Ramona Leiß | Fernsehlegende und Künstlerin - Wie viel Knoff-Hoff braucht der Fernsehgarten?

Shownotes

Ramona Leiß gehört seit Jahrzehnten zu den bekannten Persönlichkeiten der deutschen Fernsehunterhaltung. Ihren Durchbruch feierte sie Mitte der 1980er-Jahre als Moderatorin der „Aktuellen Schaubude“ im NDR, später folgten zahlreiche erfolgreiche Formate im ZDF – darunter die „Knoff-Hoff-Show“ sowie der „ZDF-Fernsehgarten“, eine der beliebtesten Unterhaltungssendungen des Landes. Auch bei besonderen Fernsehmomenten war sie präsent, etwa bei der großen Silvester-Gala 1989 am Brandenburger Tor kurz nach dem Fall der Berliner Mauer. Mit André Puchta spricht Ramona Leiß über ihre Zeit im Fernsehen, über den Wandel der Medienwelt, über Mut, Haltung und persönliche Entscheidungen – und darüber, wie sich Öffentlichkeit und Gesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten verändert haben.

Im Podcast „Schüchtern bis nüchtern“ begrüßt André Puchta spannende Charaktere mit außergewöhnlichen Berufen, Lebensentwürfen oder Leidenschaften. Eine Bühne für Biografien, die man nicht erfinden könnte. Hier trifft Kuhfriseur auf Detektiv, Domina auf Pfarrerin, Dildo-Designerin auf Tatortreinigerin, Human Puppy auf Ordensfrau und Hebamme auf Tantra-Trainer. Ein Podcast über das Ungewöhnliche – und das, was uns verbindet.

Transkript anzeigen

00:00:04:

00:00:04: Herzlich willkommen

00:00:06: bei Schüchtern bis Nüchdern.

00:00:08: Dem Publicity-Podcast mit André Puchter und chilligen Gästen, fast live aus Berlin!

00:00:23: Fernsehen lebt von Menschen die eine Bühne betreten und sofort eine Atmosphäre schaffen, die Millionen Zuschauer erreicht.

00:00:30: Mein heutiger Gast gehört zu den Persönlichkeiten, Künstlerin und eine der bekanntesten Gesichter der TV-Unterhaltung der Achtziger und Neunziger Jahre.

00:00:47: Bekannt wurde sie zunächst beim NDR mit der aktuellen Schaubude, später moderierte sie im ZDF unter anderem die populärwissenschaftliche Knopfhoffshow und den ZDf Fernsehgarten einer der erfolgreichsten Unterhaltungssendungen in deutschen Fernsehen.

00:01:03: Doch ihre Karriere erzählt auch eine Geschichte über Mutüberhaltung über Veränderungen in der Medienwelt, über Sichtbarkeit, persönliche Entscheidungen und darüber was es bedeutet seinen eigenen Weg zu gehen.

00:01:16: Herzlich willkommen bei Schüchtern bis Nüchdern Ramona Leis!

00:01:21: Ja hallo lieber André freue mich sehr dass wir zwei ein nettes Gespräch zusammen haben werden.

00:01:27: Ja, die Freude ist ganz meinerseits.

00:01:29: Und ich freue mich, dass Sie sich die Zeit nehmen, lieber Ramona Leis heute bei mir zu Gast zu sein.

00:01:34: Sie geben ja nicht mehr

00:01:34: so

00:01:34: viele Interviews, sie haben dennoch gut zu tun und sind viel unterwegs glaube ich aber... Ich habe natürlich tausend Fragen an Sie!

00:01:42: Und ich möchte gleich auch mal einsteigen mit einem Satz der Ihnen sicherlich vertraut ist nämlich hier ist Bayern Drei Die Servicewelle von Radio München.

00:01:51: Was kommen denn dafür Erinnerungen bei Ihnen hoch?

00:01:54: Ja da war ich noch jung und schlank Und gerade ganz am Anfang meiner Karriere und beim Bayerischen Rundfunk als Nachwuchssprecherin habe ich mich beworben.

00:02:08: Die Auswahlkriterien waren ganz schön hart, da war eine sehr strenge Shuri.

00:02:13: die Bewerber.

00:02:14: das waren dann insgesamt zehn Leute nur noch im zweiten Durchgang die übrig geblieben waren und vier Mädchen.

00:02:21: Ich war eins davon.

00:02:23: Ja, Voraussetzung war natürlich die Stimme.

00:02:25: Die Aussprache musste stimmen und man sollte nach Möglichkeit zwei Fremdsprachen beherrschen eine dritte wenigstens noch phonetisch und dazu musste man ein angefangenes Hochschulstudium vorweisen denn die wollten eigentlich nur Studenten.

00:02:44: ja und das eigentlich nur um zu sagen hier ist Bayern III die Servicewelle von Radio München Auch bis es allgemeinwissen war gefragt, wissen über Geschichte und Zusammenhänge.

00:02:57: Also ganz schön hab ich, um da reinzukommen!

00:03:01: Und das war für Sie auch von vornherein so ein bisschen in Ihrem Leben der Plan?

00:03:05: In diese Medienwelt hereinzukommen.

00:03:08: oder hatten Sie jungen Jahr noch ganz andere Pläne mit Ihrem leben?

00:03:11: Nee, ich hatte eigentlich ganz andere плäne.

00:03:14: Ich habe zu der Zeit Germanistik-Theater-Wissenschaften Und Amerikanistik studiert und wollte eigentlich mehr in den schreibenden Bereich gehen.

00:03:26: Hab mein Studium so ein bisschen aufgepeppt mit damals noch D-Mark als Model, und wurde da eigentlich... Als Model habe ich mal für das beidische Fernsehen einen Job gehabt.

00:03:40: Die Petra Schürmann hat damals die Sendung moderiert.

00:03:44: Ich war in einigen Models Und kam mit dem Redakteur ins Gespräch und er meinte, Mensch sie haben eigentlich eine gute Stimme.

00:03:51: Ich habe gehört beim BR werden Nachwuchssprecher im Hörfunk gesucht.

00:03:56: Wollen Sie sich dann mal bewerben?

00:03:57: Es war gerade der Zufall!

00:04:00: Dann habe ich mich da beworben und wurde in die engere Wahl genommen und den Rest der Story den kennenbar.

00:04:06: Den kennen wir alle.

00:04:07: dazu, werden wir heute auch noch ein bisschen kommen.

00:04:09: Sie sind in München geboren sie wohnen heute in Wald Rudering das ist direkt an der Stadtgrenze zu Haar.

00:04:14: also ich bin ja auch gebürtiger.

00:04:16: Franke in dem Falle dass rollende er haben war beide glaube ich ganz gut drauf Und damit verbindet man sie auch so ein bisschen.

00:04:23: Sie waren ja schon immer auch jemand, die sehr authentisch darüber gekommen ist.

00:04:28: Sie haben das gerade erwähnt.

00:04:29: Germanistik studiert Theaterwissenschaften, Chemie studiert sind dann beim Fernsehen gelandet über Umwege.

00:04:35: aber das was sie ursprünglich studiert haben wie hat sich das später in ihrem weiter dem beruflichen Werdegang noch begleitet?

00:04:44: Ja insofern als ich mir sehr gut meine Texte schreiben konnte sehr gut in Formulieren war und, was mir auch sehr geholfen hat.

00:04:53: In den Theaterwissenschaften als Studium war eigentlich das ich gelernt habe auf dem Art dort auch mal auf einer Bühne zu stehen und frei zu artikulieren um mich auch mal ganze Sätze zu sprechen ohne dass sich irgendwas immer ablesen musste Und es war eigentlich ganz gute Sache und dass ich einfach mit Literatur schon ja nicht so auseinander gesetzt hatte Und im Hörfunk kam mir das auch zu passen.

00:05:21: Weil da war es ja sehr, sehr wichtig als Sprecherin ... Da ist ja nur die Stimme im Vordergrund.

00:05:29: Man kann nur mit Stimmepunkten und nicht mit aussehen.

00:05:35: Man muss da einfach klar sprechen ohne dass es maneriert klingt.

00:05:40: Also das heißt, ohne dass sowieso ein Möchtegern-Theater Schauspieler klingt normal klingen, wie wenn du und ich jetzt eben mal reden miteinander.

00:05:52: Aber andererseits auch durchaus eine Klarheit in der Stimme haben also nicht im Hals hinten sprechen.

00:05:59: Manche Leute das tun oder nur vernuscheln Wie manche Schauspieler das gerne machen die meinen sie sind besonders schick Wenn sich sehr viel nuscheln dabei versteht man es halt einfach nicht.

00:06:12: Also dieses selbstverständliche Sprechen Das ist Voraussetzung.

00:06:18: Und Radio verzeiht keine Unklarheit, da kommt es eben nicht nur auf die Stimme an sondern vor allem auch auf den Rhythmus und die Präzision?

00:06:26: Ja man muss knapp bleiben in dem was man sagt und klar im Rhythmis in der Präcision und trotzdem als würde es einem gerade einfallen das man sagt

00:06:42: Na das ist doch am Ballerbesten.

00:06:43: Das ist ja wie bei uns heute in unserem schönen kleinen Podcast, dass wir so ein bisschen auf das Leben zurückblicken... Ich darf an der Stelle sagen sie sind neunundsechzig, ich glaube das Neuneinundzwanzig.

00:06:54: oder sagt man heute?

00:06:55: Ist ja alles so ein bischen?

00:06:56: was ist man schon mit neun und sechzig also.

00:06:58: Mit neun-undsechszig beginnen die besten zehn Jahre im Leben einer Frau Zwischen ihrem neunundsechzigsten und siebzigsten Geburtstag.

00:07:07: Das glaube ich Ihnen gerne, ich hatte kürzlich bei mir einen Podcast-Gast meinen ältesten Podcast-gast bisher.

00:07:12: Anneliese Hackmann ist zarte neunzig Jahre jung und wenn Sie die mal erlebt haben das Vorsitzende eines Edelkatzevereins aus Essen auch Präsidenten dort also eine der Expertinnen in Deutschland nicht nur in Europa für Rassezucht Katzenzucht.

00:07:28: Das ist Wahnsinn, mit neunzig Jahren noch so eine Energie zu versprühen.

00:07:31: Diese Frau ist mehr unterwegs wie viele Menschen in ihrem ganzen Leben nicht irgendwie um den Lobus reisen können.

00:07:39: also diese Energie verspüren auch viele Menschen im Alter noch.

00:07:42: das wollte ich damit sagen.

00:07:42: aber soweit sind wir bei ihnen noch nicht.

00:07:44: sie sind ja noch in den in den frühen jahren gelandet aber wir gehen mal zurück zur neunzenhundert und achtzig.

00:07:48: da sind Sie ja dann da ging es bei Ihnen so richtig los als Hörfungssprecherin ihr erster Job.

00:07:54: was haben Sie denn dort gelernt was später im Fernsehen geholfen hat?

00:07:58: Ja, dass man auf alle Situationen eingestellt sein muss.

00:08:02: Dass man jetzt nicht viel Zeit hat um groß nachzudenken sondern auch schlichtweg schnell mal reagieren und präzise sein muss Fröhlichkeit haben muss und trotzdem ein gewisses Wissen das einem da nichts Blödes passiert.

00:08:18: also so wir wurden auch sehr gedrillt dass wir Namen richtig aussprechen oder die auch, wenn man wusste da kommt, schwierige Namen, die wir nicht kennen.

00:08:26: Auch mal ein bisschen recherchieren – all das musste man machen damit man sich da nicht blamiert.

00:08:32: und heute blamieren sich viele Leute sehr herzlich ohne das zu merken.

00:08:39: Ja, das passiert allerdings.

00:08:41: ja, das stimmt!

00:08:42: Sie haben dann, in den letzten Jahren, mit der Sendung Aktuelle Schaubude im Norddeutschen Rundfunk im NDR.

00:08:51: Dieses Format haben sie hundertsiebenundvierzig Folgen lang präsentiert bis nineteenhundertsiebenundachtzig.

00:08:57: Liebe Frau Leis, wenn Sie auf diese Jahre zurückblicken... ...wie haben Sie denn diese Zeit als junge Moderatorin erlebt?

00:09:03: Wie hat sich da aus Ihrer Sicht seitdem die Rolle von Frauen im Fernsehen verändert?

00:09:08: Ja gut das war eine sehr alteingesessene Sendung, die ich übernommen habe und für mich als Münchnerin Im Norden für eine typisch norddeutsche Fernsehsendung zu arbeiten war erst mal nicht so ganz einfach, weil das war dann schon so ungefähr Majestätesbeleidigung.

00:09:28: Da kommt die aus München daher und will uns im Norden was erzählen.

00:09:31: aber die Leute haben sich sehr schnell an mich gewöhnt Und mich auch sehr viel lieb gewonnen.

00:09:36: Was hat sich an der Rolle, die Rolle der Frau damals im Fernsehen war eigentlich eine eher co-moderative Rolle?

00:09:46: Also es gab einige Chefs.

00:09:48: da habe ich immer wieder die Sätze gehört Eine Frau allein ist nicht bühnenfüllend.

00:09:53: Eine Frau alleine wollen die Leute nicht sehen Da muss immer

00:09:57: ein

00:09:57: Mann sein und sozusagen sei mal froh, wenn sie aus der Assistentin eine Rolle schon rausgekommen sind die Frauen.

00:10:05: Also wir waren nicht mehr nur Assistenten von Männern sondern teilweise also gerade in der Schaubude habe konnte ich auch gleichberechtigt moderieren mit meinem männlichen Partner.

00:10:18: aber es waren eigentlich damals alle Sendungen die mehr im Gala-Bereich vor allem auch waren, da war immer ein Mann dabei.

00:10:26: Also eine Frau allein oder zwei Frauen vor der Kamera – das war eigentlich absolut unüblich!

00:10:33: Da standen gestanden am Mann auf die Bühne sozusagen.

00:10:35: Das war immer so... Die Sicht der Dinge damals hat sich heute ein bisschen verändert und ich habe auch die Jahre dann miterlebt, wo es dann immer besser wurde….

00:10:46: Ja!

00:10:47: Passt schon.

00:10:48: Passte dann schon, ne?

00:10:49: Ich habe also immer versucht als Frau meinen Mann zu stehen und mich auch durchzusetzen, den dann auch oft bei meinem männlichen Kollegen angeeckt.

00:10:59: Weil die meinte, ich solle mich nicht in Vordergrund spielen.

00:11:02: Ich hab' mich aber nicht in vordergrund spielen wollen sollen, wollte halt einfach nur meine Sachen machen und fertig.

00:11:07: Aber es war nicht ganz so einfach... Also mit Männer haben oftmals damals das Problem gehabt Das Konkurrierenz mit mir, das fand ich eigentlich immer blöd.

00:11:19: Aber es war so.

00:11:21: man kann die Männer dann auch nicht

00:11:23: ändern.

00:11:23: So sieht's nämlich aus jetzt sprechen sie ja mit einem Mann aber ich bin da ganz bei ihnen vor allem weil ich vor einiger Zeit die wunderbare Urla-Kokern bringt wenn ihr begrüßen durfte.

00:11:32: Mit der ich ja auch über die Neunziger vor allem auch über Die Achtzigerjahre sprechen durfte.

00:11:37: Nicht neben Ula Kokkan bringt auch Ulrike von der Grüben bei mir im Podcast zu Gast.

00:11:41: Und das ist immer wieder so eine Parallele erkennbar, ja?

00:11:44: In fournachtzig Anfang der Achtziger war eben noch ne andere Medienwelt da gab es in Deutschland gerade einmal Sender wie RTL Plus SatEins.

00:11:52: Das war der Beginn des Privatfernsehens und viele Haushalter hatten nur drei Programme und Fernsehen war noch ein echtes gemeinsames Lagerfeuer auch der Nation.

00:12:00: Ich kann mir da schon vorstellen dass es echte Zeit war in der Frauen im Fernsehen deutlich seltener diese großen Unterhaltungssendungen moderierten als heute.

00:12:07: Und da hat sich glücklicherweise viel verändert?

00:12:10: Ja, das stimmt!

00:12:12: Ich denke auch dass wir in den achtziger Jahren die Frauen, die da tätig waren sehr gute Vorreiter waren für die Ladies, die heute auch dran sind und auch wenn man jetzt zurückdenkt Wir haben uns eigentlich sehr viel mehr für die Emanzipation eingesetzt und sehr viel selbstverständlicher den Feminismus betrieben als dass die Damen heute machen und haben glaube ich da eine ganz gute Startbahn hingelegt, sodass sie dann mit ihren Flugzeugen los in den Himmel fliegen konnten.

00:12:43: Also das muss man schon sagen wir waren da gewisse Wegbereiterinnen

00:12:48: Auf jeden Fall!

00:12:49: Jetzt hat man ja heute andere Möglichkeiten.

00:12:51: Es gibt WhatsApp-Gruppen, man kann sich E-Mail schreiben mal kurz zum Hörer greifen.

00:12:54: Gut das ging in den Achtzigerjahren auch schon.

00:12:57: Es gab ja Moderatorinnen und Kollegen.

00:12:59: von Ihnen im Ostdeutschland war es dann Carmen Nebel die begann Anfang der Jahr neunzehntausig Jahre beim DDR Fernsehen ihre Karriere.

00:13:08: Dann gab's ja auch Margarete Schreinemarkas Die arbeitete in den neunzenhundertahtziger Jahren auch schon beim Fernsehen.

00:13:13: Haben Sie irgendwann mal für sich so festgestellt, dass es gar nicht schaden würde vielleicht sich auch ein bisschen zu vernetzten auszutauschen wie das andere Kolleginnen erleben oder war das damals überhaupt kein Thema bei Ihnen?

00:13:25: Nee.

00:13:26: Wir haben eigentlich wenig Kontakt untereinander gehabt und wir haben eigentlich nur im Job wenn man sich mal gesehen hat.

00:13:34: aber der Austausch zwischen Kollegen war eigentlich damals nicht üblich und ja also auch nicht warum.

00:13:40: Es war halt eigentlich nicht so üblig dass man mal zu Hörer gegriffen hätte, aber man hat sich so auf Einladungen, hat man sich natürlich getroffen.

00:13:49: Aber richtige Freundschaften waren nicht möglich.

00:13:54: das gestartet hätten, habe ich auch bei anderen nicht gesehen.

00:13:57: Ich hab mich sehr gut mit allen verstanden, aber das war's dann auch schon.

00:14:03: Ja, das hört man oft!

00:14:05: Jetzt muss ich mich so ein bisschen ordnen bei Ihnen.

00:14:07: Ich bin Jagergang, und als ich mit meiner Familie vor dem Fernseher saß, lief die Knopf-Hoffshow zu meiner Jugend oder Kindheit.

00:14:17: Mit der viele von uns groß geworden sind.

00:14:20: Ich weiß das mögen die gegenüber immer nicht wenn man sagt man ist mit ihnen groß geworden.

00:14:24: Aber in jedem Falle war es ja so.

00:14:26: Ich finde es nett weil ich sage immer meine Knopf Kinder von damals sind jetzt groß und kennen dich auch alle noch.

00:14:33: Das ist das Witzige!

00:14:35: Ich denke, man kennt kein Mensch mehr.

00:14:36: Aber es ist ja ihre Generation jetzt dran und die kennt mich tatsächlich!

00:14:42: Noch sehr gut.

00:14:43: Mein Sohn ist übrigens auch ein Träunachtziger Jahrgang.

00:14:45: Ach Mensch, ja toll!

00:14:47: Da haben wir da schon was gemeinsam.

00:14:48: Das ist doch schön... Also liebe Frau Leis, Sie haben diese Show mortriert im ZDF.

00:14:54: Da wurde wirklich alles ausprobiert von physikalischen Experimenten bis zu ziemlich spektakulären Vorführungen.

00:15:02: Gab es einen Moment in dem Studio und dem sie kurz dachten.

00:15:05: hoffentlich fliegt uns das hier nicht komplett um die Ohren?

00:15:09: Ja, das gab's eigentlich schon.

00:15:12: Ich war auch immer ziemlich schnell beim Wegspringen.

00:15:15: Also wir hatten zum Beispiel ein lustiges Erlebnis mit dem damaligen Forschungsminister Riesenhuber und Herr Riesenhuber stand neben Jochen Bublat, der ja die Sendung erdacht und erfunden hat und mit mir moderiert hat.

00:15:29: Und mit mir standen wir zu dritt vor einem Experiment Chemie im Experiment Und haben da so ein bisschen rumgetan und beim ersten Durchgang war das eigentlich nicht spektakulär genug.

00:15:41: Da war nur ein kleines Puff, und dann hat der Joachim gesagt, wir machen ein bisschen mehr von der Mischung – und es haben wir dann gemacht!

00:15:51: Ich habe mir schon gedacht Ups, hüte dich!

00:15:55: Dann hat Riesenhuber wieder angefangen und hat dann so reingedetcht mit irgendeiner Chemikalie Und ich sprang zur Seite.

00:16:06: Es war ein inneres Gefühl und als ich mich dann umgedreht habe, hat es keinen kleinen Puff gemacht gehabt sondern einen sehr großen Puff.

00:16:14: Und Riesenhuber hatte ja damals diese buschigen Augenbrauen die waren da etwas versenkt.

00:16:20: War saukomisch!

00:16:22: Der hatte immer noch so'n bisschen Rauch sparen nach den Augenbrauern aber so ist nicht recht viel mehr passiert.

00:16:29: Also da gab's schon einige Momente, wo es einmal richtig geknallt und gezischt hat im Knoff-Hoffstudio.

00:16:38: Ich hab das ja nette Erinnerung mit dran!

00:16:40: Aber ist immer alles gut gegangen.

00:16:42: Sie habens gut überlegt.

00:16:44: Das war eigentlich ganz interessant bei der KnoFF-Hofshow.

00:16:47: Ich war damals die einzige Frau im deutschen Fernsehen, die mit Technik und Physik in Verbindung gebracht werden konnte... Es war so ein Alleinstellungsmerkmal.

00:16:59: Und meine Rolle als Frau war da schon sehr viel besser, denn Herr Bublert hat auch immer darauf geachtet, dass nicht nur er die physikalischen Dinge erklärt oder die technische sondern auch ich was für mich unglaublich schwierig war weil ich musste mir das innerhalb kürzester Zeit alles irgendwie inhaltlich kapieren, merken und vor allem wiedergeben.

00:17:22: Zeit auch nur wieder geben, sage ich mal.

00:17:25: Jetzt macht das mal in zwanzig Sekunden oder so.

00:17:28: Da habe ich viel gelernt wie man freispricht und auf den Punkt kommt und schnell im Café ist.

00:17:35: also das war eine Sendung wo ich auch als Frau richtig Profil hatte.

00:17:42: Dir hat mir gut gefallen was super!

00:17:45: Das war ja auch noch anspruchsvolles Fernsehen, also da mussten sie ja schon komplexe physikalische technische Zusammenhänge dann auch wie Sie schon gesagt haben in kürzester Zeit erfassen und eben auf den Punkt formuliert wiedergeben.

00:17:55: Und Sie haben das auch erwähnt.

00:17:57: frei heißt es gab ja noch keinen Teleprompter?

00:18:00: Nee, gab kein Telepromper!

00:18:02: Man musste noch selber denken und selber was aus seinem Gehirn rauskramen was man nun erzählen könnte.

00:18:12: War eigentlich schon... Schon eine schwierige Sache, also es war sehr anspruchsvoll in der Art und Weise.

00:18:19: Und hat dem Moderator, der Moderatorin sehr viel abverlangt aber auch eine sehr gute Schule.

00:18:27: Ich habe ja dann noch viele Live-Sendungen gemacht da hat das alles geholfen.

00:18:32: Die Sendung lief ja auch sehr lange zwischen

00:18:37: Wie Sie alles wissen, sie haben gut recherchiert.

00:18:39: Kompliment.

00:18:43: Lieber Ramona Leis ich bereite mich ja auf meinen Gast gut vor.

00:18:45: das ist ja sonst auch peinlich für mich wenn ich ihr eigenes Leben nicht so wiedergeben kann denn sie haben ja viel erlebt und muss noch mal auf dieses Format eingehen weil es ja wirklich ein... Das ist schon Knüller gewesen.

00:18:55: da wurden oft einfache aber eben auch manchmal so spektakuläre Experimente gezeigt oder auch grob erklärt.

00:19:02: Und was ich auch sehr spannend fand, jetzt zurückblickend – daran erinnere ich mich nicht als Kind -, da konnten ja auch Hobby-Erfinder oder hatten Hobby-Effinder die Möglichkeit ihre eigenen Erfindungen dem Publikum vorzuführen wie zum Beispiel eine Brezelschneidemaschine oder so ein Schaumkopfwurfmaschine.

00:19:20: Wie hat man das denn im Vorfeld getestet?

00:19:21: Waren Sie da involviert oder hat es dann den Redakteur gemacht?

00:19:25: Nee, die Redaktion hat das ausgewählt und haben sich sehr viele Leute beworben Und das wurde dann auch sehr liebevoll umgesetzt.

00:19:32: Also die Leute sind immer sehr gerne gekommen, es war erstaunlich wie viel Hobby-Erfinder es gegeben hat.

00:19:39: Ich weiß nicht ob das heute auch noch so ist aber auf was für Ideen die gekommen sind, das war wirklich genial also... Das hat schon sehr viel ausgemacht und unser Norfolk Professor der hat auch immer Experimente ausprobiert.

00:19:54: Unser verrückter Professor Das ist auch ein sehr netter Running Gag gewesen in der Sendung.

00:20:00: Und dann wurde das auch kombiniert mit einer Band, die haben es vielleicht auch noch in Erinnerungen...

00:20:07: Die Chess-Band meinen Sie wahrscheinlich?

00:20:08: Ja genau.

00:20:09: ...die Titli und Abspannmelodie begleitet hat.

00:20:12: Ja!

00:20:12: Und auch zwischendurch dieses musikalischen Intermezzi wo man dann das nochmal als Rückblende die Beiträge noch eingespielt hat.

00:20:21: Es war eine sehr bunte Sendung.

00:20:25: Da war eigentlich schon auch damals vom Sender eine gehöriges Stückchen Mut gefragt, das erst mal auszuprobieren oder überhaupt ins Programm zu machen.

00:20:35: Es war ja was ganz Neues, was man auch als Format noch nicht gekannt hat – einfach mal ausprobieren und das haben wir gemacht und es wurde so ein Knüller mit unglaublichem Publikum sehr erfolgreich, also kaum zu glauben!

00:20:50: Haben Sie den damals dann mehrere Folgen in einem Tag aufgezeichnet, wie es ja oft der Fall war?

00:20:53: Nee, das ist gar nichts möglich.

00:20:56: Die Sendung war unglaublich aufwendig in der Herstellung.

00:21:00: Man musste das Studio oft umbauen.

00:21:02: also wir hatten mal was für sich eine Garage im Studio die zersägt wurde von riesen Geräten.

00:21:07: Das kann das dauert allein zwei Stunden bis das hinkauen hat aber... Eine Sendung hatte immer zwei oder sogar drei Tage Produktion.

00:21:19: Und es gab ja im Jahr nur sechs Sendungen von der Knoff-Offshow und im Vorabendprogramm.

00:21:27: Trotzdem haben das so viele Millionen Leute angeguckt, dass bis heute noch bekannt ist.

00:21:32: Das werden sie heute wahrscheinlich nicht mehr schaffen.

00:21:35: Sie überraschen mich gerade mit der Länge, der Aufzeichen und den.

00:21:37: ich frage mich.

00:21:37: Da saßen ja auch Zuschauer, wie haben sie das denn mit den Menschen gelöst?

00:21:41: Die mussten vielleicht auch mal arbeiten zwischendurch.

00:21:43: Dürften die zwischendeutig mal raus oder...

00:21:45: Nein nein!

00:21:46: Die waren gebucht für zwei oder drei Tage.

00:21:49: Ja, die waren da mit ganz großer Begeisterung dabei und haben sich schrei genommen oder was auch immer.

00:21:56: Die Wahl muss ja immer das gleiche Publikum dann sein für eine Sendung.

00:22:00: Und

00:22:00: die

00:22:01: waren da fleißig dabei, musste natürlich auch zwischendurch Wartezeiten in Kauf nehmen.

00:22:06: Ja, wie einfach wollten dabei sein und haben da immer toll mitgemacht.

00:22:13: Und dann auch drei Tage die gleiche Kleidung?

00:22:16: Genau!

00:22:17: Man durfte sich waschen zwischendurch.

00:22:20: Das beruhigt mich ein bisschen für Sie.

00:22:23: Gut, aber auch das haben sie gut überlebt.

00:22:24: Sie waren ja oft am richtigen Ort und wenn wir jetzt so ein bisschen nach vorne blicken dann kam er der einundreißigste Dezember neunzehnhundertneunundachtzig.

00:22:30: da waren sie am Brandenburger Tor.

00:22:33: also nach dem Fall der Berliner Mauer haben sie dort mit Pete Weirich im ZDF die große Silvester-Gala moderiert.

00:22:40: Und da gab es ja auch diesen legendären Auftritt von David Heselhoff am Brandenburger Tor, ich glaube das waren Fernsehmomente ja auch in eine Zeit viel, in der Deutschland sich gerade neu erfunden hat, Millionen Menschen hoffnungsvoll auf ein neues Kapitel blicken.

00:22:53: Lieber Ramona Leis haben Sie in diesem Moment schon geahnt dass sie da gerade Teil eines Fernsehbildes werden, das später als Stück Zeitgeschichte galt?

00:23:02: Denn da haben Menschen ja noch tatsächlich auch eingeschaltet.

00:23:07: Das habe ich nicht so groß eingeschätzt.

00:23:10: Ich hab einfach nur damals in der Moderation gedacht, ja super!

00:23:15: Wird eine tolle Sendung und aber dass das so ein Stück Zeitgeschichte wird – das war mir nicht klar zu dem Zeitpunkt.

00:23:25: Wahrscheinlich wäre ich sonst unglaublich aufgeregt gewesen, aber so war es auch gut.

00:23:30: Ich habe da einfach meine Cola vor der Sendung getrunken War ja auch eine Live-Sendung und hat wirklich ganz erstaunlich, also wie die Sendung wird ja heute noch immer wieder gezeigt.

00:23:47: Das war schon einer meiner Hauptsendungen ohne dass ich das vorher geahnt hätte.

00:23:52: Ja das ist ja das Schöne, dass man es vorher nicht weiß was auf einen noch zukommt Denn dann ging es ja noch weiter.

00:23:57: Es war ja noch nicht das Ende und ist es auch jetzt nicht, denn Sie haben danach irgendwann sicherlich irgendwie einen Anruf bekommen oder eine E-Mail gab's vielleicht noch nicht.

00:24:05: Fax anruft ein Gespräch.

00:24:08: Irgendeiners auf sie zugekommen meinte liebe Frau Leis hätten sie nicht Lust mal beim ZDF Fernsehgarten vorbeizuschauen?

00:24:14: Ja also damals war es ganz einfach.

00:24:16: da hat der Programmdirektor angesprochen haben sie Lust das zu machen?

00:24:20: Und dann habe ich gesagt ja gerne und schon war es passiert.

00:24:25: Also da war eigentlich sehr spontan, dass das gekommen ist und das haben wir natürlich gerne gemacht.

00:24:31: Die Sendung ist mir auch unglaublich entgegengekommen von der Art und Weise die.

00:24:37: erstens es waren immer eine Live-Sendung und es war unglaublich viel los.

00:24:43: ich konnte genauso sein wie ich bin.

00:24:45: also ich musste jetzt nicht wie die feine Lady spielen oder die Kecke Göhre oder was auch immer für eine Rolle sondern ich war Ramona eins pur Und das war einfach eine tolle Sache und es war so viel von allem Möglichen dabei.

00:25:02: Meine Vorgängerin ist ja die Ilona Christen gewesen, die das auch ganz toll schon beim Publikum eingeführt hatte.

00:25:10: Wir haben so viele Themen gehabt mit Mode, Werken, Gesundheit, Garten, Kochen, Artistik ... Viel Musik!

00:25:20: Das war unglaublich und da bin ich einfach... durch diese hundertzwanzig Minuten durchgesportet und hatte viel Gaudi, viel Spaß.

00:25:30: War natürlich auch sehr viel Inhalt was man sich auch merken musste weil ich habe immer auch so den Anspruch gehabt Ich möchte möglichst frei moderieren Und hab mir hauptsächlich Stichpunkte gemerkt und halt dann geredet.

00:25:46: Das kann auch nicht jeder.

00:25:48: Diese Sendung begann ja im Juni-Ninzenhundertsechsenundachtzig mit der von Ihnen schon erwähnten Unvergessener Ilona Christen und dann, von Ninzehundertdreieinzig bis Neunundneunzig waren sie als Moderatorin tätig.

00:25:59: Achtundneinzig Sendungen nach meiner Information die Sie moderiert haben.

00:26:04: Da gab es immer diese verschiedenen Kategorien Mode, Kochen, Heimwerken, Gesundheitstipps, Gartenpflege, Sport.

00:26:10: hat sich da was besonders angesprochen?

00:26:15: Ach nein, eigentlich nichts besonders.

00:26:17: Ich fand gerade witzig, dass es so ein Mischmasch von allem Möglichen war und habe an allem einfach Spaß gehabt.

00:26:29: Meistens hat mir eigentlich immer gefallen die Aktionen, die gemacht wurden und da war immer unglaublich viel los und das Publikum war immer gut drauf.

00:26:38: Es war schon schön!

00:26:39: Ich werde jetzt auch demnächst mal wieder dort Gast sein.

00:26:44: Am siebten Juni bin ich zum vierzigsten Geburtstag eingeladen und da mache ich eine kleine Überraschung mit der Andrea Kevel.

00:26:55: Ach, wie schön!

00:26:58: Ich glaube, da kann man auch vieles zurückblicken.

00:27:00: Da gab es noch diesen Fernsehkoch Armin Rossmaier.

00:27:02: also viele Persönlichkeiten begleiten ja auch dieses Format schon seit vielen, vielen Jahren.

00:27:07: was hat denn für Sie das... Die Sendung ausgemacht.

00:27:10: Was war denn so das Geheimnis dieser ganz besonderen Unterhaltungs-Sendungen?

00:27:15: Einfach, dass die Nähe zum Publikum und dass das eine Sendung war, die war zum Anfassen und die war unglaublich eins zu eins.

00:27:25: Das war ne ehrliche Sendung und es kam auch für die Leute rüber und es war kurzweilig Und hat jetzt einfach die Leute gut unterhalten und zwar sehr bunt gemischt.

00:27:38: Es war also nicht so eine einseitige Sendung, dass man jetzt nur volkstümlichen Schlager oder Schlager gehabt hätte.

00:27:45: Wir hatten auch viele Boybands die damals gerade angesagt waren und Englisch sprach ich Musik oder Französisch alles Mögliche Und es war noch ne echt schöne Mischungen.

00:27:59: Ja das war ne andere Zeit.

00:28:01: Sie haben da Fernsehen gemacht in einer Zeiten der ganze Familie eben auch gemeinsam vor dem Bildschirm saßen.

00:28:08: wenn Sie heute auf diese Jahre zurückblicken.

00:28:11: Was war das Besondere an dieser Fernsehzeit, dass wir vielleicht ein bisschen verloren haben?

00:28:15: Ich frag sie das auch, dass sie irgendwann einen Interview gegeben haben und da haben sie gesagt die Risikopereitschaft ist nicht mehr da.

00:28:22: man kauft nur noch Formate ein, die weltweit erprobt und vermarktet worden sind und geht immer auf Nummer sicher.

00:28:28: Das ist jetzt ein bisschen aus dem Zusammenhang gerissen, das weiß ich aber das zeigt ja schon auf wie sich vielleicht auch die Medienwelt verändert hat

00:28:35: Hat sich sehr verändert.

00:28:37: Wir hatten früher Redakteure, die selber sich Dinge überlegt haben und die nicht immer nur drauf gewartet haben was wird mir gerade angeboten.

00:28:48: Sondern die waren selbstständig von sich aus auf der Suche nach Themen und neuen Ideen.

00:28:54: Und kam auch vielfach außen Theaterbereich und die waren jetzt nicht so der Typ Manager sondern mehr der Typ kreativer Mensch.

00:29:06: Und da durfte man auch sehr viel mehr auch mal experimentieren.

00:29:11: Die Risikobereitschaft war viel größer, man hat zum Beispiel auch spontan mal was ausprobiert und wenn mal etwas schief gegangen ist es auch nicht so schlimm.

00:29:24: also heute kauft man eigentlich hauptsächlich gut abgehangene Formate ein und das ist überall so ziemlich das gleiche.

00:29:32: was gemacht wird was funktioniert, wird weiter durch den Fernsehköcher durchgezogen bis zum Exzess.

00:29:43: Und ja Fernsehe-Sender sind auch irgendwie austauschbarer geworden.

00:29:48: Moderatoren sind finde ich auch Austauschbarrer.

00:29:52: die sind mal auf RTL mal in ARD mal ZDF.

00:29:56: also das war früher nicht möglich.

00:30:00: wenn man beim öffentlich rechtlichen gearbeitet hat dann Konnte man auch nicht Ausflüge jetzt ins Privaten machen zum Beispiel.

00:30:09: Ich hab das zwar dann auch mal machen können und kam aber wieder zurück, aber das war irgendwie noch... Jeder Sender hatte mir noch seine eigene Farbe.

00:30:19: Stimmt es eigentlich dass von der Knoff-Offshow drei Piloten produziert wurden?

00:30:23: Und man damals gesagt hat wenn es nicht funktioniert nehmen wir sie wieder raus, aber wir probieren's zumindest.

00:30:28: Ganz genau!

00:30:29: Es waren drei Pilote die produziert worden Und man hat gesagt, wir setzen die jetzt einfach mal ein.

00:30:38: Schauen ob das die Zuschauer annehmen und dann war es einfach ein so großer Erfolg dass man gesagt hat Mensch!

00:30:50: Das machen natürlich jetzt weiter.

00:30:52: also ich glaube die Fernsehschaffenden damals haben die Wirkung der Knopfoffshow selber ein bisschen unterschätzt.

00:31:01: Ja, aber man hat sich noch mehr nach dem gerichtet was dann wirklich auch mal neu war und das war die Knoffoffshow tatsächlich.

00:31:09: Das war was komplett Neues im Fernsehen!

00:31:12: Ja, das waren riesen Erfolg.

00:31:13: heute fehlt eben auch mal dieser Mut Ideen bekommen kaum noch eine Chance.

00:31:18: dass es auch eine Aussage von ihnen die sicher mit vielen der Kolleginnen und Kollegen auch deckt, die das mir auch schon gesagt haben bei mir war vor einiger Zeit ne Zeit Holm-Dressler zu Gast.

00:31:28: Da ging es um die gemeinsame Zeit mit Thomas Gottschalk, mit Günther Jauch.

00:31:32: Das ist schon schön wenn man das so hört wie früher ein bisschen leichter vielleicht auch herüber kamen.

00:31:37: Ich kann mir aber vorstellen Sie haben ja so viele moderiert da gab's immer gute Laune vor Millionen Menschen.

00:31:42: Aber es muss ja auch Tage gegeben haben lieber Ramona Leis an denen Ihnen das vielleicht nicht einfach gefallen ist.

00:31:48: Hatten sie da so innerlich so einen Geheimrezept wie ihnen das dann gelungen ist diese gute Launen oben zu halten?

00:31:56: Ja, das muss man dann schon professionell sehen.

00:31:58: Also ich war schon immer der Typ auch wenn es mir persönlich privat schlecht ging Wenn dann die Kamera anging Dann habe ich in dem Sinne funktioniert und dann hab Ich auch eigentlich für die Zeit ich gearbeitet habe Das traurige oder schreckliche unangenehme vergessen können Und dass wenn die kamera dann aus war kam das natürlich auch wieder zurück.

00:32:21: aber Schon eine Sache, das muss man lernen im Fernsehen oder überhaupt wenn man vor der Kamera agiert oder auf einer Bühne steht.

00:32:31: Das Private darf dann nicht Einfluss nehmen.

00:32:37: Das ist leider so!

00:32:39: Ja, das mit dem Privatleben ist immer so eine Geschichte.

00:32:41: und bevor wir auch da vielleicht noch kurz ein bisschen drüber sprechen wenn ich das darf würde ich Ihnen gerne noch ne Frage stellen.

00:32:48: Das fand ich total beeindruckend auch denn ich wusste zum Beispiel nicht dass sie unter anderem für David Heselhoff jetzt kommen wir wieder zu den Neunzenhundertneuenundachtzig zurück.

00:32:57: also Sie haben ja eine Reihe Kinderbücher gestiegen vielleicht fange ich damit mal an einige Liederbüche herausgegeben.

00:33:03: Sie haben Texte für Schlagerpop volkstümliche Lieder verfasst Unter anderem auch für David Hasselhoff.

00:33:10: Ja,

00:33:11: also das war der bekannteste für den ich was schreiben durfte und ich habe aber auch geschrieben zum Beispiel Katja Eppstein für Hanne Haller und da hab' ich viel zusammengearbeitet.

00:33:22: Slauko Außenig, Tommy Steiner für sehr viele Texte geschrieben und es hat mir immer sehr viel Freude gemacht.

00:33:31: Aber auch meine eigenen Texte – ich habe ja selber mal eine CD auch rausgebracht.

00:33:38: Das war mal so ein kleiner Ausflug von mir, weil es mir einfach Spaß gemacht hat.

00:33:43: Aber als Schreibende ... Ja das hat mir immer viel Freude gemacht vor allem dass man dann auch mal was hatte wo man nicht vor der Kamera steht sondern für sich auch mal etwas schreiben kann oder was ausprobieren kann.

00:33:56: Das habe ich gerne gemacht immer.

00:33:58: Jetzt haben Sie schon Hanna Haller erwähnt leider auch nicht mehr unter uns weit Mit ihr haben sie das Lied der ARD-Fernsehlotter, die geschrieben.

00:34:08: Für die Katja Eppstein genau ja.

00:34:10: Genau für Katja Epstein mit Hanne Haller.

00:34:13: also Sie waren schon immer sehr umtriebig und ich kann mir vorstellen dass es mit den Menschen ja schon auch was macht hat.

00:34:19: wie hat sich denn der Medienbetrieb als Mensch verändert wenn man das selbst so wahrnehmen kann?

00:34:25: Ja man wird... Man wird mit vielen Wahrheiten konfrontiert dem Mann vorher nicht erkennen hätte können.

00:34:35: Also, man wird ein bisschen härter mit sehr... Ich war als junge Frau angefangen habe, weil ich teilweise wirklich schockiert von der Härte dieses Berufs und wollte eigentlich gleich am Anfang der Schauhute dann auch schon wieder aufhören mit allem.

00:34:52: aber da hab' ich mich dann so im Lauf der Zeit so ein bisschen dran gewöhnt dass man doch mit sehr viel Dingen zu tun hat wo man sagt Mensch das Das ist jetzt wirklich ungerecht oder gemein.

00:35:08: Es ist nicht einfach, das ist ein sehr zweischneidiges Schwert die Medienwelt.

00:35:15: Man lebt mit Enttäuschungen und unglaublich tollen Erfolgen und kommt oft gar nicht mehr mit.

00:35:25: Man verliert manchmal die Bodenhaftung und hat auch viel Oberflächlichkeit zu tun.

00:35:32: und da seinen eigenen Weg zu finden, das ist nicht immer leicht.

00:35:39: Und diesen eigenen Weg, den sind Sie immer gegangen?

00:35:41: Ich glaube es gab einen für sie sehr besonderen emotionalen Moment.

00:35:45: Das muss im Mai-Mai-Jahr-Gewesen sein.

00:35:48: Da haben Sie nämlich sehr viel Post bekommen!

00:35:50: Früher gab's ja noch Briefe und nicht diese schönen Social Media-Posts und blöden Kommentare die man hier oft wahrscheinlich auffasst... Also Ihnen haben damals sehr viele Menschen geschrieben vor allem Frauen, ältere Frauen die ihnen geschrieben haben und sich gewünscht haben.

00:36:05: Sie hätten das damals auch sagen können was sie im Mai zwei tausend Jahre gemacht haben.

00:36:10: Genau!

00:36:10: Sie sind damals an die Öffentlichkeit gegangen und haben der Öffentlichkeit mitgeteilt dass sie eine Beziehung mit einer Frau haben.

00:36:15: Was ja etwas völlig normales ist.

00:36:17: aber zwei Jahr zwei Tausend Acht vielleicht noch ein bisschen anders vor allem in der Medienwelt.

00:36:22: Ja, also ich habe mich damals dazu entschlossen das endlich mal der Öffentlichkeit preiszugeben und nicht mehr immer zu verschweigen.

00:36:34: Es war für mich sehr schwierig quasi immer ein geheimes Leben auch zu führen man kann ja sich auch nicht öffnen.

00:36:44: Und ich hab dann festgestellt Mensch Das war ein sehr guter Schritt, mein sogenanntes Outing.

00:36:52: Ich habe Post von älteren Leuten Frauen gekriegt die mir geschrieben haben sie wünschten Sie hätten damals auch sagen können dass sie Frauen lieben.

00:37:02: Hab aber auch von jüngeren Frauen sehr viel Danke bekommen Dankeschöns bekommen weil sie durch mich eben den Eltern das sagen konnten Und den Mut gefunden haben sich selbst auch zu öffnen.

00:37:18: Und dann haben halt viele junge Frauen mir geschrieben, dass sie ... Als sie das den Eltern von mir gesagt haben gehört haben nach, wenn die Ramona mit einer Frau zusammen ist, kann meine Tochter das auch sein.

00:37:32: Es hat sehr viel bewirkt und da bin ich schon auch stolz drauf.

00:37:37: Das glaube ich Ihnen.

00:37:38: Was hat denn diese Offenheit, sie beruflich gelehrt?

00:37:41: Sie waren wahrscheinlich auf der einen Seite so ein bisschen erstaunt über das was da in den Medien geschah aber ich glaube auch ein bisschen enttäuscht über manche Reaktionen oder das was vielleicht dann auch Mittel für das Stick noch passiert ist.

00:37:52: Ja ich hatte natürlich als ich mich geoutet habe schon vorher mit der Möglichkeit gerechnet dass mich das meine Karriere kostet.

00:38:01: und genau so ist es eigentlich auch passiert.

00:38:03: Es ist eine Zeit lang Gut gegangen, hatte ich noch Aufträge und alles.

00:38:10: Aber so hinter den Kulissen habe ich dann schon gehört dass die Chefs das nicht unbedingt gut gefunden haben Und ich hab halt dann auch gemerkt, dass die Zuschauer es anders gesehen haben als die vorgesetzt oder die Chef's wenn man so sagen will.

00:38:27: und Ich habe aber dann für mich beschlossen okay Dann endet meine Karriere aber mein Leben beginnt.

00:38:37: Und mit diesem Entschluss habe ich eigentlich sehr gut weiterleben

00:38:42: können.".

00:38:43: Das haben Sie sehr schön gesagt, Geld gegen Freiheit tauschen und sie waren außerdem glaube ich sehr verliebten Ihre Frau die Sie dann später auch geheiratet haben?

00:38:52: Ja genau.

00:38:54: Wir haben gedacht das ist mir jetzt das Wichtigere und Karriere hab' ich ja lang genug schon gemacht fehlt halt noch ein bisschen Leben und das möchte ich jetzt haben.

00:39:06: Und das habe ich

00:39:06: seitdem.".

00:39:07: Das haben Sie seitdem, und sie haben doch viel vor.

00:39:09: Glauben Sie denn dass Medien auch so eine gewisse Verantwortung für gesellschaftliche Veränderungen haben?

00:39:16: Ja, hätten sie schon!

00:39:18: Die könnten sehr viel mehr bewirken als sie es tun und die Medien sind immer noch sehr verhaftet in ihren Alt eingebunden... brachten Pfaden, die könnten wirklich ein bisschen mehr tun damit alles offener wird und das passiert eigentlich noch viel zu wenig.

00:39:41: Und da finde ich haben die Medien schon eine große Verantwortung die sie nicht immer wahrnehmen.

00:39:48: Ja ja wenn Sie heute ein bisschen Zeit haben und nicht als Künstlerin tätig sind gerade oder Ja, unterwegs sind.

00:39:56: Dann habe ich gelesen, dass sie zum Beispiel amerikanische Spielfilme auch lieben.

00:39:59: Zum Beispiel der Teufeltrick Prada.

00:40:01: Haben Sie denn den zweiten Teil schon gesehen?

00:40:04: Ja klar!

00:40:04: Genial also wenn man nie ins Kino geht aber da muss man rein.

00:40:10: das ist eigentlich der beste Film die mich in langen, langen Jahren und Jahrzehnten gesehen habe.

00:40:16: Großartiger Film.

00:40:18: Also ich frage das, weil jeder ja so eine eigene Möglichkeit hat auch ein bisschen runterzukommen und sich abzugrenzen von dem was man sonst im Alltag erlebt.

00:40:26: Das sind ja auch keine einfachen Zeiten.

00:40:29: Was hat sie denn das Fernsehen Rückblicken betrachtet über Menschen gelehrt?

00:40:38: Ja dass man nicht zu gut gläubig sein sollte Nicht zu offen Dass man sich seine Persönlichkeit behalten muss Auch wenn es manchmal schwierig ist und was man nicht enttäuscht sein darf.

00:40:53: Sondern die Zeit, die funktioniert mit Freude positiv mitzunehmen zu erleben das Beste daraus zu machen und mit dem Negativen, was durchaus mitschwingt, zu lernen umzugehen.

00:41:08: Und das Fernsehen ist sehr schnelllebig damit muss man auch leben lernen.

00:41:15: ich habe ja auch viele kuriosen Situationen erlebt oder auch tolle spannende Gäste gehabt, die mich sehr positiv überrascht haben.

00:41:24: Und das war... Man muss mit diesem Auf und Ab leben lernen und trotzdem sich dabei bewahren und sich auch immer mal wieder sein Privates erhalten und auch mal lernen Nein zu sagen.

00:41:39: Ja, ja.

00:41:40: Gab es denn einen Gast der ihnen in besonderer Erinnerung geblieben ist?

00:41:46: Ja zum Beispiel Michael Douglas.

00:41:48: Da war ich sehr überrascht.

00:41:52: Der hat eine Mots-Ontourage dabei gehabt, die sich ganz wichtig genommen haben und gesagt haben Vorsicht beim Interview mit ihm.

00:42:03: der kann verschiedene Fragen davon nicht hören.

00:42:05: das darf man nicht und und und Und ich war schon sehr beeindruckt habe nach Doppala und als dann wir kurz vor Beginn der Sendung beide hinter der Bühne standen hab ich ihn gefragt, was darf ich dich denn nicht fragen?

00:42:19: Und er hat gesagt hey Ramona you can ask me anything you like.

00:42:23: Und der war total umgänglich und easy und seine Entourage hat sehr viel schlimmer gemacht als der Mann.

00:42:31: Das war total supercooler Typ und da gab's sehr viele... Da habe ich oftmals festgestellt dass die bekannter die Leute sind.

00:42:41: Das ist doch umgänglicher, waren sie eigentlich.

00:42:44: Schwierig waren immer die, die noch nicht bekannt waren.

00:42:47: Ja das hat mir Heumdressler auch bestätigt und eine schöne Anekdote erzählt von Klaus Kinski, den ich ja persönlich auch nie kennenlernen durfte.

00:42:54: Ich weiß nicht ob Sie immer begegnet sind früher?

00:42:56: Nee, danke!

00:42:59: Ich glaube, das brauchten wir beide nicht.

00:43:01: Aber der ist ja auch gerne mal aus dem Fernsehstudio herausgerannt oder hat es dann eskalieren lassen.

00:43:07: Sie haben in einem Interview mit Ippenmedia gesagt wenn man nicht mehr regelmäßig im Fernsehen erscheint vergessen einen die Leute oder es gibt andere aktuellere Gesichter Influencer zum Beispiel.

00:43:17: da wundere ich mich manchmal wirklich wie wenig man heute können muss um zu beeindrucken.

00:43:21: musste man den früher ich kann mir die Antwort schon denken früher mehr drauf haben?

00:43:26: Ja, eigentlich schon.

00:43:27: Schauen Sie, wenn ich allein als Hörfungssprecherin um da reinzukommen zwei Fremdsprachen konnten musste.

00:43:35: Das ist... musste man schon sehr viel mehr können wissen als heute und das finde ich eigentlich ein bisschen schade.

00:43:44: also nicht sogar die Generation von Show-Entertainerinnen, von vor mir anschaue.

00:43:50: Also eine Katharina Walente oder Kessler Zwillinge die mussten sogar noch viel mehr können als unser eins meine Generation und so wurde das immer weniger.

00:44:01: ja ich finde schon dass man heute jetzt teilweise um als Influencer irgendwie toll rüberzukommen.

00:44:09: Echt nicht viel können, muss vielleicht die Zähne putzen und dabei sagen hey jetzt haben wir die Zäne geputzt!

00:44:15: Also ich finde das nicht so beeindruckend wenn ich ehrlich bin

00:44:18: auch dass es bei vielen Menschen schon eine Leistung.

00:44:24: was möchten sie denn?

00:44:25: Ja bitte Frau Leis jetzt wollt ihr mich unterbrechen.

00:44:28: Nein ich wollte eigentlich nur noch sagen Es gibt schon viele Plattformen für dofe Leute.

00:44:34: Das ist schon ganz erstaunlich.

00:44:36: Ja, die gibt es!

00:44:38: Würden Sie denn jungen Frauen mitgeben wollen, die heute für sich feststellen ich möchte in den Medien starten?

00:44:44: Was sollte man damit bringen oder wann sollte man's lieber lassen?

00:44:50: Man sollte keine Illusionen haben.

00:44:52: Man sollte nicht meinen da komme ich einfach groß raus und muss nicht viel dafür tun.

00:44:58: also im Endeffekt Qualität muss man schon drauf haben und das würde ich raten.

00:45:02: Ich würde auch immer raten Versuch einen echten Beruf auch abzuschließen, dass du nicht davon abhängig bist.

00:45:10: Also eher würde ich wenn ich eine Tochter hätte sagen so muss nicht unbedingt sein es sei denn Du zerbrichtst wenn du nicht vor die Kamera kommst.

00:45:21: aber wer tut das schon?

00:45:22: Ja dann kann ich mal davon ausgehen dass ihr Sohn der gleich alt ist mit mir nicht in der Medienwelt tätig ist.

00:45:29: Nee Der hätte zwar wirklich Möglichkeiten gehabt Aber er hat sich dann dafür entschieden, das nicht zu machen.

00:45:37: Er hat früh erkannt, dass da auch sehr viel Unschönes damit verbunden

00:45:41: ist.".

00:45:42: Okay!

00:45:43: Sie haben nach Ihrer TV-Karriere Ihre Leidenschaft ja zur freischaffenden Kunst entdeckt.

00:45:48: Welche Rolle spielt Kunst heute in Ihrem Leben?

00:45:53: Oh, das gibt mir unglaublich viel.

00:45:54: ich kann mich komplett ausleben in meiner Malerei es macht Freude befriedigt mich komplett.

00:46:05: Ich kann da so viel von mir auch reininterpretieren und zeigen, das kann ich komplett abschalten.

00:46:13: Das macht mich echt happy zu malen!

00:46:14: Und ich habe auch schon einen ganz guten Erfolg damit, muss aber jetzt nicht mehr die bekannteste Maler in Deutschlands werden.

00:46:22: Also ich mache es für mich und für die Menschen, die Freude an meinen Bildern haben.

00:46:27: Das ist eine schöne Sache Und kann ich auch zu jeder Tages- und Nachtzeit machen, wie ich will.

00:46:33: Das wollte ich nämlich gerade fragen.

00:46:34: also Sie malen da völlig frei von der Leber weg ohne den Kopf einzuschalten?

00:46:39: Also sie wissen wie es meine aber Sie machen das dann früh morgens spät abends wann sie Lust haben.

00:46:44: Ja man muss...also Ich habe festgestellt Meine besten Bilder sind die wo ich es schaffe mein Kopf komplett auszuschalten.

00:46:52: Ich stehe dann von einer weißen Leinwand und fange überhaupt nichts denken an, sondern ich hau Farben drauf mache und tu.

00:47:00: Und irgendwann kommt was dabei raus, was ich jetzt das erste auch mal stehen lasse und ein paar Tage später weitermache also ganz frei wie ein bisschen nachzuspüren, wie man als Kind gemalt hat.

00:47:15: Das finde ich auch ganz wesentlich dass man noch seine.

00:47:19: Als Kind malt man komplett frei und das habe ich damals unglaublich gerne gemacht.

00:47:24: Und das wieder für sich zu entdecken, da kommen die besten Bilder dabei raus.

00:47:28: So bin das meine Einstellung!

00:47:31: Und Sie haben einen Schäferhund namens Benji?

00:47:34: Ja der Benji ist schon elf Jahre.

00:47:37: Also ein bisschen in die Jahre gekommen aber eigentlich im Bestenalter.

00:47:41: Naja, im besten Alter war er.

00:47:43: Man hat mit mir viel gemeinsam.

00:47:45: Wir sind beide noch sehr gut drauf Und Happy und das ist er auch.

00:47:50: Der Benji ist ein toller Hund, also der ist so liebevoll mit Menschen und Kindern.

00:47:56: Ich kann da ganz viel Vertrauen zu ihm haben.

00:47:59: Er würde niemals böse werden.

00:48:03: Man hat manchmal richtig Glück mit einem Hund und Benji is so einer.

00:48:06: Das ist ein super Hund!

00:48:08: Hunde sind eine tolle Lebenswelt und Lebewesen und ich frage das auch, dass ihr ja mit ihren Kunstwerken die Verbindungen zur Natur- und zur Tierwelt Vermitteln möchten, es gibt einen Kunstwerk bei Ihnen.

00:48:19: Das hatte ich gesehen auf Ihrer Webseite.

00:48:21: Das heißt mein Lieblingstier!

00:48:23: Ist das auch der Schäferhund Benji?

00:48:27: Ich male nicht jetzt speziell ein Tier, dass ich habe sondern das kommt so aus mir raus.

00:48:34: Manchmal sind meine Tiere die ich mal schauen noch gar nicht so aus wie ein spezielles Tier, sondern sind so Fantasietiere und ein bisschen was von Benji ist sicher in meinen Tieren immer überall irgendwie mit dabei.

00:48:47: Aber ich bin jetzt keine naturalistische Malerin, sondern mag gern verrückte Dinge malen.

00:48:53: Und ja es fließt halt viel rein von mir was sich vielleicht im Lauf meines Lebens auch erlebt habe und gar nicht so in Erinnerung habe.

00:49:02: das kommt alles beim Malen raus.

00:49:05: Und wenn Sie nicht gerade mal abends für zwei Stunden noch am Atelier stehen liebe Frau Leis Abschlussfrage Was dürfen wir uns denn auch?

00:49:13: Was dürfen bei Ihnen in den nächsten dreißig Jahren noch freuen.

00:49:15: Haben Sie noch neue Projekte, was macht sie heute glücklich und was befreit sich?

00:49:21: Also ich bin auch sehr glücklich mit meinen Enkeln.

00:49:25: Ich bin gerne Omi und spiele mit meinen Englern und habe meine Malerei wenn mal ein Auftrag kommt.

00:49:33: zwischendurch freue ich mich darüber und könnte mir auch schon vorstellen dass ich, wenn ich nächstes Jahr siebzig bin Und dann noch so drauf bin wie heute, dass ich vielleicht auch mal den Frauen zeige.

00:49:51: Hallo Ihr Siebzigjährigen!

00:49:53: Es gibt anderes für uns als nur was ihr in der Werbung seht wenn es ums Lippeinlagen und Wagisan-Creme oder sowas geht.

00:50:03: Ich finde das übel.

00:50:05: Oder würde ich gerne zeigen was ein siebzigjähriger heutzutage ausmacht?

00:50:12: Und das müsste schon einfach mal ein bisschen anders gezeigt werden.

00:50:18: Wir sind ja nicht immer nur dreißig, sondern wenn wir siebzig sind denken wir dann auch noch lange nicht ans Sterben oder nur an die Blasenschwäche.

00:50:27: also es ist ja wohl alles Quatsch!

00:50:30: Das ist ein schönes Schlusswort.

00:50:31: da sind wir sehr gespannt was noch kommt.

00:50:33: Wir haben heute so'n bisschen mitbekommen.

00:50:35: Fernsehen verändert sich, Formate kommen und gehen Moderatoren werden ausgetauscht, Trends wechseln.

00:50:41: Aber eine Ramona Leis bleibt und die bleibt auch im Gedächtnis.

00:50:44: Und ich danke Ihnen das sehr für Ihre Zeit, Sie haben ja wirklich über viele Jahre hinweg Millionen Menschen begleitet mit Ihrem Charme den sie auch heute noch haben finde ich mit einer ganz besonderen Haltung und auch einer besonderen Mischung aus Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit, die Sie immer super hinbekommen haben.

00:50:58: Ich wünsche Ihnen liebe Ramona-Leis alles alles Liebe.

00:51:01: weiterhin bleiben Sie so wie Sie sind!

00:51:04: Ich danke Ihnen sehr für das wirklich tolle Gespräch.

00:51:07: es hat mir echt sehr viel Freude mit ihnen gemacht Und ich wünsche Ihnen auch von Herzen alles Liebe und Gute.

00:51:14: Und natürlich euren Hörern, Hörerinnen, dass das richtig viel Freude macht.

00:51:19: und weiterhin alles Gute!

00:51:20: Toi toi toi!

00:51:23: Das war

00:51:23: Schüchtern

00:51:24: bis Nüchtern der Publicity-Podcast von André Puchter.

00:51:28: Alle Infos zu dieser Folge auf www.schüchdernbisnüchters.de.

00:51:34: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

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