Peter Karst | Stimme des Handwerks und Mittelstands - Haben wir verlernt, miteinander zu sprechen?

Shownotes

Jurist, Unternehmer und Experte für Wirtschaft, Umwelt und Stadtentwicklung: Peter Karst beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Frage, wie Gesellschaft, Handwerk und moderne Städte zukunftsfähig bleiben können. Als langjähriger Geschäftsführer verschiedener Wirtschafts- und Handwerksorganisationen verbindet er wirtschaftliche Erfahrung mit gesellschaftlichem Blick. Mit André Puchta spricht Peter Karst über Verantwortung, Nachhaltigkeit, das Handwerk als Rückgrat der Gesellschaft und die Herausforderungen moderner Großstädte zwischen Lebensqualität, Infrastruktur und Zusammenhalt. Ein reflektiertes Gespräch über Pragmatismus, Haltung und die Frage, wie Zukunft gelingen kann, ohne Menschen zu verlieren.

Im Podcast „Schüchtern bis nüchtern“ begrüßt André Puchta spannende Charaktere mit außergewöhnlichen Berufen, Lebensentwürfen oder Leidenschaften. Eine Bühne für Biografien, die man nicht erfinden könnte. Hier trifft Kuhfriseur auf Detektiv, Domina auf Pfarrerin, Dildo-Designerin auf Tatortreinigerin, Human Puppy auf Ordensfrau und Hebamme auf Tantra-Trainer. Ein Podcast über das Ungewöhnliche – und das, was uns verbindet.

Foto: Sonja Schröder

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00:00:04: Herzlich willkommen

00:00:06: bei Schüchtern bis Nüchdern.

00:00:08: Dem Publicity-Podcast mit André Puchter und chilligen Gästen, fast live aus Berlin!

00:00:23: Wir diskutieren in Deutschland gerne über Politik, über Wirtschaft und die Zukunft unseres Landes.

00:00:29: Aber oft vergessen wir die Menschen, die morgens früh aufstehen, Betriebe führen Ausbilden, Verantwortung übernehmen und dafür sorgen dass unser Alltag überhaupt funktioniert.

00:00:39: Einer, der diese Welt seit vielen Jahren kennt ist mein heutiger Gast Peter Cast.

00:00:44: Jurist, Unternehmer, erfahrener Geschäftsführer von Handwerks- und Wirtschaftsorganisationen Und jemand, der sich intensiv mit Stadtentwicklung, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt beschäftigt.

00:00:57: Mit Peter Cast möchte ich heute darüber sprechen was wir vom Handwerk lernen können warum der Mittelstand häufig das Rückgrat unserer Gesellschaft ist und weshalb die besten Lösungen oft weniger mit Ideologien als mit gesunden Menschenverstand zu tun haben.

00:01:12: Herzlich willkommen, Peter Kast!

00:01:16: Ja hallo guten Tag lieber André Pruchter.

00:01:18: ich freue mich sehr dass ich heute mit dir sprechen darf.

00:01:21: Ja lieber Peter, wir duzen uns.

00:01:23: Wir kennen uns schon ein paar Jahre.

00:01:24: deswegen ich freue mich ganz besonders dass Du heute mein Gast bist in meiner Einhundertundzeiten Folge von Schüchtern bis Nüchdern.

00:01:31: und da schließt sich schon meine erste Frage an Lieber Peter, bist Du denn eher der Typ Schüchter oder der Typ Nüchter?

00:01:36: Oder ist da beides bei so vielen Terminen und Projekten auf dem Tisch bei Dir nicht immer von Vorteil?

00:01:42: Ich glaube tatsächlich eher offen- und lebensfro mit einer Tendenz zu nüchtern.

00:01:50: Ja, ja das gehört vielleicht auch so ein bisschen zu deinem Beruf aber dazu kommen wir später noch.

00:01:55: Peter was ist denn eigentlich komplizierter?

00:01:57: Das deutsche Verwaltungsrecht oder einen funktionierender Großstadtverkehr?

00:02:02: Das Deutsche Verwaltung ist zweifellos sehr anspruchsvoll und wird glaube ich auch von Tag zu Tag anspruchsholler weil ja auch Einflüsse aus Europa es dann doch nochmal komplexer machen.

00:02:14: Aber ein funktionierender Großstadtverkehr ist in der Praxis natürlich häufig noch komplizierter, weil davon die Menschen sofort und unmittelbar im Erleben betroffen sind.

00:02:26: Also das Großstadt-Verkehr da hast du einfach ganz unterschiedliche Momentaninteressen, die auf engem Raum aufeinander treffen.

00:02:32: Fußgänger, Fußgängerin, Fahrradfahrer, Fahradfahrerin ÖPNV Systeme Lieferverkehre Handwerksbetriebe Familien auch mit Kinderwagen und alle haben berechtigte Anliegen Und daraus ein System zu machen, das für zumindest die Mehrheit gut funktioniert.

00:02:47: Erreichbarkeit sichert und trotzdem irgendwie fair bleibt.

00:02:49: Das ist natürlich eine echte Daueraufgabe insbesondere da wo es eng

00:02:53: ist.".

00:02:54: Ja ich hatte bei der Vorbereitung der heutigen Folge einigen Freunden diese Frage gestellt und da kam immer wieder die Antwort.

00:03:02: Der Großstadtverkehr ist komplizierter.

00:03:04: beim Verwaltungsrecht gibt es wenigstens irgendwo eine Vorschrift, die erklärt warum etwas nicht funktioniert?

00:03:10: Gut, das ist natürlich beim Großstadtverkehr.

00:03:12: Auch so wenn du an einer roten Ampel stehst und es kommt links und rechts niemand wie verhältst du dich dann?

00:03:18: Ja also erklärt ja keiner warum ein Verwaltungsakt ergeht obwohl überhaupt keine noch nicht mehr eine abstrakte Gefährdungssituation wie man so schön sagt vorliegt.

00:03:30: Also ich würde sagen it's equal.

00:03:33: Was ist schon leicht im Leben?

00:03:34: Ich habe dann noch einen anderen Freund gefragt, der ist Bäckermeister und er meinte zu mir auf jeden Fall das deutsche Verwaltungsrecht.

00:03:40: Denn im Verkehr steht man manchmal nur eine Stunde im Stau aber an manchen Genehmigungsverfahren da arbeitet man deutlich länger.

00:03:47: Ohne zu wissen was manchmal dabei rauskommt, dass es tatsächlich sehr frustriert.

00:03:50: Kann ich aus dem Bäckemeister sehr gut verstehen!

00:03:54: Geschäftsführer des Bäcker-Innungsverbandes Westfalen, allein mit den Erlebnissen die ich mit deutschen Verwaltungen hatte in dieser Zeit könnte ich Bücher füllen.

00:04:02: Das glaube ich dir sofort.

00:04:03: zu dieser Zeit kommen wir auch gleich noch und das sind wir auch schon bei deinem Lebenslauf.

00:04:07: denn wenn man sich diesen Lebenslaufe anschaut lieber Peter du bist Jurist Handwerk Wirtschaftsförderung Kommunalpolitik was das zieht sicher irgendwie schon als roter Faden durch deinen Leben.

00:04:19: Wenn ich vielleicht noch ergänzen darf, als Anwalt habe ich natürlich super gerne auch gearbeitet.

00:04:22: Aber aus der Anwalztätigkeit entwickelte sich dann auch das Ich im Auftrag von Automobilhersteller und Automie Automobil-Importeursgesellschaften in Deutschland Personal und Führskräfte Entwicklung machen dürfte.

00:04:34: Das würde ich vielleicht ganz gerne noch ergänzen, und vielleicht ist das auch schon irgendwie der rote Faden?

00:04:39: Dass es der Wunsch einfach zu gestalten Verantwortung zu übernehmen Freude an Verantwortungsübernahme zu wecken Dinge zu strukturieren so dass sie funktionieren können, dass die Handhabbar bleiben.

00:04:50: Weil ich nie den Anspruch hatte irgendwie die Dinge zu beobachten, sondern mich hat einfach immer interessiert wie funktioniert eigentlich Struktur?

00:04:55: Wie funktionieren komplexe Systeme und was kann jeder einzelne auch beitragen damit es besser funktioniert.

00:05:01: Und dazu gehören natürlich wieder Regeln.

00:05:04: also da kommt wieder der Rechtsaspekt ins Spiel Und ganz egal, ob im Vertrieb oder im Service, im Handwerk in der regionalen Struktur- oder Wirtschaftsförderung, in Kommunalpolitik.

00:05:13: Am Ende geht es darum, dass du Rahmenbedingungen hast, indem Menschen die ertüchtigt sind und Spaß daran haben gut leben und arbeiten können.

00:05:21: Und dass so die Entwicklung von Unternehmen oder Gesellschaft garantieren ist jetzt vielleicht zu viel aber gewährleisten

00:05:27: kannst.".

00:05:28: Jetzt hast Du die Regeln angesprochen.

00:05:30: Glaubst Du denn das wir in Deutschland davon zu viele haben?

00:05:32: Sind wir überreguliert?

00:05:34: vollkommen vollkommen.

00:05:35: also das problem was wir haben ist tatsächlich, und es beobachte ich seit vielen jahren.

00:05:40: Ich bin ja jurist in der vierten generation.

00:05:44: Ich beobache seit vielen Jahren dass wir den drang haben im deutschland das gesetzte recht so zu gestalten dass er plötzlich einzelfahlgerechtigkeit den Normen wiederfinden.

00:05:55: Also, wenn man sich mal anschaut wie komplex allein das BGW mittlerweile geworden ist da kann man schon ein bisschen die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

00:06:02: und ich hatte die Diskussion mein Bruder und ich auch nur mit unserem Vater der sagte was war das bisschen Jura?

00:06:08: Das hat sich natürlich total verändert.

00:06:10: er hat in den fünftiger sechziger jahren studiert Und die Menge an Vorschriften die hinzugekommen waren alleine in den dreißig oder fünfundzwanzig Jahren die zwischen seinem Studium und unserem Studium lagen das war schon.

00:06:21: das ist schon enorm.

00:06:23: Und vielleicht darf ich ihn mal zitieren, er war siebzehn Jahre lang am Oberlandesgewicht Verkehrsrichter und sagte eigentlich sind Verkehrsschildern nur was für Menschen die nicht in der Lage sind anständig miteinander umzugehen.

00:06:37: Also das kann es auch vieles andere übertragen.

00:06:39: wenn Menschen mit Haltung und mit Reflektionen und ein bisschen mit Solidarität durchs Leben gehen könntest du dir glaube ich ganz viele Regeln sparen.

00:06:48: Das Schlimme ist, dass die ehrlichen und aufwichtigen darunter leiden.

00:06:54: Dass wir immer mehr Normen brauchen bei das Menschen gibt, die sich eben nicht anständig verhalten.

00:07:00: Ja, das sieht sich durch alle Folgen, die ich bisher führen durfte mit den Menschen, mit denen ich mich austauschen durfte... Man hört es immer wieder!

00:07:07: Ich kenne dich ja oder wir kennen uns seit über zehn Jahren.

00:07:09: Du wirkst ja wie jemand der auch lieber Lösungen sucht als Schlagzeilen?

00:07:14: Ist das denn heute fast schon unmodern

00:07:15: Peter?!

00:07:17: Ich habe tatsächlich eine große Sympathie für Menschen, die im Stillen nach vorne denken und einfach gute Arbeit machen.

00:07:24: Lösungen suchen statt Schlagzeilen produzieren – ich glaube das trifft.

00:07:27: es ist vielleicht nicht so spektakulär und man sieht sich dann selber nicht so oft irgendwo aber ich glaube es ist langfristig viel Wirksamkeit und Sachlichkeit und Verlässlichkeit, das ist für mich ne Form von moderner Haltung Weil wir brauchen eigentlich Menschen, die zuhören.

00:07:43: Die nachdenken und vordenken.

00:07:45: Und Menschen, der bereit sind dann wieder dieser Begriff, die Verantwortung zu übernehmen auch wenn es unpopulär ist ab und zu.

00:07:54: Wenn ich das erzählen darf... Ich schmunzel ziemlich gerne, wenn Themen für dich früher mal hart und intensiv gearbeitet habe zum Erfolg von anderen werden!

00:08:04: Also zum Beispiel jetzt gerade in diese Woche der Abschluss der Aktivität, Transformation durch Handwerk.

00:08:10: von der Bundesagentur für Arbeit habe ich das erlebt.

00:08:12: Beim Zukunftskompass-Handwerk, der jetzt online ist, habe ich es erlebt bei meinen Bemühungen um das Thema zirkuläre Wertschöpfung.

00:08:18: die kommt jetzt immer in verschiedenen Kleidern immer häufiger auf.

00:08:27: ist der Umgang damit ein bisschen komplex und deshalb wird dieses Thema zirkuläre Wertschöpfung dann irgendwie in alten Stuben gefangen genommen.

00:08:34: Und dann zum Thema Recycling oder Abfallwirtschaft missbraucht, aber lange Rede kurzer Sinn.

00:08:39: ich finde es toll wenn sich meine Impulse so entwickeln dass sie das jetzt um Erfolg von anderen werden stellen wir die Frage tatsächlich wie viel besser, wie viel schneller, wie viele schöner hätte es werden können wenn diese Impulse früher und konsequenter aufgegriffen um gemeinsam verfolgt worden wären.

00:08:54: Ich glaube dann könnte man sich viele Umwege irgendwie auch sparen.

00:08:57: Tja ich glaube die Fragen stellen sich ja viele Menschen in Deutschland.

00:09:00: das ist ja leider so Und ich kann mir die Antwort auf die nächste Frage eigentlich auch schon vorstellen.

00:09:06: Wenn ich jetzt nochmal auf deine Zeit als Jurist zurückgehen darf Was hat dich denn ursprünglich mehr fasziniert?

00:09:11: Recht haben oder Dinge verändern?

00:09:15: Das ist eine gute Frage.

00:09:17: Ich antworte mal ein bisschen aus oder anders, also Recht haben gibt es ja nicht.

00:09:23: aber in einer Beratung des Mandanten dem Mandanten klar aufzuzeigen was das Ergebnis der Auseinandersetzung sein wird darin war ich eigentlich immer gut und hat mich gefreut.

00:09:35: Ich habe tatsächlich drei Verfahren krachend verloren Für Mandanten, aber mit Ansage.

00:09:43: Also da gab es von mir vorher schon eine schriftliche Stellungnahme über mehrere Seiten, dass das eigentlich überhaupt keine Erfolgsaussichten hat.

00:09:52: Aber am allermeisten fasziniert mich glaube ich irgendwann nur das Thema Rechthaben sprechen.

00:09:56: Dass es immer noch Menschen gibt die glauben was es Wahrheiten gibt oder Stabilität weil auch recht ist ja nur ne Idee, dass vor allem Hintergrund einer bestimmten gesellschaftlichen Struktur entsteht und Wir wissen alle, dass alles relativ ist schon seit vielen Jahrzehnten.

00:10:13: Wir wissen es die Erde sich irgendwie mit thousand six hundred KmH also gemessen am Equator um die eigene Achse dreht dabei mit fast hundert zehn tausend Km H auf einer elliptischen Bahn um die Sonne saust und das Sonnensystem mit acht hundert sechzigtausend km durch die Milchstraße fliegt.

00:10:28: Und bei dem trudelt auch noch die Erdachse als der Malenkowitsch Effekt aber recht regelmäßig.

00:10:33: Die Verordnung der Pole ist nicht stabil Gravitation ist keine ist keine Konstante und trotzdem glauben Menschen, es gibt sowas wie eine stabile ewige Wahrheit in dem wir leben.

00:10:46: Und ich glaube die Herausforderung insbesondere für die Menschen momentan ist es eigentlich anzuerkennen dass wir das was wir vorfinden auf der Erde und in der Gesellschaft am Arbeitsplatz in Vereinen in Verbänden, dass wir einfach sagen das ist das bestmögliche was wir jetzt haben und wir können das gerne mit gestalten.

00:11:05: Wir können die wunderbaren Möglichkeiten, die wir haben in die eigene Hand nehmen selbst verantwortet gemeinsam weiterentwickeln.

00:11:11: Das stößt natürlich da an seine Grenzen oder böse Nachbar das nicht will.

00:11:15: Das kennt den Spruch kennen ja auch alle.

00:11:17: aber wie gesagt wieder der Schluss zu oben.

00:11:20: Wir brauchen einfach dann auch Regeln, die gewährleisten dass die sich nicht anständig verhalten zumindest ein bisschen eingehegt werden und ich glaube dann geht das zusammen.

00:11:29: wenn nun klaren einen klaren Kompass hast, wenn du klare Regelstrukturen hast und eine klare Haltung hast.

00:11:38: Und in diesem Rahmen dann Dinge gemeinsam mit anderen entwickelst.

00:11:41: also irgendwie beides zusammendenken und das Beste daraus machen in der Hoffnung dass du so wenig regeln brauchst wie möglich.

00:11:48: Also ich sage mal mein Standard Satz dazu in einer Welt voller lauter Peter Karstes, da bräuchte niemand einen Schlüssel für irgendwas.

00:11:58: Ja, das hast du schön gesagt.

00:11:59: Ich war gerade so ein bisschen fasziniert wissenschaftlich astrologisch.

00:12:02: Das hätte manch CDU-Ministerpräsidentenkandidat in Baden-Württemberg nicht besser erklären können als du vor allem nicht von der Schulklasse.

00:12:11: Aber ja, aber das hat alles Einfluss.

00:12:14: Also es hat ja alles Einfuss, ob du reflektierst dass du irgendwo in einem Regiestuhl sitzt und Anweisung gibts und sagt, hier funktioniert alles genauso wie meine Vorstellung ist.

00:12:24: Das ist eben quatschen.

00:12:25: mich glaube an diesem Bild Wo wir uns auf was für einem Karussell hier befinden, dass du eigentlich auch total in vielen Dingen total unberechenbar ist.

00:12:34: Ihr hättet so etwas zum Golfstrom sagen könnten können die sich jetzt Nordwärts bewegt.

00:12:39: aber wir können uns einfach nicht darauf verlassen das die Dinge so sind und bleiben wie wir denken dass sie wahr sind sondern müssen die Veränderungen auch proaktiv als Herausforderung anerkennen und schauen dass wir alle gemeinsam dann an Lösungen arbeiten die ein gutes Zusammenleben haben.

00:12:54: So und da steige ich nämlich direkt mal ein, denn das interessiert mich auch wirklich Peter.

00:12:58: Ich hatte ja bei mir auch schon einige Politiker zu Gast.

00:13:00: Tim Klüßendorf von der SPD war bei mir Felix Bannertschak vom Grünen.

00:13:05: Die Befehlmächtigte der Pflege der Bundesregierung von der CSU hier.

00:13:09: Und mit allen habe ich auch so ein bisschen über das Thema Veränderungsprozesse gesprochen oder den Willen, auch wirklich Sachen anzugehen und über Reflektionen.

00:13:16: Da kam immer wieder die Frage, reflektieren sich auch Politiker genügend?

00:13:19: Und die Frage möchte ich dir heute ausstellen.

00:13:21: oder eine ähnliche Frage denn glaubst du dass wir alle bereit sind auch Veränderungen einzugehen, auch wenn es mal schmerzt?

00:13:31: Ich tue mich mit dem Griff des Schnazens unglaublich schwer, weil das ist ja nichts Physisches über das wir reden.

00:13:37: Sondern das ist eine Vorstellung.

00:13:41: Ich sage mal selbst wenn wir über das Thema Wohlstandsverlust reden oder so uns in bestimmten Bereichen oder um Eigenbeiträge die man zu leisten bereit oder nicht bereit ist, wenn ich jetzt auf das Thema auf die große Diskussion von freiwilligen Jahren oder Bundeswehr und Werpflicht und solche Dinge.

00:14:02: Das tut ja physisch erst mal nicht weh, sondern das ist die Vorstellung von Verlust, die man als schmerzhaft empfindet.

00:14:13: Weil man... Und das ist tatsächlich so ein Struktur-Ding.

00:14:16: Das kannst du in jedem Lehrbuch nachlesen.

00:14:18: Der Mensch lebt in bestimmten Komfortzonen.

00:14:21: Die können in bestimmte Lebensbereichen durchaus unterschiedliche sein.

00:14:25: aber erstmal gibt es Komfortzone Und die ist tendiert, der Mensch erhalten zu wollen.

00:14:30: Das ist so mein Challenge von eben mit der Erde, die ja durch die Gegend saust weil man die Vorstellung hat dass es so sein muss wie es sein ist und in die Wachstumszone liegt jenseits der Komfortzone.

00:14:48: in der dann wirklich Wachstum möglich ist, persönliches Wachsstum aber auch gemeinsames Wachsstum und gesellschaftliches Wachestum.

00:14:54: In diese Wachslumszone kommst du nicht unmittelbar aus der Komfortzone.

00:14:58: also wenn die Komfortzone verlässt bist du nicht gleich im Wachszum sondern musst durch eine sogenannte Panikzone hindurch.

00:15:04: das ist die Zone von der du glaube ich sprichst.

00:15:06: so du sagst dass sind die Schmerzen Das ist das wo ich nachts nicht schlafen kann das ist das um die Zukunft habe wo ich Angst habe ob ich meine Miete bezahlen kann meine Kinder zur Schule gehen studieren können ob ich vielleicht einmal in den einen Urlaub fahren kann oder zweimal.

00:15:21: Das ist dieser ganz, ich nenne ihn jetzt mal eklige Bereich der Menschen verunsichert, der Menschen Angst macht und der tatsächlich als schmerzhaft empfunden wird.

00:15:32: Aber es bietet nur diese Panikzone, bietet das Potenzial am Ende des Tages im Wachstum zu kommen.

00:15:38: Sonst hegst du eigentlich immer nur den Bestand!

00:15:42: Und das finde ich bestandhägen, ist auch legitim.

00:15:46: Aber ich find's schade weil ich glaube in den Menschen steckt einfach viel mehr drin als sie sich vielleicht selbst zutrauen, weil sie nicht durch die Panikzone gehen möchten.

00:15:55: und jetzt mach' ich dir ein anderes Bild aus meinem Leben.

00:15:57: Wenn du Sportler bist ja Wirst Du ohne hartes Training Wirst du ohne in Anführungszeichen Schmerzen niemals niemals in die Performance kommen Sondern dann bleibst du In dem Niveau auf dem du bist Und wirst niemals den Gewinn haben, ein Gewinner zu werden.

00:16:16: und das beschreibt vielleicht also was Bildes-Sports bescheibt es vielleicht gar nicht so schlecht.

00:16:21: Ja du hast einen wichtigen Punkt angesprochen die Komfortzone, die Panikzone.

00:16:25: ich glaube was Menschen ja bei uns auch im Lande fehlt sind vielleicht auch diese anderen Menschen vielleicht auch Politiker zu dem man nach oben schaut und die man auch wirklich als Als Optimisten erkennt, du bist ja auch jemand der zum Beispiel Barack Obama persönlich kennenlernen durfte.

00:16:41: Das ist jemand der weltweit für damals zumindest auch für Erneuerungsstand, für neue Ideen, für Aufbruch, für jemand der Kardesmar verstreute.

00:16:50: Siehst du da in Deutschland unabhängig von der Partei jemand, der dir sofort einfallen würde?

00:16:57: Es gibt viele grandiose Menschen die als Vorbild agieren und fungieren können.

00:17:02: Also es gibt auch total inspirierende Politiker.

00:17:04: Ich habe jetzt gerade am Montag tatsächlich auch Gordon Schneider getroffen aus Rheinland-Pfalz, das macht mich natürlich froh dass Rheinlands-Pfalz wieder eine CDU-Spitze hat nachdem man Bernhard Vogel, das war auch einer meiner Vorbilder tatsächlich, nachdem Bernhard vogel eben vor thirty fünf Jahren die Regierung verlassen hat.

00:17:25: also Es gibt tolle Typen und Barack Obama, das spielst du an.

00:17:29: Ein faszinierender Mensch ein großartiger Denker, ein toller Rhetoriker und vor allen Dingen... Und ich glaube das ist es eben was uns dann so faszinhiert an solchen Menschen authentisch bis ins Mark.

00:17:43: Das is' eben nicht what's in it for me Mentalität die man manchmal zu beobachten glaubt sondern es einfach Yes we can!

00:17:53: Ich will dem Land dienen.

00:17:54: Wenn man das als Haltung hat, wenn man sagt ich bin jetzt sozusagen derjenige von hinten dieses Land führt und versucht die Rahmenbedingungen so zu setzen dass wir eine friedlich-fröhliche Koexistenz mit Wachstumsperspektive haben.

00:18:07: Das ist das glaube ich was Leute eher faszinierend würde als wenn sie wahrnehmen, dass es da um, ich sage mal um Macht oder um Posten oder um Bedeutungsgewinnen oder sowas geht.

00:18:17: Ja.

00:18:18: Jetzt hast du deine Heimat schon angesprochen, Rheinland-Pfalz?

00:18:20: Du bist in Bad Kreuznach geboren einer Kuhstadt in Rheinlamp-Pfalz, bist in Lahnstein bei Kubelins aufgewachsen.

00:18:27: Lieber Peter was prägt dich bis heute wenn du an deiner Heimat denkst?

00:18:32: Ich habe ja dann auch in Trier studiert und hab da einigen Zeit in Wittlich gelebt oder stimmt?

00:18:37: ich bin der Region ausgewachsen die vor allen Dingen vom Mittelstand und Handwerk gekrägt ist.

00:18:41: also natürlich im Witt nicht gab es sehr viele bedeutende Industrieunternehmen.

00:18:46: aber im Wesentlichen ist das so Bodenständigkeit, direkter Umgangston, Speak-up, Ansprache.

00:18:52: Ein pragmatischer Blick aufs Leben auch Zusammenhalt... Also man dann trüht, wenn man in so einer Region auf... Wir haben ja auch mein Bruder und ich dann in Weinbergen bei der Lese mitgeholfen.

00:19:04: Ich habe später mit einem Kumpel die auch ein Wein backen hatten.

00:19:06: Dann haben wir zwar nicht gelesen aber wir haben immer die Weinstöcke erneuert als Jugendliche.

00:19:12: Also man mag einfach, dass der Wein nicht aus der Flasche kommt um mit einem Beispiel zu bleiben.

00:19:17: Nur das harte Arbeit ist bis da was Vernünftiges draus geworden ist und man mag eben dann, dass die Dinge nicht von allein passieren sondern dass irgendjemand oder Teams am besten.

00:19:27: also dass man gemeinsam anpacken muss, dass man Ziel haben muss und dass man sie aufeinander verlassen können muss und zwar Zuhause in der Nachbarschaft im Verein, im Betrieb, im Weinberg.

00:19:39: Das muss einfach so sein alle anpacken und miteinander wirken, mit Blick auf ein gewünschtes Ergebnis.

00:19:47: Also Peter, als wenn du das schon alles gewusst hättest... Ja, ich muss diese Anekdote kurz einwerfen.

00:19:52: Ich hatte vor wenigen Tagen einen Winzermeister bei mir zu Gast, nämlich Keller.

00:19:56: Wie ist der Zufall so wild?

00:19:57: Aus Außenheim in Bayern und er hat das auch schon den fünfter Generationen und erzählt die eben ja es muss alles miteinander irgendwie wie so'n Sahnrad ineinander passen sonst so'nguter Wein.

00:20:07: Er klappt eben auch nicht von heute auf morgen hätte ich jetzt Julia Klöckner gefragt.

00:20:10: sie hätte wahrscheinlich geantwortet Rhein-Weinberge und Mittelgebirge

00:20:14: Die kommt ja auch aus Bad Kreuz und wir sind beides Gästjespangerten.

00:20:17: Na Mensch Kannst ja gleich mal sagen, hier ist noch Platz bei mir im Podcast.

00:20:20: Sie sind herzlich willkommen!

00:20:22: Peter, gab es denn in deiner Kindheit oder Jugend einen Moment der deinen Blick auf die Gesellschaft oder Verantwortung geprägt hat?

00:20:29: Weshalb du dann auch später diesen Weg gegangen bist, in dem du dich jetzt

00:20:32: befindest?!

00:20:35: Ui... Ja ob das dann alles immer so'n Grad lemig ist wie sich jetzt aus der Frage anhört, das weiß ich natürlich nicht.

00:20:43: Aber wenn du nach einem Moment fragst, der mich sehr geprägt hat und vielleicht auch ein Stück weit Haltung ausgeformt oder wie nenne ich das jetzt?

00:20:56: Nachdenklichkeit ausgelöst hat.

00:20:58: Das war tatsächlich mit sechs Jahren im Wohnzimmerstand der Schreibtisch meines Vaters, der damals schon im Staatsdienst gearbeitet hat Der schreibtisch, der stand da im Wohnzimmer damit.

00:21:12: Wenn er da arbeitet die Familie irgendwie in der Nähe ist so Punkt dann war aber mal nicht da und ich brauchte ein Blatt Papier zum Malen hat mir das aus dem Schreibtisch holen wollen und habe dann einen schwarz-weiß Foto gefunden also eine kleine Plastiktüte mit Fotos.

00:21:26: und das zeigte meine Mutter meinen Bruder und mich im Sandkasten.

00:21:30: Und auf diesem Foto war dann mit einem Zirkel auf das Gesicht meiner Mutter ein Fadenkreuz gezeichnet.

00:21:38: Und das Foto, das war einvakumiert und in der Tüte wie gesagt mit vielen weiteren Fotos, die ich mir dann aber nicht mehr angeguckt habe.

00:21:44: Sondern ich hab das heimlich wieder zurückgesteckt um meinen Eltern tatsächlich auch bis zu deren Tod niemals da drüber gesprochen.

00:21:53: Ab mir dann meine zwei und zwei zusammengezählt als im Jahr drauf mein Vater den Staatsschutz, indem er gearbeitet hat, als Lichter verlassen hat und in den zivilrechtlichen Bereich gewechselt ist.

00:22:04: Ohne jemals mit uns.

00:22:05: oder also wir Kinder haben das davon nichts mitbekommen.

00:22:08: Ja, es hat dann wohl mit sich und seiner Frau irgendwie ausgemacht und hat dann sozusagen den Bereich in dem er sich da eigentlich wohl geschült hat und wo er sich auch committed hatte verlassen möglicherweise eben auch mit Blick auf diese Bedrohungs, diese potenzielle Bedrohmslage.

00:22:24: Und das macht natürlich was mit einem.

00:22:26: Ich erzähle die Geschichte heute und da gehen mir immer noch hinten die Gruseln aus.

00:22:30: Das war schon ein besonderer Moment, der mir dann gezeigt hat wie fragil das war ja die Zeit von Bader Meinhof.

00:22:38: Wie fragile Gesellschaft ist wenn es Menschen gibt?

00:22:41: Die bösartige Ziele verfolgen aus immer in der Regel immer aus eigenem Nutzen.

00:22:48: also dass das prägt mich tatsächlich bis heute und deshalb macht mir machen wir die Entwicklung im Moment beobachte egal wo auf dem Glogos auch total Angst weil man ich den Eindruck gewinne dass die Bösartigkeit sich aus dem Terrorismus irgendwie ins establishment bewegt.

00:23:00: Also erstmal vielen Dank für diese persönliche Geschichte, das ist ja auch nicht selbstverständlich dass man sich da so öffnet.

00:23:06: Das Schöne ist bei mir ich habe keine böseartigen Gäste gegenüber sitzen sondern ich suche mir dann natürlich meine Gegenüber aus.

00:23:15: und es ist auch wichtig dass wir wieder Menschen zu Wort kommen lassen die vielleicht in Berufen arbeiten die man nicht oft hört und sieht.

00:23:23: Und jetzt müssen wir so ein bisschen aufs Handwerk auch zu sprechen kommen, denn du arbeitest ja seit vielen Jahren im Handwerk.

00:23:27: Warum wird denn das Handwerk gesellschaftlich immer noch nicht oft aber ab und zu unterschätzt?

00:23:34: Was kann ich mir tatsächlich überhaupt nicht erklären.

00:23:36: also du beschreibst das Phänomen komplett richtig, aber ich kann es mir nicht erklären weil dann wenn jemand einen braucht ne, nen Handwerker Oder wenn der Bäcker die Filiale zu hat, weil die Fachverkäuferin irgendwie krank ist oder mal Urlaub hatte oder sonst irgendwas.

00:23:50: Der Bäckern Strom oder Gasausfall hatte und nicht backen konnte?

00:23:53: Dann ist das Geschrei groß!

00:23:56: Also du kannst dir gar nicht vorstellen ich mache es tatsächlich.

00:23:57: seit Februar zwei tausendzwei bin ich im Handwerk unterwegs mit einer kleinen Interim-Geschichte in den nördlichen Ruhrgebiet.

00:24:05: Aber was glaubst Du denn wie oft Ich schon Anrufe aus meiner Glase hatte also aus Politik Aus Verwaltung andere Verbände die sich bei mir beschweren, wenn sie sechs Wochen auf einem Handwerker-Termin warten müssen.

00:24:17: Also dann wird es plötzlich bedeutungsvoll.

00:24:20: aber wenn das darum geht was dir eigenen Kinder mal werden sollen, dann steht das oft nicht auf der Agenda.

00:24:24: also von daher ist das so eine kognitive Dissonanz bei den Menschen.

00:24:29: also wie wichtig das ist dass man ein Handwercker hat aber wie unwichtig ist, dass man selber handwerker wird oder handwerka unterstützt?

00:24:36: Das ist irgendwie schon sehr komisch.

00:24:37: diese Bias habe ich tatsächlich in meinem ganzen Leben nie nach vollzogen Und ich genieße deshalb für das Handwerk zu arbeiten.

00:24:43: Ich habe es immer gerne gemacht, immer mit Herzblut und das ist meine Leidenschaft weil die Typen... Du hast ja vorhin gefragt eher Lösungen oder Schlagzeilen?

00:24:50: Handwerker sind Lösungstypen und keine Schlag-Zahlenmenschen!

00:24:53: Das fasziniert mich so, sie machen super Jobs.

00:24:56: Die tun was sie können, die machen die Energiewende, die pflegen und hegen auch unsere Haare.

00:25:00: Die machen Automodietechnik, die zahntechnik Da sind ja hundertdreißig Berufe, die lösen einfach vor Ort die Probleme anderer Menschen ohne dass sie sich irgendwie groß aufspielen.

00:25:13: Wahrscheinlich ist dieses nicht groß aufspielen ein Grund dafür das Menschen gar nicht immer die Bedeutung offenradar haben, die Handwerk eigentlich hat für die Gesellschaft.

00:25:20: Das sind auch alles Ehrenamtliche Die sind ja in Prüfungsausschüssen, die sind in Vereinen, in Verbänden, in sozialen Einglichtungen den Kirchen ehrenamtlich tätig.

00:25:30: Wenn mal zu einer freiwilligen Feuerwehr hier bei uns auch im Land geht und sagt alle Handwerker treten mal rechts raus, dann hast du die Hälfte der Leute stehen auf der rechten Seite.

00:25:39: Das ist einfach ein engagiertes Klientel.

00:25:42: Ich gehe davon aus, dass du das jetzt nicht politisch meinst sondern rein von der rechte Seite zur Seite trittest?

00:25:47: Lieber Gott, nee so!

00:25:50: Nur der Vollständigkeit halber.

00:25:55: Oh Gott, oh Gott, dann wird es aber noch schwer mit der Kommunikation.

00:25:58: Na Peter, da sind wir bei einem wichtigen Punkt denn das ist ja auch so ein Thema.

00:26:01: Du kennst die politische Blase sehr gut.

00:26:03: man muss inzwischen auch aufpassen was man sagt.

00:26:05: Das kann ja vieles vielleicht falsch ausgelegt werden oder manchmal auch bewusst.

00:26:10: Was ist so?

00:26:12: Also wie gesagt Bösartigkeit scheint sich zu etablieren.

00:26:17: Also wenn wir jetzt noch mal aufs Handwerk kommen, jeder achte Erwerbstätige in Deutschland arbeitet im Handwerk.

00:26:22: Das sind zumindest die Zahlen, die ich hier vorliegen habe und wenn ich mich mit Freunden unterhalte dann... Ich merke das auch immer wieder wie viele gegenüber das unterschätzen.

00:26:30: Viele nehmen ja das Handwerk erst dann wahr, wenn etwas nicht funktioniert.

00:26:33: du hast es schon kurz angedeutet Wenn die Heizung ausfällt, die Brücke gesperrt ist, die Strahse schlaglöcher hat Dann wird's plötzlich sichtbar wie wichtig eine handwerkliche Arbeit für den Alltag ist.

00:26:43: Es ist aber irgendwie auch klar, Brücken müssen gebaut werden.

00:26:45: Straßen müssen saniert werden.

00:26:46: es geht um Schienen stichwort Deutsche Bahn Wasserleitungen Stromnetze müssen modernisiert werden.

00:26:51: Ist das denn auch für dich so von der Wahrnehmung her dass aber schon viele politische Vorhaben nicht an den Ideen scheitern sondern an den fehlenden Fachkräften für die Umsetzung?

00:27:03: Ja also wir kriegen schon vieles hin.

00:27:07: Das ist schon so.

00:27:09: Ich sag mal, wenn du was umsetzen willst heutzutage auch als Verwaltung.

00:27:12: Das geht mir als Handwerksdauer nicht anders.

00:27:15: Du hast wieder so ein großartiges Regelwerk und dich herum insbesondere dann, wenn wir dann auch darauf angewiesen bist mit Zuwendungen zu arbeiten das heißt jetzt irgendwelche Sondervermögen kommen oder sonst irgendwelchen Dinge.

00:27:25: Du hasst dann irgendwie.

00:27:26: du hast Planungsprozesse, du hast Vergabeprozesse, Du hast aufsichtsrechtliche Prozesse.

00:27:30: Du Hast Begleitprozess.

00:27:32: Das heißt die Organisation von dem was die Lösung ist es heute manchmal aufwendiger als die Lösung selbst.

00:27:39: Also ich beschreibe das mal so an einem Punkt, da habe ich vor ein paar Jahren mit einem ehemaligen Schulkameraden diskutiert.

00:27:46: Der war auch immer im Rat sitzt und der sich den Furchtwerk über aufgeregt hat dass die neue Toilettenanlage im Rathaus irgendwie vierundfünfzigtausend Euro kosten soll.

00:27:56: dafür würde er in ganzes Haus bauen.

00:27:59: Ich sage zu ihm du hast aber auch diese ganzen auffändigen Prozesse nicht und musst kein Vergabeverfahren machen.

00:28:04: Das heißt, vieles scheitert nicht unbedingt daran, dass es zu wenig Fachkräfte gibt.

00:28:09: Es ist schon so das Fachkräftefielen aber vieles schieht halt eben auch da an, dass die Prozesse zu kompliziert sind.

00:28:15: Da hast du den richtigen Punkt erwähnt?

00:28:16: Das ist ja die Frage, die ich mir immer wieder stelle warum kostet das eigentlich alles soviel und warum benötig ich für alles ein Vergabeverfahren?

00:28:23: Also das ist sicherlich, hat schon seine Richtigkeit auch.

00:28:26: Aber die Menschen müssen es auch... Das sind wir beim Thema Kommunikation.

00:28:29: Die Menschen müssen verstehen warum etwas so wertvoll ist im wahrsten Sinne des Wortes.

00:28:34: Ich will aber noch zu einem anderen Punkt.

00:28:36: Peter du hast diese onehundertdreißig anerkannten Handwerksberufe erwähnt vom Dachdecker übern Elektroniker bis zum Feinwerkmechaniker.

00:28:44: also das Handwerk bildet ja einen großen Teil des Fachkräfte Nachwuchses und gilt ja auch als Rückgrat des Mittelstands.

00:28:50: Was lernen wir denn oder was lernt man?

00:28:53: Handwerk über die Gesellschaft?

00:28:56: Ja, ich glaube das hatte ich gerade schon mal versucht ein bisschen zu beschreiben.

00:29:05: Natürlich sind wir das Rückgrat der Gesellschaft und der Wirtschaft aber das wird eben als selbstverständlich wahrgenommen.

00:29:10: und unsere Dinge, die wir tun, die sind so alltäglich dass man erst mag wie wichtig sie sind wenn sie schälen.

00:29:15: Akademische Karrieren wurden immer höher bewertet.

00:29:22: Ich mach dir vielleicht mal ein kleines Bild.

00:29:26: Wir haben ja bei uns, wenn du die Prüfung ablegst nach dreieinhalb Jahren den Gesellen oder die Gesellen und wir haben dann Meistervorbereitungslehrgänge und dann legst du eine Meisterprüfung an, danach bist du Handwerksmeister.

00:29:40: Wenn du aber jetzt in die akademische Bildungslandschaft guckst, ist der Bachelor wortlich übersetzt der Geselle auf dem DQR... Sieben, das ist einer höher als der Geselle und der Master ist auch einen höher.

00:29:57: Das sind schon so strukturell angelegte Unterschiede, die eigentlich gar nicht begründbar sind.

00:30:03: Und von daher glaube ich wir brauchen jetzt wirklich die Anerkennung des DQA als Rechtsnormen und wir müssen dafür sorgen dass die beruflichen Bildungsgänge auf dieselbe Qualifikationsniveau genommen werden wie die Akademischen.

00:30:18: Ich glaube, das würde schon sehr viel beitragen.

00:30:21: Ja ich glaube wir sollten auch verstehen dass niemand alles allein schafft.

00:30:24: Das gilt ja für Baustellen genauso wie für eine Gesellschaft.

00:30:27: Also auch das Handwerk zeigt der wie abhängig wir voneinander sind.

00:30:30: Da gibt es den Elektriker Der braucht den Mauder Der Mauda braucht vielleicht den Dachdecker und der Dachdäcker wieder dem Planer Und das muss er alles ineinander greifen.

00:30:38: Sonst haben wir ein Problem.

00:30:40: Jetzt mache ich die noch ein und die im Handwerker brauchen natürlich auch das Material, mit dem sie bauen können.

00:30:45: Ja

00:30:45: absolut!

00:30:46: Und wenn Sie in der Sanierung sind dann müsst du natürlich die Dinge, die abgebaut werden auf irgendeine Deponie bringen können.

00:30:51: Die Deponien sind ein Problem tatsächlich.

00:30:55: Die Transporte von Altlasten sind ein großes Problem, verteuern diese Dinge.

00:31:01: Das hat schon alles mehr Komplexität als man auf den ersten Blick glaubt.

00:31:05: Das ist da genau so wie Du sagst Am Ende des Tages muss das alles zusammenschieren und am Ende ist auch alles, was da passiert, Einfluss auf den Verkaufspreis.

00:31:14: Und das macht es dann am Ende des Tages zurück zu deiner Frage auch teuerhaft?

00:31:18: Also die Altlasten gibt es nicht nur im Handwerk sondern auch in der Politik.

00:31:21: aber das ist ein anderes Thema.

00:31:22: Wir sprechen ja heute über das was uns beiden besonders wichtig ist und da möchte ich mal kurz auf deine Zeit eingehen.

00:31:29: Du hast es auch schon erwähnt du warst Geschäftsführer des Bäckerinnungsverbandes Westfalen Lippe.

00:31:36: Viele Menschen sehen ja morgens nur das frische Brötchen auf dem Tisch.

00:31:39: Sie sehen nicht die Bäcker, die um zwei Uhr nachts aufstehen.

00:31:42: Ich komme selbst aus einer Bäckerfamilie.

00:31:44: meine Großeltern hatten eine Bäckerei.

00:31:46: Die hat dann später mal meinen Onkel übernommen.

00:31:47: der bekamen Mehlallergie konnte das leider nicht mehr ausüben ist dann übrigens später detektiv geworden was sehr spannend für mich war.

00:31:53: da durfte ich ihn öfters mal begleiten.

00:31:55: also Ich weiß inzwischen, wie man mit Handtaschen ganze Waren befüllen kann und dann durch eine Schläuse gehen kann.

00:32:01: Also diese Metalldirektoren die früher da nicht geklingelt haben sehr spannende Welt.

00:32:06: aber das ist nicht unser Thema heute.

00:32:08: also die sehen diese Bäcker nicht die morgens um zwei aufstehen die auszubildenden fördern.

00:32:13: sie sehen natürlich auch nicht diese steigenden Energiepreise dem wir alle zu kämpfen haben.

00:32:17: Und trotzdem sind ja Bäcker auch jeden Tag für ihre Kunden da.

00:32:20: Aber was hast du denn sonst noch?

00:32:22: über diesen Beruf oder über Deutschland erfahren, dass viele Menschen gar nicht sehen.

00:32:27: Bei den Bäckern jetzt direkt in den fünf Jahren?

00:32:31: Ja also fangen wir mal ganz klein an bei den Brötchen!

00:32:36: Wir haben natürlich damals auch über die Fragen gesprochen wie sich die Preise in den Täken entwickeln und das war damals so die Meinung im gesamten Vorstand dass das Euro-Zent für ein Brötchen ein absoluter Killerpreis ist und man dann überhaupt keine Ware mehr verkauft in dem Bereich.

00:32:52: Heute mal an die Bäckerei gehst du dich so zu einem Brötchenspiel, du hast überhaupt keine Rolle mehr.

00:32:58: Das heißt wie sagen wir so schönen Schranken entstehen im Kopf?

00:33:02: Aber ich habe zum Beispiel auch gelernt, wenn wir jetzt zum Thema Bürokratie zurückkommen... Ich erzähle einfach mal zwei oder drei Anaktonen.

00:33:08: Sehr sehr gerne!

00:33:10: Der rief mich total verzweifelt an.

00:33:12: Da bin ich zu ihm gekommen und da gab es Argument Veterinär, der sämtliche Zehn Läden hat leer räumen lassen und alles vernichten lassen was da an frisch belegten Brötchen war.

00:33:24: Mit der Argumentation das die Kerntemperatur des Brötchens bei über sieben Grad Celsius waren glaube ich liegt.

00:33:30: und wenn man in ein Brötchin mit sieben grad Celsius einen Stück Schinken oder Ei- oder Mayonnaise einbringt fängt das Mikrobenwachstum an.

00:33:37: so Und jetzt sage ich der Bäcker, wie soll ich das denn machen?

00:33:40: Ich habe im Ladenbackofen die Brötchen.

00:33:41: Die kommen daraus.

00:33:43: Wir schneiden die frisch gebackenen knusprigen Brötchern auf, belegen sie und dann kommen die Kunden kaufen die nehmen die mit und essen die wenn sie in Büro sind.

00:33:50: Dann war der Vorschlag dieses Veterinärs er soll doch die Brödchen wenn die aus dem Ofen kommen dampfen knackig und frisch einfach an den Kühlschrank legen bis die auf sieben Grad untergekühlt sind und dann erst belegen und verkaufen.

00:34:03: Und da haben wir angeboten, dass wir das gerne mal als Scheldversuch machen und das ganze Veterinäramt dann diese Brötchen bekommt ein, um die dann zu genießen.

00:34:12: Also was sind denn solche Absolitäten?

00:34:15: von diesen Geschichten könnte ich dir jetzt eine ganze Menge erzählen?

00:34:17: Ich glaube, da wird es dann sinnbildlich wie schlimm das ist wenn Normen dazu führen, dass Sachen nicht mehr gemacht werden dürfen, die wir eigentlich wollten.

00:34:25: Und auch aus der Lebensmittelzeit, da habe ich mich dann nur auf einem Parallelstang mitbeschäftigt.

00:34:30: Ich weiß nicht ob du gar eine Käse magst.

00:34:32: Na und wie?

00:34:33: Natürlich!

00:34:34: Schau mich an.

00:34:35: Ich stehe nur aus Käse.

00:34:37: Gibt ja in der Schweiz ein Forschungsanschreib von Schweizer Käse die herausgefunden haben dass die Rissbildung und die schlechtere Porenbildung gerade im Emmentaler darauf zurückzuführen ist das keine Heubakterien mehr in die Milch kommen, weil der Produktionsprozess viel zu clean ist.

00:34:57: Also viel zu steril und das hat dazu geführt dass die Qualität des Produktes total runtergegangen ist.

00:35:02: was macht man jetzt?

00:35:03: Man kippt diese Bakterien aus dem Kiewibaukasten in den Käse und jetzt funktioniert es auch wieder mit den Löchern und dem Teig.

00:35:11: Also das sind so Sachen, wo ich sage, da schießt man tatsächlich mit der Regulatorik weit über das Ziel hinaus und würde sich besser mal entspannt zurücklegen.

00:35:19: Und sagen wir haben hundertfünfzig Jahre Schweizer Käse gegessen, die so hergestellt worden ist wie Schweizer Kässe hergestellt wurden.

00:35:24: Und keiner ist dann gestorben.

00:35:26: Warum muss das dann so clean sein?

00:35:29: Wie ein Operationssaal in dem man vermeiden möchte dass irgendwelche multiresistenten Keime übertragen werden.

00:35:37: Ich glaube bei den Bäckern habe ich viel Pragmatismus gelahnt und auch gelernt, dass eben mein zu enges Regelnetz dazu führt das wir Dinge abwürgen können die wir eigentlich gar nicht abwirken wollen.

00:35:46: Also Frischsahne in... Frischssahne im Bäckereien bekommst du gar nicht mehr.

00:35:50: Also früher hatten Bäcker frische Sahne für den Kuchen oder für den Erdbeerkuchen oder der Apfelkuchen.

00:35:57: Das ist heute nach mit HACCP Konzept überhaupt nicht mehr umsetzbar.

00:36:02: Deshalb kommt die Sprüh-Sahne auch nur noch aus der Tüte.

00:36:06: Du musstest seinerzeit nur einen eigenen Raum, zumindest bei uns im Veteranärgebiet.

00:36:10: Im Burgebiet war das so.

00:36:11: Du musst es einen eigenen Raum haben wenn du zum Frühstück Eier anbieten wolltest damit ausgeschlossen wird dass die Schalen der Eier die Backwaren kontaminieren.

00:36:22: Du muss deinen eigenen Raum fürs Eier aufschlagen haben.

00:36:25: Also ja da kannst du dir manchmal echt nur noch an den Kopf fassen.

00:36:29: ich weiß nicht wie's heute ist aber es war seinerzeit in Zehn bis Zweitausendfünfzehn war es wirklich erschreckend, wie biokratisch man da wirklich normale Dinge einfach abgewirkt hat.

00:36:42: Ja das ist... ich glaube da hat sich in den letzten Jahren auf der einen Seite schon was geändert aber was sich ja nicht verändert hat ist diese politische Debatte die immer mehr von extremen belastet wird.

00:36:53: Ich glaube was wir auch verlernt haben zumindest meine Wahrnehmung miteinander auf Augenhöhe zu sprechen also auch mal unterschiedliche Meinungen zuzulassen.

00:37:01: Nimmst du das in deinen vielen Gesprächen, die du jeden Tag führst auch so wahr oder sagst du nein?

00:37:06: Das ist vielleicht auch ein bisschen übertrieben.

00:37:11: Ich würde sagen es kommt darauf an... Es gibt Menschen mit denen kann man sich einfach nicht gut unterhalten.

00:37:15: Aber ich würde mich jetzt sagen dass es ein gesellschaftliches Phänomen ist.

00:37:20: Ich glaube es hat das mit der Persönlichkeitsstruktur und vielleicht mit einer Position zu tun.

00:37:24: wenn das dann zusammenkommt wird das mit Augenhöhe manchmal schwierig aber in der Regel kann ich mit Menschen ganz gute Gespräche führen.

00:37:32: ob das dann hinterher dazu führt, dass man intellektuell, kognitiv die gleiche Meinung entwickelt.

00:37:39: Das ist ja noch mal eine andere Frage.

00:37:42: Es hat mir eben schonmal das Thema zu Beginn unseres Gesprächs.

00:37:44: Ob man da wirklich immer zusammenkommt weiß ich nicht.

00:37:47: Aber in der Regel ist Augenhöhe schon etwas was ich sehe.

00:37:50: Ich glaube das wird dieses von oben Harapp-Politik wie das ja manchmal genannt wird.

00:37:55: Ich glaub es wird tatsächlich kolportiert.

00:37:58: Ja, ich glaube das verwechseln auch viele.

00:37:59: Auf Augenhöhe sprechen heißt er nicht derselben Meinung zu sein.

00:38:02: es heißt dann ja auch eher den anderen auch dann ernst zu nehmen wenn man ihm auch mal widerspricht oder er mich vielleicht nicht total in meiner Meinung unterstützt.

00:38:11: Das will ich kurz darf!

00:38:13: Das witzige finde ich immer Meinungsfreiheit ist dass viele Menschen die sagen sie kann keine Meinungs freiheit eigentlich meinen dass die Anderen nicht ihrer Meinung sind und das finden Sie doof.

00:38:23: Es geht ja nicht darum dass man es geht nicht darum das jeder seine Meinung haben darf Sondern die viele Menschen, die sagen, ich hab ja keine Meinungsfreiheit.

00:38:30: Meinen damit einfach nur, dass ihr mit ihrer Meinung nicht durchdreht und das finde ich irgendwie ganz

00:38:34: absurd.".

00:38:36: Jetzt hast du es zum einen geschafft, lieber Peter, dass ich ein bisschen hungrig geworden bin als wir über Brötchen gesprochen haben.

00:38:41: Das passiert sehr schnell.

00:38:43: Ab zum Bäcker!

00:38:44: Ich könnte den ganzen Tag essen.

00:38:46: Ich sage dir, ich bin der beste Kunde eines Bäckers aber unabhängig davon.

00:38:50: Ich weiß nur warum ich diese Frage auch mit diesen... Dass mir nicht mehr oder das vielleicht verlernt haben, auch miteinander zu sprechen gestellt habe denn wir müssen ja auch ein bisschen Algorithmen sprechen.

00:39:00: Du stehst in der Öffentlichkeit, du bewirbst dich auch um ein politisches Amt und das Amt des Oberbürgermeisters der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover.

00:39:08: Da ist die Wahl jetzt im September XXV.

00:39:10: Ich erwähne das und ich möchte es auch ausdrücklich betonen.

00:39:13: Das haste auch im Vorgespräch gesagt, mach's nicht politisch um Gottes Willen!

00:39:16: Ich bin hier als Peter Kahrs.

00:39:17: Das ist auch sehr wichtig heute zu erwähnen, denn du bist ja jemand, der nicht nur für eine Haltung steht oder für ein ein politises Amt, dass du vielleicht doch anstrebst sondern für eine gewisse Werte kette was für dich ja auch so relatives Neuland war, Social Media.

00:39:32: Da bist du sehr aktiv und machst das gut!

00:39:34: Aber ich werde dich kennt weiß... Das ist für dich auch eine neue Welt.

00:39:38: natürlich ein achtzendjähriger geht damit vielleicht anders oben als ne andere Generation.

00:39:43: Warum erwähne ich das?

00:39:43: War Algorithmen Aufmerksamkeit belohnen aber nicht diese Ausgewogenheit.

00:39:48: Wer zuspitzt wird häufiger gesehen und wer differenziert argumentiert bekommt erfahrungsgemäß oft weniger Aufmerksamkeit obwohl ja genau dass für eine Demokratie wichtig werde und deine Inhalte ja sehr, sehr wichtig und relevant sind.

00:40:01: Wie nimmst du das denn wahr als jemand der jetzt noch nicht so ganz lange dabei ist?

00:40:06: Bekommst du da Feedbacks auch von jungen Menschen die sagen Mensch lieber Herr Kast, jetzt bin ich ein bisschen aufgeklärter über das Thema?

00:40:13: Also du hast die Frage wunderschön formuliert.

00:40:18: Ich glaube, ich bin im Moment der Feedback-König hier in Niedersachsen.

00:40:22: Viel Glück und mehr Feedback als ich zu allem möglichen!

00:40:26: Natürlich auch zum Thema Wahlkampf.

00:40:28: Manche sagen, ich sei so inaktiv, manche sagen sie sehen mich nicht andere wie du es gerade beschrieben hast.

00:40:33: Ich mache das eigentlich ganz gut mit dem Thema Aufmerksamkeit.

00:40:37: also die Feedbacks sind einfach.

00:40:38: da ist die ganze Bandbreite dabei und wir hatten eben schon drüber gesprochen.

00:40:42: ich bin kein Schlagzeilen Typ.

00:40:43: Also wenn ich eins weiß dann dass du mit einem Hochglanzschleier keine Probleme löst Und dass du jetzt mal zehn Punkte Wirtschaftskonzept oder mit einem Sportkonzept oder sonst irgendwas Wenn du im Wahlkampfter mit rumläufst Damit löst du nicht die Probleme einer Stadt, damit schaffst du es noch nicht mehr statt zu gestalten.

00:41:03: Sondern ich glaube das ist was anderes.

00:41:04: und du hast recht, es ist total schwer Haltung in Plakatöze übersetzen.

00:41:10: Und mit Social Media, du hast es angesprochen dass da war ich immer extrem distanziert.

00:41:16: Es ist nicht meine Welt mit Verkürzungen zu kommunizieren.

00:41:21: Ich erlebe tatsächlich auch was ich relativ Häufig nutze ist ja Chat Formate, also SMS oder WhatsApp oder Signal.

00:41:30: Wenn man eben mal nebenbei schnell kommunizieren muss und ich erlebe immer wieder dass diese Verkürzungen in diesen Kurznachrichten dazu führen das permanenten Missverständnisse entstehen.

00:41:42: Also wie hat der kleine Fuchs gesagt?

00:41:44: Der Fuchs beim kleinen Brinds Kommunikation ist der Beginn aller Missverständnisse und je mehr du weglässt bei Kommunikation, desto höher wird das Missverständnispotenzial.

00:41:57: Und deshalb mag ich die sozialen Medien eigentlich überhaupt nicht, weil du nie in der Lage sein wirst mit einem Kurzfilmchen oder einem Foto und einem Text, der da drunter steht, weiß gar nicht wie das heißt, Botschaften so zu vermitteln dass der Inhalt möglichst unverzerrt bleibt.

00:42:14: Also, damit tue ich mich total schwer und das spiegelt sich dann vielleicht auch in der Qualität dessen was ich auf Social Media mache.

00:42:21: Aber tatsächlich ist es so.

00:42:23: man sagt alle sagen das sagen tatsächlich alle du musst aus Social Media zumindest anbieten damit du einen Teil der wahlwichtigten Bevölkerung erreichst die ansonsten überhaupt keinen Kontakt zu dir herstellen könntet.

00:42:37: Nicht, dass ich nicht permanent hier zu Fuß durch diese Stadt gehe und in irgendwelchen Cafés oder Biergarten sitze.

00:42:42: Und jeder mich da gar nicht ansprechen kann.

00:42:44: Manche machen das auch aber viele sitzen eben zu Hause auf dem Balkon oder aus der Toilette oder was weiß ich von und gucken sich Social Media Flip Flops daran oder wie die.

00:42:53: also kurz wir heißen die Dinger Reels

00:42:55: Da fragst du jetzt den richtigen, ich bin ja auch schon U-Fürzig.

00:42:57: Also da hätten wir uns noch einen zwölfjährigen vielleicht nicht aber den sechzehn achtzendjährigen mit einladen müssen.

00:43:03: Der oder sie hätte das uns dann besser erklären

00:43:05: können.

00:43:06: Aber genau da liegt mir Gefahr weil diese Technik und was die Algorithmen angesprochen gibt, die spielen ja dann auch die Inhalte an perfekt gestaltete zusammengeschnittene Zielgruppen

00:43:16: aus.

00:43:17: Richtig!

00:43:17: Das

00:43:17: heißt du schaffst es wenn du auf Social Media bist, wenn dich das richtig gelernt habt.

00:43:21: Schaffst du es?

00:43:22: eine Blase immer größer und immer resistenter gegenüber externer Information zu machen.

00:43:29: Also du kannst da richtig Indoktrinieren, wenn du Social Media richtig bedienst.

00:43:35: Und Indoktrainieren ist überhaupt nicht mein Ziel.

00:43:37: und deshalb ständig tatsächlich mit diesem Tool.

00:43:40: Darauf zielt er auch meine Frage so ein bisschen ab.

00:43:42: Da es ja durchaus in der Politik stehende Persönlichkeiten gibt die das schon erkannt haben... Ich muss jetzt überlegen, wer das war.

00:43:49: Ich glaube es war Tim Klüssendorf der zu mir sagte Es gibt im Bundestag Kollegen sitzen dort Menschen egal welche Partei da in Plenarsaal und die überlegen den halben Tag, was jetzt da vorne in dreißig Sekunden erzählen.

00:44:02: Und nur diese eine Satz... Es geht eigentlich nur um diese eine Aussage.

00:44:05: Da wissen Sie das wird dann der... Das wird das Video für TikTok und Co.

00:44:10: Und das wird wieder hunderttausend Aufrufe weil es sehr plakativ rüber kommt!

00:44:13: Und früher hat man ja Reden geschrieben, da war's wichtig dass sie dreizig Minuten tragen.

00:44:17: Inzwischen brauchst du fünfzehn Sekunden, die reichen?

00:44:21: Ja, das ist die neue Zeit.

00:44:22: Aber noch mal zum Fuchs zurück!

00:44:23: Der kannte natürlich auch keine Emojis und auch das irritiert ja viele Menschen.

00:44:26: Ich weiß nicht wie es dir geht... Da ist der Smiley zu weit oben und so zu weit unten und schon hast du wieder ein Shitstorm da die Leute glauben Du nimmst das vielleicht zu leicht auf die Schulter oder das ist viel zu traurig gemeint.

00:44:36: also Das is eine eigene Welt aber über die müssen wir heute nicht sprechen.

00:44:39: keine Angst was mich ja viel mehr interessiert Peter ist Warum tun sich denn viele Städte?

00:44:44: Nehmen jetzt mal Hannover's könnte aber auch ne andere Großstadt sein.

00:44:47: warum tun sich viele städte schwer damit Gleichzeitig modern, lebenswert?

00:44:51: Um bezahlbar zu bleiben?

00:44:53: oder ich frag noch mal weiter.

00:44:54: Was braucht denn eine Stadt damit Menschen sich nicht nur dort aufhalten sondern wirklich Zuhause fühlen?

00:45:03: Also die Basis von allen ist sauberkeit ordnung und sicherheit.

00:45:06: also man muss man muss Man muss es irgendwie schön und sicher finden sonst sonst fühlst du dich von vornherein nicht wohl.

00:45:12: Warum schließen Leute nachts ihre haustürn ab?

00:45:14: weil sie nicht wollen dass der einbrecher reinkommt?

00:45:16: so das Bedürfnis nach Schutz Das hat schon jeder.

00:45:20: das habe ich natürlich.

00:45:23: Ich glaube, da fängt das an.

00:45:24: Und dann ist es einfach total wichtig, dass man sich möglichst auch – ich formuliere es mal ein bisschen gewagt – wenn man Politik und Oberbürgermeister ist mit seinem eigenen Gestaltungsanspruch zurücknimmt und die Gesellschaft für die man verantwortlich ist, wenn man statt ist, dass Man die Gesellschaft als Verantwortungsgemeinschaft

00:45:46: begreift.".

00:45:47: Und was meine ich damit?

00:45:48: Ich glaube einfach, dass man – nehmen wir mal das Thema in den Gesellschaft sich extrem ausdrückt.

00:45:53: Das sind Vereine Verbände insbesondere hier in Hannover haben ja eine ganz großen Kunstkultur und aber auch einen ganz großen Sportklaster.

00:46:02: Wenn man die Rahmenbedingungen gibt, die sie brauchen dann entwickeln die sich von selbst.

00:46:07: und da muss ich nicht entscheiden wo kommt jetzt welcher Fußballplatz hin oder wo kommt nun welcher Rasenplatz oder Kunstrasenplatz hin sondern ich glaube, dass die super in der Lage sind ihre eigenen Lösungs-Szenarien zu entwickeln.

00:46:19: Natürlich kostet das dann immer Geld und natürlich muss man damit sorgfältig umgehen, aber ich glaube dass die Menschen selbst sehr wohl wissen in welcher Umgebung sie sich wohl fühlen und genau bei der Entwicklung dieses Szenarios muss man sie unterstützen, muss ein bisschen Rahmen geben, aber nicht vorgeben wie man es gerne selber hätte.

00:46:39: Ich glaube, das ist ein kleiner Unterschied zwischen mir und anderen Politikern, die sagen, mein geschaltenes Anspruch ist sehr hoch.

00:46:44: Und ich mache was weiß ich – die autofreie Innenstadt oder die familienfreundlichste Stadt oder die grünste Stadt?

00:46:50: Oder die Wirtschaftsstadt oder Kulturstadt oder Kunststadt oder ich mach die Sportstadt.

00:46:55: Wenn du die Potenziale entfesselst in den Unternehmen einer Stadt sind Wenn du die wirklich ernst und wahrnimmst, dann entwickeln sich viele Dinge.

00:47:06: Also aus der endogenen Kraft heraus.

00:47:09: Und je weniger du da zurückschneidest, desto besser wird's.

00:47:13: Du musst natürlich einen Rahmen geben ist klar, du kannst nicht mitten in der Innenstadt irgendwie heute nicht mehr... früher ging das auch!

00:47:19: Du kannst dich mitten an der Innen Stadt irgendwie ein störender Industriebetrieb ansiedeln, der emitiert.

00:47:23: Das ist klar.

00:47:24: Aber ich glaube, dass wir gerade bei der Gestaltung von Gesellschaft und aus der Politik so ein Stück weit mehr zurücknehmen sollten.

00:47:30: Und sagen gelassen die Dinge sich etwas geführt und gelenkt entwickelt.

00:47:36: Da hast du schon erwähnt Führung oder auch die Gestaltung.

00:47:38: Die liebt eben auch von Haltung und zeigt sich zumindest für mich nicht darin wie laut jemand spricht sondern darin ob er oder sie auch für ihre Überzeugungen einsteht.

00:47:47: Auch wenn es vielleicht auch mal unbequem wird denn Lautstärke erzeugt Aufmerksamkeit das haben ja schon besprochen, Haltung schafft aber Vertrauen.

00:47:54: Das ist etwas was Nachhaltiger wirkt auf Menschen.

00:47:57: Ja, aber viel schwerer zu transportieren.

00:48:00: Gibt es denn lieber Peter einen typischen Satz aus politischen Sitzungen und an den hast du ja auch schon zu genüge teilgenommen deinem Leben bei dem du innerlich sofort abschaltest?

00:48:13: Also eine typische Politikerprase.

00:48:15: Ja so typisch Politikerfase also in der Kommunalpolitik sag ich jetzt mal das ist wenn ein Politiker sagt Alle wollen, oder jeder spricht nicht an das.

00:48:27: Also diese Universalquantoren mit denen ein Satz beginnt um überzeugen zu wollen.

00:48:36: Das mag ich überhaupt nicht.

00:48:38: Entweder nennt man Boss und Reiter oder man hat eine Umfrage oder eine Statistik oder sonst irgendwas aber mit der Pauschalbehauptung alle sagen oder jeder will.

00:48:45: dass finde ich total schwierig.

00:48:49: Peter, du bist ja noch Jugendliche neunundzwanzig und hast aber dennoch schon ein langes Leben hinter dir.

00:48:54: Ich hoffe das kam jetzt richtig rüber!

00:48:56: Aber du wirst gleich meine Frage verstehen wer hat dich denn Rückblicken betrachtet wenn du mal auf die letzten Jahrzehnte schaust?

00:49:01: Beruflich oder auch menschlich am meisten geprägt?

00:49:04: fällt da jemand ein politisch oder außerhalb der Politik?

00:49:09: Also tatsächlich, ich habe zu Hause ziemliche Prägungen erhalten.

00:49:13: Insbesondere durch meine unglaubliche Lebensweise Großmutter die mit uns unter einem Dach gelebt hat aus München stammende Mutter meiner Mutter.

00:49:23: Die hatte mich schon sehr geprägt.

00:49:25: Ich bin ja so ein wandender Abreiskalender wo die Sprüche da draufstehen also Frühstückssprüche Viele davon ein bisschen in abgewandelter Form.

00:49:36: Aber die Lebensweisheit, die manchmal in kerningen Aussagen steckt ist schon manchmal beeindruckend.

00:49:43: und ansonsten waren es natürlich Menschen wie Bernhard Schogel das war aber auch ein Rudi Geil der ehemalige DDR-Ausdeutschlandbeauftragte von Helmut Kohl, der bei uns in Lahnstein lebte.

00:49:55: Ich habe schon großartige Persönlichkeiten kennengelernt und natürlich, du hast das ja vorhin angesprochen.

00:50:01: Ich hab Barack Obama's Weg verfolgt.

00:50:03: ich bin mega stolz und glücklich dass ich ihn zwei oder dreimal glaube ich getroffen haben mit ihm sprechen konnte Mit ihm im Austausch waren mal sozusagen unmittelbar Seinen Geist zu erleben.

00:50:17: Das war schon auch toll.

00:50:19: Ja jetzt habe ich den wandelnden Abreiskalender vor mir sitzen.

00:50:25: Gab's denn Entscheidungen in deinem Leben, die wenn du jetzt auf sie zurückschaust damals mutiger waren als sie damals wirkten?

00:50:33: Ich glaube da waren viele Mutige dabei.

00:50:37: Also den Mut zu haben zum Beispiel im Jahr zwei tausend und eins Als meine damalige Frau mit der Tochter schwanger war zu sagen ich fahre jetzt in meiner Anwaltskanzlei das was ich mir gerade letzten drei Jahre sehr intensiv aufgebaut habe nämlich diesen Automotive Cluster.

00:50:54: Ich fahre das jetzt mal auf ein anderes Maß zurück, damit ich mich dann ums Kind kümmern kann.

00:50:59: Und was ich ja noch acht Monate praktiziert habe – also ich war acht Monate sozusagen die Betreuungspersonen im Wesentlichen für das Kind – hab das glaube ich auch ganz gut geregelt mit einer Zugefrau, die da unterstützt hat.

00:51:14: Ich konnte die Kleine mit in die Kanzlei nehmen aber ich habe nicht mehr so viele Vortragsreisen und Dienstreisen unternehmen können.

00:51:21: Das war ziemlich mutig vor allen Dingen weil Irgendwann wir das wieder gewechselt haben und meine Frau die Betreuung übernommen hat, dann musste ich mir den ganzen Kram wieder aufbauen.

00:51:29: Das war schon alles nicht so ganz einfach.

00:51:37: Der Wechsel von der Kreishandwerkerschaft in Wittlich zum Bäckerinnungsverband im Bochum auf ausdrücklichen Wunsch meines Vorsitzenden, Kreis Handwerksmeisters Und jetzt läuft dir gleich wieder das Wasser in den Mund zusammen.

00:51:47: Der hat sich ja auch lecker meistern.

00:51:51: Lecker!

00:51:52: Wir wollten, dass ich den Verband dafür und idealerweise auch fusioniere.

00:51:54: Das war total...das war wirklich total nutzig.

00:51:56: Ich bin alleine ganz allein als getrennt lebender Mann.

00:52:00: Nein damals noch nicht getrennte Mann aber ganz alleine nach Bochum gegangen und habe da sozusagen neues Leben aufgebaut.

00:52:06: Und der Schritt nach Hannover, ob er jetzt so mutig war Hauptgeschäftsjahr oder Handwerksfammer weiß ich nicht.

00:52:11: Aber es darf für mich schon eine Bewegung noch weiter weg von meinen Ursprüngen.

00:52:17: Ich habe keine dieser Entscheidungen jemals bereut.

00:52:20: Ich hab sie immer genossen und das wurde hinterher tatsächlich immer noch viel schöner als ich mir vorgestellt habe.

00:52:25: Das ist... aber Mut war da eigentlich immer dabei die Entscheidung zu kandidieren als Oberbürgermeister einer Landeshauptstadt in der Niedersächsischen Landeshauptstadt.

00:52:35: Ich glaube, das gehört auch ein bisschen Mut.

00:52:37: Aber ich will das nicht überbewerten!

00:52:38: Das ist so was ich vorhin sagte, so ein offener optimistischer Lebensfroer Hintergrund den ich habe und dazu gehört es auch dazumutige Entscheidungen zu treffen und darüber nachzudenken ob sie mutig sind.

00:52:49: Den hast du definitiv diesen mutigen Ausblick.

00:52:52: Lieber Peter, du eisst ja von Termin zu Termin und musst auch gleich wieder in den nächsten Terminen.

00:52:56: aber eine Frage möchte ich dir noch stellen... Ich

00:52:57: hatte gerade im Rechner auch schon angeklopft.

00:53:01: Möchte er sich oder sie sich bitte noch ne Minute gedulden?

00:53:03: Ich bin gleich fertig!

00:53:04: Aber die Frage muss ich dir stellen das ist die letzte heute denn was wünschte dir denn für die gesellschaftliche Stimmung in Deutschland mit Blick in die Zukunft?

00:53:13: Ich wünsche mir, dass die Menschen wieder verliebt sind in Verantwortungsübernahme und mitgestaltung.

00:53:21: Ich wünsch mir tatsächlich ein bisschen mehr Dankbarkeit und Demut vor dem und für das was wir in den letzten achtzig Jahren geschaffen haben.

00:53:29: Denn nur wenn wir dankbar und demütig mit dem Umgehen, was wir haben können ist auch sorgsam und trotzdem gezielt mit dem Wachstumsperspektive weiterentwickeln.

00:53:39: Das ist das, was ich mir wünsche.

00:53:41: Also ich würde jetzt gar keine konkreten KPIs dahinterlegen.

00:53:44: Ich glaube es ist mehr Haltung und mehr Blick aufs Wesentliche und wie gesagt Dankbarkeit und Demut davor in etwas für eine wunderbaren Welt hier leben.

00:53:54: und wie viel Wunderbarer die Welt noch sein könnte wenn wir viel mehr selbstinitiativ und kollektiv zusammentragen und beitragen, das wünsche ich mir einfach eine Vision davon wie es gelingen kann wenn wir aufhören uns zu streiten.

00:54:11: Wenn wir aufhören A gegen B zu setzen und B gegen C zu setzen sondern einfach sagen was ist eigentlich das bestmögliche aus allen Welten?

00:54:18: Wie kriegen wir das zusammen?

00:54:20: und dass vor dem Hintergrund einer großen Dankbarkeit und Demut für das was wir hier geschaffen haben in den letzten achtzig Jahren.

00:54:26: Das ist ein schönes Schlusswort, lieber Peter.

00:54:28: Ich darf mich bei dir bedanken für dieses Gespräch, für dieses auch sehr persönliche Gespräch.

00:54:31: du hast heute auch deutlich gemacht glaube ich das moderne Städte und auch eine moderne Gesellschaft nicht allein durch große Worte funktionieren sondern vor allem durch Menschen die bereit sind Verantwortung zu übernehmen und Lösungen zu suchen Nicht nur aber vor allem eben auch im Handwerk.

00:54:46: Herzlichen Dank!

00:54:46: Peter.

00:54:47: bleibt gesund alles erdenklich gute privat und auf anderer Ebene.

00:54:51: Und ja wir hören uns wieder.

00:54:52: Ich freue mich wenn Du dann vielleicht ein anderer Funktion auch noch mal bei mir zu krass bist.

00:54:55: Lieber André, ich danke dir sehr für das angenehme Interview.

00:54:57: Es hat viel Spaß gemacht und jederzeit gerne wieder!

00:55:00: Und ich hoffe, dass wir uns bald mal wieder sehen, weil das versprechen wir uns ja jetzt auch schon seit vielen Monaten.

00:55:05: Ich würde mich wirklich freuen mit dir auch nochmal einfach so bei einer Tasse Kaffee quasi sein zu können.

00:55:10: Das machen wir.

00:55:10: Vielen Dank lieber.

00:55:23: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

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