Harry Wijnvoord | „Der Preis ist heiß“-Legende – Wie viel darf ein Toaster kosten?

Shownotes

Kaum ein Fernsehgesicht hat das deutsche Nachmittagsprogramm so geprägt wie er: Harry Wijnvoord wurde als Moderator der Kultsendung „Der Preis ist heiß“ zu einer der bekanntesten TV-Persönlichkeiten der 1990er-Jahre. Millionen Zuschauer fieberten täglich mit, wenn Kandidaten Preise schätzten, Autos gewannen und er mit seinem unverwechselbaren Charme durch die Show führte. Mit André Puchta spricht der gebürtige Niederländer über seinen Weg vom Technikverkäufer zum Fernsehstar, über die goldene Ära der Gameshows und darüber, wie sich Fernsehen und Unterhaltung seit den 90er-Jahren verändert haben. Er erzählt von großen Erfolgen, kuriosen Momenten hinter den Kulissen und davon, wie es sich anfühlt, plötzlich Teil der deutschen Popkultur zu werden.

Im Podcast „Schüchtern bis nüchtern“ begrüßt André Puchta spannende Charaktere mit außergewöhnlichen Berufen, Lebensentwürfen oder Leidenschaften. Eine Bühne für Biografien, die man nicht erfinden könnte. Hier trifft Kuhfriseur auf Detektiv, Domina auf Pfarrerin, Dildo-Designerin auf Tatortreinigerin, Human Puppy auf Ordensfrau und Hebamme auf Tantra-Trainer. Ein Podcast über das Ungewöhnliche – und das, was uns verbindet.

Transkript anzeigen

00:00:04:

00:00:04: Herzlich willkommen

00:00:06: bei

00:00:06: Schüchtern bis Nüchdern.

00:00:08: Dem Publicity-Podcast mit

00:00:11: André Puchter und chilligen Gästen,

00:00:14: fast live aus Berlin!

00:00:23: Fernsehen prägt Generationen – manchmal prägen einzelne Menschen das Fernsehen.

00:00:29: Mein heutiger Gast gehört genau zu diesen Persönlichkeiten.

00:00:32: Über Jahre hinweg wurde er zu einem der bekanntesten Gesichter der deutschen Unterhaltung.

00:00:37: Millionen Zuschauer fieberten mit, wenn Kandidaten Preiseschätzten Autos gewannen oder plötzlich vor Freude durch das Studiosprang.

00:00:46: Als Moderator der Kultshow Der Preis ist heiß schrieb er Fernsehgeschichte Mit Charme und Humor Und einer Herzlichkeit die ihn bis heute unverwechselbar macht.

00:00:58: Doch hinter dem Moderator steckt mehr als eine Game Show-Legende Ein Mann, der den Menschen immer auf Augenhöhe begegnet.

00:01:06: Der Unterhaltung nie mit Oberflächlichkeit verwechselt hat und der uns allen gezeigt hat das echte Sympathie im Fernsehen nicht gespielt werden kann!

00:01:15: Ich freue mich sehr auf dieses Gespräch.

00:01:17: Herzlich willkommen bei Schüchtern bis Nüchdern.

00:01:19: Harry Weinford

00:01:21: Hallo und ich freue mich dass ich heute hier bin.

00:01:24: Lieber Hardy, ich freu mich riesig dass du mein Gast bist und wenn ich dir jetzt einen Toaster zeige würdest Du denn immer noch sofort den richtigen Preis erraten?

00:01:34: Ja... Ich müsste nur erst wieder umrechnen in dem Arken.

00:01:39: Ja da hat sich einiges geändert!

00:01:40: Aber wie sagen wir so?

00:01:44: die Preise sind doch gleich neun in vierzig fünfundneunzig.

00:01:47: Also da kennst du dich jemand aus.

00:01:49: Ich merke schon, da hat sich jemand gut vorbereitet auf die Sendung.

00:01:52: Also dann müssen wir jetzt schon mal einsteigen denn das interessiert mich natürlich Brennendoster ist ja nicht gleich toaster.

00:01:57: Die unterscheiden sicher schon was die Anzahl der Toßschlitze angeht.

00:02:00: ich habe mir ein bisschen recherchiert.

00:02:01: Da gibt es zwei oder vier Scheiben.

00:02:03: Da gibts die verschiedenen Leistungsstufen Wachstufen, die Bräunungsstufen und die Auftauffunktion für gefrorenes Brot Und nichts zu vergessen die Krümelschublade.

00:02:11: die gab's damals noch nicht.

00:02:13: Die war nicht selbstverständlich

00:02:15: Doch, doch.

00:02:17: Es gab auch die Krübel-Schublade schon!

00:02:20: Aber es ist so... Man hat eigentlich das Ding immer auf den Kopf gestellt damit die Krümel rauskommen.

00:02:26: Also wie ist denn der eine oder andere gesagt?

00:02:28: Ey da ist ja ein Schublade!

00:02:32: Ja gut also die Zeiten haben sich ein bisschen geändert.

00:02:34: Wie sehr hast du dich denn damals mit dem Produkten beschäftigt, die vor dir standen und lagen?

00:02:40: Sehr ich habe mich.

00:02:42: Im Vorlauf der Sendung habe ich mich immer erst hinter den Kulissen bewegt, zwischen meinen Preisen durch.

00:02:50: Damit ich nicht überrascht werde von wow das sieht aber gut aus oder das möchte ich auch haben oder sowas.

00:03:00: Nein!

00:03:01: Ich hab mich mit den Preisen und die Produkte sehr beschäftigt vor jeder Sendung.

00:03:09: Also ich merke schon, meine größte Herausforderung dürfte heute wahrscheinlich sein die Dauer unseres Gesprächs richtig einzuschätzen weil ich befürchte dass ich am Ende gar nicht mehr aufhören möchte.

00:03:18: Ich habe so viele Fragen an den lieben Harry Weinford aber ich verspreche dir eines du musst heute keine Preise schätzen.

00:03:24: Aber falls ich eine schlechte Frage stelle darfst du jederzeit auch dem berühmten Satz sagen leider daneben Ja

00:03:31: ist gut.

00:03:34: Also ich wollte dich eigentlich zur Begrüßung mit einem Witz überraschen, aber ich dachte mir vielleicht sagst du am Ende dann einfach der Witz ist heiß.

00:03:40: Dann haben wir das auch mal geklärt.

00:03:42: und wenn heute jemand den Preis es heißt ruft in deiner Gegenwart zuckst du dann automatisch immer noch zusammen oder bekommst du sofort gute Laune?

00:03:52: Nein!

00:03:53: Ich bekomme gute Launen weil ich werde immer noch auf die Straße angesprochen.

00:04:01: Mensch, toll!

00:04:01: In deiner Sendung habe ich immer mit meiner Mutter geschaut oder meine Großmutter.

00:04:08: Wir reden ja schon über ein paar Jahre her, nicht?

00:04:11: Das ist schon länger her und die Jugendliche sind jetzt Erwachsene Leute.

00:04:18: Ja das sind sie und wir haben auch ein Stück Fernsehgeschichte miterlebt und das gehört ja zu vielen unserer Leben.

00:04:24: also viele Menschen verbinden damit auch ihre Kindheit und Nachmittage vor dem Fernsehen.

00:04:28: Richtig genau.

00:04:30: Und man konnte auch den Kindern unbeaufsichtig lassen, weil das war eine halbe Stunde heile Welt.

00:04:38: Also die Kinder haben es sehr schnell mitbekommen dass Leute gewinnen und Leute verlieren.

00:04:43: also nicht gewinnen.

00:04:45: ja

00:04:46: Ja das kam auch vor Die Niederlande die haben wir uns her Käse gebracht Wohnmobile tulten aber auch dich.

00:04:54: Über die Reihenfolge können wir heute gerne noch ein bisschen diskutieren.

00:04:57: Also ich finde, die Niederlande haben viele großartige Dinge hervorgebracht.

00:05:01: Gauda, Tulpen... Irgendwann haben sie sich gedacht, Mensch den Harry Weinfort, den schenken wir den Deutschen.

00:05:07: Dafür möchte ich mich heute ganz offiziell bedanken!

00:05:10: Ja nun es ist so.

00:05:12: man hat mich aus fünfzehn und halbjähriger nach Deutschland geschickt und ich war mit meiner Eltern und meine Geschwister hier am fünfzehnten Dezember, nineteenhundert vierundsechzig und ich war nicht glücklich.

00:05:28: Also das war ich auf keinen Fall weil ich habe wieder meine Freunde verloren, meine klassischen Kameraden und und ... Ich war.

00:05:39: aber nach meiner schulische Ausbildung hab' ich erst mal eine Lehre angefangen als Kirschner.

00:05:46: Das wohnte mein Vater, weil mein Vater ein Kirschenerei hatte.

00:05:51: Ich wurde das nicht, definitiv nicht.

00:05:56: Und ich hab dann notgedrungen aufgehört.

00:06:01: Ich wurde gefeuert von meinem eigenen Vater und wegen Nachtgewiesen des Interests Fauleheit.

00:06:08: Also ... Das war einfach so!

00:06:12: Dann hat er seine Steuerberaterin gesagt, vor allem was mach' ich mit dem Kerl?

00:06:17: Der muss noch an der Lehre machen.

00:06:19: Da hatte er es zumindest zu mir, da wurde ich wieder nicht gefragt Und ich wurde dann zum Gehilfe im Wirtschafts- und Steuerberatenden Beruf, also jetzt Feuerfachgehilfe.

00:06:31: Ja da wusste ich aus die Nummer komme ich nicht raus.

00:06:34: das muss ich wohl durchziehen.

00:06:36: Also habe ich das durchbezogen hab meine Prüfung gestanden und Gott sei Dank und da konnte ich den Wisch mein Vater auf ein Tief legen ist halt so Ich bin kein... Hilfsarbeiter mehr, ich bin jetzt ein gelernter Kraft.

00:06:52: Und jetzt kannst du mich gerne haben und dann habe ich gemacht was ich wollte.

00:06:56: Mensch also Du bist in Den Haakeborn, Du warst der älteste von vier Geschwistern... Ja!

00:07:01: ...und bist dann in nineteenhundertsechzig das hast du schon erwähnt mit deiner Familie nach Deutschland gekommen?

00:07:05: Und als du dann diesen Gesellenbrief in den Händen gehalten hast Dann hast du danach irgendwann, das hatte ich auch gelesen zunächst mal bei einer griechischen Fluggesellschaft gearbeitet.

00:07:16: Ja, damit fing eigentlich mein Glücksstrene an.

00:07:20: Ich habe bei Olympic Airways gearbeitet – das gehörte Herr Onassis.

00:07:28: Die Eltern unter den Zuhören werden wissen, dass er einer der reichsten Männer in der Welt war und da habe ich über sieben Jahre bei dieses Unternehmen gearbeitet.

00:07:43: Ich habe da erst in der Buchhaltung Personalabteilung gearbeitet und dann später im Verkauf.

00:07:49: Und das war mein Glück!

00:07:51: Ja, also... Das hat ja später wahrscheinlich geholfen denn es gab auch Flugreisen zu gewinnen.

00:07:56: aber was ist ja auch glaube ich ab und zu gab Schifffahrtsreisen?

00:08:00: Auch bei einer Schifffertsgesellschaft hast du später gearbeitet.

00:08:03: Von der Fluggesellschaft bin ich zur Schiffahrtlinie.

00:08:06: Also ich bin in den Tourismus

00:08:08: geblieben

00:08:09: und das war North Sea Ferrys Und meine Kunden waren Reisbüros, Busunternehmen, Zeitungen die Gläserreisen gemacht haben und so weiter.

00:08:24: Ich war der Verkaufsleiter für Süddeutschland, Österreich und des Schweiz.

00:08:29: Großartig!

00:08:30: Und dann nachdem du das einige Zeit gemacht hast gab es eine Begegnung in deinem Leben nämlich mit dem damaligen RTL Unterhaltungschef, den Jochen Filser hieß.

00:08:42: Der war dann auf der Suche nach einem geeigneten Moderator für eine neue werktägliche Game Show.

00:08:48: Wie kamt ihr denn zusammen?

00:08:52: Ich war inzwischen selbstständig geworden, wir hatten ein Marketing-Unternehmen für Gruppenreisen und mit meinem Partner zusammen.

00:09:01: Und ich wurde dann auf einer Reise mit Medienfachleute, mit Journalisten geschickt damit sie die Schiffe kennenlernen und so weiter.

00:09:09: Und mit von der Partie war der Unterhaltungschef vom RTL Jochen Filzer, der ging mit weil er musste sowieso in Hollywood die Produktion einer Game Show anschauen.

00:09:25: Der hat mich drei vier Tage beobachtet, die ich so agiere mit den Leuten und Deutsch- und Holländischen Englisch geredet habe Und er sagte, Menschenskinder das ist der Typ den ich brauche ein neues unverbrauchtes Gesicht.

00:09:39: Der ist es.

00:09:40: und naja dann hat er mich gefragt Sander, könntest du dir vorstellen bei RTL eine Game Show zu moderieren?

00:09:49: Na klar kann ich mir das vorstellen aber was ist in Gameshow?

00:09:54: Weil das Sport war mir nicht beläufig.

00:09:57: und ja er sagt so eine Art Quiz.

00:10:02: Und da können die Leute, wenn man im Jahr ist, dann haben sie einen Konsumgüter gewinnen und das war für mich utopisch hoch.

00:10:12: Weil wir kannten ja von Fernsehen nur fünf Mark in Schweindl mehr Gads nicht.

00:10:23: Und wenn man in dem Jahr kommt, dann sind die Leute schon sehr sportlich.

00:10:30: Nee, ich hatte jeden Tag.

00:10:35: Da habe ich gesagt, ja da will ich ein ganz Jahres Weihnachtsmanns.

00:10:43: Dann hat er mich zum Probeaufnahmen eingeladen und muss mich wohl gut angestellt haben!

00:10:52: Und dann ging es ja irgendwann los.

00:10:53: Es wurde ja von deiner Meinung nach so gut funktioniert in dieser Zeit.

00:11:06: Deine Intelligente und intellektuelle Menschen, sogar das sie verstanden haben.

00:11:14: Das ist eine kompakte Zusammenfassung des Ganzen?

00:11:17: Nein!

00:11:21: ist denkbar einfach, was kostet das am nächsten Rankommen ohne zu überbieten und du gewinnst es.

00:11:29: Das Konzept mit seinen vielen Spielen... Wir hatten ja über dreißig oder vierzig Spiele die wir spielen konnten bei den Kandidaten.

00:11:38: Es war immer abwechslungsreich!

00:11:40: Und es war immer schön!

00:11:44: Wenn es dann vorbei war haben die Leute gesagt, Mensch ja, wir sind vorbei.

00:11:50: Die haben nie gesagt, kurz oder lang ist das vorbei.

00:11:52: Nein schade es ist vorbei aber wir sind ja morgen wieder da.

00:11:58: Ja man ist mit dir in den tag gestartet oder man hat den tag auch beendet.

00:12:01: das gab hier unterschiedliche sendezeiten und insgesamt rund.

00:12:10: Ich hab dir dann das schon abgenommen, was du gerade gesagt hast.

00:12:13: Denn die Grundidee war ja denkbar einfach und wahrscheinlich auch genau deshalb so erfolgreich.

00:12:18: da mussten die Kandidaten den Preis von Alltagsprodukten möglichst genau schätzen ohne ihn zu überschreiten.

00:12:23: Und wir am nächsten Lager waren und dass es eigentlich eine simple Angelegenheit gewesen

00:12:28: ist.

00:12:28: Richtig!

00:12:30: Das war dann der Vorrunde, dann der Spielrunde und am Ende gab's noch ein Superpreis und da gab es dann verschiedene fünf sechs verschiedene Sachen.

00:12:39: Man musste das addieren, zwei Kandidaten gegeneinander.

00:12:44: Wer am nächsten Lande von uns zu sucht, der Preis kam ohne zu überbieten, der gewann.

00:12:51: also das war schon spitzenklasse.

00:12:54: Ja erinnerst du dich denn noch an deine allererste Sendung?

00:12:57: Oh ja eine Katastrophe die allerersten Sendungen.

00:13:06: Hat man mir einen Kandidaten gegeben?

00:13:10: Der hat nichts verstanden.

00:13:13: Ich habe es gut erklärt, ich hab's mir hinterher angeschaut... ...ich hab alles gesagt was ich sagen musste aber der konnte es nicht!

00:13:21: Wir haben, glaube ich, achtundzwanzig Minuten gebraucht wie es dir dann ausser Spiel war.

00:13:26: Furchtbar!

00:13:27: Aber vor der Rechte war furchtba aufgeregt und ja das ist... ich erinnere mich trotzdem gerne daran zurück.

00:13:37: Aber lag das bei dem ersten Kandidaten daran, dass er auch aufgeregt war oder hat er es einfach nicht verstanden?

00:13:46: Der war so nervös, also da vorne stand.

00:13:49: Den hätte ich fragen können Sie hier einen Männlein oder ein Weiblein?

00:13:52: und der hätte mich gesagt ja!

00:13:57: Also der war einfach neben die Kappe.

00:14:02: Ja gut, das passiert.

00:14:03: Ihr habt ja Anfangs aus München gesendet und ihr seid später irgendwann nach Köln umgezogen?

00:14:08: Richtig!

00:14:11: Wie kam es denn dazu?

00:14:13: Nun ist war so dass FreeMental einer der Lizenzgeber hat dann selber angefangen ein Produktionsfirma zu machen in Deutschland und haben eigene Formaten entwickelt und gemacht.

00:14:32: Und dann haben sie gesagt, ja, dann brauchen wir also nicht die Fremdorganisation, die es uns zubringt.

00:14:40: Sondern wir machen alles selber!

00:14:42: Ja

00:14:43: und das war dann der ausschlaggebende Grund den Produktionsort zu verändern?

00:14:48: Das war der Ausschlaggebenden Grund.

00:14:51: Es war natürlich schade weil man hat natürlich schon über achthundert Sendungen in schöner Apostere gemacht Mit tollen Kolleginnen und Kollegen.

00:15:02: Und ja, da sind nur wenige mit rübergekommen.

00:15:07: Ja das ist richtig denn ich kann ja heutzutage viele alte Sendungen auch noch über verschiedene Kanäle YouTube und so weiter sich auch mal reinziehen wie man mal so schön Neudeutsch sagt.

00:15:18: und dann gibt es tatsächlich auch die letzte Sendung aus München.

00:15:21: nicht mehr angeschaut habe.

00:15:23: Hast du damals deine Assistentin verabschiedet?

00:15:25: Ich glaube zwei von ihnen Eine Kollegin, die nicht mitgegangen ist und denen standen.

00:15:30: Die Tränen in den Augen.

00:15:31: also es war schon auch sehr emotional.

00:15:33: für dem

00:15:34: Ja wir hatten schon ein gutes Verhältnis.

00:15:36: ich habe übrigens immer noch Mit zwei Assistentinnen.

00:15:42: Wir sehen uns regelmäßig wird hören uns regelmässig Und die kommen auf mein Geburtstag sie werden auf meine Hochzeit.

00:15:51: Also ja doch Es war schon ein heilig ein Stück schnelle Welt.

00:15:57: Ja, was war denn das Besondere am Fernsehen der Neunziger?

00:16:00: War ja alles ein bisschen langsamer und weniger hektisch.

00:16:03: Nein es war nicht langsame und weniger haktig sondern es war solider.

00:16:12: Es wurde produziert auf Teufelkommeraus.

00:16:15: Es waren gute Sendungen da.

00:16:17: Es war eine gute Unterhaltung da.

00:16:19: Und man hatte sehr viele Kollegen mit denen ich sich getroffen habe Und das wurde immer weniger, immer weniger.

00:16:31: Dann hat RTL versucht jetzt Fernsehen zu machen ohne Programm.

00:16:37: Das geht nicht!

00:16:41: Das waren dann die Zeiten als es dann auch das Ende der Sendung zuging.

00:16:44: Du meinst jetzt so die zwei Tausender und danach?

00:16:47: Richtig!

00:16:49: Da

00:16:51: wurde einfach die Rechnung ohne den Wert gemacht.

00:16:54: also das heißt man habt dich... Dr.

00:16:58: Thoma hatte eins gesagt, wir haben was Neues entdeckt im Fernsehen – die Zuschauer!

00:17:09: Ja?

00:17:10: Weil ZDF und ARD hatten die Zuschauern das schon längst vergessen.

00:17:17: Und jetzt nach zehn Jahren hat RTL die Zuschaurere vergessen... ...die Leute wissen nicht, was sie tun.

00:17:28: Die können tausende Leute entlassen, die können fifteenhundert Leute entlasten.

00:17:32: Wir haben damals RTL, ich glaube mit zweihundert Leute, da haben wir die gesamte Senderbetriebe der Geleite geführt.

00:17:41: Aber das war ein gutes Programm!

00:17:44: Es gab weniger Sender und es gab auch weniger Formate.

00:17:47: aber dadurch hatten wahrscheinlich diese einzelnen Shows viel mehr Gewicht.

00:17:52: Ja, wir hatten dreieinhalb Millionen Zuschauer.

00:17:57: also Entschuldigung wieder mal, da würde sich heute die BZ nach ablecken.

00:18:01: Ja, das waren eben komplett andere Zeiten.

00:18:03: Also die Sendung traf auch den Nerv der Zeit weil sie eben auch diese Alltagsrealität mit Unterhaltung verbannt.

00:18:10: Richtig!

00:18:12: Also Lieber Hardy es gab ja einen zentralen Teil der Show und das war die sogenannte Bietrunde in der ich glaube vier Kandidaten Preise schätzen mussten und besonders spannend wurde es dann immer wenn jemand exakt den richtigen Preis nannte Dann winkte, glaube ich auch oft ein zusätzlicher Bonus.

00:18:29: Wie oft kam das denn vor?

00:18:31: Das gab's pro Staffel zweimal und eine Staffel war sechzig Sendungen.

00:18:42: Ja, das gab es öfters dass die Leute hundert Euro eingestickt haben

00:18:47: ja.

00:18:47: Und das waren ne Menge!

00:18:51: Hundert Mark, genau.

00:18:52: Die damalige Währung.

00:18:55: Na ja also wie gesagt heute gibt es ja Streaming, Social Media, Tiktok... Wie hat sich die Unterhaltungen deiner Meinung nach insgesamt verändert?

00:19:03: Also jetzt nicht nur auf RTL bezogen sondern so wenn man mal das Fernsehen, das lineare Fernsehen betrachtet.

00:19:10: Dadurch dass die Fernsehen anstalten alle Miteinander.

00:19:14: Alle miteinander!

00:19:16: Die Zuschauer vergessen haben sonder nur noch Shareholder Value dieses Anteilseigner-Gewinn, diese Gewinne den sie erzielen wollen.

00:19:29: Das kann man nur machen wenn man kein Programm hat was nichts kostet und möglichst viel Werbung verkauft.

00:19:40: Und irgendwann haben die Leute dann gesagt Entschuldigung bitte mal das ist nicht mehr mein Programm!

00:19:47: Und dann haben die angefangen Bezahlfernsehen zu machen.

00:19:51: Da haben die Leute Premiere geschaut, weil sie da Filme schauen konnten.

00:19:57: Hätten die Fernsehen mal diese Filme gekauft und gescheit, dann hätten sie heute noch ihre Zuschauer.

00:20:05: Ja und dann kam dann Netflix und YouTube.

00:20:08: also bitteschön.

00:20:11: Ich sitze hier oben in meinem Esszimmer mit meinem Laptop und schaue YouTube-Filmchen wie ich Schiffe restaurieren kann.

00:20:19: Ja, aber ich schaue nicht mehr unter dem SM Wohnzimmer auf den großen Bildschirm Fernsehen an.

00:20:24: Das brauche ich doch

00:20:26: nicht!

00:20:26: Also das kann ich bestätigen auch meine Eltern und alle die um mich herum zu leben... Die schauen sich vielleicht noch einmal in der Woche irgendwas tagesthemenmäßig an oder das RTL Nacht schon ab?

00:20:36: Das war es dann aber auch,

00:20:37: ne?!

00:20:38: Ja, das ist richtig!

00:20:39: Also die haben einfach die Leute vergessen mitzunehmen Und wir haben keine Programme mehr gemacht.

00:20:45: und sie haben einfach Und das sind alle so kruge Menschen.

00:20:48: und da kam wieder ein Studierter.

00:20:50: Und noch ein MBA, weiß Gottfors alles!

00:20:54: Ein Master in weiß GottFors, der wusste es noch besser!

00:20:59: Ja... Wie

00:21:00: viel Fernsehen macht?

00:21:01: Also Entschuldigung bitte mal!

00:21:03: Hallo?!

00:21:05: Ja, da hat man einiges erlebt und ich glaube du bist ja super vielen Menschen begegnet..ein Mensch der dir auch begegnete ist, der sogar mal Kandidat bei dir war Das ist der liebe Christian Oberfußhuber.

00:21:20: Ja, das ist die typische Reaktion wenn man auf Christian Oberfuchs zu sprechen kommt.

00:21:25: Man hat gute Laune.

00:21:29: Der war Kandidat bei mir und wie wir dann die neue Sendung gemacht haben, die neun Stück, war er mein Warm Upper!

00:21:39: So entwickelt sich das im Leben.

00:21:41: Und der liebe Christian, auch ein Freund von mir, der war in Folge fünf meines Podcasts im Oktober, mein Gast ist ja an Oberbayern.

00:21:48: und für alle die nicht kennen, dass es jemanden, der das Studioanheiz, der Abläufe erklärt, auch manchmal eine Stimmung rettet und dann eben auch das müdeste Publikum zum Klatschen bringt.

00:22:00: Du hast das schon erzählt bei der Neuauflage da war dann auch an deiner Seite.

00:22:03: aber bei den ersten Folgen oder so in dieser damaligen Zeit gab's damals auch schon warm abbaue?

00:22:08: alles selber gemacht?

00:22:09: Nein,

00:22:09: das hatte Walter gemacht.

00:22:11: Walter Freiwald?

00:22:12: Ja!

00:22:15: Das hat Walter gemacht.

00:22:17: aber ich hatte ein Redakteur, einen Jungen und ja der ist dann später mein Kollegen geworden.

00:22:30: Aha...

00:22:39: Dieser Kollege von dem du sprichst also ihr hattet ja das hast du auch jetzt hier zweihundert Kolleginnen und Kollegen im Team, das war schon eine große Mannschaft.

00:22:46: Und was ihr auch hattit?

00:22:47: Ihr hattest anscheinend sehr viele Preise die er irgendwo unterbekommen musste.

00:22:51: da gab es ja alles von Autos Reisen Küchen Klassiker waren glaube ich immer so Haushaltsgeräte die irgendwie plötzlich im Studio auftauchten Also Waschmaschinen komplette Küchen kühlschränke.

00:23:00: Ja was war der verrückteste Preis den Du jemals vergeben hast?

00:23:07: zweimal ein Familienhaus, ein ganzes Haus.

00:23:13: Ein Rolls-Rolls?

00:23:16: Ein Porsche!

00:23:19: Mit dem Porsche gab es übrigens nochmal eine Geschichte, einer der Porsche.

00:23:25: Wir wollten etwas ganz Besonderes machen und hier kommt ihr Preis und dann würde das Tor aufgehen Und dann war ein Papierwand da mit den Sternen und das Logo drauf, einen Sternen.

00:23:42: Wenn die Assistentin der Hand von der Bühnenarbeiter gesehen hatte aus diesem Winkel, dann wussten sie, dass Tor ist auf und dann würde sie so durch das Papier erfahren.

00:24:03: aber wir waren alle furchtbar aufgeregt.

00:24:08: Der Bühnenarbeiter, der zog das Ding mit einem Ruck an und dann blieb das linker Teil.

00:24:16: Blieb stehen unter rechter Teil war offen und da war sein Hand und sie giebt voll Gas und kommt bretter durch die Wand

00:24:25: und

00:24:25: durch das Tor.

00:24:27: Ach so liebe Gott!

00:24:31: Das Auto hatte fünfhundert Meter Gefahren.

00:24:39: Ja, das passiert.

00:24:40: Aber ich denke mal hier war doch gut versichert.

00:24:44: Das waren legendäre Momente!

00:24:46: Es gab ja auch Preise wie ganze Palettenwaschmittel oder dutzende Packungen Tiefküpppizza oder Berge von Konservendosen also Dinge die im Alltag zwar nützlich waren aber in solchen Mengen fast absurd wirken.

00:24:57: Ja sicherlich klar.

00:24:59: aber es gab zum Beispiel Die ganze Palette von Bosch, von Kleinstbohrmaschine bis zu Hausenbohrermaschinen.

00:25:08: Hundertfünf Geräte!

00:25:11: Ja und dann gab's noch die technischen Geräter aus der damaligen Zeit Videorekorder, Faxgeräte Walkmans, frühe Camcamcorder Also so ein Videorekorter, der konnte damals mehrere Tausend Dema kosten.

00:25:23: Das kann man sich heute alles nicht mehr vorstellen.

00:25:25: Ja, das waren alle geredet.

00:25:29: Das war eine andere Qualität.

00:25:31: Gab es denn Kandidaten die du nie vergessen wirst?

00:25:40: Ich hatte gelesen dass es mal einen Kandidat gab der ist vor Freude so hoch gesprungen... ...dass ihr Angst hattet um das Studio.

00:25:53: Das hat's öfters gegeben.

00:25:55: Ein Kandidater hat ein Auto gewonnen und der ist durch das Studio gerannt!

00:26:00: Der war nicht mehr einzufangen.

00:26:03: Der ist links und rechts gelaufen, der ließ sich nicht mehr einfangen.

00:26:07: Dann haben wir ihn laufen lassen.

00:26:10: Und dann gehen ja auch mal die Emotionen durch... Wie war das damals?

00:26:13: Da gab es bestimmt auch Kandidatinnen und Kandidaten, die verfreutet dich auch noch im Abend haben oder dir vielleicht einen Kuss auf die Wange gegeben haben.

00:26:19: Ja

00:26:20: sicherlich!

00:26:20: Das hat's oft gegeben.

00:26:22: Das war herrlich.

00:26:28: Ich habe einen Straßenbahnfahrlehrerin gehabt, das Kandidatin.

00:26:38: Und die gewann in Superpreis und da war ein Sportwagen mit drin.

00:26:43: Und sie hat gesagt, Harry ich muss den Wagen verkaufen.

00:26:47: Und dann sagt sie so.

00:26:49: Sagt sie ja.

00:26:52: Der ist Lkw-Fahrer!

00:26:53: Ich sehe ihm so wenig... Wenn er jetzt dieses Auto kriegt der Velu Dann sehe ich ganz mehr.

00:27:01: Und dann verkaufe das Ding doch.

00:27:04: und hat sich das Ding verkauft für vierzigtausend Mai, und für vierzichttausende Mai hat sie ihre Tochter einen Geige gekauft von ihrem Professor.

00:27:18: Wie schön.

00:27:19: Ja Das ist eine schöne Geschichte an die ich gerne zurückdenke.

00:27:23: ja und andere Sachen Ja, es gibt tausende Geschichten.

00:27:28: Tausend, ne?

00:27:30: Es gab ja auch Zuschauer... Das waren glaube ich so die lustigsten Momente, die völlig daneben lagen.

00:27:35: also wenn zum Beispiel ein Fernseher auf zweihundert Mark geschätzt wurde und der tatsächliche Preis vielleicht bei über tausend fünfhundert mark lag hat denn jemals komplett absurd geschätst in deinen Augen?

00:27:47: Ja!

00:27:48: Ich habe einmal einen gehabt, da hat Zehenwerk gesagt bei einem Preis weil er wusste ganz genau dass die anderen drei alle überboten hatten und hat er zehnmal gesagt.

00:28:05: Na ja, in diesen Sekunden oder in diesen Momenten wenn man da vorne steht oder ob die Kamera auf eingerichtet ist dann denkt man nicht immer mit klarem Kopf kann ich mir vorstellen.

00:28:14: aber du hattest hier auch einen Mordrationspartner schon an deiner Seite.

00:28:19: Ich würde gerne ganz kurz über ihn sprechen, über Walter Freywald der ja leider auch nicht mehr unter uns weilt.

00:28:24: Er war ja auch eine Institution.

00:28:25: seine Stimme, seine Energie das gehörte er irgendwie zu Scho.

00:28:30: Wie waren das in der Zusammenarbeit?

00:28:32: Werden die Aufzeichnungen... wie habt ihr euch das denn mal aufgeteilt?

00:28:36: Wann wusstet ihr wer wann irgendwas zu sagen hat?

00:28:39: Also es war ein Choreografie die einfach saß.

00:28:44: und ich sag dann weiter was haben wir denn für Isolde?

00:28:49: Ja,

00:28:50: und da hat Walter erzählt.

00:28:52: So also es war ein gut eingespieltes Team?

00:28:55: Absolut!

00:28:57: Und was macht denn in deinen Augen heutzutage noch einen guten Moderator aus?

00:29:05: Ein guter Moderator ist verbindlich er weiß dass er gesehen wird.

00:29:15: er muss zuverlässig sein er muss nicht glauben dass er die Zuschauer was vormachen kann.

00:29:25: Es ist einfach Ehrlichkeit, Honesty muss da sein.

00:29:31: Empathie muss da sind und vor allen Dingen man muss gut vorbereitet sein.

00:29:42: Ja ein echtes Interesse am gegenüber!

00:29:46: Und Interesse an dem Produkt das man liessert?

00:29:50: Ich glaube wenn man Kandidaten nur abfertigt betone das jetzt wirklich bewusst so abfertigt, dann merkt das Publikum das auch sofort.

00:29:58: Ja und dann ist aber das geht sowas schon schnell.

00:30:04: Das geht sowAS schon schnell.

00:30:05: also ja da ich so am besten beraten sehr sehr standhaft zu sein.

00:30:15: Hast du denn jemals deinen Lampenfieber verloren oder gehört?

00:30:18: ein bisschen, gehört dir ein bisschen Nervosität dann immer dazu?

00:30:24: Ja, bei den Preisen heißt dann hinterher nicht mehr.

00:30:27: Da war ich nur konzentriert und gespannt aber nicht mehr lampenfiebermäßig.

00:30:34: Aber wenn ich jetzt doch irgendwo auftrete und bis ich meine erste Worte gesprochen habe bin ich saumäßig nervös.

00:30:47: Wie schafft man es denn nach Jahrzehnten im Fernsehen trotzdem irgendwie privat zu bleiben?

00:30:53: Indem ich privat bin!

00:30:56: Wenn ich jetzt, ich war vorhin in mein Supermarkt einkaufen, die kennen mich.

00:31:03: Die wissen ganz genau wie ich bin.

00:31:06: Viele Leute wissen es auch in meinem Dorf.

00:31:08: und Hallo Ari, hi!

00:31:13: Ich höre einfach zum Stadtbild dazu.

00:31:16: Du gehörst nicht nur zum Stadtbil, du gehörste zu diesem Land, diese Wiedererkennung... Diese, wie soll ich das sagen?

00:31:23: Diese Markenbekanntheit von Harry Weinfurt ist ja immens.

00:31:26: Also man erkennt dich an deiner Stimme und an deinem Aussehen... Du hast dich ja auch nicht wirklich verändert in all den Jahren!

00:31:32: Nein, ich bin kaum Elke,

00:31:33: gell?!

00:31:34: Oder?

00:31:35: Wenn man sich so andere Leute anschaut... Ich sollte euch übrigens ganz lieb grüßen, das habe ich dir noch gar nicht erzählt vom Lieben... Von deinem lieben Kollegen oder Fernsehkollegen Frédéric Meißner.

00:31:44: Ja, Wahnsinn!

00:31:46: Wie geht's denn

00:31:46: nun?

00:31:47: Den geht es ganz gut um kurz mal aus der... Aus dem Leekestion zu plaudern, der war kürzlich mein Gast bei Schüchtern bis Nüchdern und wir hatten uns natürlich über seine ehemalige Tätigkeit im Glücksrat ausgetauscht.

00:31:58: Und dann erzählte ich ihm das, dass wir demnächst verabredet sind.

00:32:00: oder meinte er Mensch ja, der HD die musste auch mal schöne Grüße ausrichten, das ist hiermit geschehen.

00:32:06: Warum ich das erzähle?

00:32:07: Auch Friedrich Meißner ist ja kaum älter geworden

00:32:11: Ja aber Friedrich Maisner macht etwas wo ich ihm sehr viel bewundere.

00:32:18: Der steigt jeden Tag aufs Fahrrad und fährt fünfzig Kilometer mit einem Rennrad.

00:32:26: Weil er Angst hat, dass er einen Gramm zunimmt.

00:32:29: Ich

00:32:29: sehe ein Salte in meinem Gesicht... ...und es ist ein Stück Apfelkuchen damit die Falke verschwindet!

00:32:36: Ja gut ich sage immer einen Bauch bekommt man in vier Wochen weg.

00:32:39: Ein scheiß Gesicht hast du dein ganzes Leben das seid ihr beide Gott sei Dank verschont geblieben.

00:32:47: Und okay, also das verstehe ich.

00:32:48: Das mit dem Sport ist natürlich ein gutes Argument aber warum glaubst du denn lieben Menschen eigentlich oder liebten Menschen eigentlich Game Shows zu sehr?

00:32:58: Die würden heute noch so funktionieren?

00:33:00: Natürlich würden sie heute mal funktionieren weil ich sage ja woher kommen denn die Gameshows aus Amerika?

00:33:09: und in Amerika laufen Sie immer noch!

00:33:12: Die laufen immer noch, der Preis ist heiß läuft jeden Tag eine Stunde.

00:33:18: Mit einem neuen Moderator... Der ältere, die es hat mit zweiundachtzig aufgehört, Bob Barker... ...die Sendungen!

00:33:30: Einer hat angefangen auch wir müssen die Preise des Heißdeck machen müssen was Neues machen.

00:33:36: Lincoln City oder weiß Gott was.

00:33:38: Lincoln Story oder sowas kann dann dafür.

00:33:41: Da hat man den Preis des Heißes wegoperiert.

00:33:44: Und dann hat man gesagt, ja, dann können die anderen haben gesagt, oh, sagt eins!

00:33:49: Dann können wir die teure Sendung Glückfahrts absetzen und hier aufs Ganze.

00:33:55: Und auf einmal waren die Game Shows weg.

00:33:59: Ja das ist schon schade.

00:34:00: ich bin auch mit diesen Gameshows aufgewachsen und ich habe das sehr bedauert irgendwann wie viele andere auch dass sie dann irgendwann verschwunden waren.

00:34:05: dann kamen mir die Talkshows.

00:34:07: Nein nein nein die TalkShows die gab es immer schon

00:34:10: Die gab's auch schon.

00:34:10: Auch

00:34:11: während unserer Zeit schon, aber die gab es nachmittags und wir kamen danach oder davor.

00:34:17: Und letztendlich ist es so Man hat uns damals abgeschafft Aber man hätte uns weitermachen lassen sollen

00:34:26: Ja

00:34:27: Und dann hätten sie heute noch Zuschauer Weil bei den Nachfolgesendungen, die ich noch gemacht habe, die neun Stück Wir hätten achtzehn Einstieg machen müssen, aber nicht neun-zwei-Stündigen.

00:34:46: Ähm... Ich habe gleich gesagt das ist zu lang in das!

00:34:50: Das ist so lang macht die amerikanische Version eine Stunde.

00:34:56: und äh nein, nein, wir wissen alles besser.

00:34:59: ja, vergiss es Aber wir hatten immerhin dreieinhalb Millionen Zuschauer.

00:35:05: Dreienhalb Millionen Und da hat er uns abgeschafft Herr Draub, neunzig Millionen in der Kack geboren.

00:35:14: Ja Stefan Draub ist natürlich noch mal ein ganz anderes Thema.

00:35:18: Also da könnte man auch... Ich kaputte

00:35:20: das ja euch!

00:35:23: Die verantwortlichen dafür die müssten dasselbe bezahlen.

00:35:29: Also ja, also ich meine das Fernsehverhalten hat sich komplett verändert und ich glaube wenn man heute jemanden dahin schickt als Kandidaten und dann öffnet sich ein Tor und dann steht da einen Schlitztoster.

00:35:38: Dann freut man sich vielleicht schon aber man würde sich wahrscheinlich mehr freuen, wenn in dem Schlitztoaster noch fünfzigtausend Euro stecken?

00:35:44: Ja, aber es ist einfach so... Ich kann ein Schlitztoaster und ein Computer unten Fahrrad und ein kleines Boot mit Außenborder hinstellen Dann hab ich auch thirty-tausend Euro.

00:36:03: Man muss einen gesunden Mix an Produkte finden und dann sagen ja, das ist ein Preis!

00:36:11: Jetzt ist jetzt mal...

00:36:13: Jetzt sind wir ja schon fast wieder beim Toaster angekommen.

00:36:15: Du merkst schon, das zieht sich heute ein bisschen bei mir durch mit dem Toaster?

00:36:19: Ich habe einen Fetisch für Toaster entwickelt.

00:36:20: vielleicht muss ich da mal zum Arzt aber es ist ein anderes Thema.

00:36:24: Wenn du heute einkaufen gehst und du schaust da irgendwie durch die Regale Ist das dann bei dir immer noch so dass du sagst Mensch es hat damals weniger gekostet.

00:36:31: Rechnet man das dann auch um?

00:36:33: Geht's dir dann so oder bist du da ganz entspannt?

00:36:36: Ich bin total entspannt!

00:36:38: Ich kaufe ein Und ich kaufe das was ich brauche.

00:36:42: Ja und fang nicht an zu rechnen oder Nein, nein, das mache ich nicht.

00:36:50: Okay okay gut aber was du getan hast Das wird jetzt auch viele überraschen.

00:36:54: Du hast deine Stimme dem Teufel geliehen?

00:36:57: Ja

00:37:00: Vor zweiundzwanzig Jahren ja, zwei tausend vier

00:37:03: richtig Es war ein Dieter der Film.

00:37:10: Ich wusste es nicht.

00:37:13: Ich hab dem Text eingesprochen und hinterher habe ich erst gesehen, dass der Teufel ich war.

00:37:22: Ah okay das waren großes Geheimnis ja?

00:37:25: Das war ein großes Geheimnis!

00:37:27: Hätte ich das gewusst, dass ich das war als Teufeln, da nicht mehr verlangt.

00:37:33: Ja das habe ich übrigens auch noch gelesen.

00:37:35: Ich hatte gelesen, dass du sogar dein Hotel früher am Anfang selbst zahlen musstest, da man dann nicht so ganz ehrlich mit dir umging.

00:37:42: Nein... Man hat wirklich mich behandelt als ein Anfänger.

00:37:48: Und letztendlich war auch einer der Gründe dafür, dass ich letztendig dann bei RTL drei Tage gekommen bin und die gesamte Produktion weg ist.

00:37:59: Ja, ja.

00:38:01: Gab es denn einen Produkt dessen Preis du bis heute nie richtig einschätzen konntest oder kannst?

00:38:08: Autos.

00:38:11: Autos da habe ich überhaupt keine Ahnung.

00:38:17: Das unterscheidet dich, glaube ich auch ein bisschen von Frédéric Maisner.

00:38:19: Ich glaube er ist großer Autofan.

00:38:24: Ja der fährt sein Porsche, glaub

00:38:25: ich!

00:38:25: Genau, ich glaube auch.

00:38:26: Also ohne das jetzt zu hundert Prozent zu bestätigen aber ja... Also das ist nämlich auch so ein Punkt, denn der Erfolg verändert ja Menschen und Erfolg sollte ja dankbar machen aber nicht arrogant.

00:38:37: Aber das war ja bei dir nie der Fall.

00:38:38: du hast dich zumindest was man immer mitbekommen hat sehr sehr volksnah, sehr bürgerlich, sehr umgänglich nah an den Fans gezeigt.

00:38:48: Wie bist du in all den Jahren so bodenständig geblieben?

00:38:52: Aus Faubelheit Es ist so Ein böses Gesicht machen muss man zwei hundert sieben und dreißig Gesichtsmuskeln strengen.

00:39:08: Ein lachendes Gesicht braucht nur hundredferzig Muskeln, also ist es für mich doch einfacher zu lachen als im böses Gesicht zu haben.

00:39:23: Ich bin der Meinung dass wenn ich lebe heute noch von meinem Erfolg von damals Ich bin zwar Renter, aber ich habe so viele Geschäfte nebenbei, dass sich sehr gute Jahre haben.

00:39:43: Und das schon seit zig Jahren!

00:39:46: Dann darf ich doch dankbar sein wenn jemand zu mir kommt und sagt, Harry darf ich mit dir ein Selfie machen?

00:39:51: Ja!

00:39:52: Deshalb verständigst du das?

00:39:53: Klar!

00:39:54: Und dann machen wir eine Selfie und dann sehe ich glückliche Gesichter... ...und ich gehe hinweg und dann höre ich den Saarweitzch, der war aber nett.

00:40:03: Ja, Entschuldigung.

00:40:06: Was hat mir jetzt das gekostet?

00:40:10: Nichts!

00:40:11: Und ich habe jemandem glücklich gemacht.

00:40:13: Mehr kann ich doch gar nicht tun.

00:40:16: Das ist schön dass du das so siehst aber in dieser Branche natürlich nicht immer so selbstverständlich... Aber

00:40:21: die anderen sind auch nicht so erfolgreich.

00:40:24: Das ist richtig.

00:40:25: Absolut!

00:40:25: Und vor allem ich glaube, wenn du schon über diese Muskeln sprichst oder Gesichtsmuskeln bei dir ist ja auch noch alles echt, wenn ich das mal so sagen darf.

00:40:32: Ist der Kolleginnen und Kollegen die lächeln den ganzen Tag?

00:40:35: Auch bei einer Beerdigung?

00:40:37: Ja also... Ich habe so viel an sich zu spritzen und messen.

00:40:44: Ich lass nichts aber wirklich nichts machen.

00:40:52: Das beruhigt uns.

00:40:53: Jetzt lebst du ja seit Jahrzehnten in Deutschland, bist aber in den Niederlanden geboren.

00:40:57: und jetzt muss ich wieder ein bisschen ernster werden zum Ende unserer heutigen Folge.

00:41:00: Aber das interessiert mich natürlich auch noch.

00:41:02: also wenn du heute auf unser Land schaust, auf Deutschland, auf das was im Moment bei uns passiert ob das jetzt gesellschaftliches politische ist völlig egal?

00:41:10: Was hat sich denn in deinen Augen zum Positiven entwickelt und worüber machst du dir vielleicht auch ganz persönlich sorgen?

00:41:18: Ja, ich mache mir einfach über die Demokratie sorgen.

00:41:25: Wir haben zurzeit einen Kanzler.

00:41:28: Der hatte eins gesagt man kann auch ein Einkommensteuererklärung auf einem Bierdeckel machen.

00:41:36: Da habe ich gesagt der Mann hat vollkommen recht.

00:41:40: Es kann doch nicht einfach sein dass Ich als One-Menschow Über Zehntausend Mal Euro im Jahr für Steuerberaterei und Buchhaltung aushiebe.

00:41:56: Entschuldigung, bitte mal!

00:41:57: Wo sind wir denn da?

00:42:00: Wie verrückt ist dann diese Welt, dass ich als One-Man-Show so eine Buchhaltung war?

00:42:07: Mein Frau hat ein Geschäft, drei Mitarbeiterinnen.

00:42:12: Die hatten Buchhaltungen... Ich sehe hier Ordner stehen, der wäre zu krank.

00:42:19: Der Mann ist jetzt weiß Gott wie lange Bundeskanzler und da hat nichts aber auch ein Karnis geändert.

00:42:27: Nein, sie reagieren gegen den Mittelstand, sie regieren gegen das Volk Und dass das Volg wird langsam sauer und jetzt sagen so weißt du was?

00:42:42: Jetzt sollen mal die AfD ran und Die haben auch keine leute dies können.

00:42:50: Aber die haben Ansichten, meine Herren.

00:42:54: Meine Herren!

00:42:55: Da hab ich Angst.

00:42:56: Da hab' ich echt Angst.

00:42:58: Ich bin froh, dass ich schon siebzig

00:43:00: bin.".

00:43:01: Und aussiehst wie neunundzwanzig?

00:43:05: Nein also... Ich verstehe was du meinst.

00:43:07: Ich glaube viele Menschen haben ja das Gefühl, dass wir heute auch schneller urteilen und vielleicht weniger miteinander lachen oder auch weniger miteinander reden und diskutieren und auch mal andere Meinungen zulassen.

00:43:17: Hast du denn den Eindruck, dass uns der Humor auch verloren gegangen ist?

00:43:29: Das ist dann auswendig gelernt und gut.

00:43:48: Nein, das mag ich nicht!

00:43:52: Also Parodisten gibt es sehr gute.

00:43:53: Ich habe demnächst den lieben Andreas Neumann bei mir zu Gast der ja auch Theo Lingen Hans Moser-Massey Reichdanitzky Ekel-Alfred

00:44:00: usw.,

00:44:01: parodiert.

00:44:02: ein großartiger Künstler Heinz Erhardt da er natürlich vor allem bekannt.

00:44:07: also es gibt schon noch einige die uns auch ein bisschen das Lachen vermitteln, worüber ich auch noch kurz sprechen möchte Künstliche Intelligenz.

00:44:15: Die kann ja heute Stimmklonen, Modrationen schreiben sogar virtuelle Fernsehmodratoren erschaffen.

00:44:20: Glaubst du dass wir irgendwann einen digitalen Harry Weinford erleben?

00:44:23: oder lebt gute Unterhaltung am Ende doch vielleicht von etwas das keine Maschine ersetzen kann?

00:44:32: Es wird es garantiert geben.

00:44:35: aber ob die mein Gesicht nehmen die müssen natürlich erst mit mir sprechen Und dann vermiete ich meinen Avatar.

00:44:48: Ja klar!

00:44:49: Lachen Sie sich kaputt?

00:44:53: Da sind wir sehr gespannt, wenn das kommt... Also wenn du geklont wirst, dann freuen wir uns auf viele Neuauflagen aller möglichen Shows und bitte alle von Harryweinfond moderiert.

00:45:03: Das mache ich dir gerne.

00:45:05: Befeucht dich gleich vor Abschied, lieber Hari.

00:45:07: Was bedeutet denn für dich Glück heute oder Freiheit?

00:45:10: Geht es dir gut?

00:45:11: Was machst du in deinem Alltag?

00:45:14: Mir geht es ausgezeichnet!

00:45:16: Ich bin sehr glücklich.

00:45:17: ich bin jetzt mal zu Hause.

00:45:20: Ich bin selten zuhause weil meine Frau ist ein Alper und ich bin hier an Senden aber die meiste Zeit verbringe ich am Bord von meinem Boot.

00:45:31: Ich habe den Boot in Belgien liegen Und da bin ich wahnsinnig gerne drauf und das ist meine kleine heile Welt.

00:45:42: Ja,

00:45:43: schön!

00:45:44: Also heute gab es zwar keine Waschmaschine und auch kein Wohnwagen und auch keinen Auto zu gewinnen, dafür aber super spannende Geschichten mit dem Mann, mit dem lieben Harry Weinford der uns unbeschwerte Zeiten und viele Momente beschert hat die wir glaube ich alle nicht vergessen.

00:45:59: deswegen herzlichen Dank lieber Harry für dein Besuch.

00:46:03: Alles erdenklich gute weiterhin.

00:46:05: Ich bedanke mich fürs

00:46:26: Gespräch!

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