Luise Lunow | Die älteste Synchronschauspielerin Deutschlands – Wie hält man eine Stimme ein Leben lang jung?

Shownotes

Luise Lunow ist mit 94 Jahren die älteste noch aktive Synchronschauspielerin Deutschlands – und blickt auf mehr als sieben Jahrzehnte vor Mikrofon, Kamera und auf der Bühne zurück. Generationen kennen ihre Stimme als Oberhexe Tante Mania aus „Bibi Blocksberg“. Auch bei „Die drei ???“ war sie in verschiedenen Rollen zu hören, unter anderem als Cynthia McGowan in „Der namenlose Gegner“. Dazu kommen zahlreiche Film-, Serien- und Hörspielproduktionen sowie ein Auftritt in Loriots „Pappa ante Portas“. Mit André Puchta spricht Luise Lunow über ihre Kindheit im Krieg, ihre Anfänge als Schauspielerin, die Kunst des Synchronsprechens und darüber, wie sich eine Stimme im Laufe eines Lebens verändert.

Im Podcast „Schüchtern bis nüchtern“ begrüßt André Puchta spannende Charaktere mit außergewöhnlichen Berufen, Lebensentwürfen oder Leidenschaften. Eine Bühne für Biografien, die man nicht erfinden könnte. Hier trifft Kuhfriseur auf Detektiv, Domina auf Pfarrerin, Dildo-Designerin auf Tatortreinigerin, Human Puppy auf Ordensfrau und Hebamme auf Tantra-Trainer. Ein Podcast über das Ungewöhnliche – und das, was uns verbindet.

Transkript anzeigen

00:00:01: Hinter jedem Beruf steckt ein Mensch, hinter jedem Menschen

00:00:05: steckt

00:00:06: eine Geschichte.

00:00:08: Herzlich Willkommen zu

00:00:10: Schüchtern

00:00:11: bis Nöchtern.

00:00:12: Der Podcast mit André Puchter fast live aus Berlin.

00:00:18: und jetzt geht's los!

00:00:23: Mit neunzehn Jahren stand Luise Luno erstmals vor einem Synkronen-Mikrofon.

00:00:27: Ausgerechnet eine Mutter sollte sie sprechen.

00:00:30: Offenbar war ihre Stimme ihrer eigenen Biografie damals schon ein paar Jahre voraus.

00:00:36: Heute, mehr als sieben Jahrzehnte später steht diese Stimme noch immer vor dem Mikrofon.

00:00:43: Dazwischen liegt ein Leben das fast ein Jahrhundert deutscher Geschichte berührt Kindheit und Bombenächte Ballett- und Theater DDR und Bundesrepublik Schauspiel und Synchronisation.

00:00:57: Millionen Menschen haben Luise Luno gehört, ohne unbedingt zu wissen, wem diese Stimme gehört.

00:01:03: Als Tante Mania bei Bibi Blocksberg in die drei Fragezeichen, in Filmen, Serien und Hörspielen – auch bei Lorios Papa Anteportas war sie zusehen!

00:01:14: Die deutsche Synchronkartei verzeichnet heute mehr als ein Tausend Sechshundert Sprecheräumen.

00:01:20: Und dann wäre da noch eine Karriere mit der wohl niemand gerechnet hatte….

00:01:24: Mit fast achtzig Jahren wurde aus Luise Luno plötzlich Enkelschreck und aus der Schauspielerin eine Rapperin.

00:01:32: Heute ist Luise Luno fourneunzig Jahre alt.

00:01:36: Trotz einer schweren Seebeeinträchtigung arbeitet sie weiterhin.

00:01:41: Die Regie liest ihr im Studio ihre Text vor Sie merkt sie sich und spricht sie ein.

00:01:49: Über ihrer Arbeit zackt sie einen bemerkenswerten Satz, sie vitalisiert sie.

00:01:54: Deshalb möchte ich heute nicht nur über eine außergewöhnliche Karriere sprechen, sondern über neun Jahrzehnte leben.

00:02:01: Über Krieg und Frieden, Arbeit und Alter Veränderungen und Verluste Und über die Frage warum Neugier vielleicht eines der besten Mittel gegen das Älter werden ist.

00:02:12: Herzlich Willkommen bei Schüchtern bis Nüchdern Luise Luno.

00:02:16: Ja hallo!

00:02:17: Ich freue mich dass sich heute dabei sein kann.

00:02:20: Liebe Frau Luno Die Freude ist ganz meinerseits.

00:02:22: Ich freue mich wirklich sehr auf das Gespräch mit Ihnen und möchte gleich mal wissen,

00:02:27: ob

00:02:28: denn Synkronsprecherinnen privat eigentlich besonders schön reden.

00:02:32: oder darf zu Hause auch mal genuschelt werden bei Ihnen.

00:02:36: Nee, genuscht wird nicht!

00:02:39: Aber so Berlinern kann ich schon.

00:02:41: Also das könnte ich auch privat.

00:02:43: Das ist eine Sprache die mir sehr liegt und die ich seit meiner Kindheit auch gesprochen habe.

00:02:50: Ja, das dürfen Sie hier auch gerne.

00:02:51: Also sie dürfen so sich frei entfalten in diesem Podcast wie es ihnen am liebsten ist.

00:02:56: und liebe Frau Luno, Sie sind geboren im März, das darf ich verraten, im Märzen, neunzehntundunddreißig in Nowa Wees einer Ortschaft östlich von Potsdam damals also auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils Babelsberg und ihre Familie wollte sie offenbar schon Mehrfach zum Ruhestand überreden.

00:03:15: Jetzt sind sie ja fourneinzig und arbeiten immer noch!

00:03:17: Wer ist denn hartnäckiger?

00:03:19: Ihre Familie oder Sie

00:03:19: selbst?!

00:03:21: Ich glaube, meine Familie ist da ganz großzügig.

00:03:24: Sie sagt, wenn du dich wohlfühlst, dann mach weiter.

00:03:27: und also so habe ich eigentlich keine Beschwerden, dass sich endlich aufhören soll.

00:03:32: Sie haben manchmal ein bisschen Sorge, wenn ich ein bisschen viel mache oder wenn ich unterwegs bin aber das ist ja ganz normal.

00:03:39: Ansonsten für meine Arbeit sind sie offen und sagen, sie freuen sich immer, wenn sie mich

00:03:44: hören.".

00:03:45: Ja, das ist doch schön!

00:03:46: Und wir freuen uns auch, sie heute zu hören.

00:03:49: Was müsste denn passieren, damit Sie morgens tatsächlich sagen, heute möchte ich lieber Rentnerin sein?

00:03:54: Und wenn es mal ein Tag ist.

00:03:55: Oh nee das wäre ganz schlecht!

00:03:57: Ich glaube dann wäre nicht mehr ich, dann wäre ich krank oder... Also das wäre sehr schlecht, wenn ich nicht mehr aufstehen würde und nicht mehr sage, ach ich freue mich auf den neuen Tag.

00:04:11: Eigentlich ist es so dass sich jeden Tag froh bin, dass ich noch nebe, dass es mir nur einigermaßen gut geht dass ich auch noch arbeiten kann.

00:04:19: Also das würde ich mir gerne erhalten.

00:04:23: Und wenn ich Sie heute frage, wie alt fühlen sie sich?

00:04:26: Können Sie mit dieser Frage überhaupt was anfangen?

00:04:29: Nee, nee, überhaupt nicht!

00:04:31: In den letzten Jahren habe ich mich abgewöhnt aufs Alter zu gucken ob nur ein Jahr mehr oder weniger.

00:04:36: Ich denke darauf kommt es nicht an.

00:04:38: also ich fühle mich alterslos würde ich sagen meine Emotionen, meine Gedanken sind noch frisch wie immer und deshalb ist da gar keine Beziehung zu meinem Alter.

00:04:48: Das finde ich eine tolle Einstellung.

00:04:49: Sie sind mein ältester Gast oder mein Lebenserfahrens-Tagast, wenn man das so sagen darf.

00:04:53: Denn in Folge einhundertachzehn heute.

00:04:56: Mein bisher ältes Tagast war neunzig Jahre jung.

00:04:59: Eine junge neunzigjährige Dame namens Anneliese Hackmann die sich für den Katzenschutz seit vielen Jahrzehnten engagiert und die meinte zu mir auf die Frage Mensch Frau Hackmann wann treten sie denn mal ein bisschen kürzer?

00:05:11: Herr Puchter dafür habe ich gar keine Zeit!

00:05:12: Mein Kalender ist voll.

00:05:15: Wie ist das denn bei Ihnen?

00:05:16: Wie sieht denn Ihr Kalender so aus?

00:05:18: Na ja, der geht.

00:05:20: Aber er ist schon ganz schön gefüllt muss ich sagen.

00:05:22: und eine Katze hab' ich auch also einen Katerhausen, die haben mich schon seit Jahren begleitet.

00:05:28: Na dann würden Sie sich ja mit Frau Hackmann auch gut verstehen!

00:05:31: Ja, ich denke ja...

00:05:33: Nervt es sie denn eigentlich wenn Journalisten und sie geben ja auch Interviews inzwischen immer mal ihr Alter erwähnen, während sie selbst vermutlich einfach denken Können wir bitte über meine Arbeit sprechen?

00:05:43: Das werden wir heute auch tun.

00:05:44: Aber ist ja Alter immer wieder so ein Thema in Interviews in Gesprächen?

00:05:48: Nee, eigentlich stört mich das überhaupt nicht mehr.

00:05:51: Ich sehe auf allen anderen Gebieten die Altersangabe erfolgt was ich ein bisschen komisch finde.

00:05:59: Aber inzwischen hat man sich daran gewöhnt und... Ja, nee, das stört mir eigentlich überhaupt nicht!

00:06:05: Was ich total spannend fand bei Ihnen Frau Nunu, ist dass Sie regelmäßig noch im Fitnessstudio trainieren.

00:06:13: Wie oft treffen wir Sie denn dort an in der Woche?

00:06:16: Ich gehe nicht ins Fitnessstudio.

00:06:19: Das bin ich ja über dreißig Jahre, aber das ist mir jetzt doch etwas zu anstrengend und zu kompensiert.

00:06:27: Mein Fitness-Trainer kommt zu mir nach Hause und zwei-, drei Mal eine Woche höre ich schon noch was!

00:06:33: Und das finde ich auch sehr wichtig und sehr gut.

00:06:36: wie älter man wird umso intensiver muss das Training sein.

00:06:39: Ja, da haben sie Vorkommen recht.

00:06:40: Also Sie haben einen eigenen Personal Trainer der zu Ihnen nach Hause kommt?

00:06:45: Ja so kann man das!

00:06:47: Schön und wenn er dann zu ihnen kommt denkt er sich denn eher so Respekt oder jetzt habe ich wirklich keine Ausrede mehr auch Menschen über sechzig zu trainieren?

00:07:01: Er ist sehr offen und ich glaube, er hat auch mal andere Klienten mit die älter sind.

00:07:06: Und die noch trainieren.

00:07:08: Also er ist da völlig, glaube ich gar nicht ans Alter gebunden seiner Klientin sondern er hat junge Leute der ältere Leute und ja, er respektiert jeden und hat auch für jeden eine Methode, die für ihn und seinen Körper gut ist.

00:07:24: Schön!

00:07:25: Bevor die Stimme kam, kam bei ihnen der Tanz.

00:07:29: Sie wollten als Kind Balletttänzerin werden und wenn ich der zehnjährigen Luise begegnet werde... Was für ein Mädchen hätte ich kennengelernt damals?

00:07:39: Oh, zehn Jahre!

00:07:41: Das war ja mitten im Krieg.

00:07:43: Also das ist schon eine ganz besondere Zeit.

00:07:46: Da waren zwar noch die Badettschulen geöffnet und ich ging auch fleißig dahin, da waren aber schon ganz viele Tages- und Nachtbombenangriffe.

00:07:55: also so normal lief das Leben damals nicht mehr und wir waren auch schon immer müde weil wir kaum eine Nacht durchschlafen konnten Aber ich habe immer noch in der Badetschule getanzt.

00:08:09: Also das habe ich eigentlich bis vierundvierzig, glaube ich.

00:08:13: Glauben wir uns seit vierund vierzig sind die Theater geschlossen worden und die Badettschulen, Schauspielschulen usw.

00:08:21: Aber wir waren eigentlich zu der Zeit doch schon mitten im Krieg und sehr, sehr angegriffen.

00:08:27: Ja, sie sind im heutigen Potsdam-Babelsberg aufgewachsen.

00:08:31: Das ist vielen bekannt durch das Studio Babelsberg den Filmpark Babelsburg also als Filmmetropole vielleicht jetzt im übertragenen Sinne und Sie haben dort eine Kinderballettschule besucht.

00:08:42: aber ihre Kindheit die wurde ja irgendwann dann von einem Wort bestimmt dass kein Kind kennenlernen möchte und sollte nämlich Krieg.

00:08:51: Erinnern Sie sich noch an dem Moment in dem sie zum ersten Mal verstanden haben damals es kind dass um sie herum etwas ganz Furchtbares passiert.

00:09:00: Ja, ja das war schon nineteenhundertvierzig da kamen die ersten Bombenangriffe und ich erinnere mich noch genau an diese Nacht oder an diesen Abend.

00:09:13: Da kamen den ersten Bombengeschwader.

00:09:16: also die flogen ja nach Berlin damals schon aber sie flogen auch genau über unsere Stadt.

00:09:22: Und zwei Mitschüler von mir, einen Zwillingspärchen.

00:09:27: Die wohnten mit ihrer Mutter in Am Neuendorfer Anger und als der Luftalarm kam, usw.

00:09:35: Ihrem Kindern in den Keller gegangen, ihres kleinen Siedlungshauses und dann hörte sie die Bomber herankommen.

00:09:43: Das war ja ein ganz schreckliches Geräusch das waren ja alles Notorflugzeuge und wenn dann so dreißig-schürzig-fünfzig im Pult angeflogen kam, das war wie ganz schweres Donnergäuen.

00:09:57: Ja und sie hörte wie die Flugzeuger herangeflogen haben und da noch niemand zur richtige Erfahrung mit Bombern hatte Da gingen sie vor die Haustür, um mal zu gucken wie die aussehen.

00:10:09: Und in dem Moment flogen zwei Wunden und zwar einer auf die Kirche mitten auf dem neuen Dorfer Ange und eine genau auf das Siedlungshaus dieser Familie Zöllner.

00:10:21: Und beide Kinder waren sofort tot!

00:10:24: Die Mutter hat überlebt und ich erinnere mich ganz genau an die Beerdigung der Kinder.

00:10:28: Das stand ich am Friedhofsmauer Und hörte die Mutter schreien, ja da kommt doch zurück und wenn du nicht kannst dann gündern.

00:10:37: Es war für mich so.

00:10:39: ich krieg heute noch eine Gänsehaut wenn ich daran denke das war meine erste Begegnung mit dem Krieg und der Großamkeit des Kriegs.

00:10:47: Ja also sie haben damals als Kind viele Stunden in Bunkern und Luftschutzkeller verbracht sicherlich auch Erfahrungen, die sie ja nachhaltig geprägt haben.

00:10:58: Sie haben in einem Gespräch mal geschildert wie Kinder bei Lufthalarm entweder nach Hause gelaufen sind oder eben in den großen Bunker am Wilhelmsplatz mussten.

00:11:08: was bleibt denn nach mehr als achtzig Jahren von solchen Nächten?

00:11:11: Von Bildern, Geräuschen, Gerüchen oder vielleicht vor allem von diesen Gefühlen?

00:11:15: denken Sie oft noch an diese schreckliche Zeit zurück?

00:11:18: Ja sehr sehr sehr oft!

00:11:21: Das war dieser BunkER auf diesem Bildernplatz.

00:11:26: Das war ja immer am Tage, wenn wir in der Schule waren.

00:11:29: ich wohnte weit weg.

00:11:30: Ich konnte nicht, wenn die Sirene heute nach Hause gehen musste also in diesen Dunkel und wenn dann die Flugzeuge herankam, dann docken wir uns auf die Erde.

00:11:39: und das hieß ja immer Wenn du eine Bombe heranheulen hörst, dann trifft sie dich nicht.

00:11:45: Und wie oft haben wir diese Bomben gehört?

00:11:47: und nach einem kurzen Vorbeiflug kracht.

00:11:49: er ist dann?

00:11:50: Und mörte viel von den Wänden.

00:11:53: Wir lagen auf der Erde, also daran habe ich ganz, ganz schreckliche Erinnerungen.

00:11:59: Und auch an den großen Luftangriff auf Trotsdam, den ich ja auch erlebt habe.

00:12:05: Liebe Frau Dunow, wenn Sie heute Bilder von Kindern sehen die in Kriegsgebieten schon zugen müssen zum Beispiel in der Ukraine oder An anderen Orten auf der Welt passiert ja leider an vielen Orten etwas Schlimmes.

00:12:19: Sehen Sie sich dann manchmal auch selbst wieder als Mädchen von damals?

00:12:23: Ja, wie sich die Bilder gleichen wenn man so diese zerstörten Häuser sieht und die verbrannten Balken und sowas.

00:12:31: das geht schon nach wie vor geht mehr nahe.

00:12:36: Diese Kinder haben genauso ein schreckliches Leben, wie wir damals hatten.

00:12:40: Also das ich finde Krieg ist was ganz Furchtbares und jeder sollte alles tun damit Krieg wirklich vermindert.

00:12:51: Wenn wir jetzt noch mal auf ihr bewegendes und beeindruckendes Leben vor einem blicken dann schauen wir auch auf eine verhinderte Tänzerin die dann zu einer Schauspielerin wurde.

00:13:00: Und was konnte ihnen denn das Theater geben?

00:13:03: Was der Tanz ihnen nicht mehr geben konnte?

00:13:06: Ja, mit dem Wort kann man selbst hier mehr machen.

00:13:09: Ich meine es gibt ein beeindruckender Theater Tanzabende aber ich muss ehrlich sagen ist das Wort näher.

00:13:17: Und wenn ich ein gutes Theater-Stück sehe, dann bin ich fasziniert.

00:13:23: Ein toller Ballettabend auch!

00:13:25: Aber der lässt mich doch im Allgemeinen kälter oder nicht so... Es spricht mich nicht so intensiv an wie zum Beispiel ein gutes Schauspielhörspiel unter der gleichen.

00:13:39: Also für mich ist das Wort stärker als ... Der Tanz, etwas ganz anderes eigentlich.

00:13:48: Also man muss ja dazu auch wissen dass ihre Ballettschule damals im Krieg geschlossen wurde und ich glaube so ein Kind kann in solchen Zeiten doch überhaupt nicht verstehen das von einem Tag auf den anderen auch einen Traum vorbei ist.

00:14:02: Ja, obwohl wir damals schon so im Krieg waren.

00:14:08: So viel erlebt haben, schon so viele Bombenangriffe kamen und es spielte nicht mehr die so starke Rolle.

00:14:17: man war im Alltag schon so eingebunden das mit Zerstörung und nächtlichen Alarmen Frag Alarmen schon, also man konnte ja auch nicht mehr nur in Ruhe zur Schule gehen.

00:14:29: Sondern da mussten wir auch in den Keller... Also es war nicht mehr das Normale Leben!

00:14:35: Man war schon daran gewöhnt dass alles anders ist.

00:14:38: die Fenster waren verdunkelt, die Wohnungen waren dunkel, die Autos fuhren mit abgedunkeltem Licht, die Straßenlaternen waren aus.

00:14:47: Es war schon eine ganz andere Zeit und da...

00:14:53: Es war eine andere Zeit, ja.

00:14:54: Und sie wurden damals an der staatlichen Ballettschule ausgebildet und Sie haben sich dann auch das Schulgeld als Kleindarstellerin verdient?

00:15:04: Ich glaube am deutschen Theater am Berliner Ensemble.

00:15:06: möchten Sie uns da ein bisschen mitnehmen.

00:15:07: wie war das denn?

00:15:08: Ja also auf der staatlich mal der Schule war ich nur das letzte halbe Jahr meiner Ausbildung.

00:15:14: davor war ich auf einer privaten Ballettschule in Westberlin an die Stolpe Terker.

00:15:20: Das war die Ballettmeisterin vom Metrompotheater und dort hatte ich eine sehr, sehr gute intensive Ausbildung.

00:15:29: Aber für das letzte halbe Jahr wurde gesagt, die Stadte war nicht schuld bei ihr später gegründet worden.

00:15:35: Deshalb konnte ich zu Anfang gar nicht dorthin.

00:15:39: Da wurde gesagt für die Prüfung wäre es sehr gut wenn man ein halbes Jahr vorher auf die staatliche Schule geht.

00:15:45: und das habe ich dann auch gemacht.

00:15:47: und ja da hab' ich dann noch meinen Abschluss

00:15:50: gefunden.".

00:15:51: Ja!

00:15:52: Und dann sind Sie als Kleinderstellerin am Deutschen Theater und am Berliner Osmar betätigt gewesen?

00:15:57: Das war vorherm

00:15:58: Das war, als ich noch auf der privaten Bandettschule war.

00:16:01: Da bin ich abends tatsächlich in die Theater und ... Ich war fast jeden Abend dort.

00:16:08: also das war so dass sich ja zwischendurch schon meine Schauspielautsbildung auch privat angefangen habe, denn eine staatliche Schule oder sowas ging ja gar nicht mit der Ausbildung.

00:16:22: Also da hab ich von neun bis schurzehn Uhr Ballettunterricht gehabt.

00:16:26: dann bin ich nachmittags nach Stieglitz gefahren zur Schauspielschule und abends Also mein Tag war voll ausgeführt, aber es hat mich nicht angestrengt.

00:16:40: Es hat mich nur mit Freude erfüllt.

00:16:42: Es war alles Arbeit die ich gern gemacht habe.

00:16:46: Ich war ein glücklicher Mensch.

00:16:47: Ich glaube das war überhaupt der allerglücklichste Zeit meines Lebens.

00:16:52: Diese Zeit der Ausbildung und dieses Neue was ich erleben durfte.

00:16:57: Mit diesen interessanten Menschen davor ja auch noch jeder Schauspieler mit der S-Bahn war.

00:17:04: weil kaum jemand hatte ein eigenes Auto.

00:17:07: Man unterhielt sich, man saß zusammen und lief zur Bahn.

00:17:12: Also es war ein ganz, ganz toller Zusammenhalt.

00:17:16: Ich fand das wunderbar!

00:17:19: Es ist so schön Ihnen zuzuhören, weil man so mit live dabei ist als wenn man auf einer Zeitreise sich befinden würde.

00:17:26: Und Sie waren ja damals auch hinter der Bühne und konnten natürlich diesen Probenbetrieb verfolgen?

00:17:33: Ja, also ich war Probenbetrieb und das war ja am Tage.

00:17:37: Das konnte ich weniger, da hatte ich ja meine eigenen Schulzeiten aber abends stand immer hinter der Bühne und habe zugeguckt wie die Schauspieler spielten und was da los war.

00:17:51: Und einmal bin ich auch in der Büne.

00:17:54: Helene Weigel begehrt und mich zu und stellte sich vor und sagte mein Name ist HeleneWeigel.

00:18:01: Ich hab schnell meinen Namen gesagt, dann war aber schon mein Auftritt dran und da bin ich dahin gelaufen.

00:18:08: Es war eine ... Ich dachte, oh Gott!

00:18:10: Die große Helene Weigel sagt mir guten Tag und stellt sich vor.

00:18:14: Also das war, da war ich ganz

00:18:16: verzugslos.".

00:18:17: Ja ja, das glaube ich ihm gerne.

00:18:19: Helene Beigelplatz sag' ich dann nur?

00:18:22: Genau.

00:18:23: Frau Lunos, Sie haben ja eine Epoche erlebt in der Theater noch eine enorme gesellschaftliche Bedeutung hatte.

00:18:29: War denn Theater damals Ihrer Meinung nach Politischer?

00:18:32: oder nehmen wir Kultur vielleicht heute einfach weniger ernst?

00:18:37: Ich weiß nicht.

00:18:38: Politischer Theater war eigentlich... Immer zu jeder Zeit zum Teil politisch.

00:18:45: Nicht alles, aber doch vieles war.

00:18:48: waren Stücke die irgendwelche gesellschaftlichen Probleme ansprachen oder so.

00:18:53: Also es war eigentlich sehr viel Politik immer drin.

00:18:57: Zu allen Zeiten finde ich und auch in den Klassikern da ist ja auch schon auch viel Politisches drin.

00:19:04: also damals für heute.

00:19:07: Politik spielt auf der Bühne immer eine starke Rolle.

00:19:10: Sie haben ja auch in Ost- und Westdeutschland gearbeitet.

00:19:13: Und damit zwei sehr unterschiedliche Kultursysteme kennengelernt, wo war denn die Kunst freier?

00:19:20: Freier.

00:19:21: Also ich weiß, in beiden Teilen Deutschlands wurde wunderbar an den Theatern gearbeitet und ja... Ich kann das gar nicht sagen!

00:19:32: Wir haben sehr kritische Stücke.

00:19:34: Ich war damals am Maxi-Gocky Theater elf Jahre lang.

00:19:38: Sie hat den Zeitkritischen Stücke gespielt wir haben Klassische gespielt aber so war es Ost wie West.

00:19:46: Die Theater haben sich in Osten und Westen gar nicht so sehr unterschiedlich.

00:19:50: Es war eigentlich dieselbe Methode.

00:19:52: Es waren überall interessanter Stücke, weniger Interessante.

00:19:56: Es war ein unheimlich gesellschaftskritischer Stück im Osten wie im Westen.

00:20:02: also ich fand das hat sich nicht sehr unterschiedend.

00:20:06: Ja und dann waren sie irgendwann neunzehn Jahre jung und dann kamen die ersten Synchronfirmen zu ihnen, die an ihrer Schauspielschule nach Nachwuchs suchten.

00:20:17: Sie gingen dann zum Vorsprechen und bekamen ja auch gleich eine Rolle allerdings nicht als Tochter sondern als Mutter.

00:20:24: Haben sie damals gedacht, liebe Frau Nuno sehe ich wirklich schon so alt aus oder klingt nur meine Stimme so?

00:20:30: Nee das habe ich überhaupt nicht

00:20:32: gedacht!

00:20:33: Ich fob das einfach nur interessant und da meine Stimmen auch recht tiefer Ja, also auch oft sehr beleibte Damen gespielt oder farbiger.

00:20:47: Ich war daran gewöhnt, dass meine Stimme nicht so eine Kinder- oder jung Mädchenstimme war sondern immer schon wesentlich mehr Volumen hatte und auch für kräftige und aber auch sensible Rollen sich sehr gut geeignet

00:21:04: hat.".

00:21:05: Ja, und sie waren dann auch später beziehungsweise von neunzehntundertsechsenzig bis neunzenhundertsiebenundachtzig am Maxim Gorky Theater tätig in Ostberlin.

00:21:15: Und da waren Sie zeitweise nach meinen Informationen auch als Regieassistentin.

00:21:20: Ja, ich habe sehr viel mit Thomas Langhoff zusammengearbeitet.

00:21:23: Das war eine wunderbare Zeit mit wunderbaren Stücken.

00:21:29: Mit diesen Stücken sind wir auch manchmal dann auf Tournee gegangen also nach Westdeutschland haben wir ja unsere ersten großen Tournén gehabt und es waren Inszenierung, für die man behandelt.

00:21:43: Es war etwas ganz Besonderes und etwas Schönes.

00:21:47: oder hier eine Erflug über das Kuckungsnist.

00:21:50: Das machte damals Winke-Grundregie.

00:21:54: Das war eine fantastische Vorstellung, die über zehn Jahre auf dem Spielplan stand.

00:22:01: Also das waren ja so.

00:22:02: die Stücke in Gorky Theater liefen sehr lange.

00:22:06: Und der Regieassistent war auch dann dazu da.

00:22:10: abends in der Vorstellung zu sitzen und genau darauf zu achten, dass sie nicht verschlammt wurden.

00:22:17: Dass sich auch wieder weiter ihre Rolle so korrekt und gut gespielt haben wie zur Premiere.

00:22:23: Und deshalb konnte man nach zehn Jahren noch eine Inszenierung gehen und die war so frisch am ersten Tag.

00:22:30: also das fand ich nach wie vor ganz bedeutend und ganz wunderbar.

00:22:36: Ja, und Sie haben in den erneunzten Achtzigerjahren dann an größeren Turnien teilgenommen durch Westdeutschland.

00:22:42: Und was ich auch gelesen habe, neunzehundertseinhalbzig, kehrten sie von einer Besuchsreise in der Bundesrepublik nicht mehr in die DDR zurück?

00:22:51: Ja das war ... meine Tante wurde achtzig Jahre und mein Mann durfte ja nie mitfahren aber ich war ja so ein genannter Reisekader durch diese Turnien Und da bekamen wir zum ersten Mal die Genehmigung, beide zum Geburtstag zu fahren.

00:23:10: Da haben wir gesagt jetzt oder nie, wir nutzen die Gelegenheit und kommen nicht zurück.

00:23:17: Wir haben ja wirklich all unser Eigentum zurückgelassen in die Einrichtung.

00:23:22: Die saßern also ... zu Besuch fahren, haben uns auch nicht getraut irgendetwas vorher wegzubringen oder so.

00:23:33: Weil wir wussten dass man gerade wenn man solche Reise vor hatte sehr beobachtet wurde.

00:23:38: und wir haben wirklich bei

00:23:40: Null

00:23:41: im Westen angefangen sind richtig durchs Lager in Marienfelde gegangen aber es wir haben nie einen Tag bereut das wir zwei Jahre vor Öffnung der Mauer weggegangen sind.

00:23:56: Wir waren froh und glücklich, haben zu zweit alle Wege durch die vielen Institutionen gemacht, die man erst mal abklappern musste, wenn man dort angekommen ist in Marienfel in dem Lager.

00:24:11: Aber es war für uns, wir waren raus.

00:24:15: Wir haben auch so ein glücklich großes Glück gehabt, dass wir beide ganz schnell wieder Fuß gefasst haben.

00:24:22: Ja und erinnern Sie sich noch an den Abend als dann die Nachrichten über den Fernseher kamen?

00:24:28: Die Mauer

00:24:28: bzw.,

00:24:30: ja wie soll ich sagen das was Ihnen in den vergangen Jahren erfahren ist hat eine Ende nämlich sie können sich jetzt von West- und Ost nach West frei bewegen.

00:24:41: Ja, also ich hab das ja gar nicht gleich mitgekriegt.

00:24:44: An dem Abend habe ich Theater gespielt bei den Vaganten und wir sind hinterher im kleinen Team immer noch in ein nahes Restaurant gegangen und haben was zur Abend gegessen.

00:24:53: Und als wir dort waren kam ein Kollege der sein Auto kurz benutzt hatte reingestumpt und sagt er, Also ich hab gehört die Mauer ist offen!

00:25:02: Die Mauer kann das sein?

00:25:04: Und da alle erhoben sich und ließen alles was sie da gegessen hatten stehen Alten raus, die einen zur Grenze.

00:25:13: Ich aber nach Hause, weil ich dachte, oh mein Sohn und unser Sohn der

00:25:17: Weilendammel.".

00:25:18: Erwachsen, der wird kommen und ich wollte ihn nicht verpassen.

00:25:22: Und dann haben wir zu Hause gesessen und alles am Fernseher miterlebt.

00:25:26: aber unser Sohn kam noch nicht, er kam erst am nächsten Morgen.

00:25:30: Der hatte an diesem Abend mit Freunden gefeiert und ist nachhause und sofort ins Bett gegangen hat also vom Mauerfall den er sich so versehnt hat nichts mitbekommen.

00:25:41: das hat er sich noch Jahre hinter hier vorgeworfen, sagte wie konnte ich an dem Abend schlafen?

00:25:48: Aber am nächsten Morgen kam ja dann noch ein Tür, das war natürlich ein großes Glück.

00:25:54: Wie überhaupt die Zeit nach der Maueröffnung in Berlin ein ganz, ganz großes Glück war?

00:26:01: Die Leute strahlten nur so... Also eigentlich alle!

00:26:05: Es war eine ganz besondere Stimmung gerade in Berlin.

00:26:10: Es war ein großes Glück.

00:26:11: Also ich habe nie wieder so etwas Allgemeines an Glück erfahren, wie gerade in dieser Zeit.

00:26:21: Alle waren freundlich zueinander.

00:26:23: Es war eine ganz besondere Zeit.

00:26:26: Schön!

00:26:27: Ja der neunte November neunundachtzig von dem wir ja sprechen und da gab es ja diese legendäre Live-Pressekonferenz des SED Politietbüro Mitglieds Günter Schabowski die Sie wahrscheinlich dann auch nicht gesehen haben.

00:26:39: Nein, nein.

00:26:40: Ich habe sie später mehrmals gesehen, weil ich sie auch so wichtig für uns fand.

00:26:47: Aber das war schon etwas durch ein Versehen.

00:26:51: oder wie kam das wirklich heraus?

00:26:54: und es war ja enorm!

00:26:56: Wie das ging.

00:26:58: eine Einmeldung überall durch den ganzen Osten.

00:27:03: auch geregt und viele, viele, vielen Alten zur Mauer.

00:27:07: Aber es war ja auch da noch nicht alles offen.

00:27:10: Manche waren offen, manche waren noch nicht ... Ich muss sagen, wenn ich heute so finde sie aus dieser Zeit dann kommen wir manchmal richtig die Tränen bei.

00:27:20: Das war so berührend.

00:27:22: Und ich kenne ja die Zeit.

00:27:24: Ich weiß ja, wie man darauf gewartet hat mal rauszukommen und die große Angst dann klappt das alles.

00:27:31: Also es war schon ein ganz besonderes Erlebnis.

00:27:37: Ja und ganz besonders ist auch Ihre Stimme liebe Frau Lunu denn sie sagen ja selbst dass eine Stimme viel über den Charakter und die Sensibilität eines Menschen verrät.

00:27:47: Was verrät denn ihre Stimme heute?

00:27:51: Was sie mit einem Neunzen noch nicht verraten konnte?

00:27:56: Lebenserfahrung.

00:27:59: Ja, dass man doch schon einige Dinge durch hat im Leben und natürlich schreibt das auch auf meine Stimme ab.

00:28:08: Aber wie meine Wirkung ist, können eher Sie oder andere Außenstehende beurteilen.

00:28:14: Ich selbst stehe ja sehr neutral zu meiner Stimme.

00:28:18: Wir müssen nur sagen, ich spreche heute natürlich sehr gerne reife Rollen mit großem Erleben und großen Emotionen.

00:28:28: Das macht mir sehr viel Spaß!

00:28:29: Und ich freue mich wenn meine Stimme dann auch die Wirkung erzeugt, dass sich die Gefühle übertragen kann, die ich selbst empfinde.

00:28:41: Ja das tut sie auf jeden Fall.

00:28:43: Was ist denn schwieriger eine liebenswerte alte Dame zu sprechen oder eine richtig unangenehme alte Dame?

00:28:50: Das kommt auf die Rolle an.

00:28:52: Wenn eine Rolle gut geschrieben ist und viel Charakter hat, dann spielt man beide gleich gern.

00:29:03: Also das kommt immer auf die Roller an.

00:29:07: Was macht Ihnen mehr Spaß?

00:29:10: Ich habe gerne Rollen, die unter die Haut gehen.

00:29:15: tragische oder irgendwelche interessanten Charaktere drin sind.

00:29:21: Also das ist natürlich, die spiele ich gerne.

00:29:24: aber ich habe auch ganz viele Heitre- oder Buschinkoserollen gespielt also auch mit großem Vergnügen.

00:29:31: Aber die unter die Haut gehen, haben mich eigentlich immer am meisten beschäftigt.

00:29:36: Ja, haben Sie schon mal jemanden korrigiert und gedacht, dass hätte ich aber besser synchronisiert?

00:29:46: Na ja, nein.

00:29:48: Da bin ich wie jeder Mensch der sagt Na ja, also das wäre auch meine Rolle gewesen und ich war noch besser für geeignet.

00:29:56: Aber es ist in dem Beruf wirklich so.

00:29:59: Es sind viele Rollen die man spielen möchte aber es sind genauso viele oder noch mehr Anwärter darauf.

00:30:06: Und dann ist es wirklich in der Sicht eines Regisseurs wie er die Rolle sieht mit wem er sich gerne besetzen möchte.

00:30:14: Das erlebt man ja täglich.

00:30:16: Also dass man immer irgendwelche Dinge hat, die man gerne machen möchte ist die Auswahl da und dann kommt es auf den Regisseur an, wie er die Rolle sieht.

00:30:26: Welche Person für ihn die geeignet sei.

00:30:30: Und was man nicht unterschätzen darf?

00:30:32: Für Generationen von Kindern sind sie Tante Mania aus Bibi-Blocksberg.

00:30:37: Sie haben nämlich nach dem Tod der Tilli Launstein deren Sprecherrolle damals als Oberhexe in der Hörspielreihe übernommen.

00:30:46: Wie kam es denn dazu?

00:30:48: Na ja, also die TV wurde wohl plötzlich krank.

00:30:53: Also irgendwie in Launstein war übrigens eine Schauspielerin und ich habe sie hoch verehrt.

00:30:58: Es war eine Arme Eine reife Dame sehr schön Sehr interessant mit einer sehr interessanten Stimme.

00:31:06: Und als ich angesprochen würde da wurde ja damals Sie wurde krank mitten in einer Produktion und man suchte eine Schauspielerin der ihren sehr ähnlich war.

00:31:19: Und so quasi habe ich ihre Rolle weitergespielt, von einem Satz zum nächsten und das hat wirklich toll funktioniert.

00:31:28: Und seitdem spiele ich diese Rolle – und das macht mir großen Spaß!

00:31:31: Die Tilly kam ja dann nie wieder zurück, sie wurde sehr denkend verstorben.

00:31:36: aber ich darf Ihre Rolle übernehmen dürfen und darüber bin ich heute noch sehr, sehr froh und spiele Sie gerne.

00:31:44: Ja, das merkt man und sie sind damals mitten in einer laufenden Produktion auch eingesprungen.

00:31:49: Wie fühlt es sich denn für Sie an wenn heute Erwachsene vor Ihnen stehen?

00:31:52: Das wird jetzt nicht mehr jeden Tag vielleicht vorkommen aber ab und zu und plötzlich wieder zehn Jahre alt werden sobald Sie Ihre Stimme hören.

00:32:00: Ja, also ich werde tatsächlich häufig mal angesprochen wenn ich irgendwo spreche oder ich stehe an der Kasse irgendwo.

00:32:07: Oder was mir sogar passiert ist, ich kam ins Krankenhaus auf so einer Trage und da waren mehrere junge Männer die dort in der Notaufnahme arbeiten und plötzlich sagte eine, ach das ist ja Drantemann!

00:32:24: gesagt habe, das fand ich ja noch nicht sehr komisch.

00:32:28: Also da liege ich an Unfall auf der Tragen und erkennt mich jemand, ach die Tantemania liegt ja da.

00:32:36: also das war schon das ungewöhnlichste eigentlich.

00:32:40: Und wenn ich Sie heute bitten würde Frau Lunowma einen Satz noch als Oberhexe Tantemania zu sprechen funktioniert das eigentlich alles noch im Schlaf?

00:32:48: Können sie davon einer Sekunde auf die andere noch so wieder aus der Tasche packen?

00:32:53: Gar den Hex sprach Vergessen.

00:32:56: Nein, ich bin nicht mehr Hex-Hex!

00:32:59: Aber das ist mein ganzer Hexfuhr.

00:33:02: Aber den habe ich tatsächlich jetzt momentan nicht barrat.

00:33:05: Nee, kann ich leider...

00:33:08: Da nicht schlimm.

00:33:09: Wir kennen sie auch so.

00:33:10: Sie haben ja auch bei die drei Fragezeichen ebenfalls unterschiedliche Figuren gesprochen.

00:33:15: Sie standen sogar beim Live-Hörspiel auf der Bühne.

00:33:18: Verändert sich eine Hörspierrolle wenn man plötzlich sieht wie Tausende Menschen auf eine Stimme reagieren.

00:33:25: Na ja, sagen wir ... Dieser Abend in der Waldbühne war wirklich ganz besonders!

00:33:32: Es war ein heißer Sommertag im August und am Tage haben wir schon probiert unter einem besonderen Dach weil es so heiß war und dann kam einer wirklich laue Sommernacht wieder aus dem Bildermuch Und dieses Hörspiel war auch so schön.

00:33:53: Das war der seltsame Wecker!

00:33:56: Und es war ein wunderbares Hörspiel und zu dem Auftritt durften die drei Fragezeichen Leute mit einem riesen Kardiak auf die Bühne fahren, der da so schräg runtergefahren wurde.

00:34:11: Also es war schon ein ganz toller Anfang ja und dann sitzen da wirklich fast zwanzigtausend Leute alt und jung.

00:34:22: Es ist Mux-Mäuschen still, so viele Leute atmen nur.

00:34:27: Und wenn dann irgendein Stück Text aus irgendeiner der vielen drei Fragezeichen Hörspiele kamen, dann kommt sofort eine ganz starke Reaktion!

00:34:38: Man hat also den Gefühl gehabt, jeder der Zugdauer hatte jedes einzelne Hörsspiel und das war wirklich wunderbar.

00:34:48: Ich habe noch nie etwas so... Schönes erlebt, wie diese Sommernachten mit diesem Hörspiel.

00:34:55: Und ich weiß, man denkt dann auch gar nicht an die Zuschauer, sondern man spielt das und fühlt sich so geborgen.

00:35:02: Das ist hier eine weiche Welle, die einfach immer entdecken kommt.

00:35:06: Es war ein ganz besonderer Abend, ein besonders schöner.

00:35:10: Ja, und ihr Leben bestand und besteht ja aus sehr vielen besonderen Momenten.

00:35:13: denn wir müssen heute unbedingt auch mal über Loryo sprechen.

00:35:16: Sie waren ja in Papa Anteportas zu sehen.

00:35:20: War denn Vico von Bülow privat genauso präzise wie sein Humor vermuten lässt?

00:35:25: Ach, also er war ein ganz besonderer Mensch.

00:35:27: Ich habe ja nun wirklich nur eine kleine Rolle gehabt.

00:35:31: Aber ja, er war von ganz großer Freundlichkeit und bei der Arbeit ganz wunderbar... Also ich war hier schon, hatte einen da.

00:35:44: ein Akt zu spielen dort.

00:35:46: Und sofort lief eigentlich nur eine einzige Einstellung und man dachte, das geht ja ganz schnell!

00:35:51: Da warten wir da und es geht ja gar nicht mehr.

00:35:53: Aber es dauerte und dauert.

00:35:56: Das ist doch unmöglich, das ist doch gar nicht viel Text.

00:36:00: Wieso dauert das so lange?

00:36:01: Dann kommen wir dran... ...und dann hatte er auch so bestimmte Vorstellungen von einer Szene dass sie auch genau so haben wollte Sie filmen so besonders und so besonders gut.

00:36:16: Und dann sagt er immer, ja aber wir können es noch ... Es ist schon wunderbar!

00:36:20: Wir können es aber noch ein ganz kleines bisschen besser.

00:36:23: Dann wurde eine kurze Sache immer wieder probiert und bis man sie dann so macht, dass ihr sagt Ja Das war's.

00:36:33: Und da hat er eine Umarmung gesagt, das hat sich doch gelohnt und wunderbar.

00:36:39: Und so war es auch in dieser Szene.

00:36:40: nachher ist es ja so ihr knallt die Türe zu geht raus und wir sitzen da also seine Frau und ihre Freundin alle auf irgendwelchen Sessen und rücken hoch als die Tür zugeschahren wird.

00:36:55: immer wieder und immer wieder probiert.

00:36:58: Also das sind so Kleinigkeiten, aber gerade diese Genauigkeit macht den großen Erfolg seiner Firma aus.

00:37:05: Das ist ... er wusste genau wie er etwas haben wollte!

00:37:08: Und der hat sich auch jeden Schauspieler persönlich ausgesucht.

00:37:12: bei ihren ganz genauen Seinen Bildpassung wusste Es war eine wirklich sehr schöne Arbeit und ich habe da viel viel gelernt.

00:37:23: Ich fand es einfach toll.

00:37:25: Also dann werden sie immer auch in meinem Herzen bleiben, denn ich habe diesen Film wie viele andere Menschen auf DVD oder Blu-ray zu Hause.

00:37:32: Und kann mich an dieses Szene sehr gut erinnern?

00:37:34: Es gab in diesem... Ich weiß nicht ob es Papa Anteportas war oder Ödopussi.

00:37:38: Da gab es die Szene mit den Bürstenverkäufern, mit diesem älteren Ehepaar das irgendwann auch auf der Couch saß!

00:37:43: Sie erinnernt sich auch ja?

00:37:44: Ja, aber unsere Szene ist ja die, wo ihr... Wie war das?

00:37:52: Ach so, er hat seine ganzen... Akten da im Zimmer verteilt und dann kommt die Frau mit den Freunden über die einzelnen Akten hinweg.

00:38:04: Das passt ihm nicht, dann sucht er eine und dann saß ich auf dem Sessel und erhebt mein Sasser hoch.

00:38:13: Das war eine Szene, die auch immer wieder mit ihr aus seinem Repertoire was vorstellen sollte.

00:38:20: Die war fast immer dabei!

00:38:22: Die liebte er!

00:38:24: Das heißt sie waren die Dame damals, die gefallen ist?

00:38:27: Die über den Tisch gefallen ist.

00:38:29: Ach

00:38:29: dann kann ich es ja noch besser zuordnen Mensch jetzt werde ich mein ganzes Leben Sie mit dieser Szene verbinden.

00:38:34: Ist das nicht

00:38:36: schön?

00:38:37: Es war auch viel Spaß gemacht und selbst bei der Plamierne als das Buchtig kommen wir da... Wenn ich das ja wirklich lacht, kam er hinterher.

00:38:44: und dann sehen sie doch selbst.

00:38:46: Das Publikum hat sich kürzlich amüsiert.

00:38:48: Also haben wir da toll gemacht.

00:38:51: Er hatte auch Freude daran!

00:38:55: Und das fand ich so wunderbar.

00:38:57: Wenn ihm etwas gefiel, dann hat er das mitgeteilt.

00:38:59: Dann war er wie ein kleines Kind, dass seine Freude weitergeben muss.

00:39:04: Großartig Liebe Frau Luno, andere Menschen denken ja mit knapp achtzig dann irgendwann vielleicht auch mal über Kreuzfahrten nach oder einen neuen Fernsehsessel.

00:39:13: Sie wurden damals Rapperin und nannten sich Enkelschreck.

00:39:17: Wie passiert denn so etwas?

00:39:20: Ich fand damit nicht so!

00:39:22: Es wurde eine Herrlerin im Alter um die achtzig gesucht.

00:39:28: Die AD wollte damals einem Jungen... Ein Team, auch mal eine alte Rapperin gegenüberstellen.

00:39:39: Und da hat man Deutschland weit gesucht und kam auch auf mich, obwohl ich weder einen Rap gesehen hatte noch jemanden gesungen hatte.

00:39:47: Ich dachte aber kann es ja mitmachen?

00:39:49: Es ist schade nicht so ein Tatsäch.

00:39:51: Die haben mich genommen und dann habe ich mit einem Hamburger-Team diesen Rap aufgenommen Und da hat er wirklich sehr viel Spaß gemacht.

00:40:00: Ich muss ehrlich sagen, das war eine ganz besondere Arbeit und Sie haben mir auch schon mal gesagt, der Millionfach wurde im Internet angeklickt.

00:40:12: Wenn die Leute diesen Job gehört haben, dann haben sie ihn weitergereicht.

00:40:17: Der ist heute noch aktuell.

00:40:19: Ich finde den Text auch ganz witzig und schön.

00:40:23: Mir hat es großen Spaß gemacht!

00:40:26: Wenn wir schon nochmal aus Alter oder noch mal beim Alter sind, denn unsere Gesellschaft redet ja oft über das Alter so als bestünde es vor allem aus Dingen die man nicht mehr kann ab dem gewissen Alter.

00:40:37: Was können Sie heute vielleicht sogar besser als mit fünfzig?

00:40:42: besser kann ich nichts, aber ich habe weitaus mehr Lebenserfahrung.

00:40:48: Ich bin toleranter geworden und ich verstehe heute auch mehr wenn es älteren Leuten oder behinderten Leute nicht so gut geht oder dass sie andere Wege brauchen oder dass man sich etwas mehr um sie kümmert.

00:41:02: das habe ich sehr viel mehr in meinem eigenen Empfinden als früher da bin ich doch nicht so intensiv auf diese Dinge gegangen.

00:41:12: Aber heute habe ich mehr Lebenserfahrung, weiß vielmehr über Dinge die passieren können oder nicht passieren können.

00:41:19: was kann alles geschehen?

00:41:21: wie kann ein Mensch sich verändern?

00:41:23: das kann einem ja wie kann es einem gehen?

00:41:26: also da das kann ich besser als früher aber sonst so körperlich kann ich nichts

00:41:35: Mit.

00:41:36: mit vier neunzig ist es dann eben auch irgendwann mal, man isst nicht mehr Teenager.

00:41:41: Man merkt das dann eben auf das Alter.

00:41:43: Ja aber wissen Sie die Empfindung also dass man sagt wenn kann ich mir empfehlen?

00:41:48: Die ist die gleiche wie als Teenager!

00:41:51: Ich kann heute noch genauso mich freuen und glücklich sein oder unglücklich sein.

00:41:55: wir als junger Mensch da bin ich manchmal selbst erstaunt dass sich daran nichts bei mir verändert hat.

00:42:03: Wunderbar einordnen und Leben, also da ist schon noch viel Bewegung.

00:42:11: Also ich bin nicht noch nicht eingerostet oder noch nicht totinnerlich... Ja das finde ich als sehr besonders und freut mich darüber.

00:42:24: Das merkt man Ihnen ja auch an?

00:42:26: Ich könnte ja auch interessinlos sein und so aber Neugierig auf das Leben und neugieriger auf andere Leute.

00:42:32: oder gut mit dem Reisen.

00:42:34: Also ich reise ja auch noch, aber ich sehe heute ist mir so viel von der Landschaft war meine Augen nicht mehr.

00:42:40: Das ist der größte Einbruch, der mir passiert ist dass sich seit gut zwei Jahren fast für dich erblindet bin Und das ist natürlich ganz schlimm.

00:42:50: Nicht nur das Menschen zu fahren kann.

00:42:52: Das ist auch ein großer Einbruch in mein Leben, aber dass ich eben so vieles nicht mehr sehen kann.

00:42:59: Es ist eine große Umstellung, aber ich versuche damit trotzdem fertig zu werden und trotzdem noch meinen Leben zu leben, wenn ich immer sage Gott andere sind tot!

00:43:09: Mein ganzer Freundeskreis und viele nahe Menschen sind inzwischen schon gestorben und ich darf noch leben.

00:43:17: also nutze ich den Tag schön zu machen und wirklich noch zu erleben.

00:43:25: Das tun sie!

00:43:26: Und auch wenn Sie nicht mehr so gut sehen können, im Studio werden Ihnen ja deshalb die Takes vorgelesen.

00:43:31: Sie merken die sich dann – und Sie sprechen sie anschließend –.

00:43:35: war denn der Verlust des Seevermögens etwas gegen das Sie lange angekämpft haben?

00:43:39: oder mussten Sie irgendwann einfach lernen es anzunehmen?

00:43:42: Nein, nein, also ich habe ja diese Makalu gemacht Makula, die Generation.

00:43:48: Ich habe jetzt zehn Jahre lang jeden Monat eine Spritze ins Auge bekommen aber letztendlich hat das auch nichts geholfen.

00:43:56: ich hatte dann eine Einblutung in den Augen und Damit war Schluss der Seefähigkeit.

00:44:03: Das ist nur noch ganz, ganz minimal.

00:44:06: Also lesen kann ich überhaupt nichts mehr und mein Gesichter kann nicht mehr erkennen.

00:44:11: Mein eigenes Gesicht nicht mehr im Spiegel, was ganz schlecht schrecklich ist.

00:44:16: Darum schlinke ich mich ja kaum noch.

00:44:19: Und sie natürlich auch nicht die neuen Falten.

00:44:22: Das wäre wieder ganz gut!

00:44:26: Aber das sind schon eine ziemliche Einschränkung.

00:44:30: Ja,

00:44:31: also dass mit den Pfeifen das lassen wir mal so stehen da kann ich mich noch an meine Oma erinnern die ist leider weit leider auch nicht mehr unter uns aber die hatte dann irgendwann das Bedürfnis auch ihre Bilder ein bisschen zu übermalen jede pfeifen auf den Bildern zu übermahlen da hat sich besser gefühlt.

00:44:47: Das sieht ja ganz schön aus, aber ich sehe natürlich nicht was da so genau drauf ist.

00:44:55: Also ich kann Sie aber beruhigen!

00:44:56: Was man so hört, sie sehen mit fourneunzig noch ausgezeichnet aus.

00:45:00: Danke!

00:45:01: Vielen Dank!

00:45:04: Sehr, sehr gerne.

00:45:05: Aber bevor wir gleich zum Ende kommen – also zum Ende dieser Folge Frau Luhn, das ist ganz wichtig!

00:45:11: Das Leben geht ja noch weiter.

00:45:12: Ich möchte Sie noch ein bisschen fragen oder eine meiner letzten Fragen heute.

00:45:16: Sie wissen ja künstliche Intelligenz?

00:45:17: Ist ja das Thema im Moment auch ... Heute kann künstlich Intelligenzkai Stimmen täuschend echt emitieren und gerade bei Ihnen in Ihrer Branche wird inzwischen oft darüber diskutiert, ob synthetische Stimmen Sprecher ersetzen könnten.

00:45:32: Macht Ihnen denn diese Entwicklung Sorgen?

00:45:34: oder denken Sie sich ist mir persönlich jetzt schnurzegal nach mir diesen Flut?

00:45:39: Es wird mich nicht mehr so sehr betreffen, weil ich ja nur schon sehr alt bin.

00:45:43: Aber ich finde das schrecklich!

00:45:45: Ich finde es einfach schrecklig wenn ich mir vorstelle meine Stimme wird irgendwo reingestellt und jeder denkt dass sie ist, bin ich aber gar nicht.

00:45:55: Ich glaube...ich weiß es nicht vielleicht irre ich mich, aber künstliche Intelligenz Und dafür die Seele, dafür die Emotionen.

00:46:05: Man kann technisch vieles nachmachen und man kann es auch perfekt sprechen und vielleicht auch gewisse Empfindungen nachstellen aber die Seelle ist nicht mehr da und vielleicht irre ich mich, vielleicht kann man das also machen.

00:46:21: Ich mache mich nicht glücklich.

00:46:23: Also in vielen Gebieten, z.B.

00:46:27: für Ärzte bei Operationen und dergleich finde ich es ganz toll.

00:46:32: aber auf der künstlerischen Seite ach nee da habe ich Bauchschmerzen das finde ich nicht so toll.

00:46:41: Ja, deswegen möchte ich Sie auch zum Ende der Folge heute gar nicht nach Ruhestand fragen.

00:46:46: Denn ich kann mir die Antwort schon fast denken liebe Frau Luno aber ich möchte es ein bisschen nach der Zukunft fragen worauf sind sie denn mit vier neunzig Jahren noch neugierig?

00:46:54: Ich bin auf jeden Tag des Lebens neugirig an die Zukunft, Zukunftspläne mache ich eigentlich nicht mehr.

00:47:03: Ich plane nur eine gewisse Zeit voraus, nicht mehr so.

00:47:08: im nächsten Jahr mache ich das und übernächsten das.

00:47:10: Das ist Quatsch!

00:47:11: Das mache ich nicht mehr.

00:47:13: Aber so voraust war noch mal ein Urlaub planen oder so und denke nur mal sehen ob es noch erreicht oder nicht?

00:47:20: Und ich bin jetzt auch ein paar Mal in den Urlaub... geflogen.

00:47:24: und das geht sehr schön mit diesem Service, dieser Mobility-Service der überall auf den Flughäfen ist.

00:47:31: Da kann ich sogar noch alleine fliegen.

00:47:33: Das ist ganz toll!

00:47:35: Ich bin auch neugierig aber so zu sagen nächstes Jahr komme ich wieder oder so.

00:47:40: Das traue ich mich nicht mehr.

00:47:42: da bin ich schon jetzt etwas vorsichtiger und sage wenn ich es noch erlebe wunderbar freue ich mich sehr.

00:47:49: aber erst mal abwarten.

00:47:51: Also dann werde ich Sie mal mit der Annaliese Hackmann, mit der Katzenlady verknüpfen.

00:47:55: Denn ich finde, fourneunzig und neunzig das ist eine super Kombination um noch meine Weltreise anzustrengen für einige Monate.

00:48:03: Und wenn das nicht klappt Frau Luna?

00:48:04: Dann sind wir hiermit verabredet.

00:48:06: Wenn sie dann irgendwann mal hundert werden Dann treffen wir uns wieder bei mir im Podcast und dann erzählen Sie mir mal was in den sechs Jahren dazwischen so schönes passiert ist.

00:48:18: Aber ich würd mich schon freuen, wenn ich noch ein paar Jahre leben dürfte.

00:48:22: Und einigermaßen gesund sagen wir das so, ne?

00:48:25: Also das ist ja mal alles.

00:48:27: dann mit einer Frage der Gesundheit.

00:48:30: Solange es einem noch einigermassen gut geht, dass es sehr schön ... aber wenn man dann sehr krank ist, dann ist es vielleicht nicht mehr so sein und dann bringt's nicht mehr viel.

00:48:40: Aber im Moment bin ich noch sehr froh und glücklich und freue mich über jeden Tag an dem ich noch leben darf!

00:48:48: Dann wünschen wir der Oberhexe Tantemania und vor allem aber Luise Luno noch ein langes, friedliches und glückliches und fröhliches Leben.

00:48:56: Ich darf mich wirklich bei Ihnen bedanken – das war ein Vergnügen!

00:48:59: Ich zieh meinen Hut vor Ihrem Leben und von Ihrer Tatkraft und Ihrer Energie.

00:49:04: Sie sind mein bisher ältester Gast.

00:49:05: Wenn ich in diesen Schritten weiter mache ist dann der nächste über hundert.

00:49:07: Ich bin mal gespannt wie weit das noch nach oben geht und darf mich bei Ihnen nur bedanken.

00:49:14: von Herzen dass sie sich die Zeit genommen

00:49:16: haben Und ich habe mich sehr gefreut, einen so netten Menschen wie Sie es sind

00:49:30: kennenzulernen.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.