Phil Weinmann | Ausdauersportler und Stammzellspende-Botschafter - Was bedeutet Glück für dich?

Shownotes

Wie weit würdest du gehen, um das Leben eines anderen Menschen zu retten? Phil Weinmann musste über diese Frage nicht lange nachdenken. Er fährt. Und zwar unglaubliche 7.000 Kilometer – quer durch Deutschland, um Aufmerksamkeit für die DKMS und die Stammzellspende zu schaffen. Mit André Puchta spricht Phil Weinmann über eine Reise, die weit mehr ist als ein sportliches Abenteuer. Es geht um Begegnungen, Durchhaltevermögen, Zweifel und die Erkenntnis, dass jeder Einzelne etwas bewegen kann. Phil Weinmann erzählt, warum er sich dieser außergewöhnlichen Herausforderung stellt, welche Momente ihn an seine Grenzen gebracht haben und weshalb Hoffnung manchmal mit einem einzigen Schritt beginnt.

Im Podcast „Schüchtern bis nüchtern“ begrüßt André Puchta spannende Charaktere mit außergewöhnlichen Berufen, Lebensentwürfen oder Leidenschaften. Eine Bühne für Biografien, die man nicht erfinden könnte. Hier trifft Kuhfriseur auf Detektiv, Domina auf Pfarrerin, Dildo-Designerin auf Tatortreinigerin, Human Puppy auf Ordensfrau und Hebamme auf Tantra-Trainer. Ein Podcast über das Ungewöhnliche – und das, was uns verbindet.

Transkript anzeigen

00:00:04:

00:00:04: Herzlich willkommen bei Schüchtern bis Nüchdern.

00:00:08: Dem Publicity-Podcast

00:00:10: mit

00:00:11: André Puchter und chilligen Gästen,

00:00:14: fast live

00:00:15: aus Berlin!

00:00:23: Wir alle treffen jeden Tag Entscheidungen.

00:00:25: die meisten geraten schnell wieder in Vergessenheit manche aber verändern nicht nur das eigene Leben sondern auch dass eines völlig unbekannten Menschen genau so eine Entscheidung traf.

00:00:37: mein heutiger Gast.

00:00:39: Mit siebzehn Jahren ließ sich Phil Weymann bei einer Schulaktion der DKMS als Stammzellspender registrieren, ohne zu ahnen dass er nur kurze Zeit später tatsächlich gebraucht werden würde.

00:00:53: Seine Stammzählspende schenkte einem Menschen in Italien die Chance auf ein neues Leben – doch Phil beließ es nicht bei dieser einen Tat!

00:01:02: Er machte daraus eine Mission.

00:01:05: Heute verbindet er seine Leidenschaft für das Radfahren, mit dem Ziel möglichst viele Menschen für die Stammzellspende zu begeistern.

00:01:13: Spenden zu sammeln und Hoffnung zu schenken!

00:01:17: Ich freue mich auf ein Gespräch über Zufälle, über Verantwortung, Menschlichkeit und die Frage warum manchmal eine einzige Entscheidung ausreicht um die Welt eines anderen Menschen zu verändern.

00:01:30: Herzlich willkommen bei Schüchtern bis Nüchdern, Phil Weinmann.

00:01:37: Lieber Phil, du bist mir sehr herzlich willkommen in meinem Podcast.

00:01:40: Du bist zugeschaltet heute aus Jena einer deutschen Universitätsstadt Kreisfallen Großstadt im Thüringen und falls wir heute einige Hintergrundgeräusche hören sollten dann liegt es einfach daran dass du ja so ein bisschen in der guten schönen Natur unterwegs bist.

00:01:55: Tatsächlich bin ich schon bei meiner Unterkunft.

00:01:57: Ich wurde von der lieben Nadine heute aufgenommen und dafür im Garten zelten Aber ich glaube, da kommt nachher ihr Mann auch vorbei.

00:02:03: Deswegen könnte es mal sein dass im Hintergrund noch was passiert.

00:02:05: Na der darf gerne auch hallo sagen.

00:02:06: gar kein Problem also nur für alle die uns heute zuhören wenn das ein bisschen windig sein sollte dann liegt das tatsächlich an deiner Mobilität Lieber Film.

00:02:16: Ich freue mich dass du mein Gast bist.

00:02:17: Das ist heute ein sehr wichtiges Thema über das wir sprechen werden.

00:02:22: Wann hast Du denn das letzte Mal richtig Angst gehabt?

00:02:27: Also tatsächlich ist es noch gar nicht so lange her.

00:02:31: Ich würde auch behaupten, so richtig Angst war es nicht.

00:02:33: Aber mal so richtig, richtig Respekt!

00:02:36: Auch auf meiner Fahrradtour... ich bin ja schon seit acht Wochen unterwegs.

00:02:39: Das quälte ich Deutschland und ich habe... knapp nach der ersten Woche hatte ich meine Begegnung mit paar Wildschweinen.

00:02:45: Und das war zum Glück noch genug Sicherheitsabstand von zwanzig-vomundzwanzig Metern und ich hatte genug Geduld damit ich einfach gucken kann was passiert.

00:02:55: aber das war glaube ich somit des letzten Mal wo ich auch gedacht hab, ja was mache jetzt?

00:02:59: Weil da wüsste ich halt auch nicht, wie sollte ich jetzt reagieren bei... Vor allem weil es quasi hier an der Mutter war mit ihrem u-Diankeinen Frischling.

00:03:06: Da weiß man glaub ich nie so genau, wie jetzt ein Wildschwein da reagiert.

00:03:10: Aber am Ende ist das zum Glück noch gut gegangen und die sind irgendwann im Wald verschwunden und ich konnte weiterfahren.

00:03:14: aber das war schon auch so eine Situation, da muss man ja erstmal überlegen, wie genau man da jetzt handelt?

00:03:21: Ja gut, dir geht's gut!

00:03:23: Es ist noch alles in deinem Körper du bist unversehrt Und den Wildschwein geht es auch gut, die verteidigen ja auch nur ihre Viren oder ihren Nachwuchs.

00:03:32: Das ist irgendwie auch nachvollziehbar!

00:03:34: Du warst gerade einmal siebzehn Jahre alt als du dich bei einer Schulaktion der DKMS der deutschen Knochenmark-Spenderratei registrieren liest?

00:03:44: Ehrlich gesagt was ich mich so ein bisschen gefragt hatte bei der Vorbereitung der heutigen Folge hast du denn damals wirklich damit gerechnet Irgendwann tatsächlich Stammzellen zu spenden?

00:03:55: oder war das eher eine spontane Entscheidung nach dem Motto, kann ja nicht schaden?

00:04:01: Also damals gab es eine Registrierungsaktion bei mir an der Schule weil ne Lehrerin von uns selbst auch schon mal gespendet hatte.

00:04:07: Und dann war's eigentlich wirklich so dass alle die sich eben registrieren lassen konnten also alle über siebzehn haben sich da eigentlich registriert lassen und alles in meiner Klasse das war doch wieder ein bisschen dieser Gruppenzwang und der Gruppentynamik Und dann habe ich mir aber eigentlich keine Gedanken mehr drüber gemacht.

00:04:22: So wie, glaube ich auch alle anderen, meine ganz anderen Klassenkameraden.

00:04:24: Wir dachten eigentlich alle so, wie man es halt normalerweise kennt... Also ich kenne es von meinen Eltern, den wir dann auch erzählt im Nachgang.

00:04:30: Ja mein Vater ist seit dreißig Jahren registriert und hat noch nie irgendwie eine Info bekommen von der DKMS was ja eigentlich auch ein gutes Zeichen ist weil's eben dann dem genetischen Zwilling gut geht.

00:04:41: Aber damit richtig rechnen konnte ich nicht.

00:04:43: Naja das war für mich dann auch ne riesige Überraschung als ich Kontakt hatte und auch eine super Freude oder eine riesige Freundin.

00:04:49: Ja, ich glaube wie die meisten Jugendlichen hattest du damals auch andere Themen auf deiner Agenda?

00:04:54: Voll mega!

00:04:55: Das war halt... Also ich war ja mitten quasi da eigentlich immer im Abitur Und dann habe ich das schon so ein bisschen auch also nicht rausgerissen aber so... Ich sag mal positiv puriert dass sich einfach potenziellen Leben retten könnte.

00:05:09: Ja jedes Jahr registrieren sie sich in Deutschland hunderttausende Menschen als potenzielle Stammzellspender.

00:05:15: Was viele aber nicht wissen, dass tatsächlich nur ein vergleichsweise kleiner Teil dann auch später als genetisch passender Spender ausgewählt wird.

00:05:23: und genau deshalb erleben ja auch viele diesen Anruf der DKMS als völlig überraschen.

00:05:28: wie war das denn bei dir?

00:05:29: Erinnerst du dich noch an den Moment, als das Telefon klingelte?

00:05:33: Ich erinnere mich noch, das waren nämlich drei Tage nach meinem achtzehnten Geburtstag.

00:05:36: also ich war halt super schnell, super unerwartet Und dann war es halt auch nur, kam der Anruf so ja hier jemand von der DKMS.

00:05:45: Ich wurde einfach ausgewählt dass ich eben potenziell spenden könnte und man wurde mir einfach...wurde ich halt kurz aufgeklärt, wurde mir erklärt was genau passiert jetzt?

00:05:53: Auch natürlich wieder oft gesagt ist das alles freiwillig?

00:05:56: also ich kann zu jedem Zeitpunkt mich dafür oder dagegen entscheiden.

00:06:01: Ja und da ging's eigentlich relativ schnell.

00:06:03: Dann die ersten nochmal so Blutspenden quasi beim Hausarzt abgegeben Und nochmal diese Genetik, genau diese Merkmale zu überprüfen.

00:06:13: Dann ging es schon langsam Richtung Spende mit Voruntersuchungen und dann auch noch mal der ganzen Erklärung.

00:06:20: Da war's eigentlich auch schon so weit.

00:06:21: Aber was geht denn in diesem Augenblick in einem Kopf vor?

00:06:25: Welche Gedanken schwieren dir dazu herum?

00:06:28: Natürlich macht sich schon Gedanken zum einen an welche Person gehts da jetzt?

00:06:34: aber das erfährt man wenn überhaupt erst danach.

00:06:38: Ich wusste ja auch nicht, welcher Person helfe ich da.

00:06:40: Wo kommt die Person her?

00:06:42: Wie alt ist sie?

00:06:45: Aber zum einen ist es gefährlich für mich.

00:06:48: Habe ich dadurch irgendwelche Einschränkungen?

00:06:50: Aber von der DKMS wurde alles offen und gut kommuniziert und mir einfach ein sicheres Gefühl gegeben.

00:06:56: Weil sozusagen dieser ganze Prozess mit den Krankenhäusern ... Ich hab damals in Freiburg in der Uniklinik gespendet.

00:07:03: Da hatte ich meine Voruntersuchung Da hat die DKNS sich eben komplett umgekürmert, also mit Zugticket und Hotelunterkunft.

00:07:11: Und geschaut dass es mir gut geht und auch das ich Detamine da bekomme.

00:07:15: Es ist einfach super gemanagt, dass man da relativ sorgenfrei an die Sache herangeführt wird.

00:07:25: Zwischen der Registrierung tatsächlichen Spende können wenige Wochen oder eben auch viele Jahre liegen, wenn es dann irgendwann soweit sein sollte.

00:07:32: Viele registrierte Spender werden eben auch niemals kontaktiert.

00:07:36: Bei dir war's dann so.

00:07:38: Irgendwann klingelte das Telefon und dann lebte irgendwo in Italien plötzlich ein Mensch den du nie kennengelernt hattest und dessen Überleben möglicherweise von dir abhing?

00:07:49: Ja ich glaube richtig darauf vorbereiten kann man sich da nicht.

00:07:53: aber für mich war's schon an sich auf eine riesige Ehre, weil es für mich auch dann nochmal selbst einfach viel Entwicklung bedeutet hat.

00:08:02: Einfach selber Verantwortung zu übernehmen, aber eben auch für die andere Person und sozusagen auch für den ganzen Angehörigen, die da mit hinten dranhängen.

00:08:09: bei so einem Diagnoseblutkrebs betrifft ja nicht nur Manifekt im Patienten sondern eben dann auch Familie, Freunde vielleicht auch ein ganzes Wohnort Und das ist dann schon auch für mich... Da war das von großer Bedeutung dass ich da einer Person neues Leben schenken durfte.

00:08:24: Ich glaube man versucht einfach das Richtige zu tun in dieser Situation.

00:08:28: Ich kann mir aber auch vorstellen, dass dir erst im Nachhinein bewusst wurde welche Bedeutung das für einen anderen Menschen hat?

00:08:37: Das auf jeden Fall!

00:08:38: Also ich habe jetzt sowieso mit der DKMS mittlerweile seit dreieinhalb Jahren so ein ehrenamtlicher Kooperation oder dass ich mich da ehrenamlich vereinsetze und ich hab mittlerweile auch sehr viele Personen kennengelernt die sowohl auch gespendet haben, aber eben auch ehemalige Blutgriffspatienten.

00:08:55: Und dann ist es schon immer faszinierend einfach die Personen zu sehen, dass sie gesund sind und wieder zum schönen Runde Fahrrad fahren können.

00:09:05: Ich habe jetzt auf meiner Radtour erst vor kurzem eine etwas älteren Herren getroffen der vor vier Jahren die Diagnose hatte, heute mit dem E-Bike auf den Radwegen unterwegs ist.

00:09:17: Das ist für mich wunderschön zu sehen... Dass ich ja dazu beitrage, im Endeffekt das ganze Thema oder dass eben auch die Personen mehr oder weniger eine zweite Chance bekommen.

00:09:29: Ja, das tust du definitiv.

00:09:31: also du stellst dich nicht selbst in den Mittelpunkt.

00:09:34: Das merkt man wenn man dir folgt auf deinen Social-Media-Kanälen.

00:09:37: Du machst es auf eine sehr angenehme Art und Weise sondern du möchtest das werden wir gleich noch thematisieren ja auch andere motivieren sich ebenfalls registrieren zu lassen.

00:09:47: Lieber Phil, viele Menschen sprechen ja auch von Helden.

00:09:50: Das hört man immer wieder.

00:09:51: Ich weiß aber dass du das selbst nicht so magst, dieses Wort.

00:09:55: Warum?

00:09:57: Also ich stelle mich gerne nachher, mag ich es eigentlich gar nicht mit dem Punkt zu sein und das widerspricht sich eigentlich auch ein bisschen weil eben durch Social Media präsentiert man sich schon ja immer ein bisschen selbst.

00:10:07: Aber ich versuche das eine so möglichst unterschiedlich zu machen und mehr einfach andere Personen oder auch natürlich Personen zu inspirieren mich selber aber natürlich wird mich mittlerweile einfach als ein gutes Vorbild bezeichnen.

00:10:21: Aber ich denke mir immer so ein bisschen, wenn eine einzige Person dabei ist die ich irgendwie inspiriere oder die dann auch jetzt einfach durch meine Ratschuhe sind.

00:10:30: jetzt hier kommen immer mehr Leute auf mich zu wo ich ja nicht kenne und dann erkennen sie mich und sind mir einfach nur dankbar und das ist für mich ja auch völlig surreal.

00:10:38: also das freut mich dann auch unheimlich da Menschen einfach irgendwie zu inspirieren um mitzunehmen

00:10:44: Ja, das machst du auf jeden Fall.

00:10:45: Also ich bin ja auch über Social Media auf dich aufmerksam geworden!

00:10:48: Ich kann das nur bestätigen.

00:10:49: wenn Du dann hier durch die Berge fährst und irgendwo in den Biergarten nehmt.

00:10:52: Biergarten vielleicht nicht.

00:10:53: In dem kleinen Dorf stehen bleibst oder bei der Feuerwehr ein bisschen Wasser bittest... Das sind schon tolle Begegnungen.

00:11:00: Nein noch jetzt heute Mittag in Jena war ich kurz beim Kaufland.

00:11:03: Und dann ist eben auch eine Frau auf mich zugekommen.

00:11:05: Die meinte so ja sie hat gerade meine Deutschlandfahrer am Fahrrad gesehen.

00:11:09: Sie folgt mir, sie folgt Und ja, sie hatten auch schon mal wild, ob sie mir schreiben sollen.

00:11:13: Jetzt bin ich einfach hier in Jena.

00:11:15: wie super!

00:11:15: Wie cool!

00:11:16: Super!

00:11:16: Ich hab dann mit ihr noch ein bisschen geredet und am Ende war sie mir auch super dankbar, haben uns noch kurz umarmt.

00:11:21: Äh...und ich glaub so habe ich auch schon bis zu ihren Tag besser gemacht.

00:11:25: Natürlich..ich hab mich danach auch besser gefühlt.

00:11:27: Ähm..Gennagel einfach mit Menschen zu sprechen und irgendwie sich ja miteinander zu freuen oder eben auch über diese..ja dass man eben auf so einem Thema Aufmerksam macht ist es einfach unglaublich schön.

00:11:40: Ja, was hat denn diese Stammzellspende mit dir persönlich gemacht?

00:11:45: Warst du danach noch derselbe Mensch?

00:11:49: Also ich würde sagen er hat noch ein bisschen mehr mit reingespielt weil danach ist eben auch die DKMS auf mich zugekommen und hat eben gefragt ob ich ehrenamtlich aktiv werden will.

00:11:57: Vor allem für solche Schulaktionen bei denen man eben mehr oder weniger einen Vortrag hält über das Thema Blutkrebs Und dann eben auch diese Registrierungs- und Typisierungsaktion leitet im Nachgang Weil es einfach für Schüler glaube ich einfach besser ist, wenn da etwas ja jüngere Person oben steht und eben auch schon selber vielleicht was mit zu tun hatte.

00:12:16: Also ich in meinem Fall selbst gespendet hat und den davon auch erzählten die Angst nehmen kann.

00:12:22: Und das war dann vor allem noch glaube ich der finale Schritt, was mich dann die nächsten Jahre auf einem verändert hat weil ich einfach gelernt habe, selber Verantwortung zu übernehmen, vor Personen zu sprechen, auch ein bisschen selber aus mir rauszukommen.

00:12:33: aber ich bin da ja mehr oder weniger einfach dankbar dass es genau so verlaufen ist, weil ich glaube anderenfalls welch wie früher in der Schule eigentlich immer noch der kleine Fil, der so ein bisschen in sich gekehrt ist und vor sich hin träumt.

00:12:47: Und eigentlich nicht so richtig einfach los geht raus Richtung Abenteuer.

00:12:52: Aber es gibt es denn nichts schöneres als das Kind in der Schule zu träumen?

00:12:56: Wenn man früher noch Träume hatte, das ist doch eine tolle Sache!

00:12:59: Natürlich natürlich aber ich war immer im Hintergrund.

00:13:02: Ich war zwar immer ein guter Schüler, aber ich wollte nie irgendwie im Vordergrund stehen.

00:13:06: Ich wollte nie Verantwortung übernehmen und hat sich jetzt die letzten Jahre verändert.

00:13:11: Ich übernehme supergern Verantwortung, ich mache gerne in der Gruppenarbeit, versuche mich mitzuhelfen dabei zu sagen.

00:13:17: Es sind schon alles so Sachen, die haben sich auch dadurch erst entwickeln können.

00:13:22: Was wollte denn der kleine Filmer werden im Leben?

00:13:26: Ganz früher wollte ich natürlich Fußballprofi werden oder sowas mit Sport!

00:13:30: Aber da habe ich dann beim Fußball ganz schnell gemerkt, da fehlt ein bisschen das Talente.

00:13:34: Gut aber die Voraussetzungen sportlich bringst du ja auf jeden Fall mit allein durch deine Betätigung?

00:13:39: Mittlerweile schon!

00:13:40: Nein, aber so... Das war eigentlich schon immer dieser Traum, aber dann wird es natürlich irgendwann unrealistisch.

00:13:46: und dann war ich eigentlich immer so dass sich irgendwas Handwerkliches machen wollte.

00:13:49: Irgendwas in meinen Händen machen, einfach irgendwas tun.

00:13:52: Und ich bin auch gelernter Mechatroniker.

00:13:54: Also ich hab mal am Abitur eine mechatronika Ausbildung gemacht in der Industrie Aber dann auch während der Ausbildung gemerkt, dass es doch irgendwie nicht so mein Fall ist.

00:14:01: Weil da war wieder das Problem ich habe zu wenig mit Menschen zu tun.

00:14:05: Ich war halt mittags in der Fertigungshalle hatte meine Kollegen aber so richtig irgendwie mit fremden Personen oder Kunden eben was zu kuhn, war nicht so der Fall.

00:14:14: und dann kam da die Überlegung um etwas anderes zu machen.

00:14:18: Mittlerweile studiere ich jetzt Sportmanagement, hab jetzt ein halbes Jahr einen Stürzgarten im Fahrradladen gearbeitet.

00:14:24: Im Marketing habe ich da aber auch im Verkauf ausgeholfen, war auch mal in der Werkstatt.

00:14:27: Ich habe dann jeden Bereich reingeschaut, sämtliche Personen kennengelernt und Kunden beraten und Fahrräder empfohlen.

00:14:35: Und das liegt mir einfach viel mehr.

00:14:37: dieser Kontakt mit Menschen und diese Kommunikation.

00:14:40: Das war das was mir da viel gefehlt hat.

00:14:42: Mittlerweile befinde ich mich auf einem guten Weg eine Mischung zwischen Studenten irgendwie auch Content Creator mit Social Media Aber auch so... Ich darf irgendwie Botschafter für positive Nachrichten, ich weiß nicht.

00:14:57: Ein bisschen für eine positive Perspektive von Deutschland aktuell.

00:15:00: Also ein Botschafte für positive nachrichten ist das schönste was sich in den letzten vier Wochen glaube ich gehört habe.

00:15:06: Davon bräuchten wir mehr an Deutschland

00:15:09: Stimmt!

00:15:09: Ich hab dann auch überlegt okay wie kann man sich denn jetzt bezeichnen wenn man mit dem Fahrrad durch Deutschland fährt?

00:15:13: und da war ich irgendwann auch so.

00:15:14: der Punkt ja eigentlich ganz flapsig.

00:15:16: gesagt bin ich Berufsabenteurer Wenn man das definieren kann.

00:15:24: Ja, was hast du schön formuliert?

00:15:25: Woher kommst du denn gebürtig eigentlich?

00:15:27: Ich komme aus Kralzheim.

00:15:28: Es ist ein Kleinstadt in Baden-Württemberg an der Bayerischen Grenze und da bin ich auch jetzt aufgewachsen.

00:15:33: Eigentlich habe auch meine Ausbildung dort gemacht im kleinen Betrieb.

00:15:37: Ich bin jetzt erst mit Anfang diesen Jahres mit einundzwanzig nach Stuttgart gezogen für einen halben Jahr und jetzt mehr oder weniger meine Sachen daheim bei meinen Eltern abgestellt.

00:15:49: Ja da bleiben wir jetzt automatisch nochmal beim Fahrrad, denn warum ich die Frage gestellt habe?

00:15:54: Warum du danach noch derselbe Mensch warst.

00:15:57: Ich glaube dass man nach so einer Stammzellspende ja das Leben etwas anders sieht.

00:16:02: Man merkt wahrscheinlich auch plötzlich wie wertvoll Gesundheit ist und wie wenig selbstverständlich vieles ist.

00:16:08: Glaubst Du, dass uns diese Leichtigkeit auch im Lebens ein bisschen abhandengekommen ist?

00:16:13: Ja, ich glaube schon.

00:16:14: Wir vergessen halt und wir beschweren uns über vieles, weil wir einfach zu viel als selbstverständlich anerkennen.

00:16:21: Und auch so das Thema Gesundheit habe ich ja selber gemerkt oder ich merke es selber, wenn man jetzt ... Ich sehe jeden Tag diverse sämtliche Menschen, denke ich mir auch so... Also wir wollen immer so viele Sachen haben.

00:16:33: aber wenn man auch wieder ein bisschen zurückdenkt Wenn man krank ist oder irgendein Problem hat dann ist ja irgendwie immer nur dieser einzige Wunsch gesund zu sein, dass es irgendwie wieder gut wird.

00:16:43: Und da ist eben das Problem, dass wir auch erst reagieren wenn es viel zu spät ist.

00:16:48: Da erinnert sich schon so ein bisschen die Sichtweise drauf weil man halt einfach lernt dankbar zu sein Sachen wertzuschätzen auch diese gewisse Demut sag ich mal mitzubringen was ich so bis in das Gefühl habe was aktuell fehlt auf jeden Fall

00:17:00: Ja.

00:17:01: und dann hast du irgendwann festgestellt gemerkt dass Radfahren genau die Plattform sein kann um auch Menschen für dieses Wichtige Thema zu begeistern.

00:17:10: und du bist, das hast Du vorhin glaube ich erwähnt.

00:17:12: Vor sieben Wochen ungefähr von Zuhause gestartet.

00:17:15: Mittlerweile ist es fast also morgen sind's acht wochen.

00:17:18: Ich fahre quasi eigentlich einmal gegen den Uhrzeigersinn durch Deutschland Und versuche alle sechzehn Landeshauptstädte um die jeweils höchsten Erhebungen der jeweiligen Bundesländer zu erreichen.

00:17:28: Da bin ich mittlerweile auch auf einem guten Weg Bin über ein Feldberg zur Zugspitze gefahren dann jetzt durch München Jetzt die Höchsten Berge in Hessen und Thüringen mitgenommen gestern noch in Erfurt gewesen.

00:17:40: Und da geht es jetzt weiter, also erst mal Richtung Osten und dann vom Osten eben hoch in den Norden und über den Westen sozusagen wieder zurück.

00:17:47: Das ist so ein bisschen was ich auch selber für mich erkannt habe über die letzten Jahre.

00:17:50: Ich hab dann vor zwei Jahren mit Triathlon angefangen, hab dann meine ersten Wettkämpfe gemacht, hat dann gemerkt das Radfahren ist das was mir meistens Spaß macht.

00:17:58: Hab dann letztes Jahr meine erste kleine Radtour gemacht oder mein erstes Radabenteuer und da eben auch gemerkt man muss eigentlich nur auf Menschen zugehen Weil eigentlich sind alle Menschen super nett, wenn man auf sie eben auch nett zugeht.

00:18:13: Wie man in den Wald rein schreit so kommt es raus und das merke ich jetzt hier in Deutschland noch umso mehr.

00:18:22: Ich versuche ja eigentlich gar nicht so krass die DKMS den Vordergrund zu stellen sondern ich fahre halt nur Fahrrad mache aber dann trotzdem unterschwellig darauf aufmerksam.

00:18:35: Und ich glaube, das ist genauso richtig die genau richtige Entscheidung, dass nicht so, sag mal prominent auch zu platzieren sondern eben dann im Gespräch mit den Menschen und auch durch so Schmédia da ist so... Dann einfach zu zeigen hey hier geht es nicht nur um einen Typ der durch Deutschland mit dem Fahrrad radelt, sondern auch noch ein bisschen über diesen höheren Zweck sage ich mal für die D-Kameras.

00:18:56: Ich musste kurz so ein bisschen in mich gehen, da ich überlegt hatte ob ich dir jetzt zustimme oder widersprechen möchte Beim Thema, dass alle Menschen netz sind.

00:19:08: Du hast mir in unserem kleinen Vorgespräch auch erzählt, dass du noch nach Berlin kommen möchtest und Potsdam.

00:19:13: Und ich wohne ja schon einige Jahre hier in Berlin und zu ganz kann ich das jetzt nicht bestätigen, dass all die Menschen immer total nett sind.

00:19:22: Ich glaube, dass jeder Mensch an sich eine... gute Art an sich hat und das hängt natürlich auch ein bisschen von der Erziehung ab, von persönlichen Eigenschaften oder vielleicht auch den Lebenslinien die man mit sicher rumträgt.

00:19:33: Aber ich wünsche dir, dass du in deiner nächsten Monaten natürlich ausschließlich tollen Menschen begegnen wirst.

00:19:39: und wer übrigens glaubt also bei mir sieht so eine Fahrradtour dann so aus drei Kilometer danach gibt es ne Brotzeit?

00:19:46: Das ist bei dir ja ein bisschen anders!

00:19:47: Ich hatte irgendwas von sieben tausend Kilometern gelesen.

00:19:51: Genau, also ich habe einen sechstausend Kilometer geplant Jetzt sind es werden, aber wahrscheinlich mittlerweile siebentausend.

00:19:57: Ich bin jetzt aktuell bei so knapp zweitausend achthundert und bin jetzt auch mit einem Drittel oder ein bisschen mehr als einem Drittel fertig.

00:20:06: also auch von der Zeithorizonte her ich möchte bis Mitte Oktober unterwegs sein heißt jetzt sind eigentlich zwei Monate von vierneinhalb vorbei Ja!

00:20:16: Und es kommt halt so ein bisschen vom Triathlon sag' ich mal.

00:20:18: Also vor allem diese Kondition oder Ausdauer dass sich halt selber auch sagt okay Ich kann jetzt eigentlich ohne Probleme jeden Tag, fünfzig, sechszig, siebzig Kilometer fahren in einer sehr entspannten Geschwindigkeit.

00:20:32: Ohne irgendwie Muskelkarte oder irgendwas zu bekommen und dass ich halt dann auch noch wir haben ja auch Zeit lassen kann um mit Menschen zu treffen.

00:20:38: Auch natürlich um trotzdem Pausen zu machen.

00:20:40: Ich mache vor allem bei diesem heißen Wetter aktuell auch trotzdem jede Stunde oder alle alle vierzehn Minuten eine kleine Pause im Schatten kurz durchschnaufen was kleines essen weiter gehts.

00:20:51: Aber ja, es hat schon viel mit Disziplin zu tun.

00:20:54: So ist nicht ...

00:20:56: Das kann ich mir vorstellen.

00:20:57: und das mit dem Muskelkater?

00:20:58: Wie waren die ersten Tage für dich?

00:21:00: Die ersten Tage waren mehr mental als körperlich.

00:21:05: Wenn man mal von zu Hause weg ist, kommt schon ein bisschen das Heimweh.

00:21:09: Man muss drüber nachdenken, dass jetzt wirklich die richtige Entscheidung so eine Reise zu machen.

00:21:14: Weil ich mir bewusst gesagt habe, ich bin auf jeden Fall bis Mitte Oktober eigentlich weg.

00:21:21: Ohne wirklich meine Familie zu sehen, natürlich kann man mal telefonieren.

00:21:24: Man kann sich mal ein Video-Call machen aber so richtig in den Arm nehmen ist halt nicht.

00:21:30: und das war die ersten zwei Wochen vor allem echt schwierig Und der Körper musste da auch erstmal wieder verstehen was jetzt passiert.

00:21:37: Aber mittlerweile bin ich auf einem ganz guten Level.

00:21:41: Ich merke nur durch die Hitze Da sage ich dass eben die Sonne dann drei vier Stunden meinen Kopf scheint merke ich trotzdem eine extreme Müdigkeit am Abend.

00:21:51: Also abends die letzten zwei Stunden kann man nichts mehr mit mir anfangen, da ist das geil!

00:21:56: Ja bin ich froh dass wir vorher noch sprechen.

00:22:00: Aber jetzt musst du uns ein bisschen abholen.

00:22:02: viel also du fährst jetzt durch Deutschland.

00:22:03: Du hast ja auch auf Instagram ein persönliches Reisetagebuch und da kann man dir folgen.

00:22:08: Das werden wir im Ende dann auch nochmal erwähnen.

00:22:10: wie würde ich finden können?

00:22:12: So jetzt fährste dich verschiedene Städte und Dörfer.

00:22:14: nennen wir mal so'n fiktives Dorf keine Ahnung Oberpfullendorf.

00:22:17: Da kommst du jetzt durch und begegnest dort dann auf einmal der Bäuerin, der Markter und jeder Familie.

00:22:24: Dich sprechen viele Menschen an aber wo schwefst Du denn nachts?

00:22:28: Du hast mir am Anfang erzählt, du bist doch irgendeiner Wiese!

00:22:31: Wie können wir uns das

00:22:31: vorstellen?!

00:22:32: Also von Prinzip her mein Grund-Equipment zum Schlafen ist eigentlich Zeltschlafzergisomatte.

00:22:39: So gehe ich auch bisschen damit vor.

00:22:40: also meinen Grundgedanke ist eigentlich immer dass sich bei fremden Leuten im Garten schlafen möchte weil das eben einfach legal ist, also man darf sich ja jetzt eigentlich nicht irgendwo in die Wildnis legen auf eine Wiese.

00:22:51: Weil entweder wird es halt in einem Festa oder einer Person... Also habe ich dann irgendwann beschlossen, ich fange einfach an damit Leute zu fragen ob ich vom Garten schlafen darf, egal ob's dann abends an der Tür klingeln ist oder wenn jetzt jemand abends durch den Garten läuft, dann eben kurz nachzufragen oder auch generell sehr objektiv zu fragen im Dorf, wenn man jemand trifft Kennen sie irgendwen, der so was hier macht?

00:23:12: Oder könnten sich da vorstellen oder... Ja und so hat es eigentlich angefangen.

00:23:18: Aber ich sag mal jetzt auch durch Social Media, auch die wachsende Reichweite bekomme ich immer mehr Einladungen.

00:23:24: also heute Abend bin ich auch eingeladen eben zum Grillen dann auch noch später als Abendessen worüber ich natürlich super dankbar bin Und das ist schon ja also irgendwie dann echt cool einfach wirklich jeden Abend mit Menschen in Kontakt zu kommen, vor allem wenn man den ganzen Tag alleine auf dem Fahrrad sitzt.

00:23:44: Ja

00:23:44: klar

00:23:45: natürlich!

00:23:45: Es ist dann auch wieder wichtig bisschen diese zwischenmenschliche Kommunikation reinzubekommen.

00:23:49: Also ich finde das großartig und ich kann mir vorstellen dass dir da sehr viele tolle Anekdoten begegnen.

00:23:56: Du hast jetzt schon das Grillen erwähnt.

00:23:58: was passiert denn da so?

00:23:58: Wenn die Menschen auf dich treffen also Einladungen zum Abendessen zum Frühstück Was passiert da?

00:24:04: Also ich bin meistens immer komplett überfordert, weil für mich ist ja selber voll surreal.

00:24:08: Aber die Menschen sind halt super gasvoll und ist super nett wollen halt irgendwie auch Teil meines Abenteuers werden oder mir einfach was Gutes tun, weil es dann auch nicht selbstverständlich ist dass ich jetzt jeden... also ich feiert seit acht Wochen jeden Tag mit dem Fahrrad eigentlich irgendwo durch Deutschland

00:24:23: Und

00:24:23: die freuen sich natürlich zum einen meine Geschichten zu hören.

00:24:25: Ich freue mich unglaublich ihre Geschichtenzuhören und Erfahrungen Und am Ende ist es einfach so ein super netter Austausch.

00:24:33: Am Ende, glaube ich, ist das für beide Personen oder eben diese Begegnung einfach was ganz Besonderes und was sich auch jetzt vielleicht noch in drei, vier, fünf Jahren dran erinnert.

00:24:42: Oder auch für mich wenn ich weiß... Ich bin jetzt hier zum Beispiel mit meinem Auto mal in Jena.

00:24:47: zuvieligerweise habe jetzt vielleicht irgendein Termin oder zumindest Zubesuf.

00:24:51: Dann weiß ich genau kann ich jetzt hier bei der Nadine vorbeikommen und einfach mal klingeln und sie wird sich bestimmt an mich erinnern.

00:24:56: also schonmal etwas ganz besonderes.

00:24:59: Naja, viele denken immer sie müssten gleich die ganze Welt retten aber manchmal reicht ja dann auch schon eine einzige Entscheidung um das Leben eines anderen Menschen komplett zu verändern und sei es eine Haustür zu öffnen.

00:25:10: Ja ich habe selber schon gemerkt also jetzt im Nachgang sind auch noch mal ein paar Personen auf mich zugekommen die ich eben auch besucht habe Die mir nochmal ja nochmal auch in etwas längeren Text oder mit denen ich schon mal telefoniert hab die sich einfach bei mir bedankt haben weil vielleicht weil auch so bisschen selber irgendwie im Kopf sich was gelöst hat oder sie vielleicht auch selber so grad in einem Lebenskapitel waren, ich so genau wussten wo geht's hin und ich vielleicht durch meine Erzählungen auch einfach durch mein Dasein den einfach irgendwie geholfen habe.

00:25:41: Was mich natürlich unglaublich stolz macht.

00:25:44: Du hast einmal sinngemäß gesagt dass jeder Mensch einen Unterschied machen kann.

00:25:48: Glaubst du denn lieber Phil?

00:25:50: Dass wir oft auch unseren eigenen Einfluss unterschätzen

00:25:54: Das auf jeden Fall ich merke selbst selber ein eigenem Leib erfahren.

00:25:58: Also natürlich gehört auch immer, als in meinem Fall eben durch dieses Social Media hatte er auch Glück dazu.

00:26:04: aber ich habe halt gemerkt... also sagen wir mal so beim... das sind halt ein zwei Videos und eben die Rahl gegangen und dann merkt man mal ganz schnell wie viele Menschen auf einen auch merksam werden und was den Hiesenunterschied ich mache oder gemacht hab jetzt auch bei manchen Personen.

00:26:17: Also allein dass sie sich eben selbst für die DKMS typisieren lassen haben, auch eben sag'nmal sich dafür einsetzen, aufmerksam zu machen, Geld zu spenden.

00:26:26: Dafür braucht es halt immer so ein bisschen in den Puls und da reicht's auch schon, das sage ich auch immer gerne wenn man mal irgendwie in seinem Alltag versucht was zu verändern.

00:26:35: also wenn man zum Beispiel auch einmal einfach mal spontan eine Bahn steigt ohne jetzt zu wissen wo es hingeht oder mal irgendeine andere Route zur Arbeit nimmt weil man könnte ja irgendwie spontan jemand treffen und ich glaube dass fehlt so'n bisschen diese auch Kommunikation.

00:26:50: Dann bin ich mal für ein Wochenende jetzt nach Hause gefahren, mit dem Zug.

00:26:54: Habe dann im Zug auch nochmal mit paar Leuten gequatscht.

00:26:57: und nette Leute oder nette Menschen getroffen Und das ist glaube ich so einfach.

00:27:01: diese Gemeinschaft fehlt uns so ein bisschen.

00:27:04: Wenn er jeder Mal wieder sich selbst an die eigene Nase packen würde... ...und auch realisieren würde, der könnte einen Unterschied machen... ...dann wird es uns allen schon viel besser gehen.

00:27:16: Ja, das kann ich nur unterschreiben.

00:27:17: Und wenn du auf den Social-Media-Kanälen sehr aktiv bist und gerade auch bei TikTok oder Instagram da hast ja eine sehr junge Zielgruppe – wobei was ist schon jung heutzutage und was ist alt?

00:27:27: Also das ist ja auch wieder so in der Diskussion wert.

00:27:30: aber wenn du heute einem, nennen wir es mal einen, einem siebzehnjährigen Schüler einer Schülerin begegnest, der oder die überlegt ob er sich registrieren lassen soll.

00:27:39: Was würdest Du ihm denn sagen?

00:27:42: Ich denke mir immer, was soll im schlimmsten Fall passieren?

00:27:46: Also was soll im schlimmsten Fall passieren?

00:27:48: und auch einfach mal den Mut um das Risiko eingehen und sagen, ich mach's.

00:27:54: Weil das ist so ein bisschen das, was fehlt nicht jetzt das ganze Leben... Ich hab kein fünf Jahresplan, ich weiß nicht wie es nach der Tour weitergeht, ich habe keine Ahnung aber ich sag mal so, ich gehe einfach drauf los also jeder Tag für sich nacheinander Und mal gucken was passiert und ich nehme alles mit, was geht.

00:28:13: Also jede Chance, jede Möglichkeit versuche ich zu nutzen.

00:28:16: und auch am Ende wie es glaube ich jetzt vorhin schon gesagt habe wenn ich eben das Leben oder eine einzige Person positiv beeinflussen kann ist mein Bildungsauftrag eigentlich erfüllt.

00:28:26: ja aus

00:28:27: meiner Sicht also

00:28:29: Ja das hast du schön formuliert das ist so wenn du dadurch dass du dich so viele Städte und Dörfer und viele verschiedene Länder auch gefahren bist in der Vergangenheit Hast du denn dabei auch ein anderes Bild von Europa und den Menschen vielleicht auch hier in Deutschland bekommen?

00:28:43: Also ich habe ein superpositives Bild.

00:28:45: Ich treffe nur auf nette Personen, ich kann mit jeder Person sprechen.

00:28:52: Selbst wenn es irgendwie holprig ist... Wenn ich jetzt eine Person anspreche und die nicht so drauf aus mit mir zu kommunizieren, am Ende kann man trotzdem noch zwei, drei, vier, fünf Sätze wechseln und dann merkt man selber okay, da kommt nichts bei rum.

00:29:05: aber ich hab' auch lustigerweise Vor ein paar Wochen spontan mir einen Kniffelblock gekauft.

00:29:11: Also, ich hab quasi den Kniffle-Block gekauft im Supermarkt und dachte mir, geil jetzt kann ich Kniffelspielen?

00:29:15: Beim Fahrrad fahren!

00:29:17: Eher halt generell wenn ich mal irgendwie abends wie für mich oder auch wenn ich mit Leuten bin... ...kann ich mein Knifelspiel rauspacken dann spielen wir noch eine Kniffe.

00:29:23: Es ist halt einfach ein lustiges Würfel gesetztes Spiel.

00:29:28: Aber da ist mir eben eingefallen halbe Stunde nachdem ich diesen Block gekauft habe Ich hab aber gar keine Würfe So.

00:29:34: Und dann habe ich mir aber gedacht, ja okay, ich will mir jetzt keine Würfel kaufen.

00:29:38: Sondern ich frage jetzt einfach in den nächsten Tagen Personen die ich im Garten sehe oder auf der Straße, ob sie einen Würfel haben?

00:29:45: Und da war es auch so und da hab' ich jetzt am Ende glaube ich zwanzig dreißig Personen gefragt... ...und bei jeder dieser Personen konnte ich am Ende ein Gespräch führen!

00:29:54: Oder auch für selbst wenn Sie keinen Würfel hatten, haben Sie natürlich dann gefragt, was mach ich denn mit meinem Fahrrad hier voll

00:29:59: bepackt?!

00:30:00: Wo geht's für mich hin?

00:30:01: Und allein da irgendwie so diese kleine Kommunikation oder diesen Mut eben auf Menschen zuzugehen.

00:30:07: Das fehlt bei uns, weil es halt einfacher ist sich seine Kopfhörer ins Dorf zu stecken und seinen Lieblingstrack anzumachen statt jetzt in der Bahn jemanden mal zur Grüße mit jemand gemeinsam zu lachen.

00:30:20: Bei den Würfeln hast du mich gerade ein bisschen bekommen, weil ich da auch schon wieder tausende Erinnerungen habe.

00:30:25: Ich bin einmal mit dem Intercity Express gefahren ICE von München nach Berlin und das saß dann junger Mann neben mir Grinst du die ganze Zeit und dann konnte ich nicht anders mal nach links zu schauen, und sah dann irgendwelche Würfel auf der Tischablage.

00:30:40: Und dann fragte ich ihn was ist das hier?

00:30:42: Also es musste mich mal kurz informieren... Ich bin ja mal sehr neugierig!

00:30:45: Ja, ich habe auch schon sehr viele Podcast-Gäste im ICE aufgegabelt.

00:30:48: Vor mir ist keiner sicher.

00:30:52: Und der war auf dem Weg zur einem Zauberwürfel-Turnier.

00:30:55: So etwas gibt's nämlich auch.

00:30:59: Ja, also es ist für jeden was dabei.

00:31:01: Es gibt auch eine deutsche Kniffelmeisterschaft.

00:31:03: Oh, okay da musst du mir schon kommen, das müssen wir mal überlegen.

00:31:07: Das bist du noch

00:31:07: ganz schön in guten Übungen.

00:31:09: Na siehst du?

00:31:09: Dass man am Rande erwähnt ja!

00:31:12: Gut aber es gab nicht nur Tage mit Sonne und schönem Wetter.

00:31:15: Da gehts auch um Regen körperliche Schmerzen gegen Wind.

00:31:18: Winderschöpfung sind die größten Gegner für dich.

00:31:21: Gab's denn auch mal einen Moment in dem du dachtest warum mache ich das eigentlich?

00:31:25: Ach den Moment gilt immer wieder.

00:31:27: Also ich sag mal so, jeder Tag ist einfach eine Achterbahnfahrt und ich weiß nicht.

00:31:30: Geht's hoch?

00:31:30: Gehts runter?

00:31:32: Und wie weit geht es runter?

00:31:33: Wie weit kann das auch hochgehen?

00:31:35: Ich sag mal von den Regentagen hatte ich bisher sehr viel Glück.

00:31:37: also bisher waren es vielleicht drei Regentage... ...und selbst da bin ich mittlerweile mir auch ein bisschen zu fein und sagt dann stelle ich mich halt lieber erstmal auf da bevor ich da am Nassen irgendwie durchfahre weil dann die Sachen auch wieder trocken zu bekommen ist halt auch ein großes Problem.

00:31:52: aber ja es ist schon auch immer... Also gestern war zum Beispiel wieder so einen Tag.

00:31:57: Da war ich dann jetzt, gestern habe ich ein Pausetag in Erfurt gemacht.

00:32:00: Auch für mich alleine.

00:32:01: Da habe ich glücklicherweise durch eine nette Followerin und ihren Vater eine Ferienwohnung bekommen.

00:32:06: Ich war da auch komplett allein in der Ferien-Wohnung.

00:32:08: Und da ist es schon so... Wo man sich wieder ein bisschen Gedanken macht ja was macht man hier jetzt gerade eigentlich?

00:32:14: Für was also?

00:32:16: Schon solche Momente wo man nochmal genau überdenkt was man die letzten Wochen erlebt hat.

00:32:23: Vielleicht machst du das eben auch für Menschen die plötzlich ihre eigene Geschichte erzählen mussten, weil sich selbst jemanden durch Blutkrebs verloren oder gerettet bekommen haben.

00:32:35: Ja das auf jeden Fall!

00:32:36: Also ich glaube es ist einfach meine Gründe jetzt am Ende doch... die Beweggründe dann für andere Personen um überhaupt nicht.

00:32:44: Also schreiben wir jetzt mittlerweile pro Tag, bekomme ich zwanzig dreißig Nachrichten egal ob es Schlafplatzangebote sind oder einfach auch ein nettes Dankeschön oder eben auch so dieses dass Menschen sich mir gegenüber öffnen und sagen hey Ich habe jemand durch Blutkrebs verloren.

00:32:58: Das tut mir sehr gut irgendwie zu sehen Dass das ja von den menschen hier also super positiv wahrgenommen wird Und sicher alle der versuchen dafür einzusetzen.

00:33:06: Und das ist einfach als glaube ich hat halt einfach sehr viele Facetten Auch diesen höheren Zweck, den ich ein bisschen verfolge.

00:33:14: Das

00:33:14: ist für mich auch selber gar nicht so richtig greifbar.

00:33:17: Warum mache ich das Ganze jetzt?

00:33:18: Und es ergibt sich jetzt glaube ich einfach noch oder werde ich vielleicht doch erst danach realisieren wenn ich wieder zu Hause bin und mal wieder gleich sage ich mal im Alltag angekommen bin und dann merke was ich bei mir wirklich getan hat.

00:33:29: Ja also dazu musst du eigentlich nur zu Instagram denn da hast Du ja schon Dein Tagebuch Und wenn man dir folgt, man sieht auch ist es sehr authentisch und da ist auch nichts inszeniert.

00:33:39: War das denn von Anfang an auch dein Anspruch wirklich diese ehrliche Art in den Vordergrund zu stellen?

00:33:46: Würde ich schon sagen weil ich bin selber jemand ja also ich kann nicht authentisch sein.

00:33:53: Also es ist einfach für mich... Ich sehe mich selber nicht als Influencer oder als Content Creator.

00:33:59: Ich nutze Social Media halt einfach um dem Menschen so ein bisschen zu zeigen Ja, auch was für andere Menschen es da draußen gibt oder auch für Orte und sowas.

00:34:07: Also bevor ich meine Fahrradtour gemacht habe, hab' ich jetzt wo ich dann in Stuttgart war versucht irgendwie damit mit Kaffee besitzen oder so etwas ins Gespräch zu kommen und versuch' auch mit den Geschäftsführern da irgendwie zum Beispiel diesen Daher ein bisschen diese Geschichten einzufangen.

00:34:19: wie haben sie das Café gegründet?

00:34:21: Und da habe ich selber gemerkt dass man muss sich selbst gar nicht im Vordergrund und man muss auch gar nicht irgendwas schauspielern und versuchen Leute zu beeinflussen sondern am Ende ja die Leute, die ist interessiert, schauen sich's an!

00:34:33: Da ist es am wichtigsten, dass man was macht, das einem selber Spaß macht.

00:34:37: Das merke ich halt auch jetzt genau dieser Punkt.

00:34:40: Ich mache genau das, was ich einfach lieb.

00:34:42: Also es macht mir super viel Spaß eben da mit diesen Menschen ins Gespräch zu kommen und die Gespräche aufzuzeichnen.

00:34:48: Und generell irgendwie dann nochmal nachher zu fragen und was cooles draus zu entwickeln.

00:34:56: Es freut mich auch unglaublich, dass du mich hier eingeladen hast.

00:34:58: Weil ich glaube mit jeder Person, die ich spreche und auch irgendwie meine Geschichte wieder erzähle hilft mir ja selber das Ganze zu reflektieren.

00:35:05: also Die Freude ist das kann ich nur noch mal wiederholen ganz meinerseits denn das sage Ich auch immer meinen Gästen lieber viel.

00:35:11: bei mir ist Arschloch frei zohne.

00:35:14: Ich entscheide selbst wer zu mir kommt Und natürlich entscheidet auch der Gast ob er mit mir sprechen möchte.

00:35:19: aber es handelt sicher beim meinem podcast auch um einen unkommerziellen Werbefreien Podcast der jetzt nicht von Industriepartnern abhängig ist oder von irgendwelchen Auftraggebern, die dann auch vorgeben wie man vielleicht vor dem Mikrofon sitzen hat.

00:35:36: Also meine Gegenüber sind tolle Menschen, die haben eine krasse Vergangenheit oder ein besonderes Hobby oder in deinem Fall einfach... Eine geile Art an sich, Menschen zu beeindrucken.

00:35:47: Das tust du ja und Du investierst ja auch unglaublich viel Zeit und Energie und Kraft in deine Fähigkeiten.

00:35:54: Und das ist nämlich auch meine nächste Frage.

00:35:56: Deswegen schön dass du mir diesen Übergang noch ermöglicht hast.

00:35:59: Wer gibt dir denn eigentlich die Kraft wenn du mal selbst an dir zweifelst?

00:36:02: Ja es sind meine Eltern Meine Familie Mein bester Freund mit dem Telefon nicht fast jeden zweiten Tag.

00:36:09: aktuell ist auch meine Freundin, also einfach alle Personen die ich so ein bisschen lieb und in meinem Herz geschlossen habe.

00:36:16: Auch wo ich wirklich weiß... Ich kann jederzeit irgendwie mal wenn es mir nicht gut geht, die anrufen und sie werden ans Telefon gehen.

00:36:22: Egal was jetzt gerade Sache ist um mich einfach zuhören.

00:36:25: Auch wenn's mal sein muss und mir dann vielleicht einen Rat geben, vielleicht auch wirklich nur zuhörn und vielleicht dann einen Vorschlag machen was ich anders könnte machen oder sowas.

00:36:34: Und das ist schon was mir einfach extrem viel Kraft gibt.

00:36:36: aber auch Wenn's mal, sag ich mal nicht die Menschen sind oder meine Familie, meine Freunde.

00:36:41: Dann ist es auch für mich einfach mal wieder so ein ruhiger Tag.

00:36:45: Egal ob es jetzt einen Tag am See ist, mal weg vom Handy, mal von dem ganzen Trubel und für mich mal so ein bisschen in meinen eigenen Gedanken.

00:36:52: Das schadet auch sage ich mal nie.

00:36:54: Ja was bedeutet denn Glück für dich heute?

00:37:01: Also ich sag Glück ist für mich hat ganz viel mit Zufällen zu tun.

00:37:07: aber... Auch Zufälle kommen ja nicht zufällig.

00:37:10: Es fällt ja jemandem was zu und bei Glück denke ich mir immer so ein bisschen, wenn man es jetzt noch irgendwie zusammenfasst... Man muss auf Glück vorbereitet sein weil dann sonst kann sie damit auch nichts anfangen.

00:37:21: Weil Glück ist nur eine Möglichkeit die sich halt ergibt.

00:37:24: Wenn du auf diese Möglichkeit halt nicht vorbereitet bist also sie nicht nutzen kannst dann bringt dir gar nix.

00:37:30: Also ich habe auch jetzt extrem viel Glück gebraucht.

00:37:32: oder das gehört eben Glück dazu dass zum Beispiel jetzt das ein oder andere Video viral gegangen ist und ich dadurch mittlerweile über hunderttausend Follower habe.

00:37:40: Das ist für mich selber kompetzorial, es ist auch nur eine Zahl.

00:37:43: Es gibt mir gleich zum dritten Mal gesagt um diese eine Person die ich inspirieren kann.

00:37:49: Und da bin ich halt einfach auch glücklich, dass ich eben das Privileg hab.

00:37:55: Ich weiß hier sehr viele Privilegen, dass sich beim Fahrrad durch Deutschland fahren kann.

00:38:00: Das is nicht selbstverständlich!

00:38:02: Dafür bin ich einfach unglaublich dankbar.

00:38:04: Um das jetzt irgendwie nochmal in einem Satz zusammenzufassen.

00:38:09: Ja, ich glaube Glück ist halt nicht mehr als eine etwas andere besondere Möglichkeit auf die man aber auch vorbereitet sein muss.

00:38:17: Sonst kannst du ihn nicht nutzen.

00:38:20: Das hast Du sehr schön gesagt!

00:38:22: Das hätte ich nicht besser zusammenfassen können.

00:38:24: Also ja also Hut ab vor Deinem Engagement.

00:38:28: Ich habe das schon ein paar mal betont.

00:38:29: Ich glaube das merkt man auch wenn man dir zuhört.

00:38:31: Du machst es mit voller Leidenschaft.

00:38:34: Wenn man sich jetzt oder ich fange nochmal anders an, lieber Phil.

00:38:37: Stell dir mal vor der Mensch den du Stammzellen gespendet hast diese Person aus Italien würde jetzt neben uns beiden sitzen was würdest du ihm oder ihr denn als erstes sagen?

00:38:51: Ich würde mich einfach nur bedanken.

00:38:54: Also ich persönlich würde mich auch einfach bedanken weil sie eben durch diese Stammzehspende einen Teil für mich auch in Richtung neues Kapitel gegeben Ich mich selber dadurch eben weiterentwickeln durfte.

00:39:08: Da bin ich in erster Linie einfach nur dankbar.

00:39:09: Das

00:39:11: ist eine sehr schöne Einstellung!

00:39:16: Dankeschön, also weil an sich natürlich... An sich wahrscheinlich die Person ist mir mehr dankbar, weil ich habe ein neues Leben ermöglicht.

00:39:25: Aber am Ende was ich mir auch immer denke bei meinem Fahrradfahren, äh.. Ich hätte es ja sowieso getan.

00:39:31: Also das ist für mich jetzt auch jetzt mit dem Fahrrad fahren.

00:39:34: oder warum mache ich diese Fahrradtour?

00:39:35: Ich mach' die Fahrradtur in erste Linie Weil ich daran Spaß habe, weil es mir eben Spaß macht auch jetzt Deutschland von einer besonderen Perspektive kennenzulernen.

00:39:43: Und ob ich jetzt spendensame Idee KMS oder nicht ist für mich kein Mehraufwand.

00:39:48: und da eben noch was Gutes zu tun.

00:39:51: Ja zeigt glaube ich auch dass es eigentlich jeder könnte also jeder könnte heraus in die Welt sich für etwas Gutes einsetzen.

00:40:00: Ja, das mit dem könnte und dann auch in der Realität umsetzen ist da noch mal was anderes.

00:40:06: Wollen würden?

00:40:08: Ich finde es schön wenn sich mehr Menschen ihre Fähigkeiten für sinnvolle Projekte einsetzen investieren würden.

00:40:17: Dann wäre die Welt eine andere.

00:40:19: aber das ist nochmal ein Thema für sich.

00:40:21: du hast ja auch in Interviews immer wieder betont dass die Strecke nie das eigentliche Ziel ist sondern entscheidend ist für dich ja auch die Wirkung die deine Projekten entfalten.

00:40:30: Ja.

00:40:30: Am Ende denke ich mir immer, der Weg ist das Ziel.

00:40:32: Das ist ja eines der ältesten Sprichworte und das ist für mich auch so das Besondere.

00:40:37: Am ende geht es gar nicht darum was ich erlebe sondern mit wem ich das Ganze erlebe.

00:40:41: welche Menschen leben?

00:40:42: kann ich dadurch noch beeinflussen?

00:40:45: Und für mich selber diese Erfahrungen sammeln oder Erinnerungen auch kreieren weil ich denke mir auch immer am Ende vom Leben wirds nie etwas bereut haben.

00:40:55: Im Optimalfall sagst du, ich habe alles gemacht worauf ich Bock hatte.

00:40:58: Ich bin jedes Mal über meinen Schatten gesprungen.

00:41:00: Das ist, glaub ich am Ende schon so was... ...was ich auch hier mitgeben kann einfach mal machen.

00:41:07: Kann es so lang drüber nachdenken?

00:41:08: Einfach mal gucken was passiert.

00:41:11: Tja wer kann das schon von sich behaupten dass er am Ende des Lebens vielleicht alles getan und umgesetzt hat was er sich vorgenommen hat?

00:41:18: Ja man will ja auch nicht wissen.

00:41:20: Ich hoffe ich bekomme es hin.

00:41:21: also Ja, mal sehen.

00:41:24: Also ich wünsch dir ein langes Leben und dass du noch sehr viel umsetzen kannst von dem was du vor hast.

00:41:28: Ich glaube von dir werden wir auch noch hören.

00:41:30: Lieber Phil jetzt sind wir am Ende des Podcasts schon angekommen Was mich aber natürlich brennend interessiert und vielleicht auch viele andere Wo findet man dich?

00:41:38: wie heißt du dort?

00:41:39: Wie kann man dich unterstützen?

00:41:41: also man finde mich grundsätzlich überwiegend auf Instagram.

00:41:44: da heiße ich auch eigentlich einfach nur so wie ich ein echt heiß ist also phil.weinmann.phl Ja, und ansonsten... also da bin ich auch ganz ehrlich.

00:41:54: Ich persönlich brauche eigentlich keine Hilfe.

00:41:56: Also mir geht's dann lieber wieder mehr um die DKMS.

00:41:58: Man kann die DKBS eben unterstützen durch eine eigene Geldspende wenn es nur ein Euro ist oder ein Cent, jeder Euro, jeder Cent zählt am Ende des Tages um eben nicht nur der Person aber vor allem Familien und Bekannten die sich mit dieser schmerzhaften Diagnose Blutkrebs auseinandersetzen müssen zu helfen.

00:42:15: Und das ganze kann man machen auf meiner Website www.filweinmann.de.

00:42:20: Da findet man quasi nochmal auch zum einen den Überblick über meine aktuelle Radtour.

00:42:24: Wo bin ich jetzt, wo fahre ich als nächstes lang?

00:42:26: Was ist mein nächster Höhepunkt oder nächster etwas größeres

00:42:29: Stopp?".

00:42:30: Und da kam er eben dann auch auf die Spendenaktion der DKMS gelangen, wo wir mittlerweile schon fast bei ca.

00:42:36: eineinzehntausend Euro sind, die wir gesammelt haben mit dem letzten acht Wochen was für mich unglaublich ist.

00:42:41: Klasse!

00:42:43: Unglaublich faszinierend.

00:42:45: und das ist so ein bisschen der Punkt weil... Ich persönlich Ich sag mal so, ich komm schon irgendwie über die Runden.

00:42:52: Das ergibt sich alles!

00:42:54: Deswegen ist es mir lieber umso wichtiger... ...setzt euch für die DKMS ein oder setzt euch für irgendwas Gutes bei euch im Heimatort ein, sage ich mal.

00:43:01: Es kann auch schon reichen, eine alten Dame über die Straße zu helfen.

00:43:06: Also auf einmal ein bisschen mehr gute Positivität raus in die Welt tragen und bis du über einen eigenen Schatten springen.

00:43:15: Und ich glaube das Beeindruckendste an deiner Geschichte sind ja gar nicht diese Tausenden Kilometer, die du mit dem Fahrrad zurückgelegt hast.

00:43:21: Sondern beeindruckend ist für mich zumindest viel mehr dass du auch gezeigt hast wie aus einer einzigen Entscheidung auch eine Bewegung entstehen kann und Du hast so vielen Menschen auch Hoffnung geschenkt mit deinen Tätigkeiten mit deinem Engagement.

00:43:37: Ich glaube, du schenkst auch in den nächsten Wochen vielen weiteren Menschen Mut.

00:43:40: Sich ebenfalls zu engagieren und sei es durch eine Registrierung bei der DKMS oder einer Spende oder einfach eben auch durch die Erkenntnis dass jeder einzelne etwas bewirken kann.

00:43:49: also lieber Phil herzlichen Dank für dein Besuch.

00:43:52: das war mir ein Fest mit dir.

00:43:54: ich wünsche dir von Herzen alles erdenklich gute und wünschte dir dass du noch sehr sehr vielen gut gelaunten und guten Menschen begegnest.

00:43:59: und alle anderen die sollen sich mal von dir fernhalten Die haben's da nicht verdient.

00:44:06: Das denke ich mir auch immer.

00:44:07: Ich treffe schon auf die richtigen Menschen, also im Endeffekt alles passiert für mich.

00:44:12: Also das läuft schon.

00:44:14: Daher!

00:44:15: Alles Liebe viel Gesundheit und ein langes Leben und man sieht sich lieber viel.

00:44:19: Dankeschön ebenso André.

00:44:20: Danke für die Einladung.

00:44:34: Vielen Dank

00:44:34: fürs Zuhören und

00:44:36: bis zum nächsten Mal.

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