein Herz für alte Freunde.
00:26:27: Die hat bei unserem Management angerufen und beziehungsweise, der hat dann gefragt irgendwie ja was nehmen die denn heute an Garschen?
00:26:36: Weil er gesagt hat also in diesem kleinen Jugendzentrum das ist zu klein wenn sie einen größeren Saal haben.
00:26:42: Dann spielen wir selbstverständlich also was ich vorhin erzählt habe.
00:26:47: Und dann hat er gefragt irgendwie Ja was nehmen den heute?
00:26:50: und dann hat der eine Gage genannt irgendwie weiß nicht was das war irgendwie Zehntausend Mark oder so.
00:26:55: und dann hatte er irgendwie, hat er ausgerechnet was das für ein Prozent, für eine Steigerung zu den Achthundert Mark, die wir vorher genommen haben ist.
00:27:08: Und dann eine Steigung von so viel Prozent.
00:27:11: und diese Mitteilungen gingen halt eben durch die gesamte deutsche Presse inklusive Playboy.
00:27:17: Keiner hat uns mal gefragt, was da dran ist und warum das so ist?
00:27:22: Das ist das Verrückte da dran.
00:27:23: Und da hatte ich mich erst drüber geärgert und dann dachte ich irgendwie, ach eigentlich jetzt wissen ja alle was es wirklich
00:27:29: kostet.".
00:27:31: Ja und dann wurden die Heimgröße bzw.
00:27:33: die Locations, die Spielorte... Dann hat man ja plötzlich wahrscheinlich auch Freunde von denen man vorher noch nichts wusste?
00:27:42: Zumindest gibt's Leute, die glauben wir wollten mit ihnen befreundet sein!
00:27:48: Ich war als der Erfolg kam, Ich war schon einunddreißig und ich erinnere mich daran, wir sind irgendwann mal nach München zu irgendeiner Fernsehsendung geflogen.
00:28:04: Wir saßen oben im Flieger und die Wolkendecke brach auf und man konnte so rausgucken und sah unten diese kleine Welt da... Vorbeiziehen.
00:28:14: und da dachte der Gedanke war so irgendwie wie der Flieger in München runtergeht, so werden wir auch wieder untergehen.
00:28:21: Der Erfolg wird irgendwann zu Ende sein und das geht schneller als man denkt.
00:28:26: Und genauso ist es gekommen.
00:28:29: und jetzt die Frage, die wahrscheinlich kommt Wie kommst du damit zurecht?
00:28:33: Ich komme wunderbar damit zurescht weil ich die ganze Sache nicht... aus Erfolgsgründen mache, sondern weil ich eine Leidenschaft dafür habe Musik zu machen und Lieder zu schreiben.
00:28:44: Und mir ist das völlig egal ob die erfolgreich sind.
00:28:47: natürlich ist dieser Erfolg.
00:28:49: Ich bin wirklich dankbar und dieser Erfolg ermöglicht mir ja auch jetzt etwas zu machen ohne auf irgendwelchen kommerziellen Erfolg schiedeln zu müssen.
00:29:02: Das ist ganz toll aber letztendlich das Schöne Wenn unter einem Lied mein Name drunter steht als Komponist und Textor, und mich aber keiner kennt.
00:29:16: Das ist das Angenehme!
00:29:17: Ich habe meine Ruhe, aber es sind meine Lieder die die Leute kennen.
00:29:23: Lieber Friedrich überlege gerade... Das fand ich total spannend.
00:29:27: Du hast ja etwas sehr Wichtiges erwähnt nämlich dass du einund dreißig warst zu dieser Zeit.
00:29:32: Und ich glaube es ist schon auch mal einen Unterschied Wenn man sich jetzt mal die Newcomer anschaut, die im Jahr in dem Jahr in den Jahr- und Jahrzehnten die Charts stürmen oder die Streamingcharts.
00:29:42: Die teilweise erst abends sind neunzehn zwanzig oder noch nicht einmal volljährig.
00:29:46: Ich glaube wenn man als achtzehn ist würde man doch ganz anders mit diesem Ruhm, mit dieser Anerkennung umgehen als mit einund dreißige.
00:29:52: wahrt ja schon erwachsen.
00:29:54: ich glaube ihr seid etwas wir wart etwas bodenständiger unterwegs als ihr das gewesen seid wert wenn ihr gerade volljährig geworden wird.
00:30:03: Ja, unser kleiner Gitarist der Michael, ich weiß gar nicht.
00:30:07: Der war glaube ich ein zwanzig damals und man hat schon einen Unterschied gemerkt so.
00:30:12: Ich habe auch den ganzen Band immer gesagt Leute denkt daran die Mark ist nur fünfzig fennig wert Die Steuer kommt Und da sind ja keine Ahnung Man vergisst das immer schnell.
00:30:25: und vielleicht ist auch der unterschied Dadurch, dass ich halt so ein Alter hatte und aus wirklich einfachen Verhältnissen kam.
00:30:33: Und wusste wie hart das Leben sein kann?
00:30:36: Ich war ja zum Schluss bevor der Erfolg kam, weil quasi meine Frau hat sich von mir getrennt... ...ich bin ausgezogen!
00:30:46: Ich habe eine Reisetasche oder zwei Reisetraschen meine Gitarre genommen hab gesagt.
00:30:52: Ich gehe, du kannst den ganzen Kram alles behalten.
00:30:56: Und hatte keine Wohnung mehr und konnte damals bei unserem Bassisten, der in Studentenheim lebte.
00:31:04: Da war ein Zimmer von jemandem, der wollte mal probweise zu seiner Freundin ziehen.
00:31:11: Das Zimmer konnte ich benutzen.
00:31:12: Ich musste die Miete dafür bezahlen... Und in dem Zimmer zum Beispiel habe ich auch mit besuchende Europa geschrieben.
00:31:22: Von dem gemeinschaftlichen Telefon habe ich immer die Vertragsverhandlungen mit Peter Kennt geführt, in München und das war einmal so... Um nach sechs Uhr habe ich immer schnell bei ihm angerufen und hab gesagt, kannst du schnell zurückgerufen?
00:31:35: Damit er die Rechnung zahlt.
00:31:36: Das war ja nicht wie heute.
00:31:37: Ja,
00:31:38: ich erinnere mich.
00:31:39: Wenn kein Geld da ist... Natürlich!
00:31:43: Und ich erinner mich noch, dass wir dann bei den Vertragsverhandlungen München ... Ich habe gesagt irgendwie aber Wir wollen jeder ein Einzuzimmer haben im Hotel.
00:31:53: Und wir wollen mit einem Zug fahren.
00:31:56: Und das müsst ihr bezahlen.
00:31:58: Wahrscheinlich hat der gelacht.
00:32:00: Wahrscheinlich haben die alle darüber gelacht, dass wir mit dem Zug fahren wollten und nicht in den Flieger nehmen.
00:32:06: Aber wie gesagt, da habe ich immer vom Studentenheim, weil ich da wohnen durfte.
00:32:12: Ich hatte nicht mal eine eigene Wohnung.
00:32:15: Immer da angerufen, das Peter Kennt zurückruft, dann haben wir noch irgendwie bis zum Schluss irgendwie noch um halbes Prozent oder irgendwas gefeilt.
00:32:24: Und er musste mich halt immer
00:32:25: zurückrufen.".
00:32:29: Sehr bodenständige Geschichte, die er auch zeigt.
00:32:31: Dass du diese Bodenhaftung ja gar nicht verlieren konntest, weil ihr auch nichts anderes übrig blieb zu dieser Zeit.
00:32:39: Lieber Friedl wenn Du heute den Text noch mal schreiben würdest worüber müsste das Lied in dem Jahr im Jahr ist?
00:32:45: Das würde heißen Ja jetzt wird der Gürtel wieder enger geschnallt Der Ofen bleibt aus Die Küche ist kalt oder sowas.
00:32:56: Ja, ich weiß es nicht.
00:32:57: Ich habe jetzt dieses Jahr der erste Titel, der ausgekoppelt worden ist aus dem Album war... Was war das denn nochmal?
00:33:09: Ich vergesse die Titeln so schnell wieder.
00:33:14: Du hattest ja auch einige.
00:33:17: Inflation!
00:33:18: Und jetzt ist zum Beispiel Giftschrank rausgekommen gerade als nächstes Single über giftigen Sachen, so Verschwörungstheorien, Täteropferumkehr und sowas.
00:33:32: Ich weiß dass das irgendwie unpopulär ist weil das keiner hören will.
00:33:36: ich glaube kritische Songs die kann man nur dann los werden wenn wenn die Zeiten gut sind
00:33:43: ja
00:33:43: und wenn die Zeit schlecht sind wollen die Leute abgelenkt werden.
00:33:48: Das wollen Sie mit guten News, die dringend notwendig sind und ihr seid jetzt so in der Zeit auch unterwegs gewesen.
00:33:54: Die Neu-Deutsche Welle war denn die Neu Deutsche Welle wirklich eine Bewegung?
00:33:58: oder hat die Musikindustrie einfach irgendwann ein Etikett auf sehr unterschiedliche Künstler geklebt?
00:34:05: Ich glaube dass das einfach ein Etikat war.
00:34:07: also natürlich gab es untereinander Verbindungen.
00:34:12: Jetzt sagen wir mal in Bochum gab es Bands Irgendwann angefangen haben Deutsch zu singen, ich habe ja angefangen deutsche Texte und deutsche Lieder zu machen.
00:34:23: Ich würde mal sagen, ... ... in nineteenhundertfünfundsiebzig hab' ich damit angefangen.
00:34:30: Und es gab dann in den späten siebziger viele Bands die angefangen hatten deutsche Textes zu machen... Die waren ein bisschen so.
00:34:37: auch New Wave beeinflusst also musikalisch etwas zu machen was anders war als das gängige Zeug, was so lief.
00:34:49: Und ich bin ja professioneller Dilettant und das bin ich bis heute geblieben.
00:34:58: Ich glaube aus diesem Dilettantismus der da gewesen ist sind Ideen entstanden.
00:35:04: Da würde ein gelernter Musiker das überhaupt nicht machen Weil der viel zu kompliziert denkt und ich habe mir diesen Dilettantismus beziehungsweise die Einfachheit hoffentlich bis heute erhalten.
00:35:21: Und ich gucke immer irgendwie, ich nehme jetzt zum Beispiel bei den Aufnahmen spiele ich auch Keyboard ein?
00:35:26: Ich kann aber nicht Keyboard spielen!
00:35:28: Ich muss dann immer so einen Akkord suchen und dann drücke ich da ein bisschen drauf rum und wenn das gut klingt... Und so, dann denke ich irgendwie oh wunderbar klingt gut kann man nehmen.
00:35:41: Da gehe ich ganz anders dran und manchmal wenn ich gerade keinen Text habe, weil ich meistens immer erst den Text mache, dann nehme ich Musik auf, mach sozusagen so Playbacks was mir so einfällt und irgendwann setze ich mich da dran Und wenn ich eine Zeile habe, dann hangel' ich mich von einer Zeile zur nächsten Zeile.
00:36:05: Und dann manchmal singt spontan irgendwas da ein und denkt irgendwie oh, da musst du noch ein bisschen was umstellen und so...und dann ist das auch ein
00:36:13: Lied.".
00:36:14: Ja man muss ja auch nicht alles können im Leben dafür hat man ja auch technische Möglichkeiten.
00:36:19: wie muss man sich denn so einen Auftritt in einer großen Fernsehshow der achtziger Jahre hinter den Kulissen vorstellen?
00:36:25: Da gab es hier auch Dieter Thomas Heck!
00:36:27: Wie
00:36:27: wichtig war denn Dieter Tomas Heck für eine Musikarriere.
00:36:32: Das kann ich nicht genau sagen, also wir haben ja mit Dieter ein bisschen unsere Probleme gehabt.
00:36:40: Ich habe auch auf dem neuen Album was jetzt auch die vorletzte Single war der Titel heißt Heckparade.
00:36:47: Der behandelt das Thema wie wir in der Hit-Parade bei Dieter Thomas Heck Bruttosozialprodukt.
00:36:56: wie ich den Text etwas verändert habe Das war ja so ein kleiner Skandal.
00:37:05: Dieter war nicht gut auf uns zu sprechen, als wir dieses Lied Besuchens Europa gemacht haben.
00:37:12: Da hat er den Titel nicht angesagt und weil er fand immer... Er hat viel in Interviews darüber gesprochen.
00:37:19: Er fand irgendwie so'n ernstes Thema im Sonnenmusikverpackt.
00:37:24: In seiner Sendung.
00:37:25: das hat ihm nicht gefallen!
00:37:27: Ja gut, ansonsten irgendwann viele Jahre später beim Fernsehsendung habe ich ihn mal wieder getroffen und da waren wir nur noch zu zweit.
00:37:38: Und dann sagte er, ich hole euch mal in meine Sendung!
00:37:42: Dann sagte ich ja alles klar und tatsächlich hat der uns geholt in seine Sendung weiß gar nicht mehr wie die hieß.
00:37:49: das war top in den Späten neunzigern oder wahrscheinlich
00:37:54: Melodien für Millionen zum Beispiel könnte es gewesen
00:37:56: sein.
00:37:56: Nee, das war noch eine andere Sendung.
00:37:59: Egal auf jeden Fall hat er uns geholt was mich sehr überrascht hat und nach der ganzen Aufzeichnung hatte im Hotel alle Anwesenden zum Essen und Trinken eingeladen Und als ich dann mich verabschiedet habe ins Bett bin ich noch zu mir hin und hab gesagt Dieter gut ab Dass du hast Wort gehalten und das ist in dem Geschäft nicht so weit verbreitet.
00:38:27: Und das hat ihn ziemlich gerührt, und ich sage der Begen damals, ne?
00:38:32: Du weißt ja die Jugend kennt nur schwarz-weiß Die Farben kommen erst mit dem Alter und du warst ja noch jung.
00:38:40: Ja Gott hab ihn selig.
00:38:41: Dieter Tomasek hat seine letzte Ruhe auf dem Friedhof in Starnstorf in Brandenburg gefunden bei Olaf Ilefeld Ebenfalls schon in meinem Podcast zu Gast war und den zweitgrößten Friedhof Deutschlands leitet.
00:38:54: Und dort liegen sehr viele Prominente, aber vermisst du denn an dieser Zeit etwas das es im heutigen Musikgeschäft so gar nicht mehr gibt?
00:39:03: Ja!
00:39:04: Es gibt was ich vermisse ist... Das war auch schon vor dem Erfolg.
00:39:10: uns hat keiner gekannt wir haben uns quasi.
00:39:15: Bis zu dem Zeitpunkt haben wir uns ja auch ein Fan-Publikum erspielt.
00:39:20: Und was sich vermisse ist, dass die Leute damals eine Band und Liedern zugehört haben, die sie vorher noch nie gehört haben.
00:39:32: Heute geht es darum, sobald man ein neues Lied spielt als bei einer Veranstaltung, dann gehen die Leute zum Bierstand und sagen komm, lass ich mal einen Bier holen!
00:39:47: Das ist ja auch diese Zeit dieser Tribute-Bands, wo Coverbands alles das spielen was es schon gab und möglichst irgendwie so präsentieren dass man die Illusion hat.
00:40:00: Das wäre das Original und das ist früher anders gewesen und da war die Chance für einen Musiker auch über diese live schiene sich in publikum zu erspiegeln mit ledern die die leute nicht kannten.
00:40:15: Das vermisse ich ein bisschen.
00:40:16: ja früher
00:40:17: ging man auch zu einem konzert.
00:40:18: man hatte einen photoreparat noch dabei.
00:40:20: man konnte vielleicht dann einige fotos entwickeln lassen.
00:40:23: es dauerte fünf tage bis man die in den händen gilt.
00:40:25: das war etwas besonderes und man konnte auch diesen abend genießen, man war nicht so abgelenkt.
00:40:30: inzwischen hat man vier handys macht sich noch die Lockenwickler neu während des Live-Geeks, spricht noch mit fünfzehn Leuten vor Ort.
00:40:36: Also man ist abgelenkter?
00:40:39: Das ist glaube ich so.
00:40:40: ja!
00:40:40: Ich habe wie gesagt vor ein paar Jahren damit aufgehört live auftreten.
00:40:46: Ich hatte mit vierundsechzig habe ich eine neue Band gegründet, Garage III und Trio mit Cigarbox Gitarrenmusik mehr in die Blues Richtung und später Mir quasi aus alten Samsonite-Koffern und Zeug habe ich mir eine Base-Dram gebaut.
00:41:04: Und war noch als Alleinunterhalter sozusagen unterwegs, hab hinterher mit vier Schlachtzeugpedalen Bassdramms näher und Becken und so noch bedient.
00:41:18: Ich hab in Kneipen gespielt oder auf anderen Veranstaltungen und irgendwann habe ich festgestellt es interessiert einfach keinen!
00:41:26: Also sobald man irgendwas spielt, was die Leute nicht kennen ist es schwierig geworden.
00:41:31: Und dann habe ich gedacht naja wenn's keine interessiert kann ichs auch lassen.
00:41:36: Ja das ist schade dass es soweit kam oder dass man das so empfindet?
00:41:40: Auch die Welt hat sich leider verändert.
00:41:42: ihr habt in deiner Achtzig das hast du auch schon erwähnt besuchen sie Europa solange es noch steht gesungen.
00:41:48: Das war ja so ein bisschen... Ja, war das Satire oder Heiseereimein?
00:41:52: Kann darüber irgendwie munkeln heute.
00:41:53: Dann macht es dir denn manchmal Angst wie aktuell ein über vierzig Jahre alter Songtitel plötzlich wieder klingt?
00:42:00: Äh ja, Angst macht das auch!
00:42:02: Es war aber damals schon dieses Lied bei ja quasi sowas wie das Pfeifen im Wald.
00:42:09: Wir haben das auf eine lustige Art gemacht und auch dafür sind wir angegriffen worden sogar aus der Szene aus dieser linksalternativen Szene.
00:42:20: Wir haben ja damals mal auf dieser großen Friedenskundgebung in Bonn gespielt und es gab tatsächlich irgendwo Flugblätter, die Veranstalter aufgefordert haben uns wieder auszuladen weil unser Lied Kriegsverharmlosen wäre.
00:42:38: In Wirklichkeit ist das so eine Art Pfeifen im Wald gewesen dass man sich selber irgendwie die Angst genommen hat vor dieser Situation.
00:42:46: Und machen wir uns nichts vor.
00:42:49: Ich weiß nicht, wie alt ist der Mensch irgendwie ein paar hunderttausend Jahre alt und von der Höhle bis zum Beton?
00:42:56: Was hat sich wirklich geändert?
00:42:59: Die Geschichte ist voller Feindseligkeit und Kriege.
00:43:03: Daran hat sich nix geändert!
00:43:07: Als die Mauer viel damals sagte man jetzt, Menschen werden vielleicht vernünftig versuchen irgendwie zusammen zu leben.
00:43:17: und jetzt ist wieder genau das Pendel geht in die Gegenseite zur Gegenseiten.
00:43:23: Und ich habe viele Lieder geschrieben, wo ich heute sage, Mensch, keine Ahnung es ist nicht irgendwie dass ich hell sehen kann sondern wenn man nach hinten guckt dann weiß man, was irgendwann nach vorne sein wird.
00:43:41: Weil das pendelt immer hin und her schlägt!
00:43:44: Und was bedeutet denn für dich Lebensfreude abseits der Vierzig-Plus?
00:43:47: Schauen
00:43:49: wir mal so ich ums jetzt wieder privat zu machen es ist kein Geheimnis Ich hab's auch schon anders vorgesagt.
00:43:55: Ich habe gleich zwei unheilbaren Nervenkrankheiten.
00:43:59: Neben noch diversen anderen Krankheiten.
00:44:02: Ich nehme ein Haufen Tabletten nächsten monat fünfund siebzig das ist ein alter wo man weiß die helfte hat man rum bisschen mehr als die hälfte.
00:44:18: und mit einem bandmitglied unser unser techniker der anes der habe ich gestern die nachricht bekommen jetzt vor ein paar tagen verstorben.
00:44:27: das war der älteste von uns ja der war neun siebzehn hat krebs gehabt ist verstorgen.
00:44:33: ich hatte schon über dreißig jahrel keinen kontakt mehr zu ihm Und weil ich wohne ja schon sehr lange nicht mehr in Bochum.
00:44:41: Irgendwann geht so eine Band auseinander und die Kontakte verlieren sich, das ist leider so... Man wird immer öfter damit konfrontiert dass das Leben endlich ist.
00:44:57: Ich weiß nicht vielleicht mache ich auch deswegen so viele neue Lieder weil mich vom Tod ablenken will oder Ich hab Atrose in den Händen, ich weiß es ist alles endlich.
00:45:10: Und wenn ich irgendwann im Heim sitze und keine Musik mehr machen kann, dann kann ich mir all den Scheiß anhören die ich gemacht habe... ...und kann sagen, ach guck mal das hast du auch gemacht!
00:45:19: Kann ich mich gar nicht mehr daran erinnern?
00:45:21: Und vielleicht mache ich's deswegen.
00:45:24: So lang ich Musik machen kann verfalle ich nicht in Depression sondern ich hab Freude am Leben.
00:45:31: Das Leben ist schön man muss es halt.
00:45:34: nur jeden Tag steht man auf und es ist wie eine Geburt für einen Tag.
00:45:40: Und man muss diesen Tag für sich nutzen, ich mache mir viele Gedanken auch manchmal ärgere ich mich auch und dann sage ich mir irgendwie warum ärgerst du dich?
00:45:50: Es macht keinen Sinn, erga dich nicht über Dinge die du nicht ändern kannst.
00:45:55: konzentriere dich auf die schönen Sachen, auf die guten Sachen Und so versuche ich meine Tage rumzubringen.
00:46:03: Ich weiß, dass es endlich ist aber ich verdrängs halt eben auch.
00:46:08: Ja, ich glaube wenn man erlebt das Gesundheit nicht selbstverständlich ist dann entwickelt man irgendwann auch eine andere Form von Gelassenheit oder?
00:46:16: Keine Ahnung!
00:46:17: Ich habe gerade ein Lied geschrieben.
00:46:21: da geht's darum jung zu sein, das kenne ich Aber er lebt zum ersten Mal alt zu werden.
00:46:31: Das ist das erste Mal, dass ich alt werde.
00:46:33: Ein Nummer einsitt dauert ein paar Minuten.
00:46:35: die Geschichte dahinter kann dagegen ein ganzes Leben prägen.
00:46:38: herzlichen dank lieber friedl für deine zeit heute bei mir im podcast.
00:46:41: schüchtern bis nüchtern Bei dir begann sie lange bevor deutschland überhaupt von einer neuen deutschen welle sprach.
00:46:47: dann kamen geier sturzflug fernsehschoß volle hallen und ein liedt das bis heute regelmäßig aus radios festzelten und vermutlich auch der einen oder anderen Firmenfeierschalt.
00:46:57: Lieber Friedl, ich wünsche dir von Herzen alles erdenklich gute.
00:47:00: weiterhin vor allem Gesundheit und Danke für dieses
00:47:12: Gespräch!
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